Ausgabe 
20.1.1936
 
Einzelbild herunterladen

Aus aller Welt

in sein himmliches Reich abgerufen.

In tiefster Trauer:

Gießen (Hitlerwall 33 p), den 18. Januar 1936.

Bad-Nauheim, den 18. Januar 1936.

39~ D

88U

0288

0242

Werbe-Drucksachen liefert Brühl'sche Druckerei

Amtsgerichtsdirektor i R Rausch und Frau Paula, geb. Eise

Helene Hoos, geb. Rausch Leonhard Hoos, Fabrikant

Sonnige 5-Ziniin.- Wohnn:: g mit Bad und Balkon am Lud- wigsplatz zu ver­mieten. Schriftt. Angeb. u. 3940 an d. Gieß. Anz.

Statt Karten.

Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres teueren Entschlafenen

Frau Frieda Schäfer, geb. Hopfner danken wir herzlich.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Horst Schäfer Ernestine Hopfner Familie Kirstein.

Gießen, den 20. Januar 1936.

Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sage ich auf die­sem Wege allen herzlichen Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Witwe Anna Kliffmüller.

Gießen, den 20. Januar 1936.

bot auf Kriegsmaterial zu erlassen, weil ein solches Vorgehen nicht neutral gewesen wäre, ebenso dürfe auch Roosevelt jetzt nicht die während eines im Gange befindlichen Krieges bestehen­den Ausfuhrverbote weiter ausdehnen, weil sich ein derartiges Verbot allein gegen Italien rich­ten würde. Unter der italienischen Bevölkerung Ame­rikas find bereits vieleA n t i - R o o f e v e l t - Clubs" gegründet worden; wie das Staatsdepar­tement bekannt gibt, erhält es täglich über 500 Protestbriefe von Jtalo-Amerikanern, die fast stets den gleichen Wortlaut haben.

Die Lage wird weiter dadurch verwickelt, daß der republikanische Senator Nye durch seine sensatio­nellen Enthüllungen über das england - freundliche Verhalten des demokratischen Präsidenten Wilson den Zorn der demokratischen Alten Garde auf sich geladen hat, und diese seine Enthüllungen durch Verweigerung weiterer Geldmittel

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Mutter, sowie Herrn Pfarrer Lindenborn für die trostreichen Worte am Grabe, und Schwester Maria für die liebevolle Pflege sagen wir hiermit unseren herzlichen Dank.

Familie Peter Koch

Odenhausen a d. Lahn, den 20. Januar 1936

zuela usw. nur darauf warten, ins Geschäft zu kommen, so erscheint trotz englischer Auffassung die Oelsperre nicht so zwingend, daß der italienische Kriegsverzicht folgen muß. Hier müssen noch andere Momente wirksam werden, wie die ausgesprochene militärische Blockade.

Vor größerer, historischer Bedeutung ist die Auswirkung für die Zukunft. In Frankreich, wo man gewohnt ist, die ganze Welt als natürlichen Verbündeten und Amerika als den vertragsmäßigen Kriegslieferanten anzu­sehen, ist man entsetzt, sieht man ein ganzes Sicher­heitsgebäude erschüttert und klammert nur seine Hoffnung an einen Passus des Gesetzvorschlags, wonach der Kongreß Ausnahmen von der Neu­tralitätsregel festfetzen kann, so daß daswehrlose Frankreich" nicht völlig einem bochgerüstetenAn­greifer" ausgeliefert ist. Aehnliche Bedenken be­herrschen England, obgleich diesem der ameri­kanische Verzicht auf dieFreiheit der Meere" für seine traditionelle Blockadepraxis ein Gegenge­schenk gibt, solange England stark genug ist, solche Praxis zu üben. Italien, etwas erleichtert, er­widert vor allem scharf auf die maßlosen Angriffe Roosevelts gegen dieautokratischen Friedens­brecher", die der bekannten amerikanischen Men­talität und Farbenblindheit für fremde Verhältnisse entstammen und die wir nicht auf uns zu beziehen brauchen. Wichtig ist, daß bei dem Ausfall des größten Kriegslieferanten der Welt der Drang zur Autarkie in den europäischen Län­dern, die ihre Friedensparole noch nicht gefunden haben, einen weiteren Auftrieb erfahren muß. So­mit wird, vom deutschen Standpunkt aus, durch den impulsiven amerikanischen Entschluß zwar einer Wiederholung der verhängnisvollen Gruppierung aller Kräfte wie im Weltkriege vorgebeugt, dafür aber das überautarkische Moment zum Schaden unserer und der Weltwirtschaft verstärkt. Ob die verminderten Aussichten Frankreichs auf amerika­nische Hilfsstellung im Sinne einer höheren Nei­gung zur Verständigung oder im Sinne nach ver­schärfter Bündnispolitik wirken werden, kann nur Zeit und ehrliches Bemühen lehren.

Um Roosevelts AeuttaliMsgesetz

Protestfeldzug der Jtalo-Amerikaner.

Washington, 19. Jan. (DNB.) Der Kampf um Amerikas Neutralitätspolitik ist wieder einmal in das Gebiet egoistischer Intrigen und parteipoli­tischer Taktik geraten. Staatssekretär Hüll, der wie Roosevelt weitgehende Vollmachten zur Durchfüh­rung unbedingter Neutralität im Falle eines Krieges wünscht, muß täglich in den Ausschüssen beider Häu­ser seinen Standpunkt gegen Interessen verteidigen, deren Vertreter teils auf reiche Kriegs­gewinne wie im Weltkrieg nicht verzichten wol­len, teils I t al i e n von dem geplanten Verbot der Ausfuhr von Kriegsrohstoffen, wie Oel, Kupfer usw., ausgenommen sehen möchten.

Diese Parlamentarier stehen unter starkem Druck von Rechtsanwälten und Schriftstellern, die i m Auftrag italo - amerikanischer Ver­eine darauf dringen, daß Italien nicht von der Oelzufuhr abgeschnitten werde. Diese Vereine sind besonders stark in Neu-England, wo große Scharen italienischer Einwanderer in Schuh- und anderen Fabriken beschäftigt sind. Ihre Beweisführung geht dahin, daß Wilson im Weltkrieg sich weigerte, ein Ausfuhrver­

Schreckenstat eines Wahnsinnigen.

Ein kleines französisches Dorf in der Nähe von Nyons wurde zum Schauplatz einer Wahn« f i n n s t a t. Als der Milchmann am Morgen wie üblich an die Tür eines Hauses klopfte, in dem eine Arbeiterfamilie wohnt, erhielt er keine Ant- wort. Er benachrichtigte die Polizei. Beim (Ein­bringen der Beamten in die Wohnung bot sich ihnen ein furchtbarer Anblick. Die Frau des Arbei­ters und ihre beiden Kinder lagen mit zer­schmettertem Schädel und durchschnittener Kehle in den Betten. Der Ehemann hatte sich e r« schossen. Aus einem hinterlassenen Brief geht her­vor, daß der Arbeiter seine Familie und sich selbst in einem Wahnsinnsanfall getötet hat.

Lin Kind bei lebendigem Leibe verbrannt.

In Groß-Steinrade bei Lübeck ereignete sich ein entsetzliches Unglück. Drei in einem Hause allein gelassene Kinder ein vierjähriger Junge und zwei Nachbarskinder, Mädchen im Alter von 5 bis 6 Jahren spielten mit sogenannten Wunder­kerzen, die sie an einem glühenden Ofen entzünde­ten. Plötzlich fingen die Haare des fünfjährigen Mädchens Feuer, das rasch auf die Kleidung der Kleinen Übergriff. Die gellenden Hilferufe der Un­glücklichen alarmierten die Mutter der Mädchen und andere Nachbarn, die in die verschlossene Woh­nung eindrangen und die Flammen erstickten. Das Mädchen hatte jedoch derart schwere Brandwunden davongetragen, daß es auf dem Wege ins Kran­kenhaus starb. Die beiden anderen Kinder blieben unverletzt.

Haefeler-Ulanen, wahrt. Der Kyffhäuserbund war durch Generalmajor Müller, Landesverbands­führer Berlin-Brandenburg, vertreten. Die Gedenk­feier fand in der kleinen Dorfkirche in Hamekop statt, in der der Generalfeldmarschall beerdigt liegt. Divisionspfarrer Streckenbach, der früher die 7. Division seelsorgerisch betreute, hielt die Gedenk­predigt. Eine große Zahl von Kränzen wurde an der Gruft des Toten niedergelegt. Die Gedenkfeier schloß mit einem kameradschaftlichen Beisammen­sein in dem schlichten Schlosse in Hamekop, das der Generalfeldmarschall bewohnt hatte.

Britischer Minister durch einen Schneeball verletzt.

Ein eigenartiger Unfall ist dem britischen Do- minienminifter Malcolm Macdonald zugestoßen. Als er nach einer Wahlversammlung in Ullapoot (Schott­land) von den Anhängern der Nationalregierung auf den Schultern aus dem Saale getragen wurde, wurde ein Schneeball gegen ihn geworfen, der die Brille zerttümmerte, so daß sich der Minister eine Verletzung am Auge zuzog. Wie es heißt, handelt es sich um einen reinen Unglücksfall, dem feine böse Absicht zugrunde lag. Die Verletzung scheint verhältnismäßig leicht zu sein; denn Mac­donald beabsichtigt, sein Redeprogramm durchzu­führen.

Schwere marxistische Bluttat in Spanien.

In der südspanischen Stadt Jerez verübten marxistische Verbrecher eine schwere Bluttat, die insgesamt vier Todesopfer forderte. In der Nacht zum Samstag wurde der Polizeidirektor von Jerez von drei Unbekannten überfallen und durch mehrere Schüsse aus einer Maschinenpistole lebens­gefährlich verletzt. Ein unbeteiligter Arbeiter, der sich in der Nähe des Tatortes befand, wurde von einer verirrten Kugel getötet. Als eine Polizei­streife, bestehend aus einem Offizier und zwei Wachtmeistern der Guardia Civil, die Täter am Samstagabend in Arcos de la Frontera Überraschte und festnehmen wollte, wurde sie von Verbrechern mit Pistolenfeuer empfangen. Der Poli- zewffizier wurde auf der Stelle getötet; die Beam­ten erwiderten das Feuer, erschossen zwei der marxistischen Mörder und verletzten den dritten schwer.

für seinen Ausschuß abzudrosseln sucht. In dieser Atmosphäre macht natürlich das neue Neu­tralitätsgesetz wenig Fortschritte und es wird noch mehrere Wochen dauern, bis es sich entscheidet, ob Präsident Roosevelt die Vollmacht erhält, die Aus­fuhr von abnormen Mengen Oel, Eisen, Kupfer und Baumwolle nach Italien zu verbieten. Sehr be­zeichnend ist schließlich, daß diefreie Presse" Amerikas, die vom Staatsdepartement herausgege- bcnen Dokumente über Wilsons wahre Einstel­lung gegenüber England so gut wie ganz unter­drückt und sich mit wenigen schamhaften Zeilen ohne Angabe irgendwelcher Einzelheiten begnügt. Nur republikanische Blätter greifen einige Punkte in den Dokumenten auf, offenbar weil sie die demo­kratische Regierung diskreditieren und Hulls Ver­langen nach freiem Ermessen bei Ausfuhrverboten, was der Großindustrie nicht paßt, als gefährlich er­scheinen lassen.

I Mietgesuche | Moderne

5-6 Mim freie Lage, nahe Stadtmitte ge- sucht.Schriftliche Angeb unt. 0285 an d. Gieß. Anz. Dttindlich können Sie es nur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen

Schwere Schneestürme über Amerika.

Heber den Vereinigten Staaten wüten außer­ordentlich schwere Schnee st ürme. Der Ver­kehr liegt vielfach vollkommen still. Der Flugver­kehr ist unterbrochen. Der Eisenbahnverkehr ist auf weiten Strecken eingestellt. Die Sttumwarnun- gen sprechen von einer Sturmfront, die von Maine bis Florida reicht. In Neuyork gab es außerdem schwere Gewitter, die von einem außerge­wöhnlich starken Donner begleitet waren. Der Stra­ßenverkehr stockte völlig. 20 000 Schneeschaufler versuchen vergeblich, die Straßen von dem Schnee zu befreien. Die Schneestürme, die die Gewitter begleiteten, verursachten zahlreiche Verkehrsunfälle. Bisher sind in den Stürmen 10 Personen e r - froren. Aus Pittsburg kommt die Nachricht, daß dort der gesamte Verkehr eingestellt werden mußte. Philadelphia meldet eine Schneehöhe von 30 Zenti­meter.

Von Tornados, die sonst zu dieser Jahreszeit nicht auftreten und die anscheinend in atmosphäri­schem Zusammenhang mit den Schneestürmen ste­hen, wurden die Südstaaten Florida, Alabama und Georgia besonders schwer betroffen. Der während den Stürmen herrschenden Kälte fielen am Wochenende 17 Personen zum Opfer. 40 Personen wurden mehr oder weniger schwer verletzt. In der Nacht zum Sonntag sind allein in Nordflorida 13 Menschen, darunter eine sechsköpfige Neger­familie, ums Leben gekommen. Der Sach­schaden beträgt mehrere 100 000 Dollar. Das Sturmzentrum bewegt sich anscheinend vom Golf von Mexiko entlang der Küste des Atlantik seewärts

Der 100. Geburtstag des Heldmarschalls haeseler.

Das kleine Dörfchen Harnekop bei Eberswalde hatte am Sonntag einen großen Tag. Es feierte den 100. Geburtstag des Generalfeldmarschalls Gott­lieb Graf von Haefeler. Aus diesem Anlaß waren Vertreter der Wehrmacht, des Kyffhäuser- b it n d'e s und des Haeseler-Bundes von nah und fern gekommen. Von der Wehrmacht waren erschienen Generalleutnant von Witz­le b e n , Generalleutnant Schwarz, Offiziere und Unteroffiziere der 1. Kompanie der Kraftradschützen in Gera, die die Tradition der 11. Ulanen, der

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Mit der Entwicklung eines kräftigen Wirbels über Großbritannien hat sich zunächst wieder eine Zufuhr subtropischer Warmluft eingestellt. Sie gab bereits in der Nacht zum Montag Anlaß zu ver­breiteten Niederschlägen, die anfänglich aus Schnee bestanden, aber auch in den Gebirgen heute früh in Regen übergegangen sind. Die Zufuhr warmer Luft wird sich zunächst noch steigern, doch kann im weiteren Verlauf wieder mit dem Einströmen kälte­rer Meeresluft gerechnet werden.

Aussichten für Dienstag: lleberroiegenb bewölkt, vereinzelte Niederschläge, bei lebhaften südwestlichen, dann westlichen Winden anfänglich noch milder, dann wieder Abkühlung.

Lufttemperaturen am 19. Januar: mittags 2,4 Grad Celsius, abends 1,7 Grad; am 20. Januar: morgens 2,4 Grad. Maximum 3,5 Grad, Minimum 0,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Januar: abends 0,8 Grad; am 20. Januar: morgens 0,7 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 1,7 Stunden. Niederschläge 4,1 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel D.A. XII. 35: 11300. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein­druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

[Stellenangebote!

Beine Ursprungs­zeugnisse,

lonDem nur Zeugnis« abidiriften Dem Be- werbungsichreiben bei­legen I - Littnbnver undBewerbungsuntev» lagen müllen m 2<er» meidung von Penufteu auf Der Wüd'efte Wa­rnen und Anlchrifi DeS

Bewerber« tragen >

Junges 39oO MW» das kochen kann, und alle Haus­arbeiten versteht, u. Liebe zu Kin­dern hat, per 1. Februar gesucht. Liebigstraße 66.

Gut empfohlen., nicht zu junges MädSen für halbe bis 8/< Tage z. 1. Febr. gesucht. 0290 Frankf.Str.3vt. Aelt., erfahrenes MMH für den Haushalt per sofort gesucht von Kaffee-Rest. Schriftliche An­gebote unt. 397D an den Gießener Anzeig, erbeten. [Verschiedenes | Stummer

Gießen 362D Dienst.,21.Aan^ 20-23 Uhr

15. Vorstellung i.Dienst.-Abon.

Preise von 1.00b. 3.20 RM. Die Fledermaus

Operette von Johann Strauß. Musik. Leitung:

Paul Wa ter. Spielleitung: Paul Wrede.

Tänze: TbernSchultbeis

Die Einsegnung findet am Dienstag, dem 21. Januar 1936, nachmittags 3 Uhr, in der

Friedhofskapelle zu Bad-Nauheim statt. Die Beerdigung erfolgt in Lauterbach am

Mittwoch, dem 22 Januar 1936, nachmittags 3 Uhr, von der Friedhofskapelle aus.

Der allmächtige Gott, der Herr über Leben und Tod, hat heute

nach schwerem, tapfer und mit grober Geduld ertragenem Leiden

unseren Heben unvergeßlichen Vater

nach langen schweren, mit größter Geduld getragenen Leiden in ein

besseres Jenseits abzurufen, im Alter von 34 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Elli Becker, geb. Berghöfer

Karl Georg Berghöfer

Anni Berghöfer

Hermann Berghöfer

Hans Becker, Rechtsanwalt

Emilie Betz

Walter Reul, Gerichtsassessor.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren braven treuen

Sohn, meinen innigstgeliebten Bruder und Schwager

Auf Wunsch des Entschlafenen findet die Bestattung auf dem

Friedhof zu Butzbach statt, und zwar am Mittwoch, 22. Januar,

nachmittags 2% Uhr.

Herrn Diplomlandwirt

Bertold Rausch

Georg Berghöfer

Gendarmeriemeister i. R.

392 D

Klein-Linden, den 18. Januar 1936.

0289

Gott der Allmächtige nahm heute 7 Uhr vormittags meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Die Beerdigung findet Dienstag, den 21. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Hintergasse 6. aus statt.

Frau Elisabetha Drolsbach geb. Reuschling

nach kurzer, schwerer Krankheit im 55. Lebensjahr zu sich in sein himmlisches Reich.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Wilhelm Drolsbach.