Ausgabe 
18.7.1936
 
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Das arabische Problem in Palästina

Der Prozeß gegen die Franziskanerbrüder

Aus aller Welt

Nach einer Meldung der Deutscher. S°°warte Riefenstah, nach Gri-ch-n.and gestartet. °t'u' versucht.

^Xum8UM Aus dem Tempelhaser Flughafen startete Leni Lus tib der Veweisausnahme .st der Angeklagte

700 Kilometer südwestlich der Kapverdischen Inseln. jR i e f e nstah l mit einem Teil ihres Aufnahme- als Erzieher anzusehen und dem ch Z

Der Präfekt von Belfort hat sich sofort, nach­dem er von diesem Zwischenfall Kenntnis er­kalten hatte, an Ort und Stelle begeben. Auf Grund seines Einschreitens haben die Streikenden in den späten Abendstunden die Werke wieder ge­räumt. In der Havas-Meldung wird besonders hervorgehoben, daß ein großer Teil der Arbeiter­schaft sich geweigert habe, sich dieser neuen Streikbewegung anzuschließen und sofort nach Ausbruch des Streiks die Fabrik verlassen habe.

Inzwischen haben in der Nacht zum Freitag in Belfort Verhandlungen zwischen dem Präfekten und Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer über

vorigen Jahres von den Franzosen gehalten.

240 Schafe vom Blitzschlag gelötet.

Nahe der südbulgarischen Stadt Karlowo schlug in einer der letzten Nächte der Blitz in eine große

Viehhürde, in der sich 240 Schafe befanden. Die meisten Tiere wurden auf der Stelle getötet, während die übrigen in den in Brand geratenen Ställen umkamen. Drei Hirten, die in dem Stall schliefen, wurden schwer verletzt.

Immer noch Hitzewelle in USA. 4600 Tote.

Die Hochtemperaturen der letzten Tage dauerten auch am Freitag in Amerika noch an. Besonders betroffen sind die Staaten Illinois und Mississippi. Die Zahl der unter der Einwirkung der Hitze G e storbenen beläuft sich jetzt auf 4600.

schlag gefunden.

Ein Rundgang durch die acht hallen der Aus­stellung gab ein packendes Bild Deutschlands und fei­nes Volkes in allen seinen Zügen: Daseinsraum und politisches Fundament, Schaffen und Feier, Landschaft und Kultur, Herz und Hirn der deut- schen Nation. Im Vorraum der Ehrenhalle wallt von riesigen Masten das Fahnentuch des Haken­kreuzes, und zwischen ihnen spannt sich über 24 Meter Breite ein riesiges Photo, das den Führer und sein Volk zeigt.

die Ausarbeitung eines Einheitsrahmenvertrages stattgefunden. Eine vorläufige Einigung konnte gegen 4 Uhr morgens erzielt werden. Die Arbeit soll danach in den Morgenstunden des Freitags wieder ausgenommen worden sein.

DemJournal" wird aus C h a r l e v i ll e ge­meldet, daß die Bauern der Ardennen sich auf einer Versammlung in R e t h e l mit der Ge­fahr eines Landarbeiter st reiks beschäftigt haben. Sie beschlossen, sich mit allen Mitteln, auch mit Gewalt, der Besetzung ihrer Höfe durch streikende Landarbeiter zu widersetzen. Sie wiesen den Behörden gegen­über darauf hin, daß sie niemals die Vorgangs­weise dulden würden, die man gegenüber dem handel und der Industrie angewandt habe.

Neue Streiks in Tunis und Metz.

Paris, 18. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach einer havasmeldung aus Tunis sind etwa 1000 Arbei­ter der dortigen Steinbrüche in den Streik getre­ten und haben die Arbeitsstätten besetzt. Ein Gendarmerie-Aufgebot hat die Streikenden ver­trieben. In Metz ist im Druckerei gewerbe ein Streik ausgebrochen. Die Arbeitgeber der deutschsprachigen Zeitungen haben die Forderungen der Arbeiter angenommen. Die in französischer Sprache gedruckten Blätter werden nach einer ha­vasmeldung unter dem Schutz der Polizei mit Behelfsmaßnahmen hergestellt.

nate Zuchthaus.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen

Griechenland in Erwartung des Olympischen Fackellaufes.

Sichtung des Ausstellungsmaterials hingegangen in vier Wochen aber wurde der Aufbau der Schau vollzogen. Jetzt breitet sie den Reichtum deutschen Geistes, deutscher Arbeit und deutscher Landschaftsschönheit vor den Augen der Welt aus.

Zur Presseoorbesichtigung hatten sich etwa 1000 Vertreter der in- und ausländischen Tages- und Fachpresse eingefunden. Direktor Wischet vom Berliner Ausstellungs- und Messeamt, der zusam­men mit Oberregierungsrat Dr. Ziegler vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Pro­paganda die Ausstellung leitet, sprach über den Sinn der AusstellungDeutschland". Er dankte einleitend Reichsminister Dr. Goebbels und Staatssekretär Funk für die Förderung, die sie der Ausstellung hätten zuteil werden lassen. Die Ausstellung werde Deutschland zeigen. Deutschland, das ist: Die Landschaft an der Meeresküste, am Rhein, in den Alpen, in unseren Ebenen und Ge­birgen. Die unvergänglichen Bauwerke aus der Vergangenheit und aus dem Schaffen einer un­ermüdlichen Gegenwart. Unsere Dichter und Denker, unsere Techniker und Künstler, unsere Erfinder und unsere Wissenschaftler. Und Deutschland ist der ein­fache, deutsche Mensch, der fleißig und tüchtig ist. Unsere Ausstellung will einen umfassenden, lebendigen Abriß von Deutschland geben, sie will das brausende Lied des schaffenden Deutschland der Gegenwart mit der ewigen Melodie

Beileid des Generalobersten Göring.

Berlin, 17. Juli. (DNB.) Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generaloberst Göring hat anläßlich des F lie­ge r t o d e s des Inspekteurs der Luftverteidigung Generalmajor Orlicz-Dreszer dem General- infpekteur der polnischen Armee General Ryds- Smigly seine aufrichtige Teilnahme übermittelt. Ferner hat das Reichsluftfahrtmlniste-. rium dem polnischen Kriegsminister das Beileid der deutschen. Luftwaffe zum Ausdruck gebracht. An der Trauerfeier für Generalmajor Oricz-Dreszer am 20. Juli in Gdingen werden zwei Offiziere der deutschen Luftwaffe teilnehmen.

Der Angeklagte als asoziales Element kann nicht damit rechnen, noch der Volksgemeinschaft anzuge- hören. Deshalb wurden ihm die bürgerlichen Ehren­rechte auf die Dauer von drei Jahren abgesprochen.

Als zweiter Angeklagter wurde der Franzis­kanerbruder Ladislaus vorgeführt. Der Ange- klagte ist 1909 geboren und kam schon mit 14 Jah­ren durch Vermittlung eines Freundes in das Kloster nach Waldbreitbach. Er wollte im Kloster ein Handwerk erlernen und kam als Aspirant mit dem berüchtigten Pater Leovigill in Berührung. Leo- Digiti nahm den 17jährigen Jungen mit in feine Zelle und bewirtete ihn mit Kognak und Wein, und schon beim zweiten Besuch kam es zur vollendeten Ver­führung. Später knüpfte Ladislaus mit einer gan­zen Reihe von Brudern ähnliche Verhältnisse an und verführte jüngere Aspiranten. Wie Bruder Viktorian, so gehörte auch der Bruder Ladislau- denSonnenbrüdern" an.

Unter den Zeugen, die den Angeklagten, der üb­rigens alles vorher Eingestandene abzuleugnen ver­sucht, am schwersten belasten, befand sich auch der Zögling Z., der vor einigen Tagen seinen Wärtern vor dem Koblenzer Hauptbahnhof ausgerückt war und erst in Cochem zwei Tage später aufgegriffen werden konnte. Der Zögling erklärte dazu aus Befragen: ,Zch wollte nach Ebernach, um den Brüdern die Bude in Brand zu stecken, weil sie mir mein ganzes Leben verpfuscht haben." Der Bruder Ladislaus habe ihm am Vormittag im Wartezimmer gesagt, er solle vor Gericht aussagen, daß er ihn nicht kenne.

Der Staatsanwalt wies darauf hin, der Ange­klagte habe sich in der Hauptverhandlung als ein verstockter Sünder gezeigt, der das Gericht in un­verschämter Weise angelogen hat. Der Strafantrag lautet auf fünf Jahre Zuchthaus.

Der Verteidiger bezweifelte die Glaubwürdigkeit der Zöglinge und hielt die Erziehereigenschaft des Angeklagten für nicht für erwiesen, so daß nur eine gerechte Gefängnisstrafe in Frage komme.

Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen fortgesetzter widernatürlicher Unzucht zu einer G e - fängnisstrafe von drei Jahren. Vier Monate Untersuchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Die Urteilsbegründung besagt, daß die Hauptverhandlung nicht mit genügender Sicherheit die Schuld des Angeklagten in dem ihm zur Last gelegten Verbrechen gegen § 174, 1 festgestellt habe, so daß die obengenannte Gefängnisstrafe als ge­rechte Sühne erkannt worden fei.

Paris. 17. Juli. (DNB.) Der Gesetzentwurf über die Nationalisierung der franzö­sischen Rüstungsindustrie ist in seiner Gesamtheit von der Kammer mit 484 gegen 85 Stimmen angenommen worden.

Der Berichterstatter hatte in der Kammer vorher lediglich noch angekündigt, daß die Regierung auf der Annahme des Gesetzes bestehe, da sie sich desselben in Genf bei der Dölkerbunds- sitzung im September bedienen wolle.

Kriegsminister D a l a d i e r verteidigte in länge­ren Ausführungen die Gesetzesvorlage, indem er geltend machte, daß ihr gleichzeitig moralische Inter­essen und solche der Landesverteidigung zugrunde liegen.

Im Verlauf seiner Ausführungen wies Data- bier darauf hin, daß das neue Gesetz auslän­dischen Firmen untersagen werde, Kriegs­material in Frankreich herzuslellen. Das wäre das einzige Mittel, gewissen Mißbräuchen ein Ende zu machen. Ausländische Aufträge ohne die ausdrückliche Genehmigung des französischen Staates dürften nicht mehr zugelassen werden.

Der Kriegsminister trat weiter den Bedenken ent­gegen, daß durch das neue Gesetz gewisse ausländi­sche Aufträge der französischen Industrie verloren­gehen könnten. Die französische Staatsindustrie sei genügend aufgebaut, um diese Aufträge auszufüh­ren. Die Rüstungsprogramme müßten für eine längere Periode vorbereitet und ausgearbeitet werden. Es wäre wünschenswert, daß diese Pro­gramme zu Beginn jeder Legislaturperiode dem Parlament vorgelegt werden.

Blum wirbt für die Anleihe.

Paris, 17. Juli. (DNB.) Ministerpräsident Löon Blum hielt am Freitagabend eine auf alle französischen Sender übertragene Rede, in der er zur Zeichnung der vom Finanzminister ausgeschrie­benen Anleihe aufforderte. Das Programm, das die Regierung durchführen wolle, fei das der Mehr­heit, die siegreich aus den Wahlen hervorgegangen fei. Die Uebertragung einer Aufgabe ohne die er­forderlichen Mittel fei nicht möglich. Die neue An­leihe stelle keine Unterwerfung unter d i e Finanzoligarchie dar, im Gegenteil eine Befreiung davon. Alle freien Bürger müßten sich dies vor Augen halten.

Koblenz, 17. Juli. (DNB.) Der Franziskaner­bruder Viktorian, der heute in der Reihe der Sittlichkeitsprozesse gegen die Franzis­kanerbrüder vor den Richtern stand, versuchte in der Hauptverhandlung, seine früher gemachten Geständ­nisse zu widerrufen und gab jetzt nur einen kleinen Teil seiner Verfehlungen zu.

Der Angeklagte stammt aus einer kinderreichen Familie und wurde 1902 in Köln geboren. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete er in verschie­denen Betrieben und wurde im 17. Lebensjahr von einer schweren Krankheit befallen. Im Krankenhaus überredeten ihn die Schwestern, in ein Kloster ein­zutreten, und mit 19 Jahren landete der Angeklagte als Postulant bei den Franziskanern in Waldbreit­bach, wo er den Namen Bruder Viktorian erhielt. Sieben Jahre lang war der Bruder Viktorian im Kloster, ohne daß er sich etwas zuschulden kommen ließ. Im Jahre 1928 lernte er dann den Bruder Emeran kennen, der mit ihm unzüchtige Beziehun­gen anknüpfte. Dann geriet der Angeklagte unter den Einfluß des Bruders Linus. Sowohl Emeran wie Linus sind, wie erinnerlich, bereits abgeurteilt. Als Linus in das Kloster Ebernach versetzt wurde, folgte Viktorian bald nach. Hier kam er in den Kreis derSonnenbrüder", die unter Führung von Bruder Linus an dem Berghang hinter dem Klo­ster Sonnenbäder nahmen und allerlei unzüchtige Dinge trieben. Der Angeklagte hat sich jedoch nicht nur mit Ordensbrüdern abgegeben, sondern er ver­gaß sich soweit, daß er jugendliche Zöglinge ver­führte und sie mißbrauchte. Bruder Viktorian er­klärte im Laufe der Verhandlung, daß er immer stärker den Wunsch gehabt habe, aus dem Kloster herauszukommen. Schon 1929 hat er dem Franzis­kaneroberen Alfons Mitteilung gemacht, daß er ohne Frau nicht leben könne und aus dem Kloster heraus wolle. Damals habe der Obere gesagt, dies sei kein Grund, aus dem Kloster zu gehen.

Da der Angeklagte in der Hauptverhandlung die meisten ihm zur Last gelegten Fälle bestritt, wur­den ihm eine Anzahl Zeugen gegenübergestellt. Ein Anstaltszögling schilderte die Vorfälle, in denen der Angeklagte sich mit ihm vergangen hat. Zum Schluß erklärte der Zögling:Ich muß dem Ge­richt noch etwas sagen: Im Wartezimmer haben vorhin die Brüder Linus und Ladislaus mir gedroht, ich solle nur nicht gegen den Bruder Viktorian ausfagen."

Hierauf wird eine strengere Ueberwachung sämt­licher in Hast befindlicher Zeugen im Wartezimmer angeordnet.

Der Staatsanwalt betonte, daß der Angeklagte im Gegensatz zu den bisher verurteilten Ordensbrü­dern nicht zu feinen Taten stehe, trotzdem er früher alles gesagt habe, was er auf dem Kerbholz hatte. Der Strafantrag lautete auf drei Jahre sechs Mo-

Ausstellung ruft:Menschen aller Welt, lernt dieses Land kennen, seine Schönheit, seine Arbeit, seine Bewohner! Berlin grüßt mit feiner Ausstellung Deutschland" die Gäste aus aller Welt; Berlin bringt feine AusstellungDeutschland" den fremden Gästen zum Geschenk und bittet, diese Ausstellung als das anzusehen, was sie sein will:Beitrag eines mutigen und rastlos arbeitenden Volkes für Befriedung der Welt." .

Anschließend gab Oberregierungsrat Dr. Z i e g - 1 e r vom Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda einen Ueberblick über die Aus­stellung selbst. Die Ehrenhalle ist dem neuen Deutschland gewidmet. An sie schließt sich die Ab­teilungDeutsches Volk deutsches Land" und daran der umfangreiche Komplex der Leistungsschau der deutschen Wirt- schäft" und schließlich das Freigelände mit feinen vielfachen Darbietungen. Zum Schluß gedachte Dr. Ziegler der zahllosen Arbeiter, die sich für die Schau gerührt haben. Deutsches Denken, deutsche Gründlichkeit und die Tüchtigkeit des deutschen Ar­beiters haben in dieser Ausstellung ihren Nieder-

Was bringt dieAusste11nng,Deutschland' ?

Beitrag eines mutigen und rastlos arbeitenden Volkes zur Befriedung der Welt"

Verstaatlichung der französischen Rüstungsindustrie

Erklärungen des Kriegsministers in der Kammer.

Auszeichnungen für die Errettung von Menschenleben aus Lebensgefahr.

Der Führer und Reichskanzler hat folgende Auszeichnungen verliehen: Die Rettungsme­daille am Bande: dem Prokuristen Fredrich Diedrich D r e ro e s in Bremen, dem Schlosserlehr­ling Friedrich D o m n i ck in Warnow, dem Fabrik­arbeiter Fritz E i ch in Niedercassel, dem Kranken­wärter Adolf Müller in Hanau a. M., dem Stu­denten Rolf R eich! in g in Essen, dem SS.-Un- terscharführer Friedrich Schuft in Rot am See dem Ständeableser Friedrich Walbrol in Bad Godesberg; die Erinnerungsmedaille für Rettung aus Gefahr: dem Landwirt Werner Buch in Klockenhagen, dem Schneider Eugen Rapp in Nürtingen. ,

LuftschiffHindenburg" in Frankfurt gelandet.

Das LuftschiffHindenburg" ist am Freitag um 18.05 Uhr auf dem Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main glatt gelandet.

Graf Zeppelin" auf der Rückfahrt.

Die Leidenschaftlichkeit und Heftigkeit, mit der die Araber den Kampf gegen die Juden und gleich­zeitig damit gegen die englische Mandatsoerwal- tung führen stellt drei Fragen: 1. Was wollen die Araber, 2. was wollen die Juden, 3. was wollen die Engländer. Don den Arabern wissen wir, daß sie sich nicht nur gegen die Theorie eines jüdi­schen Palästina wehren sondern überhaupt gegen eine weitgehende jüdische Emigration, wie sie das zionistische Judentum feit Kriegsende forciert hat. Die Araber wehren sich gegen diese Ueberfrembung denn der Zustrom der Juden kommt zumeist aus den europäischen Ländern, die Siedler sind europäisch geschult und ihre Siedlerarbeit die zu einem vollkommenen Umschwung der wirtschaftlichen Ver­hältnisse in Palästina geführt hat bedroht die in einer gewissen Primitivität steckengebliebenen Araber.

Es ist aber nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern im höchsten Grade em politisches ein nationales Problem das durch einen gewissen religiösen Fanatismus noch kompliziert wird. Und dieser Fanatismus beherrscht nicht nur die Araber. Die Araber sehen ganz klar die jüdische Forderung eines jüdischen Nationalstaates gestellt. Das würde ohne weiteres sie selbst zu einer Minderheit degra­dieren. Dazu kommt, daß die Juden in der ihnen eigenen Art in Palästina ungehemmt hausen und wirtschaften wollen, daß sie Verwaltungen, Behör­den für sich beanspruchen, besetzen und volle Auto­rität, ja die Anerkennung der Souveränität des zio­nistischen Gedankens fordern. Dagegen kämpfen die Arader. Da sie wissen, daß der Engländer den Ju­den beisteht, kämpfen sie auch gegen ihn. Die re­ligiösen Momente sind lediglich zur Steigerung der Aktivität in den Streit geworfen worden. Kampf um die Moschee, Kamps für die Seelen im Tale des Kidron, Kampf für die Auferstehung der Gläu­bigen.

Die Juden? Sie verlangen nichts mehr und nichts weniger als das Land selbst, nicht nur als An- fieblungsgelänbe, sondern als nationales Heim. Sie berufen sich dabei auf Abmachungen. 1854 brauchte der Sultan Geld und jüdische Vermittlung. Damals begannen die Juden, denen einnationales Heim" in Aussicht gestellt war, zu siedeln. 1917 brauchte England Geld und jüdische Vermittlung. England rief Amerika. Aber die großen dortigen Finanz- bittatoren waren Juden. Was blieb England übrig?

Athen ist zur Zeit der Treffpunkt der ausländi­schen Journalisten, Bildberichterstatter und Rund­funksprecher, die von hier nach Olympia gehen, um beim Start des Olympischen Fackellau- f e s zugegen zu (ein. Die schon vor einigen Tagen in Griechenland eingetroffenen deutschen Rundfunk- und Kameramänner haben ihr Quartier bereits in Olympia ausgeschlagen. Die Griechen bereiten alles vor, um in stimmungsvollen Feiern den Start zu begehen. Nicht nur Olympia wird solche Feiern er­leben. Die griechische Hauptstadt steckt ebenfalls in Vorbereitungen, eine Feier auf der Akropolis vor dem Parthenon und im großen marmornen Sta­dion herzurichten. Hier werden der König und sein Ministerrat zugegen sein. Die Meldung, daß der griechische Thronfolger an i)er Berliner Olympiade teilnehmen wird, bestätigt sich. Eine Rundfahrt längs der Strecke des Fackellaufes laßt überall die große Begeisterung erkennen, die die ganze Bevölkerung diesem Ereignis entgegenbringt.

Immer wieder Streifs.

Die Bauern der Ardennen wehren sich.

Paris, 17. Juli. (DNB.) Arn Donnerstagnach­mittag ist, wie Havas meldet, die Belegschaft der Peugeot-Werke in Sochaux in den Streik getreten. Gleichzeitig wurden die Fabrik- hall en von den Arbeitern besetzt.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertr. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Ver­antwortlich für Politik und für die Bilder i. V.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 36: 9400. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioerfitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zett tft Preisliste Nr.Z namJ-j}unL1935 gültige

fortgesetzter widernatürlicher Unzucht und wegen Verbrechens gegen § 174 Z. 1 zu zwei Jahren sechs Monaten Zuchthaus.

In der Urteilsbegründung heißt es: Der Ange­klagte hat in der Hauptverhandlung nicht die Wahr-

Es mufjte das Versprechen abgeben, daß den Juden in Palästina eine nationale Heimstatt gegeben und gesichert werden sollte. Gewiß, die Sehnsucht nach Palästina mag vorhanden gewesen sein in allen Jahrhunderten. Aber was besagt diese Sehnsucht gegen die tatsächlichen Verhältnisse. Palästina ist arabisch. Und wenn die Araber überhaupt mit den Juden disputieren würden, dann brauchten sie nicht lange nach gewichtigen Argumenten zu suchen, die nämlich den Arabern gerade von englischer Seite aus geschrieben und gesichert wurden. Die Bal- soursche Erklärung, die den Juden eine Heimstatt versprach, spricht ausdrücklich von der Voraus­setzung,daß nichts unternommen werde, was die zivilen und reliaiöfen Mächte der ansässigen Nicht­juden beeinträchtigen könne". Was wissen oder was kümmern sich diese Araber viel um imperiali­stische Verbindlichkeiten? Daß England dem Juden­tum nun ausgerechnet in Palästina mit fremdem Boden Zins für geleistete Kriegshilfe zahlen will? Und die Juden? Auf allen zionistischen Konferenzen haben sie laut und mit einem gewissen Zynismus sogar die volle Enteignung aller Nichtjuden in Palästina immerzu gefordert. Die Juden kamen. Die Emigration wuchs. Von Jahr zu Jahr. Sie forderten Land, Land, Land!

Nun stehen die Engländer da und wissen nicht, was sie wirklich tun sollten. Mit der Wiederherstel­lung der Ordnung ist es ja nicht getan. Das Pro­blem bleibt offen. Wie aber, denken die Engländer, die nüchtern genug sind, um die eigentlichen Gründe dieses Kampfes leidenschaftslos zu erkennen, wie aber wollen wir mit unseren Gewehren hier einen Dauerzustand erzwingen, der keinerlei innere und äußere Berechtigung hat, es sei denn feine Begrün­dung durch die Gewalttat und den Gewaltakt eines sinnlosen Verlangens. Die Araber kämpfen. Sie kämpfen um Jahrtausende alte Rechte. Die Juden machen geltend, daß sie vor Jahrtausenden einmal das. Land besessen hätten. Sie zitieren das Buch ihrer Geschichte, das Zeugnis des Alten Testaments. Die Araber besitzen das Land seit Jahrtausenden, und daher zitieren sie den gesunden Menschenverstand, und da er nicht hilft, schlagen sie zu. Bomben krachen, Maschinengewehre rattern. Fluggeschwader bombar­dieren. Tanks ziehen im Heiligen Lande herum.

Aber das Problem bleibt. Denn Palästina ist ara­bisch mit oder ohne England!

Das neue italienische Sportslugzeug Nardi F. N. 305 hat für Leichtflugzeuge der Klaffe bis 560 Kilo auf einem Rundflug über 1000 Kilometer einen neuen Stundengeschwindigkeitsrekord , mit 310,999 Kilometer erreicht. Die Be­satzung bestand aus dem Fliegeroffizier Z a p p e 11 a und dem Reservepiloten, dem italienischen Sport­journalisten Stellingwerf. Der bisherige Re­kord von 292,825 Kilometer wurde seit dem 7. Juli

stabes am Freitag zum Fluge nach Griechenland, um auf den klassischen Olympiastätten die Auf­nahmen vom Beginn des Sieben-Länder-Stasfel- laufes GriechenlandBerlin für das olympische Filmwerk persönlich zu leiten.

Im Traum zum Fenster hinausgefprungen.

Großes Aufsehen erregte in Kassel an einem der letzten Abende der Unfall eines jungen Mannes, der im Traum aus seiner im dritten Stockwerk ge­legenen Wohnung auf d i e Straße sprang. Er schlug auf eine Starkstromleitung auf, die den Fall fo milderte, daß er mit verhältnismäßig leich­ten Verletzungen davon tarn. Trotzdem mußte er ins Krankenhaus gebracht werden.

Neuer Geschwindigkeitsrekord eines italienischen Leichtflugzeuges.

lieber der Berliner Ausstellungsstadt am Funk-1 deutscher Geschichte vereinen zu einer m acht ° ° l. türm wehen die Fahnen des Dritten Reiches und l e n Symphonie de utfcher G r o sie. Ll aller Olympia-Natianen. Sie wehen Über ad)tj)al=-------

len, um die das Bild Deutschlands ge­bannt ist. Unter der Schirmherrschaft des Reichs­ministers für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels ist mehr als ein Jahr über die