daß der Segelflugsport einen wahrhaft olympischen Rang erklommen hat.
Kein Segelflugwetter am 4. Tag der
kraft-hornberg führt in der Wertung.
Ein vorübergehender Umschwung der Witterung, der Nebel und Regen brachte, führte am vierten Wettbewerbstage zu einer Pause auf der Wasserkuppe. In den Nachmittagsstunden trat dann eine kurze Besserung des Wetters ein, so daß im Verlaufe von zwei Stunden etwa 20 Starts und
Das Dorf uni
Hat die Dorfschule wirklich keine andere Aufgaben, als dis Dorfjugend das Rechnen, Lesen und Schreiben zu lehren und sv-'n bißchen anderes noch? Sie hat sie! Die Vermittlung der angeführten Fer- tigkeiten ist nie einziger Sinn und einzige Aufgabe der Schule gewesen, sondern immer nur ein bescheidener, allerdings der sichtbare und greifbare Teil ihrer Arbeit. Der Lehrer wollte zu allen Zeiten nicht nur Lehrer, sondern vor allem Erzieher der Jugend sein. Er wollte sie befähigen, die Heimat und die Umwelt zu begreifen: er wollte ihren Gesichtskreis erweitern und sie instandsetzen, sich ein Weltbild zu formen und später auch eine Weltanschauung. Zu keiner Zeit genügten dazu Schreiben, Lesen und Rechnen. Zwar bilden diese Dinge auch heute noch das notwendige Fundament alles Schulwissens und die unerläßliche Voraussetzung für das Berufsleben. Aber gerade die heutige Zeit hat über diese Selbstverständlichkeiten hinaus der Schule Aufgaben zugewiefen, die sie zu einer besonders bedeutsamen Einrichtung im Staatsleben machen.
Die heutige Schute soll den auf die nationat-
Dauerflüge kürzeren Ausmaßes durchgeführt werden konnten. Dennoch konnten zwei Wettbewerbsteilnehmer Ueberlandflüge ausführen. So kam der Württemberger Hakenjos bis Buttlar bei Vacha und sicherte sich mit diesem Flug über 30 Kilometer Entfernung den Tagespreis. Spähte-Chemnitz landete in Mellrichstadt in Unterfranken.
In der vorläufigen Gesamtwertung führt der württembergische Pilot Kraft- Hornberg mit 419,5 Punkten von Steinig-Breslau (311), Helm-Berlin (291), Müller-Magdeburg (275), Hanna Reitsch (259), Spähte-Chemnitz (236), Schmidt-München (234) und Blech-Breslau (230).
> seine Schule.
Partei selbst, sei es in der Volkswohlfahrt, im Winterhilfswerk, im Luftschutz oder ähnlichem. Darum umschlingt den Dorfschullehrer und seine Gemeinde das Band gemeinsamen Erlebens und gemeinsamen Schaffens, und die Schule wurde zum geistigen und kulturellen Mittelpunkt des Dorfes.
Daß heimatliches Brauchtum nicht der Vergessenheit anheimfiel, daß vorgeschichtliche Funde sichergestellt, daß die Böden der Bauernhäuser nach Urkunden und Urväterhausrat durchstöbert, daß mündliche Ueberlieferungen ausgezeichnet wurden und die alten Flurnamen erhalten blieben, verdankt das Dorf vielfach seiner Schule.
Die Dorflehrer schrieben die Geschichte ihrer Orte und versuchten durch die Gründung von Heimatmuseen, sie lebendig zu veranschaulichen. Und das vielfach schon zu einer Zeit, ehe das Gewissen des gesamten Volkes für diese Dinge wachgerüttelt wurde. Der Pimpf bringt aus der Schule die Anregung zur Ahnen- und Sippenforschung in sein
Elternhaus und aus seinem väterlichen Bauernhof Großvaters und Großmutters Erzählungen in die Schule. Und so entsteht unter wechselseitiger Befruchtung zwischen dem Dorf und seiner Schule eine Lebens- und Kulturgemeinschaft, beiden zu Nutz und Segen.
Die Dorfschule steht und fällt mit ihrem Lehrer. Nicht in jedem Dorf wird all das von der Schule geleistet werden, was hier als möglich gezeigt wurde. Je nach Berufung und Neigung wird der eine Lehrer zum geistigen Führer, der andere zum wirtschaftlichen Berater geworden sein. Manches Dorf wied auch von einem völligen „Versager" zu berichten wissen. Man richte nicht zu hart über ihn. Wenn es schon wahr ist, daß jemand zum Lehrer geboren sein muß, so ist das noch in verstärktem Maße von dem Dorfschullehrer zu behaupten. Auf seinen Platz gehört ein Mann, der, ausgerüstet mit hohem Wissen und Können, mit seinem Dorf verwurzelt sein muß, um Dolks- erzieher im besten Sinne des Wortes sein zu können.
Für das Dorf erwächst daraus die verpflich- lung, ihm die Erfüllung dieser Aufgabe zu er- möglichen, sei es durch Förderung feiner Schul- einrichtungen, fei es durch wohlwollende Ueber- prüfung seiner Wünsche oder sei es auch nur durch vorurteilsloses Verstehenwollen feiner Handlungen und Maßnahmen.
Eine arme Gemeinde schrieb über die Tür eines kurz nach dem Siebenjährigen Kriege errichteten Schulhauses den Vers:
Zu Gottes Ehr und unsrer Freude, zu unserer Kinder Unterricht steht dieses Schulgebäude;
uns reuen solche Kosten nicht.
Diese Dorfbewohner werden gewußt haben, weshalb sie das schrieben ...
Wirtschaft.
sozialistische Idee ausgerichteten deutschen Menschen heranbilden helfen.
Auch die Dorfschule soll das. Und wer dieses Ziel recht durchdenkt, der begreift auch, warum der „Kanter" so viele Wünsche wegen Lehrmittel hat, warum in den Schulen Rassenkunde und Erbge- sundheitslehre, warum Heimat- und Sippenforschung, Fluglehre und Wehrsport getrieben werden. Und der brummt nicht, wenn im Gemeindehaushalt die Kosten für die Schule höher geworden sind. Die Schule auf dem Lande war ja in früheren Jahren vielfach ein Stiefkind. Man ertrug sie als notwendiges Hebel, um derentwillen es manchmal im Gemeinderat heiße Köpfe gab und manch hartes Nein. Das darf es nicht mehr geben.
Es sollte jeder in der Dorfschule nicht die behördlich befohlene Bildungsstätte, sondern einen Bestandteil seines Ortes, ein etwas zur Heimat Gehörendes sehen. Schon deswegen, weil sich die Dorfschule bemüht, Heimatschule zu sein oder es wieder zu werden.
Die Zeiten, da man sie nur als kümmerliches Gebilde im Schatten der allerdings in mancher Hinsicht leistungsfähigeren Großstadtschulen ansah, sind vorbei. Als man sich wieder auf das Dorf und den deutschen Bauern besann, da erkannte man, daß — wie Stadt und Land im Kulturleben eines Volkes ganz gesonderte, deutlich unterscheidbare Aufgaben haben — solche Aufgaben auch ihren Schulen von Natur aus zugewiesen sind. Darum folgt die Landschule stolz eigenen Gesetzen und Notwendigkeiten und gibt sich keine vergebliche Mühe, es in Lehrstoffauswahl und Lehrweisen den Stadtschulen gleich zu tun. Das Land ist die Quelle, aus der leiblich und seelisch gesunde Menschen immer wieder strömen, aus der sich unser Volk ständig erneuert. Die Landschule sieht in dieser Tatsache einen Sonderauftrag und eine heilige Verpflichtung.
keine Schule darf nur die Vermittlerin von Kenntnissen und Fertigkeiten sein, kein Lehrer ein bloßer Stundenhalter. Die Dorfschule und der Dorflehrer dürfen es am allerwenigsten.
Ihr Wirkungsbereich endet nicht am Zaun des Schulgrundstücks. Man möchte fast sagen, der größere beginnt erst jenseits dieses Zaunes. Das haben manche Dorfschullehrer schon immer erkannt. Denn weshalb steckten sie denn — oft deshalb verlästert — ihre Nase in alle Dinge? Weshalb züchtete der eine Bienen und legte der andere eine Baumschule an? Weshalb gründeten und leiteten sie allerorts Volksbüchereien? Weshalb riefen efie Gesangvereine ins Leben und stellten ihre Kraft und ihr Können in den Dienst der Turn- und Sportvereine, der Feuerwehr und der Kriegerkameradschaft? Es geschah aus dem Gefühl heraus, Kulturarbeit leisten zu müssen und Helfer und Berater der dörflichen Volksgenossen zu sein. Und sie brauchten nicht gerufen zu werden, sie waren einfach da, als der neue Staat jeden Ort und jeden Staatsbürger vor neue Aufgaben stellte, fei es im Dienst der
* Liquidation der Vereinigten Königs- und Laurahütte. Die gestrige außerordentliche Hauptversammlung der Vereinigten Königs- und Laurahütte stimmte der Veräußerung des gesamten Aktienbesitzes der deutschen Gesellschaft an der polnischen Königs- und Laurahütte zu. Die Veräußerung erfolgt auf Grund des am 25. Juli 1936 in Warschau zwischen den Beauftragten der deutschen Großaktionäre und Großgläubiger mit einer polnischen Gruppe abgeschlossenen Verkaufsoertrages, über den in der Presse bereits berichtet wurde. Die Hauptversammlung der Vereinigten Königs- und Laurahütte beschloß gleichzeitig die Liquidation der Gesellschaft.
Nbein-Mainische Börse.
INillagsbörse still und uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 19. Aug. Die Börse eröffnete am Aktienmarkt etwas uneinheitlich und hatte wieder nur sehr kleines Geschäft. Zu den ersten Notierungen erfolgten noch kleine Verkäufe der Kundschaft, während die Kulisse Rückkaufsneigung zeigte. Die Veränderungen hielten sich weiterhin innerhalb eines Prozentes. Nach den ersten Notierungen ergaben sich vielfach leichte Besserungen, insbesondere für Montanaktien, doch waren auch diese nur von sehr kleinen Umsätzen begleitet. IG. Far- ben lagen mit 162,50 (163) nur knapp behauptet. Scheideanstalt und Deutsche Erdöl eröffneten bis 0,50 v. H. höher. Don Elektroaktien setzten AEG. 0,13 v. H., Schuckert 0,75 v. H. freundlicher, Siemens 0,50 v. H., Gesfürel etwa 1 v. H. niedriger ein. Von Montanwerten wurden Mannesmann etwas gefragt und zogen auf 105,25—105,75 (104,90) an, Dagegen fetzten Hoesch 1,25 v. H., Buderus 0,75 v. H. und Klöckner 0,50 v. H. schwächer ein, Verein. Stahlwerke, Harpener und Rheinstahl blieben behauptet. Don Motorenwerten ließen BMW. 1,25 v. H., Daimler 0,50 v. H. nach, auch Maschinenaktien noch bis 0,50 v. H. gedrückt, nur Muag mäßig erholt. Im einzelnen eröffneten Reichsbank 1 v. H., Rheinmetall 0,50 v. H. und Zellstoff Aschaffenburg 0,25 v. H. unter gestern abend, während Aku, Westdeutsche Kaufhof und Nordd. Lloyd unverändert lagen.
Am Rentenmarkt bestand etwas Nachfrage nach Reichsaltbesitz zu 113, auch Städte-Altbesitz mit 113,50 etwa 0,40 v. H. hoher; ferner zogen zertif. Dollar-Bonds 0,50 v. H. an; 6proz. Preußen und Spargiro 69. Zinsvergütungsscheine, Kornrnu- nal-Urnschuldung und späte Schuldbuchforderungen lagen unverändert. Don fremden Werten 4,2proz. Oesterreich. Silber-Rente uno. 3,05.
Im Verlauf war die Haltung für Aktien überwiegend schwach. Dem herauskommenden Kundschaftsangebot stand keine Ausnahme gegenüber, so daß gegen die Anfangsnotierungen durchschnittliche Rückgänge von 0,50 bis 1 v. H. eintraten. So u. a. bei IG. Farben auf 161 nach 162,50, Deutsche Erdöl
auf 124 nach 124,75, Schuckert auf 153 nach 153,75, Mannesmann auf 105 nach 105,75 und Verein. Stahl auf 106 nach 106,90. Von später notierten Werten büßten Jul. Berger 2,50 v. H. auf 135,50 ein, etwas hoher lagen Laura 20,25 (19,50).
Der variable Rentenmarkt lag unverändert. Von Kassarenten blieben Pfandbriefe und Stadtanleihen nahezu unverändert, auch Liquidationspfandbriefe meist wie gestern, z. T. auch 0,25 v. H. niedriger. Don Ausländsanleihen lagen Mexikaner etwas schwächer. Dagegen zogen 4proz. Steg-Prior, auf 10,70 (10) an. Quoten zu früh. Oesterreich. Eisenbahn-Anleihen lagen geringfügig höher.
Der Freiverkehr war geschäftslvs. Tagesgeld mit 2,50 (2,75) v. H. etwas leichter.
Abendbörse etwas fester.
Die Abendbvrfe brachte im Anschluß an den Mittagsschlußoerkehr weiter leichte Erholungen, insbesondere für Montanwerte. Verein. Stahl 107,50 (106,75). Mannesmann 106,50 (106), Rheinstahl 136,50 (135,75) und Harpener 127,75 (126,75). Ferner erhöhten sich Scheideanstalt um 1,50 v. H. auf 272,50, auch IG.-Farben tagen 0,50 v. H. freundlicher mit 162,50. Auf den übrigen Marktgebieten wurden die Berliner Schlußkurse um etwa 0,25 bis 0,75 v. H. überschritten, das Geschäft blieb jedoch klein. Zellstoff Waldhof waren zu 149,50 (Frankfurt 147, Berlin 148,75) stark gefragt, aber ohne Notiz und Umsatz. Der Rentenmarkt lag ruhig bei voll behaupteten Kursen. Von Ausländern zogen 4proz. Steg-Prior, von 1883 auf 11 (10,70) an, im Freiverkehr wurden Eisenbahn-Quoten etwas höher genannt.
U. a. notierten: Reichsbahn-VA. 123,13, 4proz. Oefterr. Einheitsrente 1,90, 4proz. Ungarn Gold 9, 4proz. Ungarn Kronen 2,35, 4proz. Kronen-Bos- nier 8,30, 5proz. äußere Gold-Mex. 14, Commerzbank 100, DD-Bank 101, Reichsbank 186,25, Harpener 127,75, Mannesmann 106,50, Otavi Minen 32,25, Hoesch 108,50, Rheinstahl 136,50 Laurahütte 20,50, Verein. Stahl 107,50, Aku 60,65 bis 60,50, AEG. E 37,50, Chade D 392, Daimler 124,50, Deutsche Erdöl 124,50, Scheideanftalt 272,50, JG.- Farben 162,50, Gesfürel 134,50, Junghans 98,75, Linde's Eis 156, Muag 117, Stempel 80,50, Schuckert 154,50, Westdt. Kaufhof 52,75, Aschaffenb. Zellstoff 118,50, Südd. Zucker 214, AG. für Verkehr 114,50, Nordd. Lloyd 14,90.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 19. Aug. In Brotgetreide haben die Mühlen starken Bedarf für Lieferung im August und zeigen auch reges Interesse zur Lieferung September bis November, nachdem von Mittel- und Norddeutschland wider Erwarten wenig Ware am Markte war. In Braugerste sind Die ersten Abschlüsse zustande gekommen, gute Ware wird verkauft. Jndustriegerste ist aus unserem Gebiet kaum angeboten. Futtergerste und neuer Hafer
fehlen am Markt. Futtermittel unverändert. Für Mehle besteht weiter lebhafte Kaufneigung.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 197, w 16 200, W 19 204, W 20 206; Roggen R 12 160, R 15 163, R 18 167, R 19 169.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 20. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 28 Rinder (4 Ochsen, 4 Bullen, 16 Kühe, 4 Färsen), 709 Kälber, 116 Schafe, 336 Schweine. Es kosteten: Kälber 60 bis 92 Mark, Härnrnel 53 bis 56, Schafe 48 bis 54, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Härnrnel und Schafe flott.
Frankfurter Pferdemarkt.
Frankfurt a. M., 19. Aug. Der Pferdemarkt war mit nur etwa 250 Pferden, 4 Fohlen und 12 Wagen befahren. Der Gesamtumsatz war zufrieden- stellend. Die Abschlüsse wurden vorwiegend zwischen Händlern aus Norddeutschland und Süddeutschland getätigt, da die Landwirtschaft wegen der Erntezeit als Käufer wenig vertreten war. Für junge, mittel- schwere Arbeitspferde bestand trotz erhöhten Preisen Nachfrage; ebenso waren Schlachttiere bei ungenü« genbem Auftrieb, wie immer, sehr gesucht. Der nächste Pferdemarkt findet am 6. Oktober statt.
Schweinemarkt in Gießen.
Bei dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen waren 62 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten Durchschnittsqualität und Durchschnittspreise fünf bis sechs Wochen alte Ferkel 18 bis 21 Mark, sechs bis acht Wochen alte 21 bis 24, acht bis zehn Wochen alte 24 bis 28, zehn bis zwölf Wochen alte 28 bis 31 Mark. Marktverlauf: schleppend.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 692: Aufklärung der Verladerschaft über den Reichs-Kraftwagentarif. — 693: Rohstoff, bewirtfchaftung — Ueberwachungsstelle für Wolle und andere Tierhaare — Zusätzliche Verarbeitungs, genehmigung für Ausfuhrzwecke.
Kunst und Wissenschaft.
Glanzvolle „Lohengnn"-Aufführung in Bayreulh.
Der Mittwochabend brachte die erste „Lohengrin"- Aufführung des zweiten Festspielabschnittes. Die musikalische Leitung Tietjens betonte den dramatischen Charakter der Handlung und arbeitete dadurch mit überzeugender Gewalt den Grundgedanken des Tonwerkes heraus. Die Titelrolle sang Kammersänger Max Lorenz, den die Festspielgäste des ersten Abschnitts im „Ring des Nibelungen" als Siegfried gehört hatten. Maria Müller als Elfe, Margarete Klose als Ortrud, Joseph von Manowarda als König Heinrich, Jaro Prohaska als Telramund und Herbert Janssen als Heerrufer schienen ihre diesjährigen Leistungen in den gleichen Rollen aus dem ersten Festspielabschnitt noch zu überbieten. Die prachtvolle Gesamtausstattung von Emil Preetorius erregte erneut die Bewunderung der Zuschauer. Am Schluß der herrlichen Aufführung äußerte sich der Beifall des Publikums, der sich nach der „Parsival"- Aufführung des Vorabends zum erstenmal wieder laut bekunden Durfte, in stürmischen Huldigungen. Frau Winifred Wagner, allseitig beglückwün/ch/, verbrachte den Rest des Abends inmitten Der künstlerischen Leiter und Solisten. — Unter Den Gäfien der Wagnerstadt treten die ausländischen Be- s u d) e r immer mehr in Erscheinung. So war die diesmalige Ausführung u. a. allein von 250 Mitgliedern des Rotary-Clubs besucht. Von bekannten Persönlichkeiten sah man wieder Staatssekretär Meißner, ferner Den vormaligen K ö - n i g Ferdinand von Bulgarien, den ungarischen Fürsten Elemer Lonyay, Den zweiten Gemahl Der früheren österreichischen Kronprinzessin Stephanie, sowie eine größere Reihe in« und ausländischer Musikdirigenten und Intendanten. Tag für Denkmalpflege und Heimatschuß in Dresden.
Der Deutsche Bund Heimatschutz unter dem Vorsitz von Landeshauptmann H a a f e , Düsseldorf, und Der Deutsche Denkmalpflege t a g unter Vorsitz von Ministerialrat Dr. H i e ck e, Berlin, veranstalten in Der Zeit vom 3. bis 6. Oktober 1936 in Dresden Len „Tag für Denkmalpflege und Heimatschutz", Der zum letzten Male im Jahre 1933 in Kassel stattgefunden hat. Die Veranstaltung soll eine Arbeitstagung sein, auf der zu Den wichtigen Fragen des Heimatschutzes und der Denkmalpflege, wie Fachwerkhaus, Altstadt- fanierung, historische Gartenanlagen, Natur und Technik im deutschen Straßen- und Wasserbau, Naturschutzgesetzgebung usw. in Vorträgen, Ausstellungen und Führungen Stellung genommen werden soll. Alle maßgeblichen, an Der Pflege und Erhaltung unserer Heimat interessierten Kreise haben ihr Erscheinen in Aussicht gestellt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Datum
6% Deutsche Reichsanleihe o. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 193-1 5!/2% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos..Rechten .............
4Vi% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I.......
4x/a% ehem. 8% Hessischer Bolks- staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...
*/i% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12... ■
5/z% ehem. 4/,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstabtLiau.
4} i% ehem. 8% Darm st. Komm
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
Oberhessen Provinz-Anleihe mii Auülos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. An
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4Z4%ehem.8% Franks. Hyp.-Banl
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
6,/z% ehem. 4'/r% Franks. Hyp.
Bank-Liqu.-Psandbriese......
5%% ehem. 4*/2% Rheinische Hhp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ...
4/2% ehem. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
4x/t°Z> ehem. 7% Pr. Landespfand
briefanst., Gold Komm. Obl. 20
Steuergutsch.Verrechnungsk. 34-38
4% Oesterreichische Goldrcnte.... 4,20% Oesterreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/2% desgl. von 1913..........
6% abgest. Golümextkaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie 1......... ...........
Franksurt a.M.
Berlin
Schluß, kurü
Schlußk. Abend« börse
Schluß» kurü
Schlußk. Mittag, börse
18-8.
19.8.
18-8.
19-8.
101,4
101,4
101,5
101,4
98
98,13
98
97,9
102,25
102,25
102,5
102,75
112,9
113
112,9
113,25
100,2
—
100,25
100
98,75
98,75
98,75
98,5
97
97
97
—
101
101,3
—
—
93,75
93,75
—
—
125
125
—
—•
120,13
120,4
120,1
120,25
97
97
—
—
101,2
101,05
—
—
101,4
101,13
101,5
101,13
97,5
97,5
97,5
97,5
95
95
95
95
109,6
109,6
109,6
109,6
29,75
—
30
30
3,05
3,05
3,05
3
9
9
9,2
9,13
8,6
8,6
8,6
—
8,75
8,75
—
8,75
14,25
14
14,13
14
—
—
-L
■ —
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß« kurü
Schlußk. Abend« börse
Schluß, kurü
Schlußk. Mittag» börse
Datum
18.8.
19-8.
18.8
19.8.
4% oesgi. ©erte 11 ...........
—
—
_
8,8
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
6,75
6,7
—
6,7
4/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913
10,1
10,1
10,25
4% Rumänische vercinh. Rente
e .
5,65
5,525
5,55
5,5
2/4% Anatolier .............
45
45
45,13
44,5
Hamburg-Amerika-Paket ..
0
14,25
14,25
14,5
14,25
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
—
—
42
41
Norddeutscher Lloyd ..
0
15
14,9
14,9
14,5
A G. für Verkehrswesen Mt. ..
0
114
114,5
114
114
Berliner Handelsgesellschaft ...
6
124
125,25
125
Commerz, und Privat-Bank ...
4
100
100
100
100
Deutsche Bank uno Disconto.
Gesellschaft................
Dresdner Bank ..............
4
101
101
101
101
Reichsbank ................
12
187,5
186,25
187,5
186,4
A.E.G......................
0
37,13
37,5
37,13
37,4
Bekula....................
154.25
Elektr. LieferungSgesellschaft...
6
126
126,5
126
Licht und Kraft .............
7
149,5
149
148,75
149,4
Felten & Guilleaume.........
4
131,5
130,5
130,5
130
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
135,5
134,5
134,5
134,4
Rheinische Elektrizität ........
6
—
129
128,5
Rhein. Wests. Elektr..........
6
131
130,25
130,5
130,25
Schuckert SCo...............
6
153
154,5
153,75
154,75
Siemens & Halske............
8
190,5
189.5
Lahmeqer LCo..............
7
142,4
140,5
141,5
140
Buderus ...................
4
112,5
111,25
113
113,5
Deutsche Erdöl ..............
4
124,5
124,5
124,65
124,4
Harpener................. 2%
127
127,75
127,25
126,75
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen ..
3
109
108,5
109,25
108,4
Ilse Bergbau ...............
6
—
—
162
162
Ilse Bergbau Genüsse........
6
135
135,5
135
135,25
stlöcknerwerke ...............
3
111,5
111
111
110,75
Mannesmann-Röhren........
3
104,9
106,5
105,5
106
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß, kurü
Schlußk. Abend« börse
Schluß« kurü
Schlußk. Mittagbörse
Datum
18-8.
19.8.
18-8.
19.8.
Mansfelver Bergbau ..
.... 6/t
151
150
151
150
Kokswerke...........
....... 6
—
128,5
128,4
Rheinische Braunkohlen
.....12
—
216
218
215
Ryeinstahl...........
...... 4
136,75
136,5
136,75
135,75
Bereinigte Stahlwerke.
..... 8/,
107
107,5
106,9
106,75
Otavi Minen ........
.......O
33,3
32,25
32,5
32,25
Kaliwerke Aschersleben.
.......5
122,5
122
Kaliwerke Westeregeln .
......5
119,5
—
120
120
Kaliwerke Salzdetfurth
..... 7/s
—
174
I. G. Färben-Industrie
.......7
163
162,5
162,25
162
Scheideanstalt........
......9
271
272,5
Goldschmidt .........
...... 5
114,4
113
114
113
Rütgerswerke........
....... 6
130
128,5
129
127,25
Metallgesellschast......
....... 6
131,25
130,5
133
130,5
Philipp Holzmann........... 4 125,5 I 125 I 125,25 I 125,25
Zementwerk Heidelberg ...... 7 145,5 145,5 I — —
Cementwerk Karlstadt......... 6| 154 | 154 | —| —
Schultheis Pohenhofer .....
.. 4
—
—
109,65
108,25
Aku (Wlgemeine Kunstseide)
.. O
60,25
60,5
60,4
60,25
Bemberg.................
.. 6
84,5
84
84,75
84,25
Zellstoff Waldhof ..........
.. 6
148,5
147
148,5
146,75
Hellstoff Aschaffenburg .....
.. O
119,5
118,5
119,75
119
Dessauer Gas .............
——
—
109
107,75
Daimler Motoren..........
.. 0
124,5
124,5
123,5
124,5
Deutsche Linoleum.........
.. 8
168,5
167,5
168,5
167,75
Orenstein & Koppel ........
.. O
—
—»
84,25
83,65
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
52
52,75
52,4
52,65
Chade ....................
9
398
400,5
400
400
Accumulatoren-Fabrü......
. 12
—-
—
202,75
Conti-Gummi.............
. 11
172
174,4
172
174
Grihner....................01
Mainkrastwerke Höchst a.M.... 4
Süddeutscher Zucker........io|
35 I 94
212,5 I
- I 35 I 34,75 214 I 214,25 1 -
Devifeumarkt Berlin — Frankfurt a.2IL
Banknoten.
18.August
19-August
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Buenos Arre
0,689
0,693
0,690
0,694
Brüssel ....
41,96
42,04
41,98
42,06
Rio de Jan.
0,146
0,148
0,146
0,148
Sofia......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
55,83
55,95
55,90
56,02
Danzig....
46,80
46,90
46,80
46,90
London....
12,505
12,535
12,52
12,55
HelstngforS..
5,514
5,526
5,519
5,531
Paris .....
16,38
16,42
16,38
16,42
Holland ...
169,02
169,36
168,99
169,33
Italien.....
19,57
19,61
19,57
19,61
Japan ......
0,731
0,733
0,732
0,734
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
62,84
62,96
62,92
63,04
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,36
11,38
11,375
11,395
Stockholm...
64,47
64,59
64,55
64,67
Schweiz ...
81,11
81,27
81,08
81,24
Spanien...
31,87
31,93
31,47
31,53
Prag......
10,27
10,29
10,27
10,29
Budapest ...
Neu York ...
2,488
2,492
2,488
2,492
Berlin, l9.Auaust
M
Brief
Amerikanische Noten..............
2,44
2,46
Belgische Noten..................
41,84
42,00
Dänische Noten .................
55,70
55,92
Englische Noten .................
12,475
12,535
Französische Noten...............
16,857
16,925
Holländische Noten...............
168,60
169,28
Italienische Noten................
—
—
Norwegische Noten ..............
62.70
62,96
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling
Rumänisch» Noten...............
—
——
Schwedische Noten...............
64,33
64,59
Schweizer Noten.................
80,90
81,22
Spanische Noten.................
31,14
31,26
Ungarische Noten ................
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Berlin* 20 Regierung ÜJlad)tid)ien übe .sgefhaffeM 3’ l„kamerun a telegraphisch «schärfster rechtswid' ii Kriegsschiffe - ü dabei zum 21 ! Regierung d jAolgen oi ß sich aus der g geben könnte!
Der deutsl! i miesen wordi i Kenntnis zu i fchiffe v scheu Schiff ü rlebergrifsen i mit allen
In der 2i H »Kamerun", i meitengr H kriegsschiffen i wird ergänze i tierlei fit i und daß je ö Ordnung t
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Kriegsschiff 1 hoher See ö Zwang, es l l weitere Mc
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