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Kleine politische Nachrichten
losen Ueberblick über die Entwicklung der Gold« schmiedekunst, vor allem in Niederdeutschland, in der Zeit vom 11. bis zum 15. Jahrhundert. Sein berühmtestes Einzelstück ist der Reliquienschrein in
Gestalt eines byzantinischen Kuppeldomes — eine Arbeit, die einem Kölner Goldschmiedemeister um 1165 zugeschrieben wird. Dazu kommt eine große Anzahl liturgischer Gefäße und das Welfen-Kreuz, das Wahrzeichen des ganzen Schatzes.
den verheerenden Krankheiten.
Aber noch entsetzlicher und katastrophaler sollte später für die Franzosen der Versuch werden, mi Jahre 1882 unter der Leitung des bekannten (Erbauers des Suez-Kanals Ferdinand de Lefseps
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
Unser H. ^.-Berichterstatter in Los Angeles (Kalifornien) weilte zu den Olympischen Spielen in Berlin. Ueber seine Reise gibt er uns anschauliche Berichte, die wir in zwei Fortsetzungen veröffentlichen.
Die feierliche üebergabe Glocke des Schlachtkreuzers „Hindenburg
Durch den Panama-Kanal in die Heimat
Ein Auslandsdeutscher fährt zu den Olympischen Spielen.
Von unserem H.W.-Äerichterstatter.
Urlaub für die Teilnehmer am Heichsparieitag.
B e r l i n , 18. Aug. (DNB.) Die Reichswirtschafts, kammer hat an die Betriebsführer die Aufforderung gerichtet, den Gefolgschaftsmitgliedern, die laut Bescheinigung der zuständigen Partei st ellen für die Teilnahme an dem diesjährigen Reichsparteitag in Nürnberg ausersehen sind, den hierfür erforderlichen Urlaub ohne Anrechnung auf den den Gefolgschaftsmitgliedern sonst zustehenden vertraglichen oder tariflichen Urlaub zu gewähren.
Warndt sieht u. a. folgende Mahnamen vor: WMWWMäWWWMW 1931 000 RM. für Straßenbauten, um das
I landschaftlich so schöne Gebiet auch für den Frem- JÄ I denverkehr zu erschließen; eine Freilichtbühne
_ , . v , ... I in Karlsbrunn; ein Ehrenmal „Warndt-
Kiel fand die Rückgabe der Schiffsglocke des bei Scapa Flow versenkten deutschen Schlachtkreuzers hr cue"; 500000 RM. für den Bau eines Frei- /Hindenburg" durch Matrosen des englischen Kreuzers „Neptune" statt. Im Hintergrund General- Hades; Errichtung einer Ober gaufüh re- admiral Raeder bei seiner Ansprache, in der er den Dank für dieses schöne Beisoiel deutsch-englischer rinnenschule des BDM. bei Lauterbach, Freundschaft zum Ausdruck brachte. — (Scherl-Bilderdienst-M.) wofür 200 000 RM. ausgeworfen sind; Erweiterung
I des Frauenarbeitsdienstlagers in Karls- . Ibrunn. Ferner wird mitten in den schönen Wäldern des Warndt ein neues Siedlerd 0 rf mit 500 * I Siedlerstellen aufgebaut werden; die Kosten sind auf 2,9 Millionen RM. veranschlagt, es fallen dabei 256 000 Erwerbslosen-Tagewerke an. In diesem I Dorf sollen in erster Linie ArbeiterausDölk- Hingen und Bürbach angefiebelt werden. Panama deutlich erkennen ließen. Es war eine un-1 Schließlich ist im Auftrag von Dr. Ley eine große heimliche Stimmung, schaurig schön, und die unaus- Gerne in sch aftsanlage vorgesehen, yörlich durch die Wolken zuckenden Blitze verliehen auch über 100 000 Tagewerke anfaUen.
Schiffe im Pazifischen Dienst erfreuen sich größter Beliebtheit unter den Reisenden aller Nationen. Bei Betreten des Schiffes im Hafen von Los Angeles wurden wir von freundlichen Stewards bewillkommnet, die uns unsere Kabine anwiesen. Kabine ist eigentlich ein falscher Ausdruck, es sind reizende kleine Wohnzimmerchen, die mit Teppichen, bequemen Betten, hübschen Sofas und Schreibtischen ausgestattet sind. — Jetzt wurden die Laufplanken eingezogen, die Maschinen begannen zu arbeiten. Die letzten Taue wurden gelöst — bas Schift war frei! Die gewaltige Schraube setzte ein, langsam lösten wir uns vom Pier. Winken und Tücherschwenken, ein letztes „Auf Wiedersehen?" — „Glückliche Fahrt!" — „Leb wohl, sonniges Kalifornien'" -
Nach Süden geht der Kurs; zur Linken siehk man die malerische kalifornische Küste, zur Rechten im Osten den schier unendlichen Stillen Ozean. Tage vergehen, wir passieren Kap L u k a s , den Golf von Tehuantepec, der von der Schiffahrt wegen seiner Stürme gefürchtet ist, und eines frühen Morgens gehen wir im Hafen von Charn- p e r i c 0 - Guatemala vor Anker. Riesige Leichter kommen längsseits des Schisses, die mächtigen Schiffskräne treten in Tätigkeit, und mit Hilfe von einer Armee singender gestikulierender kaffeebrauner Farbiger werden in kurzer Zeit Hunderte von Sacken Kaffee geladen. In San Jos6 wiederholt sich dasselbe Schauspiel und am nächsten Morgen grüßt uns an der Küste E l S a l v a b 0 r s^der mächtige Jzalco, den die Eingeborenen „El tfara Del Pacisico", die Fackel des Pazifik nennen; ein mächtiger riesiger Dulkankegel, der gewaltige weiße Rauchschwaden gen Himmel sendet. Es ist ein pham tastisches Bild, das beinahe zu schon und exotisch anmutet, um Wirklichkeit zu fein.
Arn zehnten Tage nach der Abfahrt von Los Angeles kam Leben unter die Fahrgaste. Wir waren im Golf von Panama angetommen und näherten uns dem Panama-Kanal der am kommenden Morgen durchfahren werden sollte. Um 3 Uhr früh gingen wir vor Anker. Es war ungemein schwül, drückend warm; her und schwer hingen die schwarzen Gewitterwolken vom Hlmmet, von grellen Blitzen durchzuckt, die sekundenlang die start de estigten Inseln am Eingang der Ducht von
I dank der „wohlwollenden UnterftlltzungN" der Der- I einigten Staaten das Departement Panama von Ider Republik Columbia seine Unabhängigkeit 11 erklärte und kurz danach mit den Staaten einen \ Vertrag zum Bau des Panama-Kanals schloß. ' ♦ Was nun in den darauffolgenden Jahren bis zur
I feierlichen Einweihung des Kanals am 5. Aug. 1914 geleistet wurde, das ist eine Tat moderner Technik, ein Weltwunder des 20. Jahrhunderts. Zunächst
I wurden Tausende von Negern angestellt, alle I sumpfigen Wasserflächen mit Kerosene-Oel zu bespritzen, um die Brutstätten der die Seuchen über-
I tragenden Moskitos zu vernichten. Hospitäler entstanden überall, eine Armee von Aerzten wurde herbeigeschafft. 10000 weiße Arbeiter und 25 000
I Farbige arbeiteten neun Jahre lang in diesem drückend heißen Klima; gewaltige Dampfschaufeln lunb Hebekräne mußten ganze Berge versetzen. Die I Eingeborenen wurden meist von den westindischen I Inseln herbeigeholt; denn die Bewohner Panamas, meist iickuanisch-spanische Mischlinge sind mehr oder
I weniger unzuverlässig, faul und außerordentlich hochmütig. Ueber dem Ganzen waltete als unum-
I schränkter Herrscher der Armee-Oberst G. W. Goelthal, dessen genialem Geschick schließlich die Doll- I enbung des gigantischen Werkes, das von echt amerikanischem Unternehmungsgeist Zeugnis ablegt, zu verdanken ist. Der Kanal kostete den Amerikanern I genau so viel wie dem Zaren von Rußland seinerzeit die Erbauung der Transsibirischen Eisenbahn, I nämlich 1,5 Milliarden Mark.
Arbeitsbeschaffung für den Warndt.
In dem zweiten Arbeitsbeschaffungsprogramm Ides Saarlandes ist das noch mit am stärksten I unter der Arbeitslosigkeit leidende Gebiet des IW a r n b t in besonders starkem Maße berücksichtigt worden. Das Arbeitsbeschaffungsprogramm für den
Lebens genossen, seine glückliche Jugend im trauten Elternhaus und sorglose Schultage verlebte! Ein frohes Wiedersehen der lieben Eltern, der Geschwister, guter alter Freunde, ein Besuch vieler trauter Stätten, die unvergeßliche Jugenderinnerungen bergen. Ist es da ein Wunder, wenn man einer solchen Reise mit frohem Erwarten entgegensieht und mit Ungeduld die Ankunft auf heimatlichem Boden heroeiwünscht?
Aber auch die Seereise hat etwas ungemein Reizvolles an sich. Wer hat nicht als kleiner Junge von kühnen Schiften und weiten Meeren geträumt, die in malerischen Häfen vor Anker gehen, um exotische Waren zu holen? Und dann der ewige Zauber des Wellenspieles der See, der Winde und der Wolken, die man nirgends besser beobachten kann als bei der Meeresfahrt. Die Ozeanreise in die Heimat auf einem der herrlichen Schifte des Hapag-Lloyd, vom Pazifik durch den Panamakanal nach Europa übertrifft alle Er- Wartungen, die man in eine solche Fahrt setzt.
Nach mancherlei Hin und Her bekamen wir chließlich eine Kabine auf dem Motorschiff „Port- a n d" der Hamburg-Amerika-Linie, das bereits eit Monaten ausoerkauft war; denn die deutschen
gestern das Ziel.
Fast gleichzeitig mit den Enthüllungen der norwegischen Nationalisten wurde aus Moskau gemeldet, daß der große M 0 n st r e - P r 0 z e h gegen die kommunistische Opposition im Sowjetreich, d. h. gegen Sinowjew, Kamenew. Trotzki und ihre Anhänger, nun endgültig auf den 19. August festgesetzt sei. Diese Nachricht erscheint zunächst unverständlich, weil sie den Eindruck her- üorruft, als ob Trotzkis Machenschaften zu denen Moskaus im Gegensatz stünden. Wenn die Arbeit Trotzkis der Sache der Weltrevolution so dienlich ist, weshalb soll sie bann von den Sowjetrussen verurteilt, warum soll Trotzki selber in Abwesenheit mit dem Tode bestraft werden? In Wirklichkeit handelt es sich bei dem großen Schau-Prozeß in Moskau aber nicht um die Austragung politischer Gegensätze, sondern um die persönliche Feindschaft zwischen Trotzki und Stalin sowie um die innerrussische Propaganda.
Trotzki, der im Jahre 1917 mit Lenin zusammen die rote Herrschaft in Rußland errichtete, spielte im Sowjetstaat während der Nachkriegszeit eine große Rolle. Er war zunächst Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten, später Volkskommissar für Krieg und Marine und schuf als solcher die Grundlagen für den Aufbau der Roten Armee. Durch diese Erfolge angestachelt, richtete sich sein Ehrgeiz darauf, die Nachfolge Lenins als Alleinherrscher im Roten Kreml anzutreten. Ader er
Der Führer und Reichskanzler hat an den Staatssekretär a. D. Exzellenz Lewald folgendes Telegramm gerichtet: „Im Gedenken an Ihre ________. v_________ , verdienstvolle Arbeit für die Berliner Olympischen die beiden Weltmeere Atlantik und Pazifik durch Spiele spreche ich Ihnen zu Ihrem heutigen 76. Ge- eine Wasserstraße zu verbinden. Millionen Francs burtstag meine herzlichsten Glückwünsche aus. Gez.: wurden von dem französischen Volke gezeichnet, Adolf Hitler." Tausende von Menschen tarnen nach Panama, um *
Geld zu verdienen. Aber es dauerte nicht lange, da Der Führer und Reichskanzler hat dem wußte die ganze Welt von den Schreckensszenen, Staatssekretär des Reichsministeriums für Volks- die sich am Isthmus von Panama ereigneten. Die aufklärung und Propaganda Walter Funk anläß- drückende Schwüle und feuchtheiße stickige Luft ver- lich seines 46. Geburtstages sein s i l b e r ger a h m- zehrten die Kräfte, bleierne Müdigkeit lähmte bie t e s Bilb mit einer besonders herzlichen Widmung Glieder und unaufhörlich strömte der Hauch des überreichen lassen. Todes aus den Herden des Morastes. Die weiten *
Sümpfe waren geradezu ideale Brutstätten für Der Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Malaria und gelbes Fieber, die unerbittlich ihre B l 0 m b e r g ist zu einem kurzen Erholungsaufent- Opfer forderten. Die nach der Zerstörung wieder hall im „Weißen Hirsch" bei Dresden eingetroffen, aufqebaute Stadt Panama starrte vor Schmutz *
und Verfall; Colon, die Siedlung auf der all an- Der französische Generalstabschef Gamelin ist
tischen Seite des Panama-Kanals hieß nur noch auf feiner Rückreise von Warschau in Wien ein- ,,2)a5 Grab des weißen Mannes". Hier zählte man getroffen. Er begab sich sofort nach seiner Ankunft beinahe mehr Tote als Lebendige, und es gab fei- auf die französische Gesandtschaft, nen Tag, an dem man nicht einen Leichenzug nach -------
dem anderen zur Stadt hinausfahren sah. Es wird
erzählt. daß es bei dem Bau der Eisenbahn durch 000)10)11 maamCDTen.
ben Isthmus genau so viele Tote gegeben hat wie Der nichtbeamtete außerordentliche Professor Schwellen unter ben Schienen. Dr. med. dent. Alfred Kühn von der Universität
Das französische Unternehmen schlug fehl. Das Leipzig ist mit Wirkung vom 1. Apnl 1936 zum Mißlingen wurde durch unerhörte Schlamperei ver- außerordentlichen Professor der Zahnheilkunde m ursacht Die Arbeiter wurden zu Tausenden dahin- der medizinischen Fakultät der Universität Frank- qerafrt weil man sich nicht um die elementarften f u r t a. M. und zum Direktor des Zahnärztlichen Forderungen der Hygiene kümmerte. Das ftanzö- Instituts der Stiftung „Carolinum" bei ber Umoer- sjsche Fiasko von Panama endete mit einem un- fitat Frankfurt a. M. ernannt worden. Professor geheuren Skandal in Paris, der vielen kleinen Leu- Kühn hat die Profesiur bereits im Sommersemester ten ihren letzten Pfennig und manchem Minister | vertreten.
seine Stellung kostete. Durch die französischen Er- Der Dozent Dr. med fiugo 13läge t g|tr..Ober- fahrunqen entmutigt geschah jahrelang nichts um arzt an der Universitäts-Augenklinik Frankfurt, ist den für die Weltwirtschaft so wichtigen Kanal vorn vom Herrn Reichs- und Preußischen Minister \ut Martttt zum Pazifik zu bauen bis im Jahre 1903 j Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung zum nicht-
hatte die Rechnung ohne Stalin gemacht, der ihn im Jahre 1928 zusammen mit den übriaen Vertreter der „permanenten Revolution" aus der Partei ausschl 0 ß und nach Turkestan verbannte. Ein Jahr später mußte Trotzki dann für immer die Sowjetunion verlassen. Wie Ahasver, der ewige Jude, fuhr er darauf von Land zu Land, ohne irgendwo festen Fuß zu fassen. Niemand wollte den alten Unruhestifter beherbergen, und selbst das Wohlwollen des einstigen französischen Innenministers Chautemps bewahrte ihn nicht vor dem Schicksal des ewigen Wanderns, bis sich endlich die norwegische Linksregierung seiner erbarmte.
Es ist inzwischen auch davon die Rede gewesen, daß eine Begegnung zwischen Stalin und Trotzki stattfinden sollte, aber ob es wirklich zu einer Versöhnung der beiden Rivalen gekommen ist, weiß niemand. Denkbar wäre es, wenn Trotzki auf seine Machtansprüche in Rußland endgültig verzichtet, wenn er sich auch in seiner revolutionären Tätigkeit ben Anweisungen aus Moskau gefügt hat. Jebenfalls steht fest, baß ber linke Flügel ber Kommunistischen Partei in Rußland völlig lahmgelegt ist und daß die trotzksstische Opposition auch keinerlei Aussicht hat, wieder an die Macht zu kommen. Der mit großem Tamtam aufgezogene Trotzkisten- Prozeß, in dem die Oppositionellen beschuldigt werden, Mordanschläge gegen Stalin und andere hohe Sowjetpersönlichkeiten geplant zu haben, hat eine ganz andere Aufgabe zu erfüllen. Er soll den Sowjetbürgern zeigen, wie kostbar das Leben Väterchen Stalins ist und wie es ständig bedroht wird von den verruchten Feinden des Proletariats. So werden dann nach einheitlichem Schema in Ar- deiteroersammlungen Resoluttonen gefaßt, die „spontan" die restlose Vernichtung der Verschwörer- Clique fordern und in gleichem Atemzuge die Per- sönlichkeit Stalins mit orientalischem Wortgeprange in den Himmel heben. So läßt man in deri Pressekommentaren gelegentlich einfließen, daß die Verschwörer auch mit faschistischen Agenten zusammengearbeitet hätten, daß das rote Mütterchen Rußland ringsum von neidischen Feinden umgeben sei und daß es deshalb unbedingt notwendig wäre, die sowjetrussischen Rüstungen noch viel mehr als bisher zu verstärken. r w ____,
Zugleich wird durch den Prozeß die Aufmerksamkeit der hungernden Massen von den inneren Schwierigkeiten auf dem Gebiete der Ernay- rung abgelenkt. Seit Wochen gibt es m Moskau für Familien mit normalen Einkommensverhalt. Nissen keine Kartoffeln und fein Gemüse mehr zu kaufen, und an Fleisch ftt sowieso nicht zu denken. Eine Dürrekatastrophe in weiten ©ebieten toorojet- rußlands hat diese Knappheit an p^onzlichen Nahrungsmitteln hervorgerufen, und es besteht keine Möglichkeit, dafür einen Ausgleich durch andere Nahrungsstoffe zu schaffen. Das vorhandene Kapitot wird für die Aufrüstung der Armee ober für bie Unterstützung ber „Volksfronten , also für revolutionäre Zwecke gebraucht. Um alle biefe Dinge vor dem russischen Volk zu entschuwi- gen. tv/rben Trotzki bzw. feine ®$f'""u(ne3fl'"0^n als Sündenböcke vor das rote Tnbunal geschlepp
Der Trotzki-Prozeß.
Es erregte nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern einiges Aufsehen, als in der vorigen Woche norwegische Nationalisten Briefe Trotzkis veröffentlichten, aus denen einwandfrei heroorging, daß der alte russische Revolutionär nach wie vor recht aktiv für die W e l t- reoolution arbeitet. Nach lanaen Irrfahrten durch die ganze Welt hatte Trotzki, der mit seinem richtigen Namen Bronstein heißt, vor em paar Jahren von der Osloer Regierung die Erlaubnis erhalten sich auf norwegischem Staatsgebiet nieder- zulassen unter ber Voraussetzung, baß er seine frühere politische Tätigkeit einstellen würbe. Nun aber hat es sich erwiesen, baß seine Zurückgezo- genheit und seine Krankheit eben nur Vorwände waren, um die allgemeine Aufmerksamkeit von sich abzulenken. Trotzki ist ttotz seines hohen Alters frischer und lebendiger denn je, er spinnt seine Fäden nach allen Hauptstädten, die irgendwie für eine rote Revolte noch in Frage kommen, er grün- bet bie sogenannte IV. Internationale, deren Hauptstelle sich in Paris, deren Nebenstellen sick in London, Madrid, Athen und in Amerika befinden. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß diese internationale Geheimorganisatton genau denselben Zwecken dienen soll, denen auch die III. Internationale, also die Komintern in Moskau, sich verschrieben hat Ist es doch bezeichnend, daß die französischen Verbindungsmänner Trotzkis ebenso wie die Agenten Dimitroffs in der „Volks- front" tätig sind. Die Bolschewisierung der Welt, die Entnationalisierung der Völker ist heute wie
Mit dem „Hapag"-Dampser „Portland" nach Süden.
Los Angeles (z.Zt. Berlin), August 1936.
Ueberseereise! Fahrt in die Heimat! Durch fremde Meere auf einem stolzen deutschen Schift! Zurück in das Land, in dem die schönsten Tage seines
^unLLuch7°m^r^'^°die bemegte s -. OerWelfenschatz für Preußen erworben, schichte Panamas in Erinnerung, die von düste- ^er preußische Staat hat nach langwierigen und rer Romantik gefüllt ist, die Tage der Eroberer persönlich geführten Verhandlungen des preußischen Cortez und Pizarro, der Piraten Drake und Mor- Finanzministers Dr. P 0 p i tz den Welfenschatz f ü r gan: Der erste Europäer, der den Isthmus vonken preußischen Staat erworben. Don Panama betrat, war der Spanier Rodrigo de Mittwoch an wird er mit einer Reihe anderer Neu- B a sti d a s. Zwei Jahre später, auf feiner vierten erwerbungen aus den letzten drei Jahren im B e r- Amerika-Reise landete am 2. November 1502 ® 0 e h i n e r Schloßmuseum der Oeffentlichkeit zu» l u m b u s in Puerto Bello, kurz danach kamen gönglich gemacht werden.
La Cosa, Amerigo Vespucci und Balboa, $er Welfenschatz hat eine lange Geschichte hinter der unter furchtbaren Qualen und unheimlichen n* gn ^rem Gesamtverlauf, wie in seiner Ge- Verlusten die Dschungel durchquerte und am 25. schichte ber letzten Jahrzehnte, spiegelt sich in ihm September 1513 zum erstenmal den Stillen Ozean ^n Stück der deutschen Geschichte überhaupt. Bis- ichtete. Alle diese Expeditionen waren geblendet von marrf betrachtete ihn als Privateigentum des 1867 )em unermeßlichen Reichtum der neuentdeckten jemer Kronrechte verlustig erklärten blinden K ö - Länder, man wußte einfach nicht wohin mit all n । g 5 Georg V. von Hannover. Bekanntlich dem Gold und den kösllichen Perlen und schwer- bie ehemals königlich-hannoversche Familie
beladen fuhren die Schiffe zurück nach Spanien, Sitz nach dem Thronverlust in Oesterreich auf,
die Kunde von dem sagenhaft reichen Lande überall unb r0 roar ber Welfenschatz mehrere Jahre i n verbreitend. Aber wie immer und überall in DerUien |eben Nach 1918 wurde er vorüber- Geschichte: Mit dem Reichtum kam d e r V e r f a l l. i n F r a n k f u r t a. M. und auch i n B e r - Balboa, beschuldigt, Unabhängiakeitsbestrebunyen ft n gezeigt. Dor einigen Jahren schwebten Der- mitgemacht zu haben, wurde auf Befehl des Äomgs hjanMungen, ihn nach Amerika für 12 Millio- von Spanien hingerichtet. Es dauerte nicht lange, r 2)o([ar verkaufen. Die Verhandlungen schei- da wimmelte es im Karibischen Meer von Piraten, terten aber im Wesentlichen, nur vierzehn wertvolle die aus aller Herren Lander hierher kamen, um Sfüdc wurden von den insgesamt 82 Einzelwerken auf die spanischen Goldschifte Jagd zu machen. 3n be3 Welsenschatzes von dem Museum in Cleve- kurzer Zeit waren Freibeuter und Seeräuber un- (anb (Ohio) erworben. Dank der Großzügigkeit umschrankte Herren dieser Meere und sogar die Führers konnten der wesentliche Teil des Wel- blühende, von den Spaniern stark befestigte Han-ftenschatzes jetzt für Preußen erworben werden, delsstadt P a n a m a wurde von deml gefurchtetsten Laufe der Jahrhunderte allmählich zu-
und mordgierigsten aller Piraten, dem Welschen jammengetragen worden unb gibt einen fast lücken- Henry Morgan geplunbert unb zerstört. Die' l .»...... • - - - ~
Berichte von ber schreckensvollen Durchquerung ber Dschungel durch bie Morbgesellen bes Piratenhäuptlings, bie wie bie Garden unter ber Sense bes Schnitters zu Hunberten von schleichenben Seuchen bahingerafft würben, die ^Belagerung der Stabt Panama unb bie grauenvolle Zerstörung bie- ser blühenben Sieblung gehören zu ben bunkelsten Kapiteln ber Geschichte bes ausgehenben Mittelalters. Expebition um Expebition ging hier verloren, nicht in ben Kämpfen mit feinblichen (Eingeborenen, fonbern bahingerafft einzig unb allein von


