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Oberheffen

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beste Kraftpostlinie des Betriebspost-

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** Die Barmer Ersatzkasse erhält ihren alten Namen zurück. Man schreibt uns: Die Krankenkasse der Deutschen Angestellten", die überall unter dem NamenBarmer Ersatzkasse" bekannt ist und auch nach ihrer Namensänderung im Jahre 1933 in der Bevölkerung nur dieBarmer Ersatz­kasse" hieß, hat diesem Tatbestand Rechnung getra­gen und mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde ihren früheren Namen wiederhergestellt.

gen, welche große Bedeutung die Salzvorkommen für die Völker der Vorzeit gehabt haben und wie dicht besiedelt und umstritten solche Stellen stets ge­wesen sind. Es sei nur an Hallstatt erinnert, dessen Blüte in der ersten Hälfte des letzten vorchristlichen Jahrtausends auf dem Salzbergbau beruhte und an den erbitterten Kampf zwischen Chatten und Thü­ringern um die Salzquellen an der Werra (58 n. Chr.), von dem uns Tacitus berichtet. Die gleiche Bedeutung haben auch die Salzquellen am Fuße des Taunus gehabt. Wiesbaden war ja schon in der römisch-germanischen Zeit Kurbad, und zwar nicht allein für die Römer, sondern auch für Germanen. Die Besiedlung von Homburg v. d. 5). und wahr­scheinlich auch die Bewirtschaftung seiner Salz­quellen beginnt in der Bronzezeit, in Nauheim wahrscheinlich schon in der jüngeren Steinzeit, denn es ist nicht anzunehmen, daß die dort ansässigen bandkeramischen Ackerbauern und nordischen Vieh­züchter (Rössener und Schnurkeramiker) achtlos an den Salzquellen vorbeigegangen sind. Die hand­werksmäßige Salzgewinnung dürfte allerdings erst in der jüngeren Bronzezeit, um 1200 v. Eh., von dem sog. Urnenfeldervolk begonnen worden sein, das von manchen Forschern als illyrisch, also als indogermanisches Brudervolk der Germanen und Kelten betrachtet wird und dessen auf dem Johan-

amtes Gießen geblieben. Noch heute weisen die Fahrten auf dieser Linie eine gute Frequenz auf. Wenn auch vor einigen Jahren der Betrieb auf dem Streckenteil KrofdorfFellingshausen vor­übergehend eingestellt werden mußte, weil infolge der immer größeren Arbeitslosigkeit der dortigen Volksgenossen die Kraftpostfahrten nach den Ar­beitsstätten in Gießen hinfällig wurden, so ist doch seit gut Jahresfrist wieder eine erfreuliche Wen­dung zum Besseren eingetreten, denn seit über einem Jahre verkehren die Kraftomnibusse der Linie von Krofdorf aus wieder nach Fellings­hausen und von dort sogar weiter nach Crum­bach, Frankenbach bis Erda. Dabei ist die im Interesse des Omnibusbetriebes sehr begrüßens­werte Tatsache zu verzeichnen, daß die Wagen wie man bei aufmerksamer Beobachtung in den Straßen bemerken kann auf ihren Fahrten sehr gut, zum Teil sogar voll besetzt sind. Im Verlaufe der Jahre wurde die Linie noch durch Fahrten nach Launsbach und Wißmar erweitert. Soweit uns bekannt ist, hat man vor einigen Jahren von der Reichspost aus auf Antrag der Stadt Gießen und der Gemeinden auf die Leistung der Garantie­summe verzichtet, da bei dem guten Betrieb aus der Strecke hierfür keine Notwendigkeit mehr vor­lag. Hauptinteressenten an dieser Linie sind die Männer und Frauen der preußischen Nachbardör­fer, soweit sie in Gießen und in unserer Umgegend ihrer Arbeit nachgehen. Darüber hinaus wird die Linie aber auch von den übrigen Volksgenossen eifrig benutzt, die ihre geschäftlichen Angelegen­heiten in der Stadt Gießen erledigen.

Nachdem man mit der Einrichtung der Kraftpost- Omnibuslinie Gießen Krofdorf Fellingshausen einen verheißungsvollen Auftakt des Postkraftfahr­wesens in unserem Bezirk erfahren hatte, regte sich allenthalben der Wunsch nach der gleichen Einrich­tung auch für andere Orte. So kam etwa ein hal­bes Jahr nach der Eröffnung jener ersten Linie die Kraftpost-Omnibusverbindung Gießen Klee- bachtal von Gießen aus über Klein-Linden Lützellinden, nahe bei Groß-Rechtenbach vorbei, HochelheimHörnsheimDornholzhausenNieder­kleen hinzu, neuerdings unter Einbeziehung von Allendorf (Lahn), später folgten die Kraftpost-Om­nibuslinien Gießen Gambach, Gießen Albach Annerod und in neuerer Zeit schließ­lich die Verkraftung der Ortsfuhrlei- st u n g e n der Post in Gießen und die Land- k r a f t p o st e n nach zahlreichen Orten unserer nächsten Umgebung im Kreise Gießen zur Beförde­rung der Postsendungen aller Art. Von diesen Linien sind die Verbindungen nach dem Kleebach­tal und nach Gambach vom Standpunkte des Ver­kehrs und der Wirtschaftlichkeit aus besonders be­deutungsvoll, wie jedermann feststellen kann, der die Benutzung dieser Wagen bei ihrer Abfahrt und Ankunft in Gießen mit aufmerksamem Interesse beobachtet.

Am Abschluß des ersten Jahrzehnts der Kraft­post-Omnibuslinie GießenKrofdorfFellingshau­sen stehend kann man die erfreuliche Tatsache ver­zeichnen, daß die Erwartungen, die man bei der Gründung des Betriebes in Gießen und in beti beteiligten Orten hegte, ihre Erfüllung gefunden haben und die Linie darüber hinaus zum Aus-

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Arn Johannisberg bei Bad-Nauheim ist in < letzter Zeit durch Wegebau ein prähistorisch sehr i interessanter Einschnitt entstanden. Er liegt dort, l wo der sog. Wolfsgraben auf die an der Süd- feite des Johannisberges hochsteigende Fahr­straße stößt und geht durch einen den Volksgraben begleitenden Wall. Der Einschnitt zeigt eine aus Quarzitplatten erbaute, teilweise stark verrutschte Trockenmauer, die, nach den Hohlräumen zwischen den Steinen zu urteilen, bedeutende Holzeinlagen gehabt haben muß und die auf einer Unterlage aus festgestumpften Lößlehm ruht, die von vielen mit Holzkohle erfüllten Pfostenlöchern durchsetzt ist. Die Mauer ist zweifellos prähistorisch und entspricht den Mauern, wie wir sie schon aus der vorkelti­schen und besonders aus der keltischen Periode un­serer Vorgeschichte (600 bis 200 v. Chr.) und ebenso von den germanischen Burgen unserer Gegend, z. B. vom Altkönig, Hausberg, Dünsberg und Glauberg kennen. Welches genaue Alter sie hier auf dem Johannisberg hat, muß erst durch die zur Zeit vor sich gehende Verlängerung und Vertiefung des Einschnittes erwiesen und kann vielleicht auch erst durch eine planmäßige Ausgrabung festgestellt werden. Wahrscheinlich wird noch ein anderer Wall­schnitt nötig sein, da der obere Teil des Walles an Der jetzt angeschnittenen Stelle durch den Bau eines Pavillons abgetragen ist.

Unser Einschnitt liegt verhältnismäßig tief im Wallkörper, der nach schon früher auf dem Jo­hannisberg gemachten Funden die Reste von vier verschieden alten Mauern, nämlich einer solchen der späten Bronzezeit (Urnenfelderkultur), der frühen Eisenzeit (Späthallstatt und Keltisches La- töne), der späten Eisenzeit (Germanisches Latene) und der römischen Zeit enthalten könnte. Das wird natürlich kaum durch den jetzigen Einschnitt fest­stellbar sein, da wir uns dort am südlichsten Ende des Walles, vielleicht sogar im Tor befinden und

Ein Krastonmibus-Wiläinn der Gießener Post

Zehn Jahre Krastautobuslinie Gießen-Krofdorf.

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Zeit gemütlich beisammen.

+ Grünberg, 17. Febr. Die im Dezember gegründete Gemeinnützige Baugenossen­schaft hielt im GasthausZum wilden Mann" ihre erste Hauptversammlung ab. Zunächst sprach Architekt Balser über das ThemaMietwohnung Eigenheim". Dabei wies er auf die Vorteile des Eigenheimes hin, wie die Erstrebung dieses Zieles durch Maßnahmen der Regierung gefördert werde und wie es auch Aufgabe einer Gemeindeverwal­tung sei, hier unterstützend mitzuhelfen. Je längerer Aussprache beschäftigte man sich dann mit dem vor» liegenden Satzungsentwurf, der zur Annahme ge­langte. Der Geschäftsanteil eines Mitgliedes be­trägt 100 Mark, die Haftsumme wurde mit 200 Mark festgesetzt. Die Mitgliedschaft ist Voraus­setzung für den Erwerb eines Eigenheimes, ebenso sollen nur solche Handwerker zu den Arbeiten her­angezogen werden, die Mitglieder sind. Die Wahl des Vorstandes ergab Bestätigung des seinerzeit kommissarisch bestellten Vorstandes. Vorsitzender ist danach Uhrmachermeister K. Herrn. Pfeffer sen., stellvertretender Vorsitzender 1. Beigeordneter Wilh. Albach , Rechner Fabrikant Hrch. Schmidt jun., Schriftführer Finanzbeamter Herrn. M a g e l. Dem Aufsichtsrat gehören an: Ortsgruppenleiter und . Bürgermeister Wagner, 2. Beigeordneter Karl Wetzig, Kaufmann Karl Schott, Ortsbauern­führer Leonhard Großhaus, Justizinspektor Hans König und Spediteur Willi I ö ck e l. Aus den Ausführungen von Bürgermeister Wagner ging hervor, daß die Bestrebungen der Bauge­nossenschaft sowohl seitens der Stadt als auch durch die Partei gefördert werden sollen. Es ist geplant, im Heegviertel, das vorerst als günstiges Bau­viertel in Betracht kommt, durch den Ausbau zweier Straßen, die Kanalisation und Wasserleitung er­halten sollen, Baugelände zu erschließen, das zu mäßigem Preise von etwa 1 bis 1,75 Mark pro Quadratmeter der Baugenossenschaft überlassen wer­den kann. In der Versammlung erklärten von den Besuchern 27 durch Unterschrift ihren Beittitt zur Genossenschaft. In aller Kürze soll mit dem Bau des ersten Hauses begonnen werden.

ch Lauter, 17. Febr. In den letzten Tagen wurde hier eine Werbung für den Luft­schutzbund durchgeführt, die von Erfolg gekrönt war. Konnten doch 49 Mitglieder neu geworben

Main und der näheren Umgebung wohnhaften er­werbslosen Schauspieler und Sänger auf ihre Ver­mittlungsfähigkeit statt. Alle bei den Arbeitsämtern oder der Zweigstelle Frankfurt a. M. desBühnen­nachweis", Marienstraße 17, noch nicht gemeldeten Erwerbslosen wollen sich umgehend dort melden. Geprüft werden nur Mitglieder, die der Fachschafl Bühne in der Reichstheaterkammer angehören. Die Prüfungen sind obligatorisch. Die einzelnen Teil­nehmer erhalten gesonderte Mitteilung, an welchem Tag sie geprüft werden.

ba wie gesagt hier bcr obere Teil entfernt worben ist. Der Aufschluß ist aber ttotzbem höchst erfreulich, weil er beweist, baß der Wolfsgraben ein prähistorischer Abschnittswall und der Johan­nisberg eine durch diesen gesicherte prähistorische Festung war und weil er auch Anhaltspunkte für

Am gestrigen 17. Februar 1936 vollendete sich das erste Jahrzehnt der Kraftpost- linie Gießen Krofdorf Fellings­hausen. Jener Tag vor zehn Jahren, am 17. Februar 1926, brachte sowohl für unsere Stadt Gießen als auch für Krofdorf, Fellingshausen und die benachbarten Orte des Hinterlandes, die Er­füllung eines jahrelangen dringenden Wunsches, nämlich die Schaffung einer regelmäßigen, guten Fährverbindung zwischen der Stadt Gießen und den unmittelbar angrenzenden Bezirken des Hin­terlandes, die dem wirtschaftlichen Nutzen beider Teile zu dienen bestimmt war.

Wenn wir heute unsere persönlichen Erinnerun­gen an jenes denkwürdige Ereignis der Eröffnung der Kraftpost-Omnibuslinie GießenKrofdorf Fellingshausen wieder lebendig werden lassen, so lenkt sich unser Blick vor allem auf die Tatsache, daß mit der Schaffung dieser Linie der Anfang des Kraftpostdienftes in unserer Ge­gend überhaupt gemacht wurde. Unter diesem beherrschenden Gesichtspunkt stand auch die Er­öffnungsfahrt, die am Montag, 15. Februar 1926, nachmittags von Gießen nach Krofdorf und Fel­lingshausen stattfand, und überall wie wir in unserem damaligen Bericht über die Fahrt (Gie­ßener Anzeiger" Nr. 39 vom 16. Februar 1926J schrieben alsd i e Sensation d e s T a g e s" angesehen wurde. Die Fahrt begann an jenem Februarnachmittag kurz nach 14 Uhr vom Gießener Bahnhof aus, am Oswaldsgarten vorbei und führte zunächst nach Krofdorf. Dort wurde dem neuen Kraftpoft-Omnibus und seinen Insassen ein herz­licher Empfang bereitet.In allen Haustüren und Toren, an den Fenstern und vor allem auf den Straßen erschienen jung und alt in froher Stim­mung ob des endlich errungenen Erfolges, der für die Krofdorfer und Fellingshäufer Bevölkerung Er­lösung aus einer sehr empfindlichen Verkehrsnot bedeutet... Die Freude der Krofdorfer Einwohner kam in Fahnenschmuck an der Haltestelle, in einem Willkommen-Plakat und vor allem in einer sinnigen Bekränzung des Kraftwagens zum Ausdruck." Diese Wahrnehmungen konnten wir damals für die Lokalgeschichte in unserem Bericht verzeichnen. Der damalige Krofdorfer Bürgermeister Brockmeier und die Gemeindevertteter von Krofdorf-Gleiberg sowie Bürgermeister Weber und einige Ge­meindevertreter von Fellingshausen empfingen den Wagen und die Insassen aus Gießen an der Halte­stelle in Krofdorf. Dann ging es nach kurzem Auf­enthalt weiter nach Fellingshausen, wo die Ge­meinde zur Feier des Tages die Fahrtteilnehmer zu Kaffee und Kuchen eingeladen hatte. Bei dieser Gelegenheit wurde in verschiedenen Ansprachen die weittragende Bedeutung dieses Verkehrs- und Wirtschaftsereignisses gewürdigt; für die Gießener Bevölkerung sprachen dabei Beigeordneter Dr. Hamm und der damalige Vorsitzende des Gießener Verkehrsvereins Apotheker Scbwieder. Von Fellingshausen ging die Fahrt oann zurück nach Krofdorf, wo die Fahrtteilnehmer zum Abendessen und einem Glas Bier Gäste der Gemeinde Krof­dorf-Gleiberg waren. Gegen 20 Uhr wurde von Krofdorf aus die Heimfahrt nach Gießen ange­treten. Begreiflicherweise hatte das neue Verkehrs­mittel schon von Anfang feines Dienstes an einen außerordentlich starken Zuspruch, so daß der Wagen bei allen Fahrten voll besetzt war.

Die Kraftpost-Omnibuslinie GießenKrofdorf- Gleiberg, seinerzeit von diesen drei Gemeinden bei der Reichspost beantragt und durch die Gewähr­

prähistorischer Fund aus dem Johannisberg

Von Dr. H. dichter, Oenkmalpfleger von Oberheffen.

nisberg gefundene Gebrauchsgegenstände deutlich einen höheren Lebensstandard zeigen, als er m Den rein bäuerlichen Siedlungen dieses Volks geherr|cht haben kann. Das Gleiche gilt für die folgende kel­tische Periode, aus der jetzt neuerdings auch eine chön geformte, aus Bronzeblech getriebene Schmuck­scheibe vom Johannisberg bekannt geworden ist und ebenso für die germanische Zeit, die mit den berühmten, schon 1875 ausgegrabenen Nauheimer Funden ein eindrucksvolles Bild eines großen und blühenden germanischen Gemeinwesens vermittelt, das durch weitere Ausgrabungen im Gebiet der Salzquellen leicht ergänzt und erweitert werden konnte Diese Salzfieder- und Salzhandlerstadt hat tets einen Zufluchtsort benötigt, in dem sie die Früchte ihres Fleißes vor den Zugriffen rauberi-

Landkcels Gießen.

£ Wieseck, 18. Febr. Die Spartätigkeit bei der hiesigen S ch u l s p a r k a s s e hat sich im verflossenen Jahre sehr gehoben. Wurden doch von den Kindern der verschiedenen Klassen insgesamt 3159 Mark verzinslich angelegt. Seit Einführung der Schulsparkasse vor drei Jahren sind nun schon über 6000 Mark den Konten der Schüler und Schülerinnen bei der hiesigen Spar- und Darlehens­kasse zugeflossen. Weit größer noch als dieser ma­terielle Vorteil ist die Erziehung zur Sparsamkeit und die Weckung des Sparsinnes zu schätzen, die in diesen Zahlen zum Ausdrucke kommen. Infolge­dessen sind auch die Abhebungen für Anschaffungen zur Schulentlassung verhältnismäßig gering.

<£ Aus dem Bufecker Tal, 17. Febr. Der ZweigvereinBusecker Tal" des Vo­gelsberger Höhe n-C l u b s im Reichsverband deutscher Gebirgs- und Wandervereine hielt am Sonntag im GasthausZum Schwanen" seine diesjährige Hauptversammlung ab. Nach den Be­grüßungsworten erstattete der Vereinsführer, VHC.-Bruder Jung (Großen-Buseck), den Jahres­bericht, dem u. a. folgendes entnommen fei: Neben 26 Kurzwanderungen an Samstagnachmittagen wurden 12 planmäßige Wanderungen ausgeführt, an denen im Durchschnitt 70 v. H. der Mitglieder teilnahmen. Die Zahl der Mitglieder ist bei drei Austritten durch Tod und Wegzug und drei Neu­anmeldungen auf dem alten Stande von 27 ge­blieben. Wandermeister L. Wehrum (Gießen) überreichte den VHC.-Schwestern Lina Kahle (Heuchelheim) und Roth (Gießen) das goldene Wanderzeichen mit der Inschrift 125 bzw. 75. VHC.-Bruder W e h r u m wurde vom Vereins­führer durch Ueberreichung einer goldenen Aus­zeichnung und eines Stockringes anläßlich feiner 100. Wanderung geehrt. Die Rechnungsablage er­folgte durch VHC.-Bruder Hahn (Großen-Bufeck). Bei 70,84 RM. Einnahmen und 61,30 RM. Aus­gaben verbleibt ein kleiner Ueberfchuß, der auf die neue Rechnung vorgetragen wurde. In froher Kaffeerunde wurde nochmals Rückschau auf die Wanderleistungen des abgelaufenen Vereinsjahres gehalten und dabei der neue Wanderplan be­sprochen. Die nächste Monatswanderung führt nach WinnerodBersrodReiskirchen. Mit einem kräf­tigenFrischauf" auf den Führer und den Reichs­wanderführer wurde die Tagung beschlossen.

Annerod, 17. Febr. Am Samstagabend hatte die hiesige Ortsgruppe der N S. - Frauen­schaft zur Schlußfeier des hier durchgeführten Mütterfchulungs-Kursus im Lokal von Phil. Engelhardt eingeladen. Die Besucher fanden sich zahlreich und pünktlich ein. Mit Tannengrün und Topfblumen waren die weißgedeckten Tische hübsch geschmückt. Die Frauenschaftsleiterin, Frau Rohweder, begrüßte die Erschienenen. Mit einem gemeinschaftlich gesungenen Lied wurde der Abend eingeleitet. Die Leiterin des Kursus, Schwe st er Friedel, gab eine kurze Erklärung über Ziel und Zweck der Mütterschulung. Von Kur- susteilnehmerinnen wurden sodann einige Gedichte vorgetragen. Diese hatten in der Hauptsache die Ausgabe der Frau und Mutter als Inhalt. An dem Kursus hatten insgesamt 34 Frauen und Mädchen teilgenommen. Von diesen erhielten 32 burch die Kursusleiterin Diplome überreicht. Für die gesellige Unterhaltung sorgte die bekannte Alten-Busecker Spielschar. Sie führte zum ersten Male ihr neue­stesS. M. 365" auf und erntete für die wohlge­lungene Aufführung reichen Beifall. Nach dem Theaterspiel wurde dem von der NS.-Frauenschaft und der Evangelischen Frauenhilfe gemeinsam ge­spendeten Kaffee und Kuchen zugesprochen. Beim Gesang von Volksliedern blieb man noch längere

kaufen. Zur Zeit werden noch zwei Vogelsberger Bullen gehalten, während fast kein rotes Vieh mehr vorhanden ist.

* Großen-Linden, 17. Febr. Der G e - fangvereinHarmonie" hielt am Sams­tagabend im Saalbau Faber fein diesjähriges Win- teroergnügen ab. Nach dem Eröffnungsmarsch der Kapelle Daubertshäuser und der Begrü­ßungsansprache des Herrn Jung brachten die Sänger unter Leitung ihres bewährten Chor- meifters W. Schüttler (Gießen) Volkslieder und Kunstchöre zu Gehör, die von ausgezeichneter Schu­lung und gutem ©timmaterial Zeugnis ablegten. Ein Violin-Solo von Heinz Junker fand ebenso, wie die Vorträge des Chores, dankbaren Beifall der Zuhörer. Im weiteren Verlaufe des Abends wurden noch ein Theaterstück und humoristische Vorträge geboten, die viel Freude bereiteten. Zu­gunsten des Winterhilfswerks wurde eine Teller- fammlung durchgeführt, die einen ansehnlichen Be­trag ergab. Im übrigen vergnügte man sich bei Tanz und Liedern noch einige Stunden in schöner Weise.

I Hausen, 17. Febr. Am Samstag hielt der Turnverein 18 6 4 Hausen sein Stiftungs­fest, indem er einen Familienabend veranstaltete. Nach dem Eröffnungsmarsch der Musikkapelle, dem Einmarsch der Turner und dem Lied der Turner Deutschland, mein Deutschland" begrüßte der Vor­sitzende des Vereins, Karl Freitag, die Besucher. Er wies u. a. darauf hin, daß von den Gründern des im Jahre 1864 gegründeten Vereins niemand mehr lebe. Nur ein Bewohner, der an der Grün­dungsfeier aktiv beteiligt war, fei noch unter den Lebenden, und zwar die 92jährige Witwe Katharina Schm andt, geb. Müller, die sei­nerzeit als Festjungfrau mitwirkte. Das Programm des Abends brachte eine bunte Folge schöner und unterhaltender Darbietungen. Die aktiven Turner zeigten gutes Können in den Hebungen am Pferd und Barren und bei den Freiübungen. Auch die Jugend ließ sich in verschiedenen Hebungen sehen. Besonders die Kleinsten unter den jugendlichen lösten bei den luftigen Hebungen Beifall aus und trugen sehr zur Belebung und Erheiterung des Abends bei. So wurden auch einige sonstige humor­volle Darbietungen mit dankbarem Beifall ausge­nommen, so daß der Abend in schöner Weise ver­lief. Eine Verlosung leitete dann zu dem üblichen Tanz über.

csd Eberstadt, 17. Febr. Die hiesige Schä­ferei-Genossenschaft hielt im Saale der alten Schule ihre Jahreshauptversammlung ab. Nach dem Geschäftsbericht des Vorfitzenden Ferd. Löbrich I. erstattete der Salzmeister August G ö r l a ch den Kassenbericht, der mit 650 Mark Einnahme und 620 Mark Ausgabe abschließt. Die Berichte wurden von der Versammlung gutgeheißen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Nach einigen internen Angelegenheiten wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. In einer gut be­suchten Versammlung der Deutschen Ar­beitsfront hielt der Kreiswalter der DAF., Pg. Wagner, einen Dorttag über sozialpolitische Fragen. Ferner wurden bei dieser Gelegenheit die neuen Mitgliedsbücher ausgegeben. In unserer Ge­meinde zählt die Arbeitsfront 59 Mitglieder. Die Hauptversammlung der Dreschgenossen­schaft fand unter Leitung des Aufsichtsratsvor­sitzenden P. G ö r l a ch im GasthausZum Adler" statt. Aus dem Geschäftsbericht des Genossenschafts­vorsitzenden H. E i ch ging hervor, daß im verflos­senen Geschäftsjahr während 735 Stunden Frucht gedroschen, 135 Stücke Holz geschnitten und 2709 Zentner Getreide geschrotet wurden. Der Preis je Dreschstunde belief sich auf 4,50 Mark. Der Ge­nossenschaft gehören gegenwärtig 100 Mitglieder an. Der Rechner H. Eifer trug die Bilanz vor, gegen die sich kein Einwand erhob. Der Reinge­winn wurde zum Teil auf Betriebsrücklage, Re­servefonds und auf neue Rechnung vorgetragen. Die Versammlung erteilte darauf dem Vorstand

eine zukünftige, nicht nur heimatgeschichtlich äußerst wichtige planmäßige Ausgrabung des Johannis­berges geben kann. Der äußeren Anlage nach liegt eine Abschnittsfestung vor, worunter man eine vom Gebirge ins Tiefland ober ins Tal oorgreifenbe, steil nach den Seiten abfallende und durch einen gradlinigen Wall vom Hinterland abgeschnittene Bergzunge versteht, im Gegensatz zu den von Ring­wällen umgebenen Bergkuppen, lieber die innere Anlage zu orakeln wäre verfrüht, trotzdem man sich nach analogen Verhältnissen und nach den schon erforschten Burgen der gleichen Völker wohl ein Bild machen könnte. Der Zweck dieser Festung war offensichtlich der, dem an der Ufa vorhandenen Gemeinwesen von prähistorischen Salzsiedern einen Zufluchtsort in Kriegszeiten zu bieten.

Wir wissen ja sowohl aus der germanischen Ge­schichte als auch durch prähistorische Untersuchun­

werden. Dadurch wurde der seitherige Mitglieder- stand verdoppelt. Der Mitgliederstand betragt jetzt 101.

-U- Ettingshausen, 17. Febr. Im Saale des Gastwirts Stein sand ein F i l m a b e n d statt, bei dem der FilmDie Reiter von Deutsch-Ostafrika und ein Aufklärungsfilm über die Erzeugungs- schlacht gezeigt wurden. Die Vorführung der beiden Filme fand das lebhafte Interesse der Besucher.

OO Klein-Linden, 17. Febr. Der hiesige Geflügelzuchtverein hielt am Samstag­abend bei starker Beteiligung seiner Mitglieder im Cafö Lutz seine Jahreshauptversammlung ab. 23er« einsführer August Lenz erstattete den Jahres­bericht, aus dem u. a. zu ersehen war, daß dis lokale Geflügelschau in der Burg einen guten Be­such hatte. Nachdem die Rechnung durch die Mit- I glieder Theo Leib und Friedrich Klingel- 1 Höfer geprüft und für richtig befunden worden | war, wurde dem Vereinsrechner Otto Lippert Entlastung erteilt. Es wurde noch beschlossen, bei der nächsten Kreisversammlung der Geflügelzüchter | den Antrag zu stellen, die Kreisgeflügelschau für i das Jahr 1936 nach Klein-Linden zu legen und | dem hiesigen Verein zu übertragen.

Q Großen-Linden, 17. Febr. Am Sams- 1 tag fand durch Oberlandwirtschaftsrat Dr. Lung ; (Gießen) eine örtliche Stallschau statt. Nach I der Besichtigung des Faselstalles und einiger sonsti- ,| gen Stallungen wurde zuletzt der neuzeitliche Stall ; des Heinrich Wagner besichtigt. In diesem Stalle, der genügend Licht und Lust hat sowie allen,An- ! forderungen entspricht, kann gesundes Vieh gezüch- tet werden. Bei dieser Gelegenheit fand auch eine , Aussprache über die Haltung der einzelnen Vieh- gattungen statt, wobei Dr. Lung warm für bas | Vogelsberger Rind eintrat, während die anwesen­den Bauern dem Niederungsvieh den Vorzug gaben. Der Milchertrag von diesem Vieh sei wesent­lich höher und gebe einen größeren Nutzen. Wie man erfährt, soll demnächst ein Antrag gestellt wer­den, einen Bullen für das Niederun^vieh anzu-

scher Nachbarn und den Angriffen elnwandernder Völker bergen und verteidigen konnte und ein solcher liegt im Johannisberg vor, dessen Siedlungs­und Befeftigungsperioden also die kriegerischen Er­eignisse seit der jüngeren Bronzezeit abbilben würden, in ähnlicher Art wie das der Glauberg für die gesamte Vorgeschichte der Wetterau tut.

Sehr interessant ist es ferner, daß wir hier Ne gleiche Aufeinanderfolge von Urnenfelderkultur, Späthallstatt-Frühlatene und germanisches La­tene bei gleicher Ausbildung der einzelnen Stufen haben, wie auf dem Glauberg, eine Analogie, die ein erfreuliches Licht auf die Kulturgeschichte unse­rer Gegend im letzten vorchristlichen Jahrtausend zu werfen verspricht.

gängspunft einer weiteren Kraftomnibus-Erschlie­ßung zahlreicher Landgemeinden unserer engeren Heimat geworden ist. Man wird daher mit Genug­tuung auf das erste Jahrzehnt dieser Kraftpostlinie , . , , zurückblicken und dem Betrieb auf dieser, wie auch

leiftung einer Garantiesumme für die Wirtschaft-1 auf den anderen Linien eine weitere glückliche Ent- lichkeit des Unternehmens ermöglicht, ist nach unse- Wicklung zum Nutzen der Allgemeinheit wünschen ren Beobachtungen seitdem die wirtschaftlich können.