Stimmungsmache Ntulescus
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roirb ein großer befindlichen oder Kriegsschiffe dem
Teil der zur Zeit im Bau in Auftrag gegebenen 83 Mittelmeer zugeteilt werden.
begrüßt es der österreichische Heimatschuh, daß das zwischen der österreichischen Regierung und
London. 18. Juli. (DRV. Funkspr.) „Daily 211 all“ berichtet in großer Aufmachung, daß sich Statin mit Trohki ausgesöhnt habe. Die Bedeutung dieser Aussöhnung liege darin, daß sich Stalin zum unbestrittenen Oberhaupt einer großen neuen Bewegung für die Be- chleunigung der Weltrevolution mache. Ls sei bekannt, daß Trohki die IV. Internationale aufgebaut habe, deren Ziel die rote Revolution in der ganzen Welt sei. Die Aussöhnung Stalins und Trotzkis bedeute eine neue ge- ährliche Bedrohung der Ordnung in Europa. Das
abge- öster-
u n - An
der Regierung des Deutschen Reiches schlofsene llebereinkommen einem vom reichischen Heimatschuh stets bedauerten natürlichen und ungesunden st and ein Ende bereitet.
Bukarest, 17. Juli. (DNB.) In einer Unterredung, die der rumänische Außenminister Titu- l e s c u einem Vertreter des „Universal" gewährte, äußerte er sich über verschiedene außenpolitische Fragen.
Der rumänische Außenminister betonte zunächst, daß die Sicherheit Rumäniens nicht ausschließlich auf dem Völkerbundspakt beruhen könne. Sie stütze sich vielmehr neben diesem Pakt auch auf eine Reihe besonderer Bündnisverträge, die eine notwendige Ergänzung des Döl- kerbundspaktes bildeten. Zur Frage einer Völkerbundsreform äußerte sich Titulescu unter deutlicher Betonung seines bekannten ablehnenden Standpunktes, wobei er seinen unentwegten Glauben an die Genfer Einrichtung hervorhob.
Titulescu wandte sich sodann den rumänisch - s o w j e t r u s s i s ch e n Beziehungen zy. Die rumänische Politik gegenüber Sowjetrußland sei von der Notwendigkeit geleitet, im guten Einvernehmen mit einem Nachbarlande zu leben. Las 170 Millionen Einwohner habe.
Obwohl er keineswegs kommunistischen Ideen huldige, sei er doch der Auffassung, daß eine
Ganz besonders begrüßt der österreichische Heimatschutz, daß er dadurch in die Lage versetzt wird, im Sinne seiner ursprünglichen Sendung wiederum alle Kräfte uneingeschränkt der Bekämpfung der bolschewistischen Bestrebungen widmen zu können. Aus den benannten Ereignissen und Vorgängen in verschiedenen Ländern Europas zeigt sich in erschreckender Klarheit das planmäßige Vordringen des Bolschewismus und die eindeutige Absicht, ganz Europa zu bolschewisieren. Der österreichische Heimatschutz ist von der Ueberzeugung erfüllt, daß die energische Bekämpfung dieserWeltgefahr ein Gebot der Stunde ist.
Mensch, der sich als S o z i a l r e f o r m e r bezeich- net. Er wird von seinen Nachbarn nicht für ganz normal gehalten. Vor einem Jahr begann er mit der Herausgabe einer Monatszeitschrift „human Gazette", die jedoch nur eine Auflage erlebte.
London, 18. Juli. (DNB, Funkspr.) „Daily Telegraph" bringt bemerkenswerte Enthüllungen über die zukünftige Ausgestaltung der strategischen Stellung Großbritanniens im Mittelmeer. Danach wird der Beschluß der britischen Regierung, die Mittelmeerflotte ständig zu verstärken, durch die gegenwärtige Zurückziehung zahlreicher, der Heimatflotte und anderen Stationen angehörender Schiffe nicht beeinträchtigt.
Tatsächlich sind die Mittelrneereinheiten feit dem vergangenen Monat um eine vollständige Zersiörerflottille, eine U-Boot-Abwehrflottille und eine Minen-U-Boot-Flottille, d. h. um insgesamt 29 Schiffe verstärkt worden. In ihrer reorganisierten Zusammensetzung umfaßt die Mittelmeerflotte über 100 Kriegsschiffe, darunter 2 Großkampfschiffe, 3 Flakschiffe, 4 schwere und fünf leichte Kreuzer, 2 sog. Luflabwehr- kreuzer, ein Flugzeugmutterschiff mit über 50 Flugzeugen, 38 Zerstörer, 8 U-Boote, 10 U- Boot-Abwehrboote, 19 Minensuchboote, 6 Kanonenboote und zahlreiche hilfsschiffe. Ferner
schärfung der Meinungsverschiedenheiten erreicht werden.
So bezeichnet es „T r i b u n a" als sehr fraglich, ob auf diese Art das Problem der französisch- deutschen Beziehungen, das für beide Länder, wie für Europa von lebenswichtiger Bedeutung sei, einer wirklichen Lösung zugeführt werden könne.
Denn die Beziehungen zwischen Paris und Berlin durch eine Verständigung normalisiert werden sollen, könnte das nutzlose diplomatische Geplänkel endlich beiseitegelassen werden. Am zu einer abschließenden Zusammenkunft und zu greifbaren Ergebnissen zu kommen, müsse man geistig bereit sein und dementsprechend die Vorbehalte gegen die Gleichberechtigung aufgeben.
Eine Wiederaufnahme der internationalen Aussprache über die Sicherheit kann, so schreibt „Teuer e", nicht mehr in dem Geist erfolgen, der die amtlichen ' französischen Kreise beherrscht hat und noch beherrscht. In einem Klima absoluter Gleichberechtigung und Zusammenarbeit tritt das Problem der garantierten Sicherheit an untergeordnete Stelle. Will man die ungerechte und von Mißerfolg verurteilte Gesinnung des Sanktionismus, das heißt der sogenannten militärischen Beistandsoerpflichtungen, gegen künstlich herbeigerufene Gefahren am Leben erhalten, so zerstört man die Möglichkeit einer nutzbringenden Zusammenarbeit zwischen den Großmächten.' Das Blatt warnt deshalb vor einem Rückfall in die Anbetung leerer Paragraphen und weist schließlich darauf hin, daß
Frankreich selbst den Locarnopakt dadurch entwertet habe, daß es ihn schon bald nach seinem Abschluß mit einem dichten Reh von Verträgen und militärischen Abkommen umgeben habe.
Die „sehr elastische" Haltung der englischen Regierung in der Frage der von Frankreich verlangten vorbereitenden Locarno-Besprechungen wird es nach Ansicht des Londoner Korrespondenten des
London, 17. Juli. (DNB.) Die glückliche Rettung des Königs aus Gefahr ist auch Freitag noch das Tagesgespräch. König Eduard VIII. verbrachte einen großen Teil des Vormittags mit der Lektüre der aus allen Teilen der Welt eingelaufenen Glückwunschbotschaften.
Scotland Park hat am Freitag einen Aufruf an die Oeffentlichkeit gerichtet, in dem zur restlosen Aufklärung des Zwischenfalls alle in unmittelbarer Nähe des Tatorts gewesenen Personen gebeten werben, sich umgehend zu melden. Die Hintergründe der Tat, über die bisher völliges Dunkel herrschte, finden allmählich ihre Aufklärung. Es gilt als erwiesen, daß dem Zwischenfall keine politische Bedeutung zukommt und daß der Verhaftete M c M a h o n keine Verbindungen mit kommunistischen oder bolschewistischen Gruppen hat. Tatsächlich scheint der versuchte Anschlag mit einer Forderung zusammenzuhängen, die McMa- hon gegen zwei Detektive wegen einer vor einiger Zeit nach seiner Ansicht irrtümlich erfolgten Verhaftung gestellt hat. Aufsehenerregend ist in diesem Zusammenhang, daß die Polizei am Donnerstagvormittag etwa drei bis vier Stunden vor dem Zwischenfall mit McMahon in dessen Wohnung in Verbindung zu treten suchte. McMahon hatte jedoch seine Wohnung bereits verlassen. Der genaue Grund dieses polizeilichen Besuches ist noch nicht bekannt, doch glaubt man, daß er mit einer Mitteilung zusammenhängt, die McMahon an das Innenministerium gesandt hatte. Wie erinnerlich, erklärte McMahon nach seiner gestrigen Festnahme, daß der ganze Zwischenfall die Schuld des Innenministers Simon sei. Die obenerwähnte irrtümliche Verhaftung McMahons durch zwei Detektive/ für die McMahon einen Schadenersatzanspruch in Höhe von 4000 Pfund gestellt hat, war vor zwei Jahren erfolgt.
McMahon gilt als ein wenig ausgeglichener
Berlin, 18. Juli. (DRB. Funkspruch.) Wil der spanischen Hauptstadt Madrid war am heutigen Samstag morgen feine telephonische Verbindung zu erreichen. Rach einer aus London eingetroffenen Mitteilung sollen in Lissabon Gerüchte über neue blutige Unruhen in Spanien umlaufen. Es heißt, daß zwei Personen, die an der Ermordung des spanischen Monarchistenführers S otelo beteiligt gewesen seien, ermordet worden seien.
Havas meldet aus Gibraltar, daß die telephonische Verbindung zwischen Gibraltar und Spanien durch die spanischen Behörden angesichts der e r n ft e n Wirren, die sich in Madrid und anderen spanischen Städten abspielten, unterbrochen seien. In den spanischen Städten in der Rähe von Gibraltar liegen die Alarmbereitschaften, obgleich es dort bisher noch nicht zu Unruhen gekommen fei. In einer Lissaboner Meldung der Agentur havas wird erklärt, daß die Telephon-Verbindungen zwischen Lissabon und Madrid schon seit Freitag 21 Uhr unterbrochen seien.
Ferner meldet havas aus Lissabon, daß dort ein Gerücht im Umlauf sei, wonach der Leutnant und der k r a f t w a g e n f ü h r e r, die an der Ermordung des Monarchistenführers S o t el o teilgenommen hätten, im Madrider Gefängnis getötet worden feien. Ein erstes Gerücht, wonach es ihnen gelungen fei, nach Portugal zu entfliehen, ist inzwischen dementiert worden.
Heuer Vorstoß der Moskowiter in Gicht.
Versöhnung zwischen Stalin und Trohki. - Die Tschechoslowakei als Sprungbrett Moskaus gegen Mittel- und Westeuropa.
Blatt meldet weiter, daß sich das Hauptquartier ber neuen Internationale in Prag befinde und daß die Tschechoslowakei die Brücke sei, über die der rote Einfluß nach Westeuropa vordringe. Die IV. Internationale habe 20 Millionen Mark für die Schü- r u n g der Revolution in Frankreich, Spanien und Belgien ausgegeben. 3n einem Leitauffah schreibt das Blatt, das finstere Bündnis zwischen Stalin und Trohki bedeute den Auftakt zu einer neuen unheilvollen Zeit von Terror und Klassenkampf in ganz Europa.
Alle Kräfte frei zum Kampf gegen den Bolschewismus. Der Führerrat des österreichischen Heimatschuhes begrüßt das Abkommen zwischen Berlin und Wien.
Heue Unruhen in Spanien.
Die Telephonverbindungen mit dem Ausland unterbrochen.
Der Anschlag auf den König von England
Keine politischen Hintergründe.
Schwere Anklagen gegen die Regierung.
Madrid, 17. Juli. (DNB.) Die spanische
Englands künftige Stellung im Mlielmeer
Ein auffchlußreicher Bericht des »Daily Telegraph".
die Vermutung zurück, daß es sich um einen politischen Racheakt für einen wenige Stunden vorher erschossenen marxistischen Polizeioffizier handeln könne.
Die Tal sei vielmehr von langer Hand vorbereitet gewesen, und die Regierung treffe die schwerste kriminelle, moralische und politische Verantwortung, weil sie von der Gefahr, die $otelo drohte, keine Rotiz genommen habe, bis sich die Drohungen schließlich in der Rächt zum Montag verwirklichten. Besonders die Tatsache, daß die Hüter der öffentlichen Ordnung selbst die Tat begangen hätten, zeuge von dem dunklen Spiel, das in Kreisen der politischen Führung des Landes getrieben worden fei.
Wörtlich schloß G i l Nobles, an die Negie» rungsmitglieder gewandt: „Ihr könnt euch im Parlament ein Vertrauensvotum erteilen lassen, das befreit euch aber nicht von dem Blute Calvo Sotelos, das an euch klebt und euer ganzes Regierungssystem befleckt. Ein Abgrund trennt das Volk von der Farce des Parlaments. Der Tag wird kommen, da sich die von euch gepredigte Gewalt gegen euch selbst wendet!"
außenpolitische Annäherung an die Sowjetunion, die ihrerseits mit den Verbündeten Rumäniens verbündet sei, das beste Mittel darstelle, den bereits vorhandenen Bündnisverträgen zu voller Wirksamkeit zu verhelfen. Der rumänische Außenminister betonte weiter, daß er niemals einen Beistandsvertrag mit Sowjetruhland abgeschlossen oder die Verpflichtung übernommen habe, Sowjettruppen durch rumänisches Gebiet marschieren zu lassen. Eine derartige Verpflichtung sei, so erklärte er, nicht einmal Gegenstand von Verhandlungen gewesen.
Aber auch mit Deutschland und Italien wünsche Rumänien in Freundschaft zu leben. In erster Lmie wende sich jedoch die rumänische Freundschaft den Staaten der Kleinen und der Balkan-Entente, Frankreich, Großbritannien und Polen zu. Titulescu unterstrich zum Schluß noch die besondere Herzlichkeit der französisch-rumänischen Beziehungen, die nicht nur durch die gemeinsamen Interessen und die Verwandtschaft der Rasse, sondern auch durch die gemeinsamen Bemühungen zur Organisation des Friedens begründet seien.
Nach einer amtlichen Mitteilung werden die Verteidigungsanlagen von Malta in großem Maßstab ausgebaut werden. Nach Vollendung der Aufrüstunaspläne wird Malta in der Lage fein, nicht nur schwere Luftangriffe au= rückzuschlagen, sondern als Ausgangspunkt für große Gegenangriffe gelten zu können. Ferner wird unter dem gegenwärtigen britisch-ägyptischen Vertrag Alexandrien zu einem bedeutenden Hilfs stütz punkt für die Mittelmeerflotte mit eigenen Verteidigungsanlagen und Flotteneinheiten ausgebaut werden, wobei seiner strategischen Stellung in der Verteidigung der Zufahrt zum S u e z k a n a l große Bedeutung beigemessen wird. „Dally Telegraph" betont, daß
die britischen Mittelmeerpläne keinen Zweifel darüber lassen, daß Großbritannien entschlossen sei, seine Stellung im Mittelmeer undurchdringlich zu machen. Die militärischen Verbindungslinien zwischen Gibraltar und Suez würden um jeden Preis verteidigt werden.
Der britische Handelsminister R u n c i m a n erklärte im Verlauf einer Rede in D o s ü h a n (Cornwall), Großbritannien habe durch sein Vorgehen im Mittelmeer gezeigt, daß das britische Reich die Vorherrschaft über d i e Meere nicht verlieren wolle. In der Zahl der Flottenstärke geben es keine Kompromisse.
Anschläge auf das Leben englischer Monarchen sind in der jüngeren Geschichte Englands seit langem nicht zu verzeichnen gewesen. Ein Jahr vor seiner Thronbesteigung, im Jahre 1900, wurde in Brüssel auf den späteren König Eduard VII. von einem jungen Anarchisten ein Revolveranschlag verübt. Während der langen Regierungszeit der Königin Viktoria wurden allerdings nicht weniger als fünf Versuche auf das Leben der Herrscherin unternommen. Der erste dieser Anschläge geschah an fast der gleichen Stelle, wie der gestrige. Ein junger Mensch namens Oxford wurde auf der Stelle verhaftet, später aber wegen Geisteskrankheit frei- gesprochen und in eine Anstalt gebracht. Zwei Jahre später wurden zwei weitere Attentate verübt. Damals nahm das Parlament eine Gesetzesvorlage an, die die Richter ermächtigte, die P r ü g e l st r a f e für diejenigen zu verhängen, die die Königin belästigten.
Deutschlands GenMuum.
Besuch beim Privatsekretär des Königs.
London, 17. Juli. (DNB.) Der deutsche Geschäftsträger, Botschaftsrat Fürst Bismarck, hat am Freitag im Auftrag des Reichsaußenrnini- ters Freiherrn von Neurath den Privat- ekretär des englischen Königs aufge- ucht und ihm die Genugtuung der Reichsregierung über den glücklichen Ausgang des Anschlages auf König Eduard VIII. zum Ausdruck gebracht.
„Popolo di Roma" Frankreich auch weiterhin ermöglichen, immer neue Hindernisse aufzurichten und damit nach Belieben die von London gewünschte freimütige Aussprache mit der Reichsregierung hinauszuschieben.
„M e s s a g e r o" meint, man müsse sich wirklich fragen, ob die Debatte um die Einladung Deutschlands der Kritik des gesunden Menschenverstandes standhalten könne und
ob überhaupt nur daran zu denken sei, wirksame und dauerhafte Abmachungen ohne die volle und tatsächliche Mitarbeit aller interessierten Parteien zustande zu bringen.
Die Antwort auf diese Frage sei selbstverständlich. Ein anderer Weg würde nur, nach einem Wort aus einem Interview, das Mussolini kürzlich an die Hearstprese gegeben habe, unabwendbar das Mißtrauen und die Reibungsflächen vermehren.
Italien und Montreux
Rom, 17. Juli. (DNB.) Der türkische Außenminister Rüschti Arras hat, wie von zuständl- ger italienischen Seite verlautet, dem ständigen italienischen Delegierten beim Völkerbund Scoppa mitgeteilt, daß die Konferenz von Montreux vor dem Abschluß eines Abkommens über die Meerengenfrage stehe und daß dieses Abkommen a n - deren Staaten zum Beitritt offen bleibe.
Von maßgebender italienischer Seite wird dazu erklärt, daß Italien gegenüber einem solchen Abkommen alle Vorbehalte hätte. Erst an dem Tage, an dem Italien dem Abkommen beitreten würde, könnte es für Italien eine gewisse Bedeutung erlangen.
Italien ist bekanntlich an der Ausarbeitung dieses Abkommens nicht beteiligt und will es dementsprechend als ausgesprochene Mittelmeermacht vorerst nicht anerkennen. Der Abschluß des Abkommens wird im übrigen in zuständigen italienischen Kreisen mit vollkommener Ruhe ausgenommen.
Der Lustsport bei den Olympischen Spielen.
Zu dem vom Aero-Club von Deutschland anläßlich der XI. Olympischen Spiele veranstal- teten internationalen ©ternflug sind nunmehr die Nennungen von 15 Nationen eingegangen. Der Start ist auf den 29. Juli festgesetzt. Um diese Zeit können die Teilnehmer von einem beliebigen Flugplatz starten und auf einer selbst- gewählten Flugroute nach dem Sportflughafen Rangsdorf bei Berlin fliegen, wo sie ausschreibungsgemäß am 30. Juli zwischen 14 und 16 Uhr eintreffen müssen. Die Ausschreibung verlangt die Zurücklegung einer Mindeststrecke von 500 Kilometer. Im Rahmen der großen luftsportlichen Veranstaltungen gelangt auch ein internationaler Kunstflug-Wettbewerb um den „Preis der Nationen" zur Entscheidung, für den bisher von acht Nationen 17 der besten Kunstflieger genannt haben.
Wenn auch bei den Olympischen Spielen die Fliegerei und der Luftsport überhaupt noch nicht im Wettkampf-Programm vertreten sind, so wartet doch der deutsche Luftsport mit einem auserlesenen Programm auf, das gleichsam einen olympischen Auftakt bildet. Am 28. Juli treffen auf dem Sportflughafen Rangsdorf die deutschen und ausländischen Sportflieger ein, die am Internationalen Kunstflug-Wettbewerb teilnehmen. Don diesem Tage ab wird der „Deutsche S t e r n f l u g 1 936" durchgeführt, bei dem die Zahl der angeflogenen Flugplätze, die Geschicklichkeit der Besatzungen, die Gesamt-Kilometerleistung und die Anzahl der in einer Maschine beförderten Personen bewertet wird. Am folgenden Tag starten dann die ausländischen Flieger in ihren Heimathäfen zum Internationalen Sternflug. Am Mittwochnachmittag erledigen die Kunstflieger das Pflichtprogramm. Am Donnerstag treffen die Teilnehmer des Deutschen Stern- fluges ein. Am Freitag folgt der vom Reichsluftsportführer und der NSG. „Kraft durch Freude" veranstaltete „Olyrnpiade-Großflugtag,
W i e n, 17. Juli. (DNB.) Wie die Pressestelle des österreichischen Heimatschutzes mitteiÜ, fand unter dem Vorsitz des Bundesführers S t a r- h em berg am 15. und 16. Juli in Wien eine Tagung des Führerrats des österreichischen Heimat- schutzes statt.
lieber die politische Lage Europas ebenso wie über die Probleme der Innenpolitik Oesterreichs erstattete Bundesführer Starhemberg ein eingehendes Referat, dem sich eine gründliche Erörterung aller politischen Fragen anschloß, wobei das kürzlich zwischen der österreichischen Re- g i e r u n g und der Regierung des Deutschen Reiches abgeschlossene Uebereinfommen Gegenstand einer ganz besonderen Aussprache war. Als Ergebnis der Aussprache wird als einmütige und der Auffassung aller Anwesenden entsprechende Stellungnahme u. a. hervorgehoben: „Als erste und aktivistischste Kampsbeweguna gegen den Bolschewismus auf österreichischem Booen entstanden und zur vaterländischen Erneuerungsbewegung herangewachsen,
gierung hat nunmehr die Veröffentlichung der kürzlich in der Sitzung des ständigen Landtagsausschusses gehaltenen Rede des Führers der katholischen Dolksaktion, Gil Nobles, genehmigt.
Gil Nobles wandte sich zunächst gegen eine Verlängerung des Alarmzustandes, da oieser in der Hand einer unfähigen Regierung keinen Sinn habe. „Hat der Ausnahmezustand die Anarchie, den moralischen und materiellen Ruin Spaniens verhindert? Die Antwort gibt folgende Statistik:
In den letzten 27 Tagen find 10 Kirchen in
Brand gesteckt, 21 Menschen ermordet, 224 Menschen teilweise schwer verletzt, 74 Bomben den und 58 andere Explosivkörper gelegt, 15 Generalstreiks und 129 Teilstreiks erklärt worden."
Weder das Lebensrecht des Bürgers noch das Vereinsrecht, noch die Freiheit der Arbeit, noch die Unverletzlichkeit des Heimes werde von dieser Regierung auch nur im entferntesten gewährleistet. Für jeden neuen Fehler, den die Regierung mache, müsse der Faschismus herhalten. Die Faschisten, die bei der letzten Wahl nur einige tausend Stimmen erhalten hätten, würden bei einer Neuwahl eine überwältigende Mehrheit bekommen, da das Volk an der Gesetzlichkeit der Demokratie zu zweifeln beginne.
G i l Nobles ging dann auf die Ermordung Calvo Sotelos ein und wies zunächst


