Ausgabe 
20.8.1936
 
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Am

9. Jl.-Sport

Faustball im Kreis 8 lLahn-Dill)

ius". In der

Nachdruck verboten!

19. Fortsetzung.

verlor

Boden

Wenn man bedenkt, daß erst 1912 das erste mo­torlose Flugzeug, von einem waghalsigen Prima­ner aus Darmstadt gesteuert, von der Wasserkuppe 840 Meter weit im Sieben-Minutenflug zu Tal schwebte, daß erst 1920 der erste regelrechte Rhön­wettbewerb veranstaltet wurde, wobei der Sieger für die Strecke von 1,8 Kilometer zwei Minuten und 22 Sekunden brauchte, unl^ daß heute schon Zielflüge von der Wasserkuppe nach Berlin ausge­schrieben werden, dann hat man auch erst den rich­tigen Begriff von der ungeheuren Entwicklung, die dieser Sport in kürzester Zeit durchlaufen hat, und von den ungeahnten Möglichkeiten, die sich ihm in Zukunft noch erschließen können. Dabei ist die Se» gelfliegerei durchaus kein Sport zur Belustigung exklusiver Kreise, sondern ein Volkssport im wahr­sten Sinne des Wortes,, der auch von großer prak­tischer Bedeutung für das gesamte Flugwesen ist. Denn durch ihn werden die vorbereitenden Arbei­ten zur Erforschung zweckmäßiger Flugzeugfor­men, zur Erkenntnis der Luftströmungen und son- fügen Witterungsverhältnisse geleistet. Es gibt heute nur noch wenige Motorflieger, die nicht auch ihre Segelflugprüfung bestanden haben. Mit dem Mo­torflugzeug zusammen hat das Segelflugzeug die Herrschaft über den Luftraum angetreten. Der Hö­henrekord für Segelflieger liegt bereits über 4000 Meter. So kann man mit vollem Recht behaupten,

Es ist interessant und verdient um deswillen fest- gestellt zu werden, daß auch in diesem Jahre wie­der eine ganze Reihe Vereine ihre Meldungen zu den vom Fachamt Turnen ausgeschriebenen Sommerspiele n abgegeben hat. Obwohl dieses alte Turnerspiel, gemeint ist F a u st b a l l, auch heute noch verkannt wird und als altes Männer- piel verschrien ist, wissen die es zu schätzen, die es kennen. Denn gerade die Eigenart seiner Durch- ührung hält aktive Spieler und sachverständige Zuschauer im Bann und kann, wie gerade die dies­jährigen Meisterschaften in Hersfeld gezeigt haben, außerordentlich begeistern. Dazu kommt noch, daß jahrelange Hebung erst die nötige Spielreife geben und daß es deshalb kein Wunder ist, wenn man bei den Spitzenmannschaften Leistungen sieht, die zum Mitgehen zwingen. Aber nicht nur die Spitzen­mannschaften, auch die Mannschaften der untren Klassen können spielen und können vor allem schon einen Einblick in das Spiel selbst und seine Aus­tragung vermitteln. ,

Wir wissen bereits, daß Tv. 1846 Gießen auch in diesem Jahre wieder Gaumeister geworden ist. Bewundernswert bei dieser Mannschaft ist, daß,

Tor des Tages gleich. Eine Viertelstunde vor Schluß, als die Lollarer Verteidigung zu weit aufgerückt war, ging Raunheims Rechtsaußen auf und da­von und sandte zum Siegestor ein. Schiedsrichter Schnaut Lollar erledigte seine Aufgabe zur beider­seitigen Zufriedenheit.

Die Reserve schlug sich überraschend gut und brachte von Steinberg einen verdienten Sieg mit

Daubringen auf dem schön gelegenen Waldsport- platz mit zwei Gesellschaftsspielen seine diesjährige Spielzeit. Die Jugendmannschaft siegte gegen die Jugend von Lollar mit 3:2 und die erste Mann­schaft gegen die erste von Londorf mit 2:0 Toren.

GporiamtKraft durch Freude".

Heute folgende Kurse:

Leichtathletik, Frauen und Männer: Don 19.15 bis 20.30 Uhr, Universitätssportplatz am Kugelberg.

Fröhl. Gymnastik u. Spiele, Frauen: Von 20 bis 21 Uhr, Lyzeum, Dammstr. 26; von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.

nur mit 3:2 Toren.

Fußball in Daubringen.

Daubringen I Londorf I 2:0.

Sonntag eröffnete der Fußballverein

nach Hause.

Die Jugend wurde von einem ihrer Kameraden im Stich gelassen, hatte außerdem noch ihren tüch. tigen Torhüter und seinen Verteidiger zu ersetzen, aber trotzdem auf dem heißen Daubringer

Segelflieger vor großen Ausgaben

Segelflug als olympischer Wettbewerb?

Unbekannte Fracht

Boman von Frank F.vraun.

verspricht nach den bisher vorliegenden Meldungen zu einem großen Erfolg zu werden. Die Veranstal­tung steht unter Leitung des Kreisvolksturnwartes Dr. Loh (Wetzlar). Der Samstag als Auftakt bringt zunächst eine Gefallenenehrung am Krieger­denkmal und im weiteren Verlauf turnerische Son- dervorführungen sowie Gesangsvorträge des heimi- chen MG.-VereinsFortuna", der auch am Ehren­denkmal singen wird. Der Sonntagmorgen sieht so­dann die Turnerinnen und Turner auf dem Plan. Diese werden sich in 11 Klassen im friedlichen Wett­kampf messen.

Rach Beendigung des Wetturnens beginnt der Festzug. Anschließend wird der anwesende Fach­amtsleiter Daupert (Wieseck) die Weihe des neuen Banners vornehmen. Der Nachmittag ist dann weiter ausgefüllt mit turnerischen Sonder- oorführungen, bei denen u. a. auch die Kreisriege an den Geräten ihre Kunst beweisen wird.

Sportverein 1920 Lollar.

Spottö. Lollar Liga Naunheim Liga 1:2 (0:0).

Louis-Sharkey.

Sharteh in der 3. Runde k. o.

Im Neuyorker Yankee-Stadion traf am Diens­tag der von Max Schmeling schwer geschlagene Neger Joe Louis auf den früheren Schwergewichts- Weltmeister Jack Sharkey. 35 000 Zuschauer waren zu dem Kampf gekommen, der wie alle bisherigen Kämpfe des Negers das Treffen gegen Schme­ling ausgenommen ein schnelles Ende nahm. Der um elf Jahre ältere Sharkey hatte keine Chance. Er versuchte von Anfang an, die gleiche Taktik wie Max Schmeling anzuwenden, hatte da­mit aber kein Glück. Er mußte gleich in der ersten

Gunsten entschieden. Das deutsche Boot ging als drittes durchs Ziel mit einer Zeit von zwei Stunden 59 Minuten 58 Sekunden.

*

Die Zweite Internationale Marine-Pokal-Seael- wettfahrt nahm am Mittwochnachmittag mit der Entscheidungswettfahrt ihr Ende. Deutschland, Schweden und Italien hatten je einmal gesiegt und mußten nun zu einer vierten Wettfahrt antreten, um den Endsieger festzustellen. Nach einem sehr chönen und spannenden Rennen gewann die italie­nische Mannschaft (Leutnant z. S. Dario Salato und Kapitänleutnant Adalberto Giovannini) den Wanderpreis des Führers und Reichskanzlers, den Hindenburg-Erinnerungs-Pokal".

Bei der Ersten Internationalen Marine-Pokal- Segelwettfahrt im vorigen Jahr war der Pokal an Deutschland gefallen.

Nacholympische Wettkämpfe.

Die O ly m p i a - F u ß b a l l - M a n n s ch a f t der Türkei spielte am Mittwoch in Beuthen gegen eine oberschlesische Auswahlelf und holte vor 7000 Zuschauern ein verdientes 2:2-(l:0-)Unentschieden heraus.

Deutschlands Olympia - Boxstaffel wird anläßlich des Reichsparteitages in folgender Aufstellung in Nürnberg gegen eine deutsche Aus­wahlmannschaft antreten: Kaiser, Stasch, Miner, Schmedes. Murach, Baumgarten, Vogt und Runge.

Deutschland und England haben einen Länderkampf ihrer Amateur-Boxer abgeschlossen, der im November in London ausgetragen werden wird.

D i e USA. -Handball-Olympia-Mann- schaft trat in Bremen vor 8000 Zuschauern ge­gen eine niedersächsische Auswahlelf an. Die Ame­rikaner machten einen sehr abgekämpften Eindruck und verloren hoch mit 3:16 (1:9).

VfB.-NeichSbahn-Leichtathletik.

Bei dem vom Gau XII Nordhessen am Dienstag veranstalteten Sportfest in Kassel konnte Luh das Kugelstoßen gewinnen. Er schlug zum ersten Male den Deutschen Diskusmeister Lampert, Saarbrücken, der auch im Kugelstoßen an zweiter Stelle der deutschen Bestenliste steht. Die Ergebnisse: Kugel­stoßen: 1. Luh DfB.-Reichsbahn 13,96 Meter; 2. Lampert, Saarbrücken, 13,85 Meter; 3. von Hofe, Kassel, 13,26 Meter. Diskuswerfen: 1. Lampert, Saarbrücken 44,32 Meter; 2. Kilo, 1900 Gießen, 40,62 Meter; 3. Luh, DfB.-Reichsbahn 40,26 Meter.

Der zweite Vertreter des DfB.-Reichsbahn Herrmann konnte sich leider nicht durchsetzen.

Kreisvolksturnen in Kinzenbach.

Der Samstag und Sonntag (22. und 23. August) sieht in Kinzenbach die Volksturner der Unterkreise Gießen und Wetzlar im Wettkampf. Die Veranstal- tung erhält durch die 25jährige Jubelfeier des aus­richtenden Vereins einen besonderen Rahmen und

Sie sahen sich an und tranken. Als sie die Glä­ser absetzten, pochte es an der Tür. Ein Steward tarn und bat den Zahlmeister zu dem Kapitän. Hans Lorenzen erhob sich. , .

Rudolf lerbrügge erschrak. Er fürchtete für sek- nen Freund, denn der mußte schwer betrunken fern. Aber er irrte sich. Hans Lorenzen hatte sich m der Gewalt. Er knirschte mit den Zähnen, fein Körper bekam einen Ruck. Irgendein Wille setzte sich mit Macht in ihm durch. Dann ging er ganz gcraöe zur Tür.Raus, Rudolf, ich muß hinter mir ad- schließen!" . , ,

Rudolf lerbrügge stand an der Reeling und sah dem Davonschreitenden nach. Der 21nbli(f erheiterte ihn. Hans Lorenzen schien einen Besenstiel ver­schluckt zu haben, er schritt steif und gerade über die 'ßlanten. Rudols lerbrügge lachte laut auf. Aber es war ein gutes Lachen, man kann sehr rvoyl lachen über den, den man gern hat.

Kapitän Durham saß allein in feiner Kabine auf dem Oberdeck. Al- Han- Lorenzen b hm eintrat, stand er einen kurzen Augenblick auf und gab ihm die Hand.Whisky..--

Danke, nein, Kapitän, wenn Sie es nicht übel Ä Sie von meiner Tochter g^ßen, Doktor Lorenzen, aber ich vergaß es, dachte auch, baß Sie in Port Said selber einen Brief von ihr hatten.

Hans Lorenzen nickte undeutlich- Jrah9 nicht weiter.Ich wollte von Ihnen mitten , hob er an,wie ist die Rechtslage, wenn ich dem Mr. Ehe Wonq pro forma das Eigentum meines ^chst- fes Überträge? Sie sind der einzige studierte Mann an Bord. Ich weiß wohl, Medizin, nicht Jura^«aber ich denke, Sie können einen Vertrag austetzen.

Was versprechen Sie sich von solcher Manipula­tion, Mr. Durham?" .

Der Kapitän schloß ein Auge mit dem andern, geöffneten, sah er feinen Zahlmeister listig an.(rin Dampfer unter chinesischer Flagge, der Ladung für

Am ersten Sonntag nach der Sperre schickte der Sportv. Lollar drei Mannschaften in den Kampf. Bei dem Spiel der ersten Garnituren von Lollar und Naunheim merkte man beiden Gegnern die Pause an. Keine der beiden Mannschaften kam an die früher gezeigten Leistungen heran. Nach tor­loser Halbzeit ging Naunheim durch einen Fehler des Lollarer Hüters, den ihr Halbrechter geschickt ausnutzte, in Führung. Die Freude dauerte nicht lange und Lollars Halbrechter zog durch das schönste

Nicht von ungefähr begann der 17. Rhön-Segel­flug-Wettbewerb in dem Äugenblick, als die Olym­pischen Spiele in Berlin ihr Ende erreicht hatten. Auch die Eröffnungsfeier auf der Wasierkuppe war ein Ruf an die Jugend der Welt. Diele ausländische Gäste haben sich in diesem Jahre im Fliegerlager eingefunden, sie kamen von den olympischen Flug­wettbewerben im neuen Sportflughafen Rangsdorf und hausen jetzt mit den Segelfliegern zusammen, um deren Technik, Flugkunst und Wagemut zu be­wundern. Das gesteigerte Interesse am deutschen Segelflugsport ist aber auch heute besonders ver­ständlich, denn noch während der Olympischen Spiele wurde der Reichtsluftsportführer Oberst M a h n k e vom Olympischen Komitee aufgefordert, den Antrag auf Anerkennung des Segelflugs als eines Teiles der Olympischen Wettkämpfe einzu­reichen.

Die deutschen Segelflieger und ihre Kameraden aus aller Welt stehen also vor einer großen Auf­gabe: sie sollen 1940 in Tokio zeigen und beweisen, daß ihr junger Sport gleichberechtigt neben den körperlichen Uebungen besteht, die zum Teil schon feit Tausenden von Jahren die Menschen zum edlen Wettstreit begeisterten. Eine große Aufgabe und ein großer Stolz'. Aber wahrlich, diese Aner- fenung haben sich unsere Segelflugpioniere ehrlich und redlich verdient. ___________________________

Durham schenkte ihm bereitwillig ein.Sie haben wohl recht", sagte er nachdenklich und legte sich nicht auf ein Ja ober Nein fest. Aber Hans Lorenzen kannte feinen Mann. Che Wongs Plan würde nicht zur Ausführung kommen. Er war froh darüber, denn er hatte Durham feine wahre Ueberzeugung von den Dingen gesagt. Das Thema war für den Kapitän zunächst erledigt.

Aber etwas anderes schien ihm am Herzen zu liegen. Er sah eine Weile nachdenklich vor sich hin. Hans Lorenzen mußte das Empfinden haben, der Kapitän denke über die Rede nach, die er dem Chi­nesen halten wollte, wie er Herrn Che Wong die Ablehnung recht schmackhaft machen könne. Er war baß erstaunt, als Durham übergangslos von etwas ganz anderem anfing.Da ist noch diese brache zwischen uns, Lorenzen", sagte Durham, und er war ganz etnft. Er deutete nicht einmal an, welche Sache er denn meine, aber der Zahlmeister wußte Bescheid. Er antwortet sofort:Ja, Kapitän, die ist noch zwischen uns."

Durham wiegte den Kopf ein bißchen.Für was sehen Sie mich an, Lorenzen? Ich mochte es gerne ^.Man soll nicht neugierig fein, Kapitän, in sol­chem Fall schon gar nicht!'

Durham nickte.Sie glauben also, es war alles mein Werk? Sie meinen, ich hätte Mary veran­laßt, sich von Ihnen jene Auskunft zu verschaffen, die Ihnen, als die Sache ungefchickterweise bekannt wurde, den Hals kostete?"

Nun, der Kopf sitzt mir ja noch aus dem Hals. Lorenzen lachte bitter.Ich bin sogar aut oorange- fommen. Wer hätte jemals gehofft, daß ich die Zahlmeisterlaufbahn ergreifen könnte!"

Reden Sie nicht so, Lorenzen, ich bitte Sie! Daß ich Ihnen diesen Posten auf derMary D. anbot, war nichts als ein"

neuer, noch besserer Schachzug, Mr. Durham ich bin im Bilde! Nachdem es Ihnen nicht gegluckt war, Mary und mich seelisch auseinanderzubrin- gen, rechneten Sie mit der räumlichen -Trennung. Aus den Augen, aus dem Sinn, sagt ein deutsches Sprichwort. Da verbanden Sie das Edle nut oem Nützlichen. Sie ließen mich nicht fallen als der Aerztekonvent in Dundee auf meine weitere Mit­wirkung verzichten zu sollen meinte, sondern Sie halfen mir sofort. Sie griffen nur gewissermaßen

Runde viele schwere rechte und linke Haken ein­stecken und war schon am Schluß der ersten Runde stark gezeichnet. In der zweiten Runde öffnete Louis durch einen harten Linken die Wunde über Sharkeys Auge und bearbeitete dann feinen Geg­ner mit einem Hagel von Schlägen. Sharkey mußte zweimal bis neun zu Boden, beim zweiten Male rettete ihn nur der Gong vor demAus". In der dritten Runde kam dann das Ende. Noch einmal

LPD. Frankfurt a. M., 19. Aug. Der Frank- furter Kriminalpolizei gelang es, einen raffinierten Einbrecher und Fahrraddieb f e ft z u n e h m e n. Es handelt sich um den 35jährigen, vielfach vorbestraften Georg Rath aus Schweinfurt, der sich feit längerer Zeit ohne feste Wohnuna in der hiesigen Gegend und in Frankfurt a. M. aufgehalten hat. In Frankfurt hat er mehrere Bauhütten erbrochen und die darin Vorgefundenen Arbeitskleider und Schuhe entwendet. Zu den Diebesfahrten benutzte er die von ihm ge- stohlenen Fahrräder. Es konnten ihm sieben -----------

Fahrraddieb st ähle nachgewiesen werden. In bacher Markt an den Mann gebracht. Bad Vilbel hat er mehrere Wäschedieb st ähle! -------

Schulhofe sein diesjähriges Schauturnen ab. Es wurden sehr schone Uebungen gezeigt, die beacht­liches Können erforderten und die den verdienten Beifall der Volksgenossen fanden. In der Gastwirt­schaftGambrinus" fand anschließend die Schluß- feier statt.

(Suter Fang

Der Frankfurter Kriminal polizei.

Gemeingefährlicher Einbrecher und Fahrraddieb sowie sein Hehler fesigenommen.

ausgeführt. Die Wäsche stahl er von den Bleichen und von den Gartenzäunen und verpackte sie in seinen mitgeführten Rucksack. Beim dritten Wäsche­diebstahl in Bad Vilbel wurde er von einem der Geschädigten auf frischer Tat ertappt und festgehalten. Es gelang ihm jedoch, sich loszureißen und zu ent­kommen. Den Rucksack mit der gestohlenen Wäsche, ein Herrenfahrrad und einen grauen Hut mußte er am Tatort zurücklassen.

Das Diebesgut hat er zum Teil in der Herberge zur Heimat in Frankfurt a. M. verkauft. Den größten Teil hat er an einen alten Hehler, der in Offenbach am Main wohnhaft und hier in Derbrecherkreifen unter dem NamenHans" bekannt ist, abgesetzt. Mit Hilfe der Kriminalpolizei in Offenbach a. M. war es möglich, auch diesen Hehler ausfindig zu machen und f e st z u n e h m e n. Es handelt sich um den eben­falls mehrfach vorbestraften 45jährigen Johann M ö s I e i n. Dieser hat von Rath in der letzten Zeit außer Wäsche auch mehrere Fahrräder erhalten, die er für wenig Geld erstanden hat. Möslein hat die gestohlenen Gegenstände und Fahrräder in verschie­denen Wirtschaften in Offenbach und auf dem Offen-

die chinesische Regierung hat, wird nirgends Schwie­rigkeiten haben."

Bis es ans Loschen geht!"

Wieso denn, Lorenzen?" Durham schien begriffs­stutzig.

Wollen Sie die Zentralregierung beliefern?" fragte der Deutsche. Er beugte sich vor und sprach ganz leise.Hst Mr. Che Wong plötzlich umge­schwenkt? Ich denke, er ist in Sudchma vogelfrei, auf seinen Kopf steht eine Prämie?"

Che Wona machte mir den Vorschlag." Durham war nachdenklich.Er sagte mir, daß wir im Gel­ben Meer leicht von japanischen Kriegsschiffen an- gehalten werden würden. Ein chinesischer Dampfer für Nordchina hätte keine Schwierigkeiten."

Ein britisches Schiff etwa? Ich unterstelle gern, daß Che Wong es ehrlich meint. Aber es ist nicht geschickt, was er Ihnen oorschlägt. Die Möglichkeit, japanische Schiffe zu treffen, besteht. Aber ebenso und wahrscheinlicher die andere, em Kanonenboot der Zentralregierung auf uns aufmerksam zu machen. Sie fahren offiziell mit Ballast unö Stud» gut, Kapitän. Zeigen Sie getrost das halbe Dutzend Pianos für Nagasaki, wenn die Kerle an Bord kommen/ Aber liefern Sie sich nicht aus! Sie müssen Herr auf Ihrem Schiff bleiben, daeMary D." muß unter britischer Flagge fahren. Geben Sie diese einzige Sicherheit nicht aus der Hand für Die vage Möglichkeit, von den Japanern Schutz zu er­halten. Sie haben die Japaner nicht zu furchten. Waffen für Die Mandschurei sind auch auf einem englischen Schiff willkommen. Aber hüten Sie sich, die chinesische Zentralregierung zum Feind zu haben, ehe es nötig ist."

Die paar Dschunken, Lorenzen ..

Eine einzige Kanone, Mr. Durham ein Maschi­nengewehr nur auf einer schnellfahrenden Dschurtte genügen! Es sind übrigens ganz gute, alte britische Kanonenboote, keine Dschunken, rote Sie meinen. Sie machen uns den Garaus, ehe mir uns versehen. Ein gutgezielter Schuß mit einer ^Zentimeter- ©ranate auf unsere Wasserlinie, und es ist so gut wie aus mit der schonenMary D. . Das kann un aber nicht geschehen, wenn Der Umon Jack am Heck weht." Er hatte sich ereifert, jetzt lächelte er.Ge­ben Sie mir auf Den Schreck lieber doch einen Whisky", bat er.

mußte Sharkey bis neun zu Boden, und als er sich erhob, schlug ihn der Neger endgültig für die Zeit zu Boden.

Joe Louis hat bewiesen, daß er trotz seiner Nie­derlage gegen Schmeling von seiner Kampfkraft nichts eingebüßt hat. Max Schmeling befand sich unter den Zuschauern, die ihn bei feiner Vor­stellung im Ring stürmisch begrüßten.

Braddock kampfunfähig?

Der für den 26. September abgeschlossene Welt­meisterschaftskampf zwischen Max Schmeling und dem Amerikaner James Braddock wird sehr wahr­scheinlich in diesem Jahre nicht mehr Zustandekom­men. Braddock leidet seit zwei Wochen unter einer Handverletzung und will sich einer Operation un­terziehen, nachdem bisher die tägliche Massage keine Besserung gebracht hat. Es handelt sich um eine Knochenwucherung an einem Fingerknochel Der linken HanD, Die beim Schließen Der Faust Den Sangen Arm bis zum Ellenbogen lähmt. Durch Die iperati* würbe BraDDock vier Monate außer Ge­fecht sein, so Daß Der Kampf wohl kaum vor Dem nächsten Frühjahr abgewickelt werden kann.

Sofern die Meldung von der Verletzung Brad- docks nicht etwa eineReklame" bedeutet, wird man abwarten müssen, wie sich Die Neuyorker Boxbehörde zu dem Ansinnen um eine Verlegung des Kampfes stellt.

Internationale Marine-potal-Segel- Wettfahrt in Kiel.

Bei der Entscheidung in der zweiten Internatio­nalen Marine-Pokal-Segel-Wettfahrt auf Der Kie^r Förde wurde nach scharfem Kampf das itlUiennche Boot Sieger mit einer Zeit von zwei Stunden 59 Minuten und 20 Sekunden. Um den Zweiten Platz entbrannte ein heftiger Kampf Zwischen Deutschland und Schweden, Den Die Schweden nut einem Vorsprung von sechs SekunDen zu ihren

obwohl sie keine gleichwertigen Gegner im Kreis hat, Durch eifriges Training die Spitzenstelluna beibehalten wird. Bisher ist Gießen teils durch Pech, teils durch andere Gründe noch nicht über Die Gaugruppe hinausgekommen. Hoffen wir. Daß es Diesmal gelingt, Damit Dann Die Möglichkeit be­steht, an Den EnDkämpfen teilzunehmen. Die Spiele Der unteren Mannschaften, Die durch Die herrschende Terminnot bis jetzt noch nicht ausgetragen werden konnten, sind nunmehr ebenfalls festgelegt. Es wer­den in der Vorrunde spielen: .

Männer I. Staffel 1: Tv. W.-Niedergirmes, Nauborn, Atzbach und Erda. Staffel 2: Mto. Gießen, Allendorf (Lumda), Alsfeld und 1846 Gie­ßen II. Staffel 3: Hausen, Krofdorf, Holzheim und Garbenteich.

Männer II: 1846 Gießen, W.-Niedergirmes und Nauborn.

Jugend I: Atzbach, Hausen, Alsfeld, Krofdorf.

Hoffentlich besteht die Möglichkeit, weite Kreise für das Faustballspiel zu interessieren, Damit immer mehr der Wert dieses urdeutschen Spieles erkannt und für seine Weiteroerbreitung gesorgt wird.

unter die Arme. Diesen Posten boten Sie mir an, einen guten Posten, Zahlmeister auf DerMary D.", die gerade nach Ostasien auslaufen sollte." Lo- renzen machte eine Pause.

Durham schüttelte verzweifelt den Kopf.Ich wollte wirklich das Beste, in Dundee konnten Sie nicht bleiben. Mary meinte selber, es solle erst Gras über die Geschichte wachsen."

Lorenzen lachte.Das hat Ihre Tochter Ihnen wirklich gesagt, Mr. Durham?"

So oder ganz ähnlich drückte sich Mary aus, allerdings."

Sie hoffen, daß inzwischen nun ganze Wiesen von Gras über das wachsen werden, was gewesen ist?"

Sie sind ungerecht, Lorenzen."

Hans Lorenzen hieb die Faust auf den Tisch. Er vergaß sich.Ich habe allerdings nicht Ihre Selbstgerechügkeit. Ich kann nicht ein Kirchengänger- gesicht aufsetzen und mit Worten heucheln, wenn ich ganz anders denke."

Mr. Lorenzen, Sie werden beleidigend!" Der Kapitän sprang auf. Eine dicke rote Ader schwoll auf seiner Stirn. Hans Lorenzen sah, daß er Den Bogen überspannt hatte. Er nahm sich zurück. Streiten wir nicht", sagte er beherrscht, obgleich seine Hände noch bebten.Es wird sich ja zeigen, wer recht behält. Ihre trübe Lebensklugheit ober mein Glaube an den Menschen. Wenn wir von dieser Fahrt zurückkommen, werden Sie mich aus­zahlen. Ich weiß, Sie werden korrekt sein, keinen Schilling komme ich zu kurz. Dann werde ich soviel Geld besitzen, daß ich England verlassen kann. Mary wird in diesem Monat großjährig. Ich kann sie dann fragen, ob sie ihr Wort halten will. Haben Sie keine Angst. Ich entführe Ihre Tochter nicht, ich will sie nicht einmal überreden. Diese Monate Der Trennung, Die Sie uns oDer unserer Liebe als Probe aufgezwungen haben, werben Frucht tragen. Wenn DieMary D." am Kai von Dundee fest- macht, wirD Die lebenDige Mary D. an Der Lausi plante stehen oDer Das Leben hat für mich seinen Sinn verloren." Er hatte Die Arme vusge« breitet und sprach ganz laut, mit ftarrem Blick gegen Die Wand, als sehe er Dort ein Bild oder als lese er feine Worte Da ab. Dann ließ er ganz plötzlich die Arme fmfen und setzte sich gelaßen Hl Len Tij-h. F°rqchoLg W