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Nationalistische Erfolge an allen spanischen Fronten.

St. Jean de Luz, 16. Sept. (DNB.) Am Mittwochvormittag haben drei marxistische Flugzeuge aus Santander San Sebastian mit Bomben belegt, weil General Mola in San Sebastian angekommen ist. In dem kleinen Hafen von Pasajes ist man damit beschäftigt, ein halb versenktes Schiff aus der engen Hafeneinfahrt abzuschleppen. Die Roten hat­ten, bevor sie aus Pasajes flüchteten, versucht, ein mit Zement beladenes Schiff in der Hafeneinfahrt zu versenken. Das ist ihnen aber nur halb gelungen. Der Vormarsch der nationalistischen Truppen wird dadurch erschwert, daß die Roten aus ihrem Rück­marsch nach Westen auf der einzigen st en st raße eine Brücke gesprengt haben. Mittwoch sind die nationalen Truppen in Orio eingedrungen. Die von den Nationalen be­setzte Stadt Oviedo ist von zwei roten Flug­zeugen mit Bomben belegt worden. Die Bomben haben u. a. ein Krankenhaus und eine Schule getroffen. Die nationalen Truppen haben einen Ausfall unternommen und eine stra­tegisch wichtige Stellung der Roten erobert.

lieber den Sender von Sevilla teilte General Queipo de Llano am Mittwochabend mit, daß die Kampflage für die nationalistischen Streitkräfte sehr günstig stehe. General Mola befinde sich bereits in der Nähe von Oviedo. Im Gebiet von S o m o s i e r r a sei es gelungen, der roten Miliz zwei Mörser und zahlreiche Gewehre samt Munition abzunehmen. Bei Tala­oer a sei eine rote Kolonne vernichtend ge­schlagen worden. Sie habe 133 Tote und zahl­reiches Kriegsmaterial verloren. Der Vormarsch in der Richtung auf Toledo mache rasche Fortschritte. Flugzeuge der Nationalisten haben die den Alkazar von Toledo belagernden roten Streit­kräfte erfolgreich m i t B o m b e n b e l e g t. An der Front von Malaga hätten die nationalsozialistischen Truppen bereits die Landstraße von Ronda, die den Zugang nach Malaga bildet, in ihrer ganzen Ausdehnung besetzt. Auch die Umgebung von S i - guenza sei vor den auf Guadalajara anrückenden nationalen Truppen von den Roten geräumt wor­den. Die Reste der im Besitz der Roten verbliebenen Flotte hätten sich in Malaga vereinigt und schienen bereit zu sein, sich zu ergeben. Die Besatzungen wollten den Kampf nicht weiter fort­führen in der Ueberzeugung, daß sie von der Ma­drider Regierung getäuscht worden seien.

Der Sender Teneriffa gab bekannt, daß die Regierung Caballero die Absicht habe, nach Valencia überzusiedeln. Die mar­xistischen Milizen sollen jedoch gegen diese Ueber- s'iedelung sein. Die persönliche Schutzgarde des Prä­sidenten A z a n a und des Ministerpräsidenten Ca­ballero sei fast verdoppelt worden.

Französischer Hondelsdampfer von marxistischem Kriegsschiff angehalten.

London, 17. Sept. (DNB. Funkspruch.) Wie Reuter aus Melilla meldet, wurde der französische

HandelsdampferP L M 23" von dem spanischen RegierungszerstörerAlcala Galiano" auf dem Wege nach Melilla an geh alten. Die Marxisten hinderten das französische Schiff daran, in den Hafen von Melilla, der bekanntlich in den Händen der Nationalisten ist, einzulaufen.

Der französische Konsul in Tetuan hat irrt Zu­sammenhang mit der Hinrichtung eines französischen Staatsangehörigen aus

Rabat, der in Bab el Taza verhaftet worden war, dem Kommandant der spanischen Marokkozone eine Note der französi­schen Regierung überreicht, in der 1. feierliche Entschuldigung und 2. Schadenersatz von 300 000 Francs gefordert werden. Sollten diese Forderun­gen bis 'zum 17. September nicht erfüllt werden, so ist die völlige Schließung der Grenze zwischen der französischen und spanischen Marokko» zone vorgesehen.

Kampf um -en Alkazar von Toledo.

Der Alkazar zu Toledo, eins der schönsten spanischen Bauwerke, wurde durch rote Artillerie in Trümmer geschossen. Trotzdem halten in diesen Ruinen die nationalen Kadetten immer noch tapfer aus und leisten erbitterten Widerstand. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Entsetzliche Greuel roter Vestien

Hendaye, 17. Sept. (DNB.) Heber eine der furchtbarsten Untaten, die kürzlich von den roten Horden in Madrid begangen worden ist, liegen nun aus zuverlässiger Quelle Einzelheiten vor. Es handelt sich um die Abschlachtungdes Chefs des Militärkrankenhauses von Cara­ba n ch a l bei Madrid, Generalstabsarzt Gomez Ulla, und des Generals Lopez O ch o a, der im Jahre 1934 den Aufstand in Asturien niedergeschla­gen hatte. Die Einzelheiten der Ermordung dieser beiden Männer beweisen neuerlich, daß die roten Mordbrenner, die in Madrid eine Schreckensherr­

schaft aufgerichtet haben, Bestien in Menschengestalt sind. Generalstabsarzt Ulla hatte sich das Mißfallen der roten Machthaber zugezogen, weil er General Ochoa mit Erfolg operiert hatte. Eines Ta­ges drang eine Horde kommunistischer Banditen in das Krankenhaus ein, überfiel den General, der im Bett lag, und schnitt ihm den Kopf ab. Der Kopf wurde dann auf der Tür eines Kraftwagens befestigt und durch die Straßen Madrids gefahren. Dann bemächtigte sich der rote Mod des Generalstabsarztes Gomez Ulla und schleppte ihn in den Operationssaal. Dort schnallten die Ban­diten ihn auf dem Operationstisch fest, schnitten ihm die Hände ab, stachen ihm die Augen aus und gaben ihm schließlich einen Gnadenschuß".

wandelt. Den ganzen Sommer über war man mit dem Umbau der Kirche in ein Kino beschäftigt. Von der Verwaltung des ,Asow- Schwarzmeer-Kinos^ sollten auch schon Mechaniker 'zur Aufstellung der Kinoapparatur geschickt werden, als das Bezirkskomitee der Partei und das Bezirks- oollzugskomitee am 15. August den Beschluß faßten, die DÄime des Kinos auch als Speicher zu oerroimben. Alle Hoffnungen auf ein Kino sind hinfällig geworden."

Aiexandros Zaimis t-

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(Scherl-Bilderdienst-M.)

Wien, 16. Sept. (DNB.) Griechenlands ehe­maliger Staatspräsident Dr. Alexander Zaimis, der in der letzten Zeit zur Erholung in Wien weilte, ist am Dienstag hier im 81.Le­bensjahr verschieden.

DerHindenburg Griechenlands" hat sich nach Aussage griechischer Politiker jenen Ehrennamen dadurch erworben, daß dieser stille zurückhaltende Mann, der keinerlei Wert auf persönliches Hervor- treten legte, sechs Jahre lang dem griechischen Staat, nämlich von 1928 bis zum 10. Oktober 1935, eine gewisse Stabilität zu geben vermachte. Das will etwas heißen, wenn man sich daran er­innert, daß diese Zeit erfüllt war von politischen Putschen unter Venizelos, von zahlreichen Kabi­nettswechseln, Streiks und Offiziersrevolten. Er war von Hause aus Jurist. Nicht weniger als siebenmal fand er sich bereit, unter wenig erfreulichen Um­ständen das sorgenvolle Amt des M i n i st e r Prä­sidenten zu übernehmen. Derjenige, der ihm die verschiedenen Zeiten seiner Kabinettsführungen und später seines Amtes als Staatspräsident am schwer­sten gemacht bat. war sein ewiger Gegner Beni- j e l o s. Der Tod des früheren Staatspräsidenten fetzt die Reihe der Ausfälle namhafter griechischer Politiker fort, von denen das um seine endgültige Gestaltung und Befriedung ringende Land schon feit dem Spätherbst vergangenen Jahres betroffen wird. In schneller Aufeinderfolge starben der Dik­tator General K o n d y l i s , der durch den Staats­streich vom 10. Oktober 1935 den König nach dem Rücktritt von Zaimis' die Rückkehr auf den Thron ermöglichte, ferner Venizelos, der feit feiner Auslieferung Giechenlands an die Entente im Welt­krieg das Land nicht mehr hatte zur Ruhe kommen lassen, dann die Ministerpräsidenten Tsaldaris und Demerdzis.

Italienische Tioffenpol,tit.

Rom, 16. Sept. (DNB.) Giulio Cogni, der Ver­fasser eines Werkes über die Rassenlehre, erklärte demTevere", daß Italiener und Deutsche in ihren besten Elementen den gleichen arischen oder nordischen Ursprung haben und so­mit trotz der selbstverständlichen Unterschiede zwi­schen romanischen und nördlichen Menschen dennoch eine gemeinsame Weltanschauung und das gleiche Streben zum Absoluten besitzen. Es sei dabei zu beachten, daß das Wort nordisch" in dieser Verbindung dazu diene, den Typus des höheren Menschen zu bezeichnen. Zunächst sei es erforderlich, den Begriff der Rassenlehre zu klären and zu verbreiten und die vom Faschismus bereits geschaffenen Einrich­tungen auf dem Gebiete der Volksgesundheitspflege, des Sportes usw. noch weiter auszubauen.

Blutiger Kampf mit Kommunisten in polen.

Warschau, 16. Sept. (DNB.) In der Ortschaft Zukow in der Wojwodfchaft Lublin ist es zu blutigen Auseinandersetzungen zwi­schen der Polizei und Kommuni st en ge­kommen. Als die Polizei die Wohnungen von Linksradikalen durchsuchte, wurde sie von Marxi- st e n angegriffen, die die Verhaftung ihrer Führer verhindern wollten. Die Marxisten schossen aus Pistolen auf die Polizisten, von denen drei schwer verwundet wurden. Darauf machten die Beamten von der Schußwaffe Gebrauch und töteten fünf Angreifer. 15 Kommunisten konnten dann gefaßt und verhaftet werden. Kurz nach dem Zusammenstoß verstarb einer der ver­wundeten Polizisten.

,/Irischer Kreuzzug gegen den Kommunismus "

London, 17. Sept. (DNB. Funkspruch.) Aus einem in derMorning Post" veröffentlichen Schrift­stück geht hervor, daß der irische Politiker Gene­ral O ' D u f f y eine antibolschewistische Organisation gegründet hat, die den Namen Irischer Kreuzzug gegen den Kommunismus" trägt. Die Organisation werde von der rö­misch - katholischen Kirche in Irland aktiv unterstützt. Das von dem Blatt ver­öffentlichte Schriftstück ist ein vertrauliches Rund­schreiben an Freiwillige, die sich zur Beteili­gung an demKreuzzug" bereiterklärt haben.

Antikommunistische Legion in Portugal

Lissabon, 16. Sept. (DNB.) Die Regierung hat die Gründung einer portugiesischen Legion ge­nehmigt. Die Legion soll eine antikommunc- stische Kampftruppe werden. Ihre militä­rische Ausbildung erhält sie durch Offiziere des Heeres. Die Legionäre verpflichten sich, in der Ver­teidigung des Vaterlandes und der Sozialordnung

gegen alle staatsverschwörerischen Doktrinen und Elemente Leben und Gut zu opfern. Die Leitung übernimmt eine Kommission der Regierung. Die Legion, die die einzige Kampf­organisation neben dem Heer ist, setzt sich aus Freiwilligen zusammen. Jugendliche, die der Ju­gendorganisation Mocidade Portuguesa beitreten, können mit 18 Jahren in die Legion übergeführt werden. Bisher haben sich schon 1000 wehrfähige Portugiesen zum Eintritt in die Legion gemeldet, um ihrem Vaterland das Schicksal Spaniens zu ersparen.

(5ow um den Menschen.

Sowjetarbeiterin seit sieben Monaten arbeitslos, weil sie Mutter wurde.

NSG. Die jüdisch-bolschewistische Propaganda ver­sucht der Welt einzureden, daß es in der Sowjet­union, wo jedes Zusammengehörigkeitsgefühl der Familienmitglieder untereinander von den Sow­jets systematisch zerstört wurde, eine sogenannte Sorge um den Mensche n", wie die bol­schewistische Propagandaformel lautet, und sogar einenF a m i l i e n s ch u tz" gebe. Die Verlogen­heit dieser Propaganda wird durch die trostlose Wirklichkeit und die rücksichtslose Behand­lung der Mütter in der Sowjetunion wider­

legt. Bezeichnend dafür ist folgender in dem bol­schewistischen ProvinzblattMolot" vom 5. 9. 1936 lNr. 4581) veröffentlichter Klagebrief einer Frau, die von einer Sowjetbehärde, bei der sie tätig war, entlassen und nicht wieder eingestellt wurde, nur weil sie ein Kind zur Welt brachte:

Ich arbeitete als Spezialistin fite Viehzuchtfra­gen bei der Landwirtschaftsverwaltung des Schap- sugfker Bezirks Asow-Schwarzmeer-Gau). Als ich Mutter geworden war, äußerte der Leiter der Landwirtschaftsabteilung sein Mißfallen und erklärte mir, daß ich für Die Stellung, die ich bis dahin bekleidet hatte, nicht mehr in Frage käme, weil ich mit meinem Kinde keine Ausfahrten machen könnte. Anstatt mich nun vorübergehend für andere Arbeiten zu verwenden, ordnete der Leiter der Landwirtschaftlichen Bezirksverwal­tung meine Entlassung an. Nun laufe ich schon den siebenten Monat herum und bitte die lokalen Organisationen um Hilfe und ir­gendwelche Arbeit. Vor kurzem erst wandte ich mich wieder an die Landwirtschaftliche Bezirksverwal­tung um Beschäftigung, aber ich wurde auch von dem neuen Leiter abgewiesen..."

So wie dieser Frau geht es in der Sowjetunion unzähligen arbeitslosen Frauen, die von den Sow­jetbehörden keinerlei H n t e r st ü tz u n g zu er­warten haben und in ihrer Not und Verzweiflung zur Schwangerschaftsunterbrechung gezwungen sind

Moskau erteilt den belgischen Kommunisten Anweisungen für den Bürgerkrieg.

Die Volksfront als Sprengmittel des Bolschewismus.

Brüssel, 16. Sept. (DNB.) DerNation Belge" ist es gelungenem den Besitz von Richt­linien zu gelangen, die der belgischen Kommu­nistischen Partei von der Kommuni st ischen Internationale in Moskau für die Durch­führung ihrer bolschewistischen Umtriebe in Belgien kürzlich erteilt worden sind. Das Schriftstück wirft ein neues Licht auf die Taktik, deren sich Moskau in einzelnen Ländern bedient, um seine internatio­nale Wühlarbeit zum Ziele zu führen.

Die Moskauer Zensoren machen in ihrer Kritik der belgischen Partei bittere Vorwürfe darüber, daß die sozialen Ergebnisse der Streiks im Juni nicht so glänzend gewesen seien wie bei den Streiks in Frankreich. Ein Lob wird ihnen aber trotzdem für ihreschmiegsame Taktik" zuteil. Die belgische Kommunistische Partei habe, so erklärt Moskau, durchaus begriffen, daß es sich nicht umrein wirtschaftliche Streiks" gehandelt habe, sondern daß das Hauptziel die Schaf- fungeinerfonfufenunb trüben Lage" gewesen sei, um in Belgien das System der Volksfront zur Durchführung zu bringen. Moskau betont in diesem Schriftstück weiter, die Streiks hätten ein Ziel von großer Bedeutung in­sofern verwirklicht, als dadurch dasmoralische Prestige" der Kommunisten zum Schaden der Rex- Bewegung in den Augen der Arbeiter erhöht wor­den sei. Mit besonderem Nachdruck wird dann den belgischen Kommunisten aufgetragen, um des Zieles der Volksfront willen alle heftigen An­griffe gegen die belgische Sozialistische Arbeiterpartei und ihre Führer zu unter­lassen. Das wichtigste Ziel bleibe die Her­stellung einer Einheitsfront in Erwar­tung der Bildung einer Volksfront. Diese Taktik

sei für Belgien um so mehr angebracht, als im Gegensatz zu Frankreich die Kommunisten in Bel­gien bedeutend schwächer seien als die Sozialisten.

In einem Ausblick in die Zukunft wird es in dem Moskauer Bericht für verfrüht erklärt, schon jetzt den Zeitpunkt für einen großen General­streik in Belgien zu bestimmen. Dazu sei erst eine "sehr ernste Prüfung der Lage" notwendig. Man müsse sehen, ob auchdie psychologischen D o r a u s f e h u n g e n" für einen solchen General­streik günstig seien und ob nicht vielleichtein neues internationales Ereignis sich darbiete", um eine solche Bewegung in Belgien zu begünstigen. Eine besondere Anerkennung wird in der Kritik Moskaus dem Internationalen Marineklub" in Antwerpen gewidmet, der stets das bevorzugte Instrument der Komintern in Westeuropa gewesen ist uüd der seine revolutionäre Tätigkeit insbe­sondere seit der im vorigen Jahre von der ersten Regierung van Zeeland oorgenommenen Anknüp­fung der diplomatischen Beziehungen zwischen Bel­gien und dem Rätebund verstärken konnte. Die Enthüllungen über die Vorbereitungen, die Moskau für feine Winterarbeit in Belgien trifft, haben in Brüsseler politischen Kreisen begreiflicher­weise stärkstes Aufsehen erregt.

Kein Ableger Frankreichs.

Ban Zeeland betont Belgiens Wunsch nach Unabhängigkeit.

Paris, 16. Sept. (DNB.) Der belgische Mini­sterpräsident van Zeeland erklärte einem Ver­treter desJntransigeant": Belgien habe ein Jnter- > esse daran, in Frankreich einen starken und

mächtigen Nachbarn zu haben, ganz gleich, mit welchen Mitteln dieses Ergebnis erzielt werde. Frankreich wiederum habe ebenfalls ein Interesse, ein ftarfes und unabhängiges Belgien zum Nachbarn zu haben. Der Ministerpräsident be­tonte, daß vor allem die Unabhängigkeit Belgiens sehr wichtig sei. Belgien müsse frei und stark sein und dürfe nicht eine A r t Ab­leger Frankreichs sein. Diese Stärke und Unabhängigkeit müsse auf wirtschaftlichem, poli­tischem, finanziellem, sozialem und auch mili­tärischen Gebiete zum Ausdruck kommen. Belgien werde sich die notwendigen Opfer auferle­gen, damit feine Armee so fei, wie sie fein müsse.

«.Nach einem Hinweis auf die Haltung Deutsch­lands zum Locarno-Vertrag erklärte der Ministerpräsident, wenn Belgien sich bereitgefun­den habe, auf neuer Grundlage zu ver­handeln, so sei dies gerade zu dem Zweck er­folgt, um die Defensiv stärke des belgi­schen Heeres aufrechtzuerhalten. Bel­gien habe nicht die Verpflichtung zu übernehmen, die Grenzen seines mächtigen Nachbarn zu vertei­digen, sondern es habe sich voll und ganz der Siche­rung seiner eigenen Grenzen zu widmen.Ein schwerer Sturm", sagte van Zeeland abschließend, fegt über Europa. Belgien ist glücklicherweise bis­her verschont geblieben. Die tragischen Ereignisse in Spanien genügen außerdem, um die Ruhe in die Gemüter zurückkehren zu lassen. Die große Menge des belgischen Volkes, ganz gleich, ob es sich um Flamen oder Wallonen handele, ist gegen den Kommunismus eingestellt."

Das SegelschulschiffHorst Wessel" wird in Dienst gestellt.

Hamburg, 19. Sept. (DNB.) Das neue Se­gelschulschiff der KriegsmarineHorst Wessel", das am 14. Juni 1936 in Anwesenheit des Führers auf der Werft von Blohm & Voß in Hamburg vom Stapel gelaufen ist, wird am 17. September nach erfolgter Probefahrt in Dienst gestellt und in der Nacht zum 18. September nach Kiel über­geführt werden. Kommandant des Schulschiffes ist Fregattenkapitän Thiele. In Hamburg wird lediglich ein kleiner Besatzungsstamm unter Füh­rung des Ersten Offiziers, Kapitänleutnant Her­st i n g, an Bord gehen. In Kiel wird die Besatzung mit dem in Kürze erfolgenden Herbststellenwechsel ergänzt werden.

Die Eröffnung der Reichsautobahn Heidelberg Bruchsal.

LPD. Heidelberg, 16. September. Die Er­öffnung der Reichsautobahn HeidelbergBruchsal, die eine Länge von 32 Kilometer hat, findet a m 23. September statt, dem traditio­nellen Eröffnungstag der Reichsautobahnstrecken, seit an diesem Tag der erste Spatenstich bei Frank­furt erfolgt war. Es ist aus diesem Anlaß i n Heidelberg eine Eröffnungsfeier ge­plant, die in der Stadthalle von sich geht und zu der auch der Reichsstatthalter aus Baden erscheinen dürste. Mit der Fertigstellung der weiteren Teil­strecke von Bruchsal nach Karlsruhe, die ebenfalls bereits im Bau ist, wird in etwa einem Jahr zu rechnen sein

Anmeldepflicht für Werkbüchereien.

Der Präsident der Reichsschrifttums« k a m m e r weist unter Bezugnahme auf feine Be« kanntmachung vom 27. August und 23. September 1935 erneut darauf hin, daß sämtliche Werk­büchereien verpflichtet sind, sich bei der Reichs-

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