Ausgabe 
17.9.1936
 
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«ttVestsyMT^nschast beukscher DerkbÜchereten Der- lin W 8, Leipziger Straße 19; ab 1. Oktober: Berlin W 35, Potsdamer Straße 123 b, anju« melden.

Oie neue Zigarette.

Der 1. Oktober 1936 wird für den deutschen Rau­cher ein historischer Tag werden. Ihm wird eine neue Zigarettenpackung von sechsStück zum Preise von 2 5 P s. beschert, so daß also die Zigarette, aus das einzelne Stück ausgerechnet, 4Ve Pf. kostet, wobei durch den Verpackungszwang zu den alten Bruchzahlpreisen von 2Vz und 3Va Pf. eine neue Preiskuriosität tritt. Daneben bleibt die 4 - Pf. - Zigarette bestehen.

Der Grund für diese Preisgestaltung ist zunächst verkaufspolitischer Art. Die Industrie rechnet damit, daß der bisherige Käufer von sechs Zigaretten zu 3Vs Pf. in der Einheitspackung zu 20 Pf. eher eine solche Einheitspackung zu 25 Pf. kauft, als daß er zu einer Zehnerpackung von 14 Zigaretten zum Gesamtpreis von 40 Pf. über­geht. Die E i n z e l z i g a r e t t e der neuen Packung wird also um eine Kleinigkeit teuerer sein, als die ^-Pf.-Zigarette, die Packung als solche aber nur um eine Kleinigkeit teurer sein als jene, die der Raucher bisher bevorzugte. Dieses sorgsame Ein­gehen auf die Mentalität des Käufers spricht sich auch in der Absicht aus, alte Markennamen für die stärker zu propagandierende 5 - Pfennig- Zigarette wieder zu verwenden Zn der Hoff­nung, daß der Raucher an alte und liebe Vorstel­lungen früherer Jahre erinnert wird, auch wenn er sich in der letzten Zeit eine 5-Pfennig-Zigarette seltener geleistet hat.

Die V e r b r a u ch s st a t i st i k der Zigaretten­industrie ist ungemein interessant. Sie spiegelt durch­aus die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in den letzten sechs ober sieben Jahren; um nur drei

Cinzelangaben zu machen: Don dem gesamten Zi- garettenverbrauch entfielen auf die 2^-Pfennig- Zigarette im Jahre 1932 nur 0,6 v. H., im Jahre 1935 19,8 v. H.; umgekehrt sank der Verbrauch der 5-Pfennig-Zigarette in demselben Zeitraum von 56,2 auf 2,5 v. H.; seit dem Tiefstand des Verbrauches im Jahre 1931 erholte sich der Anteil der 4-Pfen- nig-Zigarette von 6,7 auf 20,6 v. H. Die Industrie glaubt, aus diesem starken Aufschwungder mittleren Preislage auf eine rasche Volks­tümlichkeit der 6-Stück-Packung zu 25 Pfennig schließen zu können. Eine Bevorzugung höherer Preislagen ist auch deshalb erwünscht, weil die Preise für Rohtabak in den letzten Jahren um 30 bis 40 v. H. angezogen haben.

Voller Hoffnung und Vertrauen.

Lloyd George über das neue Deutschland.

London, 17. Sept. (DRB. Funtspruch.) Der frühere englische Ministerpräsident Lloyd George berichtet inDaily Expreß" über seine Deutsch­landreise. Er erklärt u. a., es könne kein Zweifel bestehen, daß Hitler eine wundervolle Um­wandlung im Gei st e der Deutschen, in ihrem Verhalten zueinander und in ihrer sozialen und wirtschaftlichen Einstellung erzielt hat. Es sei nicht mehr das Deutschland der ersten 10 Rach­kriegsjahre gebrochen, niedergeschlagen und ge­beugt von einem Gefühl der Sorge und Unfähig­keit. Es sei jetzt voller Hoffnung und Vertrauen und mit einem neuen Gefühl der Entschlossenheit erfüllt, sein eigenes Leben ohne Einmischung von irgendeinem äußeren Einfluß zu führen. Lloyd George hebt vor allem den Frie­denswillen des neuen Deutschlands und den rein defensiven Charakter seiner Rüstungen hervor.

L erbstzeif am Rhein und Main."

Orr Landesfremdenverkehrsverband eröffnet seine Berliner Ausstellung.

Berlin, 17. Sept. (DRB.) Die SchauHerbst­zeit am Rhein und Main" wird heute ihre Pforten für das Publikum öffnen. Auf Einladung des Prä­sidenten des Reichsfremdenverkehrsverbandes Effer und des Leiters des Landesfremdenoerkehrsver- bandes Rhein-Main, des Oberbürgermei­sters Ritter (Gießen), hatten Journalisten Gelegenheit, am Mittwochabend die Ausstellung zu besuchen. In drei Sälen werden in mannigfachen kulturellen, landschaftlichen und wirtschaftlichen Ab­teilungen dem Ausstellungsbesucher die herrlichen Gebiete am Rhein und Main vor Augen gefügt!. Die Ausstellung gliedert sich in drei Gruppen:

1. Rhein-Hessen.

2. 2000 Jahre Entwicklung des Wein­baues.

3. Der R h e i n g a u.

Die AbteilungRhein-Hessen" umfaßt das Gebiet von Worms bis Bingen. Die Museen von Worms und Mainz sind mit historisch wertvollen Dokumenten vertreten, die nachweisen, daß schon lange vor der Römerzeit der Weinbau in diesem Gebiet gepflegt wurde. Die zweite Abteilung2000 Jahre Entwicklung des Weinbaues" und der damit verbundenen Bedarfsartikel wie Fässer, Flaschen, Gläser, Trinkbecher u. a. m. wird jedem, der durch die Ausstellung wandert, zeigen, wie nach und nach von kleinen Anfängen der deutsche Weinbau sich zu seiner Weltbedeutung emporgearbeitt hat. Die heu­tige Zeit tritt besonders dort in Erscheinung, wie die Erzeugnisse des Kannebäcker-Landes davon kün­den, daß dieses Gebiet handwerklich Mustergültiges in Weinkrügen leistet. Sein Hauptabnehmer ist das Weinbaugebiet am Rhein. Die dritte Abteilung Rheingau" ist eine fröhliche Apotheose von allem, was am Rhein und Main mit dem Wein zusam­menhängt und jene Stimmung erzeugt, die in wundervollen Gemälden alter und neuer Meister festgehalten ist.

Wenn der Besucher sich mit den Schönheiten des Rhein-Main-Gebietes vertraut gemacht hat, dann geht er zum Schluß in das Weinprobier- ftübdje n, wo vier Winzerinnen das Rebengold kredenzen, denn schließlich heißt es auch hier: Pro­bieren geht über Studieren.

Zur Eröffnung der nach längerer Pause wieder stattfindenden Ausstellungen des Reichsfremdenver­kehrsverbandes im Columbushaus wies Direktor Dr. R ö n n e f e l d hin auf die Zweckmäßigkeit der während der Olympischen Spiele hier vorgenom­menen Vereinigung der Auskunftsstellen für die Olympiade und für den Fremdenverkehr. Im Hin­blick auf die bevorstehende Patenweinwoche der Stadt Berlin wurde die gegenwärtige Aus­stellung auf den Wein und seine hervorragendsten Erzeugungsstätten am Rhein und Main speziali­

siert. Oberbürgermeister Dr. Ritter schilderte den herrlichen Menschenschlag, der im west­deutschen Weinbaugebiet lebt, und den ebenso vorzüglichen Wein, der dort gedecht. Das Rhein-Main-Gebiet, das zugleich das Land der Bäder ist, gleiche einem großen Garten.

Fest der deutschen Traube und des Weines."

Z. d. R. Der Reichsnährstand hatte am 16. Sep­tember die Vertreter der Presse zu einer Wein­probe gefaben, auf ber ber Leiter des Reichsorga- nisationsausfchuffes zumFest der deutschen Traube und des Weines", Reichshauptabteilungs­leiter Roland Schulze, über die Bedeutung der Weinwcrbewoche u. a. folgendes ausführte:

Durch die großzügige Werbeaktion für die Erzeu­gung des deutschen Weines sollen die Keller der Winzer geräumt werden, um Platz zu schaffen für die neue Ernte, die nach zwei Rekordjahren wie­der mengenmäßig groß sein wird. Der Weinbau stellt die intensiv st e Ausnutzung deut­schen Bodens dar, und zwar überwiegend eines Bodens, der anderen Kulturerzeugnissen nicht nutzbar gemacht werden kann. Mit ber Traube unb ben Erzeugnissen baraus werden hohe Werte ge­wonnen. Eine große Anzahl anderer mit dem Weinbau verbundenen Berufszweige der Industrie, des Handels, des Gewerbes, des Handwerks, der Arbeiter und Angestellten erhält durch ihn feinen Lebensinhalt. Die Weine aller deutschen Weinbau­gebiete stellen das B e st e dar, was deutsche Scholle und deutscher Winzerfleiß geschaffen haben. Wenn wir uns an den Rebenkindern erfreuen, dann sollen wir dabei nicht vergessen, welche harte Arbeit und tausendfache Mühen und Sorgen not­wendig gewesen sind, um uns diesen köstlichen Augenblick der Freude zu verschaffen. Das Wein­land der Westmark ist Schicksalsland deutscher Ge­schichte, und nicht zuletzt sind es die Winzer ge­wesen, die immer wieder erdverbunden ihrer Hei­matscholle, der sie ihr karges Dasein abringen, an der Westgrenze die Treue gehalten haben. Wenn wir so die Weine kosten, und sie so werten, bann wirb ber Trunk, ber uns zur Freude dient, gleich­zeitig zum Ehrentrunk deutscher Heimat unb beut- scher Arbeit. Dann wirb basFest ber beutschen Traube unb bes Weines" ein Ehrenfest nicht nur für ben beutschen Winzerstanb, fonbern auch für bas gesamte beutsche Volk".

In ber Reichshauptstabt findet als Auftakt zu demFest der deutschen Traube und des Weines" am 20. September ein großer Festzug statt, der

Oer Gau Hessen-Nassau tu Nürnberg.

Gauleiter Sprenger besuchte die Zeltlager seines Gaues.

NSG. Am Samstagnachmittag besuchte der Gauleiter die Politischen Leiter Hessen-Nassaus in ihren Massenquartieren, die Hitler-Jugend und die SA. in ihren Zeltlagern. Unterbringung und Verpflegung der Politischen Leiter in der Hans-Schemm-Schule wie auch im Kegler­heim, konnte als gut bezeichnet werben. In ihrer Mitte nahm ber Gauleiter seine Mittagsmcrhlzeit ein. Die Gauamtsleitung ber NSV. hat so vorge­sorgt, baß es möglich ist, manchen ärmeren Nürn­berger Volksgenossen mit Mahlzeiten zu versehen. Unter herzlichem Heilruf verließ ber Gauleiter bie Unterkunftsstätte seiner Politischen Leiter.

Einen ausgezeichneten Eindruck bot das Zelt­lagerder Hitlerjugend, sowohl nach außen wie nach innen. Das Gebiet 13, das bie Hitlerjugenb bes Gaues Hessen-Nassau umfaßt, bereitete dem höchsten politischen Führer des Gaues einen überaus freudigen Empfang. Sofort ließ sich alles in einen großen Kreis nieder, in dessen Mitte bann bie In­ge nb bes Dritten Reiches ihrer Begeisterung burch Ringkämpfe, Gesang unb Vorträge beredten Aus­druck gab. Nur eines bebauern wir, baß bie Eltern unserer Hitlerjugenb sich nicht persönlich in Nürn­berg von ber wunderschönen Unterbringung und herrlichen Stimmung im Zeltlager des Gebietes 13 überzeugen konnten. Den Mainzer Jungens würbe eine kleine Belehrung erteilt. Sie hatten vor ihrem Zelt ein Mosaik bes Rhein-Main-Gebiets aufgebaut. Dabei hatten sie unsere schöne Kurstabt W i e s b a b e n, bie sich mit Stolz als am Rhein liegenb bezeichnet, mit einem Plakat:5 0 Kilo­meter vom Rhein" ausgestattet. Der Gauleiter nahm lächelnb bavon Kenntnis, sagte aber gleich­zeitig ben Jungens, baß bie alten Fehben zwischen ben Städten nicht in ewige Eifersüchteleien aus­arten dürfen. Stattdessen muß im Gau Hessen- Nassau ber Geist herrschen, baß ber Mainzer auf bas Wiesbabener Rofenfeft, ber Wiesbabener auf ben Mainzer Karneval unb beide gemeinsam etwa auf den Frankfurter Wäldchestag gingen. Wenn Reich unb Volk einig fein sollen, muh ein Gau befonbers einig sein.

Nun ging ber Weg zur S A. Das ist nicht so ganz einfach, benn bekanntlich ist bie SA. bes Gaues Hessen-Nassau in brei Gruppen aufgeteilt: Hessen, Kurpfalz unb Westmark. Der Empfang bei

ber Gruppe Hessen war unbeschreiblich hin­sichtlich ber Freube unserer SA.-Männer. Der Gau­leiter konnte hier keinen Boben gewinnen, ba die begeisterten SA.-Männer ihn unb Gruppenführer Beckerle auf ben Schultern burchs Lager trugen. Eine äußere Bestätigung dafür, daß im­mer schon im Gau Hessen-Nassau Sturmabteilung und politische Führung eine Einheit bilden. Auch die SA.-Kameraden in den Gruppen Kurpsalz und W e st m a r k wurden noch besucht. Die Freude war hier gleich groß und ehrlich. Die SA.-Männer standen um den Gauleiter, unb er unterhielt sich mit ihnen, inbem er freubig von bem Tempo sprach, bas ber Führer angebe, vom Kampf gegen ben Bolschewismus unb bas Jubentum. .Letzt kann man sagen:Die SA. ist nicht umsonst marschiert", so sprach ber Gauleiter, unb wir alle, in welcher Formation wir auch unsere Pflicht erfüllen mögen, stimmen biesem Ausspruch aus vol­lem Herzen zu. lieber allem aber steht im Reich wie im Gau Hessen-Nassau bie Parole: Der Kampf geht weiter! K.-J.

Abschied von Nürnberg.

NSG. Die Männer des Gaues Hessen-Nassau hatten in biesem Jahr bezw. an diesem Reichspar­teitag das allerdings leicht zu ertragende Pech, zuletzt in den Heimatgau abtransportiert werden zu können. Am Mittwoch war der Tag ihres Abtransportes. Bevor ber Gauleiter bie Stabt ber Reichsparteitage verließ, nahm er bie Gelegenheit war, noch einmal seinen Politi­schen Leitern einen etwas längeren Besuch abzustatten. Die Männer und Frauen des Gaues Hessen-Nassau freuten sich etwas zu herzlich darüber; denn es begann sofort eine systematische Belagerung bes Gauleiters, die beinaheer­drückend" geworden wäre. Schier unersättlich war ber Wunsch nach einem Autogramm bes Gaulei­ters, bem hiefer auch gern, soweit es überhaupt men­schenmöglich war, gerne Rechnung trug; eine kleine Anerkennung bes Gauleiters für bie saubere unb tabellose Haltung ber Männer Hessen-Nassaus auf bem Reichsparteitag. Sie haben bem Gau Ehre gemacht, unb ber Gauleiter wollte ihnen eine kleine Freube bereiten. K.-J.

um 14 Uhr bei Kroll beginnt und zum Zoologischen Garten führt, wo ein großes Volksfest veran­staltet wird. An dem Festzug nehmen auch bie Landsmannschaften aus Baden, Pfalz, Hessen unb Württemberg in Trachten mit ihren Kapellen teil und werben im Zoologischen Garten Volkstänze vorführen. An den Darbietungen beteiigen sich auch die Winzerabordnungen der Berliner Patenorte. Während des Festzuges und des Volksfestes werden Tausende von Berliner Weingroßhändlern gestiftete Gutscheine ausgeteilt, die gegen einen Schoppen Wein eingelöst werden können. Außerdem gelangen Gutscheine für Süßmost zur Verteilung.Der Orga­nisationsausschuß veranstaltet weiter am 25. Sep­tember ein Winzerfest bei Kroll.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verließ am Mittwoch Berlin, um sich zur Parade bes V. Armeekorps in ber Gegenb von Ochsenfurt zu begeben.

Der ehemalige österreichische Bunbeskanzler Gou­verneur ber Postsparkasse Dr. Karl Buresch ist nach kurzem Leiben gestorben.

Wie Reuter erfährt, wirb Kronprinz Mi­chael von Rumänien Enbe biefes Monats nach Englanb reifen, um hier in eine bekannte öffentliche Schule einzutreten und feine militärischen Stubien fortzusetzen.

Abessinien wirb zur fommenben Völker- bunbsratssitzung brei Vertreter entsenben. An ber Spitze ber abessinischen Aborbnung wirb ber abes­sinische Gesanbte in Lonbon, Dr. Martin, stehen. Es ist noch nicht entschieben, ob sich nicht auch ber Negus nach Genf begeben wirb.

Der 43 Jahre alte Franz Dyllong aus Schwien- tochlowitz in Polen ist vom Berliner Volksgericht wegen eines Unternehmens besßanbesoerrats zu einer Zuchthausstrafe von zehn Jahren ver­urteilt worben.

Aus aller Welt.

Schweres Schiffsunglück an der isländischen Küste.

Das GrönlandAml in Kopenhagen erhielt vom Sender Scoresby Sund (Grönland) einen Funk- spruch, wonach das französische Expeditionsschiff Pourquoi pas während eines schweren Eissturmes völlig zerstört wurde, wobei die gesamte Be­jahung mit Ausnahme eines einzigen Teilnehmers ertrunken ist. Der Untergang des Expeditions­schiffes erfolgte an der Küste Islands. Nach den letz­ten Berichten find 21 Leichen an Land gespült worden, darunter die des Dr. E h a r c o t. Bon der gesamten Besatzung, die etwa 40 INann stark war. ist nur ein einziges INilglied namens Eugene G o u i d e c mit dem Leben davongekommen.

Gouibec gab über ben Hergang ber Katastrophe folgenbe Darstellung: Wegen bes Sturmes machte das Schiff eine halbe Wenbung bei Reykjanes und wollte im Hafen von Reykjavik Zuflucht suchen. Es verlor jeboch ben richtigen Kurs unb ftranbete. Ret­tungsboote konnten nicht ausgesetzt werben, ba bas Meer zu aufgewühlt war unb bie Wogen bas Deck überspülten und zu allem Unglück auch noch ber Dampfkessel explodierte. Die Besatzung legte Rettungsgürtel an, und Mann für Mann würbe vom Meere verschlungen.

Das bänische Marine-JnspektionsschiffHoib- bjoernen" teilt mit, baß bie Unglücksstelle an ben Felsen vor bem Borgarfjoerb bei Reykjavik liegt. Dort befindet sich außer bem genannten Jnspek- tionsfchiff auch bas JnspektionsfchiffAegir". Das MotorschiffAkrasses" hat vergeblich unter ben Trümmern bes französischen Schiffes nachUeber- lebenben gesucht. Die Katastrophe ereignete sich während eines Sübweststurmes.

Das Fährunglück von Rakvih vor Gericht.

Im Prozeß zur Klärung ber Schulbfrage bei bem Fährunglück von Rakvitz, wo im Mai dieses Jahres 31 Kinder auf einem Schulaus­flug ertranken, würbe vor bem Brünner Kreis- strafgericht bas Urteil gefällt. Der angeklagte Fähr­mann Sustr, dessen Fährboot mit ben Kindern

Auf Nr. 296045 fiel dasGroße Los!

Noch vor 2 Tagen eine Hoffnung heute eine Million

Wieder einmal ist bei vielen tausenden deutscher Volksgenossen unvermutet das Glück eingekehrt. Denn in der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie, wie sie eben zum Abschluß kam, ist der Hauptgewinn trotz seiner Höhe von einer Million Reichsmark nur ein kleiner Teilbetrag: insgesamt werden in 5 Klassen 67.591.680. Reichsmark auf 343.000 Gewinnlose ausgespielt. 800.000 Lose sind im Spiel fast jedes zweite Los muß gewinnen!

Das ist überhaupt das Besondere der Staatslollerie: sie sorgt dafür, daß

mit geringem Einsatz (ein Achtellos für eine Klasse kostet nur 3. Reichsmark) bedeutende Summen ebenso gewonnen werden können, wie zahlreiche mittlere und kleinere Beträge. Schon ein AchteNos kann 100.000. Reichsmark ge­winnen. Alle Gewinne sind einkommensteuerfrei.

Am20.Oktoberl936beginntdieZiehungdererstenKlaflefürdie48.Preußisch» Süddeutsche (274. Preußische) Klassenlotterie. Der amtliche Gewinnplan und jede gewünschte Auskunft sind bei den staatlichen Lotterie-Einnehmern erhältlich.

Der Präsident der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie

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