Ausgabe 
17.9.1936
 
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Deutschlands Fußball-Elf gegen die Tschechoslowakei.

Das Fußball-Fachamt hat für den am 27. Sep­tember in Prag stattfindenden Länderkampf gegen die Tschechoslowakei die folgenden Spieler in Aus­sicht genommen: Tor: Jakob, Sonnrein; Verteidi­gung: Münzenberg, Munkert; Läufer: Rodzinski, Goldbrunner, Kitzinger; Sturm: Elbern, Gellesch, Lenz, Siffling, Szepan, Urban, Kobierski.

Hessens Mannschaft gegen Güdwest.

Zum Leichtathletik-Gaukampf.

Zu dem am 20. September in Hanau stattfinden­den Kampf der Leichtathletik-Mannschaften der Gaue Hessen und Südwest gibt jetzt, nachdem die Südwest-Vertretung bereits bekanntgegeben wurde, auch der Gau Hessen Vertreter an. Es sind dies:

100 Meter: Leineweber (Fulda), Jung (Diez). 20 0 Meter: Leineweber (Fulda), Jung (Diez). 4 0 0 Meter: Henkel (Wallau), Linke (Kassel). 8 0 0 Meter: Seibert (Staffel), Zehnter (Kassel). 150 0 Meter: Walpert (Kassel), Neu (Kassel), Kuntze (Kassel). 5000 Meter: Neidel I (Heu­chelheim). Neidel II (Heuchelheim), Schwertel (Limburg). 110 Meter Hürden: Hermann (Gießen), Sobottka (Kassel). Weit­sprung: Kermer (Kassel), Scheller (Fulda), Hochsprung: Peter (Lauterbach), Hahnebuth (Marburg). Stabhoch: Jung (Gießen), Janke (Kassel). Dreisprung Kermer (Kassel), Werner (Weilmünster).

Diskuswerfen: Kilo (Gießen), Luh (Gießen). Kugelstoßen: Luh (Gießen), .Hartung (Kassel). Speerwerfen: Menkel (Kas­sel), Hahnebuth (Marburg). Hammerwerfen: Storch (Fulda), Hermann (Marburg).

4X100-Meter-Staffel: Wieden (Kassel), 3ung (Diez), Leineweber (Fulda), Henkel (Wallau). AX400-Meter-Staffel: Seibert (Staffel), Linke (Kassel), Kermer (Kassel), Neu (Kassel).

Handball im Sportkreis Gießen.

Lchiedsrichteransehungen für den 20. September.

Holzheim Alsfeld (Faber, Groß-Rechtenbach); Atzbach Dorlar (Ploch, Mto. Gießen); Duten­hofen Garbenheim (Seibert jr.); Lang-Göns gegen To. Wetzlar II (Jung, Cleeberg); Hausen gegen SpDg. 1900 II (Geißler, Ruttershausen); Lich Mto. Gießen I (Ohly, Holzheim); Beuern gegen Londorf (Wallenfels); Romrod Wißmar (Hörr, Launsbach); 1846 Gießen Dutenhofen Jgd. (Georg); SpVg. 1900 Gießen Mto. Gießen 1. Jgd. (Jung, Klein-Linden); Krofdorf Mto. Gießen 2. Jgd. (Hermann, Wißmar); Holzheim gegen Garbenteich (Faber, Groß - Rechtenbach); Lich Grüningen Jgd. (Oyly, Holzheim); Lützel­linden Cleeberg Jgd. (Müller, Lang-Göns); Groß-Rechtenbach Hochelheim Jgd. (Weller, Atz­bach); Groß-Rechtenbach I Grüningen I (Weller, Atzbach); Ebersgöns Oberkleen Jgd. (Faber, Lang-Göns); Atzbach Wetzlar Jgd. (Ploch); Burgsolms Niedergirmes Jgd. (Schäfer, Garben­heim); Münchholzhausen Nauborn Jgd. (Kraft, Dutenhofen); Beuern Londorf Jgd. (Wallenfels); Romrod Allendorf Jgd. (Hörr, Launsbach).

Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck.

Wieseck I Staufenberg I 13:0.

Am vergangenen Sonntag stand die neu aufge­stellte erste Mannschaft des Turn-Vereins Wieseck der gleichen des Turnvereins Staufenberg gegen­über. Wieseck legte von vornherein ein mächtiges Tempo ins Spiel und führte nach zehn Minuten mit 3:0 und konnte bis zur Halbzeit das Resultat auf 6:0 erhöhen. Nach der Pause machte sich bei den Wiesecker Spielern die größere Spielerfahrung bemerkbar, und sie konnten in regelmäßigen Ab­stand auf 13:0. Durch die faire Spielweise beider Mannschaften hatte der Schiedsrichter ein leichtes Amt.

Vereins-Wettkämpse im Turnverein 1846 Gießen

Aus Anlaß des 90 jährigen Bestehens des Vereins.

Nachdem die Schwimmer und Paddler im Turn- roerein v. 1846 Gießen schon am 22. August d. I. Durch eindrucksvolle Vorführungen an der Lahn den ^Reigen der Veranstaltungen aus Anlaß des 90- jjährigen Bestehens des Vereins eröffneten und die ^Faustballabteilung am vergangenen Sonntag auf idem Universitäts-Sportplatz aus dem gleichen An- vaß ein gutbesetztes Faustballturnier zur Durchfüh­rung brachte, sollen nun am kommenden Sonntag, Den 20. September d. I., die übrigen Abteilungen Des Vereins vor der Oeffentlichkeit ihr Können unter Beweis stellen.

In der Turnhalle des Vereins am Oswalds- Karren treten vormittags die aktiven Turner aan, um im friedlichen Wettkampf den Sieger um Den feiner Zeit von der Gesellschaft Turnclub ge­stifteten Wanderpreis zu ermitteln. Der Verein ver- jügt in seinen Geräteturnern über eine große Zahl außerordentlich befähigter und schon bei vielen großen Veranstaltungen erfolgreicher Kräfte, so daß sin spannender Kampf zu erwarten ist.

Zur gleichen Zeit wartete die Tennisadtei- u n g auf dem Universitäts-Sportplatz mit einem Tennisturnier auf. Die Tennisspieler des Turn­end Sportvereins Butzbach, die am vergangenen Sonntag in Butzbach ihre Kräfte mit den Spielern Des Turnverein v. 1846 messen konnten, sind die Wegner. Beide Mannschaften befinden sich zur Zeit in ausgezeichneter Verfassung.

Der Sonntagnachmittag vereinigt dann die ge­samten ausübenden Mitglieder des Vereins auf Lern Universitäts-Sportplatz. Nach dem A u f - snarsch aller Abteilungen und der Fah­nenhissung beginnt für die Jugendturner der Wettkampf, der in Form eines Siebenkamp­fes in Geräte- und volkstümlichen Uebungen zum

Austrag kommt. Groß ist die Zahl der Jugendlichen, die diesen Wettkampf bestreiten werden, und das Kampfgericht wird alles aufbieten müssen, wenn es seine Ausgabe in der verhältnismäßig kurzen Zeit pflichtgemäß erfüllen will, denn bereits um 15.30 Uhr steigt ein Fußballspiel. Der Verein hat für dieses Treffen die Ligamannschaft der Spielver­einigung 1900 Gießen verpflichtet und die noch ver- hältnismäßrg junge Vereinself wird zu beweisen haben, ob sie diesem, über eine langjährige Spiel­erfahrung verfügenden Gegner gewachsen ist. Die Spielpause wird von den aktiven Turnern des Ver­eins ausgenutzt, um ihr Können am Sprungtisch mit Federsprungbrett zu zeigen. Die Tennisabtei­lung wird das bereits am Vormittag begonnene Turnier zum Abschluß bringen.

Den Abschluß der turnerischen und sportlichen Vorführungen auf dem Universitäts-Sportplatz oil- det ein Handballspiel der Vereins-Jugend­mannschaft, die sich als Gegner die Jugend des Turnvereins Dutenhofen ausersehen hat. Da die Vereinself über besonders gut veranlagte Kräfte verfügt, so dürfte ein flottes und ansprechendes Handballspiel zu erwarten sein.

Die Vorarbeiten für die reibungslose Durchfüh­rung dieses umfangreichen Programms sind mit der größten Sorgfalt getroffen woden, und alle diejenigen, die Gelegenheit nehmen werden, den Jubiläumsveranstaltungen des Turnvereins von 1846 Gießen als Zuschauer beizuwohnen, werden die Ueberzeugung gewinnen, daß auf dem Gebiete der Leibesübungen im Verein außerordentlich wert­volle Arbeit geleistet wird. Das Jubiläum des Turn­vereins von 1846 klingt aus mit den für den 17. und 18. Oktober 1936 in Aussicht genommenen fest­lichen Veranstaltungen.

Vor den FußbaMmpfen der Kreisklasse im Sportkreis Gießen.

Ein fteberblick.

Nachdem der Start der Bezirksklasse am ver­gangenen Sonntag erfolgt ist, treten am kommen­den Sonntag die Kreisklassen des Kreises Gießen in allen Gruppen in Tätigkeit. Der Sportkreis Gießen, der seither die politischen Kreise Gießen und Wetzlar umfaßte, hat durch die Zuteilung der bisher selbständigen Kreise Alsfeld und Dillenburg eine beträchtliche Erweiterung erfahren. Die Ge­samtzahl der Vereine ist dadurch auf über 100 ge­stiegen. Hierdurch wurde eine Aenderung der seit­herigen Kreisklassen erforderlich. Besonders in der Kreisklasse Gießen tritt eine merkliche Veränderung ein. Hier war seither eine 1. Kreisklasse tätig, die nunmehr durch den Zugang von Alsfeld und Hun­gen eine Teilung erfahren muß. Es wurden fol­gende Einteilungen vorgenommen:

1. Kreisklasfe Gießen, Gruppe A: Teutonia Steinberg, FC. Garbenteich, Spvg. Leih­gestern, To. Klein-Linden, FC. Steinbach, VfR. Lich und Spv. Hungen.

1. Kreisklasse Gießen, Gruppe B: Spv. 06 Alsfeld, Spv. Heuchelheim, FC. Grünberg, FC. Großen-Buseck, FC. Alten-Buseck, SC. Dau- bringen, Spv. Rodheim und To. 1846 Gießen.

1. Kreisklasse Wetzlar, Gruppe A: Wetzlar-Niedergirmes, Aßlar, Werdorf, Ehrings­hausen, Holzhausen, Ulm, Hermannstein.

1. Kreisklasse Wetzlar, Gruppe B: Spsr. Wetzlar, Nauborn, Oberbiel, Burgsolms, Alds- hausen, Steindorf, Leun und Philippstein.

1. Kreisklasse Dillenburg: Allendorf, Flammersbach, Herborn, Herbornseeloach, Langen­aubach, Nanzenbach, Niederscheld, Offenbach (Dill), Straßebersbach, Wissenbach.

2. Kreisklasse Gießen: Wißmar, Launs­bach, Bieber, Steinberg II, Lich II, Heuchelheim II, Großen-Linden, Rüddingshausen, Londorf, Staufen­berg.

2. Kreisklasse Wetzlar: Burgsolms II, Büblingshausen, Schwalbach, Münchholzhausen, Aßlar II, Spv. Wetzlar III, Niedergirmes II, Spfr. Wetzlar II, Spfr. Wetzlar III und Blasbach.

2. Kreisklafse Dillenburg: Altenkirchen, Ballersbach, Dillbrecht, Donsbach, Eibelshausen, Eiershausen, Eisemroth, Hörbach, Mandeln, Man­derbach, Merkenbach, Oberscheld, Rittershausen, Sechshelden, Schönbach, Tringenstein, Uckersdorf, Weidelbach, Oberroßbach, Steinbach.

In der 1. Kreisklasse Gießen der Gruppe A scheint in dem FC. Teutonia Stein­berg der voraussichtliche Sieger gegeben zu sein. Die Mannschaft, die seither in der Bezirksklasse wirkte, zeigte in den letzten Gesellschaftsspielen eine solide Form. Die anderen Teilnehmer sind ziemlich ausgeglichen in ihrem Können.

In der Gruppe B ist ein so klarer Favorit nicht zu verzeichnen. Hier könnte man Alsfeld, das ebenfalls aus der Bezirksklasse abgestiegen ist, etwas zutrauen. Die weiteren Teilnehmer sind eben­falls wie die der anderen Gruppe gleich stark. Viel­leicht gelingt es Heuchelheim seinen seitherigen 2. Tabellenplatz diesmal noch zu verbessern.

In der Gruppe Wetzlar A ist auch ein seit­heriger Bezirksligist (Niedergirmes) vertreten, der den Versuch, über die Gruppenmeisterschaft wieder in seine seitherige Umgebung zurückzukehren, nicht unversucht lassen wird. Aßlar, Werdorf und Ehrings­hausen werden jedoch nicht untätig zusehen. Beson­ders Aßlar wird seinen Vorjahrssieg zu wieder­holen bestrebt sein.

In der Gruppe B von Wetzlar sind Sport­freunde Wetzlar, Nauborn, Burgsolms und Oberbiel die Anwärter auf die ersten Plätze. Sollte es Spst. Wetzlar gelingen, die Lücken, die durch die Versetzung der Soldaten entstanden sind, mit entsprechenden Kräften aufzufrischen, dann sollte eine Wieder­holung der vorjährigen Meisterschaft möglich sein.

Aus der Dillgruppe liegen zu wenig Vergleichs­möglichkeiten vor, um sich "einigermaßen ein Bild zu machen. Ueberrascht wären mir nicht, wenn der Sieger RbSpo. Herborn heißen würde.

In der 2. Kkeisklasse derGruppe Gie­

ßen werden Großen-Linden, Londorf und Stein­berg II die meisten Aussichten haben. Staufenberg und Rodheim nehmen zum erstenmal an den Der« bandsspielen teil und werden sich hier erst einstellen müssen. Die Reserven von Heuchelheim und Leih­gestern werden mit Abstellungen an die 1. Mann­schaft zu rechnen haben, was sich bei der Gesamt­leistung bemerkbar machen dürfte.

In der Gruppe Wetzlar könnte man auf Büblingshausen vertrauen. Die Elf, die im ver­gangenen Jahre aussetzte, wirkte früher in der 1. Kreisklasse mit bestem Erfolg.

Aus oer Ergebnisliste des Kreisfrauen­turnens in Wetzlar-Niedergirmes.

Tumerinnen-Ober stufe.

(20 Teilnehmerinnen, 19 Siegerinnen.)

1. Aenne Schwarz, Tv. Dillenburg 1843, 165 P.; 2. Klara Amend, Krofdorf, Erika Schneider, Tv. 1847 Wetzlar, 152 P.; 3. Anna Weinandt, Großen- Linden, 149 P.; 4. Hanni Hirdes, Tufpo 03 Wetz­lar-Niedergirmes, 144 P.; 5. Margret Pliefke, To. Dillenburg 1843, 142 P.; 6. Helma Schmieder, To. 1846 Gießen, Martha Wagner, To. Lang-Göns, Emma Lotz, To. 1846 Gießen, 140 P.; Lina Erb, To. Wieseck, Erika Grübl, To. Straßebersbach, 138 P.; Hilde Valentin, To. Krofdorf, 137 P.; Luise Weiß, To. Großen-Linden, 136 P.; Henny Ob­mann, Mto. Gießen, 129 P.

Turnerinnen-Unterstufe.

(31 Teilnehmerinnen, 29 Siegerinnen.)

1. Anna Buß, To. 1847 Wetzlar, 163 P.; 2. Li­selotte Fremd, To. 1847 Wetzlar, 144 P.; 3. Thea Derksen, To. Braunfels, 142 P.; 4. Marie Uhrhan, To. 1860 Lich, Hedwig Schmidt, Tv. Lang-Göns, 136 P.; 5. Paula Schäfer, To. 1860 Lich, 131 P.; 6. Erika Humme, To. Sinn, Gretel Weinert, Tv. Straßebersbach, 130 P.; 7. Klara Stork, To. Krof­dorf, 129 P.; 8. Hilde Würtz, To. Krofdorf 128 P.; 9. Liefe! Naumann, To. 1846 Gießen, Anni Wirbel« auer, Tv. Wieseck, 127 P.; 10. Irene Wintterlin, Tv. 1846 Gießen, 125 P.; 11. Anneliese Lamm, To. 1846 Gießen, 124 P.

3ugenbhirnerinnen, Oberstufe

(62 Teilnehmerinnen, 51 Siegerinnen).

1. Margret Seim, Mto. Gießen, 162 Punkte;

2. Luise Friedrich, Dillenburg 1843, 154; 3. Christel Herbert, 1846 Gießen, 153; 4. Hilde Lang, Dillen­burg 1843; 151; 5. Erna Sack, Heuchelheim, 149; 6. Anna Sack I, Heuchelheim, Annemarie Ziegler, 1846 Gießen, 148; 7. Hilde Kreck, Straßebersbach, 147; 8. Margot Köhlinger, 1846 Gießen, 145; 9. Anneliese Fey, Dillenburg, 142; 10. Anneliese Zoll­mann, Mto. Gießen, 141; 11. Erika Klinkler, Gro- ßen-Buseck, 136; 12. Elli Keul, Aßlar, Rosa Haas, Sinn, Irmgard Koch, Herborn, 135; 13. l r.imi Schöttler, Großen-Linden, 133; 14. Irmgard Braun, Wieseck, 132; 15. Lina Sommer, Mudersbach, 131 P.

Jugendturnerinnen, Unterstufe

(177 Teilnehmerinnen, 174 Siegerinnen).

1. Gertrude Schmidt, Mto. Gießen, 141 Punkte; 2. Sufi Müller, 1846 Gießen, Emmi Fink, Kinzen­bach, 131; 3. Christel Flörke, 1846 Gießen, 129; 4. Hildegard Keßler, Großen-Linden, 127; 5. Marie Schäfer, Großen-Buseck, Lieselotte Krausch, Mto. Gießen, 126; 6. Erna Hahn, Heuchelheim, Lotti Röhm, 1846 Gießen, Hilde Pflüger, Mto. Gießen, Irmgard Neidel, Heuchelheim, Ella Schwalb, Wie­seck, 125; 7. Emmi Weber, Atzbach Luzi Neidüll, Nauborn, Paula Weber, Dillenburg, Gerta Volk­mann, Heuchelheim, Irmhild Schmidt, Gießen, Jo­hanna Uhrhan, 1860 Lich, 124; 8. Anneliese Döbus, Wieseck, Edelgard Götze, Dillenburg, Emmi Rein- städtler, Heuchelheim, 122; 9. Gertrude Kuhl, 1846 Gießen, 121; 10. Hilde Artz, Großen-Linden, Ger­trude Staub, 1846 Herborn, Hildegard Nell, Dillen­burg, 120; 11. Ursel Röhr, 1846 Gießen, 119; 12. Milli Bungershausen, Wieseck, Elfriede Hild, 1846 Herborn, 118 Punkte.

Letzter Wiesenstrauß.

Bon Peter Bauer.

Ein wolkenlos blauer Septemberhimmel über­spannt wie eine riesige Fermate den gedämpften Schlußakkord der Wiesen, den letzten Zusammenklang von tjarben und Düsten, als könnte er den schon verwehenden Hall an die Erde bannen, die ihn her­vorbrachte. Aber der Bauer, der Grummet braucht, um einen langen Winter hindurch seinen Tieren »ie Raufen zu füllen, gibt keinen Tag Frist mehr. » Die Sonne soll ihm Halme und Blüten trocknen »elfen, dürr und duftig muß das Futter unter Dach j'ommen. Darum rasseln die Mähmaschinen und hrren die Sensen...

Ich t)abe Mühe, mir einen Strauß letzter Bluten u retten, der dauerhafter als alle Gartenblumen mir lange noch mein Zimmer mit feinen herben Honigdüften und feinen sanften Farben beglücken wird: Ein Stück Himmelblau hat sich jede Blüte er Wegwarte eingefangen, die auf hohem hartem Stengel vereinzelt leuchten. Schade, daß ihr freund­licher Glanz so rasch vergreist. Morgen werden sie m Glas oder Krug schon grau fein. Kleine mein» ote Sonnenräder, strotzend von Kraft und Fülle, -mtfaltet immer noch die Skabiose, und die Schas- :;arL*e hält ihre weißen Sonnenschirme so kerzen- :;raö und lichtgläubig, als ginge es der Sonne ent­gegen und nicht von ihr fort. Sie ist die letzte Wiesenblume in Weiß. Einen Schirm wie sie ent- : reitet auch der Rainfarn. Aber feine Bluten sitzen mcht dicht, schließen sich nicht zu einem lücken- □fen Dach, sondern jedes Stäbchen des Schirms trägt an seinem Ende einen goldenen Knopf, eine Lichtschale, so daß die ganze Blüte einem Kronleuch- Lr gleicht, wenn man sie am Stengel sich aufge- ängt denkt. Die meist strauchartig wachsende Blume verdankt ihren Namen den Blättern, die wie eine verkleinerte Form von Farnen aussehen. Dotter« iielb flammt auch noch das Johanniskraut, obschon 1 fiele der zarten Blütenblättchen schon wie Funken im Wind verweht sind. Sein schönstes Feuer ist der Muttergottes geweiht. Es blüht am reichsten um 1 Mariä Himmelfahrt und verlodert dann in we° \ Kigen Tagen, wenn auch da und dort noch verein- 1 i'-elle kleinere Flämmchen von neuem aufzüngeln.

Den farbenreichen Arten einer in Bauerngärten be­liebten Blume, der ihre Blütenform den furcht- irregenben Namen Löwenmaul eingetragen hat, seicht das zierliche Leinkraut, das gern kleine In- Tln bildet, die in zartem Schlüsselblumengelb weit- i'in leuchten. Nur die aufgeroulftete Unterlippe der ; Llüte ist dunkler getönt Zu zierlichen aufrechten

Blütentrauben haben sich die Stengel der Hau­hechel ausgewachsen, die in sanftem Rosa schimmern. Aber es ist gefährlich, achtlos nach den Blüten zu greifen, denn in allen Achseln der verästelten Sten­gel sitzen tückische Dornen bis dicht über der Erde. 21 uf hohem Schaft trägt der Spitzwegerich seine Blütenähre wie eine Laterne. Ihn überragt noch der rostrote oder auch dunkler getönte Sauerampfer, der in feiner Farbe am herbstlichsten anmutet, weil er an kahle Ackererde erinnert, obwohl er schon seit Frühlingstagen seine spärlichen Blütenfackeln lo­dern läßt.

Zwei Kohlweißlinge streunen in luftigen Schnör­keln auf und ab. Sorglos verliebt und berauscht von dem bißchen Sonne treiben sie wie ein winzi­ger weißer Wimpel über meinen Heimweg und ver­wehen im Blauen.

Störche in England

Wie es denen ans Nossitten erging.

Der Versuch, Storche in England einzubürgern, wird dauernd im Lande mit dem größten Interesse verfolgt, und das merkwürdige ist, daß die Eng­länder noch immer Gelegenheit haben, sich mit diesen Einwanderern zu beschäftigen, weil ein Teil von ihnen noch nicht die längst fällige große Reise nach dem Süden angetreten hat. Die ganze An­gelegenheit beschäftigt insbesondere dieTimes" so sehr, daß sie laufend Berichte darüber bringt und die Schicksale der Störche in allen Einzelheiten be­handelt. Ueberall, wo die Störche auftauchen, sam­melt sich die Bevölkerung der Umgegend und staunt über die fremdartigen Tiere, deren Benehmen ihr oft genug wunderlich erscheint. Und da die Bevölke­rung im ganzen Lande aufgefordert ist, Nachricht zu geben, wenn eins dieser seltsamen Tiere auf­taucht, so kommen die Meldungen tatsächlich von allen Seiten zu dem Direktor des Museums von Haslemere, der den Versuch unternommen hat.

Am 25. Juli waren 19 Störche von der Vogel­warte Rossitten in England als junge Tiere einge­troffen, nachdem ein Versuch, Eier in England von Reihern ausbrüten zu lassen, an deren Widerstand gegen die ihnen ins Nest gelegtenBastarde" ge­scheitert war. Sie wuchsen auch ganz gut auf, dank der sorgfältigen Pflege und Fütterung,' die ihnen in Kent zuteil wurde. So lange sie dort blieben, bis zum 12. August, hat man ihnen 220 Kaninchen und 400 Kilo Fisch vorgesetzt, da ihre Lieblingsspeise, die Frösche, nicht in genügender Menge zu beschaffen war. Am Tage der Abreise mußte einer zurück­

bleiben, da er eine Beinverletzung davongetragen hatte, und diesen mußte man später, um" feinem Leiden ein Ende zu machen, töten. Von den übri­gen kamen 13 nach längerer Irrfahrt, während der sie an verschiedenen Stellen beobachtet worden waren, augenscheinlich stark ermüdet, am 19. August auf der Insel Wight an, wo sie sich in Bembridge niederließen. Hier blieben sie nur vier Tage, dann sah man, wie sie zu ihren großen Kreisflügen über dem Dorf aufstiegen und später nach Westen ver­schwanden. Ein Storch schien dem Abenteuer aber abgeneigt, blieb zurück und hockte auf dem Kamin eines Hauses, um nur zur Nahrungssuche herabzu­fliegen.

Das Storchabenteuer war damit aber für Eng­land noch nicht beendet. Zur größten Ueberraschung der Dorfbewohner und später ganz Englands kehr­ten sechs von den Abgeflogenen, nachdem sie eine Woche abwesend waren, nach Bembridge zurück und ließen keinerlei Neigung mehr erkennen, die große Reise nach Afrika anzutreten. Am folgenden Tage kam noch ein siebenter Storck nach, und es herrschte augenscheinlich eine lebhafte Freude des Wiedersehens in der Familie; jeder einzelne kam an den Wiedergefundenen heran, und sie rieben die Schnäbel aneinander. Alle sahen jetzt weniger er­müdet aus und bewegten sich sehr lustig, aber die Beobachter waren doch enttäuscht, daß sie nicht, wie sie erwarteten, glänzend weiß und schwarze Vogel vor sich sahen, sondern eher schmutzig graue; sie wußten noch nicht, daß das Gefieder des Stor­ches erst seine volle Schönheit erhält, wenn er ganz herangewachsen ist. Sie waren auch durchaus freund­lich miteinander, und nur ein kurzer Kampf ohne ernsthafte Folgen störte den Frieden der Familie.

Nur eine Ausnahme gab es, eben den Storch, der schon die achttägige Reise nicht mitgemacht hatte. Er war sichtlich unangenehm berührt, als feine Brü­der und Schwestern zurückkehrten und an der Gast­freundschaft der Dorfbewohner teilhaben wollten, die er bis dahin allein genossen hatte. Er entfernte sich sofort auf ein anderes Feld und blieb auch die Nacht über auf einem Kamin, der fern von dem Hause lag, auf dem sich die Familie niedergelassen hatte. Wenn die Storche sich auch alle recht zu­traulich zeigten, mit den Hühnern und Enten und den Hauskatzen, die sie zuerst sehr mißtrauisch ange­sehen hatten, enge Freundschaft schlossen, und auch die Menschen ruhig an sich herankommen ließen, so hatte der Einzelgänger die Zeit der Abwesenheit der anderen benutzt, sich überall besonders lieb Kind zu machen. Er dachte gar nicht mehr daran, be­schwerliche Flüge zu unternehmen, sondern wartete ruhig draußen an der Küchentür, wie es einem

Storche zukommt, auf einem Bein stehend, bis man ihm einen oder zwei Heringe oder ein totes Kanin­chen herausbrachte; nur manchmal gab er einen Laut von sich wie eine Krähe, wenn es etwas zu lange dauerte. Er ließ auch ruhig jeden herankom­men und das Bein betrachten, das einen deutschen RingB 63 769" und einen Ring von Haslemere 06" trägt.

Man fragt sich nun allgemein, wie der Storch­versuch weiter verlaufen wird. Es ist merkwürdig, daß die Storche noch immer auf der Insel Wight bleiben. Ende August war zwar schönes Wetter, aber dann setzten Regen und Sturm ein. Man weist auch darauf hin, daß sie in der Nachbarschaft noch immer reicklich Nahrung finde», besonders auch Fische aus den Flüssen. Man wartet mit Spannung darauf, daß sie sich endlich entschließen werden, den Kanal zu überfliegen, und man hat sich bereits die Mitarbeit von Vogelfreunden von Belgien und Frankreich gesichert und auch an eine Reihe von Zeitungen in Afrika Mitteilungen über den Versuch gesandt, um Nachricht zu erhalten, wenn ein mit dem englischen Ring ausgezeichneter Storch gesich­tet wird. Noch großer aber ist die Spannung, wie sich die Storche im nächsten Frühjahr verhalten werden, ob sie zu ihrem Geburtsland nach Ostpreu- ßen ober in ihre Adoptivheimat England zurück­kehren.

Zeitschriften.

lieber den eigenartigen letzten unabhängigen Negerstaat Afrikas Liberia berichtet der Forscher A. R. Lindt im Septemberheft der Monatsschrift Deutsche Rundschau" (Verlag Bibliogr. Institut Leipzig). DieHerrschenden Klassen Libe­rias" stammen von amerikanischen Negern ab, frei­gelassenen Sklaven, die eine Wohltätigkeitsgesell« fchaft der Vereinigten Staaten zu Beginn des letzten Jahrhunderts nach Westafrika transportierte. Trotz der Rafsengemeinfchaft besteht zwischen den Ein­wanderern und den Eingeborenen eine tiefe Kluft. Liberia ist es bis heute nicht gelungen, aus seiner Bevölkerung eine Nation zu schaffen. Sein staat­liches Leben erschöpft sich im Zwiespalt zwischen zivilisierten Negern und Eingeborenen. E. Sam« Haber berichtet überProbleme und Möglichkeiten der Südafrikanischen Union. Adolf Reichwein liefert einen Aufsatz über dieRohstoffe im Krästespiel der Zeit". Lydia von der Pahlen spricht über eilt indogermanisches Volk im Kaukasus, die Osteten. Gerhart Pohls RomanDie Brüder Wagemann* findet feinen Abschluß.