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Rückkehr unserer SA. von Nürnberg
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Abt.
Die Hölle der Verbannten in Sowjetrußland.
Viele hunderttausend Russen, die sich oft nur in geringfügigster Weise gegen die sowjetrussischen An» ordnungen vergangen hatten, wurden nach Sibirien oder Nordrußland in bie Zwangsarbeitslager geschickt, wenn sie die Kugel der GPU. verschonte. Unter furchtbaren Dualen und Mit den aller» primitivsten Werkzeugen müssen die Zwangsarbeiter hier zuweilen 48 Stunden hintereinander arbeiten. Diese Aufnahme wurde beim Bau des Weißmeerkanals in Nordrußland gemacht. Spitze, Hacke, Handkarren und Bretter, das ist die ganze technische Ausrüstung der Zwangsarbeiter. Damit müssen sie den Untergrund, der nur aus Steinmassen besteht, bearbeiten. Die Kontrolle über die Zwangsarbeiter liegt fast durchweg in jüdischen Händen. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Brigadeführer.
Deutsche Arbeitsfront für Berufserziehung und Betriebsführung.
** Richtigstellung. In der gestrigen Notiz „Ein Fünfundsiebzigjähriger" muß der Name richtig heißen: Pletz, nicht Platz.
** KdF. -Betriebsausflug der Holz» warenfabrik Emil H. Müller, Gießen. Man berichtet uns: „Kraft durch Freude", unter diesem Zeichen stand der vergangene Samstagnachmittag für die über 60 Mann starke Gefolgschaft der Firma Emil H. Müller, Holzwarenfabrik, Gießen, die unter Mitwirkung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" einen Betriebsausflug unternahmen. In zwei großen Postomnibussen ging die Fahrt in Richtung Bad-Nauheim, Usingen, durch das schöne Weiltal nach Weilburg, der Perle des Lahntales, und vereinte dort im schöngelegenen Schloßcaf6 die Gefolgsmänner an einer Kafeetafel. Zn bester Stimmung wurde die Fahrt über Braunfels, Wetzlar nach der alten Goethestätte Garbenheim fortgesetzt, wo eine treffliche Tafel die Gesellschaft erwartete. Der Betriebsführer und die Gefolgsmänner ließen es sich nicht nehmen, in herzlichen Worten ihrer Freude über die gelungene Veranstaltung Ausdruck zu verleihen. Mit einem Dank an den Führer wurde zum geselligen Kameradschaftsabend übergeleitet. Zahlreiche Darbietungen ließen die schönen Stunden allzu schnell vorübergehen. So hat diese Fahrt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gefolgschaft aus ihrem Werktag heraus und über ihren Werktag hinaus enger gestaltet und gestärkt zu neuen Taten.
** Schwerer Verkehrsunfall an der Straßenkreuzung Ludwig st raße-Lie- b i g st r a ß e. Am gestrigen Mittwochmittag ereignete sich an der Straßenkreuzung Ludwigstraße- Liebigstraße, an der sich erst vor wenigen Wochen ein tödlicher Verkehrsunfall ereignete, wieder ein schwerer Verkehrsunfall. Ein mit zwei Personen besetztes Personenauto, das die Liebigstraße in der Richtung West-Ost durchfuhr, stieß an der Kreuzung auf einen Radfahrer, der vom Studentenheim her die steile Ludwigstraße herunterkam. Der Radfahrer, namens Bechtold von Gießen, wurde einige Meter weit fortgeschleudert und blieb mit einer schnüren Kopfverletzung bewußtlos liegen. Rasch hinzukommende Personen leisteten dem Verunglückten die erste Hilfe und verbrachten ihn in die Wohnung eines benachbarten Arztes. Wenige Minuten später erschien die Freiwillige Sanitätskolonne und überführte den bedauernswerten Mann in die Chirurgische Klinik. Die Polizei weilte ebenfalls wenige Minuten später am Platze und nahm den Tar» bestand auf. Das Fahrrad wurde zertrümmert. Die Insassen des Personenautos kamen mit dem Schrecken davon
20, Unterkohlrabi 8 bis 10, Erbsen 25 bis 30, Tomaten 10 bis 15, Kürbis 5 bis 6, Pilze 15 bis 30, Kartoffeln, 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mark, Frühäpfel, kg 10 bis 15 Pf., Falläpfel 3 bis 6, Birnen 10 bis 15, Zwetfchen 6 bis 7, Brombeeren 30 bis 35, Preiselbeeren 38 bis 40 Pf., junge Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 40, Salat 8 bis 10, Salatgurken 5 bis 20, Einmachgurken 1 bis 3, Endivien 5 bis 15, Dberkohl» rabi 4 bis 10, Lauch 5 bis 8, Sellerie 20 bis 25, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 10 Pf.
Chorleiterkurs
und kirchliche Singwoche auf Burg Hohensolms vom 12. bis 17. Oktober.
EPNH. Der Landesverband evangelischer Kirchenchöre lädt zu dieser Woche alle diejenigen herzlich ein, welche in Beziehung zur kirchlichen Chor- und Singarbeit stehen (Kirchenmusiker, Geistliche, Jugendleiterinnen, Gemeindehelfer und Sänger und Sängerinnen der Kirchenchöre). Die Erfahrungen und Erkenntnisse der kirchenmusikalischen und liturgischen Erneuerungsbestrebungen der letzten Jahre sollen der praktischen Chorarbeit nutzbar gemacht werden. Auf dieser Grundlage soll eine gemeinsame Willensrichtung aller kirchlichen Singarbeit herausgebildet werden.
Gestern hielt das Lieferauto eines Möbelgeschäfts vor dem Hause. Der junge Mann hatte sich e-ne Zigarette angezündet und schaute zu, wie die Man- , ner eine Zimmereinrichtung hinauftrugen. Er blies zufrieden den Rauch in die Luft und gab zuweilen kleine Anweisungen. Ich hatte ihn zuerst cür einen Büroangestellten gehalten, aber als er dem Drang nicht widerstehen konnte, eine Matratze zu betasten, verriet sich mit jeder Handbewegu.iq der junge Kaufmann eines Geschäftshauses. Auch die Art, wie er mit lässigen Schritten auf und ab ging und plötzlich etwas kennerisch betrachtete, ließ darauf schließen. Er schien mir in diesem Augenblick die unbewußte Kopie seines Chefs zu sein, dessen Selbstherrlichkeit er wie ein nie erreichbares Glück empfand, das man nur gelegentlich einmal in der Phantasie besaß und sich daran berauschen konnte.
Die junge Frau wird jetzt wohl Gardinen und Vorhänge nähen und sie, falls sie Geschick dazu hat, selber aufhängen. Ein Fenster ist das Gesicht einer Wohnung. Es soll hell und freundlich in die Straße schauen, von zarten Gardinen überschleiert wie ein strahlendes Auge, dem erst die seidigen Säume langer Wimpern höchste Schönheit verleihen. Es soll immer viel Glück herauslachen, aus schimmernden Fenstern reihen sich frohe Straßen.
Die junge Frau wird, über ihre heimlibe Arbeit gebückt, lächeln, wenn sie dies liest. Sie lat sich alles so entzückend zurechtgedacht und zurechtgedichtet, daß sie der Ueberzeugung ist, niemand wird es schöner machen und schöner haben p5^ie-
Vornoi'zen
Tageskalender für Donnerstag.
Gloria-Palast, Seltersweg: ..Kaiser von Kalifornien". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Schluß- akkord".
Gi^unq öes provinzialaussämsses
Am gestrigen Mittwoch um 11.04 Uhr traf der Sonderzug der SA. mit den Nürnberg- Fahrern der SA. - Standartell6, oom Parteitag der Ehre zurückkommend, auf dem hiesigen Bahnhof ein. Zum Empfang der ankommenden SA.-Kameraden hatten sich der Spielmannszug und der Musikzug der Gießener SA., sowie em Ehrensturm am Bahnhof eingefunden.
Nachdem das Feldzeichen der Standarte 116 und die Sturmfahne der Gießener Stürme unter den Klängen des Präsentiermarsches aus dem Bahnhofsgebäude herausgetragen waren, formierte sich die Marschkolonne unter dem Befehl des Standartenführers Lutter, unter dessen Führung bie Nürnberg-Fahrer bas große Erlebnis bes Parteitages gewonnen hatten, zum Marsch nach bem Stanbarten- gebäube. Die Musik an ber Spitze, bann hinter dem Standartenführer das Feldzeichen der Standarte und die Sturmfahnen, hierauf die starke Marscheinheit der Nürnberg-Fahrer, zum Schluß der Ehrensturm, so ging der Marsch durch bie Bahnhofstraße, Liebigstraße, Frankfurter Straße, Seltersweg, Sonnenstraße zum Standartengebaube am Lanbgraf-Philipp-Platz.
Vor bem Stanbartengebäube nahm ber staub ar- tenführer ben Vorbeimarsch seiner SA.-Männer ab. Anschließenb rückten bie Marschgruppen in ben Hof bes Stanbartengedäubes ein, wo sie noch einmal vor ihrem Standortführer aufmarschierten.
Standartenführer Lutter
richtete hier eine kurze Ansprache an die Kameraden ber Nürnberg-Fahrt, denen er das große Erlebnis des Parteitages noch einmal in packenden Worten vor Augen stellte. Besonders erinnerte er an ben für jeben SA. - Mann unvergeßlichen Augenblick, an bem er bem Führer ins Auge sehen bürste. Wenn bie SA. - Männer nunmehr roieber nach
Aus der Provinzialhauptstadt.
Oer Einzug.
Trotzdem es ein Einfamilienhaus ist, war der Oberstock, der mit einem mehr breiten als hohen Fenster die beste Straßenansicht hat, lange Zeit an ein junges Paar vermietet, bis bei diesem der Dritte im Bunde sich einstellte, und die Räume zu eng wurden. Nun blieben wochenlang die Fenster nackt und bloß und mit beiden Flügeln, wenn es nicht gerade hineinregnete, offen, wie bei einem Reinemachen. Man konnte ihm ansehen, daß die Wohnung verlassen war und daß sie sich in ihrem Zustand sehr unwürdig und unnütz vorkam.
Da erhielt sie unerwartet Besuch: Zwei blutjunge Menschen sahen sich ihre Räume an. Sie hatten offenbar die Absicht, ein Heim zu gründen. Nach einer Weile blickten sie zum Fenster heraus auf bie Straße. Der junge Mann räkelte sich mit verschränkten Armen so breit hin, als er konnte. Er fühlte sich schon zu Hause unb erklärte, geschwollen von Selbstbewußtsein, seinem schmalen Frauchen bie Umgebung. Wenigstens ließen seine ba- unb unb borthin beutenben Gesten dar- auf schließen. Sie hörte sich lächelnb seine Belehrungen an, ohne indessen ihre leuchtenden Augen von den gegenüberliegenden Vorgärten abzuwen- ben. Da blühten Malven, Flox, Dahlien, Glabiolen, Astern und Jmmertellen in bunter Fülle und in verschwenderischem Wetteifer, einander an Farbenschönheit und Adel in den Formen zu übertreffen. Aber keine von ihnen allen war der königlichen Anmut der Rosen gleich, die in Purpur und Rosa, in Gelb und Weiß ihre Knospen sprengten oder bereits in voller Entfaltung prangten. Die junge Frau träumte wohl, das wäre nun immer so. Gs blühten immer Rosen vor ihren Blicken ... Sie erschrak, als ihr der junge Mann auf die Schulter tippte und ihr mit einem Blick auf feine Uhr bekundete, daß es Zeit fei, zu gehen.
Arbeitswoche für Bilanzbuchhalter.
Die Gaubetriebsgemeinschaft „Handel" der Deutschen Arbeitsfront, Abt. Berufserziehung, führt in der Zeit vom 11. bis 17. Oktober eine Arbeitswoche für Bilanzbuchhalter durch. Ziel dieser Arbeitswoche ist die Ablegung der Bilanzbuchhalter- Prüfung. Voraussetzung zur Teilnahme an dieser Arbeitswoche ist die einwandfreie Beherrschung der doppelten Buchführung einschl. Abschluß. Jeder selbständige und auch jeder leitende Kaufmann hat Gelegenheit, sich in der Arbeitswoche für Bilanzbuchhalter all das zu erarbeiten, was zur Beherrschung einer wirklichen Bilanzsicherheit notwendig ist.
Auskunft und Anmeldung: Kreiswaltung der Deutschen Arbeitsfront, Abt. f. Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, Schanzenstraße 18, Telephon 3275.
In einem Rundschreiben an verschiedene Firmen wurde irrtümlich der Beginn und das Ende der Arbeitswoche in den Monat September verlegt. Wir bitten dies zu beachten
NSDAP. Ortsaruvpe Gieren-Süd
D. Seite 80 Jahre alt.
EPNH. Am Sonntag, 13. September, beging ein Mann die Feier seines 80. Geburtstages, ber vor Jahren auf bas geistige Leben Darmstabts großen Einfluß gehabt hat; ber Direktor bes Prebiger- feminars in Friedberg, Professor i. R. und früherer Stadtpfarrer D. Veite.
18 Jahre lang, von 1901 bis 1927, war er an der Stadtgemeinde in Darmstadt als hochgeschätzter Prediger tätig. Fast während dieser ganzen Zeit hat er zugleich das verantwortungsvolle Amt des ersten Pfarrers, d. h. des Leiters der Gesamtgemeinde Darmstadt versehen. In erstaunlicher geistiger Lebendigkeit hat der schon Betagte sich noch in bie schwierigen theologischen unb weltanschaulichen Fragestellungen der Nachkriegszeit eingearbeitet, daß ihm die Stelle eines Professors und später Direktors an bem Predigerseminar in Friedberg anvertraut werden konnte. In dieser Zeit, in der die theologischen Jahrgänge besonders stark waren, hat er im Laufe der 8 Jahre, die er in Friedberg tätig war, über 150 junge hessische Theologen ausgebildet, die heute überall im Lande wirken. Auch als Mitprediger war er in Friedberg sehr geschätzt.
Konrad Wilhelm D e 11 e entstammt einer hessischen Bauernfamilie. Er ist als Sohn eines Landwirtes am 13. September 1856 in Lang-Göns geboren. Erst mit 14 Jahren ist er von der Volksschule zur Höheren Schule übergegangen, und hat dann doch leicht das Studium bewältigt. Er war in den Jahren 1880 bis 1882 Pfarrverwalter in Büdingen und Butzbach, dann in den Jahren 1882 bis 1901 Pfarrer in Melbach, Friedberg und Worms. Don Worms kam er nach Darmstadt.
Auch in seinem hohen Alter ist D. Veite noch geistig lebendig. So ist er noch im Vorjahr mit einer Schrift hervorgetreten, in der er zu den Fragestellungen der Gegenwart Stellung nimmt. Sein ganzes Leben lang ist er einer modernen, für neuere wissenschaftliche Ergebnisse aufgeschlossenen Theologie zugewandt gewesen und dieser Haltung auch bis zuletzt treu geblieben. Das hat ihn befäbiat, noch in späten Jahren so gegenwartsnah zu wirken.
Gießener Wochenmarktpreise
* Gießen, 17. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkeröibutter, XA kg 1,57 Mark, f. Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Markenbutter
Hilfskasse.
Alle Angehörigen der SA., SS., Marine-SA., Reiter-SA. und des NSKK., die im Bereich der Ortsgruppe Gießen - Süd wohnen, können ihren Beitrag zur Hilfskasse noch entrichten, und zwar: Mittwoch, 16. September und Freitag, 18. September, in der Zeit von 20 bis 22 Uhr in den Geschäftsräumen der Ortsgruppe, Frankfurter Straße 29, H.
Es ist Pflicht eines jeden SA.-Mannes, diesen Beitrag zu entrichten. Wer bis dahin nicht bezahlt hat, wird bei der Hilfskasse in München abgemeldet
Der ©ittlicbfeitevcrbrcdier Klein in Frankfurt verhafte^
Die Kriminalpolizeistelle Gießen teilt uns mit: Der wegen des Sittlichkeitsverbrechens an der Kläranlage in dringendem Verdacht stehende Ferdinand Klein von hier wurde gestern vormittag durch die Frankfurter Kriminalpolizei auf der Frankfurter Messe festgenommen. Klein wurde im Laufe des gestrigen Nachmittags durch Gießener Kriminalbeamte nach Gießen übergeführt und in das Landgerichtsgefängnis eingeliefert. Klein ist bereits g e st ä n d i g.
Erle chterunq für den Versand von Gaben für die TB*n*erbilfc.
Zur Unterstützung des Winterhilfswerks des deutschen Volkes wird, wie im Vorjahr, bis Ende März 1937 Postgut im Gewicht bis zu 7 Kilogramm mit Gaben für die Winterhilfe an allen
der Truppe.
Alte Reichstreubundkameraden, die wegen zu hohen Alters schon den Krieg nicht mehr mitmachen konnten, aber zur Stelle waren, bekamen durch den Anblick des Gefechtsoerlaufes ein Bild, wie es in den letzten Jahren des Krieges hergegangen ist, in denen sich die Taktik auf Grund der stark gesteigerten Waffenwirkung schon umwandeln mußte. Sehr interessierten die Batterien der schweren Artillerie mit den unglaublichen Schußweiten der Geschütze und der Leichtigkeit, mit welcher diese schweren Schießmaschinen in und aus der Feuerstellung gebracht werden können. Die Vielseitigkeit der Nachrichtenmittel ließ sich dadurch erkennen, daß die Truppe auf dem ausgedehnten Gefechtsfelde reibungslos geleitet wurde, trotz der vielen Hemmungen, die durch das Erschemen der Fliegerwaffe und die Anweisungen der Schiedsrichter absichtlich herbeigeführt wurden. Eine rege Tätigkeit zeigte auch eine motorisierte Pionierkompanie, die schwere Hindernisse in dem nordostwärts Maulbach gelegenen Waldgelände tatsächlich ausführte, während dies in früheren Manövern meist nur an= gedeutet wurde. .
Jeder Teilnehmer an dem interessanten militärischen Aüsflug wird zu der Ueberzeugung gekommen sein, daß die neue Wehrmacht ein zuverlässiger, machtvoller Schutz unseres Vaterlandes ist, mit der die enge Verbundenheit vorn Soldatenbund als besondere Ehre und Freude empfunden wird.
Hause zu ihrer Arbeit zurückkehren, so werde ihnen nachwirkend das große Erlebnis dieser Tage immer stärker zum Bewußtsein kommen und sie werden sich, nachdem sie dem Führer in Nürnberg selbst in^ Auge geschaut und seine Worte gehört haben, noch fester als je zuvor mit ihm und seiner Bewegung m Treue verbunden fühlen. Der Führer habe am Sontag nach dem Marsch der SA. selbst erklärt, der Vorbeimarsch der SA. sei der schönste Tag seines Lebens gewesen; er sei glücklich, bie SA. sein eigen nennen zu können. Falls jemand sich viA- leicht einbilden sollte, daß die SA. einmal nicht meyr sein werde, sondern zur Seite gedruckt oder abgeschafft sei, so habe der Führer ia erklärt, daß derartiges überhaupt nicht in Frage komme. Solange die Bewegung und solange Deutschland lebe, solange lebe auch d i e S A. Und der Stabschef der SA. lasse den SA.- Kameraden sagen, daß er den starken Eindruck der Vollkommenheit in der Ausbildung der SA. in ihrer weltanschaulichen Ausrichtung und in ihrer kämpferischen Einstellung gewonnen habe und daraus die Folgerungen ziehen werde. Der Stabschef habe dem Führer denn auch erklären können, daß die SA. dem Führer überall -und zu jeder Zeit in treuer Ergebenheit folgen werde. Für alle SA.-Manner sei dieses Lob des Führers und des Stabschefs eine stolze Freude, aber es solle nicht etwa ein Anlaß zum Ausruhen sein, sondern im Gegenteil nur den Ansporn darstellen, noch mehr zu leisten als bisher Genau so treu wie bisher, werde die SA. ihrem Obersten Führer Adolf Hitler weiterhin folgen, wohin er auch führe.
Freudig und begeistert stimmten ine SA.-Manner und die zahlreichen Zuschauer in den vom Standartenführer ausgebrachten Gruß an den Führer ein. Mit dem Einbringen der Standarte und der Sturmfahnen in das Standartengebäude fand die kurze Abschlußfeier der Nürnberg-Fahrt ihr Ende.
Kleidungs- und Wäschestücke. Die Sendungen und die Postgutkarten müssen neben der Angabe „Postgut" den Vermerk „Gaben für die Winterhilfe des deutschen Volkes" oder „Winterhilfe" tragen. Unter denselben Bedingungen können auch Gaben als Stückgut ober Poststück mit ben Kraftposten und Landkraftposten unentgettlich befördert werden. Die Vorschriften über die Kennzeichnung der Sendungen usw. gelten sinngemäß. Gabensendungen, die als Poststuck aufgeliesert werden, erhalten keinen Aufgabezettel.
Unser neuer Roman.
Nachdem wir den Abdruck des Romans „Unbekannte Fracht" von Frank F. Braun in der gestrigen Ausgabe des Gießener Anzeigers beendet haben, beginnen wir in der heute ^Fsch^ist^^den Nummer unseres Blattes mit der Veröffentlichung eines neuen großen Romanwerkes, von bem wir uns einen außergewöhnlichen Erfola in allen Kreisen unserer Leserschaft in Stadt und Land versprechen dürfen. Wir bringen heute das jüngste Werk einer Autorin, die zwar in unseren Spalten bisher noch nicht zu Worte gekommen ist, deren frühere Veröffentlichungen aber allenthalben den größten Beifall gefunden und der Verfasserin einen ständig wachsenden Kreis treuer Leserinnen unb Leser gewonnen haben. Unser neuer Roman heißt:
„Wir wollen es versuchen" von Ilse Schuster.
Dies ist ein Roman aus unserer Zeit, frisch und lebenbig unb mit bem Herzen geschrieben. Die Lebens- unb Liebesschicksale einer kleinen Gruppe von Menschen kreuzen unb verbinden sich zu einer ungewöhnlich fesselnden und dramatisch spannenden Handlung. Und bie Geschichte ist so temperamentvoll, so natürlich, so hinreißenb und packend, mit Humor und Gemüt erzählt, daß jedermann vom ersten Kapitel bis zum guten Ende seine helle Freude daran haben muß. So dürfen wir gewiß sein, mit diesem neuen Roman allen unseren Leserinnen und Lesern in Stadt und Land eine ganz besonders genußreiche, von Tag zu Tag mit Spannung und Ungeduld erwartete Lektüre zu bieten.
Kameraden hatten aber auch die Zuschauer der Bevölkerung einen Vorteil davon, indem sie die Erläuterungen über das soldatische Geschehen auf dem Eefechtsfelde mit anhören konnten. Vom modernen fanteriekampf ist heutzutage nicht viel zu sehen.
Die weitläufige Zergliederung und die Tarnung läßt den Gewehr- und Maschinengewehrschützen im Gelände verschwinden, und auch die vielen Fahrzeuge verbergen sich in zweckmäßig auserwählten Deckungen. Ein Zeichen ausgezeichneter Ausbildung
Am Samstag, 19. September, 8.30 Uhr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, Landgras-Philipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses statt mit folgender Tagesordnung:
Klage des Bezirksfürsorgeverbandes Stadt Frankfurt a. M. gegen ben Bezirksfürsorgeverbanb Kreis Friebberg auf Erstattung von Krankenhauskosten für Reinhold Doigt.
Klage bes Robert Jung in Freienseen gegen den Beschluß des Kreisamts Schotten vom 18. Mai 1936 wegen Versagung der Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft in dem Hause Hauptstraße 4 in Freienseen.
Klage des Otto Wörner in Geiß-Nidda gegen den Beschluß des Kreisamts Büdingen vom 28. Januar 1936 wegen Versagung der Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft auf der Kegelbahn.
Klage des Preußischen Landesfürsorgeverbandes des Regierungsbezirks Kassel, vertreten durch den Oberpräsidenten in Kassel, gegen den Bezirksfür- sorgeverband Kreis Büdingen wegen Erstattung
1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirfing 8, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gerne Rüben 5 bis 8, rote Rüben
Postorten zugelassen, auch wenn vom Absender nur ein Stück eingeliefert wird. Bedingung ist, daß das Winterhilfswerk oder feine Vertretungen (Orts-, Kreis-, Gau- usw. Vertretung) entweder Absender oder Empfänger des Postguts ist. Als Gaben für die Winterhilfe gelten die vom Winterhilfswerk ober von seinen örtlichen Vertretungen beschafften traut o ois iu, gerne jxuoen d dis ö, roie inuoen ober gesammelten unb von ihm unentgeltlich an 8 bis 10, Spinat 10 bis 20, Römischkohl 5 hilfsbedürftige Personen abzugebenden Lebensmittel, bis 8, Bohnen, grün 15 bis 20, gelb 15 bis
von Fürsorgekosten für Emilie Wismer aus Hitz- kirchen.
Klage des Hermann Röder in Gießen gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 10. Juni 1936 wegen Versagung des Wandergewerbescheins für 1936 Kj.
Klage des Philipp Diener in Friedberg gegen den Bescheid des Kreisamts Friedberg vom 6. April 1936 wegen Versagung des Wandergewerbescheins für 1936 Kj.
Klage des Moses Lindheimer in Lindheim gegen den Bescheid bes Kreisamts Büdingen vom 27. Juni 1936 wegen Versagung der Ligitimationskarte für 1936 Kj.
Aufruf zur Konzertreise der Luftwaffe im Gau Hessen-Nassau
NSKK.-Männer der IHoforgruppe Hessen!
3m September dieses Jahres findet eine Konzertreise der Luftwaffe des Wehrkreiskommandos IV, Münster, durch das Gaugebiet Hessen-Nassau statt, deren Reinertrag dem Erholungswerk des deutschen Volkes zufließt.
Beweist eure Einsatzbereitschaft und eure enge Verbundenheit mit der jungen und stolzen deutschen Luftwaffe durch zahlreichen Besuch und tatkräftige Förderung.
Richard Prinz von Hessen,


