Ängvolk-Vrotsammllmg am 24. Oktober
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d. M.,
Nachdruck verboten!
28 Fortsetzung.
ich den Mann?
eben, Hanna war sehr lieb gewesen, und Melanie kein Vertrauen zu dir hat, Herbert. Was ich erfuhr, hatte geweint vor lauter Seligkeit, daß nun alles erfuhr ich durch Zufall. Ganz von selbst ist sie zu beigelegt sein sollte. ^bem Entschluß gekommen, sich mit deiner Frau
denken können." „Enttäuschung? Paul Laoerenz „Herbing?" „Herbing." „So. Wo finde
Durch wen?" gibt keine Antwort.
tragung vorzulegen.
Die Päckchen sind inhaltlich durch eine klare Aufschrift kenntlich zu machen. Es wird daraus hingewiesen, daß die Pfundsammlung im Winterhalbjahr bei allen Volksgenossen, also nicht nur bei den Mitgliedern des Lebensmittelopferringes, durchgeführt wird!
Vermittlung landwirtschaftlicher Wanderarbeiter für das Zahr 1937.
Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung und der Reichsnährstand geben folgendes bekannt:
Die Vermittlung landwirtschaftlicher Wanderarbeiter wird auch in diesem Jahre durch die Reichsanstalt planmäßig vorbereitet, um Bedarf und Angebot an Arbeitskräften der Arbeitslage und den örtlichen Verhältnissen anzupassen. Um einen rechtzeitigen Ueberblick über den Bedarf zu erhalten und das Angebot auf die Gesamtlandwirtschaft möglichst gerecht zu verteilen, sind die Anforderungen von landwirtschaftlichen Wanderarbeitern bis spätestens 15. November 1936 an das zuständige Arbeitsamt zu richten.
Auch diejenigen Bauern und Landwirte, welche dieselben einheimischen Wanderarbeiter, die sie im Jahre 1936 beschäftigt haben, für die nächste Saison wieder einstellen wollen, haben dem zuständigen Arbeitsamt einen entsprechenden Auftrag zu erteilen. Für diese Arbeitskräfte ist in den Aufträgen Vor- und Zuname, Heimatort und Kreis an^ugeben. Dabei ist möglichst zu vermeiden, daß für eine Gruppe Wanderarbeiter aus verschiedenen Kreisen angefordert werden. Verspätete namentliche Anforderungen finden keine Berücksichtigung.
Die Werbung von landwirtschaftlichen Wanderarbeitern durch Betriebsführer oder deren Beauftragte oder sonstige Personen ist nach der Anordnung über die Regelung des Einsatzes landwirt-
Leder hilft dem WHW.l
Opferspenden vom Lohn oder Gehalt sind an das Winterhllsswerk des Deutschen T$ot- kes. kreisführung Welterau in Gießen. Postscheckkonto Nr. 23 b33, oder auf dessen Bankkonto 6100 bei der Bezirkssparkafse Gießen zu überweisen.
schaftlicher Wanderarbeiter vom 30. Dezember 1935 verboten und unter Strafe gestellt.
Da das Angebot an landwirtschaftlichen Wanderarbeitern 1937 noch geringer als in diesem Jahr ein wird, ist es unbedingt notwendig, daß alle Bauern und Landwirte ihre Anforderungen von Wanderarbeitern auf das äußerste Maß beschränken. Zunächst muß unter allen Umständen versucht werden, den Bedarf an Arbeitskräften unter Inanspruchnahme der Arbeitsämter aus der näheren Umgebung der Betriebe zu decken.
Jeder Auftrag an das Arbeitsamt wird durch die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung^ und Arbeitslosenversicherung und den Reichsnährstand auf seine arbeitseinsatzmäßige Notwendigkeit geprüft.
In den gestellten Gruppen ist mit mindestens 50 v. H. an männlichen Arbeitskräften zu rechnen; Frauen- und Mädchengruppen können keinesfalls gestellt werben. Notgedrungen werden auch verheiratete Landarbeiter den einzelnen Gruppen beigegeben werden müssen. v
Der unbedingt notwendige Bedarf an Wander- arbeitskräften ist bis zum 15. November 1936 beim zuständigen Arbeitsamt unter Verwendung der dort erhältlichen Vordrucke zu beantragen.
Spätere Anforderungen können nicht mehr berücksichtigt werden.
Schutz dem schaffenden Menschen!
NSG. Die Erhaltung des Lebens und der Gesundheit des deutschen Menschen ist uns höchste Pflicht und Aufgabe. Aus diesem Grunde setzt die Deutsche Arbeitsfront immer und immer wieder ihre ganze Kraft ein, um die Zahl der Unfälle herabzudrücken.
In diesen Tagen beginnt eine Großaktion für Unfallverhütung der Reichsbetriebsgemeinschaft „Eisen und Metall", die unter dem Leitwort „Schutz und Sicherheit in der Eisen- und Metallindustrie" steht.
Zur Durchführung dieser Aktion werden in allen Betrieben und bei Großbetrieben in allen Abteilungen Unfalloertrauensmänner (Arbeitsschutzwalter) und Unfallvertrauensfrauen eingesetzt. In Betriebsappellen wird die Durchführung der Unfalloerhütungsaktion durchgesprochen und der genaue Zeitpunkt durch den Betriebsführer festgelegt. Die Betriebsappelle sollen, der Wichtigkeit des Anlasses entsprechend, besonders feierlich aufgezogen werden.
Die NSBO. und die DAF. werden eingesetzt. Fahnen und Werkscharabteilunaen marschieren auf, Werkskapellen spielen, und schmückende Transparente weisen auf den Zweck der Unfallverhütung hin. Der Betriebsführer spricht zur Gefolgschaft, und gibt dabei den Aktionsplan für die Ueberprüfung der gesamten Betriebsanlagen während der Aktion bekannt. Gleichzeitig wird ein Preisausschreiben verkündet und die Betriebspreise bekanntgegeben. Dieses Preisausschreiben soll für alle Gefolgschaftsmit- glieder ein Ansporn sein, sich an der Unfallverhütungsaktion zu beteiligen. Der Betriebsobmann (Be- triebswalter) schließt den Betriebsappell in der gewohnten Weife.
Dann fetzt die Arbeit jedes einzelnen ein; jedes Gefolgschaftsmitglied überprüft seine Arbeitskleidung, seinen Arbeitsplatz, seine Maschinen, Werkzeuge und Schutzgeräte auf Unfallsicherheit. Die Ueberprüfung der gesamten Betriebsarlagen auf > ihre Unfallsicherheit erfolgt gemeinsam durch den Be- ■ triebsführer und den Unfallvertrauensmann (Ar-
„Wo?!", schreit Leonhardt im Wolde und packt den Kameraden am Arm. „Ich muß unbedingt hinterher — Mensch, hast du eine Ahnung!"
„Du wirst keinen Blödsinn machen und jetzt zu ©Untermann fahren!" widersetzt sich Herdegen.
„Tu ich auch, nur sehen muß ich den Mann. Mit eigenen Augen. Ich will ja gar nicht reden mit ihm — los, grünes Licht!"
„Tauentzien-Ecke Nürnberger war es."
Leonhardt fährt um die Gedächtniskirche herum, die Tauentzien langsam hinunter.
„Dort steht er. Vor dem Wäschegeschäft."
Es ist wirklich John Herbing, Leonhardt hat ihn eben erkannt, als er sich umdreht und den Laden betritt. Langsam fährt Leonhardt im Wolde weiter. Sein Atem geht stoßweise. Eine ungeheure Last fällt von ihm ab, wie schwer sie war, spürt er erst jetzt, wo sie von ihm genommen ist.
„Ich muß mal in den Milchladen, Ludwig, dauert nicht lange."
Er fährt zurück und gibt dem Kameraden nun endlich Bescheid. „Siehst du, der Gedanke, daß sie mit dem Mann losfährt, hat mich bald verrückt gemacht. Es ist ja noch nichts klar, aber das Schlimmste war doch das."
Er hält an und ist mit einem Sprung bei Liesel Gottschalk.
„Na, dann ist ja alles gut! Sie hat es eben ganz einfach satt gehabt bei mir, und bei dem Herbing wird sie wohl endlich gewußt haben, woran sie war."
„Nein. Es ist auch falsch, zu glauben, daß sie kein Vertrauen zu dir hat, Herbert. Was ich erfuhr,
„Mach dir keine Gedanken, Melanie, ich werde mich sofort mit Paul in Verbindung setzen."
Aber der Verleger ist nicht daheim, und als er dann kurz entschlossen zu Liesel Gottschalk fährt, macht ihm niemand auf. Liesel sitzt im Kino, sie gönnt sich das auf den heftigen Schreck. Aber am nächsten Morgen ist der erste Gang des Anwalts zu seinem Freund Laverenz. Er fällt ihm auch ohne Vorrede mit der Tür ins Haus.
„Weißt du, wo Hanna ist?"
„Hanna? Ich vermute in ihrer Pension oder bei Fräulein Gottschalk," wundert sich Laverenz.
„Nein. Weder, noch. In der Pension hat sie sich abgemeldet, und Fräulein Gottschalk hat gestern aufgeregt bei meiner Frau angerufen. Sie muß verreist sein. Ich dachte, daß du es wüßtest, Paul."
Es klingt fast wie ein Vorwurf.
„Ich weiß nichts, Herbert. Aber ich muß dir nun aanz offen sagen — ich bin stark beunruhigt. Hanna ist vor einiger Zeit bei mir gewesen — ehe sie sich mit deiner Frau aussöhnte. Dabei —" Laverenz stockt, der Anwalt setzt sich. „Dabei kam es zwischen uns zu einer Aussprache. Ich mußte erkennen, daß ich bei Hanna keine Aussichten habe, Herbert."
„Aber ich bitte dich, was hat das denn mit ihrem plötzlichen Verschwinden zu tun? Das soll ja vorkommen, daß — daß ein Mann nicht das erreicht, was er sich denkt. Ich bedaure das, Paul, du weißt es ohne meine Versicherung, aber jetzt — ich kann doch nicht annehmen, daß Hanna deshalb fort ist."
„Nein. Aber darf ich dir einen Rat geben, Herbert? Dann laß jetzt Hanna in Ruhe, sie wird eines Tages wieder hier fein — was sie aber jetzt braucht, ist Sammlung."
„Ich muß ja glauben, daß du mehr weißt als ich, Paul. Ich bin immerhin Hannas Vater, wenn sie zu mir kein Vertrauen hat, so ist das — bitter. Aber du kannst mir die Sorge abnehmen, wenn du jetzt offen mit mir sprichst. Hat es denn doch mit mir und meiner Heirat zu tun?"
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Am Donnerstag, 22., und Freitag, 23. wird die Pfundsammlung durchgeführt.
Die Mitglieder werden gebeten, die Pfundpäckchen bereitzuhatten und die Mitgliedskarte zur Ein-
„Na, sehen Sie," ringt es sich Leonhardt im Wolde ab. „Alles halb so schlimm, und alles schon dagewesen."
„Was? Daß sie mit dem Herbing zum Wintersport gefahren ist? Das wäre aber doch allerhand!"
Leonhardt im Wolde schweigt, Liesel geht ruhelos auf und ab. Je länger sie darüber nachdenkt, um so mehr glaubt sie es. Daher hat sie sich auch so lautlos gedrückt — schlechtes Gewissen, weiter nichts. So mal eben mit diesem Herbing auf Reisen gehen — das hat sie ihr nicht zugetraut — das nicht!
„Entschuldigen Sie, Herr im Wolde, ich bin wahrscheinlich eine große Gans. Mir war nur der Schreck so in die Glieder gefahren — Wiedersehen —"
Draußen ist sie. Ihr ist ebenso der Tag verdorben, wie dem Manne, den sie in der Bücherei zurückläßt. Er kann den Abend kaum erwarten, um zu seinem Wagen zu kommen. Sie haben da etwas ausbaldowert, und wenn das klappt, wären sie ein gutes Stück vorwärts.
Punkt sieben Uhr schlägt er die Ladentür zu und braust ab. Er will Herdegen bei der Gedächtniskirche abholen, muß aber warten; er steigt aus und bummelt ein paar Häuser weiter, als er zu- rückkommt, steht Herdegen am Schlag.
„Entschuldige, aber ich konnte nicht eher/
Sie steigen ein und wollen los, da funkelt das rote Licht auf. „Natürlich. Ich bin übrigens beinern Nebenbuhler begegnet, aber ohne sie."
„Wem bist du begegnet? Meinem Nebenbuhler — versteh ich nicht."
„Willst wohl nicht verstehen; dem Manne aus dem Waldgasthaus, aber ohne deine heimlich An- gebetete."
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lung recht groß fein wird, das kann sich jeder denken, und daß sie auch kein Haus vergessen werden, das wissen wir alle noch aus dem vorigen Jahr. Unsere Jugend! Sie gibt ein Zeugnis ihres sozialen Bekenntnisses und ihrer inneren Einstellung. Du, Volksgenosse, steh auch in diesem Jahr mit deiner Brotspende nicht zurück!
Die Jüngsten des Volkes, die Zukunft, sie rufen dich am 24. Oktober, ihnen deine Spende zu geben. Voller Freude sind dann die Buben, wenn sich ihre Mühe gelohnt hat. Dann wissen sie, daß sie durch ihre Kraft und Mithilfe Not und Hunger, die sie vielleicht noch selbst verspüren müssen, lindern bür- fen. Wenn bann die Brotübergabe erfolgt, wird jeder Pimpf stolz mit den Kameraden antreten, weil seine Hilfe nicht verachtet wird. Diese Jugend verkörpert einen marschierenden Willen, eine sozialistische Gemeinschaft.
Denkt daran, daß am 24. Oktober die Brot- fammlung des Deutschen Jungvolkes ist. Jeder helfe mit.
gestellt.
10 Prozent Ermäßigung.
Wichtige Neuerung für die auswärtigen Besucher des Gießener Stadttheaters.
Aus dem Büro des Gießener Stadttheaters wird uns geschrieben: Die auswärtigen Besucher des Stadttheaters Gießen erhalten an allen Werktagen gegen Dorzeigen der Fahrkarte 10 v. H. Ermäßigung auf allen Plätzen.
Eine praktische Berdnnkelungs- einrichtung.
Ein Leser des Gießener Anzeigers schreibt uns: Ein praktischer Wink zur Abschirmung der Zimmerbeleuchtung bet Verdunkelung ist folgender: Man nimmt ein Stück schwarzen Stoffes, dessen Breite etwas großer ist als der Umfang des Lampenschirmes und dessen Länge so bemessen wird, daß der Stoff ein angemessenes Stück über den Lampenschirm herabhängt. Die beiden Längsseiten des Tuches werden zusammengenäht, so daß ein Zylinder gebildet wird, die obere Seite wird gesäumt und ein Stück Bindfaden durchgezogen. Zur Verdunkelung zieht man einfach diese Röhre von unten nach oben über den Beleuchtungskörper, bindet die Schnur, nachdem man sie angezogen hat, zu, und die Sache ist erledigt. Diese Vorrichtung hat den Vorteil, daß man sie immer zur Hand haben kann und daß ihre Anwendung denkbar einfach ist und wenig Zeit beansprucht.
Schwalben Milte Oktober.
Aus Trais-Horloff wird uns mitgeteilt, daß dort am Sonntag und an den vorhergehenden Tagen noch Schwalben beobachtet wurden. Man vermutet, daß es sich bei der unzeitgemäßen Anwesenheit der Vogel um Nachkömmlinge aus einer verspäteten Brut handelt, die zur Zeit des allgemeinen Schwalbenfortzugs noch nicht flugfähig waren.
Gießener Wochenmarktpreife
* G i e ß e n , 20. Okt. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, Vt kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Marken- butter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing (grün), kg 6 bis 8, Weißkraut 4 bis 6, Rotkraut 7 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8, Unterkohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 35, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 20, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 80, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, neue 5 kg 40, H kg 4 Pf., 50 kg 3,20 Mk., Falläpfel, kg 5 bis 6 Pf., Aepfel 15 bis 25, Boskop 23 bis 28, Birnen 8 bis 15, Zwetfchen 10 bis 12, Nüsse 40 bis 50, Blumenkohl, das Stück 50 bis 70, Salat 10, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellerie 20 bis 30 Pf., Weiß-
Sie sind nun wieder beide beruhigt. Um so weniger aber Herbert Brandes. Seine Frau hat noch einmal von der Oper aus angerufen, weil sie ihn vorher nicht mehr erreichen konnte; nicht der Umstand, daß seine Tochter verreisen sollte, macht ihm Sorgen, sondern daß sie zu allen darüber geschwiegen hat. Auch zu der kleinen Gottschalk. Es paßt so gar nicht zu ihr, daß sie die Freundin einfach fitzen läßt. Auch Melanie gegenüber benimmt sie sich sonderbar, sie hatten sich doch ausgespro-
kraut, 50 kg 3,50 Mk., Wirsing (grün) 5.— bis 6.—, Aepfel 15.— bis 25.—, Boskop 23.— bis 28.— Mark. Zahresfest des Overyeffischen Vereins
für Basler Mission.
Am Sonntagnachmittag wurde in der Stadtkirche das Jahresfest des oberhesfifchen Vereins für Basler Mission gefeiert. Schon die Gottesdienste am ©onntagoormittag in der Johanneskirche und der Kapelle der Petrusgemeinde standen ganz im Zeichen der Mission. In der Johanneskirche predigte Herr Direktor Dr. Hartenstein (Basel) unb in der Petrusgemeinde Missionar Kaufmann. Das Fest am Nachmittag war ein Höhepunkt und zugleich ein würdiger Abschluß des Missionskurfus, über den wir an anderer Stelle berichteten. Die Stadtkirche war mit Blumen festlich geschmückt. Zur besonders schönen Ausgestaltung war der Po- saunenchor von Lang-Göns gewonnen worden.
Ein Vortrag des Posaunenchors, ein Bach scher Satz über den Choral „Nun bitten wir den heiligen Geist..." unter Stabführung von Dirigent Boller leitete die Feier ein. Die stattliche Festgemeinde antwortete mit dem Choral „Es wolle Gott uns gnädig fein". Der Feftprediger, Direktor Dr. Hartenstein (Bafel) predigte über Jesaja 55, Vers 11 „Das Wort, das aus meinem Munde geht, soll nicht wieder zu mir leer kommen... Der Redner schilderte zunächst die Schwierigkeiten, die in der Heimat und Ferne die Missionsarbett zu überwinden hat, und berichtete über die Erfolge auf einzelnen Missionsfeldern. Dekan i. R. Gußmann, der Vorsitzende des oberhessischen Vereins für Basler Mission, ermahnte zur Mithilfe an denen, die in der Arbeit der Mission stehen und dankte allen
NSG. Da hat sich einer geirrt, wenn er glaubt, daß die älteren Volksgenossen allein im Dienst des Winterhilfswerks stehen und ihre Kraft zur Verfügung stellen. Es dürfte bereits bekannt sein, daß seit der Machtübernahme die Jugend im Dienste des Winterhilfswerks voll ihren Mann gestellt hat und daß sie es als Pflicht auch in aller Zukunft ansehen wird, dem Führer bei seinem großen Aufbauwerk zu helfen. Einmal sind es die jungen Mädel, die eine Wäschesammlung durchführen, ober bie Hitlerjungen, die bei der Kleibersammlung unb begleichen mithelfen, biesmal sind es die Pimpfe, bie am 2 4. Oktober im ganzen Gau Brot- fammlungen durchführen.
Jeder von uns weiß, mit welchem Eifer der Pimpf seinen Dienst im Jungvolk versieht und mit welcher Liebe er immer bereit ist, mitzuhelfen, wenn er gerufen wird. Ja, es ist für ihn ein Erlebnis, und er ist stolz, daß ihm schon jetzt in seiner Jugend das Vertrauen der Weiteren entgegengebracht wird. Daß der Eifer der Pimpfe bei dieser Brotsamm-
beitsschutzwalter) des Betriebes. In den einzelnen Abteilungen und Werkstätten wird der Leiter derselben und der jeweilige Abteilungsunfallvertrauens- mann hinzugezogen.
Die Großaktion dauert bis zum Ende dieses Jahres an. Es ist Ziel und Hoffnung der Reichsvettiebs- gemeinschaft „Eisen und Metall', daß es gelingt, die Unfälle in den Betrieben noch weiter zu vermindern und unserem Volk wertvolle Arbeitskräfte zu erhalten. Zur Ueberprüfung des Erfolges wird die Zahl der Unfälle während der Aktion genauestens fest-
Mittvirkenden, namentlich aber dem Posaunenchor von Lang-Göns, der noch mehrere Bach'sche Kompositionen barbot. Mit Segen und Orgelspiel (Organist Lehrer Simon) klang bas Fest aus.
*
** Feuer im Zimmer. Gestern gegen 22.30 Uhr brach in einer Schneiderei in einem Hause an der Plockstraße ein Kleinfeuer aus, das glücklicherweise rasch bekämpft werden konnte. Ein Bügeleisen, das nicht ausgeschaltet war, brannte die Tischplatte durch, unb das Feuer griff auch einige herumliegende Stoffteile an. Die Feuerwehr konnte nach kurzer Tätigkeit wieder abrücken.
** Weih nachts- und Neujahrsgeschenke in Postsendungen nach fremden Ländern. In fast allen Ländern bestehen zur Zeit Beschränkungen des Außenhandelsverkehrs durch besondere Einfuhrverbote, Einfuhrbewilligungen, Monopole u. bgl. Es besteht daher die Gefahr, daß der Inhalt von Weihnachts- und Neujahrspaketen ober -pückchen aus Deutschlanb von ben Zolleingangsstellen fremder Länder ebenso wie Handelsware betrachtet wird. Die Sendungen würden danach von den fremden Zollstellen u. U. beschlagnahmt, ober mit höherem Zoll ober Zollstrafe belegt werden. Es ist hier notwendig, bie deutschen Absender vor Nachteilen und Schädigungen zu bewahren. Die Postannahmestellen werden daher über die Behandlung von Weihnachtsgeschenken ober Liebesgaben beim Zolleingang in bas fremde Land für Monat Dezember Auskunft geben, soweit die fremden Poftverwaltungen Einzelheiten darüber mitgeteilt haben, oder in nächster Zeit noch mit- teilen werden. Zur Zeit liegen Auskünfte vor aus Belgien, Dänemark, Großbritannien unb Nordirland, bem Freistaat Irland, Luxemburg, ben Niederlanben, Norwegen, Oesterreich unb Schweden.
Fünf Schwerverletzte
bei einem Auwznsammenftoß.
Frankfurt a.M.. 19.Okt. (LPD.) Ein schwe- rer Verkehrsunfall ereignete sich am Sonn- tagnachrnittag in der Schweizerstrahe in Frankfurt. Zwei Personenwagen fuhren mit großer Wucht aufeinander, so daß beide Autos einen einzigen Trümmerhaufen bildeten. Die Insassen beider Wagen, fünf Personen, wurden schwer verletzt und mußten in ein Krankenhaus gebracht werden.
„Laß ihn aus bem Spiel, Herbert. Ich habe mit ihm gesprochen, er geht in meinem Auftrag nach Afrika unb Asien. Es wäre für Hanna nicht ber rechte Partner gewesen, sie muß es jetzt durch- stehen, unb sie wird es auch."
„Um dich zu heiraten, Paul?" Es klingt eisig. Der Verleger fährt hoch, schüttelt aber dann resigniert ben Kopf.
„Nein, Herbert. Ich fürchte, nein. Jedenfalls würde ich kaum ben Versuch machen. Ich habe weniger als Mann gehandelt, ber beine Tochter liebt, sondern als dein und auch ihr Freund."
„Verzeih —" murmelt der Anwalt. „Ich sehe heute mehr als je ein, daß ich viel versäumt habe. Es ist mein Fehler mit, daß sie jetzt allein hindurch muß, ich weiß ja nicht, was zwischen Herbing unb meiner Tochter vorgefallen ist.
Tu mir jetzt den Gefallen und fahre mit mir zu Fräulein Gottschalk. Vielleicht hat sie eine Spur für uns."
Der Verleger steht sofort auf und geht mit.
(Fortsetzung folgt.)
auszusöhnen. Wie es geschehen ist, Herbert — vielleicht durch ein zu starkes Erlebnis," zögert Laverenz.
„Durch ein Erlebnis, durch eins, das sie mich und Melanie hat verstehen lassen. Das konnte nur das — gleiche sein, Paul."
„Ja," wird zugegeben.
„Und was hat das mit der Abreise zu tun?* Der Anwalt schöpft einen Verdacht, ber ihm bie Hitze in die Schläfen treibt. Er steht langsam auf unb bleibt am Schreibtisch seines Freundes stehen. „So sprich boch enblich, ich bin jetzt auf alles gefaßt."
„Hanna hat eine Enttäuschung erlebt, Herbert. Du weißt, wie schwer sie mit allem fertig wirb. Bitte, glaube mir, baß ich bis zur Stunde nichts von ihrer — Flucht wußte. Ich hätte es mir nur
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Vornan von Ilse Schuster.
Copyright 1936 by Aufwärts • Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68
Maßes ehrenamtlicher Arbeit nicht möglich, jeden einzelnen zu jeder Sache einzuladen unb aufzuklären. Er muß sich felber unterrichten, wenn er nicht unhöflich gegen bie ganze Gemeinschaft, gegen sein Volk sein will. Unb er kann sich ausgezeichnet unterrichten. Die Hausfrau kann sich mcht aus- reden, sie habe nichts vom Eintopfsonntag gewußt, unb der Hausherr nicht, baß ihm keiner gesagt habe, baß unb warum geflaggt werden soll. Es hat rechtzeitig in der Zeitung gestanden unb es steht jedesmal rechtzeitig in der Zeitung. Unb genau so steht alles andere, was man wissen muß, rechtzeitig darin. Wer so unhöflich ist, keine Zeitung zu lesen, hat dadurch keine Entschuldigung. Er braucht sich bann nicht zu wundern, wenn einmal die Saaltore vor seiner Nase geschlossen werben wie bei bem Unhöflichen, der glaubt, immer zu spät kommen zu dürfen. Denn dieser kann immerhin einmal eine Entschuldigung gehabt haben, eine Verkehrsstörung ober ähnliches Hindernis. Aber einen glaubhaften unb überzeugenden Grund dafür, keine Zeitung gelesen zu haben, kann keiner Vorbringen. Denn keine Zeitung zu lesen, ist einfach eine Unhöflichkeit gegen die Volksgemeinschaft.
Vornotizen.
Tageskalender für Dienstag.
Stadttheater: 20 bis 22.45 Uhr, „Gustav Kilian". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Moskau —Schanghai". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Standschütze Bruggler".
Stadtlheater Gießen.
Heute abend zum letzten Mal der große Erfolg „Gustav Kilian, Manufakturwaren en gros und en dötail gegr. 1821, Obere Gaffe Nr. 19". Ein alt» modisches Stück von Harald Bratt. Spielleitung: Der Intendant. Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr. Dienstag-Miete. 5. Vorstellung.
WHD.-Sammelergebnis der OAF. 5000 Mark.
Die erste Sammlung für das Winterhilfswerk 1936/37. die durch die Deutsche Arbeitsfront durchgeführt wurde (wir berichteten bereits gestern ausführlich darüber), brachte in unserer Stadt nach der amtlichen Abrechnung ben erfreulich hohen Betrag von 5108,96 Reichsmark.
Amt für Volkswohlfahrt.
Ortsgruppe Gießen-Nord.
Lebensmittelopferring.


