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Max Schmelings großer Sieg gegen Louis.

Neuyork, 20. Juni. (DNB. Funkspruch.) Das aroße Boxsportereignis seit den Zeiten eines Demp. sey und Tunney, die Endausscheioung um die Welt­meisterschaft im Schwergewicht zwischen Schmeling und Louis im Dankeestadion zu Neuyork, endete mit einer für uns Deutsche sehr freudigen lieber- raschung. Unser Exweltmeister Max Schmeling, dem man in Fachkreisen kaum eine Aussicht gegen den schweren Schläger Louis einräumen wollte, un­terbrach den Siegeszug des Amerikaners, der nach­einander Könner von Format wie Carnera, Le- vinsky, Baer und Paolino in wenigen Runden zu- sammenschlug; Schmeling gewann in der zwölften Runde entscheidend. Mit diesem Siege hat sich Schmeling wieder die Chance errungen, abermals Weltmeister werden zu können. Man geht kaum fehl in der Annahme, daß für Schmeling der Kampf gegen den derzeitigen Titelhalter James Braddock keine unlösbare Aufgabe fein sollte.

Neuyork im Zeichen des Boxkampfes.

Ganz Neuyork stand dm Freitag im Zeichen des Boxkampfes Schmeling Louis. Das Yankeestadion, der Schauplatz des Kampfes, war vom frühen Nach­mittag an das Ziel Taufender. Aus allen Teilen den Vereinigten Staaten kamen mit Extrazügen, Sonderomnibussen, Kraftwagen und im Flugzeug die Boxsportenthusiasten, die den Vorkampf um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht erleben wollten.

Vor 85000 Zuschauern.

Selbst von der Westküste aus Kalifornien waren die Zuschauer in großen Transkontinental-Flug­zeugen herbeigeschafft worden, und schon lange vor Beginn setzte der Zustrom der Massen nach dem Yankee-Stadion ein, das mit seinen 85 000 Zu­schauern einen imposanten Anblick bot. Die Vor­bereitung nahm lange Zeit in Anspruch, frühere und jetzige Weltmeister, Tunney, der einst unge- schlagen von der Bühne des Boxsports abtrat, Amerikas Boxidol D e m p s e y , der unverwüstliche Miki Walter, der Leichtgewichtsweltmeister, Toni Canzoneri und endlich James Braddock wurden im Rina vorgestellt, während Max Schme­ling und Joe Louis, betreut von ihren Trainern M a s ch o n und Blackburn, ruhig in ihren Ecken saßen.

Auch ein bedauerlicher Zwischenfall- in der Ankleidekabine Schmelings wurde der 85jährige Amerikaner Boxtrainer Toni O ' R u r k e von einem Herzschlag betroffen konnte Schmeling nicht aus der Fassung bringen. Die Spannung war gestiegen, als der bekannte Ringrichter Jack D o n o v a n die beiden Kämpfer in die Mitte des Ringes rief und ihnen die letzten Anweisungen gab fair und sauber zu kämpfen.

Oer Kampf.

Als nach den Vorkämpfen durch Lautsprecher Max Schmeling und Joe Louis vorgestellt wurden, lag Stille über dem weiten Stadion. 85 000 Men­schen blickten wie gebannt nach dem Ring, als der Gong zur ersten Runde rief. Dort im Ring wurde der Kampf zunächst auf beiden Seiten mit großer Vorsicht geführt. Man tastete sich ab. Schmeling hielt sich auch dann noch zurück, als Louis immer wieder angriff. Man sah, er studierte erst seinen Gegner.

Louis zeigte sehr bald, daß er über keine allzu große Technik verfügt

und brachte immer wieder seine Linken als Geraden zum Gesicht und Körper des Deutschen, der aber zu sehr gedeckt war, als daß er irgendeinmal auch nur voll getroffen worden wäre.

Ganz knapp hielt sich Louis in der 1. und 2. Runde, da der Deutsche sich auch hier noch ab­wartend verhielt und auf die Verteidigung be­schränkte. Erst von der 3. Runde ab ging Schme­ling, der von all seinen früheren Kämpfen her als langsamer Besinner hinreichend bekannt ist, etwas mehr aus sich heraus. Mit seinen Linken und Rechten zum Kopf des Gegners hatte er auch dann Erfolg. Aber die linke Gerade, die sich immer stär­ker als die Hauptwaffe Louis erwies, machte ihm doch stärker zu schaffen. Trotzdem übernahm der Deutsche langsam die Führung und hatte in der 4. Runde den Vorsprung seines Gegners wieder aufaeholt. Gegen Ende dieser Runde geriet die Masse der Zuschauer zum erstenmal während des Kampfes in hellste Begeisterung.

Schmeling ging dann plötzlich mit einem Trom­melfeuer los und unter ihm ging Louis erst­malig zu Boden.

Bevor der Ringrichter mit dem Zählen begann, war er aber schon wieder hoch. Die zahlreichen Anhänger von Louis waren überrascht, denn überall glaubte man, daß der Deutsche kaum länger als vier Runden stehen würde und nun schlug dieser sogar denBomber" nieder. Die Runde war nicht spurlos an Louis vorübergegangen. Seine Sekundanten arbeiteten fieberhaft, aber trotzdem erschien Louis noch leicht erschüttert, als er sich wieder zum Kampfe stellte.

Von dieser Runde an übernahm Schmeling die Führung. Er kämpfte in einer ausgezeichneten Form, kühl und überlegen. Er zermürbte systematisch den Gegner, der sich mehrmals nur noch schwankend bis zur Pause aufrecht er­hielt. Der Neger riß sich immer wieder zusammen und kämpfte mit dem Mute der Verzweiflung. Er machte immer wieder Ausfälle und l e i st e t e sich dabei auch mehrere Tiefschläge. Als Schmeling die Tiefschläge ohne Einspruch zu er­heben hinnahm, spendeten ihn die Massen lebhaft Beifall für diese kämpferische Haltung.

Er schlug ihn vor sich her, nagelte ihn an den Seilen fest, und schlug seine Haken unerbittlich zum Kopf und Körper. Louis konterte mit seiner Linken, aber Schmeling war zu wachsam und nahm ständig den Kopf zurück, so daß die Schläge ihre Wirkung verloren. Nachdem auch noch die s e ch st e Runde an den Deutschen gegangen war, mußte er die 7., in der er eine kurze Atempause ein­gelegt hatte, glatt abgeben. Beide Boxer zeigten schon Kampfspuren. Schmelings Auge, das er sich beim Training mit seinem Sparringspartner Mike McAvoy leicht verletzt hatte, war etwas geschwol­len, ebenso aber auch die Linke Gesichtshälfte von Louis, der im Laufe der 1. Runde eine Reihe sehr schwerer Rechter nehmen mußte. Mit der Länge des Kampfes ließ Louis allmählich nach, wahrend Schmeling immer mehr die Oberhand bekam. Mit herunterhängenden Händen beendete Joe Louis die 8. Runde und machte auch in der 9. einen stark geschwächten Eindruck.

Es gab immer neuen Beifall für Schmeling, der feine berühmten Rechten aus allen Lagen schlug.

Schmeling und Louis vor dem Kampf. Der Deutsche prüft die Rechte seines Gegners. Ein hübscher Schnappschuß vor dem Kampf. (Schirner.)

Die Entscheidung.

In der zehnten und elften Runde trieb der Deutsche seinen Gegner nur noch vor sich her. Kurz nach Beginn der 12. Runde überschüttete er ihn förmlich mit Treffern, und Louis brach unter ihrer Wucht zusammen. Vergeblich versuchte er, sich wieder zu erheben. Aber der Ringrichter zählte schon, und als er dasA u s" rief, ging ein Orkan des Bei­falls durch das Stadion.

Max Schmeling halle durch Niederschlag einen Boxer besiegt, den Fachleute als den besten Mann bezeichnet hatten, der je In den Seilen stand.

Nun brandete eine Flut stürmischer Glückwünsche auf den Sieger ein. Deutsche Landsleute waren die ersten, die ihm zu diesem großen Erfolg gratulierten.

*

Max Schmeling hat mit diesem Erfolg nicht nur dem Siegeszug des Boxers Louis ein jähes Ende bereitet, er hat sich damit vor allem die Berechti­gung erkämpft, mit Braddock, dem geaenroärtigen Weltmeister im Schwergewicht, um diesen Titel zu kämpfen. Gewinnt er auch diesen Kamps, so hat er zum zweitenmal die Weltmeisterschaft für Deutsch­land errungen.

Enttäuschte Spekulanten.

So viel Freude das Ergebnis des Kampfes in Deutschland und bei den vielen amerikanischen Freunden Schmelings hervorrief, so viel Enttäu­schung konnte man auch auf den Gesichtern von Tausenden von Spekulanten lesen, die glaubten, hier auf leichte Art und Weise ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. 9:1 standen die Wetten für einen Punktsieg 5:1 für einen k.-o.-Sieg von Louis. Schmeling startet wie James Braddock in seinem Kampf gegen Baer als Außenseiter. Alles sprach gegen den Deutschen, die 8 Jahre Alters­unterschied und seine wenigen Kämpfe in den bei­den letzten Jahren wurden ins Feld geführt. Schme­ling, der sich hier in der besten Form seines Le­bens befand, zeigte allen Zweiflern, unter denen sich auch fast alle Aktiven befanden, daß er sich trotz feiner 30 Jahre das alte Können bewahrt hat. Seine erfolgreiche Taktik den Gegner zu zermürben, die er in feinen bisherigen 59 Kämpfen anwandte, mit der er Leute wie Linickly, Mikley, Wolter, Paolino, Steve Hamas, Walter Neufel kampfunfähig machte, bewährte sich auch bei Louis.

Als die 1. Runde, dank der manchmal überreich­lichen Vorsicht Schmelings, überstanden war, war doch mehr auf einen deutschen Sieg zu hoffen.

Nicht zuletzt verdankte Schmeling seinen Erfolg der großen Zuversicht, die er mit in den Ring brachte. Die letzten Gegner Louis kamen schon als geschla­gene Leute an den Start, ganz anders als unser Exweltmeister, der noch vor wenigen Tagen im Rundfunk seinen Sieg als feste Ueberzeugung ange­kündigt hatte. Seine Boxkunst habe ein unerschöpf­liches Schlagrepertoire und die unvergleichliche Strategie seiner Kampfführung und zwang die Ame­rikaner, die ein mitleidiges Achselzucken für unseren Landsmann vor dem Kampf übrig hatten, schon in der 4. Runde zu einer Begeisterung, wie er sie in der Heimat kaum größer hätte entfachen können. Wie er feinen Sieg über den jungen bärenstarken Neger vollendete, war klarer Beweis: Schmeling ist wieder der Weltmeister-Schwergewichtsboxer!

Aus Schmelings Laufbahn. Es war feine 60. Kampf in einer an Erfolgen sicherlich großarti­gen Berufsboxer-Laufbahn, zugleich sein 12. Kampf auf amerikanischem Boden. 37 mal wurde er zum k. o.-Sieger erklärt, 12 mal fielen ihm Punktsiege zu, während 4 Kämpfe unentschieden endeten. Alle diesen Erfolgen gegenüber stehen nur 4 Punkt- und 3 k. o.-Niederlagen gegenüber.

Titelkampf auf deutschem Boden.

Kurz vor Beginn dieses nun in die deutsche Ge­schichte des Boxsportes eingehenden Kampfes erklärt Weltmeister Braddock den nervös verharrenden Massen, bereits im September werde er seinen Titel gegen den Sieger dieses Kampfes verteidigen. Wir Deutsche wissen, was Schmeling und Tür den deut­schen Boxsport auf dem Spiele steht. Unerbittlich und nicht ohne Recht stellen wir daher die Forde­rung, daß Braddock seinen Titel auf deutschem Boden verteidigt. Wir sind uns darüber klar, mit welchen Schwierigkeiten diese Forderung ver­bunden ist. Trotzdem wären keine Schwierigkeiten zu groß, als daß man sie nicht aus dem Wege räumen könnte.

Neichsminister Dr. Frick an Schmeling.

Berlin, 20. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der Reichsminister des Innern, Dr. Frick, als der für den deutschen Sport zuständige Minister, hat an Max Schmeling nach Neuyork das folgende Tele­gramm gerichtet:

Hocherfreut über Ihren großartigen Sieg, spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glück­wünsche aus.

Heil Hitler!

Dr. Frick,

Reichs- und Preußischer Minister des Innern.

SJl.-tfpOTt

fitmb um Schotten" am 19. Juli.

Das bekannte deutsche MotorradrennenRund um Schotten" findet, wie wir soeben erfahren, end­gültig am 19. Juli statt. Die Rennstrecke ist nun- mehr nach der Fertigstellung der Straße Rudings- HainPoppenstruth, die einen Teil der Rennstrecke ausmacht, vollendet.

Die Rennstrecke

Rund um Schotten" vollendet.

LPD. Schotten, 19. Juni. Die Straße Ru- dingshain-Poppenstruth, die einen Teil der RennstreckeRund um Schotten" ausmacht, ist nun im wesentlichen fertig geftellt. Die mit einer Betondecke versehene Straße zieht sich in leichten Windungen durch das schöne Gebirgstal- chen des Streitbaches der Poppenstruth zu, um m die große über 100 Jahre alte Bergstraße emzu- münben. Dieser Tage wurde das Richtfest der neuen Strecke gefeiert

Sportkämpfe der SS.

Am morgigen Sonntag führt der I. Sturmbann der 83. SS.-Standarte Gießen auf dem Univer­sitätssportplatz die von der Reichsfuhrung der SS angeordneten sportlichem Wettkämpfe als Abschluß seiner Frühjahrstätigkeit durch.

Die P f l i ch t k ä m p f e, die hierbei zwischen den Mannschaften der einzelnen Stürme zur Austra­gung gelangen, bestehen aus einem Dreikampf (100-Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstroßen), einem 7 Kilometer Geländehindernislauf und einem Hand- ballblitzturnier und werden noch von einigen Rah­menkämpfen wie Kleinkaliberschießen, Keulenweit­wurf und Pistolenschießen umgeben.

Als Ansporn zur sportlichen Leistung sind für die Sieger der einzelnen Kämpfe Preise ausgesetzt, die in zuvorkommender Weise von einigen Spendern gestiftet wurden. r , .

Infolge einiger inzwischen aufgetretenen Schwie­

rigkeiten wird der Hauptteil der sportlichen Veran­staltung am Nachmittag stattfinden.

VfB.-Neichsbahn Gießen.

VfB.-R. Liga MG.-Batl. 1. Mannschaft.

Da die Bad-Nauheimer infolge Verhinderung mehrerer Spieler sich gezwungen gesehen hatten, das Spiel abzusagen, haben die VfBer die 1. Mann­schaft des Maschinen-Gewehr-Bataillons zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet. Der Gastmannschaft geht der Ruf voraus, daß sie über eine Spielstärke verfügt, die sie befähigt, auch den Mannschaften der Bezirksklasse die Waage zu halten. Mehrere Spieler der Soldatenelf sind für das Gießener Publikum nicht unbekannt. Sommer von Somborn und Keul von Aßlar, der sein Können während des Leinberger-Kurses in Gießen zeigen konnte, dürf­ten die Hauptstützen der Mannschaft sein.

Diesem Gegner gegenüber haben die VfBer einen schweren Stand. Besonders sollte sich die Verhin­derung einzelner Spieler bei der Gesamtleistung der Mannschaft bemerkbar machen. Trotzdem hofft man, daß die Hiesigen auf Grund des eigenen Platzes in der Lage sind, ein ansprechendes Spiel zu zeigen.

Jugend.

VfB.-R. 1. Jugend Bad-Nauheim 1. Jugend.

Zu diesem Spiele tritt die 1. Jugendelf mit vier Mann Ersatz an. Ob es unter diesen Umständen gelingt, die spielstarken Gäste zu schlagen, sollte erst das Spiel klären.

Die 1. und 2. Schülermannschaft fombinert spielt gegen eine gleiche Elf auf dem Heuchelheimer Platz. Ein knapper Sieg für den Gastgeber liegt im Be­reich der Möglichkeit.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 1. Jgd. Großen-Linden 1. Jgd.

Bereits am heutigen Samstagabend spielt die erste Jugend der Spielvereinigung gegen Großen- Linden. Es ist ein Kampf um die Punkte und

beide Mannschaften werden sich demgemäß an- strengen. Die Blauweißen führen zur Zeit die Ta­belle an und würden im Falle eines Sieges ihre Position nur stärken.

Sportverein 1920 Lollar.

Nach dreiwöchiger Pause hat sich die erste Mann­schaft sehr viel vorgenommen. Schon am heutigen Samstag gastiert Ockershausen in Lollar. Hier kann man einen Vergleich in der Spielstärke zwischen der Gruppe Marburg und der Gruppe Lahn-Dill ziehen. Der Ausgang ist ungewiß.

Der Sonntag bringt einen Klubkampf Lollar gegen Steinberg. Sollten sich keine Ermüdungserschei­nungen vom Samstag bemerkbar machen, so denkt man doch, daß die Einheimischen ihren Sieg vom Pokalspiel her, wenn auch nicht in dieser Höhe (5:2) wiederholen können. Beim Spiel der Reser, oen muß man der kampferfahrenen Teutonenelf ein kleines Plus geben. Die Schüler haben eine Niederlage zu korrigieren, wozu sie auch bei ihrer derzeitigen Spielstärke in der Lage sein sollten.

Spielvereinigung 1926 Leihgestern.

Leihgestern Schüler SV. Ober-Mörlen Schüler Leihgestern 1. Jgd. Tv. Klein-Linden 1. Jgd. Leihgestern I SV. Ober-Mörlen I.

Am morgigen Sonntag herrscht auf dem Sport­platz an der Rindsmühle wieder Hochbetrieb. Den Reigen eröffnet die Schülermannschaft, die gegen die von Ober-Mörlen spielt. Die Leihgesterner, die bis jetzt noch fein Spiel verloren haben, werden auch in diesem Spiel den Sieger stellen.

Darnach treffen sich die ersten Mannschaften bei­der Vereine. Die Leihgesterner haben hier einen Gegner vor sich, der in ihrer Gruppe eine beacht­liche Rolle abgibt. Wer hier siegt, ist nicht vor­auszusagen, da näheres über die Gäste nicht be­kannt ist.

Zum Schluß bestreiten die Jugendmannschaften aus Leihgestern und Klein-Linden das fällige Se­rienspiel. Das Vorspiel in Klein-Linden endete 2:2. In diesem Kampfe wird wohl die Gästemannschaft den Einheimischen den Sieg nicht streitig machen können.

Handball im Sportkreis Gießen.

Das Programm der Handballer am kommenden Sonntag ist außerordentlich schlecht besetzt. Es mag sein, daß sich bei den Mannschaften bereits eine immer wieder festzustellende Müdigkeit eingeschlichen hat, die kurz vor der Sperre in Erscheinung tritt. Das für den morgigen Sonntag angesetzte Pokal­spiel zwischen TV. Lützellinden und TV. Wetzlar fällt ebenfalls aus, weil Wetzlar abgesagt hat. Da­mit ist Lützellinden bereits zum drittenmal kampflos weitergekommen, so daß schon die Möglichkeit be­steht, daß die Mannschaft zum mindesten in die Vorschlußrunde um den Gaupokal kommt.

Unbeirrt von dem allen nehmen die Aufstieg­spiele ihren Fortgang. Wenn nichts dazwischen kom­men sollte, wird es auch hier am kommenden Sonn­tag endgültig Schluß sein. Für morgen sind vor­gesehen

TV. Dutenhofen TV. Mendorf (Lda.)

Die Platzbesitzer haben das Zeug in sich, den Vor­spielsieg noch höher zu gestalten, zumal bei Allen- darf in letzter Zeit ein deutlicher Formrückgana und eine nicht zu verbergende Ermüdung festzustellen ist. Dazu kommt, daß die Mannschaft nicht mehr den Kampfgeist aufbringt, der erforderlich ist, um Mannschaften wie Dutenhofen gefährlich werden zu können. Ganz im Gegenteil Dutenhofen. Die Mann­schaft verfügt über eine Beständigkeit, die leider sel­ten ist. Man kann schon mit Rücksicht darauf sagen, daß die Kreismeisterschaft mit Recht errungen wor­den ist.

TV. Alsfeld TV. kahenfurt.

Die Katzensurter haben keine Chance, in Alsfeld auch nur ein einigermaßen günstiges Ergebnis herauszuholen, nachdem die Platzbesitzer schon im Vorspiel ihrem Gegner haushoch überlegen waren.

TV. Ruttershausen TV. Münchholzhausen.

Das Vorspiel konnte Münchholzhausen vollkom­men zu Unrecht gewinnen. Es steht deshalb zu er­warten, daß Ruttershausen den Spieß diesmal umdrehen wird. Die Mannschaft muß dann aller­dings besser spielen, als bei ihrem letzten Auftreten in Lützellinden.

SpV. 1900 Gießen Igd. MTV. Gießen Jgd.

Bereits heute treffen die beiden obigen Mann­schaften zusammen, die sich wahrscheinlich einen span­nenden Kampf liefern werden. Wer Sieger bleiben wird, ist kaum vorauszusagen, da beide Gegner über ein ausgezeichnetes Können verfügen.

Neuer Speerwurf-Weltrekord Zärvinens.

Bei einem Leichtathletikfest in Helsingfors erreichte der Finne Matti Järvinen im Speerwurf eine fabelhafte Weite von 77,23 Meter. Die früher einmal von Järvinen geäußerte Meinung, daß jetzt die 80 Meter geschafft werden könnten, gewinnt durch diese Leistung immer mehr an Wahrscheinlichkeit. (Schirner-M.)