London bereitet eine Vermittlungsakiion vor
: Durch Verfügung des Dr. Gärtner sind die
stelle Berlin teilt mit:
Reichsministers der Justiz Dr.
auf-
Ver- was
eine humane Solidarität zu erbringen. Eine weitere Möglichkeit zur Wahrung der Gerechtigkeit und des Friedens in Spanien sehe die Regierung in der Beschützung Unterlegener nach dem Endsieg.
(Eine durch Volksabstimmung zu erreichende Vermittlerrolle hatte die Regierung nur durchführbar, wenn der spanische Konflikt als Kampf zweier Gruppen um die Regierungs- machk betrachtet werde und nicht als Kampf zweier Zivilisationen oder der Zivilisation gegen die Barbarei. Die Regierung hatte auch die Beendigung des Kampfes ohne den endgültigen Sieg einer Partei für unangebracht, da dadurch der Grund zu einem neuen Rebel gelegt werde, das nicht mehr abzuwenden fei. Sie stimmt daher dieser Taktik nicht zu. da schon die Verbreitung einer solchen Idee eine Gefahr für die westliche Zivilisation bedeute. Sie halte den Vermittlungsversuch für gefährlich, da er die Leidenschaften nur noch mehr entfachen mühte. In Anbetracht all dieser Dinge wage es die portugiesische Regierung nicht, diesem Gedanken ihre Zustimmung zu geben, ganz abgesehen von ihrer skeptischen Einstellung dem Wahlverfahren gegenüber, wobei noch zu berücksichtigen wäre, doh eine Zusage einer Straflosigkeit denen gegenüber, die den Terror als politische Waffe gebrauchten, unmöglich sei. Sollte die portugiesische Regierung jedoch zu der lleberzeugung gelangen, datz beide Parteien eine Vermittlung wünschten, werde sie gern mit den übrigen Regierungen
die Form der Vermitttungsaktlon prüfen.
Arbeitsdienst studiert und bin auf den neuen Autostraßen gefahren und habe ein Deutschland gesehen, wo alle arbeiten zum Wohle des Staates, ein Land, in dem alle Arbeit haben. Das ist dos große Wunder in diesen Zeiten."
den Gegner unter großen Verlusten mehrere Kilometer weit zurückwerfen konnten.
Der Heeresbericht des Obersten Befehlshabers in Salamanca gibt bekannt, daß die nationalen Truppen, die die von der internationalen Brigade verteidigten Stellungen stürmten und einnehmen konnten, u. a. 3 Maschinengewehre, 5 Maschinenpistolen, 3 Panzerwagen, 2 Ambulanzwagen und mehrere Kleinkaliberkanonen eroberten. Unter den Verlusten, die die Roten erlitten, befanden sich fast ausschließlich sowjetrussische und fran- z ö s i s ch e Söldner. Bei Cerro del Aguila a n der Andalusienfront erlitten die spanischen Kommunisten ebenfalls eine empfindliche Niederlage. Die nationalen Truppen erbeuteten hier über
Waldbesitz in größerem Umfange bereits geleistete Leernutzung gesetzlich in der oben angegebenen Höhe zur allgemeinen Grundlage gemacht.
Es gibt keine posjzeidiener mehr.
Berlin, 16. De§. (DNB.) Der Reichsfüh- rer SS. und Chef der deutschen Polizei wendet ich gegen die Beobachtung, daß in kleinen Ortschaften auch heute noch sogenannte Polizeidiener angestellt seien, die bei Tage Botengänge verrichten müßten und in den Abend- stunoen Pollzeidienst versehen. Auch würden sie mit der Bekanntgabe von amtlichen und
stieß es an einen Felsen, durchbrach die Oberfläche, wurde von einem Fischdampfergerammt und blieb dennoch in der Hand der Besatzung, bis auch die Lenzpumpe ausfiel. Das Boot stieß erneut auf Felsen, und diesmal so hart, daß cs schwer leck wurde, das Seitenruder klemmte und die Schrauben standen. Zwei Stunden hatte der Kampf gegen ein widriges Geschick gedauert, als der Kommandant das manövrierunfähige Boot, im freien Wasser und mehrere Meilen vom nächsten englischen Schisf entfernt, an die Oberfläche brachte. Während er mit einigen Leuten alle Vorbereitungen traf, um „U 18" zu versenken, sang die übrige Besatzung an Deck das Deutschlandlied und das Flaggenlied. Beim Herannahen eines Zerstörers brachten die Leute drei Hurras auf ihren Kommandanten aus und sprangen vom sinkenden Boot ins Wasser. Alle wurden gerettet bis auf den Anwärter Missal, der sich wenige Minuten vorher, als die Rohre zum Versenken freigemacht wurden, noch darum gekümmert hatte, ob seine Torpedos auch einwandfrei liefen! Berufstreue bis zum Aeußer- ften!
20 000 Schuß Munition, eine Kanone und ein Maschinengewehr. Die Verluste der Roten beziffern sich auf 4 0 Tote und zahlreiche Gefangene.
Bisher 120 rote Flugzeuge abgeschoffen.
Salamanca, 17. Dez. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Aufstellung des nationalen Truppenkommandos find feit Beginn der Feindseligkeiten in Spanien etwa 120 Flugzeuge der Roten abgeschossen worden. Darunter befinden sich allein 69 französische Flugzeuge verschiedener Marken und 17 englische Flugzeuge. Die übrigen Maschinen sind sowjetrussischen Ursprungs.
Der ungarische Innenminister hat Berlin verlassen.
Starke Eindrücke vom neuen Deutschland.
Berlin, 16. Dez. (DNB.) Nach seinem fast einwöchigen Aufenthalt in Berlin, der eingehenden Besichtigungen und Besprechungen mit führenden Persönlichkeiten des Dritten Reiches gewidmet war, verließ der ungarische Innenminister von Kozma wieder die Reichshauptstadt. Auf dem Anhalter Bahnhof nahmen Reichsminister Dr. Frick und Staatssekretär P f u n d t n e r herzlichen Abschied. Der Minister erklärte einem Vertreter des DNB. u. a.: Der Arbeitsdienst erzielt bei der Fugend Disziplin, Arbeitsfreudigkeit, physische und moralische Kräftigung, er überbrückt soziale Verschiedenheiten und führt die großen Massen zur Mutter Erde zurück. Er ist somit ein neues hervorragendes Instrument der Volkserziehung. Die deutsche Jugend ist um diese Institution zu beneiden. Es war mir auch eine aufrichtige Freude, die Einrichtungen und den Geist der deutschen P o l i - z e i kennenzulernen und unsere Beziehungen auch auf diesem Gebiete zu vertiefen. Die Bestrebungen zur Vereinheitlichung des Gesundheitswesens interessieren mich, da ich mich zu Haus mit einer ähnlichen Lösung dieses Problems beschäftige. Die Vorträge über Gesundheitsschutz, Gesundheitsfürsorge und über Erb- und Rassen- pflege haben mir ein klares Bild über die Fortschritte gegeben, ebenso wie die Vorträge über die Fragen der sozialen Versicherung und der sozialen Fürsorge. Reichsminister Dr. Goebbels gewährte mir liebenswürdigerweise einen Einblick in die großartige Organisation des WHW. Dieses hervorragende sofiale Werk zur Linderung der Not ist der Beweis einer echten lebendigen Volksgemein- schatt. Ich kehre mit der lleberzeugung in meine Heimat zurück, daß meine Reise zur Förderung der deutsch-ungarischen freundschaftlichen Beziehungen beigetragen hat.
Oer Untergang von „Ll 18".
Der Gesundheitszustand unserer Rekruten.
In den „Deutschen Wehrbeiträgen" gibt ein Oberfeldarzt des Reichskriegsministeriurns eine statistische D '.'llung der Musterungsergebnisse für die Geburtsjahrgänge 1913 und 1916, die im guten Sinne eine angenehme Überraschung darstellt. Von je vier Mann waren drei Stellungspflichtige tauglich I oder tauglich II. Ganz erstaunlich ist, daß die Körpergröße gegenüber den Erfahrungen der Vorkriegszeit wesentlich g e st i e g e n ist. In den Jahren 1894 bis 1898 waren von je 100 Stellungspflichtigen 72 v. H. unter 170 Zentimeter und 28 v. H. über 170 Zentimeter groß. Bei den im Jahre 1936 Gemusterten liegen die Derhältnis- zablen bei 55,3 und 44,7 v. H. — also bei einem Jahrgang, der aus dem berühmten Kohlrübenjahr stammt. Es hat sich ferner ergeben, daß durch Vorbeugung noch wesentliche Besserungen zu erzielen seien. Selbstverständlich fällt der Faktor „schlechte Zähne" ins Gewicht, wenn von 100 Lehrlingen 92,5 dringend der Zahnbehandlung bedurften und in diesem jugendlichen Alter schon 13,8 v. H. nur durch künstlichen Zahnersatz normale Kaufähigkeit erlangten. Im Interesse des Wehrdienstes muß es verhindert werden, daß Fuß- schäden durch unsachgemäße Behandlung entstehen, also etwa dadurch, daß ein zartes Kind allzu früh Schühchen mit starrer Sohle erhält oder daß durch Tragen schwerer Lasten und langes Stehen eine Abflachung des Fußgewölbes herbei- geführt wird. In diesem Zusammenhang wird auf die sehr zweckmäßigen und eindeutig klaren Dor- schritten der Reichsjugendführung über die Gepäckbelastung der Jugend Bezug genommen und zur Vermeidung von „Haltungsfehlern" und Verbildung des Brustkorbes angeregt, daß gleichartige Anordnungen auch für die über 14 Jahre alten Jungen erlassen und genau beachtet werden. Genügende Freizeit und ausreichender Schlaf während der Berufsausbildung sind Voraussetzungen für einen künftigen kräftigen Soldaten.
^öck^a me von Testamenten.
Berlin, 16. Dez. (DNB.) Die I u st i z p r e s s e-
Ein neues Ausbauwerk im Gau Hessen-Aaffau
Gauleiter Sprenger weiht das Kreiskrankenhaus Gelnhausen und das Erbhöfedorf Waldrode.
Portugal lehnt ab.
Oie Lissabonner Regierung hält den Bermittlungsvorschlag für gefährlich. Kampf der Zivilisation gegen die Barbarei.
wird nun am Freitagvormittag durch den Gauleiter eingeweiht werden.
Im Anschluß an die Einweihung des Jakob- Sprenger-Hauses wird der Gauleiter den Grund-
mit der Aufbewahrung von Testamenten betrauten Stellen angewiesen worden, Personen, die vor dem 1. Januar 1924 ein Testament er« richtet haben, aufzufordern, sich wegen e L= roaiger Rücknahme des Testaments bei den zuständigen Stellen zu melden. Diese Maßnahme ist erforderlich, weil die meisten vor 1924 errichteten Testamente durch die Geldentwertung gegen st andslos geworden sind oder dem Willen des Erblassers nicht mehr entsprechen. Durch Rücknahme dieser Testamente können häufig Erbstreitigkeiten und Prozesse vermieden werden. Erfolgt die Rücknahme bis zum 31. Dezember 1 9 3 6, so wird hierfür keine Gebühr berechnet. Viele Personen, die vor dem 1. Januar 1924 ein Testament errichtet und in amtliche Verwahrung gegeben hatten, haben seither ihre Wohnung oder ihren Wohnort gewechselt und werden daher gebeten, in ihrem eigenen Interesse ihre jetzige Anschrift dem zuständigen Amtsgericht mitzuteilen, bei dem das Testament hinterlegt ist, sofern ihnen vom Gericht bisher noch keine entsprechende Benachrichti- gung zugegangen ist.
Verstärkung des Holzeinschlages.
Berlin, 16. Dez. (DNB.) Reichsforstmeister Göring hat angeordnet, daß m allen Waldungen, also außer in den Staatswaldungen, auch in den Kommunalwaldungen und im Privatwald in der Zeit vom 1. Oktober 1936 bis 30. September 1937 150 v H des betriebsplanmäßigen Satzes eingeschlagen werden. In Wäldern ohne einen auf einem Betriebswert beruhenden Abnutzungssatz sind 150 v. H. des jährlichen Durchschnitts der letzten zehn Jahre zm nutzen Waldbesitz unter 50 H e k- t a r wird von den Bestimmungen nicht betroffen. Ausnahmen können die Landesforstverwaltun- gen zulassen. Mit dieser Verordnung wird die Möglichkeit geschafien, den gesamten deutschen Waldbesitz ohne Ausnahme zur verstärkten Holzbedarfsdeckung heranzuziehen und die setther von nichtstaatlichem
Trotzdem gelang es tatsächlich, getaucht zwischen Felseninseln und Riffen hindurch, bis in die Bucht oorzudringen. Dort lag aber zur größten Enttäuschung außer ein paar Zerstörern fein Kriegs- schiff: die große Flotte war in der Nacht vorher zu einer Unternehmung in die Nordsee ausgelaufen! Es blieb nichts übrig, als kehrtzumachen. Beim Drehen mußte das Seerohr länger gezeigt werden; es wurde von feindlichen Bewachern gesichtet, die nun sofort die Jagd begannen. Wegen des schwierigen Fahrwassers mußte das Boot gelegentlich das Seerohr zeigen und wurde hierbei nach einer Stunde von einem Zerstörer gerammt. Das Seerohr wurde unbrauchbar, Reserve war vorhanden, das Boot selbst blieb klar und wäre zweifellos entkommen, wenn nicht IV- Stunden nach dem Kehrtmachen, kurz vor Erreichen des tiefen Wassers, dieTiefenruder- maschine ausgefallen wäre und das Handruder geklemmt hätte. Dank der musterhaften Zu- fammenarbeit der Besatzung gelang es, das Boot auf Tiefe zu halten. Bei einer Tiefenschwankung
Am 20. November 1936 ist das Unterseeboot „U 18" in der Lübecker Bucht gesunken. Dazu veröffentlicht das Deutsche Nachrichtenbüro — gleichzeitig in Erinnerung an den Untergang des ersten „U 18" während des Krieges — folgende Darstellung:
In ruhiger Selbstverständlichkeit sind die U-Bootsleute vom Grabe ihrer Kameraden von „U 18" wieder an die Arbeit gegangen, um die Waffe, die ihnen der Führer schenkte, zum Schutze des Reiches auf höchste Kampfkraft zu bringen.
In die Trauer um die Gebliebenen mischt sich stolz bei dem Gedanken, daß das neue „U 18" sich in schwierigster Lage des alten „U 18" würdig gezeigt hat.
Vor 22 Jahren, am 23. November 1914, versuchte das erste „U 18" unter Kapitänleutnant von Hennig, in die Bucht von Scapa Flow, den Hauptstützpunkt der englischen Flotte, einzu- dringen. Starke Bewachung, enges Fahrwasser, Felsenriffe boten eine Fülle von Schwierigkeiten.
Am 20. November 1936
übte das neue U 18 in der Lübecker Bucht An« griffe gegen ein kriegsmäßig durch Torpedoboote gesichertes Zielschiff. Es lief eine ziemlich starke Dünung, und durch das Zusammentreffen unglücklicher Umstände, die nicht vorauszusehen waren, geriet das Boot unmittelbar vor dem Bug von „T 156" zu dicht unter die Wasseroberfläche. Ob- aleich auf beiden Fahrzeugen sofort die richtigen Maßnahmen getroffen wurden, gelang es nicht, den Zusammenstoß zu vermeiden. „11 18" erhielt durch Öen scharfen Bug des Torpedobootes hinter dem Turm ein großes Leck im Druckkörper, durch das Mengen von Wasser hineinströmten. Die Besatzung führte ruhig die sachgemäßen Befehle des Kommandanten aus, der das Boot wieder an die Oberfläche zu bringen versuchte. Das gelang nicht, da kurz vor dem Zusammenstoß Schnelltauchen eingeleitet war und das Boot durch das eindringende Wasser immer schwerer wurde. Der Kommandant befahl nun, Tauchre11er anzulegen, das sind Sauerstoffapparate, die das Aufsteigen unter Wasser ermöglichen sollen. Nicht alte Leute fanden die ihren, da sie von dem unter immer stärkerem Druck einbrechenden Wasser weg- geschwemmt wurden und das Licht ausfiel. In die- str schwierigen Lage halfen sich mehrere Leute gegenseitig, die Apparate zu finden und anzulegen, und der Maschinistenmaat Peitsch gab seinen Tauchretter einem jünaeren Kameraden! Das Boot hatte inzwischen in 20 Meter Wasser d e n Grund erreicht, der starke Druck von zwei Atmosphären und zischende Geräusche machten die Verständigung sehr schwer. In Zentrale und Turm hatten sich eine Gruppe Leute gesammelt, einige davon ohne Tauchretter. Da das Wasser weiter stieg, wurde nach kurzer Beratung das T u r m« l u k geöffnet, und mit der ausströmenden Luft gelangten diese Leute an die Oberfläche, darunter auch der Maschinistenmaat Peitsch. Der Wachoffizier wartete, vollkommen unter Wasser stehend, m der Zentrale auf einen anderen Mann, ließ ihn vor stch die Leiter hinaufgehen und folgte, als er sich davon überzeugt hatte, daß niemand mehr In der Nahe war.
Das Boot lag mit dem Bug etwas höher, und eine andere Gruppe von Leuten hatte sich i m Bugraum, wohin sich Luft gefangen hatte, zusammen gefunden, beriet sich dort, und gelangte auch richtig an die Oberfläche, wo sie, wie ihre Kameraden vor ihnen, von den Rettungsbooten des Ziel«
London, 17. Dez. (DNB. Funkspruch.) Im Einvernehmen mit der französischen Regierung werden im Foreign Office praktische Vorschläge für eine Derrnittlungsaktion in Spanien ausgearbeitet. Nach ihrer Fertigstellung sollen sie den wichtigsten interessierten Mächten zur Stellungnahme vorgelegt werden.
Falls eine Einigung zustande kommt, so wird wie „Morning Post" meldet, der nächste Schritt eine Fühlungnahme mit den beiden kriegführenden Parteien in Spanien sein, die aufgefordert werden sollen, zur Vorbereitung von Friedensverhandlungen einen Waffen st ilt st and abzuschliehen. Vorläufig sei es noch unbekannt, auf welcher Grundlage Friedensverhandlungen geführt werden sollen, doch glaube man, daß der Gedanke einer Volksabstimmung keine große Unter st ühung finde. Wahrscheinlicher sei der Vorschlag, daß jede der beiden Parteien das von ihr bei der Linstel- lung der Feinseligkeiken besetzte Gebiet behalten solle. Das Blakt hält es jedoch keinesfalls für sicher, daß die beiden kriegführenden Parteien in Spanien einer Vermittlungsaktton z u st i m m e n werden. 3m Weigerungsfälle würden die britische und die französische Regierung ihre ganze Aufmerksamkeit auf eine einwandfreie Durchführung eines Richteinmischungsabkommens richten.
Wie Reuter schreibt, ist man in London der Ansicht, daß die Antworten auf die französisch-englischen Vermittlungsoorschläge hinsichtlich einer Beendigung des spanischen Bürgerkrieges praktisch einer grundsätzlichen Annahme gleich- kämen. Auf den Vorschlag des Nichteinmischungsausschusses, neutrale Beobachter an spanischen Einfuhrplätzen zur Kontrolle der Einfuhr von Waffen und Munition einzusetzen, liegt in London bisher weder eine Antwort der spanischen National- Regierung noch der roten Machthaber vor.
Wichtige Höhen bei Madrid von den MionaWen erobert.
Lissabon, 17. Dez. (DNB. Funkspr.) General Oueipo de Llano erklärte, daß die Lage in Barcelona und Valencia täglich hoffnungsloser werde. In Barcelona sei es bereits zu Strajenkämpfen gekommen, die eine große Zahl von Toten und Verwundeten zur Folge hatten. Der Generals erklärte, daß die Nationalisten jetzt auch die Höhen von Boadilla del Monte erobert hätten. Dabei seien zwei Panzer - w a gen erbeutet worden. Die Bolschewisten hätten 82 Tote auf dem Kampfplatz zurückgelassen. Auch an der Südfront hätten die nationalen Truppen neue Erfolge zu verzeichnen, da sie
Lissabon, 16. Dez. (DNB.) Das portugiesische Außenministerium hat seine Antwortnote auf die englisch-französischen Vorschläge bekanntgegeben. In ihr heißt es u. a., daß die Regierung auf Grund der geographischen Lage Portugals und möglicher innerpolitischer Auswirkungen der spanischen Wirren bereits am 21. August Vorbehalte wegen ihrer äußeren und inneren Sicherheit machte. Die Anwerbung von Freiwilligen und Sammlungen zur Unterstützung seien trotz Vorschlägen, die dies vermeiden wollten, Tatsache geworden. Die Erneuerung solcher Vorschläge unter den gleichen Bedingungen sei von vornherein zur Erfolalosigkeit verurteilt. Die Anwerbung von Freiwilligen sei das Ergebnis von Aeußerungen verantwortlicher Männer einiger Länder, die offensichtlich Partei nehmen und dadurch natürlich die Gegnerschaft von Staaten anderer politischer Anschauung Hervorrufen. Portugal lehnt es a b, weitere Maßnahmen zu ergreifen als die, die es auf Grund feines Beitritts zum Nichteinmischungsaufschuß bereits durchgeführt hat, solange nicht andere Staaten ebenfalls sich zu neuen Maßnahmen entschließen.
Die Antwortnote besagt weiter, daß in Portugal keine Waffen hergestellt würden und daß das Land wegen der Bedrohung durch den internationalen Kommunismus gar nicht in der Lage sei, Waffen abzugeben. Die Regierung sei bereit, ihre Mitarbeit der Kommission zu- zusaqen, müsse jedoch fremde Einmischung in innere Maßnahmen ablehnen. Auf die Vermittlungsoorschläge eingehend betonte die Regierung, man müsse zwischen den Gefühlen wahrer Menschlichkeit und sogenannter „Humanitätsduselei" unterscheiden, die Härten geaen Verbrecher vermeidet und Rechtschaffene den Angriffen des Untermenschentums aussetzt. In der Hilfe für d i e Zivilbevölkerung sieht die portugiesische Regierung eine große Möglichkeit, den Beweis für
nichtamtlichen Nachrichten durch sogenanntes Slug« schellen beauftragt. Der Chef der deutschen Polizei verbietet, daß Beamte der Ordnungspoli- zei für derartige Aufgaben herangezog?,, werden, und daß andere mit diesen Aufgaben betraute Personen als Polizeidiener bezeichnet und durch Tragen einer Uniform als Angehörige der Polizei kenntlich gemacht werden. Da, wo die Gemeinde- polizeibeamten nicht im Polizeivollzugsdienst voll- beschäftigt werden, sei die übrige Dienstzeit durch eine vermehrte Ausbildung auszufüllen. Auch fei durch Aufgaben polizeirechtlicher und -taktischer Art für eine fachliche Fortbildung Sorge zu tragen.
stein zu dem in der Nähe von Gelnhausen bei Großenhausen entstehenden Erbhöfedorf Waldrode legen. Auf einem Gebiet, durch das schon zu Zeiten unserer Vorfahren eine uralte Handelsstraße von Westen nach Osten zog, wird genau so wie in Riedrode ein Erbhöfedorf erstehen, das vorerst 12 Erbhöfe von 40 bis 50 Morgen Land umfassen wird. U e b e r 6 00 Morgen Wald werden in fruchtbares Ackerland verwandelt, auf dem deutsche Bauern ihr Brot ernten werden. Die Gehöfte, von denen je sechs sich an der Dorfstraße einander gegenüber liegen werden, werden so geräumig gehalten sein, daß ein geordneter landwirtschaftlicher Betrieb gewährleistet ist. Eine Wohnküche sowie drei Zimmer im Erdgeschoß und zwei Zimmer und eine Kammer im Dachgeschoß werden im Haufe selbst Plc^ genug auch für eine große Familie bieten. Eine geräumige und Stallung sowie eine Holz- und Wagenhalle und die hat, | Dungstätte vervollständigen das Gehöft.
NSG. Im Kreis Gelnhausen war als einziges Krankenhaus das Städtische Krankenhaus in Gelnhausen vorhanden, das schon während der letzten Jahre in keiner Hinsicht mehr den Anforderungen aewachsen war, die unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse des Kreises an ein Derartiges Institut heute gestellt werden müssen. Auch Der Kreis, der das Haus von der Stadt übernahm, konnte in dem alten Bau keine Veränderungen mehr durchführen. Aus diesem Grunde wurde Der Bau eines neuen Kreiskrankenhauses — im früheren Kurpark — in Angriff genommen. Arn 1. Februar dieses Jahres wurde mit den Ausschachtungsarbeiten und am 1. März bereits mit dem Bau selbst begonnen. Nun ist der Bau so weit vorgeschritten, daß die Einweihung erfolgen kann. Der Neubau enthält alle Rä"mlichkeiten, die erforderlich sind um hundert Kranke, die ~ maltung, das Schwesternpersonal und alles, zu einem modernen Krankenhaus gehört,__,
nehmen zu können. Die (Einrichtung wurde nach Öen neuesten Erfahrungen beschafft. Das neue Krankenhaus, Dessen Patenschaft Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger übernommen


