Ausgabe 
18.8.1936
 
Einzelbild herunterladen

gegen die Ausführung ausgesprochener Verbrechen sprechen nicht nur die Berichte der Sonderkorre­spondenten im Lager der Nationalisten, sondern auch die Tatsache, daß sich fast das gesamte Offizierkorps des spanischen Heeres hinter die Führer des nationalen Blocks ge­stellt hat. Diese Tatsache bietet genügend Garan­tie für eine menschliche Kampfführung, für Disziplin in den Reihen der rekrutierten Zivilpersonen, für das richtige Einsetzen und die richtige Verteilung der Feuerwaffen. Die echte Vaterlandsliebe vermag weder den ausgebildeten Soldaten noch den für ein hohes moralisches Ziel kämpfenden, in aller Eile in die Front eingereihten und frisch aus dem Berufs­leben herausgetretenen wehrfähigen Mann zu tieri­schen Grausamkeiten am wehrlosen Feind und an dem von einer niederträchtigen Propaganda auf­gepeitschten Volksgenossen verleiten. Die Erfindung solcher Greueltaten kann nur der schmutzigen Phan­tasie eines nach Maßgabe bolschewistischer Agenten arbeitenden Hirns entspringen.

Die Madrider Presse hat ihr Gesicht von Grund aus geändert. Die Rechtszeitungen sind von der Bildfläche verschwunden; nur die früher bedeutendste spanische ZeitungABC" (mon­archistisch) hat ihren Namen beibehalten; Druckerei und Verlag mit sämtlichen Einrichtungen sind von den Linksrepublikanern beschlag­nahmt worden, die nun auch die geistige Richtung des Blattes bestimmen. In die Betriebe der übri­gen Rechtsblätter sind die bisher schlecht eingerich­teten revolutionären Linkszeitungen eingezogen und schalten und walten dort, als hätten sie nie eine andere, ärmlichere Unterkunft gekannt. Ihr Inhalt ist zum Teil wörtlich übereinstimmend. Viele Meldungen werden tagelang wiederholt und sind veraltet. Nachrichten aus dem Ausland werden in geringem Umfange nur gedruckt, soweit sieanti­faschistischen" Propagandawert haben. Wagt z. B. eine Zeitung wie kürzlich das linksrepublika­nischeABC", das man zu den neuenrechts"- stehenden Blättern rechnen kann darauf hinzu­weisen, daß Italien bereit ist, sich nicht in den spa­nischen Bürgerkrieg einzumischen, so bringt am näch­sten Tag schon ein roter Volksfrontkollege mit fet­ten Buchstaben sein Erstaunen darüber zum Aus­druck, daß indieser" Republik derartige faschisten­freundliche Aeußerungen noch ungestraft möglich seien.

Der Bilderdienst beschränkt sich hauptsächlich auf das Lagerleben der Regierungstruppen, auffried­liche" Erfolge der Milizsoldaten und nicht zuletzt auf die kampfbegeisterten kommunisttschen und re­publikanischen Jungfrauen, die in die Miliz ein­gegliedert worden sind und den Volksfronthaufen das Frontleben versüßen sollen. Der Andrang die­ser kriegerischen Mädchen ist so groß gewesen, daß ein ganzes Frauenbataillon zusammen­gestellt wurde. Ihre Ausrüstung besteht ebenso wie die der männlichenKameraden" in einem blauen mono", einem Schlosseranzug aus einem Stück, aus Bindfadenschuhen, Munitionstaschen, Schulter­riemen, einen leichten Jnfanteriegewehr mit einem Bindfaden als Tragriemen das Lederzeug ist bei der republikanischen Armee knapp, und schließ­lich aus einem möglichst schief sitzenden Soldaten­käppi, unter dem sorgfältig pomadisierte Stirn­locken hervorlugen. Auf den Abbildungen sieht man die neuzeitlichen Jungfrauen nur mit strahlendem Gesicht, das mit dem meistens recht ungeschickt ge­haltenen Gewehr und dem unvermeidlichen aufge­pflanzten Bajonett in seltsamem Widerspruch steht. Die bunt aus Beamten der Schutz- und Zivilpolizei, aus roten Soldaten in Hemdsärmeln und Miliz­soldaten zusammengesetzten Gruppen, die die Kriege­rinnen umringen und um ihre Gunst werben, machen nicht den Eindruck, als wollten sie für die Republiksiegen ober sterben".

Der spanische Bürgerkrieg hat sich besonders stark auf das Leben der in Spanien ansässigen Aus­länder ausgewirkt. Schon in den ersten Tagen der Unruhen in Madrid begaben sich die Mitglieder der ausländischen Kolonien, die in besonders gefähr­deten Stadtvierteln wohnten, in den Schutz ihrer Botschaften oder Gesandtschaften, um vor der Will­kür der Miliz sicher zu sein. Die Madrider Regie­rung bemüht sich bis zur Stunde, den in Der Hauptstadt zurückgebliebenen Ausländern, soweit das bei den gegenwärtigen Verhältnissen möglich ist, den Schutz von irgendwelchen Uebergriffen auf Gut und Leben sicherzustellen. Trotzdem gehören fort­dauernde Beschwerden der Missionschefs über un­berechtigte Verhaftungen, Beschlagnahmung frem­den Eigentums usw. zur Tagesordnung. Da je­doch damit gerechnet wird, daß die jetzt schon stark unter dem Einfluß der revolutionären Elemente stehende Regierung eines Tages den Schutz der fremden Statsangehörigen nicht mehr garantieren fan*, hat der weitaus größte Teil der in Madrid wohnenden Ausländer auf dringendes An­raten ihrer Regierungen die Stadt verlassen. Auch ein Teil des Diplomatischen Korps ist in die Heimat zurückgekehrt oder wartet in irgendeinem Grenzort die Entwicklung der Lage ab. Jeder Eng­länder, der trotz der Verhältnisse in Madrid bleiben will, muß eine von seiner Regierung ge­forderte Erklärung unterschreiben, wonach er auf eigene Gefahr hin in Spanien zurückbleibt, also auf den Schutz feiner Botschaft verzichtet. Zahl­reiche Ausländer tragen Armbinden mit den Far­ben ihrer Länder in der Erwartung, daß so Belästigungen auf der Straße unterbleiben. Infolge der Ausreise so vieler Ausländer, die in Spanien die Träger der wirtschaftlichen Initiative gewesen sind, ist abgesehen von den finanziellen, den Trans­port, den Einkaufs- und Absatzschwierigkeiten, auch aus diesem Grunde keine geregelte Wirt­schaftstätigkeit möglich.

Die amtlichen Rundfunkberichte werden ständig dürftiger. Die Zuversicht und Siegeshoffnung, die die Regierung auszustrahlen versucht, scheint sich allein auf die funkelnagelneuen französischen Kriegsmaschinen zu stützen, die auch in Ma­drid schon, offenbar zur Ermutigung der schwan­kenden Volksfront-Kameraden, in geringer Höhe über das Häusermeer fliegen. Wenn man dann aber beim Einkäufen vom Gemüsehändler oder vom Fleischer erfährt, daß die Regierung große Men­gen Gefrierfleisch, Kartoffeln und Gemüse aus Südamerika gekauft hat, so steigen starke Zweifel auf, ob die französischen Bomber dazu genügen, um der Madrider Regierung Spanien wieder zurückzuerobern. Es scheint um den Sieg nicht gerade sicher zu stehen, wenn Madrid, die Hauptstadt eines ausgesprochen agrarischen Landes, Gemüse und Fleisch aus Südamerika einführen muß...

Sämtliche Deutsche in Spanien, die ver­haftet worden waren, befinden sich wieder auf freiem Fuß. Auch die Besatzung des kürzlich be­schlagnahmten Flugzeugs ist auf die entschiedenen Vorstellungen des deutschen Geschäftsträgers in Madrid hin wieder freigelassen worden.

SettsMeMiraMSpoM des französischenDolkSfronikabinells

Eine Rede des Innenministers Salengro findet in der pariser preffe scharfe Kritik.

Paris, 17. Aug. (DNB.) Der französische In­nenminister Salengro hielt auf einem Arbeiter­sportfest in Lille eine Ansprache, die in einem sehr merkwürdigen Widerspruch zum Grundsatz nicht nur der Neutralität gegenüber der spanischen Krise, sondern auch der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten überhaupt steht. Salengro gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Hunderttausende von Deutschen und Oester- re i ch e r n, die früher der roten Fahne zujubelten, ihrer Ueberzeugung treu geblieben seien. Nach dem Echo de Paris" soll Salengro wörtlich erklärt haben:Ein Tag wird kommen, wir sind dessen gewiß, an dem die Völker Deutschlands und Oester­reichs ihre Freiheit wieder zu erobern wissen werden." Der Minister erklärte ferner nach übereinstimmender Wiedergabe der französi­schen Presse folgendes:Ich bin mir m einer Verantwortung bewußt und wäge meine Worte ab. Als Franzose zuerst, bann aber auch als Mitglied der Regierung der Republik wünsche ich, daß auf der anderen Seite der Pyrenäen recht bald die legale Regierung des befreunde­ten Landes siegen wird." DasEcho de Paris" bezeichnet diese Erklärungen eines französischen Ministers als skandalös. Seine Ausführungen feien unbegreiflich, denn er greife in d i e In­nenpolitik anderer Länder ein und kri­tisiere diese Politik. Darüber hinaus habe er in die spanische Angelegenheit eingegriffen, und zwar in einem Augenblick, wo die französische Regierung erkläre, neutral bleiben zu wollen.

Der Temps schreibt, der amtliche Bericht über die Rede Salengros enthalte nichts darüber, daß der Innenminister den Wunsch ausgedrückt habe, die Bevölkerung Oesterreichs und Deutschlands würden eines Tagesihre Freiheit" wieder erhalten. Ein derartiger Wunsch im Munde eines Ministers entspräche kaum der Zurückhal­tungspflicht, die hinsichtlich der internationalen Be­ziehungen geboten fei. Man begreife also, daß die amtliche Verlautbarung den betreffenden Satz nicht erwähne. Man könne aber mit Recht erstaunt sein, daß diese Worte überhaupt gesprochen wor­den seien. Man müsse feststellen, daß es der Volks­front an der Erfahrung für die Ausübung der Re­gierungsgewalt fehle. Sehr unvorsichtige Aeuße­rungen seien bei mehr ober weniger revolutionären Veranstaltungen gefallen, bei benen Regierungsmit­glieder allzu verschwenberisch durch ihre Anwesen­heit glänzten.

DieLiberte" schreibt, Salengro habe sich einen ebenso heftigen wie plumpen Angriff geleistet. In dem Augenblick, in dem der Quai d'Orsay mit Ber­lin und mit Rom eine heikle Verhandlung über die Neutralität führe, nehme der französische In­nenminister Stellung zu einer Angelegenheit, die i h n nichts angehe. Die Worte Salengros stell­ten eine regierungsseitige Bestätigung des kriegs­hetzerischen Pressefeldzuges des sozialistischen Popu- lairs dar, sie rechtfertigten die Worte bei der Pari­serFriedenkundgebung":Schickt Geschütze und Flugzeuge nach Spanien!"Ami du Peuple" sagt, immer wieder müsse man bie Zweiseitigkeit der Politik bes französischen Kabinetts feststellen:

Auf der einen Seite bas Bestreben nach Neutrali­tät unb Entspannung, auf ber anberen Seite die Wünsche ber Volksfront nach einem Eingreifen zugunsten ber Madriber Regierung.

Salengro weist den spanischen MMattache ans.

Paris, 18. Aug. (DNB. Funkspruch.) Innen­minister Salengro hat am Montag ben früheren Militärattache der spanischen Botschaft, Barroso, einen Ausweisungsbefehl zukommen las­sen. Das Echo de Paris meint, der Innenminister habe gemäß seiner Jnteroentionspolitik zugunsten der Madrider Regierung erneut eine Maßnahme ergriffen, die der vom Außenminister verkündeten Neutralität widerspreche. Barroso habe sich geweigert, bie spanische Volksfront mit fran­zösischen Waffen versorgen zu helfen; bas sei sein ganzes Verbrechen gewesen unb ein Wort bes Ver­treters der spanischen Volksfront in Paris habe genügt, um den Innenminister der französischen Volksfront dazu zu bewegen, Barroso ben Aufenthalt in Frankreich zu verbie- te n. DerJour" stellt fest, daß man in Frank­reich mit offenen Armen Kommuni st en unb Anarchisten aufnefjme, aber ohne irgendwelche Bedenken die besten Freunde

Frankreichs ausweise. Barroso sei Offi- zier ber Ehrenlegion und habe unter ben französischen Fahnen heldenhaft in Marokko gekämpft. Auch der zurückge­tretene spanische Konsul in Bayonne habe einen Ausweisungsbefehl erhalten, obwohl Frankreich gerade ihm die Eröffnung von französischen Lite­ratur- und Sprachkursen an dem Rundfunksender Sevilla zu verdanken habe.

Ein Dementi Salengros.

Paris, 17. Aug. (DNB.) Die Agentur Havas veröffentlicht eine Verlautbarung des französischen Innenministers, in der es heißt, daß gewisse Blät- ter die Ausführungen des Ministers auf dem Ar­beitersportfest in Lille in bezug auf mehrere euro­päische Länder ungenau wiedergegeben hätten. Es wird auf den am Abend des 16. August durch die Agence Havas veröffentlichten Bericht verwiesen.

DerJour" will wissen, daß Ministerprä­sident Blum seinen Erholungsurlaub ganz plötz­lich abgebrochen habe und nach Paris zurück­gekehrt sei. Das Zusammentreffen dieser unerwar­teten Rückkehr Blums mit der Heimkehr des Gene­ralsekretärs des marxistischen Gewerkschaftsoerban­des Jouhaux aus Spanien gebe auf jeden Fall zu denken.

MarMcher Landungsversuch auf Mallorca mißglückt.

Lissabon, 18.Aug. (DNB. Funkspruch.) Ge­neral Llano verkündete im Sender von Sevilla, daß die von Madrid verbreiteten Nachrichten über die Besetzung von Palma auf derJnsel Mallorca (Balearen) durch Regierungstruppen den Tatsachen nicht entspreche. Der Lan­dungsversuch der Marxisten sei völlig miß­glückt. Die Landungstruppen ber Madrider Re­gierung trafen auf drei Schiffen, bie bie weiße Flagge führten, vor Puerto Christo (in ber Mitte ber Ostsette Mallorcas) ein. Die Lanbungstruppen versuchten sich auszuschiffen, was jeboch nicht ge­lang, da bie Nationalisten sofort bas Feuer eröff­neten. Bei ben Kämpfen feien 20 0 Marxisten gefallen, bie Nationalisten hätten zwei Tote unb acht Verwunbete zu beklagen.

Auch die Funkstatton von Palma bestätigte die Niederlage ber Marxisten. Das ausgeladene Kriegs­material ber Marxisten, Darunter zwei Geschütze, sei in die Hände ber Nationalisten gefallen. Unter den Truppen sollen sich auch Ausländer be­funden haben. Es feien sowjetrussische und franzö­sische Waffen gefunden worden. Auf der ganzen Insel herrsche wieder vollkommene Ruhe.

Kommunistische Greueltaten.

London, 18. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Nationalisten-General Queipo de Llano teilte über ben Rundfunksender Sevilla mit, daß ber bie

Regierungsstreitkräfte in dem spanischen Kriegs- marinehafen Cartagena befehligende Admiral zu ben Nationalisten übergegangen sei. Der Admiral habe sich ber in ber Umgegend der Stadt befindlichen Befestigungen versichert unb beherrsche die Dockanlagen und den Schiffsverkehr. Spanische Flüchtlinge vor dem roten Terror, bie in Gibraltar eingetroffen sind, berichten über Massenhinrichtungen in Almeria. Ge­fangene, die auf einem Gefangenenschiff festgehalten würben, seien ins Meer geworfen worben, nachbem man ihnen vorher eiserne Gewichte um ben Hals gelegt hatte. Auf biefe Weise seien bereits 50 Nationalisten umgebracht worden. Jeder­mann, der im Verdacht stehe, etwas Geld zu be­sitzen, werde von den Kommuni st en ge­tötet. Nach anderen Augenzeugenberichten werden in Malaga jede Nacht 5 bis 12 Personen auf ben Friedhöfen von ben Marxisten erschossen. Bei ben Kämpfen um Jrun und San Sebastian sollen bie Marxisten 15 0 0 Geiseln, Darunter 800 Frauen und Kinder der Madrider Gesellschaft, die ihre Ferien im Baskenlande zu verbringen pflegen, i m Munitionslager von Fuenterrabia eingeschlossen haben. Diese armen Menschen würden entweder bei einem Sieg der Nationalisten von den Marxisten ermordet werben ober im Falle eines Treffers mit der Munition in die Luft fliegen.

Nachklänge zum Abschluß ber Olympischen Spiele.

Der Führer baust.

Ein Erlaß des Reichsinnenministers.

Berlin, 16. Aug. (DNB.) Der Reichs- unb preußische Minister bes Innern, Dr. F r i cf, gibt fol- genbes bekannt:

Die XI. Olympiade 1936 in Berlin unb Kiel hat, fast stets von ausgezeichnetem Wetter begünstigt, in Anwesenheit des Führers unb Reichskanzlers, im Olympiastadion in Berlin heute ihren glanz­vollen Abschluß gefunden. Alle Teilnehmer aktive Kämpfer wie Zuschauer stehen unter dem Eindruck eines überwältigenden Erlebnisses. Die gesamte Presse des In- unb Auslandes rühmt die mustergültige deutsche Vorbereitung der Spiele, die sowohl in der sporttechnischen Organisation wie auch in den großzügigen baulichen, verkehrsmähi- gen, polizeilichen unb allen sonstigen Maßnahmen alles aufgeboten hat, um einen würdigen Verlauf der Spiele sicherzustellen.

Der Führer unb Reichskanzler, der sei­nem besonderen Interesse an den Olympischen Spie­len durch seine beinahe tägliche Anwesenheit sicht­baren Ausbruck verlieh, hat mich als ben für ben beutschen Sport zustänbigen Minister beauftragt, allen an ber Organisation ber Spiele beteiligten Stellen, Verbänben unb Persönlichkeiten in Staat unb Bewegung feinen Dank unb feine be - fonbere Anerkennung für bie geleistete vorbilbliche Arbeit auszusprechen.

Jnbem ich biesem Auftrage nachkomme, banke ich gleichzeitig im eigenen Namen dem Organisa­tionskomitee der XI. Olympiade, seinem Vorstand und seinen Ausschüssen, ferner allen Dienststellen des Reiches unb Preußen insbesondere ben beteiligten Ministerien, ber Wehrmacht, der Polizei, der SS., SA. unb bem NSKK., ber Reichsbahn, ber Reichspost, dem R e i ch s a r b e i t s d i e n st, dem Sanitäts - bienst unb besonbers auch ber Reichshauptstabt Berlin unb ber Stadt Kiel für ihren aufopfern­den Einsatz.

Mein besonderer Dank gilt dem Reichssport- führer, dem deutschen Olympischen Aus­schuß und vor allem unseren prachtvollen Kämp­fern, bie für Deutschland so viele ehrenvolle Siege errungen haben. Das Deutschland Abolf Hit­lers hat bie Olympischen Spiele in einem Ausmaß durchgesührt, bie gleichermaßen ber Würbe des olympischen Gedankens und der Ehre ber beutschen Nation entspricht.

Erste Verleihung des Deutschen Olympia-Ehrenzeichens.

Berlin, 17. Aug. (DNB.) Im Auftrag des Führers unb Reichskanzlers hat der Reichsminister des Innern Dr. Frick dem Präsidenten des IOC. Graf Baillet-Latour und den in Berlin anwesenden Mitgliedern des IOC., den Präsiden­ten und Generalsekretären ber Nationalen Olym­pischen Komitees, den Chefs der Missionen und Attaches der an ben Spielen beteiligten Nationen,

ferner den Präsidenten unb Generalsekretären ber internationalen Sportverbände in Anerkennung ihrer Verdienste um ben glücklichen Verlauf ber XI. Olympiade das Deutsche Olympia- Ehrenzeichen überreicht. Anschließend über­reichte der Minister den Präsidenten der Organi- sationskomitees der XI. Olympiade, der IV. Olym­pischen Winterspiele unb des Deutschen Olympischen Ausschusses Staatssekretär a. D. Dr. Lewald , Dr. Ritter von Halt und Reichssportführer von Tschammer und Osten sowie den Mit­gliedern dieser Ausschüsse bas Olympia-Ehrenzeichen unb sprach ihnen bie besondere Anerken­nung des Führers unb Reichskanzlers unb seinen 1

Branbenburg a. d. H., 17. Aug. (DNB.) Auf Einlabung des Organisationskomitees unter­nahmen etwa 350, davon mehr als bie Hälfte aus- länbifche Pressevertreter, einen Ausflug in bie Umgebung ber Reichshauptstabt. Der Tag be­gann mit einer Dampferfahrt auf ber Havel über Potsdam nach Werder. Die Pressevertreter nahmen bann an der feierlichen Einweihung ber neuen Reichsautobahn st recke Berlin Mag- b e b u r g teil unb waren in Branbenburg Gäste ber alten märkischen Hauptstadt.

In Brandenburg begrüßte ber Leiter ber Presse­abteilung im Reichsministerium für Dolksaufklä- rung unb Propaganda und stellvertretende Presse­chef der Reichsregierung Ministerialrat Berndt die Männer der Presse.Dank Ihrer großen Ar­beit", so sagte Ministerialrat Berndt, haben Hun­derte von Millionen, die nicht die Möglichkeit hat­ten, in Berlin den Olympischen Spielen beizuwoh­nen, diese Kämpfe doch miterleben können, unb zwar in einem Maße, wie bas bei den früheren Olympischen Spielen niemals ber Fall gewesen ist. Wir haben als Gastaeber der Olympischen Spiele jetzt bie Aufgabe, Ihnen herzlich zu danken für die so verständnisvolle Art, in ber Sie die Auf­gabe ber deutschen Reichsregierunq als Gastgeberin der XI. Olympischen Spiele in Berlin unterstützt haben. Ministerialrat Berndt verlas dann folgende

öonferflärung

des Reichsministers Or. Goebbels:

Es ist mir nach Abschluß ber Olympischen Spiele ein dringendes Bedürfnis, der gesamten Presse, der ausländischen und der inländischen, als der für das Gebiet der Presse zuständige Reichsminister den herzlichen Dank des Deutschen Reiches für die verständnisvolle Art auszubrücken, in der sie die Aufgaben der Reichsregierung als Gastgeber für die XI. Olympischen Spiele zu Berlin erleichtert und unterstützt hat. Ich weiß, welche nervenauf­reibenden unb anstrengenden Tage die Presse hinter

eigenen Dank für die mustergültige Vorbereitung der Olympischen Spiele aus.

*

Ministerpräsident Generaloberst Göring hat ben Reichssportführer von Tschammer und Osten in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um den deutschen Sport und unter besonderer Wür­digung der deutschen Erfolge bei den Olympischen Spielen zum Preußischen Staatsrat ernannt. Als Ausdruck seines Dankes für die hervorragenden Leistungen der deutschen Olympiamannschaft über­reichte ber Führer dem Reichssportführer von Tschammer unb Osten sein Bild mit einer dies besonders anerkennenden Widmung.

sich hat, welche Lei st ungen in Wort und Bild sie vollbrachte, um das große Erlebnis ber Olympischen Spiele auch denen in aller Welt zu übermitteln, die nicht das Glück Ratten, ihnen auf ben Berliner Kampfstätten beiwohnen zu können. Die Satzungen des IOK. sehen keine Goldmedaille für die Leistungen ber Presse während ber Olym­pischen Spiele vor. Unb doch haben die vielen be­kannten und unbekannten Männer unb Frauen, die auf ben vielen Pressetribünen der Olympischen Kampfstätten in Berlin in wahrhaft olympischer Gemeinschaft unermüdlich tätig waren, auch eine Olympiade durchgekämpft, eine Olympiade der Presse, für die zwar Goldene, Silberne und Bronzene Medaillen nicht verliehen werden, die aber dennoch große Lei st ungen und Re­korde hervorgebracht hat. Für alle Be­teiligten aber ist der schönste Lohn das Bewußtsein, im olympischen Gei st ihre Pflicht ge­tan zu haben."

Der Leiter der Pressestelle des Organisations­komitees für die XI. Olympiade Dr. Krause sprach darauf den Männern ber Presse den Dank des Präsidenten Dr. Lewald aus. Der Präsident des Internationalen Sportpresseverbandes Victor Bo in habe ihm versichert, daß bie Berichterstattung von ben XI. Olympischen Spielen so fair und in einem solchen Umfange in ber ganzen Welt durchgeführt worden sei wie nie zuvor.

Mit besonderer Wärme aber sprach Dr. Krause dem Letter ber Presseabteilung, Ministerialrat Berndt, den Dank für die Unterstützung aus, die er jederzeit in kameradschaftlicher Art in allen Fra­gen dem OK. ber Presse gewährt habe.

Den Dank ber ausländischen Pressevertreter sprach ber amerikanische Journalist Bouman von ber Associated Preß aus. Er dankte für alle Erleichte­rungen, bie man ber ausländischen Presse habe zu­teil werden lassen, insbesondere auch für die frohen Stunden ber Gastfreundschaft.

Reichsministtt Dr. Goebbels dankt der preffe des 3n= und Auslandes.