Hier spricht Rußland
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Gießen (Dammstraße 45), den 17. September 1936.
vor dem Neuen Friedhof.
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Reichs-Fahrplanbesprechung in Heidelberg.
Unter dem Vorsitz des Direktors der Deutschen Reichsbahn, Dr.-Jng. Leibbrand fand die 17. Reichs-Fahrplanbesprechung in Heidelberg statt. Die Verhandlungen erstreckten sich auf eine Bewältigung des Massenverkehrs bei den großen Veranstaltungen und des KdF.-Verkehrs, Ferner wurden die Erfahrungen im Schnelltriebwagenverkehr und beim Betrieb der Reichsautobahnlinien ausgetauscht. Einen breiten Raum nahm die Aussprache über die Abwicklung des Spitzenverkehrs in der Hauptreisezeit sowie zu den Festzeiten (Urlauberverkehr) ein. Rach den Erfahrungen vom letzten Jahr ist es nötig, zur Durchführung des im Sommer besonders stark angewachsenen Schnellzugverkehrs künftig in noch größerem Umfange Entlastungs-Schnellzüge einzulegen. Demgemäß wurde eine Reihe neuer Saison-Schnellzüge beraten. Hervorzuheben sind auch die Verhandlungen über Verbesserung des deutsch-dänischen Verkehrs, des Schnellzugverkehrs zwischen Ostpreußen und dem Reich, der Verbindung England—Belgien —Süddeutschland, des Zugverkehrs K ö l n — S i e - gen — Frankfurt (M), Einrichtung neuer Schnelltriebwagenläufe Bremen — Berlin und Hamburg — Frankfurt (M) für den Fall, daß weitere Schnelltriebwagen beschafft werden können. Schließlich wurden die Anträge des Fahrplanausschusses der Industrie- und Handelskammern be-
Danksagung.
Allen, die uns beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen ihre Teilnahme bewiesen haben, sagen wir hiermit herzlichen Dank.
Kath. Haus, geb. Gerlach.
Fellingshausen, den 16. September 1936.
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Unser lieber Kamerad
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ist zur großen Armee abberufen. Zur Trauerfeier Antreten der Kameraden am Samstag, dem 19. September 1936, 10.45 Uhr,
sonendampfer zusammen. Infolge eines .^verbrecherischen Verstoßes gegen die elementarsten Regeln der Schiffahrt" fuhr der Schlepper auf den Dampfer aus, der sofort sank. Don den 35 Fahrgästen konnten nur 21 gerettet werden. Die restlichen 14 Fahrgaste ertranken.
Verbandstagung
des Reichsverbandes Deutscher Offiziere.
Der R.D. O., die Spitzenvertretung der Offiziere und Beamten a. D. der alten Wehrmacht, hält dieser Tage in Berlin in Gegenwart seines Ehrensuhrers Generalfeldmarschalls v. Mackensen seine große Arbeitstagung ab, zu welcher sich die Landesverbands- und Ortsgruppenführer aus allen Teilen Oes Reiches zur Beratung von Derbandsfragen zusammenfinden. Seine Verbundenheit mit der neuen Wehrmacht hat der R. D. O. am ersten Sitzungstage durch Telegramme an den Führer und an den Reichskriegsminister Generalfeldmarschall v. Blomberg,^. denen die Bewunderung der für die Wiederherstellung unserer Wehrhaftigkeit geleisteten Arbeit zum Ausdruck kommt, bekundet.
LZ. „Hindenburgs" 8. Nordamerikafahrt. — Ehrung des 1000. Fluggastes.
Das Luftschiff „Hindenburg" ist am Donnerstag 20.48 Uhr unter dem Kommando des Kapitäns Lehmann zu seiner 8. Nordamerikafahrt gestartet. An Bord befinden sich 72 Passagiere und 60 Mann Besatzung, zusammen also 132 Personen. Das ist die größte Personenzahl, die bisher über den Ozean befördert wurde. Die achte Fahrt des Luftschiffes erhielt insofern besondere Bedeutung, als sich an Bord der 1 0 0 0. Fahrgast des LZ. „Hindenburg" befindet. In einer kleinen Feier würdigte das Vorstandsmitglied der Deutschen Zeppelin- Reederei, Präsident Karl Christiansen, die Tatsache, indem er auf die weltumspannenden und glückhaften Fahrten des Luftschiffes hinwies, die einen Markstein in der Entwicklung des Weltluftverkehrs bildeten. Präsident Christiansen beglückwünschte den 1000. Fahrgast, Mrs. Elliott White-Springs aus Fort Mill, South Carolina, und überreichte ihr einen Blumenstrauß sowie eine kunstvolle Schale aus Duraluminium, dem Baustoff des Luftschiffgerippes.
Schwere Hochwasserschäden in Texas.
Nach einer Meldung aus San Angelo in Texas führt der Fluß Concho infolge zweitägiger Wolkenbrüche Hochwasser. Ein großer Teil der 26 000 Einwohner zählenden Stadt San Angelo ist überschwemmt. Etwa 300 Wohnhäuser wurden von den Fluten fortgerissen, weitere 200 stehen unter Wasser. Ein mehrere Meter tiefer Strom wälzt sich auch durch Teile des Geschäftsviertels. Der Sachschaden wird bereits auf 1 Million Dollar geschätzt.
Das höchstgelegene Observatorium im deutschen Sprachgebiet.
Auf dem Gipfel des Haselekars auf der Nordkette bei Innsbruck wurde in 2300 Meter Meereshöhe eine astronomische Beobachtungsstelle fertiggestellt. Dieses Observatoriurm das das Höch st gelegene im deutschen Sprachgebiet ist, wurde von der Innsbrucker Universitäts-Sternwarte mit Unterstützung des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck errichtet. Die Notwendigkeit der Errichtung dieses Observatoriums ergab sich dadurch, daß die Lage der Sternwarte in Hoetting durch die helle Beleuchtung der Stadt Innsbruck und den starken Dunstschleier für photographische Aufnahmen astronomischer Objekte in den letzten Jahren immer ungeeigneter geworden war.
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raten und die für die Europäische Fahrplan-Konferenz zu stellenden Anträge vorbereitet.
Die Ceiftung der Reichsbahn beim Reichsparteitag.
Die Reichsbahndirektion Nürnberg teilt mit: Nachdem am Dienstag und Mittwoch rund 400 Sonderzüge zur Rückbeförderung der Teilnehmer am Reichsparteitag der Ehre abgefertigt worden sind, hat Donnerstag früh der letzte Zug des geschloffenen Rücktransportes den Bezirk der Reichs- bahndireküon Nürnberg verlassen. Damit ist die bisher größte Sonderzugbewegung für den Reichsparteitag in Nürnberg glatt und reibungslos abgewickelt. Die Reichsbahn hat über eine Million Menschen zum Reichsparteitag nach Nürnberg befördert und die gleiche Zahl auch wieder zurückgefahren, so daß die Gesamtleistung der Reichsbahn in diesen Tagen über zwei Millionen Reisende umfaßt. Bei dieser Zahl ist der Durchgangsreiseverkehr durch Nürnberg nicht berücksichtigt. Trotz stärkster Belastung aller Strecken und Bahnhöfe in und um Nürnberg durch diesen gewaltigen Personenverkehr wurde auch der sehr starke Güterverkehr ohne Schwierigkeiten bewältigt. Dank der hingebenden Ärbeit aller Beteiligten ist diese große Sonderzugbewegung in diesem Jahre wieder ohne Störung und mit größter Pünktlichkeit abgelaufen.
14 Tote bei einem Schiffsunglück auf der Rewa.
Auf der Newa in Leningrad stießen nach einer Meldung der „Jswestija" ein Schlepper und ein Per-
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Altersvereinigung 1880-1930
Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsei e Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Alterskameraden
Wilhelm Reusch
geziemend in Kenntnis zu setzen.
Die Beerdigung findet am Samstag, dem 19. September, vorm. 11 Uhr statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung.
Der Vorstand.
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An Höhe wird die neue Beobachtungsstelle auf dem Hafelekor nur vom Observatorium auf dem Jung, fraujoch (Schweiz), das aber noch nicht fertlggestellt ist, und von einer astronomischen Warte am Piv du Midi in den Pyrenäen übertroffen.
Schulungslager für bildende Künstler.
In enger Zusammenarbeit mit der Reichskammer der bildenden Künste hat der Gaukulturwart der NSDAP. Kölsch in der Saarpfalz em Schu« lungslager für bildende Kunst er m der Gauführerschule in Annweiler errichtet. Zu dem ersten Kursus, der vom 14 September bis 26. September dauert, haben sich zahlreiche Maler und Graphiker, Bildhauer und Gebrauchsgraphiker zu gemeinschaftlicher Arbeit zusammengefunden. Die praktische Arbeit wird ergänzt durch eine Reche von Vorträgen führender Persönlichkeiten, u. a. über nationalsozialistische Kulturpolitik, über Maltechm- ken, insbesondere die Technik der Wandmalerei, über den Bildhauer und das neue Bauen, über die Arbeit der NSV. für die Künstler und über den Aufbau unseres Kulturlebens durch die Reichskulturkammer. Am Schlußtage wird eine Ausstellung von Arbeiten der Teilnehmer am Schulungskursus Rechenschaft über das Geleistete ablegen. — Der Annweiler Kursus ist der Anfang eines weitgesteckten Programms der Reichskammer der bildenden Künste für die Heranführung der Künstler an unsere Zeit und ihre praktische Schulung für die neuen großen Aufgaben, die der Nationalsozialismus in Staat und Bewegung dem bildenden Künstler stellt.
Wetterbericht
des Reichswetterdiensles. Ausgabeort Jranffurt
Die von Südwesten hereindringende feuchtwarme Mittelmeerluft konnte am Donnerstag auch auf die westlichen und südlichen Teile unseres Bezirkes Ein» fluß nehmen und leichte Regentätigkeit Hervorrufen. Im übrigen Deutschland setzte sich dagegen das herbstliche Schönwetter ungestört fort. Inzwischen hat sich auch das Hochdruckgebiet von der Ver- flachung von Skandinavien nach Osteuropa Der« lagert, so daß eine Umgestaltung der Großwetterlage im Gange ist, die vorerst aber für unser Wetter noch keine größere Bedeutung erlangt. Wir verbleiben vorerst noch im Bereiche feuchter Misch- lüft, die vornehmlich Nebelbildung begünstigt.
Aussichten für Samstag: Vielfach dunstig oder neblig, sonst zeitweise aufheiternd, im allgemeinen trocken, Temperaturen wenig geändert, schwache Luftbewegung.
Aussichten für Sonntag: Vielfach dunstig und neblig, veränderliche Bewölkung und bei westlichen Winden zunehmende Unbeständigkeit.
Lufttemperaturen am 17. September: mittags 19,1 Grad Celsius, abends 14,1 Grad; am 18. September: morgens 11,5 Grad. Maximum 20,8 Grad; Minimum heute Nacht 10,4 Grad.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder; Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags
15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
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Kartenspielende Bahnwärter, verwahrloster Oberbau — Spottzeichnung der Sowjet-Zeitung „Prawda vom 6.10.1933. Der Universitätsverlag von Robert Noske, Leipzig, gab em Buch unter dem Titel „$)ier spricht Rußland" heraus. Es sind Selbstbekenntnisse der Sowietpresse, „Witze von1 bolschewisti^en Karikaturisten, die sicherlich nichts verhöhnen würden, wenn es das etwa nicht m Rußland gäbe. Was hier der krasse Witz zeigt, ist also r e i n e W i r k l i ch k e i t. Durch Verwahrlosung und Lo ^wirtschaft sind die meisten Eifenbahnwege in Sowjetrußland zu Todesstrecken geworden. (Scherl-Bilderdienst-M.)
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arbeitsreichen und pflichtvollendetem Leben mein lieber Mann, unser
guter Bruder, Schwager und Onkel
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im vollendeten 56. Lebensjahre.
Donnerstag früh 2.30 Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden
unsere treusorgende, innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Groß
mutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Elisabethe Roth Witwe, geb. Schmidt
im Alter von 51 Jahren.
In tiefer Trauer:
Familie Ludwig Steinmuller
Familie Heinrich Roth
Familie Karl Volk
Liselotte Roth und alle Angehörige.
Wieseck,Trohe, Staufenberg,Kinzenbach,Rödgen und Großen-Buseck,
den 18. September 1936.
Die Beerdigung findet Samstag, den 19. September, nachmittags 3 Uhr,
vom Trauerhause Wieseck, Philosophenstraße 20, aus statt
In tiefer Trauer:
Frau Auguste Reusch, geb. Merkel
Die Beisetzung findet am Samstag, dem 19. September, vormittags
11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt
04259
Von Beileidsbesuchen bitte absehen zu wollen.
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