Ausgabe 
19.2.1936
 
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Aus dem Schlachtseid von Amba Aradam

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Der Abyeordnc erhärte, Deutsch

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pen, die südwärts ziehen. Auf dem Schlachtfeld findet man nur sehr vereinzelt die Leichen von Abessiniern. Die meisten sind schon beerdigt oder verbrannt worden. Zuverlässige Ziffern über die Verluste fehlen noch immer auf beiden Seiten. Es hat aber den Anschein, daß die Italiener geringere Verluste erlitten haben, als ursprünglich angenom-

Nationale Minderheiten gibt es beinahe in sedem Land. Sinnlos wäre es, ihre EriOenz verneinen zu wollen, wie das z. B. in der Tschechoslowakei ge- schiebt. Die innere Stärke eines Staates wird da« durch nicht gefördert. Anders steht der polnische Mi« Nisterpräsident Koscialkowski zum Minder« beitenproblem. Er hat die Normalisierung der Beziehungen des Polentums zu den übri­gen in Polen lebenden Nationalitäten als erstrebens­wert in einer vor dem Sejm gehaltenen Rede hin­gestellt. Er kann sicher sein, unseren Beifall zu fin­den, denn uns berührt es immer wieder schmerzlich, sehen zu müssen, wie das zahlenmäßig sehr starke Deutschtum auf polnischem Boden behandelt wird. Wenn Koscialkowski an anderer Stelle davon sprach, daß die Städte durch eine weitere Parzellie­rung des Grundbesitzes entvölkert werden müßten, dann trifft er sich in diesem Punkte mit unserer Siedlunaspolitik. Nur würde der Gegensatz zwischen einem Ausgleich mit den Minderheiten und einer Parzellierungspolitik, wie sie bisher be­trieben wurde, unverkennbar sein, wenn die pol­nische Siedlung auch weiterhin gegen die deutsche Bevölkerung gerichtet sein würde. Da aber Koscialkowski den Frieden mit den Min­derheiten als eine der Hauptaufgaben der Regierung hingestellt hat, gehen wir wohl nicht fehl in der An­nahme, daß er nicht die Absicht hat, die Parzellie­rungspolitik in der bisherigen Form fort« zusetzen.

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nen müsse.

Der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Pressevertreter in Paris hat daraufhin zum Aus­druck gebracht, daß die Frage des Grundes der Ausweisung noch keineswegs geklärt fei und daß man sich mit Nachdruck dieser Frage annehmen möge.

Oie polnische Agrarreform.

Wieder mehr deutscher alsPolnischerBesitz enteignet.

Bromberg, 18. Febr. (DNB.) Im amtlichen polnischen Gesetzblatt ist die im Verlauf der Durch­führung der polnischen Agrarreform für das Jahr 1936 veröffentliche Namensliste der ent­eigneten Personen erschienen. Wieder ist in Posen und Pommerellen mehr deutscher Be­sitz als polnischer enteignet worden. Deutsche Siedler werden für die Parzel­lierungsaktion allgemein nicht zugelassen, so daß die Agrarreform nur den polnischen Klein besitz stärkt. DieDeutsche Rundschau" in Polen berechnet den Gesamtverlust, den der deutsche Boden erlitten hat, wie folgt: Allein durch die Agrarreform wurden seit ihrem Beginn bis zur Liste 1935 vom deutschen Besitz 59 999 Hektar und vom polnischen Besitz nur 25186 Hektar erfaßt. Dazu kommt die vorliegende Namensliste für 1936 mit 8 444 Hektar für den deutschen und 7 450 Hek­tar für den polnischen Besitz. Das bedeutet ins­gesamt einen Verlust von 6 8 4 4 3 Hektar bei der deutschen Minderheit und von nur 32 636 Hektar bei der polnischen Mehrheit.

Der Unterschied wird noch größer, fährt das Blatt fort, wenn man bedenkt, daß auf deutscher Seite zu den Enteianungen durch die Agrar­reform noch die Massenenteignungen durch Liquidation, Annullierung und an- dere Formen der Entfernung unerwünsch­ter Eigentümer gekommen sind. Unter den verkleinerten deutschen Gütern befinden sich außer- dem ausgesprochene Musterwirtschaften, die auch jeder sachverständige Pole als solche kennt. Wir seben in der Aararreform, wie sie heute ge­handhabt wird, für Polen keinen landwirtschaftlichen, aber auch keinen nationalen Erfolg.

der Abessinier abnehme, werde auch durch die An­zeichen eines neuen italienischen Angrif­fes an der Südfront verstärkt. Unter diesen Umständen müsse die britische Regierung gemeinsam mit den anderen Dölkerbundsstaaten erwägen, welche weiteren Schritte erforderlich seien, um demOpfer des Angriffes beizuftehen. Wahrscheinlich werde Außenminister Eden der Sitzung des Achtzehner-Ausschusses persönlich bei­wohnen. Sollte der Ausschuß entscheiden, daß eine wirksame Oelsperre gegen Italien n ich t auf­erlegt werden könne, dann würden sicherlich an­dere Maßnahmen erwogen werden.

Eine neue Vermittlungstätigkeit Englandsonnne zur Zeit nicht in Frage. Solange die beteiligten

angenommen haben

Lord Mansfield bezeichnete es als bedauer­lich, daß die Franzosen ihre neuerrungene Freundschaft mit Italien gegen herzlichere Beziehungen mit der Sowjetunion vertauschen wollten. Und dies verursache in Deutschland große Mißstimmung. Die Verhängung einer Oelsperre würde nach Ansicht des Redners einen europäischen Krieg heraufbeschwören.

Lord Lloyd erklärte, Sir Samuel Hoare sei der erste Staatsmann, der eine Befriedung in Eu­ropa herbeizuführen versucht habe.

Unterstaatssekretär für auswärtige Angelegen­heiten, Lord Stanhope, wies darauf hin, daß im Augenblick weder Italien noch Abessi­nien um Friedensvorschläge ersucht hätten. Der Dreizehnerausschuß habe erklärt, daß er zur Zeit keine Gelegenheit für eine Regelung sehe. Eine fort­gesetzte Unterbreitung von Vorschlägen würde Italien nur ermutigen, fortzuf äh­re n in der Hoffnung, bessere Bedingungen zu erhalten. Dies liege nicht im Interesse des Frie­dens. Dadurch, daß Italien vier Verträge zerris­sen habe, habe es sich in eine Lage versetzt, die dem Völkerbund keinen anderen Weg lasse, als Sühne­maßnahmen durchzuführen ober aber sich selbst zu widersprechen. Der wachsende Druck der Sühne­maßnahmen beginne sich auszuwirken. Zweifellos beständen noch gewisse Schlupflöcher, die noch ge­schlossen werden müßten. Es werde Sache des Völ­kerbundes sein, zu entscheiden, ob eine Oelsperre wirkungsvoll sein werde oder nicht. Lord Stan­hope beschäftigte sich dann mit den Gründen für die Entsendung der britischen Flotte nach dem östlichen Mittelmeer. England sei bedroht worden, es wäre außerordentlich unklug gewesen, wenn England seine Flotte damals in Malta belas­sen hätte. England habe nicht die geringste Absicht ge­habt, eine unabhängige Maßnahme irgendwelcher Art gegen Italien zu treffen. Die Flotte sei in Marsch gesetzt worden, weil man es für ratsam ge­holten habe, sie auf die italienischen Drohungen hin im Augenblick aus der näheren Umge- b ung Italiens zu entfernen.

VeWeuMer Zusammentritt der Sanktionskonserenz.

Der nächste Schritt

wird von den streitenden Parteien erwartet.

London, 19. Febr. (DNB. Funkspr.)Daily Telegraph" berichtet, daß das englische Kabinett wahrscheinlich vorschlagen werde, den Zusam­mentritt des Sanktionsausschusses in Genf bereits auf den 2. März anstatt auf den 9. März festzusetzen. Man sei der Ansicht, daß durch die abessinische Niederlage süd­lich von Makalle eine dringliche Lage ent­standen sei, zudem wisse man, daß d i e Nah­rungsmittel in Abessinien knapper würden. Der Eindruck, daß die Widerstandskraft

Lebhafte Entrüstung in 9erlin.

Erste Pressestimmen.

Berlin, 19. Febr. (DNB.) Der Schweizer Bun­desratsbeschluß, wonach die Landesleitung und die Kreisleitungen der NSDAP, in der Schweiz ver­boten werden, wird von den Berliner Blättern aufs schärfste mißbilligt.

DerVölkische Beobachter" schreibt u. a.: Mit dem Verbot der Organisation der NSDAP, macht sich Bern die marxistischen Mordargumente zu eigen. Die Schweizer Regierung wird damit zu einem Werkzeug der marxistischen und jüdischen Propa­ganda gegen Deutschland, deren Behaup­tung immer darauf hinausgelaufen ist, daß die An­wesenheit von Nationalsozialisten in der Schweiz eine Provokation der Gegner des Nationalsozialis­mus sei. Der Bundesrat beweist durch sein Ver­halten aber auch eine Auffassung von seinen Pflich­ten, die angesichts des bis jetzt schon angerichteten Unheils unverständlich sein muß. Das Deutsche Reich jedenfalls vertritt die Ansicht, daß es die Auf­gabe einer Regierung ist, einem Mörder die Aus­führung feiner Tat durch vorbeugende Maßnahmen unmöglich zu machen, nicht aber etwa dadurch, daß man nun sämtliche möglichen Opfer eines Mörders der Freiheit beraubt. Durch eine solche Handlungs­weise wäre praktisch allen Gewalttaten Tür und Tor geöffnet. Es dürfte auch der Schweizer Regierung nicht unbekannt sein, daß das Deutsche Reich heute von seinen Angehörigen im In- und Auslande erwartet, daß sie sich in aktivster Weise und das bedeutet vor allem in der NSDAP, und ihren Organisationen am Ge­schehen ihres Volkes beteiligen. In der Schweiz haben bisher alle Fremden das selbst­verständliche Recht zu einer solchen Betätigung gehabt solange sie natürlich eine Einmischung in die inneren Verhältnisse der Schweiz vermieden haben. Da es dem Bundesrat nicht möglich sein wird, auch nur den geringsten Beweis für eine solche Einmischung beizubringen, stellt das Verbot also nichts weiter bar als bie

Aufhebung b e 5 Rechtes ber Reichs- b e u t f d) e n, bie Pflichten gegenüber ihrem Heimatlande zu erfüllen. Es muß also festgestellt werben, baß bie Schweiz ver­sucht, politischen Einfluß auf bie in ihrem Gebiet wohnenben Reichsbeut- s ch e n zu nehmen, ein Vorgang, der wohl einzig dastehen dürfte.

ImB e r l i n e r L o k a l a n z e i g e r" heißt es: Ein souveräner Staat kann es nicht zulassen, daß eine fremde Regierung deutsche Staatsangehörige von der Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Rechte fern­hält. Es wird deshalb zunächst zu erwägen fein, ob den Vereinigungen von Schweizern, die in Deutschland bestimmte politische, kulturelle oder ähnliche Ziele verfolgen, noch das Recht zu Zufammenkünften gegeben werden kann. DieBerliner B ö r s e n z e i t u n g" erinnert daran, daß noch im Herbst vorigen Jahres ein Mitglied der Schweizer Bundesregierung dem Landesgruppenleiter Wilhelm Guftloff völlige Kor­rektheit seiner Tätigkeit ausdrücklich bescheinigt und damit natürlich auch das legale Verhalten der Gust- loff unterstellten Organisation öffentlich an- erkannt hat. Wenn jetzt die Schweizer Regie­rung trotzdem die in ihrem Lande lebenden Reichs­deutschen der Möglichkeit eines legalen Zusammen­schlusses beraubt, so ist das mehr als Ungrechtigkeit, es ist eine Vergewaltigung des Rechtes, ein Rechtsbruch. Die Schweizer Regierung weiß, daß im neuen Reich Staat und Partei iden­tisch sind. Sie weiß daher auch, daß der Zusam­menschluß der im Auslande lebenden Reichsdeut­schen in den dafür vorgesehenen Gliederungen der Partei oder unter Führung dieser Gliederungen nicht nur deutsches Bürgerrecht, sondern auch deutsche Bürgerpflicht ist. An der Aus­übung dieser staatsbürgerlichen Pflichten gegenüber ihrer Heimat werden nun die Schweizer Reichs­deutschen durch die Schweizer Regierung gehindert. Das ist ein Affront, den das deutsche Volk mit (Empörung unb (Erbitterung empfin- bet. Das Blatt erklärt, es wäre gerabezu ein Ge­bot internationaler Gerechtigkeit, wenn nun auch

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Keine Medensansfichten nach der Schlacht von Lnderta.

Das Oberhaus kritisiert die Politik Edens. - England unternimmt keine weiteren Der mittlungsbemühungen, aber auch keine Initiative in der Oelsperre.

im Reiche die politischen und kulturellen Drga« nisationen ber Schweizer Bürger d.leselbe Be. banblung erfahren würben, bie jetzt Den Reichs, deut chen in ber Schweiz zuteil werbe.

DieDeutsche Allgemeine Zeitung' schreibt: Erklärlich, nicht verstänbllch, ist ber Be« schluß vom Dienstag wohl nur aus seltsamen innerpolitischen Vorgängen: Die schweize. rische Linke, beren Presse, offenbar zum Teil vom schlechten Gewissen geplagt, ber fatalen These Vorschub geleistet hat:Nicht der Mörder, sondern der Ermordete ist schuldig!", hat einen Druck auf ihre Regierung ausgeubt, der den Bun­desrat zu einer Desavouierung feiner eigenen Haltung veranlaßte. Die Organe der Linken find soweit gegangen, Deutschland das Recht zu be« freiten, einen gefallenen Kämpfer würdig und an­gemessen zu bestatten. Und jetzt soll gar dem loten, noch bevor sein Mörder der wohlverdienten Strafe zugeführt worden ist, ein Makel angeheftet werden, der durch nichts gerechtfertigt ist.

Deutscher Pressevertreter aus Frankreich ausgewiesen.

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Erstaunlicher Beschluß des Schweizerischen Bundesrats

Landesleitung und Kreisleitungen der NSDAP, in der Schweiz verboten.

Die verlorene Lhance des Hoare-Plans.

ßonbon, 18. Febr. (DNB.) Im Oberhaus fand eine Aussprache über den italienisch - abessinischen Konflikt statt. Der Konservative Lord Phillipmore erwähnte den Hoare-Laval-Plan und erklärte, die Mehrzahl der Mitglieder des Oberhauses sei über die plötzliche Schwenkung der Regle­rn n g s p o l i t i k b e st ü r z t. Man habe das Empfinden, daß der jetzt eingeschlagene Weg falsch und die frühere Politik richtig sei. Ganz Europa sei heute von einer Hysterie der Furcht er­griffen. Nach seiner Ansicht enthalte der Hoare- Laval-Plan Bedingungen, die für die britische Re- gierung annehmbar gewesen seien und auch Mussolini würdtz sie als Verhandlungsgrundlage

schallstab Muluguetas, die bei Aradam von den Italienern erbeutet wurden, im italienischen ; Hauptquartier zu besichtigen. Der italienische Sieg bei Aradam hat Öen Rückzug der Armee des Ras Seyum und des Ras Kassa zur Folge. Am Dienstagabend hat man den Eindruck, daß die militärischen Operationen noch nicht ab­geschlossen sind. Die Kriegslage scheint die abessinische Heeresleitung vor schwere Entscheidun­gen zu stellen.

Abessinischer Kriegsbericht.

Addis Abeba, 18. Febr. (DNB.) Ras M u - lugheta, der die östlich an Ras Sejum sich an­schließende Armee befehligt, berichtet heute, daß am 12. Februar italienische Vorposten bis zu seinen Truppenlagern vorgesto- ß e n seien. Arn 13., 14. und 15. Februar hätten sich größere Kämpfe entwickelt, die sich jedoch ausschließlich auf starke V o r p o st e n a b t e i - langen beschränkt hätten. Die Italiener hät­ten nur geringen G e l ä n d e g e w i n n er­ringen, ihr Hauptziel dagegen, die abessinische B e - [agerung von Makalle zu durchbrechen, nicht erreichen können. Die Verluste der Ita­liener seien bedeutend, während die Abessinier nur 75 Tote und 130 Verwundete hätten.

Siegesfeiern in Italien.

Rom, 18. Febr. (DNB.) Der Sieg von Amba Aradam wurde am Dienstag in ganz Italien mit reichern Flaggenschmuck und großen Umzügen gefeiert. In Rom sand ein Auf­marsch der Studenten statt. Lange Kolon­nen durchzogen, Siegeslieder und Spotfverse auf den Negus singend, die Straßen, um sich abschlie­ßend auf der Piazza Venezia zu versam­meln und in stürmische Hochrufe auf den Duce auszubrechen. Auf die sich immer wieder­holenden Ruse der Menge hin zeigte sich Mussolini zweimal auf dem Balkon seines Regierungs- palaftes. Auch die Presse ist ganz mit Einzelschil­derungen über den Verlaus der siegreichen Schlacht gefüllt.

Aber Kriegführen kostet Geld.

Rom, 18. Febr. (DNB.) DieGazetta Uffiziale" veröffentlicht eine Mitteilung über eine beträcht­liche Erhöhung der Ausgaben im Hin­blick auf die Kriegführung in Ostafrika in Höhe von 1 5 30 Millionen Lire. Davon entfallen 400 Millionen für militärische und zivile Ausgaben in den Kolonien, 80 Millionen für die tägliche Unter­stützung der Familienangehörigen der nach Ost­afrika (Einberufenen, 500 Millionen auf das Kriegs­ministerium, 200 auf das Marineministerium und 350 Mllionen auf das Luftfahrtministerium für Maßnahmen zur Anpassung an die gegenwärtige Lage in Ostafrika.

Die Schlacht von Enderta wurde in der Hauptsache durch die italienische Artillerie entschieden. Unser Bild zeigt italienische Feldgeschütze südlich von Makalle. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Der Beschluß des Bundesrats, eine üandes- gruppenleitung und Kreisleitungen der NSDAP, in der Schweiz nicht mehr zuzulassen, muß jeden recht­lich Denkenden eigentümlich berühren, weil er gefaßt ist, noch bevor der Mörder Gustloffs seine Strafe erhalten hat. Bundesrat Baumann bat aus­drücklich festgestellt, daß der ermordete Landesleiter sich keinerlei Verletzung des Gastrechts der Schweiz hat zuschulden kommen lassen. Will der Schweizer Bunoesrat durch seinen Beschluß dem meuchlings Ermordeten einen Vorwurf anhängen, den er dem Lebenden nicht hat machen können? Der Beschluß des Bundesrats ist ein schwerer Eingriff in die Rechte, die jeder Fremde in seinem Gastland bean­spruchen darf. Die Gruppen der NSDAP, im Aus­lande sind der durchaus legale Zusammenschluß ber Reichsdeutschen, die den Wunsch haben, in enge Ver­bindung mit dem neuen Deutschland zu leben. Der Beschluß des Bundesrats sucht diese Verbindung ab- zuschneiden, er hindert damit die in der Schweiz lebenden Reichsdeutschen an der Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Pflichten gegenüber ihrem Hei­matland, denn die NSDAP, ist Trägerin des deut­schen Staates, mit dem die Schweiz diplomatische Beziehungen unterhält. Wenn also die Schweiz ver­sucht, auf die ihr Gastrecht in Anspruch nehmenden Reichsdeutschen politischen Einsluß auszuüben, so kann dagegen nicht entschieden genug Einspruch er­hoben werden und es muß wohlerwogen werden, ob nicht Vereinigungen von Schweizern in Deutsch­land eine gleiche Behandlung zuteil werden müßte.

Parteien nicht bereit seien, fid) i

eine Beilegung des Streits zu befassen, könne durch neue Vermittlungsangebote nichts sewonnen wer. den. Die ohnehin schon schwierige Lage wurde nur verschlimmert werden, wenn England ^»ne Dienste anböte, die nicht gewünscht wurden und w<ihrschein- lich bei beiden Teilen böses Blut erzeugen wurden. Die gegenwärtige Stimmung der Kampfenden Zeige keine Anzeichen, daß weitere Bemühungen um Ver­söhnung irgend einen Erfolg haben wurden. Der nächste Schritt müsse von den streitenden Parteien, nicht von denFriedensstiftern aus« geben Ebenso wenig wie eine Vermittlung beab­sichtige die englische Regierung eine Oelsperre unab­hängig vom Völkerbund anzufassen.

men wurde.

Belasa, Antalo und andere in der Gegend von Aradam gelegene Ortschaften sind auf Befehl des Ras Mulugueta von den Abessiniern geräumt wor­den, die auf ihrem Rückzug die meisten Ortschaften in Brand ge st eckt haben. Bewohner, die den Räumungsbefehl nicht befolgt haben, wurden wegen Befehlsverweigerung von den im Rückzug befind­lichen abessinischen Streitkräften erschossen. Die Pressevertreter hatten Gelegenheit, die Generals­uniform, die Orden, Ehrenzeichen und den Mar-

P a r i s, 18. Febr. (DNB.) Am Montagvormittag wurde der deutsche Pressevertreter Richard in einer Pariser Wohnung von der französischen Polizei verhaftet. Nach dreistündiger Haft wurde Richard durch Vermittlung der amtlichen deutschen Vertretung wieder freigelassen und auf­gefordert, Frankreich alsbald zu Der« lassen.

Der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Pressevertreter in Paris hat in einem Schreiben an den Präsidenten des Syndikats der ausländi- chen Presse darauf hingewiesen, daß Verhandlun­gen zwischen der deutschen Botschaft und dem fran­zösischen Außenministerium schwebten, um eine Verlängerung der am 15. Februar ablaufen­den Aufenthaltsgenehmigung für Richard zu er­reichen. Diese Genehmigung sei jedoch nicht er­teilt worden, was, den formellen Anlaß für die Verhaftung gegeben habe.

In dem Schreiben heißt es Dann weiter:Meines Wissens liegt gegen Richard nichts Nachteil!» ' g e s in Frankreich vor. Dagegen ist bekannt geworben, Daß Dieser im vorigen Jahr von Den italienischen BehörDen aus Rom aus­gewiesen rourDe, so daß anzunehmen ist, daß ein Zusammenhang mit dieser Angelegenheit be­steht. Als Vorsitzender Der Vereinigung Deutscher Korrespondenten in Paris bitte ich Sie, gegen djeses Verhalten Der französischen BehörDen gegenüber einem in Frankreich vollständig unbelasteten Kolle­gen Protest einzulegen."

In seiner Antwort hat Der PräsiDent Des Syndi- kats Der ausländischen Presse darauf hingewksen, daß er unverzüglich Vorstellungen erhoben habe. Im Außenministerium habe man ihm mitgeteilt, daß man die Verhaftung von Richard keines­wegs billige und Dagegen Schritte unternom­men habe. Die Polizeibehörde habe bekanntgegeben, Daß jeder Ausländer nach Ablauf seiner Auf­enthaltsgenehmigung mit seiner Verhaftung red)»

Madrid, 19 **N)t zum ' G Militäi 7 und Alca °°n M Maudsve "'N.

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Saris, 18. W Aussprache uW chwjetrchschG ^ordnete Da» ;:i: nicht nut M könne- D« Mn Ländern» 5) »erhandele ü Mm mit der .'n militärische verglichen w

Itn Frankreich g« Mn mindeslei rijetrussische An immengezogen i nch vier neutrc <t deutschen Ar !tr italienisch-ab taoie(en, daß ein Ersetzt werden drjetzen könne viele Hundei Leutschland zu ei Streit zwischen t

Asrnara, 18. Febr. (DNB. Vorn Kriegsbericht­erstatter des DNB.) Die Presseberichterstatter haben heute bie neuen italienisch en S t e l l u n - g e n zwischen Belasa unb Antalo auf bem ^chacht- felb von Amba Aradam besichtigt. Diej Artillerie feuert noch vereinzelt auf kleinere abessinische Grup-

Bern, 18. Februar. (DNB.) Amtlich wird mit­geteilt:Der Bundesrat hat auf Grund eines Be­richtes der Bundesanwaltschaft und auf Antrag des Justiz- und Polizeidepartements beschlossen, eine Landesleitung und Kreisleitungen der NSDAP, in der Schweiz in irgend­einer Form in Zukunft nicht mehr z u - z u l a s s e n. Die grundsätzliche Frage ber weiteren Zulassung von ausländischen politischen Vereini­gungen in ber Schweiz wirb bem Justiz- unb Po- lizeioepartement in Verbinbung mit bem Politi­schen Departement zur Prüfung unb Berichterstat­tung überwiesen."

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