im Dienste des Vereins herzlicher Dank gesagt. Kamerad Dörfner bat allerdings dringend darum, ihm seine Arbeit nicht unnötig zu erschweren, wie es leider immer wieder aus Unachtsamkeit geschehe.
Kommende Veranstaltungen.
Der Winter 1936/37 wird, so fuhr dann der Ver- etnsführer A l t h a u s fort, wieder eine stattliche Reihe von Veranstaltungen bringen. Ende Oktober werden die Trockenskikurse in der Reithalle wieder ausgenommen. Lichtbild-Projektionen werden die Lehrarbeit unterstützen. Verschiedene Film- und Lichtbilderoorträge werden auch in den kommenden Monaten veranstaltet werden. An sportlichen Veranstaltungen sind vorgesehen: Weihnachts-Jugend- kursus im Walsertal, Weihnachts-Skikursus aus dem Hoherodskopf; sonntägliche Autobusfahrten in die Skigebiete (Hohensolms, Vogelsberg, Rhön, Sauerland usw.) werden unternommen. Im Februar soll ein weiterer Kursus in das Hochgebirge führen. Wohin, das steht noch nicht fest.
An Wettkämpfen sind vorgesehen: Kreisrennen im Vogelsberg, Kreisjugendrennen ebenfalls
im Vogelsberg, Gaufugendrennen In der Rhön und die Beteiligung an den SA.-Skimeisterschasten in der Rhön und am Reichsjugendskitag in Lauscha- Ernstthal.
„Wilhelm -Wodaege -Schanze" am Hoherodskopf.
Mit besonderer Genugtuung wurde dann die Mitteilung ausgenommen, daß die Sprungschanze aus dem Hoherodskopf zum stetigen Andenken an den früheren verdienten, leider allzu früh verstorbenen Vereinsführer „Wilhelm-Wodaege-Schanze" genannt werden soll. Ferner soll unter gleichem Namen jährlich ein Kombinations-Abfahrts- und Torlauf gestartet werden. Zum Abschluß seiner Ausführungen wies Kamerad Althaus darauf hin, daß der Skiklub die berechtigte Hoffnung hege, bis Weihnachten dieses Jahres das 500. Mitglied in seinen Reihen zu haben.
Die durch die glückliche Mischung von Filmbild und gesprochenem Wort recht anregend verlaufene Versammlung stellte den rechten Auftakt für die kommende Wintersaison dar.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
* Rödgen, 19. Oft. Der hiesige Arbeiter Etzenmüller erlitt heute nachmittag an seiner Arbeitsstätte, einer Baustelle, einen Unfall. Er stürzte von einem Gerüst ab und erlitt erhebliche Prellungen an Kopf und Brust. Der bedauernswerte Mann wurde durch die Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht. Sein Befinden ist, den Umständen entsprechend, gut.
A Großen-Buseck, 19. Oft. Am Sonntag fand in unserer Gemeinde das Dekanatsfest des Evangelischen Bundes statt. Der Festgottesdienst begann um 14 Uhr. An Stelle des dienstlich verhinderten, ursprünglich als Festprediger vorgesehenen Pfarrers Heinemann von Brauer- schwend hielt Pfarrer Zentrum von Watzenborn die Festpredigt und zeigte in eindrucksvollen Worten, warum wir den Evangelischen Bund brauchen. Als Vertreter des Dekanats begrüßte Defan Sattler von Wiefeck die Festversammlung und mahnte zur Treue dem Bunde gegenüber, der immer wieder für die evangelische Kirche und ihre Lebensfragen sich eingesetzt habe. Der Vertrauensmann des Evangelischen Bundes im Defanat Gießen, Pfarrer Trapp (Gießen), berichtete von der großen Tagung des Bundes, die dieser anläßlich seines 50jährigen Bestehens in Erfurt abhielt, und verlas zum Schluß einige Hauptpunkte aus der „Kundgebung des Bundes an die deutschen Protestanten". Der Festgottesdienst, dessen Liturgie von zwei Gesangsvorträgen des Kirchenchors umrahmt war, hinterließ in der Gemeinde einen tiefen Eindruck.
* Lollar, 19. Oft. Zwei 15 Jahre alte Jungen aus Ruttershausen spielten am Sonntagabend im hiesigen Kino während der Vorstellung mit einem Tesching. Die Waffe entlud sich durch die Unvorsichtigkeit des einen Buben, und das Geschoß traf den anderen Jungen in den Oberschenkel. Hoffentlich wird das väterliche Strafgericht nicht ausgeblieben fein. — Bei der Durchfahrt durch unseren Ort sprang dem Autofahrer Dr. Ruppert aus Bad-Nauheim plötzlich eine Kuh in den fahrenden Kraftwagen hinein. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt, dagegen entstand allerlei Sachschaden.
T Mainzlar, 19. Oft. Nach Beendigung des hiesigen Mütterschulungskursus fand im Saale des Gastwirts Müller die Abschlußfeier statt, zu der alle Einwohner geladen waren. Der Saal war voll besetzt. Die Führerin der NS.- Frauenschaft, Frau Helene Wehn, eröffnete die Veranstaltung. Es folgten Ansprachen der Leiterin des Kurses, Schwester Lüders, und des stellvertr. Ortsgruppenleiters Pflüger. Ferner wechselten Gedichtvorttäge und gemeinsam gesungene Lieder miteinander ab. Bei Kaffee und Kuchen verbrachte man den Rest des Abends noch in fameradschaftlicher Weise.
(xd Oaubringen, 20. Oft. Am morgigen Mittwochabend findet hier eine Verdunkelungsübung statt. Der Beginn wird durch Hornsignale der Feuerwehr befanntgegeben.
t Treis a. d. Lda., 19. Oft. Gestern abend fand in der hiesigen Kirche ein Vortragsabend der hiesigen Ortsgruppe des Evangel. Bundes statt. Nach einer einleitenden Ansprache des Ortspfarrers über die Notwendigkeit und Berechtigung des Evangel. Bundes hielt Pfarrer G o n t r u m (Watzenborn) einen Vortrag über „Lebendiges Christentum", wozu der Evangel. Bund ganz besonders aufrufe. Nach dem Vortrag wurde die vom Evangel. Bund zu seiner 50-Jahrfeier herausgegebene 'Lichtbilderreihe „Fünfzig Jahre Evangelischer Bund" gezeigt, die allgemein gefiel.
(D Allendorf a. d. Lda., 19. Oft. Der hiesige diesjährige N i ck e l s m a r k t findet am 11. November statt. Die Vorbereitungen hierzu sind allenthalben eifrig im Gange. Die Marktkommission hat schon
einige Sitzungen abgehalten und Verkehrs- und sonstige Verbesserungen beschlossen. Auch die hiesige Geschäftswelt ist rege bei der Arbeit, um allen von Seiten der Marktbesucher an sie gestellten Anforderungen gerecht werden zu können. — Die gestern von der DAF. durchgeführte Straßenfamm- l u n g erbrachte in der hiesigen Ortsgruppe zusammen 129,95 RM. Hiervon entfallen auf unsere Stadt 82 RM. Die Stützpunkte Treis a. d. Lda. und Climbach erbrachten 42,80 RM. und 5,85 RM. Die hiesige Feuerwehrkapelle hatte sich bereitwilligst in den Dienst der guten Sache gestellt, indem sie während des Sammelns in den Ortsstraßen konzertierte.
I Großen-Linden, 19. Oft. Die feierliche Einführung der diesjährigen Konfirmanden unserer Gemeinde fand gestern in einem
Großkampftag des Jungvolkes am 24. Oktober im Gau Hessen-Nassau. Sie sammeln für die Bedürftigen unserer Volksgemeinschaft. Auch du sollst mithelfen!
besonderen Gottesdienst statt, zu dem die Eltern und Verwandten der Kinder sowie die Gemeindeglieder zahlreich erschienen waren. Pfarrer Schultheis legte seiner Predigt das Wort aus dem 26. Psalm zugrunde: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnet" und wies Eltern und Kinder mit ernsten Mahnworten auf die Bedeutung und den Sinn der Konsirmandenzeit hin. Die Zahl der Konfirmanden ist gegenüber dem vergangenen Jahre wieder wesentlich größer; sie beträgt 46, und zwar 16 Knaben und 30 Mädchen.
# Großen-Linden, 19. Oft. Heute wurde die hiesige Apotheke durch das Amtsgericht Gießen zwecks Zwangsauseinandersetzung v e r - steigert. Es wurden von zwei Liebhabern Gebote von je 40 000 und 45 000 Mark abgegeben. Bis jetzt weiß man noch nicht, wer Inhaber der Apotheke wird, weil es davon abhängig ist, wem von den beiden die Konzession von der Landesregierung zugesprochen wird.
= Großen-Linden, 19. Oft. Zur monatlichen Wanderung des Zweigvereins „Hütte n b e r g" des VHC. am gestrigen Sonntag hatte sich nahezu die Hälfte aller Mitglieder eingefunden. Trotz des starten Herbstwindes war es eine herrliche Wanderung. Auf schön abgetrockneten Wiesenpfaden ging es durch das rechtsseitige Lahntal bis nach Launsbach, von da wurde der Wettenberg („Napoleonsnase") erstiegen, von dem man einen umfassenden Rundblick auf die Stadt Gießen und Umgebung hatte. Der Weg führte dann durch den Krofdorfer Wald, den der Herbst so schnell mit allen Farben geschmückt hat. Die Sonne tarn in den Nachmittagsstunden hinter den Wolfen hervor und vergoldete die ganze Landschaft. Wohl waren die Pfade glatt und schlüpfrig, und manche Wanderin fam ins Rutschen oder trat plötzlich daneben. Dafür war die Laune ausgezeichnet. Es ging darauf durch das sonntägliche Krofdorf hinauf nach dem Gleiberg, wo längere Zeit gerastet wurde. Auch hier vom Turm wurde die wundervolle Aussicht genossen. Der Rückweg führte wieder über Gießen, von wo aus die Bahn die Wanderer nach ihren Heimatsorten brachte.
< A l l e n d o r f tL a h n), 19. Oft. Dieser Tage ist es endgültig geworden, daß Frl. Roth, die hier schon seit Jahren tätige S ch u l v e r w a l t e r i n, uns verläßt. Besonders die Kleinen, denen sie während der Zeit ihres hiesigen Wirfens in nie gefann-
Neues für den Büchertisch.
— Professor Dr. Wilhelm Martin Becker: Taschenbuch des Heimatforschers. 101 Seiten. Verlag des Historischen Vereins für Hessen, Darmstadt 1936. — (261) — Das Werfchen erschien als Heft III der von der Hessischen Landesregierung, Abteilung II, herausgegebenen Handbücher des hessischen Heimatforschers und ist als ein bequemes und handliches Hilfsmittel für Heimatfreunde und -Forscher gedacht, denn die nötigen sachlichen Vor- fenntniffe für einen ersprießlichen Gebrauch geschichtlicher Ouellen fehlen. Bei der Zusammenstellung sind in erster Linie frühe, nicht mehr gebräuchliche und deshalb unerflärliche Begriffe und Ausdrücke aus dem mittelalterlichen deutschen Wortschatz gelegt, die, häufig wiederkehrend, zum Verständnis alter Urfunden unerläßlich sind. Lateinische Vokabeln (in geringerer Zahl) sollen vor allem dem Sippenforscher die oft mühselige, meist sehr zeitraubende Arbeit in den Kirchenbüchern erleichtern. Alles in allem: ein nützliches und zeitgemäßes Hilfsmittel, das vielen Laienforfchern gute Dienste leisten und sehr willkommen fein wird.
— Das ältere Münzwesen der Wette r a u bis zum Ausgang des 13. Jahrhunderts. Bearbeitet von Walter Hävernick, Kustos an den Herzogl. Anstalten für Kunst und Wissenschaft in Gotha. 116 Seiten. Mit 21 Tafeln und einer Karte. N. G. Elwertsche Verlagsbuchhandlung (Kommissionsverlag), Marburg a. d. Lahn, 1936, — (249) — Als Band XVIII, 1 der Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck erschien mit der vorliegenden Schrift der erste Band des Werkes „Das hessische Münzwesen", das seit langem geplant ist und auf die umfassende Materialsammlung des ersten Bearbeiters und besten Kenners des älteren hessischen Münzwesens, Prof. Heinrich Buchenau, zurückgeht. Der hessischen Münzgeschichte des späteren Mittelalters geht mit dem vorliegenden Bande die Bearbeitung der bis ins 14. Jahrhundert reichenden Brakteatenzeit als eines in sich geschlossenen, wissenschaftlichen Spezialgebietes voraus; die hier behandelten Wetterauer Gepräge nehmen eine landschaftliche Sonderstellung ein. Das übersichtlich gegliederte Werk behandelt im ersten Teil das Münzgebiet der Wetterau in feiner fortschreitenden Erweiterung, und zwar zunächst die Münzherren und Münzstätten, dann Ausprägung, Münzfuß und Verbreitung der Wetterauer Prägung, anschließend die Prägungen nach dem Kölner Fuß; im zweiten Teil ist das Münzgebiet um Wetzlar bis zum Jahre 1524 dargestellt, und zwar die Reichsmünzstätte Wetzlar selbst wie die auf Wetzlarer Schlag prägenden Münzherren und Münzstätten. — Das mit wissenschaftlicher Akribie gearbeitete Werk behandelt den weitschichtigen Stoff unter Heranziehung eines umfänglichen Schrifttums und der einschlägigen Sammlungen erschöpfend; die eigentliche Darstellung, die sich durch gründliche Einzelbeschreibung der Funde auszeichnet, wird in willkommener Weise durch eine die Verbreitung der Wetterauer Währung aufweisende Karte und ein auf 21 Tafeln verteiltes, sehr klar wiedergegebenes Abbildungsmaterial veranschaulicht und vertieft.
— Heilkräuter nach Kneipp. Mit sieben- farbigen Abbildungen von über hundert Heilkräutern auf 20 Tafeln, genauer Beschreibung, leicht- verständlichen Anwendungsvorschriften, sowie Angaben über Standort und Sammelzeiten unserer heimischen Heilpflanzen. Kart. RM. 2.80. Verlag Kösel und Pustet, München. — (241.) — „Lange Jahre hindurch habe ich sondiert und geprüft, ge
trocknet und zerschnitten, gesotten und gekostet. Kein Kräutchen, kein Pulver, bas ich nicht selbst versucht und als bewährt empfunden habe, ist darunter." So schreibt Pfarrer Kneipp in dem Haupt- werk seiner Naturheilweise, dem „Großen Origl- nalkneippbuch", dem auch die 20 Tafeln des vorliegenden Buches entnommen sind. Einige Abschnitte über das Sammeln, Aufbewahren und Zubereiten der Heilpftanzen, ihre genaue Beschreibung und Anwendung, je ein Verzeichnis der deutschen und lateinischen Pflanzennamen und was besonders hervorzuheben ist: ein Verzeichnis der Krankheiten mit Angabe, welche Kräuter jeweils für die Heilung geeignet sind, ist in neuer Bearbeitung beigefügt.
— Die Glas Harmonika. Von Horst Wolfram Geißler. Roman.. 290 Seiten. Geh. 2,50 Mark, Ganzleinen 3,80 Mark. Verlag Scherl, Berlin SW. 68, 1936. — (259) — Geißler erzählt die bewegte Geschichte der Glasharmonika und die vielen seltsam verwirrten Schicksale derer, die mit ihr in Berührung kamen. Die Glasharmonika, jenes von Franklin vollendete, geheimnisvolle Mufikinstru- ment, fetzt alle Zuhörer in Erregung; das Europa des 18. Jahrhunderts, dessen wirbelndes Leben in Deutschland, London und Paris, Venedig und Wien an uns vorüberzieht, ist hingerissen; bezaubert auch von dem zarten, lieblichen Mädchen, das als einzige das Instrument zu spielen weiß.
— Ausrüstungsratgeber. Verlag des Blodigschen Alpenkalenders, Karl Müller München. — (30) — Der Verlag Karl Müller hat in einer Zusammenstellung von Karl Schmidt ein Merkchen herausgebracht, das jeder Wanderer, Bergsteiger, Schneeschuhläufer und Faltbootfahrer als sehr willkommen betrachten wird. Es ist eine bekannte Tatsache, daß Unglücksfälle nicht lediglich durch Naturgewalten ausgelöst werden, durch unglückliche Zufälle, durch Ungeschicklichkeiten oder durch Ermüdungserscheinungen, sondern daß in vielen Fällen auch eine unzweckmäßige Ausrüstung verhängnisvolle Folgen zeitigen kann. Das gilt in erster Linie für die Alpinisten und für Schneeschuhläufer im Hochgebirge. In dem vorliegenden Werke ist nun eine umfassende Darstellung gegeben von allen jenen Dingen, die dem ernsten Sportler auf feinen Fahrten unentbehrliche Hilfmittel sind. In lückenlosen Verzeichnissen, in genauesten Anweisungen findet der Sportler all das zusammengestellt, was aus vielen Erfahrungen heraus gewonnen und entwickelt worden ist. Der Wanderer, der Bergsteiger, der Schneeschuhläufer und der Faltbootfahrer, füt die dieses Buch besonders gedacht ist, wird nicht versäumen, sich die vielen Vorteile zunutze zu machen, die ihm dieses wertvolle Büchlein bietet.
— Reinhold Lorenz. Ofens Befreiung in der deutschen Geschichte. (Schriften zur Volkswissenschaft.) 32 Seiten, kart. 0,70 Mark (Berlin W 30 1936. Verlag Grenze und Ausland). — (265) — Am 2. September 1686 wurde die Festung Ofen von deutschen Truppen aller Stämme erstürmt; damit war Ungarn von der Türkenherrschaft, das Abendland von einer Gefahr befreit, die viele Generationen hindurch wie ein Alpdruck auf ihm gelastet hatte. Der Wiener Historiker Reinhold Lorenz hat diesen Abschnitt des Türkenkrieges in das neue Licht gesamtdeutscher Geschichtsbetrachtung gestellt; fein Buch konnte die ausführlichen Berichte verwerten, die der venezianische Gesandte Cornaro aus dem Lager vor Ofen an feine Regierung richtete.
ter Weise Erzieherin und — was man selten findet — Freundin war, sind ob ihres Weggangs tief betrübt. Aber auch die erwachsenen Glieder unserer Gemeinde sehen diese überaus tüchtige Schulverwalterin, deren Hilfsbereitschaft stets aufs neue bewundert werden konnte, ungern scheiden. Die besten Wünsche begleiten sie in ihren neuen Wirkungskreis.
Lich, 19. Oft. Nur sieben Wochen nach dem Tode ihrer Schwester, Frl. Anna Fischer, verstarb dieser Tage Frl. Luise Fischer als eine der ältesten Einwohnerinnen unserer Stadt im Alter von 84 Jahren. Ihr ganzes Leben lang sind die beiden Schwestern gemeinsam ihren Lebensweg gegangen.
Kreis Alsfeld.
# Alsfeld, 19. Ott Die Entstehung des Brandes am Donnerstag voriger Woche in dem Kreisort Ober-Ohmen ist nunmehr als Brandstiftung durch unmündige Kinder fest- gestellt worden. Der Fall zeigt erneut, wie man hinsichtlich der Verwahrung von Feuerzeug vor Kindern nicht vorsichtig genug sein kann.
G Ober-Ohmen, 19. Oft. Gestern nachmittag überflogen zwei Luftballons in der Richtung Nordwest—Südost unser Dorf. Der eine der Ballons war oberhalb des Dorfes beim Ueberfliegen einer Höhe gezwungen, Ballast abzuwerfen, um wieder in fahrtfördernde Höhe zu kommen. Die Zuschauer erhofften schon eine Landung, als der Boston dann doch wieder kräftigen Auftrieb erhielt.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
(D Krofdorf, 18. Oft. Auto- und Fuhrwerksbesitzer, die die Durchfahrtsstraße durch den Krofdorfer Wald, Krofdorf—Forsthaus Waldhaus— Schmelz (im Salzbödetal), zu Ausflügen bzw. zur Holzabfuhr benutzten, hatten alle Ursache, den schlechten Zustand dieser Waldstraße zu bemängeln. Während sich feit dem Vorjahre der Teil Waidhaus—Schmelz in gut fahrbarem Zustand befindet, ist nunmehr auch die dem Fiskus gehörige Strecke vom Waldhaus ab ein Kilometer in Richtung Krofdorf bis zur Abzweigung der Wege nach Wißmar und Krumbach mit einer neuen Decke versehen worden. An den übrigen vier Kilometer der Straße konnten leider nur ein paar ganz besonders schlechte kleine Stücke ausgebessert werden. Man hofft allgemein, daß in absehbarer Zeit die Neuherrichtung der immerhin noch beträchtlichen Schlaglochstrecke geschehen kann.
oo Wißmar, 16. Oft. Die erste Eintopf- s a m m l u n g ergab in unserem Orte den Betrag von 90,70 RM. — Am Mittwochnachmittag wurden die Gemeindegrablandstücke auf dem „Lohr" verpachtet. Zahlreiche Interessenten hatten sich eingebunden. Die erzielten Pachtpreise waren befriedigend. Die Gemeinde ist gegenwärtig damit beschäftigt, ebenfalls auf dem „Lohr", Schrebergär- t e n anzulegen, die nach ihrer Fertigstellung verpachtet werden sollen.
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