Zentner Papier und Lumpen sind vernichtet worden.
Vor der zweiten Festspielfolge in Bayreuth.
In Bayreuth wird nun vom 18. August bis zum 31. August das Programm der zweiten Festspielfolge zum Ablauf gelangen. Die Aufführungsfolge beginnt am Dienstag um 16 Uhr mit P a r f i o a l. Die Stadt Bayreuth, die bereits Ende Juli eine Fremdenverkehrsziffer von über 33 000 aufwies und damit schon jetzt das Jahresergebnis eines ganzen früheren Festspieljahres erreichte, ist erneut das Ziel von Tausenden in- und ausländischen Festspiel- gästen.
Fabrikbrand in Schlesien.
In Grünberg (Schlesien) entstand in der Brücken-, Waggonbau- und Eisenkonstruktions-AG. Beuchelt & Co. in der Tischlerei ein Brand, der sofort auf die Lackiererei, die Dreherei und den Dor- ratsschuppen der Montagemaschinen Übergriff. Der Brand wurde von einem Arbeiter und einem Wächter bemerkt, die sofort die Sirenen in Betrieb setzten und die gesamte Stadt alarmierten. In kürzester Frist trafen aus Grünberg und der Umgegend acht Feuerwehren mit 250 Mann ein, die bereits alles in einem Flammenherd vorfanden. Zur Unterstützung wurden noch der Arbeitsdienst, die Technische Nothilfe und das Ersatzbataillon eingesetzt. Die vier Fabrikhallen brannten vollkommen nieder. Bei den Löscharbeiten wurden zahlreiche Feuerwehrleute verletzt. Sämtliche Einrichtungen der in Mitleidenschaft gezogenen Hallen sind verbrannt.
Eigenartiges Eisenbahnunglück in Wilna.
In Wilna geriet eine Lokomotive, die gerade mit Kohlen beladen wurde, während der Lokomotivführer und Heizer sie verlassen hatten, aus noch unaufgeklärter Ursache plötzlich in Fahrt. In kurzer Zeit kam sie auf volle Geschwindigkeit. Zwei Arbeiter, die Kohlen geschippt hatten, konnten nicht wagen, abzuspringen. Die Lokomotive fuhr auf einen entgegenkommenden Personen- z u g auf. Der Zusammenprall war so gewaltig, daß der Lokomotivführer und Heizer des Personenzuges auf der Stelle getötet und 16 Passagiere des Zuges teils schwer verletzt wurden.
Schwerer Flugunfall bei Paris.
lieber dem Flughafen von Toufsus-Paris stieß ein P r i v a t f l u gz e u g mit vier Personen an Bord bei der Landung gegen eine Baumkrone und stürzte ab. Der Führer des Apparates, ein Pariser Industrieller, und zwei seiner Begleiter wurden auf der Stelle getötet. Der vierte Fluggast wurde schwer verletzt.
Die Taifunverheerungen in Hongkong und Kanton.
Bei dem schweren Taifun wurden in Hongkong über 100 Chinesen durch einen Erdrutsch verschüttet. Zwei Dampfer wurden auf den Strand geworfen. Die Passagiere und die Besatzung gerieten durch die Überschlagenden Seen in schwerste Gefahr. Auch in Kanton stürzten zahlreiche Häuser ein, ebenso wurden viele Dschunken vernichtet. Die Zahl der Todesopfer ist groß. Die Licht-, Fernsprech- und Telegraphenleitungen sind unterbrochen. Die Straßen sind mit Trümmern übersät.
Dreizehnjähriger Zunge rettet ein vierjähriges Kind.
In Saarburg stürzte beim Spielen am Saarufer ein vierjähriges Kind in die hochgehende Saar. Ein 13jähriger Schüler aus Saarburg sprang dem Kind kurz entschlossen nach und zog es unter Einsatz seines eigenen Lebens aus dem Wasser. Der junge Lebensretter stellte selbst die notwendigen Wiederbelebungsversuche bei dem ohnmächtig gewordenen Kind an, die auch Erfolg hatten.
Abstürze in den Bergen.
Sonntagnachmittag verunglückten zwei Bergsteiger, die die Nordwand der A l p s p i tz e erklettern wollten und schon fast den Gipfel erreicht hatten, tödlich. Die Bergwacht brachte die Leichen bis zum Einstieg herunter. Die Persönlichkeit der Toten konnte noch nicht festgestellt werden. Ferner stürzten ebenfalls am Sonntag am Blassen- grad zwei Touristen ab. Beide wurden verletzt, einer schwer. Sie mußten die Nacht am Hochblassen, in der Wand hängend, verbringen. Garmischer Bergführer und Bergwachtleute machten sich sofort auf den Weg, um die Verunglückten zu bergen. Auf der S ch ö l l h o r n p l a t t e an der Watzmann- Ostwand stürzte infolge Ausbrechens eines Hakens der Kaufmann Hans Fenzel aus Marktredwitz, der mit einem Kameraden durch das Seil verbunden war, ab. Das Seil riß, Fenzel stürzte etwa 100 Mein in die Tiefe, wo er zerschmettert liegen blieb. In den Gesäuse-Bergen (Steiermark) stürzte der Mittelschulprofessor aus Olmütz Hubert Seefried
tödlich ab. In der Nähe der Oberwald er Hütte im Großglocknergebiet fiel eine Beamtin aus Preßburg in eine 25 Meter tiefe Gletscherspalte und war auf der Stelle tot. Der Wiener Bergsteiger Franz M ü l d n e r durchkletterte in den Hallern Mauern die gleiche Rout*', bei der sein Bruder am gleichen Tage vor drei Jahren tödlich abgestürzt war. Fast an der gleichen Stelle, wo fein Bruder verunglückte, lösten sich plötzlich zum Entsetzen seiner Begleiter seine Hände von einem sicheren Griff, und er s a uste in d i e Tiefe. Er wird an der Seite seines Bruders bestattet werden. Auch auf der Rax-Alpe hat sich ein tödlicher Unfall ereignet. In einer noch unerforschten Höhle am B u ch k o g e l bei Graz geriet der Grazer Höhlenforscher Hermann P e n d l tief im Innern des Berges in eine Felsspalte und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Seine Begleiter holten Hilfe, doch mußte schließlich eine Pionierabteilung aus Graz gerufen werden, um Pendl aus dem Felsen herauszuhauen. Erst nach 40 Stunden gelang die Rettung.
Line Frau mit ihren fünf Kindern in den Tod gegangen.
Eine Frau aus der Jnselgemeinde Reichenau fuhr abends in einem Boot mit den fünf Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren auf den See hinaus. Zwei Stunden später wurde das Boot leer aufgefunden. Die Leichen der beiden jüngsten Kinder konnten bei Mittelzell geborgen werden.
Zahnausstellung in Frankfurt.
In der Zeit vom 20. August bis 9. September 1936 findet in der Frankfurter Festhalle (Seitenflügel Bachsaal) eine zahnhygienische Ausstellung „Unsere Zähne" auf Anordnung des Reichsdentistenführers Schaeffer statt. Aussteller ist der Reichsoerband Deutscher Dentisten. Die Schau bietet Gelegenheit an Belehrung für alle Volkskreise und hat in mehreren großen Städten Deutschlands und in Schweden Massenbesuche erzielt. Die Ausstellung macht sich die Bekämpfung der Karies in Bild und Wort zur Hauptaufgabe und bringt Belehrung über alles, was mit dem Zahn zusammen
hängt. Die Ausstellung ist um so notwendiger, als nach amtlichen statistischen Feststellungen eine Zunahme der Zahnkaries beobachtet wird.
Zug-Zusammenstoß auf der Neuyorker Hochbahn.
Auf der Neuyorker Hochbahn stieß ein mit Theater- und Kinobesuchern voll besetzter Zug in der Nähe der 78. Straße mit einem leeren Transportzug zusammen, wobei der Zugführer getötet und zwölf Fahrgäste schwer verletzt wurden. Zahlreiche weitere Fahrgäste haben leichtere Verletzungen davongetragen. Die Ursache des Unglücks ist zum Teil auf das v e raltete Syftem der Neuyorker Hochbahn zurückzuführen, bei der noch immer 35 Jahre alte Wagen sogenannte „Todesfällen" verwendet werden. Der Zugzusammenstoß hatte eine stundenlange Verkehrsstörung auf der Linie zur Folge.
Das Reichsehrenmal der Feldartillerie in Köln.
Am Sonntag, 30. August, wird in Köln das Reichsehrenmal der ehemaligen deutschen Feldartillerie enthüllt. Das Ehrenmal, das inmitten einer sinnvoll gestalteten Anlage am Niederländer Ufer errichtet ist, stellt den Artilleristen einer aufgeriebenen Batterie dar, der fein zerschossenes Geschütz gegen feindliche Uebermacht mit einer Handgranate verteidigt. Das Motiv zu diesem Denkmal gab die Heldentat des Unteroffiziers Krüger von der 8. Batterie des Feldartillerieregiments 108 in der Tankfchlacht bei Cambrai. In dem Bericht, den der englische Marschall H a i g am 5. März 1918 dem Parlament erstattete, heißt es: „Viele Treffer auf unsere Tanks bei Flecquieres wurden durch einen deutschen Artillerieunteroffizier erzielt, der allein bei seinem Geschütz zurückblieb und eine Feldkanone mit eigener Hand bediente, bis er an feiner Kanone fiel. Die Tapferkeit erregte die Bewunderung aller Rangstufen." Der Entwurf des Reichsehrenmals stammt von Architekt E. Mewes- Köln, Bildhauer Meller und Professor Dam- m a N n - Berlin. Die Mittel wurden aus den Kreisen der gesamten ehemaligen deutschen Feldartillerie im Gedenken an die im Weltkriege gefallenen Kameraden aufgebracht.
Neues für -en Büchertisch.
tanzenden Kolonialgebiet, und er beteiligt sich selbst an einem Diamanten-Rush in Kapland.
— Otto Neurath: Ferienburg Hassel. Eine Bubengeschichte. Mit Bildern von Gisela Meyerdirks. 80 Seiten. Geb. RM. 1.—. Cuß- lin und Laiblins Verlagsbuchhandlung, Reutlingen. — (134.) — Gleich zu Anfang liest man den am Sammelplatz der Waldläufer angeschlagenen Ausruf: „An Alle! Zu einer Aussprache über die dies-
— Conan Doyle: Die
Männchen. Und andere Detektivgeschichten. 197 Seiten. Franckhsche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. — (198.) — Auf dem Gebiete der Kriminalerzählung kann Conan Doyle auch heute noch eine gewisse klassische Geltung für sich beanspruchen. Mit der Erfindung der berühmten Figur des Meister- detekttvs Sherlock Holmes hat er sich ein unbezweifelbares Verdienst und den Dank zahlloser Leser erworben. Und schon lange vor Edgar Wallace und seiner Romanfabrik war es unmöglich, von Conan Doyle „nicht gefesselt zu sein". Die von ihm ersonnenen Kriminalfälle und die Abenteuer feines Helden Holmes bilden eine wahrhaft spannende Lektüre; hier ist alles auf Handlung und dramatische Steigerung, auf komplizierte Schürzung und scharfsinnige Lösung des Knotens angelegt. Wer diese Geschichten liest, ist gut aufgehoben und wird sich bestimmt nicht langweilen. — Die Uebersetzung stammt von Dr. Rudolf Lauternbach und darf gutgeheißen werden. —y—
— Wolfgang Weber: Hotel Affenbrotbaum. Abenteuer an der Autostraße Kap — Kairo. Mit 24 Bildern. Ganzleinen 3,80 Mark. Verlag Ullstein, Berlin. — (225) — Wie man heute auf der Flugstrecke Kairo—Kapstadt und auf der großen Landstraße durch das frühere Deutsch-Ostafrika und Rhodesien bis nach Kapland reift, erzählt der bekannte Photograph Wolfgang Weber außerordentlich anschaulich in seinem Buch. Nur mit einem Handköfferchen und der Leica bewaffnet, besteigt er in Kairo das Flugzeug. Auch in Mbeya, wo er aussteigt, gibt es noch ein Hotel und die — freilich schon etwas fadenscheinige — Zivilisation europäischer Goldgräber. Dann kauft er sich ein Auto und will die „bei jedem Wetter passierbare" große transkontinentale Straße nach Johannesburg in Kapland entlangfahren. Und doch ist er nach mehreren Kilometer bereits mitten in der Wildnis, und die „Safari" wird ein richtiges Abenteuer. Die Tiere der Steppe weiden und räubern unbekümmert auf der „Straße", einmal rammt ein wütendes Nashorn den Wagen, — und immer hat Weber feine Waffe schußbereit: die Leica oder den Filmapparat. Geschossen wird nicht, strenges Gebot! Er erlebt, wie ein großer Negerhäuptling, dessen Sohn bereits europäische Kleider trägt, noch im alten Kriegsschmuck Audienz erteilt, er beobachtet das Schicksal deutscher Farmer im früheren
jährigen Ferienspiele finden sich am heutigen Nachmittag die Waldläufer bei der Beratungskiefer ein. Ich erwarte Vorschläge! Wolf Zahn, Führer der Waldläufer." Das ist ein zünftiger Auftakt zu den Abenteuern einer Bubenschar, die sich nach gutem alten Brauch in Indianer und Pfadfinder geteilt hat, während der großen Schulferien. Na, und es wird auch wunderschön, und wenn man erst bloß die Bilder betrachtet, auf denen der Marterpfahl und das große Palaver am Lagerfeuer, der Hordenpott, kne selbst gebaute Burg und ein hausgemachtes Flugzeug auftauchen, dann weiß man schon, daß dies der richtige Schmöker ist, an dem handfeste und unternehmungslustige Buben ihre helle Freude haben. —
— Handbuch der Deutschen Volkskunde, Band I. Herausgegeben von Dr. Wilhelm P e ß l e r, Direktor des Vaterländischen Museums Hannover. 324 Seiten. 305 Kunstdruck-Textbilder, Bilderbeilagen und zahlreiche Vierfarbentafeln. Preis pro Lieferung 1,80 Mark. Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion m. b. H., Potsdam. — Der erste Band dieses grundlegenden Werkes liegt nunmehr abgeschlossen vor. Er bestätigt den Erfolg eines Unternehmens, das vorbildlich Kunde gibt über alle Lebensregungen des deutschen Volkes, soweit sie als Gesamtleistung erkennbar sind. Eine große Anzahl führender Volkskundler ist an dem Werk beteiligt, und diese Arbeitsgemeinschaft hat sich als überaus fruchtbar erwiesen. Der erste Band gibt eine umfassende „Einführung in die deutsche Volkskunde" und behandelt zugleich einen wesentlichen Teil der „Lebensäußerungen des deutschen Volkes" Eine Fülle von Beiträgen, wie sie der Reichhaltigkeit des Stoffes angemessen ist, rundet sich hier zu einem organischen Gesamtbild dieser Wissenschaft. Lebensnah und anschaulich ist alles gestaltet, die Vielfalt des deutschen Wesens offenbart sich in ihrer immer wieder beglückenden Fülle. Wilhelm Schmitz gibt eine knapp gefaßte Geschichte
der deutschen Volkskunde, Wilhelm Peßler und Martha Bringemeier erläutern die volkskundlichen Forschungsmethoden, Walther Behrmann gibt eine ausgezeichnete Uebersicht über den deutschen Boden als Grundlage deutschen Volkstums. Die Bewohner Deutschlands in vorgeschichtlicher Zeit behandelt Hans Gummel. Georg Fischer schreibt eine Ge- schichte des deutschen Volkstums, Joseph Klapper schildert das Volkstum der Gegenwart und das Volkstum der Großstadt, sowie fahrende Leute und Einzelgänger. Stammesentwicklung und Ostbefied- lung stellt Paul Zaunert dar. Das wichtige Kapi- tel „Raffe und Volkstum" hat in Hermann Eckardt einen eindringlichen Gestalter gefunden, den deutschen Volkscharakter zeichnet Martin Freytag, das Volkstum des Grenz- und Auslanddeutschtums schildert Max Hildebert Boehm. Die letzten drei Abschnitte: Volkskunde an den deutschen Hochschulen, Volkskundliche Museen und Vereine und Volkskunde und Erziehung haben in Martin Wähler, Wilhelm Peßler und Leo Weismantel Verfasser gefunden. Von den „Lebensäußerungen des deutschen Volkstums" liegen in diesem Bande abgeschlossen vor die Beiträge: Volksglaube von Karl Bornhausen, Katholische Volksreligiosität von I. P.Steffes, Evangelische Volksfrömmigkeit von Ernst Rolffs, Deutsche Volksmedizin von Alfred Martin, Rechtsbrauch und Volksbrauch von Eberhard Frhr. v. Künßberg und Gruß und Gebärden von Ernst Grohne. Nicht unwesentlich wird der Wert des bedeutenden Werkes durch das Bildmaterial erhöht. 305 Abbildungen mit vielen farbigen Tafeln und Karten erteilen einen Anschauungsunterricht, wie er kaum überzeugender gedacht werden kann.
— D r. Hans Ulrich Scupin: Die neuen lettländischen W i r t s ch a f t s g ? s e tz e in ihrer Auswirkung auf bie deutsche Volksgruppe in Lettland. Eine Abhandlung und Materialsammlung mit einem Vorwort von Professor Dr. Freiherr von Freytag-Lo» ringhoven, Preußischer Staatsrat, M. d. R., Mitglied des Ständigen Schiedshofes im Haag. 76 Seiten. Broschiert 3 Mark. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg. —- (223) — Die Denkschrift ist zugleich eine Entgegnung auf das lettische Gelbbuch über die neuen Wirtschaftsgesetze und hat im Hinblick auf die kürzlich erfolgte Enteignung der deutschen Gildehäuser in Riga Anspruch auf allgemeine Beachtung. Der Hauptteil würdigt die Gesetze selbst, das lettische Gelbbuch und die Auswirkung der Gesetze auf die deutsche Volksgruppe in Lettland. Als Anlagen finden sich die Gesetzestexte, deutsch-lettische Pressestimmen von grundsätzlicher Bedeutung und Material zum Kampf um die Gilden, von deren Häusern auch eine Anzahl wertvoller Aufnahmen beigegeben sind.
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Die Erhitzung über dem europäischen Festland hat weitere Fortschritte gemacht, so daß am gestrigen Montag zum erstenmal nach geraumer Zeit stellenweise über 30 Grad im Schatten überschritten wurden. Bei der gleichförmigen Luftdruckverteilung waren aber auch örtliche Gewitter die Folge. Der bei Island liegende Wirbel hat sich weiter verstärkt und auch Verstärkung feuchter Meeresluft auf das europäische Festland ausgenommen. Dadurch wird die Neigung zu Wolken- und Gewitterbildung verstärkt.
Aussichten für Mittwoch: Vielfach dunstiges und wolkiges Wetter mit Gewitterneigung, im ganzen jedoch noch freundlich und ziemlich schwül, meist westliche Winde.
Aussichten für Donnerstag: Vielfach heiter, warm, vereinzelte Gewitter.
Lufttemperaturen am 17. August: mittags 29,2 Grad Celsius, abends 18,6 Grad; am 18. August: morgens 15,6 Grad. Maximum 29,2 Grad. Minimum heute nacht 13,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. August: abends 25,9 Grad; am 18. August: morgens 19,4 Grad. — Sonnenscheindauer 6,7 Stunden.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: i. V. Dr. Fr. W. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. B. 21. VII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Morgen Mittwoch,19. August
Wiedereröffnung des Lichtspielhauses Bahnhofstraße
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