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Der Neichsberusswettkampf.

Gau-Weitkampf am 14. und 15. März in Frankfurt a. M.

NSG. Am 14. und 15. März werden die Gau­wettkämpfe des Reichsberufswettkampfes überall im Reiche durchgeführt. Aus unserem Gau werden 600 der besten Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Vorkampfes in Frankfurt zusammenkommen und dort um die Zulassung zum Reichsentscheid ringen. Die Gau-Wettkampfleitungen für die ein­zelnen Berufsgruppen treten in den nächsten Tagen zusammen, um auf Gruüd der Ergebnisse der be­ruflichen und weltanschaulichen Prüfung des Vor­kampfes festzustellen, welche Jungen und Mädel am Gau-Wettkampf teilnehmen dürfen-.

40000 Schaufenster werden gewertet.

NSG. 40 000 gelbe Plakatstreifen mit dem Ruf Wir beteiligen uns!" zeichneten in der Woche vom 9. bis 16. Februar 40 000 Schaufenster im ganzen Reich. Innerhalb des Schaufensters selbst gab ein Schild den Namen und die Leistungsklasse des Wettbewerbteilnehmers an. Bei der Beurtei­lung der einzelnen Fenster wird der besondere Charakter dieses Wettbewerbs der Jugend berück­sichtigt, sind es doch in der Ausbildung befindliche junge Menschen, deren Weiterbildung nur durch aufbauende Kritik gefördert werden kann. Dieser Wettbewerb ist für sie ein Abschnitt auf ihrem

Ausbildungswege, der ihnen Ehrgeiz, Mut und Willen zur Erweiterung ihrer bisherigen Kennt­nisse wecken soll. Der Prüfungsausschuß wird aus einem selbständigen Einzelkaufmann, einem kauf­männischen Angestellten und aus einem Jungge­hilfen bis zum 21. Lebensjahre gebildet. Die Be­wertungsgrundsätze wurden nach vier Gesichtspunk­ten zusammengestellt:

1. Der junge Schaufenstergestalter soll eine gute Werbeidee finden und gestalten. Nach einem genau festgelegten Plan erfolgt dann die De­koration.

2. Die Kostenfrage spielt keine Rolle; es ist daher ein mit wenig zusätzlichen Mitteln hergestelltes Schaufenster höher zu bewerten, als eine mit großem Kostenaufwand gemachte Dekoration.

3. Die technische und künstlerische Ausführung ist von großer Bedeutung. Harmonische Far­benzusammenstellung und Raumaufteilung, ruhige Uebersicht und Anordnung der Ware und blendungsfreie Beleuchtung sind wichttg.

4. Den Ausschlag übt die Werbewirkung aus, denn jedes Schaufenster erfüllt nur dann sei­nen Zweck, wenn es auch wirklich der Verkaufs- Werbung dient.

In diesen 4 Gesichtspunkten wird mit den Noten 1 bis 5, sehr gut und ungenügend, beurteilt. Aus diesen Noten wird dann das Gesamtergebnis er­mittelt.

Narzissen aus dem Odenwald.

NSG. Aus kleinen Anfängen ist die Elfen­beinschnitzerei im Odenwald zum Welt­ruf emporgewachsen. Magere Jahre der deutschen Ausfuhr hatten diesen Erwerbszweig schwer ge­schädigt. Da besann sich das nationalsozialistische Deutschland und erschloß dieser weltberühmten Kunstfertigkeit ein neues Betätigungsfeld durch Aufträge für

Abzeichen für das Winterhilfswerk.

Schon im vorigen Jahre um dieselbe Zeit hatte das Edelweißabzeichen des WHW. die deutsche Nation wieder auf diesen eigenwilligen und form­schönen Erwerbszweia aufmerksam gemacht. Da­mit wurden auch die Kunstschöpfunaen der dortigen Gegend in den Vordergrund gestellt. Wer den Zauber des Odenwaldes mit seinen alten Höfen und seinen verträumten Städten genießen durfte, wird immer wieder den Ruhm jener Werkstätten, in denen die Elfenbeinschnitzerei eine Heimat ge­funden hat, weitertragen. Wir selbst waren jetzt dort, um uns an Ort und Stelle über die Ent­stehungsweise des M ä rz a b z e i ch e n s, der klei­nen Narzisse, belehren zu lassen. Als wir, ganz modern, im Kraftwagen über das holprige Pflaster der Straßen in das alte Erbach einfuhren, grüßte uns die wuchtige Größe des Schlosses, dessen Turm wie ein mahnender Finger aus der Vergangenheit über die Dächer der Stadt ragt. Dort, erzählte mir ein Einheimischer und wies nach oben, wehte vor der Machtübernahme den Systemparteien zum Trotze, den Lebenswillen eines wieder erstarkenden und aufwachsenden Volkes verkündend, die Haken­kreuzfahne der Bewegung, die das Reich heute wieder zu einer selbstbewußten wehrwilligen Nation gemacht hat. Tagelang wehten unsere Farben, unser Sinnbild vom Turm. Denn es hatten sich zwar tapfere SA.-Männer gefunden, die unter Lebensgefahr die Fahne hißten, aber schwer waren

Menschen aufzutreiben, die sie von dieser hals­brecherischen Höhe herunterholten.

Um einen Einblick in das Geschichtliche der Elfenbeinschnitzerei zu gewinnen, besuchten wir auch das Museum im Schloß. Merkwürdige Dinge sahen wir dort, Dinge die imstande sind, wirklich die Aufmerksamkeit zu fesseln, die von einem Kunst­willen zeugen, der die ganze Elfenbeinschnitzerei im Odenwald beherrscht. Dann sahen wir uns die Be­triebe an. Es sind durchaus kleine Betriebe und Heimarbeitsstätten. Da ist z. B. die Mühle am Er­bach, die früher eine Lohmühle war. Als dieses Gewerbe zugrunde ging, erwarb sie der jetzige Be­sitzer und richtete dort unter Ausnutzung der Wasserkraft seine kleine Werkstatt ein. Er hat nur wenige Arbeitskräfte, denn die ganze Familie macht sich nützlich und hilft mit. Da surren die Riemen, da wiroeln die Räder, da schneiden die Messer und Sägen, und es ist ein Leben des Eigen" willens, das Eigenwilliges formt.

Die kleine Narzisse ist ein Kunstwerk für sich. Es ist geradezu ein Genuß, die Entstehung dieser kleinen Blume aus Kunstharz und Kno­chen mitzuerleben und die tteberzeugunq zu ge­winnen, daß dieses formschöne Geschöpf des Odenwaldes die herzen im Reich gewinnen wird. Sie ist eines der schönsten und gefällig­sten Winterhilfsabzeichen!

Und so steht zu hoffen, daß gerade dieses Ab­zeichen ein ganz großer Erfolg sein wird, zumal die Front der Schaffenden, die DAF., damit den prak­tischen Sozialismus in der Reichs st raßen- sammlung am 1. März bekunden wird. Keiner wird fehlen wollen von denen, die noch eine Ver­bindung zum schaffenden deutschen Menschen ha­ben, wenn die Männer der Arbeitsfront die kleinen Blumen an jeden Deutschen herantragen.

SreiiDillioeneinfiellunfl beim Arbeitsdienst.

Mindestatter 17 Zähre, Einverständniserklärung für Minderjährige notwendig.

NSG. Für das Jahr 1936 erfolgt <zum 1. April und zum 1. Oktober die Einstellung von männlichen Freiwilligen in den Reichsarbeitsdienst, wobei

für den 1. April letzter Aumeldekag der 10. März ist; für den 1. Oktober muß die Anmeldung zum 31. August erfolgt sein. Der freiwillige Eintritt in den Reichsarbeitsdienst ist für alle jungen Män­ner vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 25. Jahre möglich. Für die Berechnung des Lebens­alters gilt als Stichtag der Tag der voraussichtlichen Einstellung in den Arbeitsdienst.

Voraussetzung für die Einstellung im Reichs­arbeitsdienst ist, daß der Bewerber die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, deutschen oder artver­wandten Blutes ist, gerichtlich nicht vorbestraft, un­verheiratet ist. lalls noch minderjährig die schrift­liche und amtlich beglaubigte Einverständniserklä­rung seines gesetzlichen Vertreters vorlegt, falls er ein in Berufsausbildung befindlicher Lehrling ist, seine Lehrzeit bis zur Einstellung beendet hat, oder die Einwilligung seines Lehrherrn zur Lehr- zeitverkürzung beibringt und nicht mehr berussschul- pfl'chtig ist.

Der Reichsarbeitsdienst unterscheidet vorzeitig Dienende mit einer Verpflichtungszeit von sechs Monaten und länger dienende Freiwillige. Vorzei­tig Dienende sind solche Personen, die einem jün­geren Jahrgang angehören als dem, der bereits zur Erfüllung der Arbeitsdienstpflicht herangezogen i>t, und die bei ihrer Bewerbung den Nachweis er- bringen, daß sie ohne die vorzeitige Ableistung ihrer Arbeitsdienstpflicht schwere berufliche Nach­teile haben würden. Dieser Nachweis gilt als er­bracht, wenn z. B. Bewerber an Hand von Unter­lagen nachweist, daß er als Abiturient eine Hoch­schule besuchen und einen Berus ergreifen will für den die vorzeitige Ableistung des Arbeitsdienstes eine Voraussetzung ist. Einvorzeitig Dienender" muß tauglich 1 oder 2 oderbedingt tauglich" sein.

Langer dienende Freiwillige sind solche Personen, die sich auf eine Mindestzeit von 12 Monaten ver­pflichten wollen und die diese Verpflichtung ohne Beeinträchtigung ihres Wehrdienstverhältnisses ein­gehen können. Sie müssen daher entweder einem Jahrgang angehören, der vom voraussichtlichen Ein stellungstage in den Reichsarbeitsdienst ab inner­halb Jahresfrist nicht zur Heranziehung zum aktiven Wehrdienst gelangen wird, ober ihren aktiven Wehr­dienst bereits abgeleistet haben. Ein länger dienen­der Freiwilliger muß den Bedingungen für vorzei­tig Dienende entsprechen, oder tauglich 1 ober 2 fein. Minbestgröße ist 1,60 Meter. Die länger dic- nenben Freiwilliaen finb, sofern ihre Eignung fest- gestell ist, als Führernachwuchs für ben Reichs­arbeitsdienst vorgesehen. Ausgenommen von der Einstellung als länger dienende Freiwillige sind: Dienstpflichtige der Jahrgänge 1914 und 1915, die im Herbst 1936 zum aktiven Wehrdienst herangezo­gen werden, Dienstpflichtige aller Jahrgänge, die als Freiwillige der Wehrmacht für 1936 ausge­nommen sind.

Wo hat die Bewerbung um Einstellung zu erfolgen?

Bewerber, dievorzeitig dienen" wollen, können sich nur bei dem für ihren Wohnort zuständigen Meldeamt für den Arbeitsdienst melden. Die Anschrift des Meldeamtes ist bei der örtlichen, zu­ständigen polizeilichen Meldebehörde zu erfragen. Länger dienende Freiwillige bewerben sich bei der Arbeitsdienst gruppe, in deren Bereich sie eingestellt werden wollen. Die Anschriften der Ar- beitsdienstgruppen sind bei allen Dienststellen des Reichsarbeitsdienstes ',u erfragen. Einstellungsge­suche, die an andere Dienststellen als die oben­genannten gerichtet werden, sind zwecklos.

Vor der Bewerbung hat sich jeder Bewerber, so­weit er nicht bereits gemustert ist, zur Zivilerfassung und Ausstellung eines Freiwilligenscheines für den Reichsarbeitsdienst bei der für seinen Wohnort zu­ständigen polizeilichen Meldebehörde anzumelden. Hierzu sind sämtliche Personalpapiere und von Minderjährigen die schriftliche Einverständniserklä­rung ihres gesetzlichen Vertreters mitzubringen. Die Bewerbung kann schriftlich oder persönlich erfolgen. Die Bewerbung muß spätestens am 10. März 1 93 6 (bzw. 31. August 1936) bei den Meldeämtern für den Arbeitsdienst ober bei den Arbeitsdienstgruppen eingegangen sein und sämt­liche geforderten Unterlagen und Bescheinigungen enthalten. Bewerbungen, die nach Meldeschluß ein­gehen oder nicht sämtliche Unterlagen enthalten, werden nicht berücksichtigt. Die gleichzeittge Be­werbung bei mehreren Dienststellen ist untersagt. Besondere Wünsche für die Einstellung in eine be­stimmte Abteilung des Reichsarbeitsdienstes können beivorzeitig Dienenden" nicht berücksichtigt wer­den. Die Stellung eines solchen Antrages bei der Bewerbung ist daher zu unterlassen.

Die Einslellungsgesuche müssen enthalten: fürvorzeitig Dienende":

1. Freiwilligenschein für ben Reichsarbeitsdienst, 2. schriftlichen Nachweis, baß der Bewerber ohne die vorzeitige Ableistung des Arbeitsdienstes schwere berufliche Nachteile haben würbe,

3 gegebenenfalls Bescheinigung bes Lehrherrn, oaß der Bewerber bis zum voraussichtlichen Einstellungstage seine Lehrzeit beenbet haben wird,

4. gegebenenfalls Abgangszeugnis der Berufs­schule,

fürlänger dienende Freiwillige": oreiwilligenschein ober Musterungsausweis bZw. Wehrpaß,

o" ÖGS Wehrbezirkskammanbas,

ö. handschriftlich geschriebener Lebenslauf, ber minbeftens enthalt: Dor- und Zuname, Ge­burtstag und -ort, Angaben über Schulbesuch, Beruf und Beschäftigung oder Arbeitslosigkeit, über etwa abgeleistete Dienstzeit im Ardeits- dienst und genaue deutliche Anschrift,

4. Bersonalpaplere: Schulzeugnisse, Ausweise über Zugehörigkeit zur HI., SA., SS., usw. Sport-

qegebenenfalls Bescheinigung des s Bewerbung bei einer Dienststelle werden nicht er« d Abgangszeugnis der Berufs-' stattet. Wird der Bewerber zur Untersuchung auf«

abzeichen und

Lehrherrn und

5.

schule.

zwei Paßbilder (55 mal 45 Millimeter), die im unteren Drittel vom Bewerber eigenhändig mit Vor- und Zunamen unterschrieben sein müssen.

:ber zur Untersuchung auf« gefordert, fo erhält er gegebenenfalls freie Fahrt, jedoch nicht für Stadtfahrten.

wehrmachtsfreiwillige, die im Besitz des Annahmefcheines eines Truppenteils sind, wer­den, soweit sie arbeitsdienstpflichlig sind, ohne weitere Bewerbung alsvorzeitig Dienende" zum Reichsarbeitsdienst herangezogen.

Eine notwendige Zahnbehandlung ist von allen Bewerbern vor der Einstellung durchzuführen.

Länger dienende Freiwillige, die bereits im Ar­beitsdienst waren und nach Ablauf von 26 Wochen vom Arbeitsdienst in Ehren entlassen wurden, brau­chen sich nur auf sechs Monate zu verpflichten und können bei Bedarf und Eignung mit dem Dienst- .

grab, den sie bei der Entlassung innehatten, (Vor-1 Die Einverstandniserklarung für Mlnderiahrige mann, Obervormann), wieder eingestellt werden. I muß von einer amtlichen Stelle hinsichtlich Der Echt- Zur Einberufung vorgemerkte Bewerber, die den heit der Unterschrift des gesetzlichen Vertreters be- vorläufigen Bescheid" erhalten haben/ unterliegen glaudigt sein und hat folgenden Wortlaut:Hier« den für Arbeitsdienstpflichtige geltenden Bestimmun- durch gebe ich als gesetzlicher Vertreter meines mm= gen. Eine Gewähr für die tatsächliche Einstellung derjährigen Sohnes (Mündels) - zu dem vorgemerkten Einstellungstag wird nicht und Familienname) diesem die Erlaubnis zum frei- übernommen. Die Fahrtkosten für eine persönliche i willigen Eintritt in den Reichsarbeitsdienst.

SJL-fpor t

Opferschießen für das Winterhilfswerk am 45. März.

Vom Fachamt Schießen des Reichsbundes für Leibesübungen, Ortsgruppe Gießen, wird uns geschrieben:

Als Tag für das Opferschießen 1935/36 ist im Einvernehmen mit dem Deutschen Reichsbund für Leibesübungen der 15. März 1936 bestimmt worden. An diesem Tage haben die dem Deutschen Schützen­verband zugehörigen Vereine schießsportliche Ver­anstaltungen durchzuführen, deren Erlös dem Win­terhilfswerk zugute kommt.

Der Einsatz muß mindestens auf 0,35 Mark je Teilnehmer festgesetzt werden. Hiervon find 0,30 Mk. an die örtliche Stelle des Winterhilfswerks spätestens am 16. März abzuführen, für. 0,05 Mark ist eine Sportgroschenmarke zu lösen. Diese sind bei den örtlichen Stellen des Hilfsfonds für den Deutschen Sport zu diesem Zwecke rechtzeitig anzufordern. Es ist den Vereinen freigestellt, über 0,35 Mark hinaus noch einen geringen Betrag zur Deckung eigener Unkosten zu fordern.

Die Durchführung und Ausgestaltung des Schie­ßens bleibt den Verbänden überlassen. Es wird Wert darauf gelegt, daß sich nicht nur allein die Schützen der Schützenvereine, sondern auch alle Orts­bewohner an diesem Opferschießen beteiligen.

Alle örtlichen Stellen der Partei, SS., SA., Mili­tär, Post und Bahn und die Vereinsführer sämtlicher Vereine usw. werden heute schon gebeten, diesen Tag. von allen anderen Veranstaltungen freizuhalten und ihre Leute im Interesse der notleidenden Volks­genossen möglichst vollzählig zu diesem Opferschießen zu schicken.

Die beiden hiesigen Schützenvereine, der Schützen­verein Gießen (Schießstand am Schützenhaus) und die Schühengesellschaft 1926 Gießen e. V. (Schieß­stand Schneise 1) haben sich selbstverständlich gern in den Dienst der guten Sache gestellt und erwarten eine rege Beteiligung, damit in diesem Jahre ein noch größerer Betrag an das Winterhilfswerk ab- geführt werden kann, als im vergangenen Jahre.

Oietwarte-LehrgangimKreisLat'n-Dill

Der Kreisdietwart des Kreises 8 Lahn-Dill hatte die Vereinsdietwarte der Turnvereine in den Unter­kreisen Wetzlar und Dill zu einer Arbeitstagung zusammengerufen, die in der Jugendherberge zu Wetzlar ftattfanb. Die Tagung, zu der sich 30 Diet- warte eingefunden hatten, stand im Zeichen froher Gemeinschaft. Zu Beginn der Tagung hißte man in feierlicher Art die Flagge.

Im Mittelpunkt der Arbeit des ersten Abends stand ein Vortrag des Gauredners und Ortsgrup­penleiters der NSDAP. Siemens (Niedergir­mes), welcher es vorzüglich verstand, das Arbeits­gebiet der Dietwarte im Reichsbund für Leibes­übungen klar herauszustellen und ihr Richtung und Ziel zu zeigen Ortsgruppenleiter Siemens erntete für feinen Vortrag herzlichen Dank und man besprach anschließend zwanglos Fragen aus dem reichen Arbeitsfeld des Dietwartes.

Die Arbeit des zweiten Tages wurde mit einer Morgenfeier begonnen. Unterkreisdietwart. Lehrer Ufer (Hermannstein). sprach in feinem Morgen­spruch von Jahns Wunsch nach deutscher Einheit.

Ein Vortrag von Dr. Römer (Großen-Linden) über Erbgesundheitslehre und Bevölkerungspolitik betonte den großen Wert gesunden Blutes für das Volk.

Unterkreisdietwart Henrich (Straßebersbach) brachte Ausführungen über die Redeschulung der Dietwarte. Dr. Römer zeigte noch Wege auf, die der Dietmar! in seiner praktischen Tagesarbeit in Verein und Kreis gehen kann und gehen muß.

Dann wurde die Flagge wieder eingezogen, das Deutschland-Lied erklang und mit ihm war der Lehrgang beendet.

Lugendfußball auf dem Lande.

Atten-Vuseck Jugend Garbenteich Jugend 1:2 Lollar Schüler Atten-Vuseck Schüler 2:1.

Die Schülermannschaft mußte nach vollkommen gleichwertigem Spiel eine knappe Niederlage auf dem Lollarer Platze hinnehmen.

Die Jugend mußte, mit nur zehn Mann spielend, die leichte Ueberlegenheit Garbenteichs anerkennen. Der Sieg der Gäste war verdient.

Steinbach 1. Jugend Lich 1. Jugend 8:0.

Am Sonntag weilte Lichs Jugend in Steinbach und mußte eine glatte Niederlage mit nach Hause nehmen. Steinbach war sehr gut in Form und Lich hatte im ganzen Spiel kaum etwas zu be­stellen. "

Herber-Baier in Amsterdam.

Die deutschen Olympiasieger im Paarlaufen, Maxie H er b e r und Ernst Baier werden vorL aussichtlich bei einer Eissportveranstaltung am 4. und 5. März in Amsterdam, bei der auch die ka­nadischen Eishockeyspieler mitwirken werden, star­ten.

Neue deutsche Schwimmrekorde.

Jrn Charlottenburger Stadtbad unternahmNixe" Charlcsttenburg am Dienstagabend einige Rekord­versuche im Staffelschwimmen, die von Erfolg ge­krönt waren. Die Mannschaft Knuth-Fritsche- Engelmann verbesserte über 3mal100-Meter- Brust ihren eigenen deutschen Rekord auf 4:33,5 Minuten. Dann unterboten dieNixen" zwei deutsche Bestleistungen von Düsseldorf 98. Für die 6mal50-Meter - Freistilstaffel benötigten sie nur 3:17,2 und waren damit 14 Sekunden schneller als die Rheinländerinnen. Den deutschen Rekord über 3mal100-Meter-Rücken schraubten die Charlotten­burgerinnen Wiebalk-Halbsguth-Arendt von 4:32,1 auf 4:19,4 Minuten. Ein 200-Meter- Brustschwimmen der Männer gewann Wittenberg- Poseidon Berlin in 2:53,8 Minuten.

Nia Mastenbroek schwamm Weltrekord.

Im Rahmen eines internationalen Schwimmfestes in Maastricht wartete die holländische Rekord- Schwimmerin Ria M a st e n b r o e k mit einer neuen Glanzleistung auf. Sie verbesserte den Welt­rekord im 440-Aards-Rückenschwimmen von 5:30 Min. auf 5:29,2 Min. Auch die Holländerin Tini Wagner, die in deyi Rennen zeitweilig geführt hatte, blieb mit 5:29,6 Min. noch unter der seit­herigen Bestleistung der Amerikanerin Lenore Kight.

*

Das Reichstreffen der Radfahrer, eine alljährlich wiederkehrende Veranstaltung des DRV., wird am 20. und 21. Juni in Bonn abge­halten. In Verbindung damit werden die Deutschen Saalsport-Meisterschaften und die Meisterschaften im Zweier- und Sechser-Radball durchgeführt.

Vor zwei schweren Fußball-Länderkanipsen.

Deutschlands Reichsmannschast in Barcelona und Liffabon.

Nach einer Pause von über zwei Monaten seit dem denkwürdigen Länderkampf gegen Eng­land trat Deutschlands Reichsmannschaft nicht mehr auf den Plan setzt der Deutsche Fußballbund seine Vorbereitungen auf das Olympische Fußball- Turnier mit einerspanischen Reise", die zwei schwere Länderkämpfe innerhalb ganz kurzer Zeit enthält, fort. Am kommenden Sonntag, 23. Fe­bruar, spielt Deutschland auf dem Kampffeld im Montjuich-Park zu Barcelona gegen Spanien und vier Tage später, am 27. Februar, steigt in Lissa­bon das erste Tressen gegen Portugal.

Das Treffen gegen Spanien

wird allgemein als der schwerere Kampf für Deutschland angesehen. Verschiedene Umstände snrechen deutlich dafür. Vor allen Dinaen wird Spaniens Fuhballkönnen höher eingeschätzt als das Portugals. Das schwerste Argument besteht darin, daß Spaniens Prestige im europäischen Fußbclll- sport auf dem Spiele steht. Spaniens Fußball­spieler werden sich daher mit ihrem ganzen Tem­perament und großen Können in den Kampf werfen. Diese Umstände und noch verschiedene an­dere machen das Spiel für unsere Mannschaft un- gemein schwer. Oesterreich gelang es als spielerisch gleichwertiger Mannschaft Spanien zu über­rumpeln und ihm die erste Niederlage auf eigenem Boden beizubringen. Deutschland heute im spielerischen Standard den Oesterreichern und Spa­niern fast gleichzusetzen wird auf eine gewitzigte spanische Vertretung treffen, die bestimmt nicht mehr überrumpelt werden kann. Bei Deutschland gegen Spanien wird nur Können gegen Können, Spätem gegen Spielkunst, Kampfgeist gegen Sieges» willen stehen, basUeberraschungsmoment" da» neqen vollkommen ausgeschaltet sein, da beide Mannschaften wissen, um was es geht und sich ihrer Stärken und Schwächen bewußt sind.

Die Aufstellung der deutschen Hintermannschaft und Läuferreihe gibt die Gewähr dafür, daßhin- ten" das getan wird, was unter den gegebenen Um­ständen getan werden kann. Die Besetzung des An­griffs, die gegenüber London bedeutend umgestellt ist, läßt ebenfalls eine gute Leistung erwarten, da jeder Mann da hingestellt wurde, wo er am nütz­lichsten wirken kann. Im einzelnen lauten die Auf­stellungen:

Deutschland: Jakob; Muntert, Münzenberg; Janes, Goldbrunner, Grämlich; Lehner, Hohmann, Lenz, Szepan, Fath.

Spanien: Zamora oder Blasco; Quincoces, Zabalo; Lecue, Muguerza, Argemi; Emilin, Jrrara- gorri, Langara, L. Regueiro, Vantolra.

Das Spiel gegen Portugal

in Lissabon ist vielleicht nicht weniger schwer als der Kampf gegen Spanien. Oesterreich konnte Portugal nur mit 3:2 schlagen, kam aber "*was sicherer als in Madrid zum Sieg. Unsere Mann­schaft die Aufstellung wird erst an Ort und Stelle bekannt gegeben wird hier ebenfalls in bester Form spielen müssen, wenn sie sich erfolgreich be­haupten will. Eine Niederlage gegen Portugal würde jedenfalls schwerer wirken und unangeneh­mer für Deutschland sein als eine Schlappe gegen Spanien. Wir glauben aber, daß Deutschlands Spieler selbst nach einer eventuellen Niederlage ge­gen Spanien noch so viel Selbstvertrauen besitzen, daß sie in Lissabon unbeschwert in den Kampf gehen und eine gute Leistung bieten können.

Die Schiedsrichter der beiden Länderkämpfe heißen John Langenus (Belgien) und E s c a r- tin (Spanien). Langenus leitet den Kampf in Barcelona, Escartin steht dem Spiel gegen Por­tugal vor.