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perkraft allein! Wie häufig sichert nur die vollendete Technik den Erfolg.

Hinzu kommt, daß noch bei allen bisherigen Olym­pischen Spielen die Grenzen der menschlichen Lei­stungsfähigkeit immer weiter hinausgeschoben wur­den! So war es in zahlreichen Wettbewerben auch diesmal. Viele Welt-, Olympische- und Landes- Rekorde wurden unterboten. Mancher Rekord mehrmals! Da taucht immer wieder die Frage auf: Wo liegen die Grenzen der menschlichen Leistungs­fähigkeit überhaupt?!" Können 100 Meter in kürze­rer Zeit, denn 10,2 Sekunden gelaufen werden? Vielleicht gab es bei den Olympischen Spielen 1936 unter den geltenden Wettkampfbestimmungen nur eine absolut letzte Leistung: die des amerikanischen Leutnants Leonhard mit 200 Ringen (der höchsten erreichbaren Ringzahl) im Schnellfeuer-Pistolen-Schießen des Modernen Fünf­kampfes! Geschossen in äußerster Konzentration und unerschütterlicher Ruhe!

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Einige Namen der Wettkämpfer der XI. Olympi­schen Spiele 1936 sind in diesen Tagen zu Begriffen für eine ganze Welt geworden: Owens, Meadow, Johnson, Medica, Kiefer, Glenn Morris, Son, Yusa, Hamuro, Arai, Wickoff, Whitlock, Lovelock, Stöck, Dyand Chand, Schwarzmann, Frey und noch man­cher andere Name! Von den Wettkämpferinnen sind die Namen Mauermayer, Stephens, Mastenbroek, Hveger, Mayehata und ebenfalls noch mancher an­dere, geläufig geworden. Ebenso wie die Namen der Olympiasieger und -Siegerinnen werden auch ihre Leistungen geraume Zeit im Gedächtnis derer blei­ben, die die Spiele bewußt verfolgten.

Owens' 100-Meter-Lauf in 10,2 Sekunden, fein Weitsprung mit 8,06 Meter, Johnsons Hochsprung mit 2,05 Meter, Meadows Stabhochsprung mit 4,35 Meter, Glenn Morris' neuer Weltrekord im Zehn­kampf, Stücks überraschender Sieg im Speerwurf gegen die hoch favorisierten Finnen, die deutschen Erfolge im Hammerwerfen diese Tatsachen wer­den nicht so rasch vergessen werden. Der mühelos erscheinende Sieg des Japaners Son im Marathon­lauf, der kaum weniger hoch einzuschätzende Sieg des Engländers Whitlock über 50-Kilometer-Gehen, grenzen an Heroismus. Der unerwartete Sieg des jungen Ungarn Efik gegen Japans und Amerikas Kanonen im 100-Meter-Freistilschwimmen und noch manch andere Leistung werden auch nicht der Ver­gessenheit anheimfallen.

Für die Zuschauer, die das Stadion in den Tagen der großen Entscheidungen bis auf den letzten Platz füllten, waren naturgemäß die Läufe und Staffeln die stärksten Erlebnisse. Jedermann, auch wer nicht Augenzeuge sein konnte, wird sich des tapferen Ja­paners Murakoso erinnern, der im 5000-Meter-Lauf nach unerbittlichem Kampf den Vertretern Suomis zum Opfer fiel. Bewunderung mußte den Finnen gezollt werden, als sie den 10 000-Meter-Lauf ganz zu ihrer eigenen Sache machten und außerdem die beiden ersten Siege im 3000-Meter-Hindernislauf an sich rissen.

Mit Spannung verfolgte man die Duelle, me sich zwischen USA. und Japan in einer ganzen Reihe von Schwimmwettbewerben entspannen. Ja­pans Schwimmer erzielten wohl zahlreiche Erfolge, aber auf etlichen Strecken wurde ihnen doch die Vorherrschaft seit Los Angeles entrissen.

Unendlich viele harte Begegnungen gab es in den Fechtwettbewerben, in denen erwartungsgemäß Italien, Ungarn und Frankreich dominierten. Im Hockey war den Leistungen des indischen Wunder­teams nicht beizukommen. Im Wasserball setzten sich die Ungarn im Entscheidungskampf ganz knapp vor Deutschland durch. Das Fußballturnier ent­schieden die Italiener für sich. Polo, zum ersten Male auf deutschem Boden in hoher Vollendung gezeigt, wurde vor erstaunlich vielen Zuschauern gespielt. Das Basketballspiel, erstmals im olympi­schen Wettbewerb, fand viele Freunde. Grünau war der Schauplatz der härtesten Ruderkämpfe, in denen sich nur die wirklich Besten behaupten konn- ten.

Neben den Männern traten die Frauen in zahl­reiche Wettbewerbe und lieferten sich Kämpfe, die an Dramatik und Härte denen der Männer kaum nachstanden. Wie groß war der Triumph der Ame­rikanerin Helen Stephens im 100-Meter-Lauf über ihre schärfste Konkurrentin Stella Walsh (Polen). Welche Dramatik und Tragik lag über der 4X100= Meter-Staffel der Frauen. Wie kraftvoll warfen die Frauen und Mädchen den Diskus und den Speer! Verbissene Kämpfe brachten die Wettbewerbe im Schwimmstadion. Zu Sensationen gestalteten sich hier die Starts der zwölfjährigen Inge Sören­sen, der jugendlichen Ranghild Hveger, der 13jähri- gen Margie Gestring im Kunstspringen. Erstaun­lich die Leistung der Holländerin Mastenbroek, die aus vielen harten Vor- und Zwischenläufen und aus drei Endläufen als Siegerin hervorging!

Es würde zu weit führen, wollte man die un­endlich vielen Begegnungen Revue passieren las­sen, die im griechisch-römischen Ringkamps, im Frei­stilringen, im Boxen und im Gewichcheben ausge­tragen wurden, bis endlich der Endsieger festzustel­len war. Bleibt nur ein Wort der Bewunderung zu sagen übrig über die Exaktheit und Gerechtig­keit der Durchführung der Turniere, die jedem, von der rein organisatorischen Seite her, gleiche Chan­cen gaben.

Deutschland ging mit nur unbestimmten Hoff­nungen auf Sieg in den großen Wettbewerb der Nationen. War doch bisher z. B. in der Leicht­athletik keine einzige Medaille für Deutschland erobert worden. Die Kräfte unserer deutschen Olympiakämpfer waren denen der Vertreter der anderen beteiligten Nationen gegenüber nur schwer­lich abzuwägen. Außerdem fielen viele Entschei­dungen über die Teilnahme an den Spielen erst nach verschiedenen Deutschen Meisterschaften, die fast unmittelbar vor den Olympischen Spielen aus­getragen wurden. Allerdings alle jene, die mut­maßlich Deutschland bei den Spielen vertreten sollten, waren vorher in besonderen Lagern einem überaus sorgfältigen Training unterworfen worden. Die Früchte dieser Arbeit haben sich gezeigt! Deutsch­land schnitt über alle Erwartung hinaus günstig ab. Es gab im Grunde nur eine einzige herbe Ent­täuschung: die Fußballmannschaft! Und gerade auf sie war Gold-Medaillen-Hoffnung gesetzt worden. Daß die 100-Meter-Staffel der Frauen nicht ge­wonnen wurde, war lediglich Pech. Den Läuferin­nen wird allerdings kaum ein Wort des Trostes über ihren Kummer hinweghelfen können. Es ist wohl kaum zu beschreiben, wie es den deutschen Mädels zumute gewesen sein mag, als der Stab verloren worden war. Die Goldmedaille glaubten sie schon sicher in ihren Händen.

Während der vergangenen 14 Tage gab es bei uns in Deutschland überall doch nur die eine Fraae: Wieviel goldene, silberne, und bronzene Medaillen heute?! Keinen einzigen Tag blieben die deutschen Kämpferinnen und Kämpfer die Antwort schuldig? 33 Goldmedaillen, 26 Silbermedaillen und 30 Bronzemedaillen waren das Ergebnis, das bisher

noch von keiner Nation bei Olympischen Spielen er­reicht worden sein dürfte.

Sicherlich kam den deutschen Sportlern einiges zugute: das vertraute Klima, der moralische Rück­halt der vielen Tausend Volksgenossen, das Bewußt­sein, unter den Augen des Führers kämpfen zu dürfen und schließlich das stattliche Aufgebot, das Deutschland stellen konnte. Selbstverständlich be­durfte es trotz allem der äußersten Leistung, denn unbestechlich sind Stoppuhr, Zielphotographie und Bandmaß, unbestechlich sind die Kampfrichter. Wollte man die deutschen Sieger und Siegerinnen hier noch einmal nennen, so müßte man weit über 100 Namen wiedergeben, deren Träger sich mit äußerster Kraft für ihr Vaterland einsetzten.

Mag es genügen, hier festzustellen, daß der deutsche Sieg eindrucksvoller geworden ist, als man es in schönsten Träumen je zu hoffen wagte; möch­ten aber auch die Gegner, die den deutschen Kämpfern gegenüberstanden, in ritterlichem olym­

pischen Geiste neidlos anerkennen, daß die Siege verdient errungen worden sind.

Vielen, die aus allen Ländern der Erde als Kämpfer nach Berlin gekommen waren, war es nicht vergönnt, den Ehrenpodest des Olympischen Siegers zu betreten und die Hymne des eigenen Vaterlandes aus Anlaß des eigenen Sieges zu hören. Dieses Los muß der olympische Kämpfer zu tragen wissen. Ritterlich verlieren können, war noch nie gegen die Ehre! Gab es doch gerade bei die­sen Olympischen Spielen auch bei den Unterlegenen Leistungen, die erheblich über denen lagen, die sie je im Training erzielt hatten und die nun doch nicht zum Sieg ausreichten. So mancher Landesrekord lag im Schatten der Welt- und Olympischen Rekorde

Wenn aus all den friedlichen Kämpfen der XL Olympischen Spiele Berlin 1936 das Ideal des Völkerfriedens Kraft zu einem Teil seiner Ver­wirklichung gewinnt, dann ist der Sinn, den der Gründer den modernen Olympischen Spielen mit auf den Weg gab, herrlich erfüllt.

Hockey-Lndkamvf Indien-Deutschland 8:1.

Am Samstagvormittag fand der Endkampf im Hockeyspiel zwischen Deutschland und Indien statt. Die indischenWundermänner" gewannen den Kampf mit 8:1 und erhielten damit die Goldene Medaille, während Deutschland die Silberne Medaille erhielt. Die indischen Spieler tragen weihe Kleidung. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Zum dritten Male hintereinander Hockey-Olym­pia-Sieger! Diesen stolzen Erfolg kann Indiens Wunder-Mannschaft aufweisen, nachdem sie am Samstagmorgen vor 25 000 Zuschauern im Olym­pia-Hockey-Stadion Deutschland nach einem grandio­sen Spiel mit 8:1 (1:0) überlegen besiegte. In Am­sterdam und Los Angeles schon gewannen die Inder in kaum zu übertreffender Manier das Olympische Hockey-Turnier und diesmal schafften sie die dritte Gold-Medaille. Deutschlands tapfere Elf konnte

gegen die überlegene Technik der indischen Wunder­spieler nur eine Halbzeit lang ankämpfen, dann mußte auch sie die Waffen strecken. Immerhin die Silberne Medaille ist ebenfalls noch ein über­raschender Erfolg für Deutschlands Hockeysport und die Tatsache, daß Kurt Weiß den Indern das ein­zige Tor während des ganzen Turniers beibrin­gen konnte, macht viel an der hohen Niederlage gut.

Die Entscheidung im Wasserball.

Ungarn ist Olympia-Sieger.

Nach dem so glanzvollen Verlauf der Schwimm­wettkämpfe wurde mit den beiden letzten Wasser­ballspielen der Endrunde zugleich der letzte Wett­bewerb im Olympischen Schwimmstadion zu Ende geführt. Nach der Punktgleichheit von Ungarn und Deutschland mußten die Treffer der beiden Mann­schaften gegen Frankreich und Belgien die Entschei­dung bringen. Es kam darauf an, wer das bessere Torverhältnis erstritt, da mit einer Niederlage der führenden Nationen im internationalen Wasserball von vornherein nicht gerechnet wurde. Gewann Deutschland zum Beispiel gegen Belgien mit 4:0, so gehörten Sieg unid Goldmedaille uns. Lejder gab der Ausgang des Spieles auf diese Frage keine klare Antwort, denn Deutschlands jederzeit verdien­ter Sieg mit 4:1 (3:0) Toren schob die Entschei­dung noch hinaus. Und erst nach der letzten Be­gegnung, die Ungarn mit 5:0 (4:0) gegen Frank­reich gewann, stand mit Ungarn der Wasser­ball-Olympiasieger 19 3 6 fest.

Der Kampf gegen Belgien.

Kein Wunder, daß bei dieser verzwickten Lage sich eine Spannung der Zuschauer bemächtigt hatte, wie noch nie zuvor. Vorweg sei gesagt, daß Deutsch­land und Belgien einen sehr harten Kampf durch­führten.

Leider litt das Spiel unter dem Schiedsrichter, denn D e l b o r t e (Frankreich) war gelinde ge­sagt in seinen Entscheidungen nicht gerade sehr glücklich. Die schwimmerisch etwas langsamen Deut­schen begannen ausgezeichnet. Schneider, wohl der beste Mittelstürmer aller am Turnier beteiligten Mannschaften, legte nach heftigem Ringen mit de Combe durch eine wundervolle Schraube ein Tor vor. Dann mußten der deutsche Verteidiger Baier und der Belgier Castelyns aus dem Wasser. Dieser

Vorgang wiederholte sich im weiteren Verlauf des Spieles noch dreimal. Ein zweiter prächtiger, schraubenartiger Rückhandwurf Schneiders brachte Deutschland auf 2:0 in Front und wenige Minuten vor der Pause stellte der gleiche Spieler wieder nach hartem Zweikampf mit de Lwmbe den Halb­zeitstand auf 3:0. Durch Schneider kam Deutschland auch zum vierten Treffer. Kurz vor Schluß brachte Blitz den Ball nach vorn, drückte das Leder regel­widrig unter Wasser an einem angreifenden deut­schen Spieler vorbei und schoß für Klingenburg völlig unhaltbar ein. Mit dem Wiederanpfiff war das Spiel aus.

Ungarn Frankreich 5:0 (4:0).

Zum zweiten und letzten Kampf traten Frank­reich und Ungarn gegeneinander an. Was Deutsch­land nicht geglückt war, das gelang den Ungarn, mit einem winzigen Unterschied im Torverhältnis holten sich die Ungarn den Sieg und die Gold­medaille im olympischen Wasserballturnier vor Deutschland und wiederholten damit ihren Erfolg von Los Angeles.

Mesbah und Kein Olympiasieger.

Nach Entscheidung des Internationalen Schwer­athletik-Verbandes werden mit Zustimmung des Internationalen Olympischen Komitees im Gewicht­heben in der Leichtgewichtsklasse zwei Goldmedaillen vergeben. Die Silbermedaille wird dagegen nicht vergeben. Gewinner der Goldmedaille im Leicht­gewicht sind somit der Aegypter Mohamed Ahmed Mesbah und der Oesterreicher Robert Fein, die bei gleichem Körpergewicht im Olympischen Drei­kampf je 342,5 Kilogramm zur Hochstrecke brachten.

Links die O e st e r r e i ch e r (Silberne Medaille), in der Mitte die Deutschen (Goldene Medaille) und rechts die Schweizer (Bronzene Medaille). (Presse-Bild-Zentrale-M.)

Ungarns Sieg im SSbel-Einzelfechten.

Als am Samstagnachmittag der Kuppelsaal ge­öffnet wurde, konnte er die Massen kaum fassen, die den letzten Gängen des Olympischen Fecht- turniers beiwohnen wollten. Von 76 Fechtern waren die neun Besten übriggeblieben. Von vorn- herein wußte man, daß die Entscheidung nur zwi­schen den Ungarn und den Italienern lag, die ja auch alle ihre drei Mann in die Entscheidung ge­bracht hatten.

Der Italiener Marzi, der Olympia-Sieger von 1932, zeigte ausgezeichnetes Fechten. Vollkommen ausgeglichen war der Kampf zwischen ihm und dem Ungarn Kabos. Der Italiener siegte überlegen 5:3. Das war die einzige Niederlage des Ungarn, wäh- rend Marzi von dem Ungarn Gerey geschlagen wurde. Ueberraschend verlor Marzi sein zweites Gefecht gegen den Polen Sobik. Damit hatte Sobik dem Ungarn Kabos zur Goldmedaille verhalfen. Ein schönes Gefecht lieferten sich Gerey (Ungarn) und Pinton (Italien). Tapfer hielten sich der kleine Belgier van den Neucker und der Oesterreicher Losert. Das schönste Gefecht des Tages lieferten sich Rajcsanyi (Ungarn) und Marzi (Italien). Mit prachtvollen Angriffen ging der Ungar bis auf 3:0 in Führung, aber nach dem Seitenwechsel konnte der Italiener vier Treffer nacheinander setzen und mit einem Arm-Vorhieb wohl die schönste Aktion des Tages zeigen, die ihm auch den Sieg einbrachte. Die Goldmedaille fiel an E. Kabos (Ungarn), die Silberne an G. Marzi (Italien) und die Bronzene an A. Gerey (Ungarn).

Italien Oiympia-Knßball-Gieger.

Oesterreich im Reichssportfeld vor 100000 Zuschauern nach Verlängerung 2:1 geschlagen.

In der Hauptkampfbahn des Reichssportfeldes wurde am Samstag im Beisein von 100 000 Zu­schauern das Endspiel um den Olympischen Fußball- Sieg zwischen den Mannschaften von Oesterreich und Italien entschieden. Nach einem dramatischen Kampf, der sogar um zweimal 15 Minuten verlängert wer­den mußte, siegten die Italiener knapp mit 2:1 und gewannen damit die Goldene Medaille, während die Silber-Medaille Oesterreich bekam. Die Bronze- Medaille wurde bereits am Freitag an Norwegen vergeben.

Vor Beginn des großen Entscheidungskampfes um den Olympischen Fußballsieg zwischen Oester­reich und Italien wurden einige Siegerehrungen für die Basketballspieler, Segler, Hockeyspieler und Schwimmer vorgenommen.

Italien hatte sich durch Siege über USA., Japan und Norwegen zum Endspiel durchaekämpft und Oesterreich war durch Erfolge über Aegypten und Polen sowie durch dasohne Spiel" gegen Peru Endspielteilnehmer geworden. Italien ging als Fa­vorit in den Kampf, die Stärke der Mannschaft war eine ausgezeichnete Verteidigung, ein bis zum letzten gesteigerter Kampfeswille und eine unheim­liche Energie aller Spieler.

Bi der Pause stand der Kampf Italien Oester­reich noch 0:0, nach Schluß der regulären 90 Mi­nuten 1:1. Zwei Minuten nach Beginn der Ver­längerung gelang dem italienischen Rechtsaußen Frossi das siegbringende Tor. Oesterreich stürmte zwar die ganze restliche Spielzeit verzweifelt gegen das italienische Tor an, der Ausgleich konnte aber nicht erzwungen werden.

Italien ist Olympia-Sieger im Fußball!

Turmspringen - Amerikas letzter Triumph.

Beim Turmspringen der Männer hat der Deutsche Stork sich bis zum dritten Platz vorgekämpft. Er erhielt die Bronzene Medaille. (Scherl-M.)

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Im Turmspringen der Männer bewiesen die amerikanischen Springer erneut ihre große Klasse. Wayne-USA. hatte sich bereits am Freitag in den Pflichtsprüngen einen Vorsprung gesichert, den er am Samstag in der Kür noch weiter ausbauen konnte, so daß er verdient als bester Turmspringer der Welt die Goldmedaille errang. Zweiter wurde fein Landsmann Root vor dem Deutschen Hermann Stork, dem es gelang, die amerikanische Sprin- gergarbe zu sprengen und für Deutschland die Bronzemeoaille zu erringen. Auch der nächste Deutsche, der Dresdener Erhardt Weiß, konnte noch vor dem dritten Amerikaner Kurtz den vierten Platz belegen.

Wayne, der schlanke, für das Turmspringen glän­zend gebaute Amerikaner, war eine Klasse für sich. Er hatte durch feine Eleganz, Sicherheit in der Ausführung und die nicht zu überbietende Eintauch- technik feinen Sieg jederzeit sicher. Hinter ihm waren Root, Stork, Weiß und Kurtz vollkommen gleichwertig. Daß Root beim Sprunggencht besser wegkam, brachte ihm die Silberne Medaille ein. Stork schob sich durch seine beiden letzten Sprünge knapp vor Weiß und errang damit die Bronze- Medaille. Hinter Weiß lag der ebenfalls nicht allzu freundlich bewertete dritte Amerikaner Frank Kurtz auf dem fünften Platz.

Letzte Schwimmwettkämpfe.

Im Schwimmstadion gab es am Samstagnach­mittag das letzte große Ereignis. Viermal ging es um die Gold- und Silbermedaillen. Es waren die letzten Siege, die bei den XI. Olympischen Spielen in Berlin im Schwimmen zu vergeben waren. Großartig war wieder die Stimmung. Auf den einzelnen Block trainierten schon vor Beginn die