Ausgabe 
20.2.1936
 
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Wirtschaft

Luftschutz auf -em Lande

5.

6.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt o. ZIL

Sranffurt a. M.

Berlin

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Datum | 18.2. | '.9 2-

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7 %

ManSfelder Bergbau ..

Kokswerke...........

Rheinische Braunkohlen

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Vereinigte Stahlwerke.

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Kaliwerke Aschersleben.

Kaliwerke Westeregeln.

Kaliwerke Salzdetfurth

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9G $-c9t g a n i f a t i o n der sportlichen Wett­kämpfe an sich war ausgezeichnet in Schutz. Die Haltung der Kontroll- und Absperrungsmann­schaften aus den Skiklubs erregte unsere Bewun­derung. Allerdings trug hier das süddeutsche Tem­perament viel dazu bei, Schwierigkeiten und Strei­tigkeiten aus dem Wege zu räumen. Ungebärdige und hartnäckige Besucher, die auf den Besitz iprer Karte und ihre Ansprüche auf gute Sicht pochten, stellten die Geduld und Liebenswürdigkeit gelegent­lich auf eine harte Probe, die um so schwieriger wurde, wenn es sich um Ausländer ohne deutsche Sprachkenntnisse handelte.

Je weniger bei solch großen internationalen Er­eignissen der Amtsschimmel wiehert und steigt, desto größer wird immer der moralische Erfolg und die Werbung für die deutsche Sache sein. Man hörte ihn sehr, sehr selten in Garmisch- Partenkirchen, war immer geneigt, in allen Grenz­fällen bis zum Aeußersten zu gehen. Und das Publikum war dankbar dafür. Es dankte ebenso sehr der Reichsbahn für die überaus schwie­rige Lösung des Verkehrsproblems. Es besteht An­laß zu glauben, daß die Bahnbeamten von Gar­misch und München nach aufopfernder, anstrengen­der Arbeit stolz und zufrieden aufatmen, wenn sich die Hochflut verlaufen hat.

Das Schönste was man sagen kann: es fiel sehr vielen wirklich schwer, zu scheiden von den Berg­riesen, zu denen airfzuschauen sie sich jeden Mor­gen gewöhnt hatten, an dem die Sonne schien. Zu scheiden von den Dialektlauten, die ihnen so rasch vertraut wurden, von den herrlichen sportlichen Er­eignissen und nicht zuletzt von den einzigartigen Ausflügen auf die Hochalmen und Berggipfel mit den Seilbahnen, auf denen sie sich in der warmen Wintersonne braten ließen. Millionen Photos hielten ihre Erinnerungen an Deutschland fest, zarte Bande knüpften sich und werden vielleicht zu­sammengenommen ganz achtbar dicke Taue ergeben zur Sicherung des Friedens und nachbarlichen Ver­stehens. Und' nicht zuletzt sah das Ausland einen der schönsten deutschen Flecken, sah die Disziplin, die Ruhe und Ordnung, zog seine Vergleiche, lernte, wenn es wollte, und beginnt hoffen wir es von Herzen uns und unser Land zu verstehen...

39,4 I 139,9 119,5 ' 134,25

115,5 I 129,65

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198

Garmisch, im Februar.

Bevor man hier soviel Leuten, In- und Aus­ländern, die man in täglicher Zusammenarbeit schätzen lernte, die Hand zum Abschied gibt, fragt man unwillkürlich:A u f Wiedersehen im Sommer?" Und fast alles, das sich hier ein Stelldichein gab, wird bei den unvergleichlich grö­ßeren Spielen im Sommer sich in Berlin wieder­treffen. Für uns Deutsche konnte dieser gewichtige Auftakt der Sommerspiele in Berlin eine Menge von Erfahrungen sammeln, die recht wert­voll sein werden.

Dor allem anderen, was hier erprobt worden ist, steht wohl die Einrichtung der S t a d t l a u t - sprech er. Sie würden bei den Berliner Entfer­nungen noch eine ganz andere Rolle spielen als hier,' um die Millionen an den Wettkämpfen teil- nehmen zu lassen und sie über die Vielfalt der pa­rallelen Ereignisse zu unterrichten. Die Uebertra- gung durch den Rundfunklautsprecher schlug durch feine Schnelligkeit das Telephon bei weitem und machte die Straßen, Lokale und Plätze sogar jetzt mitten im Winter zu einer erweiterten Sportarena. Um wieviel wirksamer kann dies erst in warmen Sommertagen und Rächten werden!

Eine unerhörte Leistung vollbrachte die Reichs- p o ft, die in einer dem breiten Publikum kaum vorstellbarer Weise diese Winterspiele vorbereitet hatte. Richt weniger als 3 5 0 Beamte, darunter viele mit hervorragenden Sprachkenntnissen, kon­zentrierte man aus dem ganzen Reich in Garmisch- Partenkirchen. Sie hatten allerdings auch eine be­wunderungswürdige Leistung zu vollbringen: in der Bewältigung von über 2000 Fernge­sprächen täglich von den einzelnen Telephon­zentralen aus nach allen europäischen Städten. Richt umsonst waren vorher nach den Hauptstädten Sonderleitungen gelegt worden, war das Leitungs­netz nach Berlin durch acht neue Leitungen verstärkt worben. Die Beamtinnen haben auch dies ist eine Ehrenpflicht aller Teilnehmer, dies fest- zustellen von früh morgens bis spät mitternachts mit einer rührenden Hingebung Dienst getan, mit einer Liebenswürdigkeit und Geduld, die den Aus­ländern allen Respekt abzwang. Das Verkehrs­amt hat gleichfalls eine schwere Ausgabe reibungs­los erledigt.

Das Publikum wird noch einiges zu lernen haben. Um es von vornherein zu sagen: Die Hal­tung der Massen war bei den großen Veranstal­tungen im Skistadion, beim Bobrennen und bei den Schnelläufen auf dem Eis einwandfrei. Sie zollten Beifall jeder Leistung, bedauerten offen jedes Mißgeschick und umjubelten den Sieger, wel-

*% Otfterreldilfme Goldrente.... «,2O% Lösterreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staalsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913..........

6% ab gelt. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

Serie .....................

gegenüberstand. Schwach lagen Motorenwerte, Daimler gingen auf 100,50 bis 101 (102,50) und BMW. auf 122,25 (123,50) zurück. Angebot bestand außerdem am Montanmarkt, Ilse Genuß verloren 2,40 v. H. auf 128,25, ferner notierten Vereinigte Stahlwerke mit 82,25 (82,90), Mannesmann mit 84,90 bis 85,25 bis 85 (85,50), Rheinstahl mit 112,75 bis 112,50 (112,65), Klöckner mit 85,25 (85,75), Hoesch und Harpener lagen mäßig höher. Von Elektroaktien eröffneten Licht & Kraft 0,65 v. H. fester, Schuckert und Siemens lagen behauptet, sonst lagen Erstkurse noch nicht vor. AEG. lagen bei etwa 38,50 (39). Sonst eröffneten Reichsbank 0,50, Deutsche Erdöl 1 und Holzmann 1,13 v. H. schwächer, Zellstoff Aschaf­fenburg, dement Heidelberg, Deutsch-Atlanten-Tele- graf, Montecatini und Rheinmetall lagen unverän­dert, Hanfwerke Füssen zogen 0,50 v. H. an. In der Farbenaktie glichen sich Angebot und Nachfrage aus, die Notiz blieb mit 150,90 gut behauptet.

Am Rentenmarkt blieb die Grundstimmung fest. Altbesitzanleihe bröckelten allerdings auf 111,13 (111,25) ab. Dagegen waren späte Schuldbuchforde­rungen mit 97,25 (97,13), späte Wiederaufbauzu­schläge mit 69,50 (69,25) etwas fester, auch Kommu- nal-Umschuldung mit etwa 87,35 bis 87,40 und

Fahnenweihe des Deutschen Neichskriegerbundes.

(kyffhäuferbund.)

NSG. Die für das ganze Reich am Sonntag, 23. Februar, angesetzte Fahnenweihe des Deutschen Reichskriegerbundes wird nicht nur für den Lan­desverband Kurpfalz infolge der Faschingszeit auf einen späteren Termin verlegt, sondern auch in einem großen Teil des Landesverbandes Hef- s e n, vor allem im eigentlichen Rhein-Main-Gebiet, später nachgeholt.

38,5

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41 97,5 1

7 127,75 I

cher Nation auch immer er angehören mochte, der kann dies nicht ganz im gleichen Matze dem stark internationalen Publikum der Eishockey­spiele gesagt werden, das in seiner Zusammen­setzung und seine Atmosphäre immer schon sehr die bekannten Sechstagerennen-Manieren anzunehmen

Frankfurt a. M., 19. Febr. Die seit ein Tagen etwas rückläufige Kursbewegung am t i e n m a r 11 setzte sich auch heute meist fort. Kauf­aufträge der Kundschaft lagen nur spärlich vor, da­gegen erfolgten erstmals etwas größere Abgaben von dieser Seite, was auch die Kulisse zu weiteren Entlastungsverkäufen benützte. Es überwogen da­her meist Abschwächungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. Vorübergehend ergab sich eine leichte Erholung, die aber später wieder durch eine schwä­chere Haltung abgelöst wurde, da dem herauskom­menden Material nur wenig Aufnahmeneigung

111,25

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Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Eementwerk Karlstadt..

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Buderus 4

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12 221,75 . 4 112,65

as zu lernen war...

Einige Folgerungen aus den Olympischen Winterspielen.

Don unserem nach Garmisch entsandten Sonderberichterstatter Dr. Rudolf Vogel.

Hamburg-Amerika-Paket 0

HamburgsSüdam. Dampfschiff . 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconw-

Gesellschaft 0

Dresdner Bank 0

Reichsbank ................ 12

I 30 I 30,5 I 30

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I 197,75 I 198 I 198

Zinsvergütungsscheine mit etwa 93,40 waren eher gefragt. .

Im Verlaufe bewegte sich das Geschäft m engen Grenzen. Teilweise bröckelten die Aktienkurse noch etwas ab, zumeist verblieben sie etwa auf SInfangs» basis Die später notierten Werte lagen durchweg schwächer. Besonders matt waren Conti Linoleum Zürich mit 153,50 (156,50), ferner gaben AG. für Verkehr, Feinmechanik Setter, Muag und die mei­sten Elektroaktien 1 bis 1,25 v. H. nach. AEG. wurden mit 38,50 (39) notiert.

Am Rentenmarkt traten in den variablen Werten kaum Aenderungen ein. Industrie - Obligationen bröckelten etwas ab. Goldpfandbriefe und Kom- munal=Dbligationen zeigten die gestrigen Preise, während Liquidationswerte durchweg 0,13 v. H. nachgaben.

Abendbörse still.

Das Geschäft war auch an der Abendbörse äußerst klein, die Haltung war aber nach den Abschwachun- gen von heute mittag eher etwas freundlicher, zu­mal kein Angebot mehr Dorlag. Zwar notierten die Kurse im Vergleich zum Berliner Schluß noch um Bruchteile eines Prozentes darunter, auf dieser Ba­sis waren sie aber Geld. Bemerkenswerte Verän­derungen waren nicht zu verzeichnen. Am Katza- markt zogen Sinalco auf die Dividendenerhohung von 6 auf 8 v. H. auf 112 (110) an, nachbörslich nannte man sie mit 112115. Der Rentenmarkt empfing von der starken Flüssigkeit des Geldmarktes etwas Anregung, ohne daß indes die Kurse eine Veränderung zum Mittagsverkehr aufwiesen, auch fanden nur kleine Umsätze statt. Im freien Verkehr wurden Kommunal-Umschuldung mit 87,35 Geld, Zinsoergütungsscheine mit 93,40 Geld und späte Schuldbuchforderungen mit 97,25 Geld bewertet. Warschau-Wiener Mark-Obl. gingen mit 13,50 und Stücke mit 12,50 um.

U. a. notierten: Altbesitz 111,05, IG. Farben- Bonds 125,90, 4proz. Rumänen 5,40, 5proz. Mexi- faner innere 5,85, Adca 69,75, Commerzbank 91,75, DD.-Bank 90, Dresdner Bank 90,50, Harpener 114,75, Mannesmann 85, Otavi 18,40, Rheinstahl 112,25, Verein. Stahlwerke 82,13, Aku 51,25, AEG. 38,50, Betula 139,50, MAN 105. Conti Gummi 167,75, Daimler 100,50, Scheideanstalt 210,25, Deutsche Linoleum 150,50, Licht & Kraft 133,75, Frankfurter Getreidebörse.

> Frankfurt a. M., 19. Febr. Gegen den j Wochenanfang traten an den Getreidemärkten . kaum Veränderungen ein. In Weizen ist die Nach­frage ruhiger, da die Mühlen für den nächsten Be­darf genügend versorgt sind. Dagegen wird Rog­gen weiter lebhaft aufgenommen. Brau- und Jn- dustriegerste, Hafer und Futtermittel liegen unoer-

greifen können. Deshalb muß jeder wissen, wie Wunden aller Art zu verbinden und wie Brüche, Verrenkungen und Verstauchungen zu behandeln sind.

Schutzräume können auf dem Lande meist nicht in der Art geschaffen werden, wie es in den StcDten geschieht. Es genügt die Anlage von Stichgräben oder Stollen, die vom Hof leicht erreichbar, möglichst getarnt und so ausgebaut sein müssen, daß sie sowohl Schutz gegen Split­ter und chemische Kampfstoffe, als auch gegen Splitterwirkung bieten.

Der Schutz des Viehes gegen chemische Kampf­stoffe wird innerhalb der Stallungen am besten in der gleichen Form durchgeführt, wie dies bei strenger Kälte geschieht, d. h. alle Deffnungen werden mit Stroh oder Mist verschlossen.

A.E.G 0

Bekula 10

©ehr. LieserungSgesellschast... 5

Licht und Kraft ........... 6%

Felten & Guilleaume 4

Gcfellsch.s.Elektr.Unternchmung. 6

Rheinifche Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr 6

Schuckert8Co............. 4

Siemens L Halske 7

Lahmeyer S Co 7

ändert. '

Es notierten Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm in Mark: Weizen W 13 209, W 16 212, W19 216, W 20 218, Roggen R12 172, R15 175, R18 179, R19 181 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Sommergerste für Brauzwecke 225 bis 230, Hafer . Weizenmehl W13 28,25, W16 28,50, W19 28,50, W 20 28,85, Roggenmehl R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Fracht- Ausgleich. Weizennachmehl 16,75 bis 17, Weizen­futtermehl 13 bis 13,25. Weizenkleie W13 10,65, W 16 10,80, W 19 11, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50 Mühlen­festpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot m. M. 16/20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Treber nicht notiert, Trockenschnitzel 9,04 Großhandelspreis ab Fabrik-Station, Heu 8 bis 7,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3.50 bis 3,80, do. gebündelt 3,40 bis 3,70. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schtachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 20. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 687 Kälber, 129 Schafe, 496 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Härnrnel 46 bis 50, Schweine 50 bis 57 Mark. Marktverkauf: Kälber, Härnrnel und Schafe mittelmäßig, Schweine wurden zugeteilt.

Gchweinemarkt in Gießen.

Der gestrige Schweinemarkt in Gießen war mit 195 Ferkeln zum Verkauf beschickt. Es kosteten 5 bis 6 Wochen alte Ferkel 21 bis 24 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 24 bis 28 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 28 bis 31 Mark, 10 bis 12 Wochen alte Tiere 31 bis 34 Mark. Das Handelsgeschäft war gut.

Schweinemarkt in Nidda.

CD Nidda, 19. Febr. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 418 Ferkel und Läu­ferschweine zum Verkauf. Es kosteten 5 bis 6 Wochen alte Ferkel 17 bis 20 Mark, 6 bis 8 Wo- chen alte Tiere 20 bis 27 Mark, 8 bis 12 Wochen alte 30 bis 35 Mark. Der Markt wurde geräumt.

0, 82,9

0 18,35

In einem zukünftigen Kriege sind infolge der Bedeutung der Militärluftflotten aller Staaten Städte und Dörfer bedroht. Es wird dem Gegner nicht nur darauf ankommen, die Wohnvier­tel, die Fabrikbauten und die industriellen Anlagen der Großstädte zu zerstören, sondern auch die Er­nährungsgrundlage des Volkes durch Luftangriffe auf die Dörfer, die Scheunen und Ställe 3U gefähr­den. Dieser den Bestand des Reiches bedrohenden Gefahr muß rechtzeitig durch Schaffung eines

Selbstschutzes der Landbevölkerung vorgebeugt werden. Mit der Durchführung ist der Reichsluftschutzbund beauftragt.

Selbstverständlich muß man genau unterscheiden, welche Maßnahmen schon im Frieden getroffen werden können und welche erst bei Ausruf des Selbstschutzes durchgeführt werden müssen.

Ohne Verzug kann und muß geschehen:

1. Die umgehende Erfassung aller erreichbaren Wasserquellen. Alte Brunnen müssen wieder hergestellt, neue angelegt werden. Nach Mög­lichkeit müssen Feuerlöschteiche geschaffen werden.

2. Die ständige Pflege, Ergänzung und Erneue­rung der Feuerlöschgeräte ist dringender denn je. Ueberall muß auf diesem Gebiete noch sehr viel geschehen.

3. Hand in Hand mit diesen Vorbereitungen wird die Ausbildung aller Landbewohner, auch der Frauen und der Jugendlichen, im Brandschutz erforderlich. Die Durchführung wird nicht leicht sein, dennoch muß sie im Laufe der Zeit ge­lingen.

4. Sodann muß die Ausbildung der Landbewoh­ner in Erster Hilfe in Angriff genommen werden. Aerzte, Sanitäter und Kranken­schwestern werden in Notfällen nur selten ein-

18 2.

100,5

97,75

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

19.2.

100,5

97,4

18.2.

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96,651 96

111,75 110,65

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Alle diese Vorbereitungen erfordern Zeit, Geduld, Hingabe und Geld. Alle Mittel aber, die na­türlich nur nach und nach aufgewenbet werden können, sind gut angelegt, weil sie die Dorfgemein­schaft im Ernstfall vor unerträglichen Lasten be­wahren.

Oie Stromerzeugung im Lahre 1935 wieder um mehr als 15% gestiegen.

Bei der WirtschaftsgruppeElektriMtsversor- gung" wird eine monatliche Statistik über die Stromerzeugung geführt, die sich auf 72 große öffentliche Werke erstreckt, deren Erzeugung etwas über 90 v. H. der gesamten Stromerzeugung und deren Erzeugerleistung etwa 85 v. H. der gesamten Maschinenleiftung der öffentlichen .E^ktrizitatsver- sorgung betragen. Die Erzeugung dieser Werke be­trug 17,9 Milliarden Kilowattstunden im Jahre 1935 und überstieg damit die Dorjahrserzeugung von 15,5 Milliarden Kilowattstunden um 15,7 v. H. Die darin enthaltene Erzeugung aus Wasserkraft ist von 2,43 Milliarden Kilowattstunden auf 3,15 Milliarden Kilowattstunden, also um 29,4 v. H. an­gestiegen und hat ihren Anteil an der Gesamter­zeugung von 15,5 o. H. auf 17,5 v. H. erhöht.

Die Steigerung des Stromverbrauchs ist im wesentlichen auf den erhöhten Bedarf von Industrie und Gewerbe zurückzuführen. Daneben hat sich jedoch in letzter Zeit auch eine Steigerung des Haushalt-Stromverbrauches bemerkbar gemacht, von der schon im vorigen Jahre die ersten Anzeichen festzustellen waren. Im Zusammenhang hiermit ist von Interesse, daß die Zahl der Elektrokücken nun­mehr annähernd auf 400 000 Stück gewachsen ist und daß die Zahl der aufgestellten Heißwasser­speicher 100 000 Stück überschritten hat. Der Anteil des Elektrowärmeverbrauches des Haushaltes be­läuft sich damit auf etwa 15 v. H. des von den Kleinabnehmern in ganz Deutschland überhaupt verbrauchten Stromes.

Oie Lndustrie- unb Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

127: Wiederzulassung der Fakturierung fremder Valuta bei der Ausfuhr von Jugoslawien nach Deutschland.

128: Zuversichtliche Stimmung auf dem niederlän­dischen Tabakmarkt.

129: Fortschreitende Erholung der dänischen Wirt­schaft im Jahre 1935.

130: Lettlands Außenhandelsentwicklung 1935.

130: Schwedens Außenhandel 1935.

132: Umsatzsteuerumrechnungssätze auf Reichsmark für die nicht in Berlin notierten ausländischen Zahlungsmittel für die Umsätze im Monat Januar 1936.

133: Pflichtbezugsstelle für Altbindegarn.

134: Feste Stimmung für Java-Tabak.

135: Bekanntmachung KP 106 der Uederwachungs- stelle für unedle Metalle betr. Kurspreife.

136: Fahrverbilligungen in Deutschland zum Be­suche anerkannter Mustermessen des Aus­landes.

Nhein-Mainische Börse.

ZHitfagsbörfe überwiegend schwächer.

Gcblußk. Mittag« börse

19-2.

130,5 119,75 221,25

112,5

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18,4

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Schluß- toojiun« nittag.

97 97

108,65 . 108,65

Schultheis Batzenhofen 4

Alu (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................6

Zellstoff Waldhof 6

Zellstoff Aschaffenburg 0

Deslauer Gas ...............7

Daimler Motoren 0

Deutsche Linoleum 8

Orenstein & Koppel 0

Westdeutsche Kaufhof 0

Chade....................7*/,

Bccu mu l atoren-Fabrü 12

Conti-Gummi...............8

Gritzner ol

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker ........ 10J

Ooium

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Rcichsanl. von 1931

6%% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Abtvs.-Schuld mit

Auslos.-Rechten ............. 1

4*/,% Deutsche ReichSvostschatzan weijungen von 1934, I

6% elicm.8% Hcsf. Bolksstaat 1929 (rüclzahlb. 102%)

4 yt% ehern. 8% Hessische Landes- baut Darmstaol Gold N. 12....

6y2°/o ebeni. 4 ^,% Hess. Landes HhpoibckenbankDarmstadlLiaui

dy2°;, ehem. 8% Tarmst. Komm

Landcsb.Goldschuldverlchr R.6

Oberhcsjen Provinz-Anleihe mii Auslvi.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammctabl. An­leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4%" cljem.8% Franks. Hhp.-Aanl

Gvidpfe. 15 unkündbar bis 1935

6y2% ehem. 4/2% Franks. Hyp.

Bank-Ligu.-Psandbriese.......

6yz% ehem. 4yt% Rheinische

Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse

4%% ehem. 8% Pr. Landespsand briesanstalt, Psandbriese R 19

4yt7o ehem. 7% Pr. Landespsand briesanst., Gold Komm. Cbl.Vl

Steuergutsch.BerrechnungSk. 34-38

g. ®. Färben-Industrie 7| 150,75

Scheideanstalt............... 9; 210,25

Goldschmidt 5 107,65

Rütgerswerle ............... 6;

MetallgeleUlchaft 41 116,75

Lerttn,19.Februar

Amerikanische Roten

Belgische Roten Dänische Roten Englische Roten ...........*.....

Französische Roten Holländische Roten Italicniiche Roten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten

Schweizer Noten...............

Spanische Noten

Ungarische Noten

Fianksurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend« börse

Schluß« turs

Schluß!. Mittag­börse

datum

18-2-

19-2-

18-2.

19.2.

__

_

__

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

6,6

6J>

6,45

6,45

4'/r%Rumän.vereinh.Rentcv.lS13

9,35

9,3

9,35

9,25

4% Rumänische vereinh. Rente ..

5,4

5,4

5,35

5,35

2^4% Anatolier ...............

38

38

37,9

38

18. Februar

19.Februar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Bries

Buenos Sitte-:

0,678

0,682

0,678

0,682

Brüssel ....

41,90

41,98

41,91

41,99

Rio de Ian.

0,138

0,140

0,138

0,140

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,77

54,87

54,82

54,92

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,265

12,295

12,275

12,305

HeliingsorS..

5,405

5,415

5,41

5,42

Paris ......

16,42

16,46

16,42

16,46

Holland ....

168,85

169,19

168,82

169,16

Italien.....

19,76

19,80

19,76

19.80

Japan ......

0,715

0,717

0,716

0,718

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

61,64

61,76

61,69

61,81

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

11,13

11,15

11,135

11,155

Stockholm...

63,24

63,36

63,29

63,41

Schweiz ....

81,24

81,40

81,23

81,39

Spanien....

34,03

34,09

34,01

34,07

10,30

10,32

10,30

10,32

Budapest ...

Reuyork ...

2,460

2,464

2,462

2,466

Banknoten.

2,414

2,434

41,76

41,92

54,56

54,78

12,24

12,28

16,37

16,43

168,40

169,08

61,48

61,72

63,07

63,33

81,05

81,37

33,67

33,81

29,9

_

30,25

_

1,25

1,25

1,3

1,2

8,7

8,8

8,8

8,85

8,85

8,5

8,85

8,6

8,7

8,75

8,75

8,85

13,9

13,75

13,8

13,8