Ausgabe 
18.7.1936
 
Einzelbild herunterladen

Stimmungsmache Ntulescus

Re-

roirb ein großer befindlichen oder Kriegsschiffe dem

Teil der zur Zeit im Bau in Auftrag gegebenen 83 Mittelmeer zugeteilt werden.

begrüßt es der österreichische Heimatschuh, daß das zwischen der österreichischen Regierung und

London. 18. Juli. (DRV. Funkspr.)Daily 211 all berichtet in großer Aufmachung, daß sich Statin mit Trohki ausgesöhnt habe. Die Bedeutung dieser Aussöhnung liege darin, daß sich Stalin zum unbestrittenen Oberhaupt einer großen neuen Bewegung für die Be- chleunigung der Weltrevolution mache. Ls sei bekannt, daß Trohki die IV. Internationale aufgebaut habe, deren Ziel die rote Revolu­tion in der ganzen Welt sei. Die Aussöh­nung Stalins und Trotzkis bedeute eine neue ge- ährliche Bedrohung der Ordnung in Europa. Das

abge- öster-

u n - An­

der Regierung des Deutschen Reiches schlofsene llebereinkommen einem vom reichischen Heimatschuh stets bedauerten natürlichen und ungesunden st and ein Ende bereitet.

Bukarest, 17. Juli. (DNB.) In einer Unter­redung, die der rumänische Außenminister Titu- l e s c u einem Vertreter desUniversal" gewährte, äußerte er sich über verschiedene außenpolitische Fragen.

Der rumänische Außenminister betonte zunächst, daß die Sicherheit Rumäniens nicht aus­schließlich auf dem Völkerbundspakt beruhen könne. Sie stütze sich vielmehr neben diesem Pakt auch auf eine Reihe besonderer Bündnisver­träge, die eine notwendige Ergänzung des Döl- kerbundspaktes bildeten. Zur Frage einer Völker­bundsreform äußerte sich Titulescu unter deutlicher Betonung seines bekannten ablehnenden Stand­punktes, wobei er seinen unentwegten Glauben an die Genfer Einrichtung hervorhob.

Titulescu wandte sich sodann den rumä­nisch - s o w j e t r u s s i s ch e n Beziehungen zy. Die rumänische Politik gegenüber Sowjetruß­land sei von der Notwendigkeit geleitet, im guten Einvernehmen mit einem Nachbarlande zu leben. Las 170 Millionen Einwohner habe.

Obwohl er keineswegs kommunistischen Ideen huldige, sei er doch der Auffassung, daß eine

Ganz besonders begrüßt der österreichische Heimat­schutz, daß er dadurch in die Lage versetzt wird, im Sinne seiner ursprünglichen Sendung wiederum alle Kräfte uneingeschränkt der Bekämpfung der bolschewistischen Bestrebungen widmen zu können. Aus den benannten Ereignissen und Vorgängen in verschiedenen Ländern Europas zeigt sich in er­schreckender Klarheit das planmäßige Vordringen des Bolschewismus und die eindeutige Absicht, ganz Europa zu bolschewisieren. Der österreichische Heimatschutz ist von der Ueberzeugung erfüllt, daß die energische Bekämpfung dieserWeltgefahr ein Gebot der Stunde ist.

Mensch, der sich als S o z i a l r e f o r m e r bezeich- net. Er wird von seinen Nachbarn nicht für ganz normal gehalten. Vor einem Jahr begann er mit der Herausgabe einer Monatszeitschrifthu­man Gazette", die jedoch nur eine Auflage er­lebte.

London, 18. Juli. (DNB, Funkspr.)Daily Telegraph" bringt bemerkenswerte Enthüllun­gen über die zukünftige Ausgestaltung der strategischen Stellung Großbritan­niens im Mittelmeer. Danach wird der Be­schluß der britischen Regierung, die Mittelmeer­flotte ständig zu verstärken, durch die gegenwärtige Zurückziehung zahlreicher, der Heimat­flotte und anderen Stationen angehörender Schiffe nicht beeinträchtigt.

Tatsächlich sind die Mittelrneereinheiten feit dem vergangenen Monat um eine vollständige Zersiörerflottille, eine U-Boot-Abwehrflottille und eine Minen-U-Boot-Flottille, d. h. um ins­gesamt 29 Schiffe verstärkt worden. In ihrer reorganisierten Zusammensetzung umfaßt die Mittelmeerflotte über 100 Kriegsschiffe, darun­ter 2 Großkampfschiffe, 3 Flakschiffe, 4 schwere und fünf leichte Kreuzer, 2 sog. Luflabwehr- kreuzer, ein Flugzeugmutterschiff mit über 50 Flugzeugen, 38 Zerstörer, 8 U-Boote, 10 U- Boot-Abwehrboote, 19 Minensuchboote, 6 Ka­nonenboote und zahlreiche hilfsschiffe. Ferner

schärfung der Meinungsverschiedenheiten erreicht werden.

So bezeichnet esT r i b u n a" als sehr fraglich, ob auf diese Art das Problem der französisch- deutschen Beziehungen, das für beide Länder, wie für Europa von lebenswichtiger Be­deutung sei, einer wirklichen Lösung zugeführt werden könne.

Denn die Beziehungen zwischen Paris und Berlin durch eine Verständigung norma­lisiert werden sollen, könnte das nutzlose diplomatische Geplänkel endlich beiseitegelassen werden. Am zu einer abschließenden Zusammenkunft und zu greif­baren Ergebnissen zu kommen, müsse man gei­stig bereit sein und dementsprechend die Vorbehalte gegen die Gleichberech­tigung aufgeben.

Eine Wiederaufnahme der internationalen Aus­sprache über die Sicherheit kann, so schreibtTe­uer e", nicht mehr in dem Geist erfolgen, der die amtlichen ' französischen Kreise beherrscht hat und noch beherrscht. In einem Klima absoluter Gleich­berechtigung und Zusammenarbeit tritt das Pro­blem der garantierten Sicherheit an untergeordnete Stelle. Will man die ungerechte und von Mißerfolg verurteilte Gesinnung des Sanktionismus, das heißt der sogenannten militärischen Beistandsoer­pflichtungen, gegen künstlich herbeigerufene Gefah­ren am Leben erhalten, so zerstört man die Mög­lichkeit einer nutzbringenden Zusammenarbeit zwi­schen den Großmächten.' Das Blatt warnt deshalb vor einem Rückfall in die Anbetung leerer Para­graphen und weist schließlich darauf hin, daß

Frankreich selbst den Locarnopakt dadurch ent­wertet habe, daß es ihn schon bald nach seinem Abschluß mit einem dichten Reh von Verträgen und militärischen Abkommen umgeben habe.

Diesehr elastische" Haltung der englischen Re­gierung in der Frage der von Frankreich ver­langten vorbereitenden Locarno-Besprechungen wird es nach Ansicht des Londoner Korrespondenten des

London, 17. Juli. (DNB.) Die glückliche Ret­tung des Königs aus Gefahr ist auch Freitag noch das Tagesgespräch. König Eduard VIII. ver­brachte einen großen Teil des Vormittags mit der Lektüre der aus allen Teilen der Welt eingelaufe­nen Glückwunschbotschaften.

Scotland Park hat am Freitag einen Aufruf an die Oeffentlichkeit gerichtet, in dem zur restlosen Aufklärung des Zwischenfalls alle in unmittelbarer Nähe des Tatorts gewesenen Personen gebeten werben, sich umgehend zu melden. Die Hinter­gründe der Tat, über die bisher völliges Dunkel herrschte, finden allmählich ihre Aufklärung. Es gilt als erwiesen, daß dem Zwischenfall keine politische Bedeutung zukommt und daß der Verhaftete M c M a h o n keine Verbindungen mit kommunistischen oder bolschewistischen Gruppen hat. Tatsächlich scheint der versuchte Anschlag mit einer Forderung zusammenzuhängen, die McMa- hon gegen zwei Detektive wegen einer vor einiger Zeit nach seiner Ansicht irrtümlich erfolgten Verhaftung gestellt hat. Aufsehenerregend ist in diesem Zusammenhang, daß die Polizei am Donnerstagvormittag etwa drei bis vier Stunden vor dem Zwischenfall mit McMahon in dessen Wohnung in Verbindung zu treten suchte. McMa­hon hatte jedoch seine Wohnung bereits verlassen. Der genaue Grund dieses polizeilichen Besuches ist noch nicht bekannt, doch glaubt man, daß er mit einer Mitteilung zusammenhängt, die McMahon an das Innenministerium gesandt hatte. Wie erinnerlich, erklärte McMahon nach seiner gestrigen Festnahme, daß der ganze Zwischenfall die Schuld des Innenministers Simon sei. Die obenerwähnte irrtümliche Verhaftung McMahons durch zwei Detektive/ für die McMahon einen Schadenersatzanspruch in Höhe von 4000 Pfund gestellt hat, war vor zwei Jahren erfolgt.

McMahon gilt als ein wenig ausgeglichener

Berlin, 18. Juli. (DRB. Funkspruch.) Wil der spanischen Hauptstadt Madrid war am heutigen Samstag morgen feine telephonische Ver­bindung zu erreichen. Rach einer aus London eingetroffenen Mitteilung sollen in Lissabon Gerüchte über neue blutige Unruhen in Spanien umlaufen. Es heißt, daß zwei Perso­nen, die an der Ermordung des spanischen Monar­chistenführers S otelo beteiligt gewesen seien, ermordet worden seien.

Havas meldet aus Gibraltar, daß die tele­phonische Verbindung zwischen Gibraltar und Spanien durch die spanischen Behörden an­gesichts der e r n ft e n Wirren, die sich in Ma­drid und anderen spanischen Städten abspielten, unterbrochen seien. In den spanischen Städten in der Rähe von Gibraltar liegen die Alarm­bereitschaften, obgleich es dort bisher noch nicht zu Unruhen gekommen fei. In einer Lissa­boner Meldung der Agentur havas wird erklärt, daß die Telephon-Verbindungen zwi­schen Lissabon und Madrid schon seit Frei­tag 21 Uhr unterbrochen seien.

Ferner meldet havas aus Lissabon, daß dort ein Gerücht im Umlauf sei, wonach der Leut­nant und der k r a f t w a g e n f ü h r e r, die an der Ermordung des Monarchistenführers S o t el o teilgenommen hätten, im Madrider Gefängnis ge­tötet worden feien. Ein erstes Gerücht, wonach es ihnen gelungen fei, nach Portugal zu entfliehen, ist inzwischen dementiert worden.

Heuer Vorstoß der Moskowiter in Gicht.

Versöhnung zwischen Stalin und Trohki. - Die Tschechoslowakei als Sprung­brett Moskaus gegen Mittel- und Westeuropa.

Blatt meldet weiter, daß sich das Hauptquar­tier ber neuen Internationale in Prag befinde und daß die Tschechoslowakei die Brücke sei, über die der rote Einfluß nach Westeuropa vordringe. Die IV. Internationale habe 20 Millionen Mark für die Schü- r u n g der Revolution in Frankreich, Spa­nien und Belgien ausgegeben. 3n einem Leitauffah schreibt das Blatt, das finstere Bündnis zwischen Stalin und Trohki bedeute den Auftakt zu einer neuen unheilvollen Zeit von Terror und Klassenkampf in ganz Europa.

Alle Kräfte frei zum Kampf gegen den Bolschewismus. Der Führerrat des österreichischen Heimatschuhes begrüßt das Abkommen zwischen Berlin und Wien.

Heue Unruhen in Spanien.

Die Telephonverbindungen mit dem Ausland unterbrochen.

Der Anschlag auf den König von England

Keine politischen Hintergründe.

Schwere Anklagen gegen die Regierung.

Madrid, 17. Juli. (DNB.) Die spanische

Englands künftige Stellung im Mlielmeer

Ein auffchlußreicher Bericht des »Daily Telegraph".

die Vermutung zurück, daß es sich um einen poli­tischen Racheakt für einen wenige Stunden vorher erschossenen marxistischen Polizeioffizier handeln könne.

Die Tal sei vielmehr von langer Hand vorbe­reitet gewesen, und die Regierung treffe die schwerste kriminelle, moralische und politische Verantwortung, weil sie von der Gefahr, die $otelo drohte, keine Rotiz genommen habe, bis sich die Drohungen schließlich in der Rächt zum Montag verwirklichten. Besonders die Tat­sache, daß die Hüter der öffentlichen Ordnung selbst die Tat begangen hätten, zeuge von dem dunklen Spiel, das in Kreisen der politischen Führung des Landes getrieben worden fei.

Wörtlich schloß G i l Nobles, an die Negie» rungsmitglieder gewandt:Ihr könnt euch im Parlament ein Vertrauensvotum erteilen lassen, das befreit euch aber nicht von dem Blute Calvo Sotelos, das an euch klebt und euer ganzes Regierungssystem befleckt. Ein Abgrund trennt das Volk von der Farce des Parlaments. Der Tag wird kommen, da sich die von euch gepredigte Gewalt gegen euch selbst wendet!"

außenpolitische Annäherung an die Sowjet­union, die ihrerseits mit den Verbündeten Ru­mäniens verbündet sei, das beste Mittel dar­stelle, den bereits vorhandenen Bündnisverträ­gen zu voller Wirksamkeit zu verhelfen. Der rumänische Außenminister betonte weiter, daß er niemals einen Beistandsvertrag mit Sowjet­ruhland abgeschlossen oder die Verpflichtung übernommen habe, Sowjettruppen durch rumänisches Gebiet marschieren zu lassen. Eine derartige Verpflichtung sei, so erklärte er, nicht einmal Gegenstand von Verhandlungen gewesen.

Aber auch mit Deutschland und Italien wünsche Rumänien in Freundschaft zu leben. In erster Lmie wende sich jedoch die rumänische Freundschaft den Staaten der Kleinen und der Bal­kan-Entente, Frankreich, Großbritannien und Polen zu. Titulescu unterstrich zum Schluß noch die be­sondere Herzlichkeit der französisch-rumänischen Be­ziehungen, die nicht nur durch die gemeinsamen Interessen und die Verwandtschaft der Rasse, son­dern auch durch die gemeinsamen Bemühungen zur Organisation des Friedens begründet seien.

Nach einer amtlichen Mitteilung werden die Ver­teidigungsanlagen von Malta in gro­ßem Maßstab ausgebaut werden. Nach Vollendung der Aufrüstunaspläne wird Malta in der Lage fein, nicht nur schwere Luftangriffe au= rückzuschlagen, sondern als Ausgangspunkt für große Gegenangriffe gelten zu können. Ferner wird unter dem gegenwärtigen britisch-ägyptischen Vertrag Alexandrien zu einem bedeuten­den Hilfs stütz punkt für die Mittelmeerflotte mit eigenen Verteidigungsanlagen und Flottenein­heiten ausgebaut werden, wobei seiner strategischen Stellung in der Verteidigung der Zufahrt zum S u e z k a n a l große Bedeutung beigemessen wird. Dally Telegraph" betont, daß

die britischen Mittelmeerpläne keinen Zweifel darüber lassen, daß Großbritannien entschlossen sei, seine Stellung im Mittelmeer undurchdring­lich zu machen. Die militärischen Verbindungs­linien zwischen Gibraltar und Suez würden um jeden Preis verteidigt werden.

Der britische Handelsminister R u n c i m a n er­klärte im Verlauf einer Rede in D o s ü h a n (Corn­wall), Großbritannien habe durch sein Vorgehen im Mittelmeer gezeigt, daß das britische Reich die Vorherrschaft über d i e Meere nicht verlieren wolle. In der Zahl der Flot­tenstärke geben es keine Kompromisse.

Anschläge auf das Leben englischer Monarchen sind in der jüngeren Geschichte Englands seit langem nicht zu verzeichnen gewesen. Ein Jahr vor seiner Thronbesteigung, im Jahre 1900, wurde in Brüssel auf den späteren König Eduard VII. von einem jungen Anarchisten ein Revolveranschlag verübt. Während der langen Regierungszeit der Königin Viktoria wurden allerdings nicht weniger als fünf Versuche auf das Leben der Herrscherin unter­nommen. Der erste dieser Anschläge geschah an fast der gleichen Stelle, wie der gestrige. Ein junger Mensch namens Oxford wurde auf der Stelle ver­haftet, später aber wegen Geisteskrankheit frei- gesprochen und in eine Anstalt gebracht. Zwei Jahre später wurden zwei weitere Attentate verübt. Da­mals nahm das Parlament eine Gesetzesvorlage an, die die Richter ermächtigte, die P r ü g e l st r a f e für diejenigen zu verhängen, die die Königin belästigten.

Deutschlands GenMuum.

Besuch beim Privatsekretär des Königs.

London, 17. Juli. (DNB.) Der deutsche Ge­schäftsträger, Botschaftsrat Fürst Bismarck, hat am Freitag im Auftrag des Reichsaußenrnini- ters Freiherrn von Neurath den Privat- ekretär des englischen Königs aufge- ucht und ihm die Genugtuung der Reichs­regierung über den glücklichen Ausgang des Anschlages auf König Eduard VIII. zum Ausdruck gebracht.

Popolo di Roma" Frankreich auch wei­terhin ermöglichen, immer neue Hinder­nisse aufzurichten und damit nach Belieben die von London gewünschte freimütige Aussprache mit der Reichsregierung hinauszuschieben.

M e s s a g e r o" meint, man müsse sich wirklich fragen, ob die Debatte um die Einladung Deutsch­lands der Kritik des gesunden Menschenverstandes standhalten könne und

ob überhaupt nur daran zu denken sei, wirk­same und dauerhafte Abmachungen ohne die volle und tatsächliche Mitarbeit aller inter­essierten Parteien zustande zu bringen.

Die Antwort auf diese Frage sei selbstverständlich. Ein anderer Weg würde nur, nach einem Wort aus einem Interview, das Mussolini kürzlich an die Hearstprese gegeben habe, unabwendbar das Miß­trauen und die Reibungsflächen ver­mehren.

Italien und Montreux

Rom, 17. Juli. (DNB.) Der türkische Außen­minister Rüschti Arras hat, wie von zuständl- ger italienischen Seite verlautet, dem ständigen ita­lienischen Delegierten beim Völkerbund Scoppa mitgeteilt, daß die Konferenz von Montreux vor dem Abschluß eines Abkommens über die Meer­engenfrage stehe und daß dieses Abkommen a n - deren Staaten zum Beitritt offen bleibe.

Von maßgebender italienischer Seite wird dazu erklärt, daß Italien gegenüber einem solchen Ab­kommen alle Vorbehalte hätte. Erst an dem Tage, an dem Italien dem Abkommen beitreten würde, könnte es für Italien eine gewisse Bedeu­tung erlangen.

Italien ist bekanntlich an der Ausarbeitung dieses Abkommens nicht beteiligt und will es dem­entsprechend als ausgesprochene Mittelmeermacht vorerst nicht anerkennen. Der Abschluß des Abkommens wird im übrigen in zuständigen italienischen Kreisen mit vollkommener Ruhe aus­genommen.

Der Lustsport bei den Olympischen Spielen.

Zu dem vom Aero-Club von Deutschland anläß­lich der XI. Olympischen Spiele veranstal- teten internationalen ©ternflug sind nunmehr die Nennungen von 15 Nationen ein­gegangen. Der Start ist auf den 29. Juli festgesetzt. Um diese Zeit können die Teilnehmer von einem beliebigen Flugplatz starten und auf einer selbst- gewählten Flugroute nach dem Sportflughafen Rangsdorf bei Berlin fliegen, wo sie ausschrei­bungsgemäß am 30. Juli zwischen 14 und 16 Uhr eintreffen müssen. Die Ausschreibung verlangt die Zurücklegung einer Mindeststrecke von 500 Kilo­meter. Im Rahmen der großen luftsportlichen Ver­anstaltungen gelangt auch ein internationaler Kunstflug-Wettbewerb um denPreis der Nationen" zur Entscheidung, für den bisher von acht Nationen 17 der besten Kunstflieger ge­nannt haben.

Wenn auch bei den Olympischen Spielen die Flie­gerei und der Luftsport überhaupt noch nicht im Wettkampf-Programm vertreten sind, so wartet doch der deutsche Luftsport mit einem auserlesenen Programm auf, das gleichsam einen olympischen Auftakt bildet. Am 28. Juli treffen auf dem Sport­flughafen Rangsdorf die deutschen und ausländi­schen Sportflieger ein, die am Internationalen Kunstflug-Wettbewerb teilnehmen. Don diesem Tage ab wird derDeutsche S t e r n f l u g 1 936" durchgeführt, bei dem die Zahl der angeflogenen Flugplätze, die Geschicklichkeit der Besatzungen, die Gesamt-Kilometerleistung und die Anzahl der in einer Maschine beförderten Personen bewertet wird. Am folgenden Tag starten dann die ausländischen Flieger in ihren Heimathäfen zum Internationalen Sternflug. Am Mittwochnachmittag erledigen die Kunstflieger das Pflichtprogramm. Am Donners­tag treffen die Teilnehmer des Deutschen Stern- fluges ein. Am Freitag folgt der vom Reichsluft­sportführer und der NSG.Kraft durch Freude" veranstalteteOlyrnpiade-Großflugtag,

W i e n, 17. Juli. (DNB.) Wie die Pressestelle des österreichischen Heimatschutzes mitteiÜ, fand unter dem Vorsitz des Bundesführers S t a r- h em berg am 15. und 16. Juli in Wien eine Tagung des Führerrats des österreichischen Heimat- schutzes statt.

lieber die politische Lage Europas ebenso wie über die Probleme der Innenpolitik Oesterreichs er­stattete Bundesführer Starhemberg ein ein­gehendes Referat, dem sich eine gründliche Erörte­rung aller politischen Fragen anschloß, wobei das kürzlich zwischen der österreichischen Re- g i e r u n g und der Regierung des Deutschen Reiches abgeschlossene Uebereinfommen Gegenstand einer ganz besonderen Aussprache war. Als Ergebnis der Aussprache wird als einmütige und der Auffassung aller Anwesenden entsprechende Stellungnahme u. a. hervorgehoben:Als erste und aktivistischste Kampsbeweguna gegen den Bolschewis­mus auf österreichischem Booen entstanden und zur vaterländischen Erneuerungsbewegung herange­wachsen,

gierung hat nunmehr die Veröffentlichung der kürzlich in der Sitzung des ständigen Landtagsaus­schusses gehaltenen Rede des Führers der katholi­schen Dolksaktion, Gil Nobles, genehmigt.

Gil Nobles wandte sich zunächst gegen eine Ver­längerung des Alarmzustandes, da oieser in der Hand einer unfähigen Regierung keinen Sinn habe. Hat der Ausnahmezustand die Anarchie, den mo­ralischen und materiellen Ruin Spaniens verhin­dert? Die Antwort gibt folgende Statistik:

In den letzten 27 Tagen find 10 Kirchen in

Brand gesteckt, 21 Menschen ermordet, 224 Menschen teilweise schwer verletzt, 74 Bomben den und 58 andere Explosivkörper gelegt, 15 Generalstreiks und 129 Teilstreiks erklärt worden."

Weder das Lebensrecht des Bürgers noch das Vereinsrecht, noch die Freiheit der Arbeit, noch die Unverletzlichkeit des Heimes werde von dieser Re­gierung auch nur im entferntesten gewährleistet. Für jeden neuen Fehler, den die Regierung mache, müsse der Faschismus herhalten. Die Faschisten, die bei der letzten Wahl nur einige tausend Stimmen erhalten hätten, würden bei einer Neuwahl eine überwältigende Mehrheit bekommen, da das Volk an der Gesetzlichkeit der Demokratie zu zweifeln beginne.

G i l Nobles ging dann auf die Ermor­dung Calvo Sotelos ein und wies zunächst