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Hl 91 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Samstag, 18. April 1956

Aus Oer Provinzialhauptstadt.

Gegen der Arbeit.

Laßt uns froh sein über den Anblick des weiten Feldes, das mir zu bearbeiten haben! Laßt uns froh (ein, daß mir Kraft in uns fühlen, und daß unsere Aufgabe unendlich ist.

Johann Gottlieb Fichte.

Zweierlei Art Menschen gibt es. Die einen stöh­len bereits am frühen Morgen, wenn die Arbeit Beginnt, und haben im Ablauf des Tages nur den inen Gedanken: Läge doch die Arbeit erst hinter uns! Die andern gehen frisch und munter, womög- ich mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen, an Jie Arbeit heran, und siehe da! sie geht ihnen lott von der Hand.

Ganz gewiß geht die Arbeit flott von der Hand, wenn wir sie mit Lust und Liebe anpacken. Daran I ist kein Zweifel! Aber ist so das herrliche Wort I Lichtes zu verstehen?

Fichte hätte es nicht auszusprechen brauchen, denn wir haben genug Sprichwörter, die davon be- i-ichten, daßfrisch gewagt schon halb gewonnen" 1t.

Es kommt Fichte, dem deutschen Rufer, auch gar 1 nicht darauf an, uns etwa ein Rezept, ein Mittel, chen zu geben, wie mir's machen müssen, damit die Arbeit bald hinter uns liegt; sondern Fichte ruft uns zu, froh zu sein im Anblick des weiten Fel­des, das mir zu bearbeiten haben! Mit anderen Worten: froh zu fein, daß die Arbeit vor uns Liegt. Das aber ist deutsche Art! Und zu dieser deut­schen Art, die Arbeit anzusehen, müssen mir durch­stoßen.

Doch noch mehr will der große Deutsche von uns! Wir sollen froh sein, daß wir Kraft in uns fühlen! Ist es nicht ein beglückender Ruf, der an uns er« zeht? Froh zu fein, daß mir Kraft in uns fühlen? i Und roirb nicht bei diesem Ruf eine seltsame Wechsel­wirkung in uns spürbar? Fühlen wir nicht, je E roher mir über unsere Kraft roerben, diese Kraft i mmer mehr in uns wachsen?

Und plötzlich kommt es uns auch selbst gar nicht i mehr darauf an, daß die Arbeit hinter uns liegt, andern mir erfüllen gleichsam unaufgefordert | schon den dritten Ruf Fichtes und sind bereits : roh, daß eine unendliche Aufgabe unser harrt!

In diesem Augenblick aber sind mir ganz deutsch geworden! In diesem Augenblick weitet sich das I Leden vor uns zu einer heiligen, zu einer göttlichen Verpflichtung! Und wir sind in diesem Augenblick I nicht nur froh, sondern auch dankbar, daß wir Deutsche sind und wir für Deutschland arbeiten | dürfen!

Dornotizen.

Tageskalender für Samstag.

Stadttheater (Ring Deutsche Bühne): 20 bis I 23 UhrUndine". Gloria-Palast, Seltersweg: : .Heißes Blut"; 22.45 Uhr, Nacht-Borstellung:Was i wissen denn Männer!" Lichtspielhaus, Bcchnhof- Uraße:Donau - Melodien". Reichstreubund, Ortsgruppe Gießen: 20.30 Uhr, Kameradschafts- ' Abend imAquarium". Deutsche Stenographen- ichast, Ortsgruppe Gießen: 20.30 Uhr, Unterhal- dungsabenb aus derKarlsruhe". Ski-Klub Gie­ren: 20 Uhr in sämtlichen Räumen bes Gesell- chaftsvereins (Klub) Skigaubi im Walsertal. Hubertus: Jugendsuche, 19 Uhr Essen unb Preis- uertcilung im Hotel Schütz.

Tageskalender für Sonntag.

Musikzug der SA.-Standarte 116: 11 Uhr vor ! der Volkshalle. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr , 3. Morgenfeier; 19 bis 22 UhrUndine". Glo- . L'ia-Palaft, Seltersweg:Heißes Blut". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Donau-Melodien". Loangelische Stadtmission, Löderstraße 14: 20 Uhr Wortrag von Pastor Modersohn.

Stadttheater Gießen.

Heute von 20 bis 23 Uhr der OpernerfolgUn- Dine", romantische Zauberoper von Lortzing. Musi- gkalische Leitung: Paul Walter; Spielleitung: Paul W r e b e. Vorstellung der Deutschen Bühne, freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an der Abendkasse.

Der Spielplan des Stadttheaters Gießen vom 19. bis 26. April.

Sonntag, 19. April, von 11.30 bis 12.30 Uhr, =4. Morgenfeier. Alte Musik. Rezitation von Anek­doten um Friedrich den Großen. Musikalische Lei­tung: Ernst Bräuer. Rezitationen: Karl Dolck. Für Stammabonnenten ist der Eintritt frei! Von 19 IKns 22 Uhr zum letzten MalUndine", romantische ^Zauberoper von Lortzing. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul Wrede. Die ^Vorstellung ist außer Abonnement. Dienstag, 21. April, von 20 bis 22.30 Uhr,Towarisch", Ko- nnödie von Jacques Deval; bearbeitet von Curt »Goetz. Spielleitung: Wolfgang Kühne. 27. Diens­ttag-Abonnement. Mittwoch, 22. April, von 19.30 9bis 22 Uhr,Tiefland", Oper von Eugen d'Albert. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul Wrede. 27. Mittwoch-Abonnement. Frei- ttag, 24. April, von 20 bis 22.30 Uhr,Tiefland", Oper von Eugen d'Albert. 27. Freitag-Abonnement. Samstag, 25. April, als Vorstellung der Deut- fschen Bühne zum letzten MalLapp im Schnoken- lloch", ein Spiel von Eduard Reinacher. Spiellei- llung: Wolfgang Kühne. Hieraus:Der zer- lbrochene Krug", Lustspiel von H. v. Kleist. Spiel- lleitung: Der Intendant. Freier Kartenverkauf zu 'Tagespreisen an der Abendkasse. Dauer von 20 bis 22.30 Uhr. Sonntag, 26. April, von 19 bis 21.30 Uhr, außer Abonnement, der OpernerfolgTief- Iland" von Eugen d'Albert. Musikalische Leitung: 'Paul Walter. Spielleitung: Paul Wrede.

Vortrag über die Deutsche Hindukusch- Expedition 1935.

Der Rektor, die Dozenten- und die Studenten­schaft unserer hiesigen Universität veranstalten am kommenden Mittwoch, 22. April in der Reuen 'Aula der Universität einen Vortragsabend mit Licht­bildern. Dr. habil Scheibe (Gießen), der Expedi­tionsleiter, spricht über die Deutsche Hindukusch- > Expedition 1935. Auf die heutige Anzeige fei be­sonders aufmerksam gemacht.

Evangelische Stadtmission Löberstrahe.

Am morgigen Sonntag, 20 Uhr, spricht Pastor 'Modersohn in der Evangelischen Stadtmission Löberstraße 14. Auf die heutige Anzeige sei beson- iberg hingewiesen.

Gießener wochenniarktpreise.

* Gießen, 18. April. Auf dem heutigen Wochen- imarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk.,

Die Gießener GA. am Geburtstag des Obersten SA-Führers.

Der Führer des SA.-Standortes Gießen, Stan­dartenführer Lutter, hat zum Geburtstag des Obersten SA.-Führers Adolf Hitler am kommen­den Montag, 20. April, einen Standortbefehl an die SA. erlaßen, in dem folgendes befohlen wird:

Am Montag, 20. April, trägt die gesamte SA. des Standorts Gießen großen Dienst- a n z u g ohne Mantel.

Um 20.30 Uhr findet auf Oswaldsgarten Ver­eidigung der SA. mit anschließendem Gro­ßen Zapfen ft reich statt. Zu diesem feierlichen Ereignis wird die Fahnengruppe mit dem Feld­zeichen der Standarte und den Sturmfahnen im Ge­leit eines Fahnensturms um 20.15 Uhr vom Stan­dartengebäude durch die Kirchstraße zum Oswalds-

garten marschieren; Musik: Spielmannszug und Musikzug der Standarte 116. Auf Oswaldsgarten marschieren die Stürme und das RSKK. im Vier­eck um den weiten Platz auf, in dessen Mitte der Standartenführer stehen wird. Die zu vereidigende SA. steht neben dem Spielmannszug, dem Musik­zug und der Fahnengruppe entlang dem Werner- wall. Rach Schluß des Großen Zapfenstreiches er- erfolgt der Rückmarsch der Fahnengruppe und des Fahnensturms unter Vorantritt des Sptelmanns- zugs und des Musikzugs durch die Neustadt, Sonnen­straße zum Standartengebäude. Die übrigen Forma­tionen rücken anschließend zu ihren Standquartie­ren ab.

Ausruf an die Eltern der neuauszunehmenden Zungmädel.

Am 29. März stellte sich das deutsche Volk ge­schlossen hinter den Führer. Am 20. April wird die deutsche Jugend dazu aufgerufen. Im vergangenen Iahr reihten sich die 1014jährigen fast zu 100 Prozent in das IV. und in die 32H. ein. Ein neuer Jahrgang rückt heran, der Jahrgang 1925/26. Die einzige Aufnahmemöglich­keit für diesen besieht b i s zum 2 0. April. Die Sperre wird erst aufgehoben für den nächstfolgenden Jahrgang an Ostern 1937.

Lassen Sie alle zu den Jungmädeln kommen. Das schönste Geschenk für den Führer soll sein. Alle 10- und 11jährigen Jungen und Mädel sind in der Hitler-Jugend!

heil Hitler!

Die Führerin des JM.-Untergaues 116. Ruth Fabian.

Dienstbefehl:

Die Aeberweisung der Jungmädel in den RDM. und die Verpflichtung der neu­aufzunehmenden Jungmädel findet am Montag, 2 0. April, um 17 Uhr, vor der V o l k s h a l l e statt. Das Antreten geschieht grup­penweise in der Stadt. Die IM., die bereits be­ruflich tätig sind, kümmern sich rechtzeitig darum, daß sie freibekommen. Es darf selbstverständlich niemand fehlen!

Eltern hört:

Der Reichsjugendführer spricht zur deutschen Elternschaft

Sonntag, 19. April, 19.30 bis 20 Uhr über alle deutschen Sender.

Versäumt nicht, seine Botschaft zu vernehmen.

Vier Stunden später hören alle Jungen und Mädel:

Deutschlands Jugend grüßt den Führer.

Eine große Ringsendung der Hitlerjugend zum Geburtstag des Führers von 0.00 bis 0.30 Uhr.

Aus allen Gauen sendet die HI. dem Führer ihre Glückwünsche.

Es ist Dank und heiliger Schwur zugleich. *

-rächtliche Reichssendung der Hitlerjugend bottt 19. zum 20. April.

NSG. Zum Geburtstag des Führers hat sich die Hitlerjugend eine eigene Ueberraschung ausge­dacht. In der Nacht vom 19. zum 20. April wird die HI. in der Zeit von 0.00 bis 0.30 Uhr den Führer über alle Reichssender grüßen, ihm danken und ihn beglückwünschen. Die Sendung wird ober­gebietsweise durchaeführt. Von Norden und Süden, von Osten und Westen werden die Hellen Stim­men der Pimpfe durch den weiten Raum zum Führer klingen, werden ihre Lieder ihn grüßen, am frohesten wohl aus dem durch seine Tat befreiten Westen.

Die Glückwünsche des Reichsjugendführers wer­den diese neuartige und eindrucksvolle Sendung an den Führer beschließen.

Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, (Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10Vz, Klasse B 10, Klasse C 9'/r, Klasse D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 9 bis 11, Weißkraut, bas Pfunb 15 bis 18, Rotkraut 18 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Unter­kohlrabi 8, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 45 bis 50 Pf., Zwiebeln 12 bis 14, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Rhabarber 20 bis 30, Kartoffeln, bas Pfund 5, 10 Pfund 45 Pf., der Zentner 3,70 bis 3,90 Mk., Aepfel, das Pfund 25 bis 50 Pf., Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Enten 1 Mk., Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 45 bis 65, Salat 20 bis 25, Salatgurken 70 bis 80, Ober­kohlrabi 20 bis 22, Lauch 5 bis 10, Rettich, das Bündel 30, das Stück 5 bis 20, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, das Bund 15 Pf.

AusparteiamtlichrnBekanntmachungen

In der Ortsgruppe Gießen-Süd müssen ^lle Mitgliedskarten mit den Anfangsbuchstaben S, Sch, St sofort wahrend der Kassenstunden am Montag, Mittwoch und Freitag von 20 bis 21.30 Uhr zum Umtausch gegen das Mitgliedsbuch eingereicht werden. Dabei sind zwei amtliche Paßbilder unb ein Mark Ausfertigungsgebühr mit abzugeben. Als letzter Termin ist der Freitag, 24. April, bestimmt worden. Wer die gesetzte Frist für die Einreichung der Anträge nicht einhält, muß damit rechnen, daß sein Antrag bis zur Erledigung des gesamten Alphabets zurückgestellt wird.

In der Ortsgruppe Gießen-Nord sind die Mitgliedskarten mit den Anfangsbuchstaben S, Sch, unb" St zwecks Umtausch für bas Mitgliedsbuch, ebenfalls mit Paßbildern und einer Mark Aus­fertigungsgebühr, spätestens bis zum Mittwoch, 22. April, auf der Geschäftsstelle, Walltorstraße 16, vorzulegen.

Amt für Volkswohlfahrt.

Lebensmittel-Opferring der Ortsgruppe Giehen-Oft.

Die Sammlung wird Dienstag, 21. und Mitt­woch, 22. Apiil, von der NS.-Frauenschaft durch« geführt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und den Inhalt außen sichtbar an« geben.

Ortsgruppe Gießen-Süd.

Am Mittwoch, 22. unb Donnerstag, 23. d. M., findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd die Opferring-Sammlung durch die NS.-Frauenschaft statt. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Spen­den bereitzuhalten.

Deutsche Arbeitsfront.

Arbeitsschule der DAF.

Ende April beginnen folaende Lehrgänge: la Richtiges Deutsch. 2a Vom schlechten zum rech­ten Handelsbrief. 3a Rechnen I Grundrechnungs­arten. 4a Rechnen II Prozent-, Zins- und Dis­kontrechnung. 5a Die Buchführung des Handwerks. 6a Englisch I für Anfänger. 7a Englisch II für Fort­geschrittene. 8a Französisch I für Anfänger. 9a Fran­zösisch II für Fortgeschrittene. 10a Höhere Mathe­matik I. 11a Höhere Mathematik II. 12a Technisches Zeichnen. 13a Elektrotechnik. 14a Hochfrequenztechnik. 15a Die grundlegenden Fachkenntnisse des jungen Metallwerkers. 16a Metallkunde. 17a Technisches Rechnen. 18a Technisches Zeichnen Fachzeichnen für Metallwerker. 19a Kraftfahrzeug-Mechanik.

20a Motorkunde. 21a VortragsreiheDie textilen Faserstoffe". 22a Fachlehrgänge für Hausgehilfinnen.

Weitere Fachlehrgänge in Deutscher Kurzschrift und Maschinenschreiben beginnen in der kommen­den Woche. Sofortige Anmeldungen erbittet die Ab­teilung für Arbeitsführung und Berufserziehung, Gießen, Schanzenftraße 18, Zimmer 5, Tel. 3275.

LandschafisbundVolkstum undHeimat.

Orlsring Gießen.

Morgen, Sonntag, 19. April, um 11 Uhr: Photo- und Herbarium-Ausftellung geschützter Pflanzen im Botanischen Institut, Brandplatz 4; anschließend Gang durch den Botanischen Garten unter Führung von Herrn Dr. Heidt. Zutritt frei. Jeder Natur­freund willkommen.

Deutsche Zägerschast.

Jagdkreis Gießen.

Der Kreisjägermeister teilt folgendes mit:

1. Genehmigte Anträge auf Ausstellung eines Jagdscheines gehen von "dem Kreisjägermeister un­mittelbar und ohne Beachrichtigung des Antrag­stellers an das Kreisamt Gießen, wo die Ausstel­lung der Jagdscheine erfolgt. Rückfragen an den Kreisjägermeister erübrigen sich damit.

2. Jagdausübungsberechtigte, die noch verwen­dungsfähige Gifteier besitzen und nochmaliges Aus­legen für wünschenswert halten, erhalten dazu die Erlaubnis für die Tage: Mittwoch 22., Freitag 24. April. Benachrichtigung der Ortspolizeibehörde hat umgehend und unmittelbar zu -erfolgen.

yT \ Die ^utfdie Arbeitsfront

/ n.6.=6emeinf(haftfiraft durch freubc"

Die für Sonntag, 19. April, angesetzte Wande­rung nach GleibergKrofdorfGleibachtalWiß­marLaunsbach ist auf Sonntag, 26. April, ver­legt. Die Betriebswarte wollen entsprechende An­schläge in ihren Betrieben anbringen.

Ortsgruppe Grohen-Linden.

Am Sonntag, 3. Mai, findet eine Omnibusfahrt an den Edersee statt. Die Fahrt kostet mit Mittag­essen 4,70 Mark. Anmeldungen müssen umgehend bei dem Ortswart S t e i n e I, Großen-Linden. er­folgen. Anmeldungen können auch auf der Kreis­dienststelle Gießen, Schanzenftraße 18, erfolgen.

Gröningen.

Wie wir hören, findet am Samstag, 18. April, 20.30 Uhr, in der Turnhalle ein froher Samstag- Abend vonKraft durch Freude" statt. Es ist ge­lungen, die bekannte Künstler-Truppe Kiesel aus Frankfurt zu verpflichten. Im Anschluß an die künst­lerischen Darbietungen findet Tanz statt. Eintritt 50 Pf.

Garbenleich.

Wie wir hören, findet am Sonntag, 19. April, 20.30 Uhr, im Saal Lotz ein froher Sonntag-Abend vonKraft durch Freude" statt. Die Künstler-Truppe Kiesel aus Frankfurt a. M. sorgt für Stimmung. Anschließend Tanz. Eintritt 50 Pf.

vuhbach.

Kraft durch Freude" teilt mit, daß am Samstag, 18. April, 20.30 Uhr, ein Wetterauer Heimatabend

mit dem Unkel Kunneroad imHessischen Hof" statt« findet. Der Abend verspricht ein frohes Erlebnis zu werden.

SA.-Marschmusik vor der Volkshalle.

Am morgigen Sonntag, 19. April, spielt der Musikzug der Standarte 116 anläßlich einer Marsch­übung von 11 Uhr vormittags ab vor der Volks- Halle in Gießen. Unsere Volksgenossen unb Volks« genoffinnen feien besonders darauf hingewiesen.

Sperre der Reichsautobahn.

NSG. Die Reichsautobahnstrecke Frankfurt am MainViernheim ist vom Montag, 20. April, 5 Uhr, bis Mittwoch, 22. April, 6 Uhr, zur Durch­führung von FSHroersuchen gesperrt. Der öffent­liche Verkehr muß während dieser Zeit über die Reichs- und Landstraßen gehen.

Fachschaststagung in Friedberg.

Der Schlachtvieh-Derwertungsverband hält mit der Landesfachschaft der Viehoerteiler am Mittwoch, 22. April, in Friedberg, Hotel Trapp, von 10 bis 12 Uhr eine Fachschaftstagung ab. Die arischen Fachschaftsmitglieder werden auf diese Tagung auf­merksam gemacht und besonders darauf hingewiesen, daß es sich um eine Pflichtversammlung handelt und das Erscheinen dringend notwendig ist.

Rabattbuch", n:chtSparbuch "

Fwd. Nach einer Mitteilung des Reichskommissars für das Kreditwesen ist die BezeichnungSparbuch" für Hefte, die zum Einkleben der vom Einzelhandel ausgegebenen Rabattmarken dienen, aus Kreisen der Kreditinstitute beanstandet worden. Die darauf­hin angefteUten Ermittlungen haben ergeben, daß die BezeichnungSparbuch" in diesen Fällen all­gemein als unzutreffend angesehen wird und eine Berwechslungsgefahr mit den von den Kredit­instituten ausgegebenen Sparbüchern begründen kann, so daß sie zu Irreführungen geeignet erscheint. Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel weist daher darauf hin, daß die zum Einkleben von Rabatt­marken bestimmten Hefte künftig nicht mehr als Sparbuch" zu kennzeichnen sind. Statt dessen ist eine andere Bezeichnung, wie z. B.Rabattheft", Rabattkarte" oderRabattbuch" zu wählen. Die häufig verwendete BezeichnungRabattsparbuch" wird hiervon nicht betroffen, da durch den richtig­stellenden ZusatzRabatt" bereits Irreführungen vermieden werden.

** Schülerzuwachs im Realgymna­sium. Die Schülerzahl im Realgymnasium unserer Stadt beträgt für das neue Schuljahr 544. Gegen­über dem Vorjahr bedeutet dies eine geringe Er­höhung der Schülerzahl. Neu ausgenommen wurden 72 Sextaner und 17 Schüler in andere Klassen.

** Diehmärkte in Gießen. Am Dienstag nächster Woche findet in Gießen Rindvieh-(Nutz- vieh-)Markt statt, am Mittwoch folgt Schweine­markt. (Siehe heutige Bekanntmachung.)

** Verbesserung in der Benutzung von Urlaubskarten. Ab 1. Mai wird eine Verbesserung bei der Urlaubs- und bei der Ost­preußenkarte eintreten. Es sind jetzt bei der Rückfahrt vier Fahrtunterbrechungen gestattet, und der Rückweg darf gegenüber dem Hin­weg über einen um die Hälfte längeren Umweg gehen. Bisher waren es nur drei Un­terbrechungen und ein um ein Drittel längerer Umweg. Die Urlaubskarten und auch die Ostpreu­ßenkarten erfreuen sich bei den erholungsuchenden Reisenden allgemeiner Beliebtheit. Sie wurden beide in ihrer jetzigen Form im Mai 1935 einge- sührt und zwar beträgt bei der Ostpreußenkarte die Ermäßigung 40 v. H. und mehr, je nach der Ent­fernung, bei der Urlaubskarte beträgt sie bei einer Entfernung bis zu 400 Kilometer 20 v. H. unb steigert sich auch hier bei wachsender Entfernung. Der auf der Rückfahrt mögliche Umweg und die dabei gestatteten Fahrtunterbrechungen sind von jeher sehr begrüßt worden.

Amtsgericht Gießen.

In der gestrigen Hauptverhandlung stand der be­reits elfmal vorbestrafte Hans Kramer aus Gie- ßen wegen Rückfallbetrugs vor den Schranken des Gerichts. Der Angeklagte kam in feiner Eigenschaft als Versicherungsagent im September vorigen Jahres nach Nieder-Bejsingen. Dort suchte er Hand­werker aus und spiegelte ihnen vor, von der Hand­werkskammer geschickt zu sein, und sie seien ver­pflichtet, in eine Lebensversicherung einzutreten. Auf diese Weise wurden eine Anzahl Personen ge­schädigt. Das Gericht erkannte unter Annahme mil- dender Umstände auf 9 Monate Gefängnis.

Der H. B. aus Eisenach tarn mit seinem Motor­rad aus der Löberstraße in Richtung Ludwigsplatz unb verursachte durch unvorschriftsmäßiges Fahren einen Zusammenstoß mit der Straßenbahn. Das Gericht verurteilte ihn zu 2 5 Mark Geld­strafe.

Einige Burschen aus Watzenborn hatten sich we­gen gemeinschaftlicher Körperverletzung zu verant­worten. Der G. B., der E. H. und der R. Sch. kamen am 21. April vorigen Jahres von einem Fußballspiel. Nachdem sie tüchtig dem Alkohol zu­gesprochen hatten, glaubten sie, einen auf der Straße LeihgesternWatzenborn daherkommenden Radfahrer, der angeblich nicht geklingelt haben sollte, anrempeln zu müssen. Der Radfahrer wurde vom Rade gerissen und erlitt erhebliche Per­letzungen am Knie. Die Angeklagten wurden durch Strafbefehl zu je 50 Mark Geldstrafe verurteilt. Gegen diesen Strafbefehl verfolgten sie Einspruch. In der bereits am 9. d. M. stattgefundenen Haupt­verhandlung ergab sich, daß als Alleinschuldige an diesem Vorfall der R. Sch. und der G. B. in Frage kommen. Während der G. B. es vorzog, seinen Einspruch zurückzunehmen, wurde der R. Sch. wie im Strafbefehl zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt.

Deutsch - englisches Frontkämpfertreffen in Limburg.

LPD. Limburg, 17. April. Der Gautag der ehemaligen Kriegsgefangenen, der in den Tagen vom 27". bis 29. Juni 1936 in Limburg ftattfinöet, wird mit einem deutsch-englischen Frontkämpfertreffen verbunden sein. Es werden 50 englische Kriegsgefangene und Frontkämpfer der British Legion erwartet, außer- dem 3000 ehemalige Kriegsgefangene aus dem Gau Süd-Westdeutschland sowie Abordnungen der Gaue Rheinland, Westfalen, Württemberg unb Baden.