Wirtschaft
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4% Ungarische Staat«reute v. 1910 4*/i% de-gl. von 1918..........
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G. Farben.Industrt«
Echetdeanftalt........
Goldschmidt Rütger« werke Ketallgelellschaft
Philipp Hol»mann 4| 122 I 122,51 121.9
Zementwerk Heidelberg 7t 141,75 141,75 i —
Lementwerl Karlstadt.........<M — I — I — I
Ä.T.G...................... o
Bekula g
Elektr. Lteferung-gesellschaft... 6
Licht und Kraft ............. 7
»Velten & Guilleaume 4
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr 6
Schultert L Eo............... ß
Siemens L Hal«ke........ g
Lahmeyer L Eo. 7
Internationales Schachturnier in Vad-Tlanheim.
Das internationale Schachturnier in Da d - Nauheim wurde durch den Kurdirektor Frei- Herrn von Wechmar und den stellvertretenden Leiter des Großdeutschen Schachbundes Erhard Post (Berlin) eröffnet. Gleich die ersten Paarungen brachten sehr interessante Kämpfe, die erbittert durchgeführt wurden. Nur Atoei Spiele wurden be« endet. Ahues (Deutschland) gewann gegen B 0 - g 0 l j u b 0 w , und V i d m a r (Jugoslawien) macht unentschieden gegen S t a h l b e r g (Schweden). Dr. Aljechin kam in einem Dier-Springerspiel gegen den Holländer van den Bosch zu einer starken Stellung mit Doppelturm auf der e-Linie, doch kam es später zu einem großen Abtausch und zur Hängepartie. Hängepartie wurde auch H e i n i ck e gegen W e i h g e r b e r (Deutschland) und K e r e r (Est- land) gegen Rellstab (Deutschland).
Aus aller Wett.
Drei Todesopfer beim Solilude-Rennen.
Der glänzende Verlauf des Internationalen Soli- tude-Renncns 1936 in Stuttgart wurde getrübt durch einen schweren Unfall, der drei Menschenleben forderte. In dem Rennen der Seitenwagen- Maschinen kam vier Kilometer nach dem Start der bayrische Rennfahrer Schneider (Weßlmg) au- unbekannter Ursache aus der Fahrbahn, überführ den Straßengraben, kam in den Wald und prallte g e g e n e i n e n B a u m. Der Beifahrer von Schnei- der, Handelshauser, war sofort to^t, wah- rend Schneider seinen schweren Inneren Derletzun- gen nach kurzer Zeit erlag. Ferner wurde ein an dem Baum lehnender Zuschauer getötet.
Einweihung eines polnischen Ozeandampfers.
Norddeutscher Lloyd .........
L.G. für Berkehrtwesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Diskonto»
Gejellschast...........
Dresdner Bank ........
Reichsbank ................ 1
dann aber auch das m eh r t a u se nd f a ch e der Empfindlichkeit des an Helligkeit anaepahten Auges erreichen. Mit einem Photoapparat können wir eine Landschaft im Hellen Sonnenschein ohne weiteres mit einer tausendstel Sekunde Belichtungszeit auf die Platte bannen, während wir im ungewissen Mondlicht viele Minuten lang belichten müssen, um ein brauchbares Bild zu erzielen. Mit unseren Augen erkennen wir aber die mondbeschienene Landschaft „im Augenblick" — der Sehpurpur ist also um ein Vielfaches empfindlicher als felbst der beste Film!
Welche Farbe ist die hellste?
In letzter Zeit hat sich sogar zeigen lassen, daß bis in Einzelheiten hinein der Sehpurpur und fein Gegenstück, die „Zäpfchensubstanz", genau die Eigenschaften aufweisen, die man von einer Sehsubstanz erwarten muß. Dem farbentüchtigen Menschen er- scheint als hellste Farbe das Gelb. Kürzlich an- gestellte Versuche ließen dementsvrechend erkennen, daß sich der lichtempfindliche Stoff in den Zäpfchen der Netzhaut bei Bestrahlung mit gelbem Licht schneller zersetzt als bei irgendeiner andersfar- bigen Beleuchtung! Nun gibt es, allerdings nur sehr selten, auch Menschen, die überhaupt keine Farben unterscheiden können, sondern nur schwarze, weihe und graue Töne wahrnehmen. Es ist höchstwahrscheinlich, daß bei ihnen nur eine der beiden Sehfubstanzen funktioniert, nämlich der Sehvurpur. Fragt man einen solchen total farbenblinden Menschen, welche Farbe ihm als die hellste erscheint, so nennt er nicht Gelb, sondern eine uns mehr grünlich erscheinende Farbe. Es kann kein Ousall sein, daß dieses Gelbgrün genau die gleiche arbe ist, auf die der Sehpurpur in der Netzhaut am raschesten anspricht. Auch das ist also ein Beweis für die Richtigkeit der neuen Forschungsergebnisse über die beiden „Sehsubstanzen" unserer Augen, mit deren Entdeckung wiederum eines der großen Wunder der Natur entschleiert wurde, an denen unser Körper so erstaunlich reich ist.
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„Zum Sehen geboren, zum Schauen bestech..." tfnfer Auge ist weit empfindlicher als der beste Film. Äon Dr. s. Seifert.
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Die neuesten Untersuchungen haben nun endlich die Lösung des Rätsels gebracht. Es ließ sich näm- lich einwandfrei nachweisen, daß auch in den Zäpfchen ein lichtempfindlicher Stoff vorhanden ist, der ähnliche Eigenschaften aufweist wie der Sehpurpur der Stäbchen. Auch er zersetzt sich im Licht und bildet sich neu im Dunkeln. Nur ist er nicht rot, sondern völlig farblos, und daher war er so schwer zu entdecken. Präpariert man aber die Netz- haut eines Tieres, das nur Zäpfchen besitzt, heraus und schickt einen Lichtstrahl hindurch, so kann man feststellen, daß sie im Licht zusehends „durchsich- tiger" wird. Den neu entdeckten Stoff nannte man einfach „Zäpfchensubstanz". Es gibt also zwei „S eh sub stanzen" im Auge: Sehpurpur und Zäpfchensubstanz.
„Kamera mit zwei platten."
In die photographische Kamera wird bekanntlich jeweils nur ein Film oder eine Platte eingelegt. Warum arbeitet nun die Natur gewissermaßen mit zwei „Filmen"? Auch diese zuerst sehr merkwürdig erscheinende Tatsache hat sich jetzt aufklären lassen: die beiden „Sehsubstanzen" haben verschiedene Eigenschaften, die sich gegenseitig ergänzen. Es gibt |a auch Filmsorten, die besonders lichtempfindlich sind, einzelne Sorten sind weniger empfindlich, machen diesen Nachteil aber durch andere Vorzüge wett. So unterscheiden sich auch die beiden „Filme" der menschlichen und tierischen Netzhaut, der Stäbchenapparat und der Zäpfchenapparat, in ganz ähnlicher Weise voneinander. Man hat festgestellt, daß Nachttiere oder solche, die dauernd im Dunkeln leben, wie der Igel, die
e-diiupi. mittag« bösst
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In dem polnischen Hafen Gdingen wurde das in Italien erbaute Ozeanmotorschiss „Ste- phan Datory" eingeweibt. Finanzminister Kwiatkowski hielt eine Ansprache, in der er mit starkem Nachdruck den Anspruch Polens auf Seegeltung hervorhob. Im Anschluß an die Feier gab der Minister in einem Gespräch mit dem Danziger Vertreter des DNB. seinen freundschaftlichen Gefühlen Ausdruck. An der Feier nahm neben hervorragenden Vertretern der polnischen Regierung, der Admiralität und Generalität u. a. auch der ungarische Gesandte in Warschau teil, der in einer Ansprache der historischen Verbundenheit der ungarischen mit der polnischen Nation Ausdruck verlieh.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
ngeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 8 v. H.
Kunst und Wissenschaft.
„Die Meistersinger" als Abschluß der Münchener Theaterfestwoche. Den Abschluß der Münchener Reichstheaterfestwoche bildete am Sonntagabend im Nationaltheater die Festaufführuna der „M e i st e r s i n g e r" unter der musikalischen Leitung von Prof. Clemens Krauß und der Inszenierung von Kurt B a r r s mit den Bühnenbildern und Kostümen von Benno von A r e n t und mit verstärkten Chören. Dar festliche Haus war dicht besetzt, man sah u a. den Reichsminister Dr. Goebbels und Reichsstatthalter General Ritter von E v p, den Ministerialrat Dr. Schlösser und den Präsidenten der Reichsschrift- tumstammer Staatsrat I o h st. Die Festvorstellung war ein glanzvolles künstlerisches Ereignis. Den Hans Sachs sang Rudolf Bockelmann von der Berliner Staatsopfer. Auch die Partie des Walther von Stoltzing war in Franz Völker, einem Mit- glied der Berliner Staatsover anoertraut, während in Ludwig Weber als Veit Pogner, Adolf D o - g e l als Beckmesser, Cäcilie Reich als Eva und Karin B r a n z e l l als Magdalene führende Kräfte der Bayerischen Staatsoper ihre Kunst in den Dienst der stürmisch bejubelten Aufführung stellten.
Festkonzert
auf der Hamburger Sangerbundestagung.
Aus der Reichstagung des Deutschen Sängerbundes in Hamburg fand ein Fest- konzert statt, das unter der Leitung des Lübecker städtischen Musikdirektors, Gauchorleiter Herrn. Fe y stand: es wurde ausgeführt von 250 Männerstimmen und 80 Jugendstimmen. Außerdem wirkten zahlreiche Solisten sowie die Bläser des Hamburger Philharmonischen Staatsorchesters mit. Der erste Teil des Konzerts galt dem Gedenken an D r a h m s und R e g e r, denen der deutsche Chorgesang Außer- ordentliches verdankt. Der zweite unb dritte Teil brachten neue Chorwerke lebender Komponisten. Hier zeigte sich, wie befruchtend die politischen Kräfte der Gegenwart auf das künstlerische Schaffen der deutschen Tondichter gewirkt haben. Besonders eindrucks- voll waren das „Bergarbeiterlied" von Arm. K n a b , der „Psalm der Arbeit" von Kurt L i ß m a n n und die große Kantate von Kurt Thomas, „Das hohe Lied der Arbeit". Aus dem Geist der neuen Zeit entstandene Werke sind auch K. Schuberts Schlageter", ein Chor, der nach Worten des Reichs- dramaturgen Dr. Rainer Schl o ess er geschrieben wurde, Hermann Grabners „Fackelträger , und Schefflers Männerchor „Kamerad Deutscher".
Fledermaus und der Maulwurf, nur Stäbchen besitzen, ausgesprochene T a g t i e r e dagegen, wie Eidechsen, nur Zapfen. Es kann also kaum mehr zweifelhaft sein, daß die Stäbchen zum Sehen m der Dämmerung, die Zäpfchen zum Sehen am Tage besonöers geeignet sind. Em Vergleich der Eigenschaften der beiden „Filme" zeigt, daß im ganzen genommen die Zäpfchen die weitaus besseren Leistungen zeigen. Daß sie allein sarbenemp- findlich sind, wurde schon erwähnt. Darüber hinaus liefern sie bedeutend schärfere Abbildungen. Außerdem wurde kürzlich noch entdeckt, daß die „Zäpfchensubstanz" in der Regel bedeutend rascher aus Belichtung oder Beschattung „anspricht" als der Sehpurpur und infolgedessen die „Nachricht" davon erheblich rascher an das Gehirn weitergeben kann. Die Folge ist, daß der Organismus entsprechende Maßnahmen —- z. B. Erweiterung der Pupille bei Verdunkelung — rascher folgen lassen kann, was ohne 'Zweifel in vielen Fällen einen bedeutenden Vorteil darstellt.
Warum sind nachts „alle Katzen grau'-?
Dem steht als einziger, aber dafür höchst schwerwiegender Nachteil gegenüber, daß der ganze Apparat der Zäpfchen bei schlechten Lichtverhaltnissen versagt. Dann funktionieren allein noch die Stäbchen mit ihrer Sehsubstanz, dem Sehpurpur. Da diese aber keine Farben wahrnehmen, erscheint unserem Auge in der Dämmeruna die ganze Welt grau in grau. Freilich müssen auch sie sich erst nach und nach an die verminderte Helligkeit anpassen, diese Anpassung erreicht erst etwa nach einstündigem Aufenthalt im Dunkeln ihr Höchstmaß. Sie kann
Mein-Mairiische LSrse.
Fest.
Frankfurt a. M., 16. Mai. Die Börse lag auch zum Wochenende weiter fest, doch hat sich das Tempo der Aufwärtsbewegung erheblich verlangsamt. Die Kundschaft trat zwar weiterhin als Käufer auf, dagegen nahm der berufsmäßige Börfen- handel einige Wochenschluß-Realisationen vor.
Immerhin brachte der Aktienmarkt noch durchschnittlich Kurssteigerungen von 0,50 bis 1 vom Hundert, eine Reihe von Spezialwerten lagen auch darüber. Starke Anregung boten die Jahresberichte der Rohstoff-Großkonzerne Salzdetfurth und Mansfeld. Für letztere Jtieg der Kurs auf 148,25 (144,75). Sodann waren Werte mit internationalem Einschlag gesucht, wie Reichsbank-Anteile, für die vorläufig nur eine Taxe von 192 (186,50) zu hören war, ferner Siemens mit 195,25 (193,50). Farben- Induftrie infolge stärkerer Realisationen nur mäßig fester mit 175,50 (175,25). Fest lagen außerdem Scheideanstalt mit 243 (241), Metallgesellschaft mit 132 (130,50), Muag mit 98,75 (97) und Rütgers- werke mit 136,50 (134). Montan- und Elektroaktien bei ruhigem Geschäft meist 0,25 bis 0,50 v. H. freundlicher-, schwächer lagen aber AEG. mit 37 (38), ferner bröckelten AKU. um 0,40 v. H. und Westdeutsche Kaufhof um 0,13 v. H. ab. Don Ma- schinenwerten lagen außer Muag noch Etzlinger 1, Moenus 0,50 v. H. fester, Daimler Motoren uno. 114,50. Sonst eröffneten u. a. Deutsche Linoleum 0,50, AG. für Verkehr und Zellstoff Waldhof je 0,75 v. H. fester.
Der Rentenmarkt war ebenfalls weiter befestigt und verhältnismäßig lebhaft. Altbesitzanleihe 114.50 (114,20), Kommunal-Umschuldung etwa 87,75 (gestern abend 87,55, gestern mittag 87,30). Späte Schuldbuchforderungen und Zinsvergütungsscheine lagen behauptet. Zertif. Dollar-Bonds waren etwa 0,25 v. H. fester, auch Städte-Altbesitz 0,25 v. H. höher gefragt. Von fremden Werten 4proz. Goldmexikaner 7,75 (7,80), 5proz. dto. 13,75 (13,75), 5proz. innere Silber 5,75 (5,75).
Im Verlause war die Entwicklung am Aktienmarkt etwas uneinheitlich, da weiteren Kundschaftskäufen Abgaben der Kulisse gegenüberftan- den. Meist überwogen aber weitere Befestigungen von etwa 0,25 bis 0,75 v. H. im Durchschnitt. Starter erhöht waren Muag mit 100,50 nach 98,75, wobei sich die Aussichten auf eine Dividendenzahlung verdichten, fest lagen ferner Aschaffenburger Zell- ftnff mit 99 (96). IG.-Farben notierten 176,25 nach 173,50, Reichsbank kamen schließlich mit 192 (196,50) zur Notiz, später etwa 191,50. AEG mäßig erholt auf 37,25 nach 37. Der Kassamarkt lag ebenfalls weiter fest.
Schluß- furd
15 5-
Man kann das Auge des Menschen und der Tiere bekanntlich mit einem Photoavparat vergleichen. Nun haben in der letzten Zeit die Arbeiten der Photoindustrie eine ganz erhebliche Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Filmmaterials erreicht. Eine ähnliche Entwicklung finden wir bei der „Wissenschaft vom Sehen". Auch hier haben sich die Gelehrten in letzter Zeit vor allem mit den Vorgängen in der Netzhaut, also dem lichtempfindlichen „Film" des Auges befaßt. In erster Linie steht die Frage nach dem Wesen der „Sehlubstanz" im Vordergrund des Interesses; hierüber liegt jetzt eine ganze Reihe sehr wichtiger Forschungsergebnisse vor, die zu ganz neuen Aufschlüssen über die ebenso interessanten wie komplizierten Vorgänge beim Sehen geführt haben.
Im Jahre 1876 entdeckte der deutsche. Forscher Boll in der Netzhaut des Auges eine rotgefärbte Substanz von reckt bemerkenswerten Eigenschaften. Sie bleichte im Lichte rasch aus und verwandelte sich in einen nur schwach gefärbten gelblichen Stoff, brachte man sie ins Dunkle, so stellte fick die rote Farbe wieder ein. Der Entdecker nannte den merkwürdigen Stoff Seh pur pur, der ausaebleichte Sehpurpur führt den Namen S e h g e l o. Seine Entdeckung war in der Tat aufsehenerregend, denn man durste glauben, damit die vorher völlig rätselhafte Sehsubstanz gesunden zu haben. Bald daraus wurde entdeckt, daß tatsächlich auf der Netzhaut das vom Auge wahrgenommene Bild sichtbar gemacht werden kann. An den belichteten Stellen der Netzhaut bleicht der Sehpurpur, an den unbelichteten bleibt er rot. Durch Alaunlösung kann man das Bild „fixieren", so daß es sich auch im Lichte nicht mehr verändert; man erhält auf diese Weise ein ogenanntes „Bleichungsbild". Somit schien der Beweis geführt zu sein, daß der Sehpurpur die „Sehsubstanz" sei.
Spätere Untersuchungen erwiesen aber, daß dieser „Beweis" doch noch auf recht schwachen Füßen taub. Um das zu verstehen, müssen wir uns einen Augenblick mit den Einrichtungen in der „Kamera Auge" beschäftigen. Der Augennerv spaltet sich in eine sehr große Anzahl feinster Verzweigungen. Diese führen bis in die Netzhaut, dort sitzen an ihren Enden mikroskopisch kleine, längliche Gebilde: es sind die Sinneszellen des Auges. Es gibt deren zwei verschiedene Sorten, die man nach ihrer Form als „Stäbchen" und „Zäpfchen" bezeichnet. Alles deutete nun darauf hin, daß die Zäpfchen beim Sehen wichtiger sind als die Stäbchen. In der Augenmitte, an der Stelle schärfsten Sehens, findet man ausschließlich Zäpfchen, keine Stäbchen. Die Zäpfchen allein sind farbenempfindlich, während die Stäbchen nur Schwarz-Weiß-Empfindungen Der- Mitteln können. Der Sehpurpur findet sich aber fast nur in der Umgebung der Stäbchen. Mehr noch: manche Tiere, z. B. Schlangen, haben nur Zapfen, keine Stäbchen. Ihnen fehlt auch jede Spur von Sehpurpur. Wäre der Sehpurpur wirklich die einzige Sehsubstanz, so dürften sie überhaupt nicht sehen können. In Wirklichkeit ist aber ihr Gesichts- inn hervorragend entwickelt.
Z)atum
±>lan?|eit>er Bergbau 6*4
Kokswerke .................. 6
Rheinische Braunkohlen 12
Rheinsiahl .................. 4
Bereinigte Stahlwerke 8%
Otavt Minen ............... O
Kaliwerke Aschersleben b
Kaliwerke Westeregeln...... b
Kaliwerke Salzdetfurth IV»
Am variablen Rentenmarkt zogen Altbesitz auf 114,65 (114,50) an, Kommunal-Umschulduna schwankten bei größeren Umsätzen zwischen 87,70 und 87,75. Reichsbahn-VA. 125,90 ex. 3,5 Div. (128,65). 5proz. Verein. Stahlwerke 100 (99,65), dagegen ; 6proz. Hoesch 104,75 (104,90). Don Pfandbriefen Rhein. Hyp. Gold 0,25 v. H. höher mit 96,75, von Kommunal-Obligationen Frankfurter 93,40 (93,25). Liquidationswerte wenig verändert. Stadtanleihen lagen uneinheitlich, fester die beiden Frankfurter mit 93 (92,50) bzw. 92,65 (92), Wiesbaden 92 (91,65), 4Aproz. Darmstadt v. 28 94,25 (94,13), aber 4^proz. dto. v. 26 91 (92), ferner die beiden Mainzer je 93,75 (94,25). *
Der Freiverkehr war ebenfalls fest. Adler- werte 106,50 (105,50), Auto-Union 115,50 (115), Ufa-Aktien 64 (63), NSU. 120 (119), Kali Winters- hall 121,50 (121). — Tagesgeld nach dem Medio wieder leicht mit 2,50 (2,75) v. H.
Frankfurter Schlacktviehmarkt.
Frankfurt a. M., 18. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 416 Rinder (95 Ochfen, 56 Bullen, 175 Kühe, 90 Färsen), 725 Kälber, 87 Schafe, 4967 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 43 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 25 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 29 bis 44, Kälber 40 bis 78, Härnrnel 44 bis 48, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Rinder unb Schweine wurden zugeteilt, Kälber lebhaft, Härnrnel unb Schafe ruhig.
Anklage wegen vollendeten Mordes.
LPD. Mainz, 17. Mai. Gegen die Witwe Vogler aus Mainz-Kostheim hat der Oberstaatsanwalt beim Landgericht Mainz Anklage vor dem Schwurgericht wegen vollendeten Mordes in zwei Fällen erhoben.
Oer Feuerwehrmann als Brandstifter.
LPD. Worms, 16. Mai. In der Nacht zum 11. Mai gegen 1 Uhr brach in Biblis in der Scheune eines Landwirts ein Brand aus, dem das Gebäude völlig zum Opfer fiel. Die sofort aufgenommenen polizeilichen Ermittlungen nach der Brandurfache führten zur Festnahme des 19 Jahre alten Feuerwehrmannes Johann Gleich aus Biblis. Dieser wohnte in der fraglichen Nacht einer Festlichkeit der Ortsfeuerwehr bei, begab sich jedoch gegen Mitternacht angeblich nach Haufe. Auf diesem Wege legte er das Feuer in der Scheune an. Dann lief er zur Feuersirene des Ortes und alarmierte d i e Feuerwehr, deren Angehörige sich fast noch vollzählig auf dem Batt befanden und von dort aus zur Brandstätte eilten.
Hamburg-AmerUa-Paket v
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
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4% vesgl. Sene u ............
5% Rumän. vereinh. Rente v. l#O3 4y.%fRumän.beteln1).!tHenteb.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .
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Hellstoff Waldhos Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas ..........
Daimler Motoren Deutsch, Linolen« Orenstein & Koppel Westdeutsche Kaufhof
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Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
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0,139
Sofia......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
55,07
55,19
55,07
55,19
Danzig-----
46,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,335
12,365
12,335
12,365
Helsingfort..
5,44
5,45
5,44
5,45
Parts ......
16,395
16,435
16,375
16,415
Holland ...
168,33
19,48
168.67
167,97
168,31
Italien....
19,52
19,48
19,52
xlaoart.....
0,721
0,723
0,722
0,724
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
62,00
62,11
62,00
62,12
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Ltsiabon ....
11,21
11,23
11,21
11,23
Stockholm...
63,60
63,72
63,60
63,72
Schweiz ....
80,51
80,67
80,40
80,56
Spanten....
33,99
34,05
33,98
34,04
Prag.......
10,305
10,325
10,305
10,325
Budapest ...
—
—
—
stenyort ...
2,488
2,492
2,485
2,489
4
—
—
112,75
113,65
Banknoten.
o
55,5
55,13
55,65
55,5
5
—
91
90
Srrun.lk.Mai
(BrlO
2)nei
6
139
140,25
139
139,5
Amerikanische Roten..............
2,437
2,457
O
96
100
96
99,5
Belgische Roten..................
41,92
42,08
7
——
—
132,4
135,25
Dänische Noten .............«...
54,82
55,04
O
114,5
114,75
113,75
114
Englische Noten .................
12,30
12,34
8
184,25
184,75
185
185
Jranzösische Roten...............
Holländische Noten...............
16.325
16.385
O
——
—
89,5
89,5
167,55
168.23
O
43,75
44
43,25
44,5
Italienische Noten................
p
405,5
407
405
408
Norwegisch« Noten ..............
61,79
62,03
18
190,5
191
190
192
Deutsch Lestrrreich, 4 1OO SckMng Rumänische Noten...............
•—
11
182,25
184
182
184,5
—
Schwedische Noten...............
63,38
63,64
O
31,75
31,4
33
Schweizer Noten.................
80,22
80,54
to
98
1 209
98,75
1 210
rö
i siö
Spanische Noten.................
Ungarische Noten •••«•«••••••••••
33,64
33,78


