Menschen wirkt, ist ihr glattes Schupvenhemd und der eigentümliche Gefühlsreflex ihrer schlangenartig kühlen Körpertemperatur.
Eine Eigentümlichkeit der Blindschleiche, die wir nie bei den Schlangen, wohl aber auch bei den anderen Eidechsenartigen finden, ist die Brüchigkeit ihres Schwanzes, die bei der geringsten Erschütterung eintreten kann. „Bruchschlange", auch „Glaswurm" hat man sie darob genannt. Es scheint, als ob das eigens so eingerichtet sei, denn ein hinten gepacktes Tier vermag allemal unter Zurücklassung seines Schwanzes zu entwischen. Der freilich wächst bald wieder nach, und die Fähigkeit des Körpers, das verlorengegangene Stück unverzüglich wieder nachzubilden, ist erstaunlich. Im übrigen scheint das Abzwicken des Schwanzes selbstgewählt und freiwillig zu sein und ohne große Schmerzhaftigkeit vor sich zu gehen, also nicht auf Gewaltanwendung oder eine physikalische Störung zurückzugehn, denn beim Anlegen ihrer Gänge und Galerien im lockeren Erdreich bohrt die Schleiche sehr geschickt bald mit dem Kopf, bald mit dem Schwanz, was doch voraussetzt, daß er einen gewissen Halt besitzt und das leichte Verlorengehen somit zu einer Angelegenheit des freien Willens stempelt.
In der Größe schwankend zwischen 25 und 45 Zentimeter, sind die Männchen entgegen der bei den Schlangenartigen und zum Beispiel auch bei den Raubvögeln üblichen Regel eher größer als die Weibchen, eine Erscheinung, die aber auch damit zusammenhängt, daß die Weibchen kürzere Schwänze haben. Außerordentlich mannigfach ist die Farbe des Schuppenkleides. Im allgemeinen mag sie wohl hellgrau, kupferfarben oder braun fein, je nach Umgebung und Alter, nur die jungen Tiere haben auf dem Rücken eine schwarze Längslinien- zeichnung.
Die Hochzeitstage der Blindschleiche fallen ins Frühjahr, zwischen März und Mai. Jedoch werden die Tiere erst nach einigen Jahren geschlechtsreif. Ganz merkwürdig ist nun das Jungengeschäft. Ja, nicht etwa Brutgeschäft, obwohl die Jungen aus Eiern kommen. Alle Reptilien legen nämlich Eier. Nur brüten sie diese nicht aus. Sofern eine Nachreife notwendig ist, bewirkt das die Wärme. Nicht die Sonne. Wenigstens nicht direkt, wie beim Vogel Strauß. Die Eier werden ja unterirdisch abgelegt. Bei der Blindschleiche ist das nun alles anders. Sie ist, wie der Forscher sagt, ovovivipaar, d. h., die Jungen sind bereits in dem Augenblick, in dem die Eier abgelegt werden, fertig entwickelt und schlüpfen unverzüglich aus. Es ist also nicht wie beim Hühnerei nur Eiweiß und Eidotter in den gelblichweißen Hüllen. Auch Kalkschalen sind nicht drum, wie sonst bei den Eiern. Weiche, durchsichtige Häutchen sind es, entsprechend der Kalkarmut, die leicht zerreißen, unterirdisch abgelegt werden oder von den Jungen bereits während des Geburtsaktes zerrissen werden, so daß man mitunter gar nicht mehr von frischgeschlüpften, sondern von neugeborenen Jungen sprechen kann. Diese sind etwa 70 bis 80 Millimeter groß und sehen wie schwarze Streichhölzchen aus.
Ihr Heim pflegt unsere fußlose Eidechse in trockenem, moos- oder grasbewachsenen, heidekraut- bestandenem Boden aufzuschlagen, dort, wo auch locker gelagerte Steine liegen, die eine Zuflucht gewährend können, wenn die Sonne verschwindet und der Regen kommt und dann noch schön nachwärmen, denn alle Eidechsen sind Tagestiere und wärmehungrig wie alle Vertreter des warmen Erdgürtels. Kann sie sich nicht, wie im Heidekraut und Moos und Gras an der Oberfläche schützend bergen, dann gräbt sie sich ein, sofern der Boden nicht zu hart ist, baut sich ein Loch, wühlt sich eine Höhle oder siedelt sich in einem schirmenden Vorsprung an. So verbringt sie ihren Sonnentag vor ihrem Haus und geht erst nach Sonnenuntergang auf Nahrungssuche. Ist sie noch jung, sind kleine Spinnen und weiche Insekten ihre Lieblingsspeise, später werden es ausschließlich Regenwürmer und nackte Schnecken sein. Auch unbehaarte Larven, also glatthäutige Raupen mögen darunter sein. Sie ist recht wählerisch, und wenn sie frißt, geht es manierlich und appetitlich zu: erst wird der Wurm genauestens mit der Zunge untersucht, dann in die Zange zwischen die Kiefern genommen, bis er abgemattet ist und langsam, wie es Genießersitte ist, verzehrt. Minuten dauert das. Eine Blindschleiche eilt sich überhaupt nicht gern, und die sonstige Hall der Schlangen ist ihr fremd. Deshalb frißt sie auch keine Tiere, die schneller sind als sie, denn sie bekommt sie nicht, und sie mag sie auch nicht leiden. Dennoch steht sie mit den Ameisen auf freundschaftlichem Fuß, und das will was heißen bei diesem ewig unruhigen Volk, das gleich massiv wird und alles beißt, was ihm in den Weg kommt. Gibt es Regenwetter, dann ist auch sie munterer als sonst, kriecht lebhaft herum, immer den Regenwürmern nach, die jetzt am Emporsteigen sind. So ist sie nebenbei ein zuverlässiger Wetterprophet. Die Nacht aber verbringt sie in ihrer Behausung: sie ist eben ein Tagestier, denn sie zählt zu den Eidechsen und nicht zu den Schlangen.
Wirtschaft.
Oer deutsche Außenhandel im ersten Halbjahr 1936.
Fwd. Die Einfuhr war im ersten Halbjahr 1936 mit 2111 Millionen um nicht ganz 1 v. H. geringer, als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Nach Bezugsgebieten war die Entwicklung im einzelnen sehr verschieden. Aus einer Reihe von Ländern ist die Einfuhr beträchtlich zurückgegangen. Durch Steigerungen der Warenbezüge aus anderen Ländern wurden die Abnahmen jedoch überwiegend ausgeglichen.
An der Zunahme der Ausfuhr von Januar bis Juni 1936 gegenüber Januar bis Juni 1935 um 280,7 Millionen Mark oder 14,3 v. H. haben mit Ausnahme von Belgien-Luxemburg, dem Irischen Freistaat, Litauen, der Schweiz, Japan, Palästina, Cuba und einigen afrikanischen Absatzmärkten sämtliche Länder teilgenommen. Die Steigerungen hielten sich, absolut betrachtet, fast durchweg in engen Grenzen. Lediglich nach Sowjetrußland, Rumänien, China und Jugoslawien hat sich der Warenabsatz auch absolut kräftig erhöht. Insgesamt hat sich die Ausfuhr nach Ueberfee verhältnismäßig stärker erhöht, als nach Europa. Während der Warenabsatz nach der letzten Ländergruppe um rund 10 o. H. zunahm, erhöhte er sich nach Außereuropa um mehr als ein Viertel.
Die Handelsbilanz, die von Januar bis Juni 1935 mit 163,2 Millionen Mark passiv war, schloß von Januar bis Juni 1936 mit einem Aktivsaldo von 131,7 Millionen Mark. Die Aktivierung wurde hauptsächlich im Warenverkehr mit der europäischen Ländergruppe erzielt. Der Ausfuhrüberschuß erhöhte sich hier fast um das Doppelte. Im Warenaustausch mit Ueberfee trat nur eine leichte Verringerung des Einfuhrüberschusses ein (—45,8 Millionen Mark).
Nbein-Mainische Börse.
rNillagsborse still.
Frankfurt a. M., 17. Aug. Die Börse wurde auch zu Beginn der neuen Woche von starker Geschäftsstille beherrscht. Aufträge lagen kaum vor, auch der berufsmäßige Börsenhandel übte Zurückhaltung.
Am Aktienmarkt war die Haltung nicht ganz einheitlich, größere Veränderungen als 1 v. H. waren kaum zu verzeichnen. Montanaktien bröckelten zumeist etwas ab, so Hoesch, Klöckner, Mannesmann und Verein. Stahlwerke bis zu 0,90 o. Sy, etwas fester lagen Harpener mit 129 (127,75) und Ilse Genuß mit 137 (135). Rheinstahl blieben ausschließlich 5,4 v. H. Netto-Dividende mit 140,50 (146) voll behauptet. IG.-Farben lagen mit 165,75 0,25 v. H. höher, Deutsche Erdöl mit 127,50 unverändert. Von Elektroaktien setzten AEG. 0,25 v. H. niedriger, Felten 1 v. H. höher und Siemens mit 195 unverändert ein; Deutsch-Atlanten-Telegraf lagen 0,65 v. H. höher. Im einzelnen eröffneten Daimler Motoren und Reichsbank unverändert, Holzmann 1,25 v. Sy, Zellstoff Waldhof 1 v. H. und Muag 0,25 v. H. freundlicher, dagegen Westdeutsche Kaufhof 0,50 v. H. und AG. für Verkehrswesen 0,75 v. Sy niedriger.
Der Rentenmarkt lag gleichfalls still. Altbesitz unverändert 112,75, Kommunal-Umschuldung unverändert 88,10, Zinsvergütungsscheine etwa 93,15 bis 93,20. Im Freieverkehr lagen Quoten zu früheren österreichischen Eisenbahnanleihen etwas schwächer, jugoslawische Quote zur Rudolf Silber- Bahn 2,60 (2,80), ital.-rumänische Quote zur öfterr. Eisenbahn-Anleihe von 1913 0,26 (0,30).
Auch in der zweiten Börsenstunde herrschte Geschäftsstille. An den Aktienmärkten blieb die Haltung uneinheitlich, doch betrugen die Veränderungen nach beiden Seiten nur Bruchteile v. H. Etwas fester waren Qtavi Minen mit 33 bis 33,75 (32,50), Kunstseide Aku mit 61,65 bis 62,25 (61,50), BMW. mit 139,50 (138,50), Mansfelder mit 152 (150), dagegen bröckelten IG.-Farben auf 165,25 nach 165,75 ab, auch- einige Montanwerte waren nur knapp gehalten. Chade-Aktien A bis C wurden mit 400 (394) genannt.
Am variablen Rentenmarkt ergaben sich keine Veränderungen. Altbesitz notierten 112,70. Pfandbriefe lagen still und gut behauptet. Auch Stadtanleihen wiesen nur geringfügige Abweichungen auf, 4,5proz. Darmstadt von 1926 93 (9'3,40), dagegen 4,5proz. Heidelberg 92 (91,50). Auslandrenten lagen ruhig. 4proz. Steg-Prioritäten von 1883 9,13 (9,50), dagegen waren Kronen-Bosnier etwa 8,20.
Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke mit 115 (115,50), Wayß & Freytag unv. 121,50, Ufa-Aktien 65 (64) und Dyckerhvff-Cement 130,50 bis 131.
Abendbörse ruhig.
Die Abendbörse war ohne Anregung. Die Berliner Schlußkurse waren zumeist gut gehalten. IG.-Farben
bei 164,75 etwa 0,25, Süddeutsche Zucker bei 214 etwa 1,50 v. Sy fester zu hören, dagegen AEG. 0,13 v. Sy niedriger. Montanwerte waren beachtet. Renten ebenso wie Aktien fast ganz ohne Umsatz, die Kurse lagen unverändert. Von Auslandrenten Krvnen- bosnier leicht ermäßigt, auch jugoslawische Quoten zu Mittagskursen eher angeboten. Der deutsche Anleihemarkt lag gut gehalten. Bei den im Verlauf notierten Werten lag gegenüber Mittag zumeist eine leichte Abschwächung vor, so bei Scheideanstalt, Gessürel, RWE. um je 0,50 o. Sy, Vereinigte Stahlwerke um 0,13 v.H., Muag gegen Berlin 0,50 d. Sy höher, gegen Frankfurter Schluß aber 0,50 v. Sy leichter. Innere Mexikaner mäßig niedriger, Kronenbosnier wurden schließlich amtlich mit 8,25 (8,25) festgestellt. Deutsche Anleihen blieben unverändert. Von Großbanken Commerzbank 0,25 v. Sy schwächer, die übrigen behauptet.
Es notierten: Altbesitz 112,65, Ungarische Staatsrente von 1914 8,80, 4-v. H.-Rumänen 5,65, 5 v. Sy äußere Mexikaner 14,25, Adca 85,75, Commerzbank 100,13, Deutsche und Diskonto 102, Deutsche Ueber- seebank 138, Dresdner Bank 102, Buderus 116, Harpener 127, Ilse Genuß 137, Mannesmann 107,50, Rheinstahl 138,50, Laurahütte 19,50, Verein. Stahlwerke 108,75, Aku 61,75, AEG. 37,65 bis 37,75, JG.- Chemie volle 220, do. 50-v. Sy 158,40, Conti Gummi 178,50, Deutsche Erdöl 126,50, Scheideanstalt 272, Elektr. Licht und Kraft 150,25, JG.-Farben 164,75, Gesfürel 136,50, Goldschmidt 116, Holzmann 129, Junghans 100, Muag 119,50, RWE. 132 bis 131,75, Schuckert 155,50, Westdeutsche Kaufhof 53,65.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 17. Aug. Die Anlieferungen von Brotgetreide haben sich etwas verstärkt. Die Mühlen kaufen gern für Lieferung im August, auch im Zusammenhang mit der Erhöhung der Vermahlungsquvte. Aber auch für September und Oktober sind die Mühlen aufnahmebereit. Die Abwicklung des Geschäftes bereitet außerordentliche Schwierigkeiten, weil das schlechte Erntewetter sehr unterschiedliche Qualitäten mit z. T. hohem Feuchtigkeitsgehalt zur Folge hatte. Futtergerste fehlt am Markt. Die Anlieferung von Industrie- und Braugerste ist bei unterschiedlichen Qualitäten noch klein. Preise haben sich noch nicht gebildet, da die Verarbeiter sich noch abwartend verhalten. Neuer
NSG. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau beabsichtigt, die in ihrem Gebiet vorhandenen wertvollen Walnußbäume zu ermitteln. Diese müssen vor allem spätaustreibend, reichtragend, großfrüchtig, mit vollem Kern, und dünnschalig sein. Die besten Bäume werden ausgesucht, um die jeweils anfallende Jahresernte als Saatgut zur Anzucht von Nußbäumen, oder zur Gewinnung von Edelreisern für die Veredelung zu benutzen. Neben hervorragender Güte der Frucht wird verlangt, daß die betreffenden Bäume möglichst spät austreiben, da dann die Tragbarkeit erfahrungsgemäß besser ist als wenn die Bäume, wie es bei solchen mit frühem Austrieb häufig geschieht, den Frühjahrsfrösten zum Opfer fallen. Eine Prämiierung der besten Nüsse bzw. Nußbäume ist vorgesehen.
Die Besitzer ober Pächter solcher Bäume werden daher gebeten, der Landesbauernschaft auf einer Postkarte umgehend Meldung zu erstatten über folgende Punkte:
1. Besitzer des Baumes, Gemarkung, Kreis,
2. Gewann, in der der Baum steht, Bodenart, ob auf ebener Fläche, im Hang, auf der Höhe oder im Tal,
3. Ungefähres Alter des Baumes,
4. Widerstandsfähigkeit in Frostjahren wie 1928/29 usw.
5. Zeitpunkt, zu dem der betreffende Baum im Vergleich mit anderen Nußbäumen austreibt. Wo das genaue Datum nicht festgelegt wurde, wäre anzugeben, um wieviel Tage oder Wochen der Baum später austreibt als der Durchschnitt der übrigen Walnußbäume in der Gemarkung.
6. Angaben, wie groß ungefähr die Durchschnittsernte des Baumes in den letzten Jahren war und wie oft er im Durchschnitt der letzten Jahre getragen t)at.
Ohne weitere Aufforderung ist dann sofort mit Eintritt der Ernte eine Probesendung von 250 Gramm Nüssen kostenlos an die Landersbauernschaft einzusenden, die der Beurteilung durch einen Prüfungsausschuß unterliegt. Indem Meldung und Probesendung bei der Landesbauernschaft eingehen, übernimmt der Verfügungsberechtigte über die Ernte des Baumes die Verpflichtung, auf Verlangen die gesamte Ernte des Jahres 1936 der Lan- desbauemschait zu überlassen, sofern diese Wert darauf legt. Als Preis gilt der übliche Herbstpreis
Hafer ist noch nicht angeboten, alter Hafer ist da. her wieder gesucht. Der Mehlmarkt ist unverändert sehr lebhaft, die Mühlen können nur langsam und nicht in jedem gewünschten Umfange liefern. Futter' mittel unverändert. Kleie weiterhin knapp, ebenso Weizenfuttermehl. Mischfutter noch ausreichend, Biertreber knapp bei anziehenden Preisen, Malz, keime kleines Geschäft, Kartoffelstöcken nicht erhält- lich, Schnitzel noch genügend vorhanden. Rauh, futter hat weiter kleine Umsätze, neues Stroh meist noch zu feucht.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizenmehl W13 197, W 16 200 W 19 204, W 20 206, Roggen R 12 160, R15 163,' R18 167, R19 169 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- qerfte —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 790 W 13 28,75, W 16 29, W 19 29, W 20 29,35, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R15 22,80, R1$ 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizen-Futtermehl 13,50. Weizenkleie W13 10,65, W16 10 80 W19 11, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 15,25 bis 15,40, Trockenschnitzel —, Heu 4,60 bis 5, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2. Kar- löffeln: Böhm Allerfrüheste 3,20 lose ohne Sack, weißschalige 2,80 lose ohne Sack in Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 17. Aug. Auftrieb: Rinder 349 (gegen 259 am letzten Montagsmarkt), darunter 40 (33) Ochsen, 80 (52) Bullen, 179 (134) Kühe, 50 (40) Färsen; zum Schlachthof direkt: 10 Ochsen, 14 Kühe, 1 Färse. Kälber 477 (346), Schafe 95 (43), Schweine 1236 (1750). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 45 (43 bis 45), b) 38 bis 41 (41). Bullen a) 41 bis
43 (41 bis 43), b) 39 (39). Kühe a) 41 bis 43 (41
bis 43), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c) 28 bis 33 (29
bis 33), d) 25 (25). Färsen a) 42 bis 44 (44), b) 40 (40). Kälber a). 90 bis 92, (86 bis 90), b) 82 bis
89 (79 bis 85), c) 72 bis 81 (70 bis 78), d) 60 bis
71 (60 bis 69). Hämmel b2) 55 bis 56 (52 bis 53), c) 53 bis 54 (—). Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Markt- verlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, Hämmel und Schafe flott, ausverkauft.
mit einem Aufschlag von 25 v. H. Maßgebend ist der vom Garten- und Weinbauwirtschaftsverban^ Hessen-Nassau genannte Durchschnittspreis.
Festnahme eines Kettereinbrechers.
Bereits 26 Aahrraddiebstähle und Kellereinbrüche zugegeben.
Frankfurt a. M., 17. Aug. (LPD.) In den Nacht zum 10. August wurde, wie seinerzeit berichtet, in der Fichardstraße ein Kellereinbruch verübt. Der Täter wurde damals verfolgt, tonnte aber entommen. Bei seiner Flucht gab er einem Schuß auf einen ihn verfolgenden Arbeiter ab und verletzte diesen schwer. Die Frankfurter Kriminalpolizei erhielt nun am Montagfrüh eine vertrauliche Mitteilung über den Aufenthalt des sBerbre- chers, der in einer Bodenkammer im Schärfengäßchen unangemeldet wohnte. Als die Beamten, erschienen, war der Einbrecher, ein gewisser Wall" kämm, gerade fort. Aber noch während die Be-- amten die Dachkammer durchsuchten und zahlreichem Diebesgut vorfanden, kehrte Wallkamm von ernenn Einbruch in Sachsenhausen zurück. Diü Beute hatte er bereits an einen unbekannten Hehler: aus Offenbach, der auf den Vornamen „Ernst" hört, verkauft. Wallkamm gab bereits bei den ersten Vernehmungen 26 Fahrraddieb stähle und Kellereinbrüche zu, die er seit Juni 1936 im verschiedenen Gegenden Frankfurts beging. Dem größten Teil auch dieser Diebesbeute nahm jeweils der Hehler „Ernst" ab, mit dem sich Wallkamm täglich am Eisernen Steg, am Schlachthof und am der Gerbermühle traf. Der Hehler dürfte bis Sachen wieder in der Umgebung von Franksurtl abgesetzt haben.
Kreis Wetzlar.
* Dutenhofen, 18. Aug. Unser Mitbürgea Michael Weber, Haus Nr. 217a wohnhaft, kann am heutigen Dienstag, 18. August, in geistiger Frischs seinen 78. Geburtstag begehen. Der alte Herr ist feilt 1905 treuer Bezieher des Gießener Anzeigers.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 dis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samskagnach- mittag geschlossen.
Ermittlung wertvoller:
alnußbäume.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lornbardzinsfuß 5 d.Sy
Jrantiurt a. M.
Bernn
Schluß- kurs
Gchlußk. Abendbörse
Schluß- fürs
Schlußk. Mittag, börse
Datum
15-8.
17.8.
15.8
17-8.
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927
101,4
101,4
101,4
101,4
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
98,13
98,25
98,25
98,13
5>/2% Doung-Anleihe von 1930 ..
102,25
102,5
102,65
102,25
Deutsche Anl.-Ablöj.-Schuld mii Ausloj.-Rechten ............
112,75
112,65
112,75
112,75
4 yz% Deutsche Retchspostschatzan Weisungen von 1934, I.......
4 y2% ehem. 8% Hessischer Volks staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...
100,2
_
100,25
_
98,75
98,75
98,75
__
4,/2% ehem. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold R. 12...
97
97
_
6y2% ehem. 4N% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLigu.
100,9
100,9
_
4y2% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldjchuldverschr. 81.6
93,75
93,75
—
_
Lberhessen Provinz-Anleche mit Auslos.-Rechten ............
125
125
_
_
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
119,9
119,75
120
120
4y2% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Gvldpfe. 15 unkündbar bis 1935
97
97
b'/2% ehem. 4y2% Franks. Hyp.
Bank-Liqu.-Psandbriese.......
101,05
101
_
b'/2% ehem. 4j/2% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Gvldpfe. ...
101,25
101,4
101,25
101,13
4y2% ehem. 8% Pr. Landespfandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 19
97,5
97,5
97,5
97,5
4y270 ehem. 7% Pr.Landespsand briesanst., Gold Komm. Obl. 20
95
95
95
95
Steuergutich.Berrechnungsk. 34-38
109,6
109,6
109,6
109,6
4% Oesterreichische Goldrente...
29,4
29,65
29,75
30
4,20% Oesterreichische Silberrente
3,25
3
3,05
3,1
4% Ungarische Goldreme.......
9,2
9,15
9,15
9,2
4% Ungarische Staalsrente v. 1910
8,6
8,65
8,7
8,65
4'/2% desgl. von 1913..........
8,9
8,8
9
8,95
6% abgest. Goldmexikaner von 99
14,2
14,25
14,3
14,4
4% Tückische Bagdadbahn-Anleche
Serie 1.....................
—
_
9
8,8
Franksur« a.M.
Berlin
Schlußkurs
Gchlußk. Abend- börsc
Schlußkurs
Schlußk. Mittag, börle
Dalum
15-8.
17.8.
15-8.
17.8.
4% Desgl. Sene u ...........
—
—
9
8,8
5% Nu man. vereinh. Rente v. 1903
6,9
6,75
6,75
—
4y,%Rumän.vereinh.Rentev.l913
10,1
10,1
10,1
10,13
4% Rumänische vereinh. Rente
5,5
5,65
5,65
5,65
2%% Anatolier .............
45,5
45,75
45,4
45,75
Hamburg-Amerika-Paket .....
0
14,4
14,65
14,65
14,75
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
—
—
42
42
Norddeutscher Lloyd .........
0
15,5
15,25
15
15
A.G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
116,75
115,5
116,4
115,25
Berliner Handelsgesellschaft ...
6
124,75
—
124,5
125
Commerz, und Privat-Bank ...
4
100,13
100,13
100,13
100,4
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................
4
102
102
102
102
Dresdner Bank..............
4
102,25
102
102,25
102
Reichsbank ................
12
190
190
190
188,5
-21.(5.®......................
38,25
37,75
37,9
37,5
Bekula.....................
155
155
154,75
154,65
Elektr. Lieferungsgesellschast ...
6
127,5
127
127,5
127,5
Licht und Kraft .............
7
150
150,25
150,5
151,25
Felten & Guilleaume.........
4
132,5
133,5
132,5
132,25
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung
6
138
136,5
137,65
136,5
Rheinische Elektrizität ........
6
130
130,5
Rhein. Wests. Elektr..........
6
132
131,75
132,25
132
Schuckert LCo...............
6
156,75
155,5
156,75
156,25
Siemens & Halske............
8
Lahmeyer & (So..............
7
141
141
141,25
141,5
Deutsche Erdöl ..............
4
12L5
12ß! 5
U^28
126'65
Harpener................. 2
127,75
127
128
127,75
Hoesch Eisen—Köln-Neuesten ..
8
111,25
110
111
109,5
gife Bergbau ...............
6
—
—
——
164
Ilse Bergbau Genüsse........
6
135
137
136,5
137
Klöcknerwerke ...............
3
115,5
—
115,5
113
Mannesmann-Röhren........
8
108,9
107,5
108,13
107,5
Franksun a. M.
25erhn
Schluß, kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß- kurs
Gchlußk. Mittagbörse
Datum
15.8.
17.8.
15.8.
17.8.
Mansfelder Bergbau.......
ey2
—
152
152
152
Kokswerke................
.. 6
—-
—
131
130,5
Rheinische Braunkohlen ....
. 12
—
——
218
216,5
Rheinstahl................
.. 4
146
138,5
145,75
138,25
Vereinigte Stahlwerke......
BVi
110
108,75
109,65
108,75
Ltavl Mnen .............
.. O
32,5
33,75
32,5
33,4
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
123
192,5
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
119
118,75
119,5
Kaliwerke Salzdetfurth.....
7%
—
175
3. G. Farben-Jndustrie.....
Scheideanstalt.............
.. 7
165,5
164,75
165
165
.. 9
272,5
272
Goldschmidt ..............
.. 5
116,25
116
116,25
116
Rütgerswerke .............
.. 6
131
130
130,25
130,25
Melallgesellschast...........
.. 5
134,5
134
135
134,13
Philipp Holzmann.........
.. 4
127,75
129
128,75
128,5
Zementwerk Heidelberg ....
.. V
146,25
146,25
Eementwerk Karlstadt.......
.. 6
154
154
-
Schultheis Patzenhofec .....
.. 4
—
—
109,75
199,5
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. O
61,5
61,75
61,75
62
Bemberg.................
.. 6
85,25
86
84,5
86
Zellstoff Waldhof ..........
.. 6
150
151
150
150
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
120,25
121,75
121,5
121,25
Dessauer Gas .............
.. 7
—
—
110,25
109,65
Daimler Motoren..........
.. O
127
127
127
126
Deutsche Linoleum.........
.. 8
167,5
168
168
168,5
Orenstetn & Koppel........
.. 0
—
——
86.75
86
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
54,25
53,65
54,13
53,65
Chade....................
.. 9
394
400,5
397
403
Accumulaloren-Fabrik......
. 12
202
203,5
202
203,75
Conti-Gummi.............
. 11
180,5
178,5
178,5
177
Gritzner..................
.. 0
34,75
36,13
35,5
35,9
Matnkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
95
95
-
Süddeutscher Zucker.......
- 10
212,5
212,5
-
214,5
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
15-August
17.August
Amiliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Briet
Buenos ittirt
0,687
0,691
0,688
0,692
Brüssel ....
41,94
42,02
41,93
42,01
Rio de Jan.
0,146
0,148
0,146
0,148
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
55,83
55,95
55,81
55,93
Danzig....
46,80
46,90
46,80
46,90
London....
12,505
12,535
12,50
12,53
Helsingfors..
5,514
5,526
5,514
5,526
Paris .....
16,38
16,42
16,38
16,42
Holland ...
168,96
169,30
168,95
169,29
Italien.....
19,57
19,61
19,57
19,61
Japan ......
0,731
0,733
0,731
0,733
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
62,84
62,96
62,82
62,94
Wien......
48,95
49,05
48,95
49.05
Lissabon...
11.36
11,38
11,36
11.38
Stockholm..
64,47
64,59
64,45
64,57
Schweiz ...
81,06
81,22
81,08
81,24
Spanien...
31,86
31,92
31,87
31.93
Prag......
10,27
10,29
10,27
10,29
Budapest ..
—
Neuyork ...
2,488
2,492
2,488
2,492
Banknoten.
Berlin, 17-Auaust
Geld
E
Amerikanische Nvien..............
2,44
2,46
Belgische Noten..................
41,80
41,96
Dänische Noten .................
55,61
55.83
Englische Noten .................
12,465
15,505
Französische Noten...............
16,33
16,39
Holländische Nölen...............
168,53
169,21
Italienische Noten................
—
——
Norwegische Noten ..............
62,60
62,86
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling
—
—
Rumänische Noten...............
—
—
Schwedische Noten...............
64,23
64,49
Schweizer Noten.................
80,90
81,22
Spanische Sloten.................
31,54
31,66
Ungarische Noten................


