Ausgabe 
20.5.1936
 
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Einzelheit hervorleuchtet. Man denke nur an das Theater. Auch hier ist das Symbolische stets das Gleichnis für eine innere oder äußere Tatsache oder Entwicklung.Das, was wir sehen, tritt zurück vor dem, was es bedeutet" (Bulthaupt). Aber es ist ein Unding, in jede konkrete Einzelheit eine symbolische Bedeutung Hineingeheimnissen zu wollen, sowohl vom Dichter wie vom Zuschauer aus. Das hat mit der Idee eines Kunstwerkes nichts zu tun, denn die Idee, die hinter einem Werke steht, eraibt sich von selbst, wenn man es mit sinnlicher Un­mittelbarkeit anschaut, sie braucht nicht erst allego­risch herausgedeutet zu werden.

Und gerade der Film widerspricht dem Symboli­sieren, wenn es durchgehend etwa als Filmstil an­gesehen werden sollte. Was für alle Kunst gilt, daß sie nämlich auch ohne höhere Beziehung sinnvoll und ohne bewußte Bezugnahme auf das Allgemeine,

typisch bedeutsam fein muß, das gilt im schärfsten Maße vom Film.

Der Film hat unzählige Möglichkeiten, das Sym­bolische als Mittel ureigensten filmischen Ausdrucks zu benutzen, sei es in der Maske der Darsteller, im Requisit, in Architektur, Musik und Sprache, in der Symbolik von Licht und Schatten, in der Symbolik der Einstellung, der Montage, der Szene: als Film­stil ist Symbolik unmöglich. Ebensosehr aber ist sie ein gefährliches kitscker^eugendes Spielzeug, wenn Inneres, Geistiges, Abstraktes in Einzelheiten auf plumpe, abgegriffene, oder sentimentale Weise ins Bildhafte, Räumliche, Konkrete übertragen wird. Denn es gehört schon eine geniale künstlerische Ein­gebung dazu, um einen äußeren Vorgang als sol­chen und zugleich als Abbild einer höheren Sinn­gebung zu gestalten, ohne daß die Uebersetzung ins Abstrakte erkünstelt oder erschlichen wird. Z.

Wirtschaft.

Oer deutsche Außenhandel im April.

Die Einfuhr betrug im April 361 Millionen Mark. Gegenüber dem Vormonat (356 Millionen Mark) ergibt sich somit eine leichte Steigerung. Mengenmäßig war die Erhöhung etwas stärker, da der Einfuhrdurchschnittswert gesunken ist. Zuge­nommen hat im April vor allem die Einfuhr von Rohstoffen, auch die Einfuhr von Halbwaren hat leicht zugenommen. Die Einfuhr von Fertigwaren war gegenüber dem Vormonat kaum verändert. In Nahrungs-, Genuß- und Futtermitteln ergab sich eine Abnahme der Einfuhr. An der erhöhten Rohstoffeinfuhr waren in der Hauptsache über­seeische Länder beteiligt. Die Einfuhr aus europäi­schen Ländern war meist rückgängig.

Die Ausfuhr betrug im April 366 Millionen Mark. Gegenüber dem März hat sie um 13 Mil­lionen Mark, das sind 3,5 v. H., abgenommen. Mengenmäßig war die Abnahme noch etwas stär­ker, da der Gesamtdurchschnittswert leicht gestiegen ist. Der Rückgang der Ausfuhr im April ist aus­schließlich als Saisonerscheinung zu betrachten. Der Rückgang der Gesamtausfuhr entfällt in erster Linie auf die Hauptgruppe Gewerbliche Wirtschaft. Neben der Ausfuhr von Halbwaren hat sich hier vor allem der Absatz von Fertigwaren vermindert. Die Ausfuhr von Rohstoffen war infolge größerer Kohlenlieferungen leicht erhöht. Ländermäßig be­trachtet, hat die Ausfuhr sowohl nach Europa als auch nach den überseeischen Ländergruppen im gan- zen abgenommen. Im einzelnen war die Entwick­lung jedoch verschieden.

Die Handelsbilanz schließt im April mit einem Ausfuhrüberschuß von 5 Millionen Mark gegenüber 23 Millionen Mark im März ab. Im April des vergangenen Jahres war die Handels- bilanz mit 19 Millionen Mark passiv.

Mein-Mainische Börse.

Mltagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 19. Mai. Bei weiterer Ge­schäftsschrumpfung infolge der wesentlich kleiner ge­wordenen Publikumsbeteiligung eröffnete die Börse am Aktienmarkt in nicht ganz einheitlicher, zu den ersten Kursen aber in überwiegend etwas schwächerer Haltung. Es lagen kleine Abgaben der Kundschaft und der Kulisse vor. Später zeigte sich indes wieder etwas Kaufneigung, so daß teilweise eine mäßiae Erholung eintrat, doch wurden die Dortagskurse vorerst nicht erreicht. Am Chemie­markt gingen IG.-Farben auf 174,50 (175), später auf 174 zurück, erholten sich aber wieder auf 174.50. Scheideanstalt und Rütgerswerke gaben bis 1 v. H., Deutsche Erdöl 1,50 v. H. nach. Von Elektroaktien waren Siemens um 1,13, Felten um 1,65, Bekula um 1, AEG. um 0,65 und Elektr. Lieferungen um 0,50 d. H. gedrückt. Montanwerte lagen sehr still, schwächer lagen Klöckner mit minus 1,13 v. H., ferner ließen Verein. Stahlwerke und Mannesmann nach behauptetem Beginn bis 0,50 v. H. nach. Höher waren Hoesch mit plus 0,50 v. H., Rheinstahl mit 130 unverändert. Zellstoffaktien lagen unein­heitlich, Aschaffenburger 102,25 bis 102 (101,75), Maldhof 139,25 (139,75). Im einzelnen kamen Deutsche Linoleum 2,75, Muag 1, AKU. und West­deutsche Kaufhof je 0,50 und Holzmann 0,75 v. H. niedriger zur Notiz. Reichsbank, Cement Heidelberg, Hapag und Metallgesellschaft lagen behauptet.

Am Rentenmarkt bestand die Publikums- Nachfrage fort. Lebhaft waren erneut Kommunal- Umschuldung mit 88,50 (88,13). Sonst bewertete man Altbesitz mit 114,90, Zinsvergütungsscheine mit 92,50 und späte Schuldbuchforderungen mit 98,75.

Im Verlaufe blieb die Kursentwicklung bei an­haltend kleinen Umsätzen uneinheitlich, die Grund­tendenz war aber eher etwas fester. Stärker er­höht waren am Aktienmarkt Ph. Holzmann mit 124,25 nach 122,25, während sonst die Besse­rungen gegen den Anfang selten mehr als 0,25 bis 0,50 v. H. betrugen. Hoesch weiter erhöht auf 105,50

nach 105, ebenso Rheinstahl auf 130,75 nach 130. Die erst verspätet zur Notiz aekommenen Papiere lagen zumeist 0,50 bis 1 v. H. schwächer, stärker ab­weichend waren Mansfelder Bergbau mit 142,50 bis 144 (145,75).

Der Rentenmarkt rückte im Verlaufe mehr und mehr in den Vordergrund, das Geschäft war recht lebhaft. Kommunal-Umschuldung bis 88,85 nach 88.50, Altbesitz bis etwa 115,25 nach 114,85, ferner waren Wiederaufbauzufchläge höher gefragt. Von Goldpfandbriefen erhöhten sich Meininger Hyp. auf 96,75 und teilweise auf 97 nach 96,50, ferner Frankfurter Hyp. und Pfandbriefbank K 0 auf 93,75 nach 93,50, auch Liquidationspfandbriefe meist etwas fester. Stadtanleihen lagen sehr ruhig und nur wenig verändert. Der Auslandrentenmarkt lag fast geschäftslos. Oesterr Silberrente fester mit 2,20 nach 2,10.

Im Freiverkehr stiegen Growag auf 85 (83), die übrigen Werte waren kaum verändert. Tages­geld unv. 2,50 v H.

Abendbörse still.

Im Abendbörsenoerkehr bewegte sich das Geschäft in sehr engen Grenzen. Am Aktienmarkt war die Haltung überwiegend weiter leicht abgeschwächt, während Renten bei fast völliger Geschäftsstille be­hauptet blieben. Im Durchschnitt gaben die Aktien­kurse 0,50 bis 1 v. H. nach, Zellstoff Waldhof ver- loren 1,13 v. H. auf 139, dagegen waren Deutsche Linoleum zu 183,50 (183) gesucht. Am Renten- markt galten Kommunal-Umschuldung 88,85, höher lagen Dekosama I mit 117,25 (117), ferner Kron- Bosnier mit 4,50 (4,35) und Ungar. Kronenrente mit 1,90 (1,85).

U. a. notierten: Altbesih 115,10, Dekosama I 117,25, 4,50 v. H. Reichspostschatz von 1935 100,10, 6 v. H. Farben-Bonds 136,50, 4,50 v. H. Bosnier von 02 4,50, 4 v. H. Ungar. Kronen 1,90, Commerz­bank 92,75, Franks. Hypotheken-Bank 97, Buderus 101,50, Harpener 126,75, Mannesmann 98, Rhein- stahl 130, Verein. Stahl 93,90, AKU. 53, AEG. 37,25, BMW. 132,50, Bekula 149,25 bis 149, MAN. 115,75, Daimler 114, Deutsche Erdöl 122, Scheide­anstalt 239, Deutsche Linoleum 183 bis 183,50, Licht & Kraft 151, IG. Farben 174 bis 173,50, Felten 131, Geffürel 140,50, Muag 99,50, Schuckert 145,50, Stollwerk 106,50, Zellstoff Aschaffenburg 101, Zellstoff Waldhof 139, Reichsbahn-Vorzugs­aktien 126,40, AG. für Verkehr 119,50.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 19. Mai. Der Gemüse- markt verzeichnete ein gutes Angebot. Der Absatz gestaltete sich nur für Salat und Spargel zufrieden­stellend, während er im übrigen sehr langsam war. Für Spargel zogen die Preise etwas an, sonst blie­ben sie unverändert. U. a. notierten: Blumenkohl 30 bis 50, Steige (12 Stück) 5,00 bis 5,50 holl., Erb­sen, etwa 4 bis 4,5 Kilo, brutto 1,50 bis 2,00 ital., Gewürzel, großes Bündel, 30 bis 40, Gurken (T - Treibhaus) 25 bis 45, 30 bis 37 holl., Karotten (T) Bündel 10 bis 12, gelbe Kartoffeln, 50 Kilo 3,80 bis 4,05, runde 8,50 bis 10 ital., Kohlrabi (T) 10 bis 14, Kopfsalat (Freiland) 3 bis 7, Mistbeet 5 bis 10. Ra­dies, Bündel 2,5 bis 3,5, Rettich, kleines Bündel 6 bis 8, gr. Bdl. 20 bis 45, Römischkohl 5 bis 7, Rotkraut 20, Sellerie, je nach Größe 5 bis 20, Spar» geln l 35 bis 36, II 32 bis 33, III 27 bis 28, IV 14 bis 16, Spinat 5 bis 7, Schnittlauch 25 bis 30, Petersilie 30 bis 35, Tomaten (T) 70, (Steige) etwa 10 Kilo netto, 5,00 bis 6,00 Canar., Weißkraut 15 bis 16, Früh-Wirsing 5 bis 8, Zwiebeln 12,5 Argent.

Obst- und Südfrüchte: Noch genügendes Angebot von deutschen Aepfeln, Verkauf jedoch sehr schleppend. Preise für beste Sortierung höher, sonst unverändert. Treibhaus-Erdbeerenanqebot den Be­darf übersteigend, Preise gefallen. Don Apfelsinen nur die billigeren Sorten genügend angeboten, Ge­schäft ziemlich lebhaft, Preise fest. Bananen ziemlich knapp, trotzdem Preise rückläufig. U. a. notierten: Aepfel 30 bis 50, Amerik. Aepfel, Kiste etwa 19 bis

20 Kilo, netto 17,00 bis 20,00, Tiroler Svitzleder 42 bis 45, Austral. Aepfel 20 bis 22, Apfelsinen blond 15 bis 17 span., Blut 15 bis 18 span., Imperial 20 bis 22 ital., Bananen, 12,5-Kilo-Kiste, netto 8,00 bis 9,50 Westind., Erdbeeren (T) I 1,20 bis 1,40, II 0,80 bis 1,00, Körbchen, etwa 3,5 Kilo netto 3,00 bis 3,50 ital., Kirschen 37 bis 42 ital., Zitronen, Kiste 300 und 360 Stück, 7,00 bis 8,00.

Frankfurter Schlachtvlehmarkl.

Frankfurt a. M., 20. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 21 Rinder (2 Ochsen, 2 Bullen, 16 Kühe, 1 Färse),

561 Kälber, 82 Schafe, 1103 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 75 Mark, Hämmel 46 bis 48 Mark, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktoerlauf: Kälber ruhig, Hämmel und Schafe schleppend, Schweine gut.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

443: Polnische Bedingungen für die Erteilung von Einfuhrbewilligungen für einfuhroerbotene Waren. 444: Weitere Ausdehnung des ungari­schen Einfuhrbewilligungsverfahrens und Zoll­änderungen.

Abschlüsse der deutschen Groß-Reedereien.

Oie Hamburg-Amenka-Linie veröffentlicht nunmehr ihre Geschästsbrrichte für 1934 und 1935.

Im Jahre 1934 war es der Hamburg-Amerika- Linie möglich, ihre Beförderungsleistung auf dem Frachten-, als auch auf dem Passagegebiet zu er­höhen. Wenn trotzdem die Gesamteinnahmen, in Reichsmark umgerechnet, gegenüber dem Vorjahre zurückgegangen sind, so hat dies seinen Grund in Umständen, die außerhalb des Einflußbereiches der Reederei liegen, insbesondere in dem weiten Absin- Een der Basis-Währungen und in der Unmöglichkeit, in den Konferenzen diese Einnahmeminderungen durch entsprechende Ratenerhöhungen auszugleichen.

Zur Deckung des Bilanzverlustes, zum Ausgleich von Wertminderungen verschiedener Dermögens- gegenstände, insbesondere der Flotte, und zum Aus- gleich sonstiger Verluste, sowie zur Bildung der er­forderlichen Rückstellungen wurde der Hauptver- ammlung eine Zusammenlegung des Stammkapitals im Verhältnis von 5:1 vorgeschlagen. Hieraus ergibt sich ein Buchgewinn von 46 816 000 RM. Verzichte der Gläubiger und Hilfsmaßnahmen des Reiches er­höhten den Sanierungsgewinn auf 97 858 053 RM. Damit wird die Durchführung der erforderlichen Bilanzbereinigung ermöglicht und durch die im wesentlichen aus Hilfsmaßnahmen des Reiches ge­bildete Sonderreserve von 30 Millionen RM. für die nächste Zukunft eine ausgeglichene Bilanzierung sichergeftellt, vorausgesetzt, daß die Entwicklung der Währung- und Welthandelsverhältnisse keine we­sentliche Verschlechterung der Geschäfte bringen wird. Die finanziellen Reorganisationsmaßnahmen erfolg­ten unter Verwertung sämtlicher in Ansprüchen der Gesellschaft liegender Reserven. Um gleichzeitig auch eine breite Eigenkapitalbasis zu schaffen, wird weiter vorgeschlagen, das Stammkapital von 10 640 000 Reichsmark auf 45 000 000 durch Umwandlung eines entsprechenden Betrages der Schulden in Stamm­aktien wieder zu erhöhen. Hierdurch wird, zusam­men mit den oben erwähnten Maßnahmen, eine Ver­minderung der Bankverbindlichkeiten und sonstigen Kredite um rund 92 Mill. RM. erreicht. Gleichzeitig werden kurzfristige Schulden in eine 20jährige fünf- prozentige Tilgungsanleihe von 14,50 Millionen RM. umgewandelt. Die Tilgung beginnt erst nach Ablauf von fünf Jahren. Der Schuldenstand der Hamburg- Amerika-Linie beträgt damit abgesehen von den aus dem laufenden Geschäft stammenden Verbind­lichkeiten Ende des Berichtsjahres rund 64 Mil­lionen Reichsmark.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Reedereibetriebsergebnis mit 4,74 (1933: Reederei- betriebsergebnis nach Vornahme des vertraglichen Poolausgleiches mit dem Norddeutschen Lloyd 6,66) Millionen Mark ausaewiesen. Es verbleibt nach den erforderlichen Abschreibungen ein Verlust von 1,23 Mill. Mark, der sich um den Verlustvortrag aus 1933 von 2,29 Mill. Mark auf 3 515 058 Mark erhöht. Die Sanierung bringt einen Gewinn aus der Zusammenlegung des Aktienkapitals von 42 560 000 Mark, hinzu kommen der Gewinn aus der Teilauflösung des gesetzlichen Reservefonds mit 4 256 000 Mark und sonstige Sanierungsgewinne mit 51042 053 Mark. Insgesamt steht also ein Sanierungsgewinn von 97 858 053 Mark zur Ver­fügung, der wie folgt Verwendung findet: Tilgung des Bilanzverlustes 3.52, Sonderabschreibungen zum Ausgleich von Wertminderung bei Anlagen 38,90, davon 38,06 auf Seeschiffe, Erhöhung der Rück­stellung für Währungsverpflichtungen 9,72, Er­höhung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtun­gen 5, weitere Sonderabschreibungen auf Anlagen 1,89, andere Sonderabschreibungen 0,69, verschiedene sonstige Aufwendungen aus Anlaß der Sanierung 1,54, Zuweisung zur Sonderreserve 3, Erhöhung des gesetzlichen Reservefonds 3,44 (Rückstellung für Zinsen 3,18) Mill. Mark.

Im Geschäftsjahr 1935 wurde die finanzielle und betriebliche Reorganisation der Gesellschaft im Rah­men der Neuordnung der deutschen Seeschiffahrt zum Abschluß gebracht. Der mit dem Norddeutschen Lloyd im Jahre 1930 geschlossene Unionoertrag wurde auf neue Basis gestellt. Die Gewinn- und Derlustrechnung für 1935 verzeichnet: Reederei­

betriebsergebnis 18,72, Erträge aus Beteiligungen 0,32, sonstige Kapitalerträge 0,50, außerordentliche Erträge 6,65 Mill. RM. Handlungsunkosten der Zentrale erforderten 3,64, Sozialaufwendungen 2,47, Abschreibungen auf Anlagen 20,86, andere Ab­schreibungen 0,09, Zinsen 2,66, Besitzsteuern 0,70, verschiedene sonstige Aufwendungen 0,55 Mill. RM. Der nicht gedeckte Saldo der Abrechnung von 4 789 281 RM. soll aus der Sonderreserve ent­nommen werden.

In den ersten Monaten des laufenden Geschäfts­jahres hat es sich wie schon im Jahre 1935 gezeigt, daß die Reorganisationsmaßnahmen sich günstig ausgewirkt haben. Man darf hoffen, daß das Jahr 1936 jedenfalls fein schlechteres Reedereiergebnis bringen wird, als das Vorjahr.

Oer Norddeutsche Lloyd

schlägt der Hauptversammlung vor, zum Zwecke der Beseitigung des Derlustvortrages, des Aus­gleichs von Wertminderungen und der Bildung von Rücklagen eine Kapitalzusammenlegung im Verhältnis von 5:1 vorzunehmen nach Einziehung von im Eigenbesitz der Gesellschaft befindlichen Stammaktien im Nennwert von 3,5 Millionen Mk. Das durch den Kapitalschnitt und die Einziehung eigener Aktien von 52 840 000 Mark auf 9 868 000 Mark ermäßigte Stammaktienkapital soll wieder erhöht werden um 35132 000 Mark auf 45 Mil­lionen Mark.

Zur Erzielung einer der Ertragsfähigkeit der Oe« sellschaft entsprechenden Entschuldung und zum Zwecke der Sicherung einer den Bedürfnissen der Gesellschaft angepaßten Liquidität sind dem Lloyd durch Gläubigerverzichte und Gewährung neuer Mittel Sanierungsgewinne im Betrage von ins­gesamt rund 31,8 Millionen Mark zugeflossen. Zu­sätzlich hat ferner die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten A.G. den nach Umwandlung von 5 097 500 Mark in neue Stammaktien verblei­benden Restbetrag ihrer Forderung von 5 Mill. Mark in neu zu schaffende Genußscheine umgewan­delt, die aus der Hälfte des nach Ausschüttung einer 5prozentigen Stammaktien-Dividende verbleibenden Reingewinns zu verzinsen und zu tilgen sind. 21115 der Auflösung der gesetzlichen Reserve bis auf 10 vH- des zusammengelegten Grundkapitals, der Einziehung eigener Aktien und der Zusammenle- gung der verbleibenden Stammaktien im Verhält­nis von 5:1 ergeben sich Sanierungsgewinne von rund 45,6 Millionen Mark. Hierzu kommen die vorerwähnten Gläubigerverzichte und die Umwand- lung einer Forderung in Genußscheine, aus denen insgesamt ein weiterer Buchgewinn von rund 36,8 Mill. RM. sich ergibt, so daß insgesamt rund 82,4 Millionen Mark zur Verfügung stehen. Diese wer­den verwandt zur Deckung des Verlustvortrages des Jahres 1934 von rund 15,3 Millionen Mark, zum Ausgleich von Wertminderungen durch Vor­nahme außerordentlicher Abschreibungen im Aus­maß von rund 33,6 Millionen Mark zur Auffül- lung der gesetzlichen Rücklage in Höhe von 40 v. H. des neuen Grundkapitals im Betrage von rund 3,5 Millionen Mark und zur Bildung einer Son­derrücklage von 30 Millionen Mark, die erforderlich erscheint zur Sicherung eines Ausgleichs der Be­triebsrechnung der nächsten Jahre.

Der Abschluß für 1935 zeigt nach Vornahme ord- nungsgemäßer Abschreibungen einen Verlust von rund 6,5 Millionen Reichsmark, dessen Deckung aus der in 1934 gebildeten Sonderrücklage von 30 Mil­lionen Reichsmark erfolgen soll. Auch das Geschäfts­jahr 1935 hat noch keinen Ausgleich der Gewinn- und Verlustrechnung gebracht. In Auswirkung der per 31. Dezember 1934 durchgeführten Sanierung und der Entlastung von den Verlusten des Nordatlantik, dienftes ist jedoch bereits eine wesentliche Verbelle- rung der Ertragsrechnung festzustellen, die es er- möglich! hat, über die Zinsen hinaus wenigstens einen Teil der Abschreibungen zu erübrigen.

Sprechstunden der Redaktton.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samgfagnad)- mittag geschlossen.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Banknoten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankluri a. UL

Lerim

SiaiUfurl a.M.

Lrrlln

Sranffun a. UL

Derlin

Schluß- furt

Schlußl. Abend- dürfe

Schluß- furd

Schluß». Ulitto»- börsr

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Schlußl. Abend- dörse

Schluß- kurS

Schlußl. Umleg» bflrie

Schluß­kurs

Schlußl. Abend- dörse

Schluß- kurs

Schlußl. Miltag- dörsr

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Datum

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Datum

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6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche ReichSani. von 1934 6%% ?)ounfl.tinlclt)e von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöj.-Schuld mil

Auülos.-Rechten ............

4H% Deutsche Retchspostschahan Weisungen von 1934, 1......

4ehern. 8% Hessischer Volks ltaat 1929 lrückzahld. 102%) ..

4%% ehern. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold R. 12...

&Vt% eljem. 4/,% Hess. Lande» Hypothekenbank DarmstadtLiyu.

454% ehern. 8% Darms». Komm Landesb.GoldschuIdverschr. R.o

Oberhesjen Provinz-Anleihe mli Auolos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

454% ehem.8% Franks. Hyp.-Bani Goldpfe. 15 unkündbar bi» 1935

654% ehern. 454% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Pfandbriese......

654% ehern. 454% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...

454% ehern. 8% Pr. LandeSpsant» öricfanstalt, Pfandbriefe R 19

454% ehern. 7% Pr. Landespfand

briefanfl., Gold Komm. Ohl. 20 Steuergutsch.BerrechnungSk. 34-38

4% Oefterretchische Goldrente... 4,20% Lesterreichische Silberrente 4% Ungarische Gvldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 454% deSgl. von 1913..........

5% obgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagd-chbahn-Anlethe

Serie 1.....................

101

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4% oe»fli. Lene U ............

5% Rumän. vereinh- Rente v. 1903 4H%Rumän.vereinh.Rentev.lSlg 4% Rumänische vereinh. Rente .

2y*% Anatolier .............

Hamburg-Amerika-Paket .....o

Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Norddeutscher Lloyd .........0

rt.ffl. für Verkehrswesen .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Diskonto-

Gesellschaft................4

Dresdner Baak............. 4

A-S.B................ ... 0

Betula............. 8

(Helts. Lieferungsgesellschäft... 6

Licht und Kraft ............. 7

Felten & Guilleaume......... 4

n^Hs^'l-Aektr.Unternehmung. e

Rheinische Elektrizität ...... R

Rhein. Wests. Sieht......... 6

Schuckert & (So.............. e

-lernens L Halske............ 8

LahmeyerLSo............7

BuderuS .................. .

Deutsche Erd« ...............

Harpener................. 314

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 3

Ilse Bergbau ...............«

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke ...............3

Mannes maan-Röhreu........8

9,75

6,8

5,7

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15

15,9 120

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122 126,75

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101,5 98

6,8 9,6

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16 120,5 117,25 92.5

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38 150,75 133 152 133,13

142 137,5 136,9 146,65 194,25

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102,25 123,65

128 104,75

134 101,5 98,5

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5,75 42,5

15,13 31,75

16,5 120,13 117,75

93

95,5 95,25

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37,4 149,75

132,5 151,5

131,75

141 137,75 134,5 145,9 192,5 140,25

102 122,4 127,5 105,65

170 133,9 101,75

98,75

Manösetver Bergbau....... 6%

Kokswerke .................. 6

Rheinische Braunkohlen ..... 12

Rheinstahl .................. 4

Bereinigte Stahlwerke......

Otavt Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.....

I. G. Farben-Industrie.......7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ................ b

RütgerSwerle ............... 6

Metallgeielllchaft............. 5

Philipp Holz mann........... 4

Zementwerk Heidelberg ...... 7

Sementreed Karlstadt......... 6

Schultheis PahenHofer ....... 4

Aku < Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... 5

Zellstoff Waldhof............6

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Ga» ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........8

Oren stein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... 9

Accumulatoren.Fabrü.......12

Conti-Gummi.............. 11

Gritzner....................0

Mainkrastwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker ........ 10

145,75

238

130

94,5

22,65 133,75

131,5

186

175

240

110,9

136 132,75

123 141,5

155

54,25

89 139,75 101,75

114

185

44,25 411,25

191

185

32,65

98,5

208

144

237,5 130

93,9

22,9

132

131

183

173,5

239 110,75 135,75

133

124,25 141,25

155

53 87,5

139

101

114 183,5

44

406

183,5

31,9

98

210

146

138

237,75 129

94,75 22,9

133,4 132

185.5

175,25

110,9

135,75 133

122,9

113

54,65

88,5

139,75

102

133,5 114,13

185,25

89,25

44,4

410

191,25

194,9

«

210

144 137,25 237,5

131

94,25 22,75 132,25 130,75

183

174

110,5 135,9

133

111

53,25 87,13 140,13

101,75 130,5

113,75

183

89

43,9

406 189,5 183,25

32,25

211

18-Mat

19.Mal

Amtliche Geld

Dotierung Brief

Amtliche Geld

Kotierung »rle

duenoä liim

0,684

0,688

0,684

0,688

Brüssel ....

42,06

42,14

42,05

42 13

Rio de Ian.

0,137

0,139

0,137

0,139

sofia.....

Kopenhagen

3,047

55,12

3,053

55,24

3,047

55,18

3,053

55,30

Danzig ....

46,80

46,90

46,80

46,90

London....

12,345

12,375

12,36

12.39

HellingforS.

5,445

5,455

5,445

5,455

Paris .....

16,38

16,42

16,365

16,405

Holland ...

167,94

168,28

167,91

168,25

Italien ....

Japan .....

Jugoslawien

19,48 0,723 5,654

19,52

0,725

5,666

19,48 0,724 5,654

19,52

0,726

5,666

Eten......

Lissabon...

62,04

48,95

11,215

62,16

49,05

11,235

62,11

48,95

11,23

62,23 49,05

11,25

Stockholm..

Schweiz ...

63,65

80,42

63,77

80,58

63,72

80,38

63,84

80,54

spanten...

33,97

34,03

33,90

34,96

Prag.......

Budapest ..

10,305

10,325

10,29

10,31

Reu York ...

2,486

2,490

2,487

2,491

Berlin, 19. Ulai

Geld

55r7J

»merilantsche Roten..............

Belgische Noten.................

Dänische Noten .................

Englische Noten ...........

2,439

41,92

54,93

12,325

16,315

167,49

2,459

42,08

55,15

12,365

16,375

168,17

Französische Noten............

Holländische Noten...........

Italienische Noten........

Norwegische Noten ........

61,90

62,14

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...........

63,50

80,20

33,56

63,76

Schweizer Noten............

Spanische Noten...............

80,52

Ungarische Noten ................

33,70