Oberheffen
der Vereinsoorsitzende Karl Sann die Versamm-
1 funn Mitl krtriftrlmn nn hin
Aus aller Welt
Gedanken der Volksgemeinschaft und der
innigen
JVc<za»,K&M.
Sw gegen spröde Haut
MWttlSlSklMlN
26 Fortsetzung.
Nachdruck verboten!
wurden wurden
im Orte 60 973 Liter verkauft. Magermilch 309 645 Liter, Butter 30,97 Zentner und
am die
ich. Aber ich wollte nur an die schöne
den Gesang alter Volkslieder. Nach der Mittagspause wird dann die Holzoersteigerung fortgesetzt.
* Harbach, 19. Febr. Heute konnten die Eheleute Heinrich Keil I. das Fest der silbernen Hochzeit begehen.
# Ettingshausen, 18. Febr. Im Saale des Gastwirts Karl Stein II. fand die Generalversammlung der Sängervereinigung „Con- cordia^Liederkranz" statt. Nach dem Deutschen Sängergruß und einem Volkslied eröffnete
Ruhe."
„Ach, du kluges, du liebes, chen —" Nun zog er sie doch her nimmst du die Weisheit,
Sie lächelte eigen, löste sich
kluges, kleines Mäb- in seine Arme. „Wo- Kind?"
sanft aus seiner Urn-
um vom Funken seiner leidenschaftlichen Aufwallung entflammt zu werden.
„Ich danke dir, daß du mir alles sagtest, und werde versuchen, zu glauben, daß du recht hast. Meine Mutter wäre treu geblieben, das weiß ich. Das liegt uns im Blut. Aber quäle dich nicht, lieber Soante", nach seiner Hand haschend, als sie den Kampf in seinen Zügen las, „man muß das tun, was man für recht hält, sonst verliert man alle Sicherheit im Leben und kommt nie innerlich zur
Der Einmarsch in den Saal unter den Klängen des Spielmannszuges und der Fanfaren-Bläser leitete
Hände zwischen den Knien.
„Ja, Kind, auch das merkte
Tanzvergnügen. Der Ertrag der Veranstaltung fließt dem Winterhilfswerk zu.
wg. Großen-Buseck, 19. Febr. Die hiesige Hitlerjugend veranstaltete im Saale der Gastwirtschaft „Germania" einen Kulturabend.
frei bezeichnet; der Vorsitzende erteilte darauf dem Rechner Entlastung. Bei der Vorstandswahl wurde der bisherige Vereinsoorsitzende Karl Sann einstimmig wiedergewählt. Er bestimmte sodann seine Mitarbeiter im Vorstand. Nach Erledigung einiger kleinerer Angelegenheiten wurde die Versammlung mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer geschlossen. Sodann verblieb man noch einige Zeit in kameradschaftlichem Beisammensein.
Marburger Fastnacht.
„Dle Jungmühle des Frohsinns."
Nachdem der erste Marburger Büttenabend 15. d. M. zu einem beispiellosen Erfolg für
Käse 1,88 Zentner von der Molkerei zurückgeliefert. Der Rechner gab sodann den Revisionsbericht bekannt. Die Gesamteinnahmen betrugen 83 478,90 Mark, die Ausgaben 83 209,70 Mark, so daß ein Gewinn von 269,20 Mark verblieb. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die ausscheidenden Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder Wilhelm Schmidt IX., Heinrich Wagner VI. und Christian Schmidt wurden einstimmig wiedergewählt. Anschließend folgte eine rege Aussprache. Herr Grieb von der Molkerei Gießen betonte, daß Großen-Buseck im Milchwirtschaftsverband Rhein-Main mit der Ablieferung der Milch an erster Stelle stehe. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates schloß die Versammlung in der üblichen Weise. — In der Gastwirtschaft „Zum kühlen Grund" fand ferner eine Mitgliederversammlung der Verbrauchergenossenschaft Gießen statt. Der derzeitige Geschäftsführer Rudolf Stork (Gießen) sprach über den W°rt und die Bedeutung des Genossenschaftswesens. Anschließend wurde der Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr bekanntaegeben. dem zu entnehmen war, daß im Genossenschaftswesen eine langsame, aber sichere Steigerung des Geschäftsverkehrs zu verzeichnen sei.' Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurden die n"u bestimmten Vertreter für die hiesige Verteilungsstelle den Mitaliedern bekannt- gegeben. Ein unterhaltsames Beisammensein mit n»rfrf)i»bpn-’n humnriftirrt^ und musikalischen Darbietungen beschloß den Abend.
<£ Reiskirchen, 20. Febr. Die Brenn- holzversteigerung im hiesigen Gemeinde- mald. die am Dienstag bei starker Beteiligung von Kauflustigen stattfand, ergab folgende Durchschnitts- nreise je 2 Raummeter: Buchenscheite 24 bis 28 Mark, Buchenknüppel 18 bis 22 Mark, Buchen- reifer 4 Mk. (4 Raummeter dagegen 8 bis 18 Mk.), Buchenstöcke 10 bis 12 Mark, Eich»nknüpoel 10 Mk., Fichtenknünpel 8 bis 12 Mark, Fichtenstöcke 4 bis 6 Mark. Bei Holzversteigerungen in unserer Gemarkung ist es Sitte, daß mittags an einem freien Platze, der geschützt im Versteigerungsbezirk liegt, ein Lagerfeuer angezündet wird, um das sich die Holzkäufer lagern, während ein Gastwirt aus dem Orte mit Bier und Branntwein erscheint und die Kauflustigen ihr mitgebrachtes Mittagsbrot verzehren. Oft hört man bei dieser Gelegenheit auch
allein sein — und das ist ein Opfer, das man nicht, das man nie verlangen sollte."
Seine hellen Augen, die voll verhaltener Zärtlichkeit auf Grete geruht, wanderten sinnend in die Ferne. „Als Kind wunderte es mich oft, daß meine
Verbundenheit aller Volksgenossen im Sinne unseres Führers bekundet hätten und auch in der Ausgestaltung des Abends weiter zum Ausdruck bringen wollten. Hierauf wurde ein Theaterstück auige- führt, welches das Schicksal eines deutschen Auswanderers schilderte, der nach Jahren reumütig wieder in die Heimat zurückkehrt. Dann folgte ein lustiger Zweiakter. In den Pausen brachte die Sängeroereinigung unter der Stabführung ihres Chorleiters M ö b u s einige sehr gut vorgetraqene Lieder zu Gehör. Am Schlüsse der Vortragsfolge brachte Zellenleiter Schäfer das Sieg-Heil auf Führer, Volk und Vaterland aus. Im zweiten Teile des Abends spielte die Kapelle Möbus zum Tanz auf. In schöner Gemütlichkeit verblieb man dann noch einige Stunden beisammen. Der Ueberlchuß der Veranstaltung wurde dem Winterhilfswerk zugewiesen.
(D Burkhardsfelden, 19. Febr. Der hiesige Gesangverein „Germania" hielt am Sonntag sein Wintervergnügen ab, das von dem Vereinsvorsitzenden S ch m i d t mit einer kurzen Begrüßungsansprache eingeleitet wurde. Nach einigen Musikstücken der Kapelle S ch l e u f e - Steinbach und einigen Liedvorträgen der Sänger unter Leitung des Chormeisters Rudolf Nicolai- Großen- Buseck hielt der Zellenleiter Lehrer H o f m a n n eine Ansprache, in der er dem Gesangverein für seine tatkräftige Mitarbeit am Ausbau des Dritten Reiches dankte und dem Führer unter freudiger Zustimmung aller Besucher mit dreimaligem Sieg- Heil Gruß und Treuegelöbnis darbrachte. Sodann wurde das Konzert fortgesetzt. Anschließend folgte
Das letzte Gutachten im Seefeld-Prozeß.
Im Mordprozeß Seefeld erstattete als letzter in der Reihe der SachverMndigen Professor Dr. Müller - Heß, der Leiter des Instituts für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin, sein Gutachten. Zur Frage der Tötungsart der Kinder stellte Professor Müller-Heß auf Grund seiner langjährigen Erfahrungen fest, daß als Todesursache Erwürgen bzw. Erdrosseln in Frage komme. Seefeld sei ein lebensuntüchtiger und asozialer Mensch mit ausgesprochen infantilem, rührseligem und hysterischem Einschlag. In Uebereinstimmung mit dem Gutachten des Obermedizinalrates Dr. Fischer stellte der Sachverständige fest, daß bei Seefeld eine Geisteskrankheit nicht vorliege und die Voraussetzungen für den §51 nicht in Frage kommen. — Eltern, schützt eure Kinder! Diese Forderung hob Prof. Dr. Müller-Heß in seinem Gutachten besonders eindringlich hervor; er betonte, daß der Angeklagte bei der ungenügenden Aufklärung und Warnung der Kinder von feiten der Eltern und einer leichtfertigen Sorglosigkeit gegenüber dem angeblichen guten Onkel leichtes Spiel hatte. Diese traurige Erfahrung zeige sich leider in den meisten Fällen von solchen Kapitalverbrechen.
Doppelmord an den Enkelkindern.
Der wegen Doppelmordes an seinen vier- und sechsjährigen Enkelkindern verhaftete Georg W ü r r, Nürnberg, hat ein Geständnis abgelegt, wonach er die Kinder nachts mit Vorsatz und lieber» legung durch Leuchtgas getötet hat. Würr kehrte am Abend in seine Wohnung zurück, wo die Kinder schliefen und öffnete in der Küche den Gashahn, so daß das Gas in das Schlafzimmer eindringen konnte. Dadurch wurde der Tod der Kinder herbeigeführt. Würr wollte einen Unfall vortäuschen Durch diese Tat glaubte er in den Besitz einer vorher für die Kinder abgeschlossenen Versicherung von 10 000.— Reichsmark zu gelangen. Diese Summe wollte er für die Ausstattung seiner Töchter verwenden.
Das Versteck eines Goldhamsterers in Tleuyork ausfindig gemacht.
Jiß Stahlfach einer Neuyorker Bank entdeckte die Bundesgeheimpolizei 10000 Stück Zwanzig- Dollar-Goldmünzen, die ein Goldhamsterer dort versteckt hatte. Der augenblickliche Marktwert des gefundenen Goldes wird auf 338 600 Dollar geschätzt. Nach polizeilicher Mitteilung soll es sich bei dem Hamsterer um einen gewissen Zeilik Iosefowitz handeln, der angeblich in Lausanne in der Schweiz ansässig ist. Man vermutet, daß
Sellben nickte nur. „Es ist gut, daß Sie da sind, Fröken, so können wir schnell den letzten Teil des Vortrags durchsehen — nachher kommen meine beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter. Es qibt^jetzt schon allerlei zu besprechen und vorzubereiten für unsere neue Expedition."
Er wies höflich einladend auf ihren gewohnten Platz und blätterte in seinen Papieren.auf dem Schreibtisch. „Hier — wollen Sie bitte zuerst diesen Brief an das Auswärtige Amt durchsehen — ich glaube, ich mache immer noch fürchterlich viel Fehler."
Grete Mervius nahm das ihr gereichte Briefkonzept und sah ihren Chef ruhig an.
„Das schadet nichts, Herr Sellben, Sie sind ja kein Deutscher, sondern ein Ausländer, ein Fremder, an den. stellt man keinerlei Ansprüche."
Einen Moment trafen sich ihre Augen. Eine leise Röte färbte des Mannes Stirn. Er hatte sie wohl verstanden. Aber er schwieg, nahm, als seine junge Sekretärin, die Zeilen korrigiert, sein Manuskript auf und begann zu diktieren. Trocken, abgehackt, völlig uninteressiert klang seine Stimme, als haspele sie eine eingelernte Lektion herunter.
Gretes Stift huschte über das weiße Papier, füllte es mit Zeichen, die vor ihren Augen zu einem Meer schwarzer Punkte oerschwarnrnen. Worte hörte sie, verstand sie nicht. Ein Druck würgte wütend in der Kehle ..
Da stockte die diktierende Stimme. Stumpf fragend hob sie die Augen, ließ die Hand wie gelähmt in den Schoß sinken, als Selldön mit heftiger Gebärde sein Manuskript auf die Schreibtischplatte warf.
„Nein", sagte er kurz, „es geht nicht, so quäle ich nur mich — und dich. Ich müß mit dir sprechen, Greta —"
Marburger Fastnacht geworden ist, konzentriert sich jetzt alles auf die Veranstaltungen, die noch in der Fastnachtszeit in Marburg stattfinden. Besonderes Interesse wird dem Fastnachtsumzug entgegengebracht, der in diesem Jahre (14.30 Ühr ab
armung und schritt auf ihren Arbeitsplatz zu. „Jetzt wird es besser gehen", meinte sie nur, die Schreiberei wieder aufnehmend.
Da gehorchte Soante Sellben der unausgesprochenen Bitte, hielt die Worte, die ihm noch auf den Lippen brannten, zurück und vertiefte sich ebenfalls in die Arbeit, die sie in unbewußter Abwehr einer nahen Gefahr wie ein Schild Zwischen sich und ihn geschoben. Und ein tiefes, glückliches Staunen war in dem Mann, daß das Mädchen, das er liebte, sich in dieser Stunde so groß gezeigt.
27. Kapitel.
Margret Mervius ging mit sorgenbeschwertem Herzen durch die Tage. Was ihr hellsehender Mutterblick schon lange bemerkt, trat nun immer deutlicher zutage: Mit Elfriede ging eine große Veränderung vor.
Sie, die das ganze letzte Jahr hindurch ihre Besuche zu Hause auf das Allernötigste beschränkt hatte, immer verschlossener geworden war, jedes Alleinsein und jede vertrauliche Aussprache mit der Mutter ängstlich mied, kam seit kurzem fast täglich. Nicht auf kurze Zeit, nein, stundenlang blieb sic, fand nur schwer fort, war zärtlich, lieb und aufmerksam wie in ihren holdesten Mädchentagen. Nur widerwillig erfüllte sie die ihr obliegenden gesellschaftlichen Verpflichtungen, die ihr nicht die geringste Freude mehr zu machen schienen. Es war, als meide die das eigene luxuriöse Heim, als flüchte sie zur Mutter. Vor was —?
(Fortsetzung folgtI)
Deutsche Arbeitsfront.
Verwaltungsstelle 19 Gießen.
Achtung, DAF.-INilglieder!
Mr weisen hierdurch nochmals darauf hin, daß wir ab 1. März 1936 nur solche Anträge auf Kranken-, Erwerbslosen- und sonstige Unterstützungen annehmen können, denen das neue umgeschriebene Mitgliedsbuch beiliegt. Anträge, denen das alte Mitgliedsbuch beigefügt ist, müssen zurückgewiesen werden.
Wer bis heute fein Mitgliedsbuch bzw. -karte noch nicht zur Umschreibung abgegeben hat, wird hiermit letztmalig dazu aufgefordert. Ausgenommen sind die Mitglieder der früheren Deutschen Angestelltenschaft.
JHoman von H. von Wettermann.
Copyright 1936 by Aufwärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68
Er stand auf, zog die Widerstandslose an beiden Händen zu sich empor und legte seine Lippen auf das blonde Haupt, das sich matt gegen seine Schulter senkte.
„Du Liebe, glaubtest du, ich hätte vergessen?" fragte er leise, zart über ihr Haar streichend, „hätte nur in einer verliebten Laune mit dir gesvielt und wolle nun tun, als sei nichts gewesen? Nein, Kind, so ist es nicht, was ich qeftern tat, tat ich mit d"m Herzen. Und doch bereue ich es tief. Und du sollst missen, warum. Komm —" er führte sie zu dem Sofa, setzte sich aber nicht neben sie, sondern auf einen etwas entfernten Stuhl.
„Ich habe die ganze Nacht darüber nachgedacht, was nun zu tun fei, denn siebst du, Greta, gestern wurde es mir bewußt, daß ich dich schon lanae lieb habe, wohl von dem ersten Tag an. Du warst jnir wie- ein Gruß von meine liebe H»'mat, wie lauter helle Sommersonne; und deine Jntellmenz, dein aroßes Interesse für nvine Arbeit entzückten mich. Bold merkte ich, daß ich glücklich war, wenn du kamst."
Ein zages Lachen huschte über das blasse Mäd- chenqesicht. „Ich kam gern", sagte Grete leise, „und war auch glücklich —"
Sellden beugte sich jäh vor — riß sich aber in der halben Beweguna zurück und verbarg seine
Bürgerwiese) 60 Gruppen umfassen wird; 8 Musikkapellen werden bei dem Umzug mitwirken. Es sind Gruppen für den Umzug angemeldet, die an Originalität kaum zu überbieten fein werden. Manche Gruppen sind dabei 50 und 60 Personen stark. Aber auch dem Marburger Riesen-Panoptikum, das bereits am Sonntag, 22. Februar, auf der Ketzerbach eröffnet wird, sowie dem Kinder- Maskenzug am Rosen-Montag sieht man mit Spannung entgegen. Da zur Marburger Fastnacht von allen Eisenbahnstationen im Umkreis von 35 Kilometer am 25. Februar Sonntagsrückfahrkarten nach Marburg ausgegeben werden, wird sich eine Reise nach Marburg lohnen. (Siehe heutige Anzeige.)
Briefkasten her Redaktion
Ä. V. in 71. Hinter die Worte „Lina" und „Becker" muß je ein Komma gesetzt werden.
nicht an die Zukunft denken, Gegenwart. Und das war verkehrt, denn man kann die Zeit nicht aufhalten." Er seufzte. „Gestern nacht schien es mir möglich, ein anderes Leben an das mein» zu binden — heute weiß ich es besser. Wenig Glück bringt eine Ebe, w"nn sie dauernd durch Ferne getrennt wird. Mein Wea führt in Weltteile, ben»n jede Kultur, jeder Komfort im europäischen Sinne fehlt. Ein Mann vermag es, sich den primitivsten Verhältnissen anzupassen, eine Frau auf die Dauer nicht. Dort zu wirken ist aber mein Lebenswerk. Also würde die Frau fast immer
Verlaufe des Abends wurde ein Theaterstück aufgeführt, das den volksdeutschen Kampf eindrucksvoll schilderte. Ortsgruppenleiter Bürgermeister R e b h o l z sprach über das neue Ideal der Jugend und ihren Glauben an das einige Deutschland. Turnerische Hebungen, Boxkämpfe und die Veranschaulichung eines Heim- und Kameradschaftsabends in der Hitlerjugend beschlossen die Veranstaltung.
wg. Großen-Buseck, 19. Febr. Gestern fand im hiesigen Gemesndewald die diesjährige Nutz - und Werkholzoer st eigerung statt. Bei reger Beteiligung wurden ziemlich hohe Preise erzielt. Die Preise lagen, je nach Klasse und Qualität, bei Buchenstammholz zwischen 25 bis 45 Mark, Eichenstammholz 20 bis 50 Mark, Fichte 20 vis 35 Mark je Festmeter.
wg. Großen-Buseck, 19. Febr. Die Mil ch- a b s a tz - G e n o s s e n s ch a f t Großen-Buseck hielt im Saal der Wirtschaft „Zum kühlen Grunde" ihre dritte Generalversammlung ab. Direktor Karl Schwalb erstattete den Geschäftsbericht, dem zu entnehmen war, daß die Genossenschaft in den drei Jahren ihres Bestehens eine gute Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen hatte. Fast alle Bauern des Dorfes gehören der Genossenschaft an, die nun 153 Mitglieder zählt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten 26 Mitglieder neu bei. Der Milchverkauf hat sich im Jahre 1935 gegenüber dem Vorjahre bedeutend vermehrt. An die Molkerei Gießen wurden 645 521 Liter Vollmilch geliefert. An Trinkmilch
Josefowitz bis zu 2 Millionen Dollar Gold in anderen amerikanischen Banken unter verschiedenen Namen niedergelegt hat. Josefowitz soll kürzlich, nachdem er von der Untersuchung Wind bekommen hatte, 200 000 Dollar nach der Schweiz verschoben haben. Er wird jetzt von der amerikanischen Polizei gesucht. Der Goldhamsterer hat eifie Strafe in doppelter Höhe des gehorteten Betrages ober Gefängnis bis zu 10 Jahren zu gewärtigen.
10000 RM Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung.
Auerbach a. t>. 19. Febr. (LPD.) Ein hiesi-
ger Geschäftsmann mürbe zu 10 0 0 0 Mark @ e l b ft r a f e verurteilt. Er hatte in ben Zähren 1933 bis 1935 Steuern hinterzogen.
Rundfunkproqramm.
Freitag, 21. Februar.
6 Uhr: Choral, Morgenfpruch. Gymnastik. 6.30: | Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. 10.45: Nachrichten. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozial- bienft. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Senbebezirk). 13.15: Mittagskonzert: „Ritz am Baa!" 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis brei. 15: Wirtschaftsbericht: Was ist Verbunbwirt- fchaft? 15^5: Gang burch bie Betriebe: Funkbericht aus Schriftgießerei unb Steinbruckerei. 16: Unterhaltungsmusik. 17.30: „Die Stürmer von Douau- mont". Im Gebenken an bie Kämpfe vor 20 Jahren. Von Corbt von Branbis. 17.45: Das aktuelle Buch. 18: I. Fröhliche Weisen. II. Ouvertüren. 19.45: Tagesspiegel bes Reichssenbers Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Dilettant — und doch Meister. Musik als Nebenberuf. 21.30: „Autoland". Menschen unb Stätten aus ber rhein-mainifchen Motorinbustrie. 22: Nachrichten (auch aus bem Senbebezirk). 22.20: Sportschau ber Woche. 22.40: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtkonzert.
Mutter so traurig war und so viel meinte. Später habe ich es verstanden. Schmer hat sie unter ber Einsamkeit, bem langen Fernsein meines Vaters gelitten. Sie war noch jung, hübsch, gefunb — unb als bann ein« anderer kam ..."
Er brach kurz ab.
„Ich möchie als Mann nicht das erleben müssen, was meine Kindheit so schwer beschattete", fuhr Sellden dann langsam fort. „Vater war wohl monatelang abwesend, aber er wußte genau, wann sein Schiff wieder in die Heimat kam. Ich weiß es nicht. Man glaubt, in einem Jahr zurück zu fein, und ist nach zwei noch unterwegs. Meine letzte Reise dauerte im ganzen zweieinhalb Jahre. Während dessen bleibt bie junge Frau allein, ober — nicht allein--"
„Nein —" bie Schultern ftraffenb — „es wäre eine Sünde. Und deshalb, Greta, liebe süße kleine Greta — sollst du vergessen, daß ich dich so sehr lieb habe."
Er stand auf, trat ans Fenster, bie zu Fäusten geballten Hände in den Taschen feines Jacketts vergraben, unb starrte hinaus in ben Regen. Von einer Dachrinne gluckste unb tropfte es in eintöniger Regelmäßigkeit.
Grete Mervius saß ganz still, ohne ein Wort zu erroibern. Was sollte sie auch sagen? Ihr Verstanb gab Sellben recht — unb ihr Gefühl wibersprach. Ward Siebe nur durch Nähe bedingt, war Warten so schwer, daß die Treue darüber starb? War bas Wissen um innerlichstes Verdunbensein nicht bas größte Opfer wert?
Ein ganz eigener Ausbruck lag auf bem jungen Gesicht, ein Hauch erwachten Frauentums jener oerhalrenen Art, bie lange Juqenbjahre hinburch unbewußt jebem tieferen Gefühl wehrt, um plötzlich aufzubrechen, wenn ihre Stunbe naht, lieber Nacht war Grete Mervius erwacht.
Als Sellben sich ihr zuwanbte, faß sie, bie Hände im Schoß, auf demselben Fleck, den Blick auf ihn gerichtet, und bie tiefe Innigkeit, ber gefaßte Ernst in ben blauen Augen überraschten unb erschütterten ihn so stark, baß sein Herz sich zusam- menErgmpfte. Er ging auf sie zu, breitete bie Arme aus — „Greta!"
Aber sie blieb ruhig sitzen, noch zu sehr Mädchen,
Gießener Dochenmorktpreise
* G i e ß e n , 20. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse A (große) 10^?, Klasse B (mittelgroße) 10, Klasse C (gewöhnliche) 9%, Klasse D (kleine) 9, un- gezeichnete 8, holländische, Klasse B 9%, Wirsing, das Pfund (gelb) 15, (grün) 18 bis 20, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, Gelbe Rüben 9 bis 12, Rote Rüben 10 dis 12, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 40, Feldsalat 80 Pf. bis 1,20 Mk., Tomaten 45, Meerrettich 30 bis 80, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, das Pfund 16 bis 35 Pf., Birnen 15, Nüsse 45, Zwetschen- honig 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 85 bis 90 Pf„ Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 25 bis 40, Salat 30 bis 35, Endivien 20 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 50 Pf.
Landkreis Gießen.
]) Albach, 20. Febr. Am 21. Februar feiert Karl Balser I., Polizei- unb Ortsbiener im Ruhe- ftanb, feinen 8 5. Geburtstag. Bis zum Sommer 1933, also noch mit 82 Jahren, hat er in musterhafter Weise sein Amt versehen, das er 39Vs Jahre bekleidet. Sein Pflichtbewußtsein als ©emeinbeangeftellter war in jeder Beziehung vorbildlich. Jeden Tag um dieselbe Zeit— auf den Glockenschlag 13 Uhr — machte er seinen Gang auf bie Bürgermeisterei. Jebe Bekanntmachung, auch wenn sie nicht unbedingt eilig war, wurde sofort, unabhängig von Wind und Wetter, ausgerufen. Neben seinem Polizeidieneramt unb seiner Lanb- wirtschaft betrieb er bis zum Kriegsausbruch sein Geschäft als Maurermeister. Da er immer em Mann bes Fortschrittes war, grünbete er in ber Gemeinbe bie erste bäuerliche Waren-Einkaufsge- nossenschaft, genannt Bauernverein, ben er zeit feines Bestehens als Direktor leitete. Seit ca. 50 Jahren ist er ununterbrochen Bezieher bes „Gießener Anzeigers", unb er bringt ben Tagesereignissen beim täglichen Lesen reges Interesse entgegen. Seit 16 Jahren ist er Urgroßvater; zu seinen Gratulanten zählen außer seinen fünf Kinbern noch neun Enkel unb sieben Urenkel.
* A l d a ch, 18. Febr. Am Samstag hielten der Gesangverein, der Turnverein und der Kriegerverein gemeinsam ihr Wintervergnügen in' der Gastwirtschaft von -Lauer ab. Die Sängervereinigung begrüßte zur Eröffnung des Abends die außerordentlich zahlreich erschienenen Besucher mit dem Deutschen Sängergruß. Der Vereinstührer Lehrer Groh wies sodann in seiner Ansprache besonders darauf hin, daß die drei Vereine durch die gemeinsame Veranstaltung dieses Abend den
Js NIVEA
Acren e
den Abend ein. Lieder, Gedichtvorträge und Sprech- Jung mit herzlichen Begrüßungsworten an die chöre wurden dann in raschem Wechsel zu Gehör, Mitglieder. Hierauf wurde die Jahresrechnung zur gebracht. Unterbannführer Wilhelm Schneider Kenntnis der Versammlung gebracht und nach hielt eine Ansprache, in der er auf den Zweck und Durchsicht durch die Rechnungsprüfer als einwand- bie Ziele ber Hitlerjugenb hinwies. Im weiteren


