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AUTOSCHAU

HALLE IA STAND 72

deutschen Siedler lebendigen Anteil.Hindenburg ihnen Sinnbild des heldischen Deutschland im Weltkriege; damals haben sie aus der Ferne Tag um Tag das große Geschehen in Europa miterlebt, um Deutschlands Schicksal gezittert und für ihr Volk gebetet. Hart war es für sie, daß Brasilien 1917 auch noch in die Reihen der Gegner Deutsch­lands eintrat. Diese deutschen Siedler sind immer

gute Staatsbürger Brasiliens gewesen. Sie lieben ihr neues Vaterland mit jener "Siebe, die der deutsche Mensch von seiner engeren Geburtsheimat auf den weiten Raum des Staates überträgt, der diese Heimat trägt und schirmt. Sie haben im Kriege mit Paraguay in den vordersten Reihen neben den Brasilianern gekämpft und ihr Leben für das Land eingesetzt, das ihre Vorfahren gast­lich aufnahm. Aber sie sind nicht nur staatstreu, sie wollen auch volkstreu bleiben. Die Treue zum Vaterland schließt die Liebe zu ihrem alten Mutterland nicht aus.

Große und bekannte brasilianische Staatsmänner sind schon aus dem Brasildeutschtum hervorgegan­gen, wie die Gebrüder K o n d e r und der frühere Außenminister des Landes Sauro Müller. Und es fehlt nicht an brasilianischen Stimmen, die diese Staatstreue und aufrichtige Mitarbeit der Deutsch­stämmigen anerkennen. Der brasilianische Schrift­steller und Politiker Dr. Dunshee de Abranches schrieb 1920:Kein anderer Ausländer hat mehr zur materiellen und politischen Entwicklung des Sandes beigetragen oder ihm kostbarere Dienste ge­leistet als der Deutsche." C. K.

UeberaU konnte man feststellen, daß deutsche Sitte und Sprache gepflegt werden und daß die Siedler bereit sind, große Opfer zu bringen, um ihren Kindern den Besuch deutscher Schulen zu ermöglichen. So verfügt das Deutsch­tum in Brasilien heute über mehr als 1400 deutsche Schulen. Es gibt deutsche Zeitungen und deutsche Vereine, die ebenfalls wesentlich zur Erhaltung des Deutschtums beitragen. So haben manche deutsche Kolonien in Brasilien im Rahmen der tropischen Natur ein Bild deutscher Kulturlandschaft geschaffen, was im Munizip Blu­me n a u im Staate Santa Catharina, wo vor­wiegend niederdeutsche Einwanderer siedelten, und in Der Gartenstadt Joinoille am deutlichsten vor Augen tritt.

An den Vorgängen in der alten deutschen Heimat, an der sie mit aller Siebe hängen, nehmen die

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Tisches im

Deutsche Siedler im Kaffeeland

Som Leben deutscher Kolonisten in Brasilien.

Umbauten vorzunehmen. Im vergangenen Jahre etwa von Juni bis Dezember wurde die gesamte Anlage, einschließlich Transformatorenhaus, gründ­lich überhott, um den Ansprüchen einer höheren Stromentnahme gerecht zu werden. Bei dieser Ueberholung des Netzes wurden die Seitungen teil­weise verstärkt, neue Ringleitungen wurden gebaut usw. Dadurch ist es nun möglich geworden, daß auch größere elektrische Geräte in größerer An­zahl angeschlossen werden können.

00 Nieder-Ohmen, 17. Febr. Nach der letzten Werbung hat der Reichsluftschutz- bunb hier jetzt etwa 305 Mitglieder. Einzelne Fa­milien verhalten sich unbegreiflicherweise immer noch ablehnend. Durch weitere Belehrung und Wer­bung sollen auch diese noch aufgeklärt und für die Sache des zivilen Suftschutzes gewonnen werden, so daß man demnächst mit einer Mitgliederzahl von 350 rechnet.

# Ober-Ohmen, 15. Febr. In der Wirtschaft Krebs wurde dieser Tage eine Suftschutz-Veran- staltung durchgeführt. Nachdem Sehrer Jung einige organisatorische Fragen erledigt hatte, hielt Förster Falk einen aufschlußreichen Vortrag über die Notwendigkeit des Suftschutzes für Deutschland. Vor allem umriß er die Forderungen für den zi­vilen Suftschutz. Im Anschluß an den Vortrag spra­chen anwesende Frontsoldaten über Fliegererlebnisse während des Weltkrieges. Mit einer Ehrung des Führers und mit dem Horst-Wesiel-Sied fand der Abend seinen Abschluß.

* Deckenbach, 16. Febr. Die jüngste Ein­topfsammlung erbrachte in unserem Orte den Betrag von 19 Mark. Dieser Tage fand hier der althergebrachte Strickertanz statt, an dem die Einwohnerschaft und insbesondere die Jugend zahl­reich teilnahm

st. Kirtorf, 17. Febr. Die hiesige Krieger­kameradschaft hielt bei Gastwirt Becker ihre Hauptversammlung ab. Vereinsführer H. Schä - f e r gedachte zunächst der im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraden und gab dann einen Ueber- blick über das Vereinsleben im Jahre 1935. Die vorgetragene Jahresrechnung wurde gutgeheißen. Im Verlaufe der Versammlung wurde auch eine Schützengruppe gebildet. Zum neuen Fahnenträger wurde Kamerad Wilhelm H a n st e i n bestimmt. Auch die Dreschgenossenschaft hielt ihre Jahreshauptversammlung ab. Direktor Wilhelm Erb erstattete den Geschäftsbericht des Vorstandes. Rechner Konrad Meß trug die Bilanz vor, die einstimmig genehmigt wurde. Dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Reingewinn in Höhe von 387,22 Mark wurde je zur Hälfte der Betriebsrücklage und dem Reservefonds zugeteilt. Die satzungsgemäß ausschei­denden Mitglieder des Vorstandes und des Auf­sichtsrates wurden wiedergewählt. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde der Druschlohn für 1936 festgesetzt. Genossenschaftsmitglieder bezah­len 5,40 Mark, Nichtmitglieder 6 Mark je Dresch­stunde. Der Pferdeversicherungsver- e i n hielt seine Hauptversammlung bei Gastwirt Stumpf ab. Der Vorsitzende H. Häuf berichtete über den Verlauf des Geschäftsjahres 1935. Rechner W Wolf erläuterte die Jahresrechnung, die mit einem Kassenbestand von 1598,97 Mark abschließt. Schadensfälle waren im Jahre 1935 nicht zu ver­zeichnen. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Nachdem noch eine Satzungsänderung beschlossen war, fand dir Versammlung ihren Abschluß.

bringt 1936 die altbewährten Lastkraftwagen in neuer, schöner Zweckform: Eine lückenlose Typen

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ch Groß-Eichen, 16. Febr. In der Gastwirt­schaft von Faust fand hier eine Kundgebung des VDA. unter dem Vorsitz von Sehrer Becker statt, an der sich die Bevölkerung, die HI. und die obere Schulklasse in großer Zahl beteiligten. Der Bundesredner des VDA. Pg. Schricker sprach über brennende Fragen des deutschen Volkstums im Ausland, insbesondere in der Tschechoslowakei, und forderte zu tatkräftiger Unterstützung der Ar­beit des VDA. auf. Der Abend hatte das erfreu­liche Ergebnis, daß zahlreiche Neuanmeldungen zum VDA. erfolgten. Die Kundgebung wurde dann in üblicher Weife geschloffen. Für das W H W. wurden hier bei der Straßenfammluna 23,40 Mark, am Eintopf-Sonntag 18,80 Mark gesammelt, und bei der Paketsammlung der Schulkinder 115 Pakete aufgebracht. In einer Versammlung der Orts- bauernschast sprach Ortsbauernführer Greis über die zweite Erzeugungsschlacht. Er forderte da­bei insbesondere zum Anbau von Flachs auf. Ins­gesamt wird die Ortsbauernschaft Groß-Eichen 6 Morgen Flachs anbauen. Die Adolf-Hitler-Flachs- fpende wurde von den Bauern freudig bejaht. Nach­dem der Ortsbauernführer noch über die zweck­mäßige Einstellung von Fleckvieh gesprochen hatte, wurde die Schaffung von drei Jungvieh-Weiden beschlossen. Schließlich besprach man noch Fragen des Saatkartoffelbezugs und der Schweinepreife. Die Versammlung wurde dann in üblicher Weise geschlossen. Der hiesige Turnverein hielt bei Mitglied Merz seine Hauptversammlung ab. Ver­einsführer Gustav Faust konnte in seinem Jah­resrückblick einen lebhaften Aufschwung des turne­rischen gebens im Verein und eine beträchtliche Zunahme des Mitgliederbestandes feststellen, u. a. auch' die Gründung einer Schüler- und Schülerin­nenabteilung verzeichnen. Der Bericht des Kassen- walters zeigte die Finanzen des Vereins in bester Ordnung. Nach den Berichten der Fachwarte für

und dem Aufsichtsrat Entlastung und sprach ihm l sein volles Vertrauen aus. Der satzungsgemäß aus­scheidende Genossenschaftsoorsitzende nahm die Wie­derwahl an, während für das ebenfalls ausschei­dende Äufsichtsratsmitglied Ferd. Söbrtd), der die Wiederwahl ablehnte, Ferd. Holler neu ge­wählt wurde. Die Versammlung beschloß weiterhin, daß die fälligen Dreschgelder ab 1. Mai mit 5 v. H. m verzinsen sind. Am Schlüsse der Versammlung ermahnte der landwirtschaftliche Ortsfachberater die Mitglieder, die von der Dreschgenossenschaft aufge­stellte neuzeitliche Saatgutreinigungsanlage rege zu benutzen, um dadurch einen einwandfreien Stand der Saaten zu erzielen und auch auf diese Weise ,um Erfolg der Erzeugungsschlacht beizutragen. Die Versammlung wurde sodann in üblicher Weise ge­schlossen.

t. Der Ge­lt am Sains- sjiihriges Win- ingsmarsch her ) der Begrü- brachten hie lährten M- oftsliebe r n) idjneter Cip nis abfegten. sand ebenso, raren Beifall des Abend; humoristische lereiteten. 8u- e eine Teller- lsehnlichen Be- man sich bei den in schöner stag hielt der ein (Stiftung veranstaltete, sikkapelle, dein d der Turner üßte der Vor- die Besuchen 6en Gründern eins niemand in der Grün- id) unter den ne Witwe üller, die sei' 9 Programm schöner und

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ihre Arbeitsbereiche hielt der Vereinsdietwart Seh­rer Becker einen Vortrag über das ThemaVon der Deutschen Turnerschaft zum Reichsbund für Seibesübungen". Nach den geschäftlichen Verhand­lungen verlebte man einige Zeit in kameradschaft­lichem Beisammensein.

Kreis Alsfeld.

N. Mücke, 16. Febr. Die hiesige Bienen- Fachschaftsgruppe ist bestrebt, die Bienen­weide zu verbessern. Weidewart Karl Deubel III. hatte umfangreiches Pflanzmaterial beschafft, ins­besondere Akazien und Ahorn. Außerdem erhielt jeder Imker eine besonders geeignete Kastanienart zur Anpflanzung. Die jüngste Eintopf- fammlung ergab in unserer Gemeinde Flen­sungen-Mücke den Betrag von 30,40 Mark. Durch den Verkauf von Wolfsangel-Plaketten gingen 20 Mark ein. Der FC. 1927 Flensungen hielt feine Hauptversammlung bei Rudolf Reitz ab. Vereinsführer August Beck erstattete den Bericht über das vergangene Jahr. Kassenwart K. Seim gab den Kassenbericht und Spielausschußobmann H. Theiß berichtete über die Spielzeit 1935/36, besonders über die Erfolge der Jugendmannschaft. Der Vorstand wurde entlastet und der bisherige Vereinsführer wiedergewählt. Anschließend be­stimmte der Vereinsführer feine Mitarbeiter. Mit der Mahnung zu weiterer Einsatzbereitschaft fand die Versammlung ihren Abschluß.

I Nieder-Ohmen, 16. Febr. Im Jahre 1934 wurde die hiesige elektrische Ortsnetzan­lage, die im Jahre 1920 von der Gemeinde er­richtet worden war, vom Ueberlandwerk Oberhessen in Friedberg käuflich erworben. Es hatte sich näm­lich herausgestellt, daß das Ortsnetz den Anforde­rungen, die die Neuzeit an eine moderne Anlage stellen muß, nicht mehr entsprach. Die Gemeinde war finanziell nicht in der Sage, selbst größere

Es war wohl die geheimnisvolle Kraft uner- chloffenen Sandes, die die deutschen Auswanderer im Saufe des letzten Jahrhunderts nach Brasilien gelockt hat. Die Vorstellung unendlicher Räume wirkte, wie Maria Kahle in Velhagen und Klasings Monatsheften berichtet, verfüh­rerisch auf viele Deutsche, in denen Hunger nach Sand und nach eigener Erde übermächtig wurde; hatten doch die ersten Ansiedler im Jahre 1824 aus den brasilianischen Südstaaten in die Heimat ge- chrieben:Der Kaiser von Brasilien schenkt jedem deutschen Einwanderer 272 Morgen Urwald zum Bebauen".

Diesem verlockenden Angebot sind denn auch viele Tausende gefolgt, die auf dem fremden Erd­teil mit der Rodung und Siedlung be­gannen. Im Saufe eines Jahrhunderts hat sich so in Brasilien eine Gemeinschaft von etwa einer Million von Deutschstämmigen gebildet, die vor­wiegend in den drei Südstaaten Parana, Santa Catharina und Rio Grande do Sui leben. Grö­ßere deutsche Siedlungsgebiete finben ich auch in den Staaten Espirito Santo und S. Paulo. UeberaU finden sich dort alte gepflegte Siedlungen mit sauberen Kolonistenhäusern, die in­mitten weiter Kaffeepflanzungen liegen. Die Be­sucherin aus der alten Heimat traf in Friedburg und Monte Mor die Nachkommen von Schleswig- Holsteinern, in Kirchdorf die Nachfahren pomme­rischer Auswanderer und im tiefsten Urwaldland auf neuen Siedlungen deutsche Kolonisten, die selber noch in der Heimat aufgewachsen waren.

Die Deutschtumsinsel Colonia Pau­li st a ist erst im Jahre 1921 gegründet worden und zwar wohnen dort jetzt insgesamt 80 deutsche Familien aller Stämme. Auch die Siedler in Presidente Wenceslau hatten ihre Jugendzeit noch in Deutschland verlebt, und Maria Kahle weiß zu erzählen, wie beim Anblick der von ihr vorgeführten deutschen Kulturfilme die Erinnerung an Deutschland wieder unbezwingbar zum Ausdruck kam.

Neben mir saß eine Schwäbin mit ihren Kin­dern, den Buben auf dem Schoß; ich hörte, wie sie sttll zu ihrer zehnjährigen Tochter sagte: ,Ger- truble, schau, des ischt Deutschlands mit Tränen in der Stimme sagte sie das. Und plötzlich setzte mitten in die Vorführung der Filme aus dem alten Meers­burg mit seinen wundervollen Gäßchen und Win­keln und Toren die Ziehharmonika des begeisterten Schwaben ein: ,Dieses schöne Sand ist mein Heimat­land, ist mein lieber teures Vaterlands

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Rundfunkprogramm.

Mittwoch, IS. Februar.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fröhliche Morgenmusik. In der Pause (7) Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Musik am Morgen. 10.15: Schulfunk. 10.45: Nachrichten. 11: Hausfrau hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von- zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Aus der Sippengeschichte einer oberhessischen Bauern- und Handwerkerfamilie. 15.30: Bücherfunk. 15.45: När­rischer Kalender (II):Kribblige Geschichten" von Richard Euringer. 16: Unterhaltungsmusik. 17.30: Aus Zeit und Seben: Amerika kabelt Weltrekord. Bericht aus einem Nachrichtenbüro. 18: Singendes, klingendes, tanzendes Frankfurt! Unser bunter Frankfurter Nachmittag. 19.45: Erzeugungsschlacht. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation: Ausverkauf bei Plüsch & Co.". Eine Zeitsatire. 20.45: 75 frohe Minuten. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2: Nachtmusik.

Kreis Friedberg.

-- Butzbach, 16. Febr. Der hiesige O b st - und Oartenb auoerein hielt im Saale desDeut­schen Hauses" seine diesjährige Hauptversammlung ab, die guten Besuch aufzuweisen hatte. Der Ver­einsführer gab zunächst einen Ueberblirf über die Tätigkeit des Vereins im verflossenen Jahre. Die Iahresrechnung schloß mit dem Betrag von 230,53 Mark als Ueberschuß ab. Den Haupteil des Abends bildete ein Vortrag von Obstbauinspektor R e n t s ch von der Obstbauinspektion Friedberg überGemüse­bau im Garten". Die lehrreichen Ausführungen fan­den großen Anklang. Zum Schlüsse wurde die üb­liche Verlosung durchgeführt. Dann schloß der Ver­einsführer in hergebrachter Weise die Versammlung.

4- B u tz b a ch , 16. Febr. Die hiesige Freiwil­lige Feuerwehr veranstaltete einen Kamerad­schaftsabend, bei dem der Obmann des Suftschutzes, Oberstudiendirektor Dr. Gans, einen lehrreichen Vortrag über den Suftschutzgedanken, die ver- schiedenarttgen Bomben und ihre Gefahren für die Bevölkerung hielt. Einige Sichtbilder erläuterten die Ausführungen. Im anschließenden gemütlichen Bei­sammensein wurde dem Ehrenmitglied W. Berg für seine 40jährige Mitgliedschaft das silberne Ehrenkreuz von dem Wehrführer überreicht. Die Feuerwehrkapelle sorgte bestens für den musikali­schen Teil des Abends.

Kreis Schotten.

A ott en, 16. Febr. Zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung gab der Bürgermeister von einem Dankschreiben des Charles Weitz, Neu- york, und einer Dollarspende des Neuyorker Schotte- ner Männerchors an die Stadt bekannt. Die Rech­nung von 1934, die mit einem guten Rechnungsrest abschließt, wurde vorbehaltlich der Nachprüfung durch die Oberrechnungskammer angenommen. Die Kirche Schotten hat Schwierigkeiten bei der Aufstellung ihrer Voranschläge. Mit den Kirchspielgemeinden ist unter Mitwirkung des Sandeskirchenamtes und des Kreisamtes eine gütliche Verständigung dahin erzielt worden, daß die politischen Gemeinden gewisse frei­willige Zuschüsse leisten. Der Gemeinderat billigte diese Abmachung. Eine Reihe von gemeindlichen Angelegenheiten wurde noch behandelt und dann die Sitzung mit einem Sieg-Heil auf den Führer ge­schlossen.

A Ruppertsburg, 16. Febr. Bei Gastwirt Schumann fand gestern abend die 60. ordentliche Hauptversammlung unserer Kriegerkamerad­schaft und die Jahresversammlung des Klein- kaliberschützenvereins statt. Kamerad«- schaftsführer Wilhelm Seipp II begrüßte die Er­schienenen und ehrte die im letzten Jahre verstor­benen Kameraden Jost Meckel und Heinrich Stamm. Die Kameradschaft zählt jetzt 48, der Schützenverein 22 Mitglieder. Kafsenwalter ist schon seit 1910 Kamerad Wilhelm Sehr II. Zum 2. Kameradschaftsführer wurde Wilhelm Sein neu ernannt. In der Tagung konnten 15 Mitglieder durch Überreichung der Ehrenurkunden des Reichs­kriegerbundesKyffhäuser", die das Bildnis des Generalfeldmarschalls von Hindenburg trägt, geehrt werden, und zwar: Für 50jährige Mitgliedschaft die Kameraden Heinrich Greb, Wilhelm Port I., Otto Port I., Karl Parr I., Georg Peter, Karl Spamer, Wilhelm Meuer und Otto Bücher; für 40jährige Mitgliedschaft die Kameraden Jakob Bücher, Georg Würner, Ernst Horst, Heinrich Habermehl II., Wil­helm Parr III. und Ernst Marx; für mehr als 25- jährige Zugehörigkeit zum Beirat Kamerad Wil­helm Sehr II. Der Schützenverein hält im kommen­den Sommer ein Preisschießen ab. Er hat dazu eine zweite Kleinkaliberbüchse gekauft. Unsere Orts­gruppe des Reichsluftschutzbundes zählt jetzt 156 Mitglieder, das sind 88 mehr als vorher. Vertrauensmann ist hier der Maurermeister Richard Parr. ____________

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