Ausgabe 
20.10.1936
 
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Jahreshauptversammlung der Deutschen Gesellschaft geltend gemacht, die sich auf dre mangelhafte ümb für Arbeitsschutz stand unter dem ThemaArbeit spannung in der kurzen Pause stutzten, aber auch und Ernährung" Der stellvertretende Reichsärzte- auf den Mangel der gewohnten warmen Mah zeit führer, Reichsamtsleiter Dr. Bartels, wies in und mangelnde Ruhe nach dem Essen hinwiesen.. einem Vortrag darauf hin, wie die Natur die Men- Dort, wo heute noch eine geteilte Arbeitszeit mit

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Turnverein v. 1846 / Gleisen

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e Kameradschaftliche Vereinigung ehern. Leibgardisten Kietzen.

Wir setzen hiermit dieKa- meraden von dem Ableben unseres Ehrenmitgliedes

Joseph Geck

in Kenntnis. - Die Beerdigung findet am Mittwoch, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Zahlreiche Beteiligung wird erwartet.

Der Kameradschaftsführer.

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Arbeitslosen vom 30. September zu bedenken. Erstens sind in ihr schätzungsweise hunderttausend Volksgenossen enthalten, die aus den verschieden­sten Gründen nicht mehr in den Arbeits­prozeß eingesetzt werden tonnen. Zweitens ist festgestellt, daß von den 21 Mmwnen Erwerbstätiger in Deutschland monatlich rund 1,5 Millionen den Arbeitsplatz wechs ein. Don diesen wird ein sehr hoher Teil in den Zählungen der Arbeitsämter alserwerbslos" ausgewiesen, während sie tatsächlich nur zufällig an dem betref­fenden Stichtag im Uebergang von emem m das andere Arbeitsverhältnis begriffen sind. Um ganz genau zu sein, ist schließlich auch noch in der Gesamtzahl der noch Erwerbslosen eine nicht un­beträchtliche Gruppe solcher Spezialfachkrafte enthal­ten, deren Kenntnisse und erlernte Fähigkeiten aus Grund der so schnell fortgeschrittenen Technik heute auf dem Arbeitsmarkt kaum noch einet Nachfrage begegnen.

Alle diese Gruppen werden nun von der Reichs­anstalt gesondert geführt werden. Soweit Um- siedlungs- und Arbeitsmöglichkeiten es nur irgend zulassen, wird dann die Aufteilung eines weiteren großen Teils von Erwerbslosen auf die Bedarfs­gebiete erfolgen. Daneben läuft selbstverständlich die planmäßige Umschulung weiter, in der bereits er­hebliche Erfolge zu verzeichnen waren. Wenn man bedenkt, daß heute in Deutschland auf 1000 Ein­wohner nur noch 16,6 Erwerbslose gegenüber 92,2 vom Januar 1933 kommen, so sind die Aussichten der neuen Einsatzregelung denkbar günstig, natur­gemäß im Rahmen der tatsächlichen Möglichkeiten des Ardeitsmarktes.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

DANKSAGUNG

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sowie für die Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir hierdurch allen unseren herzlichsten Dank

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Rudolf Wenzel

Heuchelheim, den 20. Oktober 1936

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Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. Die Einzahlung kann täg­lich an unserer Kasse oder auf Postscheckkonto 108 33 Frankfurt am Main erfolgen. 6657D

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Wichtige Neuerscheinung/ sm M Wanzen II. Men nach der Naturschutzverordnung vom 18. Mürz 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus­führlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, 0. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz.

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Begnadigung durch den Führer.

Der Führer und Reichskanzler hat die gegen die 1917 geborene Erna Schneider aus Herda vom Schwurgericht in Eisenach am 13. Mai 1936 erkannte Todesstrafe im Gnadenwege in eine Zuchthaus st rafe von 15 Jahren umgewandelt. Die nicht vorbestrafte Verurteilte hatte am 25. Ja­nuar 1936 ihren Verlobten ermordet, weil sie gegen ihren Willen zur Heirat gedrängt wurde und bei ihrer Jugend in seelischer Verwirrung keinen an­dern Ausweg finden zu können glaubte.

22 Todesopfer des norditalienischen Erdbebens.

Bei dem Erdbeben in Oberitalien sind 22 Menschen ums Leben gekommen. Der Sach­schaden ist in der Provinz Belluno recht beträchtlich Gegen 150 Wohnhäuser sind zusammengestürzt. Am Sonntag kurz nach 22 Uhr und am Montagvormit­tag gegen 9 Uhr wurden Nachbeben verspürt, die die Bevölkerung von neuem beunruhigten, aber keinen weiteren ernsten Schaden angerichtet Haden. Die Bergungsarbeiten sind in vollem Gange. Man befürchtet, daß noch einige weitere Opfer unter den Trümmern begraben liegen.

Ururgroßmutter mit 101 Nachkommen.

Zn Neustadt bei Coburg feierte die Einwohnerin Ida Bauer bei bester Gesundheit ihren 83. Ge­burtstag Selten wird es wohl vorkommen, daß fünf Generationen gleichzeitig am Leben find 11 Kinder der Greisin wohnten der seltenen Geburtstagsfeier bei, 90 Enkel, Urenkel und Ur- urenkel, zusammen also 101 Nachkommen.

weniger notleidenden Gebiet in eines der neuen Bedarfsgebiete geprüft wird. Dabei spielt die Wohnungsfrage naturgemäß eine erhebliche Rolle. In vielen Gegenden besteht heute bereits ein ausgesprochener Bedarf an geschulten Facharbeitern für Landwirtschaft, Metallindustrie und Baugewerbe, ohne daß jedoch schon überall die Frage der Unter­bringung wunschgemäß gelöst werden konnte. Ein weiterer Zweck der neuen Statistik ist die Feststel­lung, wieviel Erwerbslose gegebenenfalls auch außerhalb des van ihnen erlernten Berufes voll einsatzfähig sind und wieniel schließ­lich entweder nicht voll oder gar nicht mehr arbeits­fähig sind.

I Zweierlei ist bei der oben erwähnten Zahl der

ynltonnen"; Wehrmacht in feinster Maßarbeit Erste Spezialkräfte

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einem Vortrag darauf hin, wie die Natur die Men­schengruppen unter ganz verschiedenen Lebensbe­dingungen stelle und sie sich unter diesen Bedin­gungen entwickeln lasse. Die aus einem eigenen Lebensraum zu gestehende Ernährung bilde den Menschen dieses Raumes. Eine Ernährung des Menschen aus fremden Lebensräumen fei natur­widrig. Der Grundsatz von der Ernährung des Menschen aus eigenem Lebensraum trage aber nicht nur den Entwicklungsgesetzen Rechnung, son­dern sei darüber hinaus wirtschaftlich und politisch von überragender Bedeutung. Der Präsident des Reichsgesundheitsamtes, Prof. Dr. Reiter, be­leuchtete die praktische Sicherung der Ernährung des deutschen Volkes. Trotz nicht zu leugnender Schwierigkeiten gelange man zur Auffassung, daß es in Friedenszeiten durchaus möglich sein müsse, unserem Volke die Ernährung ohne jede Inan­spruchnahme ausländischer, uns wirtschaftlich be­lastender Nahrungsmittelquellen sicherzustellen. Voraussetzung sei jedoch: Förderung planvoller er­nährungsphysiologischer Forschung, Anbauversuche solcher Pflanzen, die für die menschliche und tieri­sche Ernährung in Betracht kommen, inländische Fischzucht und deutscher Fischfang, Erziehung aller jungen Mädchen zu einer deutschen Kochkunst, Er­ziehung des ganzen Volkes zu einer die Gesund­heit und Leistung fördernden Ernährungsweise so­wie planmäßiger Kampf gegen die Verschwendung.

Diese Frage sei, so führte dann Ministerialrat Dr.-Jng. Kremer aus, besonders brennend ge­worden, als nach dem Kriege mit dem 8-Stunden- tag die durchgehende Arbeitszeit mit einer nur kurzen Mittagspause immer mehr an Umfang gewonnen habe. Während die durchgehende Arbeitszeit durch die Verlängerung der Freizeit und die Möglichkeit der Siedlung große Vorteile

des Jahres 1936 angeordnet. Außerdem sollen diel diesjährigen Pflichtschauen vom Gamskrucken ein-| heitlich für die genannten Jagdgaue und einheitlich für staatliche und private Reviere durchgeführt wer­den. Die Gesamtergebnisse beider Erhebungen wer­den in einer AusstellungD a s deutsche Gams- w i l d", die im Frühiahr 1937 in München statt- sinden soll, ververtet werden.

Wer ist Heilpraktiker?

Die Bundespressestelle des Heilpraktikerbundes Reichsverband Sitz München teilt mit, daß der Heilpraktikerbund Deutschlands von der Regierung und der NSDAP, allein als Standesorganisation der deutschen Heilpraktiker anerkannt ist und seine Mitglieder nach Stellungnahme der Deutschen Ar­beitsfront, Gruppe Gesundheit, auch allein die Be­rechtigung hat, die Standesbezeichnung Heilprak­tiker zu führen. Alle Nichtmitglieder des Bundes, für die der Heilpraktikerbund keinerlei Gewähr übernehmen kann, können sich allenfalls als Heil­kundige bezeichnen, sind aber niemals Heilprak­tiker im Sinne obiger Stellungnahme der Deutschen Arbeitsfront. In der offiziellen Zeitschrift der Reichs­arbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunst, der Wochenschrift für biol. Medizin in Theorie und Praxis,Hippokrates", die u. a. vom Reichsärzte­führer Dr. Wagner herausgegeben wird, schreibt Ober-Stabsarzt a. D. Dr. Hermann Berger:Wer, ohne die ärztliche Approbation zu besitzen oder Mit­glied des Heilpraktiverbundes zu sein, Heiltätigkeit ausübt, ist Kurpfuscher." Der Heilpraktikerbund hat von jeher diese Auffassung vertreten, die im kom­menden Heilpraktikergesetz ihre gesetzliche Veranke­rung finden soll.

Der Prozeß Welkerer.

Heidelberg, 19. Oft (LPD.) Samstag stellte die Verteidigung den Antrag, die mitangeklagte Ehefrau Wetterers auf ihre Derhandlungsfähig- feit untersuchen zu lassen. Das Gericht beschloß, das Verfahren gegen Frau W. vorläufig auszusetzen. Der angeklagte Facharzt Dr. Weiterer hatte 1915 in einem Falle neben der Vergütung der Kranken­kasse, die er für die Behandlung eines Patienten erhielt, von diesem einen hohen Betrag privat ge­fordert. Dies brachte dem Angeklagten einen Ver­weis und vier Monate Ausschluß aus der Kran­kenkasse ein. Von der Gesellschaft der Aerzte erhielt er einen Verweis wegen grober Beleidigung einiger Kollegen. Als W. die gerügte Beleidigung in einer Schmähschrift wiederholte, wurde er aus der Ge­sellschaft der Aerzte mit Abbruch des kollegialen Verhältnisses ausgestoßen. Als Triebfeder dieser Verfahren bezeichnete der Angeklagte den Haß und Neid einiger Mannheimer Judenärzte. In einem Disziplinverfahren erhielt W. wegen standeswidri- gen Verhaltens einen Verweis und 1000 RM Geld­strafe. Er hatte in marktschreierischen Inseraten mit der ÜberschriftKampf dem Krebs" feine Behandlung angepriesen. Den Selbstmord eines Arztes in Bremen im Jahre 1929 benutzte er, um einem Bremer Radiumtherapeuten die Schuld an diesem Selbstmord zuzuschreiben. Das Verfahren wurde eingestellt, nachdem W. seine Behauptungen mit dem Ausdruck des Bedauerns zurücknahm.

Den Mitgliedern bringe ich zur Kenntnis, daß unser treuer Altersturner und Ehren- mitglied Joseph Geck verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 21. Oktober, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt und bitte ich um zahlreiche Beteiligung, Der Leiter.

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Dem ersten Sturmwirbel ist sehr rasch ein neuer gefolgt, der von England direkten Kurs auf das Festland nahm. Sein Zentrum liegt heute früh über Mitteldeutschland. Er verfrachtete unter Regenfällen zunächst feuchtmilde Meeresluft zu uns, die uns seit der Nacht zum Dienstag unter Westwinden und kräftigen Schauern durch stärkere Luft ersetzt wird. In den hohen Mittelgebirgen, sowie in den Alpen ist erneut Frost und Schneefall eingetreten. Zunächst wird sich etwas Beruhigung einstellen, doch bleibt die Gesamtlage unbeständig.

Aussichten für M i t t w 0 ch: Zunächst zeitweise auf- heiternd, nur leicht unbeständig, später wieder zuneh­mende Verschlechterung, nachts recht frisch, abflau­ende, von Norden nach Westen drehende Winde.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 36: 9650. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch« und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags

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UAzftünbiger Pause üblich sei, müsse man für deren Beibehaltung sorgen. Wo eine geteilte Arbeitszeit nicht möglich sei, wo aber eine Unterbrechung der Arbeitszeit durch eine einstündige Gesamtpause keine empfindliche Kürzung der Freizeit mit sich bringe, solle auf die Einführung dieser Pausen hin- gewirkt werden. Die schöne Ausgestaltung der Ar- heitsstätten müßte hier mithelfen, die Betriebe hei­matlicher zu machen und so den Unterschied zwi­schen Arbeit und Freizeit zu überwinden.

Der Amtsleiter des Sozialamtes der Deutschen Arbeitsfront M e n d e wies darauf hin, daß die Sicherung und Verbesserung der Lebenshaltung zu einer vordringlichen Aufgabe geworden sei, zumal der Ernährungssicherung für eine zielbewußte Be­völkerungspolitik größte Bedeutung zukomme. Bei den heutigen Löhnen, die aus gesamtwirtschaftlichen Notwendigkeiten heraus zunächst eine Steigerung kaum erfahren könnten, liege die Hauptbedeutung bei den Kosten der Ernährung. Es sei deshalb eine der wichtigsten Aufgaben, Löhne und Preise in einem gerechten Verhältnis zu halten. Haupt­amtsleiter Dr. Schweigart vom Reichsnähr­stand erklärte dann, mit dem Dierjahresplan sei die Voraussetzung verbunden, daß die Erzeugungs­schlacht weitergeführt werde und der Kampf dem Verderb eine Gemeinschaftsleistung des ganzen Volkes bilde. Prof. Dr. med. Flößner vom Reichsgesundheitsamt erklärte, die Forderungen, die an eine gute, ausreichende Dolksemährung zu stellen seien, müßten in der Arbeit erern ä h - rung noch erweitert werden, um die Gesundheit des werktätigen Volksgenossen sowie seine Arbeits­und Leistungsfähigkeit zu sichern. Dabei gelte es, die Ergebnisse der modernen Ernährungslehre ge­nügend zu berücksichtigen.

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Gaststätten und Gemeinschaftshäuser sein werden. Dahinter Hauser eines Arbeitsdienstlagers und der Bahnhof. Der Entwurf stamm ch

0,1 1 Clemens Klotz. (Presseamt der Deutschen Arbeitsfront.-M.)

Fast zu gleicher Zeit er|biti.-.. uie Feststellungen, daß es am 30. September nur noch 1035 445 Ar­beitslose gegegeben hat und daß die Reichs­anstalt für Ärbeitslosenvermittlung und Arbeits­losenversicherung eine neue Statistik für die Er- fassung der Arbeitslosen eingeführt hat. Während die Reichsanstalt früher ihre Hauptaufgabe notge­drungen vor allem in der Versorgung der Erwerbs­losen sehen mußte, hat sie sich heute auf eine s y - stematischeRegelungdesEinsatzesder letzten Arbeitslosen umstellen können. Die­sem Zweck dient u. a. das neue statistische Erfas­sungssystem, bei dem die örtliche Verpflan­zungsfähigkeit vollarbeitsfähiger Erwerbsloser aus einem noch mehr oder

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