Ausgabe 
20.8.1936
 
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er-

Serübmle Stücke aus dem Welsenschah

und Scherl-Bilderdienst-M.)

Oie Internationale Hilmkunst'ct au

völkerverbindenden CH ar aller Eickhorn der bei den Olympischen

Sio W<, Spielen im Zweier ohne Steuermann d,e Gold.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Athen, August 1936.

angestiftet hätten. Der dritte Punkt der Anklage betrifft den Versuch, Stalin bei dem vorjährigen ,Kominternkongreh durch einen Revolver- schuh zu töten. Baermann sei es jedoch nicht gelungen, zum Kongreh zugelassen zu werden, während David seinen Platz zu weit von der Tri­büne entfernt gehabt habe.

Nach Verlesung der Anklageschrift erklärten sich mit Ausnahme von zwei Angeklagten s ä m t-

Das Kuppelreliquiar in Gestalt einer byzantinischen Kirche.

Medaille errungen hat, ist auf Anregung des Reichsarbeitsministers Seldte vom Assistenten zum Obersekretär der Südwestlicken Baugewerks- berufsgenossenschaft befördert worden.

Aus aller Welt.

Schweres Unwetter über Taunus und Mittelrhein.

Am Dienstagvormittag zog aus nordwestlicher Richtung rheinaufwärts ein schweres Gewitter auf, das sich' im Koblenzer Bergkessel festsctzte und entlud. Regen und Hagel richteten dabei ver­heerenden Schaden an. Von den Höhen stürzten die Wassermassen in reißenden Bächen zu Tal und rissen alles mit, was sich ihnen in den Weg stellte. Besonders die Gemeinde Pfaffendorf wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Un­wetter logen Schlamm und Geröll in den Straßen bis zu Höhen von VI2 Meter. In der Leerhohl in Pfaffendorf ergossen sich die Wassermassen über das Dach eines dort am Berghang stehenden Hauses in das Innere und brachten eine Decke zum Einsturz. Das Haus mußte geräumt werden. In der Wende- linusstraße wurde eine große Gartenmauer von der Wucht de? Wassermassen vollständig eingedrückt. Hart mitgenommen wurde such das Mühlental oei Ehrenbreitstein. Das Tal wurde auf eine Strecke von 400 Meter unt'er Wasser gesetzt. Die Weinberge bieten einen trostlosen Anblick, da viele Weinstöcke aus dem Boden gerissen und von den Wassermassen tiefe Gräben durch die Weinberge gezogen wurden. In zahlreichen Orten des rechts­rheinischen Gebietes mußten die Feuerwehren zur Hilfeleistung herangezogen werden.

Am Tage vorher war bereits über dem west- l i ch e n Taunusgebiet ein schweres Unwetter niedergegangen, das besonders die Umgegend von Nastätten schwer heimsuchte. Das Gewitter mar mit heftigem Hagelschlag und wolkenbruchartigem Regen verbunden, so daß in kürzerer Frist die klei­nen Bergbäche zu wilden Gebirgswas­sern a n s ch w 0 l l e n, die große Geröll- und Schlamm-Mengen mit sich führten. Infolge der star­ken Ueberschwemmungen mußte der Autoverkehr zum Teil eingestellt werden. In den Taunusdörfern Weiden bach und Rettershain schlug der Blitz in Kornhaufen ein und zündete. Die Garben brannten vollständig nieder. Weit größeren Schaden als der Regen richtete jedoch der Hagel an. Stellenweise lagen die dicken Hagelkörner 5 bis 10 Zen timeter hoch. In Rettershain hagelte es so stark, daß an verschiedenen Stellen der Hafer vom Halm abgeschlagen wurde.

Ein Pionier des deutschen Segelflugs.

Nach längerer Krankheit verschied in Bamberg Oberbaurat Friedrich H a r d t, ein Pwmer des deut- scken Segelfluges und bewährter Vorkämpfer der

Im Rahmen der Internationalen Fllmkunstschau in Venedig hielt der Vollzugsausschuß der Inter­nationalen F i l m k a m m e r eine Arbeitstagung ab. Der Vorsitzende der Internationalen Filmkam­mer, Staatsminister a. D. Prof. Dr. ß JL1 ' wies auf die hohe Bedeutung der In ernatlonalen Filmkunstschau hin, eine solche Ausstellung b ete eine willkommene Gelegenheit, angesichts der Film schöpfungen aus aller Welt den Gedankenaustausch über die Förderung des Filmwesens und die Ver­tiefung der gemeinsamen Bestrebungen zur mtern- tionalen Verständigung auf dem Gebiete des Films fortzusetzckn. Der Film trage m fernem Wesen emen völkerverbindenden Charakter. Dah

Griechenlano sichert sich gegen den Bolschewismus Don unserem E.S.-Äerichterstaw

Moskauer Lustizkomödie.

16 Angehörige der Trotzki-Opposition vor dem Militärtribunal.

Ministerpräsident Metaxas hat einer unhalt- ( baren Lage durch einen kühnen Entschluß ein Ende j bereitet. Griechenland läßt sich in den Zeiten, da in ; Spanien der rote Mob die Straßen unsicher macht < und seine Scheußlichkeiten zum Himmel schreien, , nicht nach den Grundsätzen des Königs Georg II. ; regieren, der aus seinem Exil in England eine Vor- < liebe für das englisch-parlamentarische Regierungs- « system mitbrachte und zunächst versprochen hatte, , die parlamentarische Verfassung aus- rechtzuerhalten. Die Parteien des griechischen Par- ; lamentes haben die Verfassung schlecht gehütet, die Liberalen verbündeten sich mit den Kommunisten, und trotz der numerisch schwachen Ziffer der Kom­mune die im Parlament nur 15 Anhänger zahlt, bildete sie das Zünglein an der Waage, Da die Regierungspartei fast gleich stark war wie die Liberalen. Em Zaudern hätte Griechenland m spa­nisch. Verhältnisse gestürzt, da die Kommunisten nach den blutigen Maistreiks alles daran setzt.en. um die Gegensätze auszunutzen und aus Moskaus De- fehl in ihrer Presse allen voran der Athener Rissospastis zur blutigen Generalabrechnung mit den Andersdenkenden aufforderten. Den außer- lichen Anlaß zur Verhängung des Kriegszustandes gab die kommunistische Losung gegen die von Me- taxas verfügte Einrichtung obligatorischer Schieds. gerächte, die endlich den Streitigkeiten zwischen Ar­beitnehmern und Arbeitgebern unb ami den ewigen Streiks ein Ende machen sollten. Als die Kommunisten die Losung gegen die Emrichtung und für neue Straßenauszuge ausgaben, griff Metaxas durch. Ein Generalstreik, wie er von den Kommum- sten angesetzt und in zahlreichen Flugblättern ver tonbet morben mar, Sötte den Suftatt ju e.nem nC®a6 flÄr^?.1urCbiftatDnfd,en W »es Chaos entschloß, mar die höchste Zeit Seit Der,' sc los die Augen schloß und ebenso >em Gegen [eitler der Führer der Volkspartei, Ts a d ar iS, leit General Kon d y l i s , der sich °°n einem B publikaner zu einem Monarchisten gewandelt hatte und den König zurucknest ebenfalls das.Zeitlich [conete, sind die alten Gegensätze >nn°rhmb des nichtmarxistischen Lagers durch die zweite Gmer tion eigentlich noch vermurter gemordet Bei den ersten Mahlen nach der Rückkehr des Kongs am 26. Januar erhielten die ehemaligen D-nstettste unter Soophoulis 142 Mandate, d'e monarchisch gesinnten Gruppen 143. Den Au s i d)> a 9 0 _ die Kommunisten mit 15 Mandaten, D>e L'. beraten schlossen im Februar,

-erstorbene D e m e r d z i S em »eamtentabmett bildete, ein Abkommen, um die Wahl des liberaler Anführers zum Kammerpräsidenten ^möglichen. Dieser Geheimpakt wurde nachher von den Kom munisten -eröfsentlicht und zeigte Zumindest d Dovvelzünqiqkeit de- liberalen Partei-Hess. Unter solchen Umständen mar mit der Kammer uberhaup nicht zu arbeiten. Der neue Ministerpräsident, der frühere Ches des Generalstabes Metaxas, -er suchte zunächst das in Griechenland übliche Pro visorium. Das Parlament ubertrugam 28 Lprü gegen nur 16 Stimmen Metaxas die Macht bis zum 1. Oktober 1936. Der General Metaxas sollte für das Sommerhalbjahr 0 Vf n?hmen

regieren, sein Reformprogramm m Angriff nehmen und in der Zwischenzeit seine Plane emem vlerzlg köpfigen Parlamentsausschuß unter dem. L.beraten Soophoulis vorlegen, währenddesse s

Parteien beschlußreife Anträge vor allem über das Wahlrecht ausarbeiten. Beide Parteien erklärten sich bereit, die Neuwahlen unter dem neuen Derhältniswahlrecht vorzunehmen fäBsinn Okto­ber, wie vorauszusehen war, das lebensfähige Par lament aufgelöst werden würde.

Als Metaxas von der Belgrader Tagung der Balkan-Entente heimkehrte, erreichte ihn die Nach­richt von den blutigen Streiks Die Die Kam- muniften in Saloniki angezettelt hatten und

l i ch e Angeklagten für schuldig. Bei dem Verhör durch den Staatsanwalt bekannten sie sich bereitwillig selbst zu ihrer Schuld.

Die Abendsitzung brachte einige Aufsehen erre- gende Mitteilungen. Don den Angeklagten wurde zunächst D reize r vernommen, der früher hohe Posten in der Roten Armee bekleidet hat. Der An- geklagte Reingolz teilte mit, daß die Sinow­jew - G r u p p e im Jahre 1932 auch Verbindungen zur ehemaligen Rechtsopposition (Bucharin, Tomski, Rykow) ausgenommen und diese in ihre ge­planten Anschläge eingeweiht habe. Zwischen der Terroristengruppe Sinowjews und dem früheren Volkskommissar des Finanzwesens Sokolni- k o w, der dann bis 1935 den Posten des stellvertre- tenden Außenkommissars bekleidete, hätten enge Be­ziehungen bestanden. Sokolnikow ist bereits ver­haftet. Der Vizedirektor der Staatsbank, Ar­kus, habe im Jahre 1929 versucht, auf Kamenews Betreiben Mittel für die revolutionäre Tätigkeit im Auslande anzulegen. Diese Beschuldigung hatte die Entlassung und Ver­haftung der Direktoren der Staatsbank vor wenigen

die nur durch Waffengewalt niedergeworfen wer­den konnten. Ueberall im Lande kam es zu Streik­unruhen, in Athen streikten die Bäcker, die Muhlen­arbeiter, Chauffeure und die Verkehrsarbeiter und sogar die Gymnasiasten. Daß hinter diesen Streiks Moskau stand war offenkundig, denn Moskauer Befehle wurden bekannt, wonach diese Streiks zu politischem Zweck angesetzt waren, gewissermaßen die taktische Generalprobe für einen politischen Generalstreik sein sollten. Vertrauend auf ihre Schlüsselstellung im Parlament, von Moskau an­gewiesen, sich mit den Deniselisten möglichst gut zu stellen, hatten die Kommunisten losgeschlagen und damit die Liberalen schwer enttäuscht, die gehofft hatten, die Kommune würde ruhig bleiben, also sich als Steigbügel benutzen lassen, um die Partei wieder in den Sattel zu heben und Metaxas zu stürzen. In zahllosen Flugblättern wurde unter aufreizenden Ueberschristen und raffinierten Schlag­zeilen zur Weitertreibung der Revolution aufge- sordert, das Heer wurde durch bolschewistische Funk­tionäre nach berühmtem Muster bearbeitet, die Truppen, die die Unruhen unterdrücken sollten, wurden von den Kommunisten lebhaft begrüßt, kurzum, es schiey, als ob die Unterminierung Der öffentlichen Ordnung durch Den Bolschewismus Er­folg haben würde. Als sie die Probe aufs Exempel machte und Den politischen Generalstreik ausriefen, kam sofort der Gegenschlag: die Verhängung des Kriegszustandes.

Die griechische Oeffentlichkeit hat diese energische Haltung dec, Ministerpräsidenten mit lebhafter Ge­nugtuung ausgenommen. Man wußte, was in Spa­nien geschehen war und fürchtete den Ausbruch eines Bürgerkrieges in Griechenland, man kannte die trügerische Lockung einerVolksfront", die auch im befreundeten Jugoslawien Anhänger besonders unter der oppositionellen serbischen Landwirtepar- tei des Dr. Iowanowitsch gefunden hatte, und war schließlich des Parteitreibens von Herzen über­drüssig geworden. Trotz aller Parteispaltungen hat der Hellene seit altersher gezeigt, daß er mit heißer - Liebe an seinem Vaterland hängt und weit davon 1 entfernt ist, der internationalen Agitation des Kom­munismus zu folgen. Der griechische Koin"m^is- mus hatte sich deshalb ein nationales Mäntelchen ' umgehängt, aber seine Taten zeigten, daß er der moskowitische Wolf im Schafspelz war. Gewiß liegt dem impulsiven, leidenschaftlichen Volke fett alters her die Beschäftigung mit Parteipolittk und Parteistreitigkeiten mehr als eine straffe Diktatur, aber General Metaxas hat wohl mitsamt dem Kö­nig, dessen Volkstümlichkeit eben deshalb besonders zunahm, weil er sich außerhalb der Parteiwirt- schaft hielt, die Stimmung Griechenlands richtig er- faßt: daß alles daran gefetzt werden müsse, um aus Griechenland kein zweites Spanien zu machen und die Reformarbeit vor allem auch in wirtschaftlicher Beziehung, in der die Parteien glattweg versagten, zu fördern sei. Es kommt darauf an, daß diese Ar­beit sich ungestört vollzieht und der griechische In- dividualismus, der sich besonders auch in der Presse gehen ließ, in seine Schranken verwiesen wird

Moskau, 19. Aug. (DNB.) Am Mittwoch be­gann im Haus der Sowjetgewerkschaften vordem Militärtribunal der Sowjetunion der Prozeß gegen die ehemaligen engen Mitarbeiter Lenins und Stalins, die Angeklagten S . n o m - jew, Kamenew und Andere. Der Prozeß be­deutet ein Ablenkungsmanöver von dem Versagen des Stachanow-Systems, von den schlechten Aus- fickten für die kommende Ernte, von dem offensicht­lichen Zusammenbruch der Preis- und Lohnpolitik usw Daß der Prozeß zugleich auch den Zweck verfolgt, von der terroristischen Inter­vent io n s p o l i t i k der Komintern im Auslande abzulenken, beweist u. a. der ge­radezu groteske Vorwurf gegen die Angeklagten, für deutsche Stellen gearbeitet zu haben. Er ist sogar in dem offiziellen Teil der An­klageschrift aufgenommen worden.

Die Anklage wird durch den obersten Staats­anwalt Wyschinski selbst vertreten. Auf der An­klagebank sitzen sechzehn Personen, fast durchweg ider alten revolutionären Richtung Trotzkischer Fär­bung zugehörig. Der Prozeß beginnt mit der D. lesung der Anklageschrift, die sich fast ausschließlich ausGeständnissen" der Angeklagten während der Untersuchungshaft aufbaut und haupt­sächlich drei Punkte umfaßt: Angeklagt mit Trotzki sind Tolzmann, Baermann, Iberg und Fritz David als Emissäre Trotzkis zur Ausübung von Terror­akten und Anschlägen nad) her Sowjetunion entsandt worden zu sein und sich zu diesem Zweck mit der Sinowjew-Gruppe zusammengeschlos- sen zu haben. Unter Führung von Sinowjew und .Kamenew hätten sie seit 1932 versucht, An­schläge a u f Spitzen der bolschewisti- schenPartei zu unternehmen, und zwar Stalin, Kaganowitsch, Woroschilow, Ordchonikidse und an- ibere. Der zweite Punkt besagt, daß die Angeklag­ten den Mord an Kirow im Dezember 1934

Arbeitsdienst für die weibliche Lugend. Wieder Einstellungen zum I. Oktober und 1. Januar.

Berlin, 19. Aug. (DNB.) Eine 7. Verordnung zur Durchführung und Ergänzung des Reichsarbeits» dienstgesetzes stellt sicher, daß mit Wirkung vorn 1. April 1936 an die Verwaltung des weiblichen Arbeitsdienstes in den Bereich der Reichs­te i t u n g d e s Arbeitsdienstes übernom­men wird, während sie bis dahin im Bereich der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeits­losenversicherung stand. Der Stellvertreter des Führers ist bei Ernennung von Führerinnen und Führern zu beteiligen, deren Rang dem eines Ar­beitsführers oder einem höheren entspricht. Für die Besoldungsfragen ist der Reichsinnenminister im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzminister zuständig. Der bisherige NameFrauen- a r b e i t 5 b i e n ft" fällt weg. Zur Vorbereitung der endgültigen weiblichen Arbeitsdienstpflicht wird die neue BezeichnungArbeitsdienst für d i e weibliche Jugend" gewählt Wir werden, nach Einführung der Pflicht, im Rahmen des Reichsarbeitsdienstes die Untergruppen für die männliche und für die weibliche Jugend haben.

Die Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes teilt ferner mit: Nachdem der Arbeitsdienst für die roetb- liche Jugend lange Zeit keine Möglichkeit hatte, weitere Einstellungen vorzunehmen, können zur Zeit wieder Meldungen zu den Einstel­lung s t e r m i n e n 1. Oktober 1936 und 1. Januar 1 9 3 7 angenommen werden. Damit geht der Wunsch vieler deutscher Mädel in Erfüllung, im Arbeitsdienst freiwilligen Ehrendienst für ihr Volk zu leisten und eine schöne und ge- winnreiche Zeit erleben zu dürfen. Die Meldungen werden nicht mehr wie bisher bei den Arbeits­ämtern angenommen, sondern bei den B e - z i r k s st e l l e n , in deren Gebiet der Wohnort der Ärbeitsdienstfreiwilligen liegt. (Die Bezirke des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend umfassen jeweils einen Landesarbeitsamtsbezirk.)

Wochen zur Folge.

Schließlich erzählte Reingolz noch, wie bie an­geblichen Verschwörer nach errungenemSiege Sie führenden Poften in Partei und Staat unter sich verteilen wollten. Sinowjew habe sich die Führung der bolschewistischen Partei vorbehalten, Kamenew den Vorsitz im Rat der Volkskommissare, während Bakajew als Organi­sator der geplanten Terrorakte die Leitung der GPU. übertragen werden sollte. Auch ter gegen­wärtige stellvertretende Volkskommissar für die Schwerindustrie, Pjatakow , und S e re- br o w s k i, der früher im Transportwesen an lei­tender Stelle stand (beides frühere Trotzkisten), stan­den in Beziehungen zur Sinowjew-Gruppe und seien von Sinowjew alszuverlässige Leute , an die man sichebenfalls bei der Vorbereitung von Terrorakten heranmachen müsse", bezeichnet worden. Der Angeklagte Pickel gestand Einzelheiten über einen geplanten Anschlag auf Stalin am 9. Oktober 1932 und im Juli 1934 und machte mter- effante Mitteilungen über eine angebliche Mili­tär v e r f chw ö r u n g trotzkiftisch gesinnter streife in der Roten Armee, wo 1934 Zellen für trotz- kistifche Agitation bestanden hätten.

zur gegenseitigen Achtung und Wertschätzung und schließlich zur tiefgegründeten Verständigung der Völker beizutragen.

Eingehend befaßte sich der Präsident mit den Fra­gen des Urheberrechts und mit dem Fern­sehen. Es sei beabsichtigt, den Urheberausschuß der IFK. im Oktober einzuberufen. Abschließend wies der Redner auf die Wichtigkeit der Anlage von Materialsammlungen hin, um mit ihrer Hilfe vergleichende Untersuchungen über die vielseitigen Probleme des internationalen Films fruchtbar ge­stalten zu können. Ein weiterer Ausschuß solle filmwirtschaftliche Fragen untersuchen. Im Rahmen dieses Ausschusses könnte auch die F i l m t e ch n i k behandelt werden.

llebergabe des Reiter-Regiments 5 an Generalfeldmarschall von Mackensen.

Stettin, 19. Aug. (DNB.) Am Mittwochvor­mittag erfolgte die feierliche llebergabe des Rei­ter-Regiments 5 in Stolp an den General- eldmarschall von Mackensen. Das Reiter- Regiment 5 führt die Tradition der ehe­maligen Leibhusaren-Regimenter 1 und 2 und des ehemaligen Husaren-Regi- ments 5 weiter. Mit Den genannten Regimentern ist Generalfeldmarschall von Mackensen besonders dadurch eng verbunden, daß er in dieser Truppe als Einjährig-Freiwilliger seine militärische Lauf­bahn begann. Das ehemalige Husaren-Regiment 5 unterstand ihm als Kommandierender General des XVII. Armeekorps in Danzig.

Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr von Fr itfch, übergab im Auftrag des Führers Generalfeldmarschall von Mackensen das Reiter-Regiment. Die ganze deutsche Armee empfinde es als eine hohe Auszeichnung, daß der Generalfeldmarschall der alten Armee nun auch mit der neuen Wehrmacht eng oerbun» d e n sei. Er gelobte im Namen des ganzen deut­schen Heeres, das Erbe der Väter weiterhin in Treue zu hegen und zu pflegen. Generalfeldmarschall von Mackensen sprach seinen Dank aus für die hohe Ehre, die ihm zuteil geworden war und schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Deutschland. Nach der Regimentsübergabe fand eine Besichtigung der Unterkünfte des Regiments und ein kleines Frühstück im Offizierskasino statt.

Turnlehrer Frey.

Berlin, 19. Aug. (DNB.) Reichserziehungs­minister Rust hat die Ernennung des Olympia- Siegers Conrad Frey zum Turn- und Sport­lehrer in Bad Kreuznach bestätigt. Frey hat die besondere Aufgabe, den Turn- und Sportunterricht an den städtischen Schulen zu übernehmen. Damit erhält eine außergewöhnliche Leistung eine außer­gewöhnliche Anerkennung. Frey, der gelernter Schlosser ist, hat die Prüfung als Turn- und Sport­lehrer abgelegt und gehört Dem Reichsverband der Deutschen Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer im NSLB. an. In Würdigung Der Tatsache, daß Frey zwei Goldene, zwei Silberne und eine Bronzene Medaille bei den Olympischen Spielen für Deutschland errungen hat, entspricht es dem gesunden Dolksempfinden, daß in seinem Falle von Den sonstigen Anstellungsbedingungen für Leh­rer eine Ausnahme gemacht worden ist. Die Maßnahme des Reichserziehungsminlsters zeigt. Daß das nationalsozialistische Deutschland den Mem schen nicht nach seiner Vorbildung, sondern nach seiner Leistung beurteilt.

Eilberhis-Iragaltar, gesoffen oon Eilb-rtus aus Köln in Dilhesheim ober Sraunfrfjmeig 1150 bis 1160. (Presfe-Bild-Zentrale-M. und Scherl-Bilderdienst-M.)