Einzelheit hervorleuchtet. Man denke nur an das Theater. Auch hier ist das Symbolische stets das Gleichnis für eine innere oder äußere Tatsache oder Entwicklung. „Das, was wir sehen, tritt zurück vor dem, was es bedeutet" (Bulthaupt). Aber es ist ein Unding, in jede konkrete Einzelheit eine symbolische Bedeutung Hineingeheimnissen zu wollen, sowohl vom Dichter wie vom Zuschauer aus. Das hat mit der Idee eines Kunstwerkes nichts zu tun, denn die Idee, die hinter einem Werke steht, eraibt sich von selbst, wenn man es mit sinnlicher Unmittelbarkeit anschaut, sie braucht nicht erst allegorisch herausgedeutet zu werden.
Und gerade der Film widerspricht dem Symbolisieren, wenn es durchgehend etwa als Filmstil angesehen werden sollte. Was für alle Kunst gilt, daß sie nämlich auch ohne höhere Beziehung sinnvoll und ohne bewußte Bezugnahme auf das Allgemeine,
typisch bedeutsam fein muß, das gilt im schärfsten Maße vom Film.
Der Film hat unzählige Möglichkeiten, das Symbolische als Mittel ureigensten filmischen Ausdrucks zu benutzen, sei es in der Maske der Darsteller, im Requisit, in Architektur, Musik und Sprache, in der Symbolik von Licht und Schatten, in der Symbolik der Einstellung, der Montage, der Szene: als Filmstil ist Symbolik unmöglich. Ebensosehr aber ist sie ein gefährliches kitscker^eugendes Spielzeug, wenn Inneres, Geistiges, Abstraktes in Einzelheiten auf plumpe, abgegriffene, oder sentimentale Weise ins Bildhafte, Räumliche, Konkrete übertragen wird. Denn es gehört schon eine geniale künstlerische Eingebung dazu, um einen äußeren Vorgang als solchen und zugleich als Abbild einer höheren Sinngebung zu gestalten, ohne daß die Uebersetzung ins Abstrakte erkünstelt oder erschlichen wird. Z.
Wirtschaft.
Oer deutsche Außenhandel im April.
Die Einfuhr betrug im April 361 Millionen Mark. Gegenüber dem Vormonat (356 Millionen Mark) ergibt sich somit eine leichte Steigerung. Mengenmäßig war die Erhöhung etwas stärker, da der Einfuhrdurchschnittswert gesunken ist. Zugenommen hat im April vor allem die Einfuhr von Rohstoffen, auch die Einfuhr von Halbwaren hat leicht zugenommen. Die Einfuhr von Fertigwaren war gegenüber dem Vormonat kaum verändert. In Nahrungs-, Genuß- und Futtermitteln ergab sich eine Abnahme der Einfuhr. An der erhöhten Rohstoffeinfuhr waren in der Hauptsache überseeische Länder beteiligt. Die Einfuhr aus europäischen Ländern war meist rückgängig.
Die Ausfuhr betrug im April 366 Millionen Mark. Gegenüber dem März hat sie um 13 Millionen Mark, das sind 3,5 v. H., abgenommen. Mengenmäßig war die Abnahme noch etwas stärker, da der Gesamtdurchschnittswert leicht gestiegen ist. Der Rückgang der Ausfuhr im April ist ausschließlich als Saisonerscheinung zu betrachten. Der Rückgang der Gesamtausfuhr entfällt in erster Linie auf die Hauptgruppe Gewerbliche Wirtschaft. Neben der Ausfuhr von Halbwaren hat sich hier vor allem der Absatz von Fertigwaren vermindert. Die Ausfuhr von Rohstoffen war infolge größerer Kohlenlieferungen leicht erhöht. Ländermäßig betrachtet, hat die Ausfuhr sowohl nach Europa als auch nach den überseeischen Ländergruppen im gan- zen abgenommen. Im einzelnen war die Entwicklung jedoch verschieden.
Die Handelsbilanz schließt im April mit einem Ausfuhrüberschuß von 5 Millionen Mark gegenüber 23 Millionen Mark im März ab. Im April des vergangenen Jahres war die Handels- bilanz mit 19 Millionen Mark passiv.
Mein-Mainische Börse.
Mltagsbörse uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 19. Mai. Bei weiterer Geschäftsschrumpfung infolge der wesentlich kleiner gewordenen Publikumsbeteiligung eröffnete die Börse am Aktienmarkt in nicht ganz einheitlicher, zu den ersten Kursen aber in überwiegend etwas schwächerer Haltung. Es lagen kleine Abgaben der Kundschaft und der Kulisse vor. Später zeigte sich indes wieder etwas Kaufneigung, so daß teilweise eine mäßiae Erholung eintrat, doch wurden die Dortagskurse vorerst nicht erreicht. Am Chemiemarkt gingen IG.-Farben auf 174,50 (175), später auf 174 zurück, erholten sich aber wieder auf 174.50. Scheideanstalt und Rütgerswerke gaben bis 1 v. H., Deutsche Erdöl 1,50 v. H. nach. Von Elektroaktien waren Siemens um 1,13, Felten um 1,65, Bekula um 1, AEG. um 0,65 und Elektr. Lieferungen um 0,50 d. H. gedrückt. Montanwerte lagen sehr still, schwächer lagen Klöckner mit minus 1,13 v. H., ferner ließen Verein. Stahlwerke und Mannesmann nach behauptetem Beginn bis 0,50 v. H. nach. Höher waren Hoesch mit plus 0,50 v. H., Rheinstahl mit 130 unverändert. Zellstoffaktien lagen uneinheitlich, Aschaffenburger 102,25 bis 102 (101,75), Maldhof 139,25 (139,75). Im einzelnen kamen Deutsche Linoleum 2,75, Muag 1, AKU. und Westdeutsche Kaufhof je 0,50 und Holzmann 0,75 v. H. niedriger zur Notiz. Reichsbank, Cement Heidelberg, Hapag und Metallgesellschaft lagen behauptet.
Am Rentenmarkt bestand die Publikums- Nachfrage fort. Lebhaft waren erneut Kommunal- Umschuldung mit 88,50 (88,13). Sonst bewertete man Altbesitz mit 114,90, Zinsvergütungsscheine mit 92,50 und späte Schuldbuchforderungen mit 98,75.
Im Verlaufe blieb die Kursentwicklung bei anhaltend kleinen Umsätzen uneinheitlich, die Grundtendenz war aber eher etwas fester. Stärker erhöht waren am Aktienmarkt Ph. Holzmann mit 124,25 nach 122,25, während sonst die Besserungen gegen den Anfang selten mehr als 0,25 bis 0,50 v. H. betrugen. Hoesch weiter erhöht auf 105,50
nach 105, ebenso Rheinstahl auf 130,75 nach 130. Die erst verspätet zur Notiz aekommenen Papiere lagen zumeist 0,50 bis 1 v. H. schwächer, stärker abweichend waren Mansfelder Bergbau mit 142,50 bis 144 (145,75).
Der Rentenmarkt rückte im Verlaufe mehr und mehr in den Vordergrund, das Geschäft war recht lebhaft. Kommunal-Umschuldung bis 88,85 nach 88.50, Altbesitz bis etwa 115,25 nach 114,85, ferner waren Wiederaufbauzufchläge höher gefragt. Von Goldpfandbriefen erhöhten sich Meininger Hyp. auf 96,75 und teilweise auf 97 nach 96,50, ferner Frankfurter Hyp. und Pfandbriefbank K 0 auf 93,75 nach 93,50, auch Liquidationspfandbriefe meist etwas fester. Stadtanleihen lagen sehr ruhig und nur wenig verändert. Der Auslandrentenmarkt lag fast geschäftslos. Oesterr Silberrente fester mit 2,20 nach 2,10.
Im Freiverkehr stiegen Growag auf 85 (83), die übrigen Werte waren kaum verändert. — Tagesgeld unv. 2,50 v H.
Abendbörse still.
Im Abendbörsenoerkehr bewegte sich das Geschäft in sehr engen Grenzen. Am Aktienmarkt war die Haltung überwiegend weiter leicht abgeschwächt, während Renten bei fast völliger Geschäftsstille behauptet blieben. Im Durchschnitt gaben die Aktienkurse 0,50 bis 1 v. H. nach, Zellstoff Waldhof ver- loren 1,13 v. H. auf 139, dagegen waren Deutsche Linoleum zu 183,50 (183) gesucht. Am Renten- markt galten Kommunal-Umschuldung 88,85, höher lagen Dekosama I mit 117,25 (117), ferner Kron- Bosnier mit 4,50 (4,35) und Ungar. Kronenrente mit 1,90 (1,85).
U. a. notierten: Altbesih 115,10, Dekosama I 117,25, 4,50 v. H. Reichspostschatz von 1935 100,10, 6 v. H. Farben-Bonds 136,50, 4,50 v. H. Bosnier von 02 4,50, 4 v. H. Ungar. Kronen 1,90, Commerzbank 92,75, Franks. Hypotheken-Bank 97, Buderus 101,50, Harpener 126,75, Mannesmann 98, Rhein- stahl 130, Verein. Stahl 93,90, AKU. 53, AEG. 37,25, BMW. 132,50, Bekula 149,25 bis 149, MAN. 115,75, Daimler 114, Deutsche Erdöl 122, Scheideanstalt 239, Deutsche Linoleum 183 bis 183,50, Licht & Kraft 151, IG. Farben 174 bis 173,50, Felten 131, Geffürel 140,50, Muag 99,50, Schuckert 145,50, Stollwerk 106,50, Zellstoff Aschaffenburg 101, Zellstoff Waldhof 139, Reichsbahn-Vorzugsaktien 126,40, AG. für Verkehr 119,50.
Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.
Frankfurt a. M., 19. Mai. Der Gemüse- markt verzeichnete ein gutes Angebot. Der Absatz gestaltete sich nur für Salat und Spargel zufriedenstellend, während er im übrigen sehr langsam war. Für Spargel zogen die Preise etwas an, sonst blieben sie unverändert. U. a. notierten: Blumenkohl 30 bis 50, Steige (12 Stück) 5,00 bis 5,50 holl., Erbsen, etwa 4 bis 4,5 Kilo, brutto 1,50 bis 2,00 ital., Gewürzel, großes Bündel, 30 bis 40, Gurken (T - Treibhaus) 25 bis 45, 30 bis 37 holl., Karotten (T) Bündel 10 bis 12, gelbe Kartoffeln, 50 Kilo 3,80 bis 4,05, runde 8,50 bis 10 ital., Kohlrabi (T) 10 bis 14, Kopfsalat (Freiland) 3 bis 7, Mistbeet 5 bis 10. Radies, Bündel 2,5 bis 3,5, Rettich, kleines Bündel 6 bis 8, gr. Bdl. 20 bis 45, Römischkohl 5 bis 7, Rotkraut 20, Sellerie, je nach Größe 5 bis 20, Spar» geln l 35 bis 36, II 32 bis 33, III 27 bis 28, IV 14 bis 16, Spinat 5 bis 7, Schnittlauch 25 bis 30, Petersilie 30 bis 35, Tomaten (T) 70, (Steige) etwa 10 Kilo netto, 5,00 bis 6,00 Canar., Weißkraut 15 bis 16, Früh-Wirsing 5 bis 8, Zwiebeln 12,5 Argent.
Obst- und Südfrüchte: Noch genügendes Angebot von deutschen Aepfeln, Verkauf jedoch sehr schleppend. Preise für beste Sortierung höher, sonst unverändert. Treibhaus-Erdbeerenanqebot den Bedarf übersteigend, Preise gefallen. Don Apfelsinen nur die billigeren Sorten genügend angeboten, Geschäft ziemlich lebhaft, Preise fest. Bananen ziemlich knapp, trotzdem Preise rückläufig. U. a. notierten: Aepfel 30 bis 50, Amerik. Aepfel, Kiste etwa 19 bis
20 Kilo, netto 17,00 bis 20,00, Tiroler Svitzleder 42 bis 45, Austral. Aepfel 20 bis 22, Apfelsinen blond 15 bis 17 span., Blut 15 bis 18 span., Imperial 20 bis 22 ital., Bananen, 12,5-Kilo-Kiste, netto 8,00 bis 9,50 Westind., Erdbeeren (T) I 1,20 bis 1,40, II 0,80 bis 1,00, Körbchen, etwa 3,5 Kilo netto 3,00 bis 3,50 ital., Kirschen 37 bis 42 ital., Zitronen, Kiste 300 und 360 Stück, 7,00 bis 8,00.
Frankfurter Schlachtvlehmarkl.
Frankfurt a. M., 20. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 21 Rinder (2 Ochsen, 2 Bullen, 16 Kühe, 1 Färse),
561 Kälber, 82 Schafe, 1103 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 75 Mark, Hämmel 46 bis 48 Mark, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktoerlauf: Kälber ruhig, Hämmel und Schafe schleppend, Schweine gut.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
443: Polnische Bedingungen für die Erteilung von Einfuhrbewilligungen für einfuhroerbotene Waren. — 444: Weitere Ausdehnung des ungarischen Einfuhrbewilligungsverfahrens und Zolländerungen.
Abschlüsse der deutschen Groß-Reedereien.
Oie Hamburg-Amenka-Linie veröffentlicht nunmehr ihre Geschästsbrrichte für 1934 und 1935.
Im Jahre 1934 war es der Hamburg-Amerika- Linie möglich, ihre Beförderungsleistung auf dem Frachten-, als auch auf dem Passagegebiet zu erhöhen. Wenn trotzdem die Gesamteinnahmen, in Reichsmark umgerechnet, gegenüber dem Vorjahre zurückgegangen sind, so hat dies seinen Grund in Umständen, die außerhalb des Einflußbereiches der Reederei liegen, insbesondere in dem weiten Absin- Een der Basis-Währungen und in der Unmöglichkeit, in den Konferenzen diese Einnahmeminderungen durch entsprechende Ratenerhöhungen auszugleichen.
Zur Deckung des Bilanzverlustes, zum Ausgleich von Wertminderungen verschiedener Dermögens- gegenstände, insbesondere der Flotte, und zum Aus- gleich sonstiger Verluste, sowie zur Bildung der erforderlichen Rückstellungen wurde der Hauptver- ammlung eine Zusammenlegung des Stammkapitals im Verhältnis von 5:1 vorgeschlagen. Hieraus ergibt sich ein Buchgewinn von 46 816 000 RM. Verzichte der Gläubiger und Hilfsmaßnahmen des Reiches erhöhten den Sanierungsgewinn auf 97 858 053 RM. Damit wird die Durchführung der erforderlichen Bilanzbereinigung ermöglicht und durch die — im wesentlichen aus Hilfsmaßnahmen des Reiches gebildete — Sonderreserve von 30 Millionen RM. für die nächste Zukunft eine ausgeglichene Bilanzierung sichergeftellt, vorausgesetzt, daß die Entwicklung der Währung- und Welthandelsverhältnisse keine wesentliche Verschlechterung der Geschäfte bringen wird. Die finanziellen Reorganisationsmaßnahmen erfolgten unter Verwertung sämtlicher in Ansprüchen der Gesellschaft liegender Reserven. Um gleichzeitig auch eine breite Eigenkapitalbasis zu schaffen, wird weiter vorgeschlagen, das Stammkapital von 10 640 000 Reichsmark auf 45 000 000 durch Umwandlung eines entsprechenden Betrages der Schulden in Stammaktien wieder zu erhöhen. Hierdurch wird, zusammen mit den oben erwähnten Maßnahmen, eine Verminderung der Bankverbindlichkeiten und sonstigen Kredite um rund 92 Mill. RM. erreicht. Gleichzeitig werden kurzfristige Schulden in eine 20jährige fünf- prozentige Tilgungsanleihe von 14,50 Millionen RM. umgewandelt. Die Tilgung beginnt erst nach Ablauf von fünf Jahren. Der Schuldenstand der Hamburg- Amerika-Linie beträgt damit — abgesehen von den aus dem laufenden Geschäft stammenden Verbindlichkeiten — Ende des Berichtsjahres rund 64 Millionen Reichsmark.
In der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Reedereibetriebsergebnis mit 4,74 (1933: Reederei- betriebsergebnis nach Vornahme des vertraglichen Poolausgleiches mit dem Norddeutschen Lloyd 6,66) Millionen Mark ausaewiesen. Es verbleibt nach den erforderlichen Abschreibungen ein Verlust von 1,23 Mill. Mark, der sich um den Verlustvortrag aus 1933 von 2,29 Mill. Mark auf 3 515 058 Mark erhöht. Die Sanierung bringt einen Gewinn aus der Zusammenlegung des Aktienkapitals von 42 560 000 Mark, hinzu kommen der Gewinn aus der Teilauflösung des gesetzlichen Reservefonds mit 4 256 000 Mark und sonstige Sanierungsgewinne mit 51042 053 Mark. Insgesamt steht also ein Sanierungsgewinn von 97 858 053 Mark zur Verfügung, der wie folgt Verwendung findet: Tilgung des Bilanzverlustes 3.52, Sonderabschreibungen zum Ausgleich von Wertminderung bei Anlagen 38,90, davon 38,06 auf Seeschiffe, Erhöhung der Rückstellung für Währungsverpflichtungen 9,72, Erhöhung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 5, weitere Sonderabschreibungen auf Anlagen 1,89, andere Sonderabschreibungen 0,69, verschiedene sonstige Aufwendungen aus Anlaß der Sanierung 1,54, Zuweisung zur Sonderreserve 3, Erhöhung des gesetzlichen Reservefonds 3,44 (Rückstellung für Zinsen 3,18) Mill. Mark.
Im Geschäftsjahr 1935 wurde die finanzielle und betriebliche Reorganisation der Gesellschaft im Rahmen der Neuordnung der deutschen Seeschiffahrt zum Abschluß gebracht. Der mit dem Norddeutschen Lloyd im Jahre 1930 geschlossene Unionoertrag wurde auf neue Basis gestellt. Die Gewinn- und Derlustrechnung für 1935 verzeichnet: Reederei
betriebsergebnis 18,72, Erträge aus Beteiligungen 0,32, sonstige Kapitalerträge 0,50, außerordentliche Erträge 6,65 Mill. RM. Handlungsunkosten der Zentrale erforderten 3,64, Sozialaufwendungen 2,47, Abschreibungen auf Anlagen 20,86, andere Abschreibungen 0,09, Zinsen 2,66, Besitzsteuern 0,70, verschiedene sonstige Aufwendungen 0,55 Mill. RM. Der nicht gedeckte Saldo der Abrechnung von 4 789 281 RM. soll aus der Sonderreserve entnommen werden.
In den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat es sich wie schon im Jahre 1935 gezeigt, daß die Reorganisationsmaßnahmen sich günstig ausgewirkt haben. Man darf hoffen, daß das Jahr 1936 jedenfalls fein schlechteres Reedereiergebnis bringen wird, als das Vorjahr.
Oer Norddeutsche Lloyd
schlägt der Hauptversammlung vor, zum Zwecke der Beseitigung des Derlustvortrages, des Ausgleichs von Wertminderungen und der Bildung von Rücklagen eine Kapitalzusammenlegung im Verhältnis von 5:1 vorzunehmen nach Einziehung von im Eigenbesitz der Gesellschaft befindlichen Stammaktien im Nennwert von 3,5 Millionen Mk. Das durch den Kapitalschnitt und die Einziehung eigener Aktien von 52 840 000 Mark auf 9 868 000 Mark ermäßigte Stammaktienkapital soll wieder erhöht werden um 35132 000 Mark auf 45 Millionen Mark.
Zur Erzielung einer der Ertragsfähigkeit der Oe« sellschaft entsprechenden Entschuldung und zum Zwecke der Sicherung einer den Bedürfnissen der Gesellschaft angepaßten Liquidität sind dem Lloyd durch Gläubigerverzichte und Gewährung neuer Mittel Sanierungsgewinne im Betrage von insgesamt rund 31,8 Millionen Mark zugeflossen. Zusätzlich hat ferner die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten A.G. den nach Umwandlung von 5 097 500 Mark in neue Stammaktien verbleibenden Restbetrag ihrer Forderung von 5 Mill. Mark in neu zu schaffende Genußscheine umgewandelt, die aus der Hälfte des nach Ausschüttung einer 5prozentigen Stammaktien-Dividende verbleibenden Reingewinns zu verzinsen und zu tilgen sind. 21115 der Auflösung der gesetzlichen Reserve bis auf 10 vH- des zusammengelegten Grundkapitals, der Einziehung eigener Aktien und der Zusammenle- gung der verbleibenden Stammaktien im Verhältnis von 5:1 ergeben sich Sanierungsgewinne von rund 45,6 Millionen Mark. Hierzu kommen die vorerwähnten Gläubigerverzichte und die Umwand- lung einer Forderung in Genußscheine, aus denen insgesamt ein weiterer Buchgewinn von rund 36,8 Mill. RM. sich ergibt, so daß insgesamt rund 82,4 Millionen Mark zur Verfügung stehen. Diese werden verwandt zur Deckung des Verlustvortrages des Jahres 1934 von rund 15,3 Millionen Mark, zum Ausgleich von Wertminderungen durch Vornahme außerordentlicher Abschreibungen im Ausmaß von rund 33,6 Millionen Mark zur Auffül- lung der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 40 v. H. des neuen Grundkapitals im Betrage von rund 3,5 Millionen Mark und zur Bildung einer Sonderrücklage von 30 Millionen Mark, die erforderlich erscheint zur Sicherung eines Ausgleichs der Betriebsrechnung der nächsten Jahre.
Der Abschluß für 1935 zeigt nach Vornahme ord- nungsgemäßer Abschreibungen einen Verlust von rund 6,5 Millionen Reichsmark, dessen Deckung aus der in 1934 gebildeten Sonderrücklage von 30 Millionen Reichsmark erfolgen soll. Auch das Geschäftsjahr 1935 hat noch keinen Ausgleich der Gewinn- und Verlustrechnung gebracht. In Auswirkung der per 31. Dezember 1934 durchgeführten Sanierung und der Entlastung von den Verlusten des Nordatlantik, dienftes ist jedoch bereits eine wesentliche Verbelle- rung der Ertragsrechnung festzustellen, die es er- möglich! hat, über die Zinsen hinaus wenigstens einen Teil der Abschreibungen zu erübrigen.
Sprechstunden der Redaktton.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samgfagnad)- mittag geschlossen.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Banknoten.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankluri a. UL
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Sranffun a. UL
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Schluß- furt
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18 5
19.5.
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Datum
18.5
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Datum
18-5.
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4H% Deutsche Retchspostschahan Weisungen von 1934, 1......
4ehern. 8% Hessischer Volks ltaat 1929 lrückzahld. 102%) ..
4%% ehern. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold R. 12...
&Vt% eljem. 4/,% Hess. Lande» Hypothekenbank DarmstadtLiyu.
454% ehern. 8% Darms». Komm Landesb.GoldschuIdverschr. R.o
Oberhesjen Provinz-Anleihe mli Auolos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
454% ehem.8% Franks. Hyp.-Bani Goldpfe. 15 unkündbar bi» 1935
654% ehern. 454% Franks. Hyp.
Bank-Liqu.-Pfandbriese......
654% ehern. 454% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...
454% ehern. 8% Pr. LandeSpsant» öricfanstalt, Pfandbriefe R 19
454% ehern. 7% Pr. Landespfand
briefanfl., Gold Komm. Ohl. 20 Steuergutsch.BerrechnungSk. 34-38
4% Oefterretchische Goldrente... 4,20% Lesterreichische Silberrente 4% Ungarische Gvldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 454% deSgl. von 1913..........
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Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Norddeutscher Lloyd .........0
rt.ffl. für Verkehrswesen .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Diskonto-
Gesellschaft................4
Dresdner Baak............. 4
A-S.B................ ... 0
Betula............. 8
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Licht und Kraft ............. 7
Felten & Guilleaume......... 4
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Rheinische Elektrizität ...... R
Rhein. Wests. Sieht......... 6
Schuckert & (So.............. e
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LahmeyerLSo............7
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Harpener................. 314
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 3
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Ilse Bergbau Genüsse........6
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142 137,5 136,9 146,65 194,25
140
102,25 123,65
128 104,75
134 101,5 98,5
6,8
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5,75 42,5
15,13 31,75
16,5 120,13 117,75
93
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188,75
37,4 149,75
132,5 151,5
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141 137,75 134,5 145,9 192,5 140,25
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170 133,9 101,75
98,75
Manösetver Bergbau....... 6%
Kokswerke .................. 6
Rheinische Braunkohlen ..... 12
Rheinstahl .................. 4
Bereinigte Stahlwerke......
Otavt Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........6
Kaliwerke Westeregeln........6
Kaliwerke Salzdetfurth.....
I. G. Farben-Industrie.......7
Scheideanstalt...............9
Goldschmidt ................ b
RütgerSwerle ............... 6
Metallgeielllchaft............. 5
Philipp Holz mann........... 4
Zementwerk Heidelberg ...... 7
Sementreed Karlstadt......... 6
Schultheis PahenHofer ....... 4
Aku < Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg................... 5
Zellstoff Waldhof............6
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Ga» ...............7
Daimler Motoren............0
Deutsche Linoleum...........8
Oren stein & Koppel ..........0
Westdeutsche Kaufhof.........0
Chade...................... 9
Accumulatoren.Fabrü.......12
Conti-Gummi.............. 11
Gritzner....................0
Mainkrastwerke Höchst a.M.... 4
Süddeutscher Zucker ........ 10
145,75
238
130
94,5
22,65 133,75
131,5
186
175
240
110,9
136 132,75
123 141,5
155
54,25
89 139,75 101,75
114
185
44,25 411,25
191
185
32,65
98,5
208
144
237,5 130
93,9
22,9
132
131
183
173,5
239 110,75 135,75
133
124,25 141,25
155
53 87,5
139
101
114 183,5
44
406
183,5
31,9
98
210
146
138
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133,4 132
185.5
175,25
110,9
135,75 133
122,9
113
54,65
88,5
139,75
102
133,5 114,13
185,25
89,25
44,4
410
191,25
194,9
«
210
144 137,25 237,5
131
94,25 22,75 132,25 130,75
183
174
110,5 135,9
133
111
53,25 87,13 140,13
101,75 130,5
113,75
183
89
43,9
406 189,5 183,25
32,25
211
18-Mat
19.Mal
Amtliche Geld
Dotierung Brief
Amtliche Geld
Kotierung »rle
duenoä liim
0,684
0,688
0,684
0,688
Brüssel ....
42,06
42,14
42,05
42 13
Rio de Ian.
0,137
0,139
0,137
0,139
sofia.....
Kopenhagen
3,047
55,12
3,053
55,24
3,047
55,18
3,053
55,30
Danzig ....
46,80
46,90
46,80
46,90
London....
12,345
12,375
12,36
12.39
HellingforS.
5,445
5,455
5,445
5,455
Paris .....
16,38
16,42
16,365
16,405
Holland ...
167,94
168,28
167,91
168,25
Italien ....
Japan .....
Jugoslawien
19,48 0,723 5,654
19,52
0,725
5,666
19,48 0,724 5,654
19,52
0,726
5,666
Eten......
Lissabon...
62,04
48,95
11,215
62,16
49,05
11,235
62,11
48,95
11,23
62,23 49,05
11,25
Stockholm..
Schweiz ...
63,65
80,42
63,77
80,58
63,72
80,38
63,84
80,54
spanten...
33,97
34,03
33,90
34,96
Prag.......
Budapest ..
10,305
10,325
10,29
10,31
Reu York ...
2,486
2,490
2,487
2,491
Berlin, 19. Ulai
Geld
55r7J
»merilantsche Roten..............
Belgische Noten.................’
Dänische Noten .................
Englische Noten ...........
2,439
41,92
54,93
12,325
16,315
167,49
2,459
42,08
55,15
12,365
16,375
168,17
Französische Noten............
Holländische Noten...........
Italienische Noten........
Norwegische Noten ........
61,90
62,14
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling
Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...........
63,50
80,20
33,56
63,76
Schweizer Noten............
Spanische Noten...............
80,52
Ungarische Noten ................
33,70


