Ausgabe 
17.7.1936
 
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Reue Warnzeichen für die Eisenbabnübergänge

Früh--1 Im Bedarfsfälle können auch bestimmte Großver- ie aus brauchsplätze zu geschloffenen Berbrauchsgebieten

zusammengefaßt werden.

Der

Nachdruck verboten!

Fvtsetzung.

Ehrenpreis des Führers für Wurftaubenschießen.

Nur die Gebiete, in denen der Arühkartoffel- anbau in verstärktem Blaße erfolgt, werden zu geschlossenen Anbaugebieten erklärt.

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Rechnung der Verkauf erfolgt.

Aus dem Anhänger, der an jedem Sack oder Korb befestigt sein mutz, geht hervor, aus welcher Landesbauernschaft und von welchem Erzeuger die Kartoffeln stammen.

Eine Kennzeichnung der Frühkartoffelsäcke an sich wie in früheren Jahren erübrigt sich dadurch. Die Bezirksabgabestellen werden von Verteilerbetrieben wahrgenommen, die während der Zeit ihrer Tättg-

landverschickung trafen am Donnerstaamittag 80 deutsche Kinder aus Italien auf dem Frankfurter Hauptbahnhof ein. Hier wurden sie im Wartesaal bei einem Mittagessen von einem Vertreter der NSV. herzlich willkommen geheißen. Die Kinder, die zum Teil erstmals ihr Vaterland sehen und kennenlernen sollen, werden durch die Vermittlung der NSV. einen längeren Erholungsaufenthalt im Odenwald und in anderen Gegenden des Reiches nehmen.

Bilddiebstahl in der Ausstellung Entartete Kunst".

LPD. D a r m st a d t, 16. Juli. Die Ausstellungs­leitung der zur Zeit in Darmstadt gezeigten Aus­stellungEntartete Kunst" teilt mit, daß vor einigen Tagen das Bild eines gewissen E. GroßDie Menschen sind gut" aus der Ausstellung gestohlen worden ist. Die Bevölkerung wird gebeten, beim Auftauchen des Bildes sofort die Kriminalpolizei zu verständigen.

ü er den Rhein nach der Perle der alten Pfalz, n (ft Heidelberg. Natürlich wurde das Schloß be­licht, dem großen Faß ein Blick gegönnt und ch,iaes in der Stadt besichtigt. Dann erfolgte die Rückfahrt die ganze Bergstraße hinab bis Darm­stadt. Nach Mitternacht trafen die Reisenden, müde vin all dem Geschauten, aber voll Befriedigung fiter die zahlreichen wertvollen Eindrücke, im Hei- natdorfe ein.

krels Friedberg.

Nttao

;re 1933

-h

Verfluchtes Gold!

Roman von 3- Gchneider-Foerstl. lirheberrecht: Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.

Lieber, guter Kerl! dachte er an Hornester. Armer Kerl! Dem ging's nun auch so. Jedem ging es ein­mal so. Der Gute hatte schon recht: man konnte nicht genug achtgeben. Na, chn betrog so schnell keine mehr!

Die Straße nach Grainau war glitschig Aber die genagelten Schuhe des Lois Hornester waren ihr gewachsen. Er schritt dahin, als ging er über einen Bretterboden. Die ersten Lichter blitzten auf. Ein Hund bellte. Heber dem Zugspitzgrat glitzerten die Sterne. .

Dann stand er vor dem Häuschen. Von drinnen fragte Marias Stimme:Lois?--"

Ja, ja, i bin's schon! Jessas na, werft's mich nur net um!" wehrte er den Hunden, die ihm bis an die Brust hochsprangen.Js niemand dagwesn? Kein Mensch? Nachher is recht! Und einen Leb­zelten hab' i Ihnen a mitbracht. Den allerschön­sten, den's in Garmisch gebn hat. Und was zum Essen und a Flascherl Rum und a Sauglück hab' i ghabt: einen Bekannten hab' i troffn. Wissn S', Freiln Maria, das freut einem halt allweil, wann ma einen guten Bekannten trifft."

Sicher!" meinte sie und lachte, als er in die Wärme schnupperte. , .

Brav habn S' nachgschürt, Freiln Maria. Das kann man derleidn. Js, sakrisch kalt draußn." Die Hände ineinanderschlagend, suchte er sich erst die Finger warmzumachen, ehe er den Rucksack aus­zupacken begann.Hab' i net gut einkauft? Bloß, was schön teuer gwesn is. Leicht, daß mich der Herr Amselmann absetzt als Hausverwalter, wann i 's Geld a so zum Fenster 'nauswirf. Aber es is ja grab z' wegen der Abwechslung."

Sie saß auf dem Sofa und wunderte sich, was so ein Rucksack alles fassen konnte.Post haben Sie keine?" fragte sie, den Blick erwartungsvoll aus ihn gerichtet. , .,, , ,,

Gar nix! Hättn S' gern a Nachricht ghabt vom Herrn Amselmann?" .

Ach! Es könnte ja auch von jemand anders feinftreffi, ein anderer hätt' auch schreibn können. Das is halt amal so, Freiln Maria. Da kannst nix machn."

Dann kochten sie. Es wurde rote immer em traulicher, friedvoller Abend. Hornester holte seine Zither und sang, Maria hielt die Hände im Schoß

was er hernach nicht mehr gutmachen konnte.Ich hab' s' neulich gsehn! Die die Freiln. Da hat's mich"

Was hat sie?" Rolfs Hand lag fest um seinen Arm gepreßt.Sag, Lois, was hat sie da?"

Hornester schluckte. Teifi, Teifi, was hatte er jetzt Dummes gesagt!Um den Weg hat s' mich gfragt."

(Steffens, Hand fiel herab.Um welchen Weg, Lois?"

Um den nach dem Eibsee hinter."

Wollte Sie ins Hotel?"

I weiß net, Steffen, i glaub schon."

War sie allein?" forschte Rolf weiter.

Na, na, es is schon noch einer dabei gwesn."

So!--" Rolfs Mienen drückten jetzt nur Ver­

achtung aus.Ja, so geht's Lois. Wenn du in Grainau wohnst, besuche ich dich vielleicht einmal. Ich bin mit meiner Mutter für ein paar Wochen in Garmisch, Hotel Zugspitze." Er neigte das Ge­sicht gegen das des ehemaligen Arbeitskameraden und spottete:Wenn du sie wieder einmal treffen solltest, dann sag ihr, daß ich sie längst vergessen habe. Längst!"

Ich werd's Ausrichten, ja." Dabei war der Lois ganz blaß.Hast eine andere gfunbn?"

Fünf andere!" antwortete Steffen hart.Das kannst du ihr auch sagen."

Wohl, wohl! Jetzt muß i aber gehn. Und wann i wieder nach Garmisch kommt, such i dich auf, Steffen. Bhüt dich!"

Auf Wiedersehen", sagte Steffen, druckte ihm die Hand und verlieh bald darauf ebenfalls den Laden. Maria lebte also noch! War nicht tot, rote er es sich in Nächten fürchterlichster Qual ausgemalt hatte. Lebte, wahrscheinlich sogar sehr vergnügt und liebte einen anderen. Warum auch nicht. Die eine hieß Maria, die andere Lore, die dritte Margot. Nur die Namen änderten sich sonst waren ite alle gleich! Alle! Alle!Haha!"

Er sah sich erschrocken um, denn er hatte plötz­lich laut gelacht. Vielleicht, wenn sie geahnt hatte, daß er nicht mehr der arme Teufel war, als den sie ihn kennengelernt hatte, daß sie dann anders gehandelt haben würde. Aber es war besser so. Irgendwo würde man sich ja wieder einmal begeg­nen. Dann konnte man miteinander abrechnen. Uno : sie sollte, weiß Gott, nicht zu billig dabei weg- , kommen.

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und hörte zu, legte plötzlich die Finger über die Saiten und bat:Erzählen Sie mir was von Gar­misch, Lois. Ich habe schon so lange nichts mehr von der Welt gehört."

Das Lied schloß mit einem jähen Mißton.Was möchtn S' denn wissn, Freiln Maria?"

Gott, was man eben so wissen will. Ob Betrieb ist, ob viele Fremde dort sind."

Ziemlich!" meinte er. Herrgott, wenn sie jetzt nach seinem Bekannten fragte, war Bruch!

Da sagte sie schon:Haben Sie Ihren Freund nicht eingeladen, daß er uns einmal besucht?" Er schüttelte den Kopf.Warum denn nicht, Lois? Es wäre nett gewesen, einmal eine Abwechslung zu haben."

Schon", sagte er, aber wissn S' Freiln Maria, das ist so a Sach: er und i."

Wieso den, Lois? Verstehen Sie sich nicht gut mit ihm?"

Er wurde verlegen und zupfte nachdenklich an den Saiten.Verstehn und net! Er macht kein Un­terschied zwischen ihm und mir. Wie a Bruder ist er. Aber i rnerk's halt an mir selber, daß i net an ihn 'naufreich, so gscheit und so studiert, wie er is. Er is riämli a Doktor, wissn S'. Und zarnrnkornmen sind wir auf die Weis, daß er auf der Straß garbeitet hat und i a. Hat halt Geld braucht, net? Und wann er mich jetzt nimmer hätt' kennen wolln, hätt' i ihm's net verübelt. Aber der hat gar kein Stolz, hat mich gleich wieder mitdu" angrebt und hat mir a Zigarrn gschenkt. Wissn S', Freiln Ma­ria, der war seinerzeit in a Madl verliebt, eine, die wo zu ihm paßt hat. Und die is ihm untreu roorbn und geht jetzt mit einem andern, ja. Und das hat ihn so aus dem Häusl bracht, daß er jetzt fünf andere hat, sagt er."

Reichlich piel", meinte sie.Aber das kommt da­von."

Von was, Freiln Maria?"

Gott, ich weiß nicht, ob Sie mich verstehen. Sehen Sie Lois, von hundert Mädchen wollen neun­zig Prozent, wenn nicht mehr, Frauen werden, und nur zehn begnügen sich, bloß Freundin zu fein. Unb wenn dann einer kommt, der erklärt:Ich heirate dich", sagen sie dem anderen Lebewohl. Schließlich will jedes anständige Mädchen, auch wenn es noch soviel Liebe und Treue zu schenken vermöchte, ein­mal Frau werden." Fortsetzung folgt

zu prüfen.

Die näheren Bestimmungen, durch wen diese Prü­fung vorzunehmen ist, erfolgt durch die zuständigen Kartoffelwirtschaftsverbände.

Für die Preisfestsetzung sirü) wie auch im Jahre 1935 die drei Gruppen weiße, rote und blaue, runde gelbe und lange gelbe Sorten vorgesehen. Nach den Erfahrungen der Vorjahre kann erwartet werden, daß auch in diesem Jahre die Abwicklung des Frühkartoffel-Geschäftsverkehrs einen für alle Beteiligten befriedigenden Verlauf nehmen wird.

Neue Frühkartoffel-Preisfestsetzung.

ZdR. Mit Anordnung Nr. 56 gibt der Reichs- nährftand durch die Hauptvereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft imVerkündigungsblatt des Reichsnährstandes" Nr. 61 vom 15.7.1936 die Er­zeugerpreise für Speise-Frühkartoffeln für die Zeit vom 17. bis einschließlich 23. Juli bekannt. Im An­schluß an die bisherige Preisfestsetzung, die durch ein tägliches Abgleiten der Preise gekennzeichnet war, Äeiben die Preise nunmehr in der genannten Zeit unverändert und betragen: je 50 kg: für weiße, rote und blaue Sorten: mindestens 3,50 Mk. bis höchstens 4, Mark, für runde gelbe Sorten: mindestens 3,90 Mk. bis höchstens 4,40 Mark, für lange gelbe Sorten: mindestens 4,30 Mk. bis höch­stens 4,80 Mark.

Die Erzeugerpreise im Rheinland und in West­falen liegen jeweils um 40 Pf. je 50 kg niedriger. Innerhalb der Landesbauernschaft Ostpreußen wer- den die Preise vom dortigen Kartoffelwirtschafts- verband gesondert festgelegt.

Durch das Gleichbleiben der Erzeugerpreise ist eine Stetigkeit in den Anlieferungs- und Absatz- verhältnisien gegeben. Die im Rheinland und in Westfalen um 40 Pf. niedriger liegenden Erzeuger- preise ermöglichen den Versand rheinischer Früh­kartoffeln auch in entfernter liegende Bedarfs- gebiete. Die in Ostpreußen besonders gelagerten Verhältnisse Hoden es notwendig gemacht, den : Preis für die ostpreußischen Frühkartoffeln, die t lediglich für die Versorgung Ostpreußens in Frage kommen, aus der allgemeinen Preisregelung des Reiches herauszunehmen.

feit bei der Absatzregelung für Frühkartoffeln keinen Geschäftsverkehr mit Frühkartoffeln auf eigene Rechnung oder Rechnung eines anderen Verteiler­betriebes betreiben dürfen. Auch in den nicht ge­schlossenen Anbaugebieten wickelt sich der Geschäfts­verkehr in gleichem Maße wie im Vorjahr ab, d. h. also, daß Bezirksabgabe- und Ortssammelstellen nicht errichtet werden.

3um kauf beim Erzeuger sind nur die Ver­teiler berechtigt, die im Besitz des in den karloffel-Geschäftsbedingungen vorgefchriebenen Frühkartoffel-Schlußscheinheftes sind.

Die Aushändigung dieser Schlußscheinhefte erfolgt auf Antrag vom zuständigen Kartoffelwirtschafts- verband. Der Schlußschein ist wie üblich vom Käufer auszustellen und ist für den Erzeuger wie für den Käufer verbindlich. Auch in nicht geschlosse­nen Gebieten sind an den Säcken und Körben die vorgeschriebenen Sackanhänger anzubringen. Die für geschlossene und nicht geschlossene Anbaugebiete gültige Regelung findet keine Anwendung für deutsche Frühkartoffeln, die im eigenen Betrieb des Erzeugers verwendet oder durch diesen am Ort der Erzeugung oder in dessen nächster Umgebung dem Verbraucher zugeführt werden. Die Begriffsbestim­mung, was als Ort der Erzeugung oder als dessen nächste Umgebung anzusehen ist, erfolgt durch den zuständigen Kartoffelwirtschaftsuerband.

Wie im Vorjahr sind deutsche Frühkartoffeln stets bei der Uebernahme der Ware beim Er­zeuger auf die vorgeschriebene Beschaffenheit in bezug auf Güte, Gröhe sowie Bruttogewicht

Aus den in der Anordnung der Hauptoereinigung über geschlossene Anbaugebiete gemachten Hinweisen geht hervor, daß die Bezirksabgabestellen die Früh­kartoffeln treuhänderisch im Auftrage und für Rech­nung der Erzeuger zu verkaufen haben. Aus dem Schlußschein geht der Name der Bezirksabgabestelle und der Name des Erzeugers hervor, für dessen

LPD. Die Regelung des Absatzes von t Kartoffeln im Wirtschaftsjahr 1936 erfolgt, wie aus der Anordnung Nr. 50 der H a u p t v e r e i n i g u n g der deutschen Kartoffelwirtschaft vom 3. Juni 1936 hervorgeht (RNVBL. Nr. 48 vom 4. Juni 1936), grundsätzlich nach den gleichen Richt­linien wie im Vorjahr. Das Inkrafttreten der Ab­satzregelung, für die eine Wirkungszeit bis zum 15. August 1936 vorgesehen ist, wird in den ein­zelnen Anbaugebieten den örtlichen Bedürfnissen entsprechend von den zuständigen Kartoffelwirt­schaftsverbänden festgesetzt. Sofern für den Bereich eines bestimmten Gebietes Bezirksbeauftragte not­wendig werden, wird diese Funktion dem Kreis- hauptabteilungsleiter III des Reichsnährstandes übertragen.

zugen vollen Behang. Allerdings hayst geradezu lie Sägewespe unter den Früchten. Die Spätkirschen hiben unter dem langen Regenwetter gelitten. Sie s'id gerissen und faulen. Die Preise sind für diese lbstart gering. Pro Pfund werden überall noch 15 6s 20 Pfennig bezahlt. Bohnen und Gurken stehen 1t Blüte und haben schon zum Teil gut angesetzt.

Kreis Alsfeld.

*!* Ruppertenrod, 17. Juli. Im Jahre K27 wurde unsere Wasserleitung gebaut. ! e Quellen liegen bei der Luchmühle oberhalb von Lver-Ohmen. In den ersten Jahren des Bestehens llurde an heißen Sommertagen das Wasser mit- imter etwas knapp, aber ernstere Störungen er- eigneten sich nicht. Seit dem Jahre 1933 hat die sommerliche Wasserknappheit stetig zu genommen und führte in diesem Jahre zu Zuständen, die nicht bestehen können. Der Wasser- remgel war deshalb so empfindlich, weil die meisten Ururmen, darunter sehr gute, zugeworfen worden fiub. Bürgermeister Horst unternahm sofort Schritte z r Behebung des Uebelstandes. Herangezogene snchleute suchen die Störung in einer baulichen Eigenart. Man hat seinerzeit, um eine Leitung zu ft ar en, die Zuleitung zum Bassin zu gleicher .Reit dtie Ortsleitung sein lassen. Indem nun bei Wasser­mangel an letzterer Leitung Hahnen geöffnet wer- tm, bringt Luft ein und stoppt den Zufluß von i r Quelle her ab. Eine Parallelleitung vom Dorf- cibe nach dem Behälter würde zu teuer kommen, j deshalb entschloß man sich nach Anhörung fach- m ännischer Berater zur Erbauung eines zusätzlichen

Pumpwerkes. Die Quelle desHerzbrunnens", die unter Steinfassung an der Kirche liegt, soll ausge­baut werden. In wasserknappen Zeiten wird dann ein elekttisches Pumpwerk Wasser in unsere Leitung drücken. Wenn der Plan zum Gelingen führt, ist damit ein großes Hebel behoben. Gestern fuhr von Mücke her ein Auto, das mit mehreren Leuten besetzt war, in scharfem Tempo den Eselskopf her­unter. Beim Bremsen kam der Wagen ins Schleu­dern, verließ die Fahrbahn, geriet gegen einen Baum und wurde schwer beschädigt. Menschen kamen nicht zu Schaden.

= Deckenbach, 17. Juli. Am heutigen Frei­tag kann die Witwe Frau Anna Elisabethe Dörr in körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren 78. Ge­burtstag feiern.

Deutsche Kinder aus Italien in Frankfurt.

Die NSv. ermöglicht eine Erholung in der Heimat.

LPD., Frankfurt a. M., 16. Juli. Auf Ver­anlassung der NSV. und im Rahmen der Kinder-

Hm die Verkehrssicherheit an den Eisenbahnübergängen zu erhöhen, werden noch im Laufe dieses Monats an sämtlichen Reichsstrahenübergängen es handelt sich dabei in Deutschland um 1700 Hebergange neue Warnschilder, sog.Baken" (links), angebracht. Die automatischeWarnlichtanlage" (Bild rechts) wurde bisher an 120 Wegeübergängen der Reichsbahn aufgestellt. Das weißleuchtende Blinkzeichen wird beim Herannahen eines Zuges durch rote Blinkzeichen abgelöst, wodurch der Kraftfahrer auf das Fehlen der Schranke am Wegübergang hingewiefen wird. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Oie Frühkartoffel-Aösatzregelung im Wirtschaftsjahr 1936.

Ein Herr trat hinter Hornester in den Laden, in k m er eben ein Päckchen Tabak erstand, verlangte eine Schachtel Streichhölzer, nahm ihn fest ins Siuge und sagte dann in ehrlicher Freude:Bist lu's wirklich, Lois? Das ist nett, daß ich dich wieder einmal treffe!"

Jesses, der Steffen?" Lois schüttelte herzhaft die Inrgebotene Rechte.Wo kommst denn her? Jetzt t,nb' i dich aber mächtig lang nimmer gsehn. Wirst Inlt wieder auf der Hochschul sein, gelt? Bill bald f rtig mit der Studiererei? Wirst a froh sein, mein t Js a lange Zeit das! Schon a ganz lange 3»eit. I bin in der Grainau hintn."

Guten Verdienst?" fragte Steffen und bot ihm Eine Zigarre an.

Wohl, wohl! I bin schon zfriedn." Er wurde Kriegen, als Steffen ihm Feuer reichte und fragte, tD er ein Glas Wein mit ihm trinken wolle.

Heut net, Steffen! Weißt i hab's preffant. Es wird so geschwind finster, und da töt sie sich

I Drchtn." .. .

Deine Frau?" lachte Steffen verständnisvoll.

A na! Frau hab' i keine, bloß soeine na, P eine halt, du weißt schon, Steffen."

Ein Gspusi?"

3a, a so was, und da kannst halt net genug ttufpassen." Hornester wurde rot, als Stessen hell- uf lachte.Hast sie nie mehr troffn dieselbig, weißt, >er wo du einmal das Auto repariert haft? fragte ir.

Rolfs Gesicht zeigte halb Trauer, halb Verachtung. '-Nein, ich habe nie mehr etwas von ihr gehört.

,Lat er halt doch recht ghabt, der Petter, gell?

Steffen erinnerte sich nicht gleich.Wieso? fragte ar nur.

Daß s' nix wert sind, die Frauenzimmer/

Ach so!" war alles, was Rolf erwiderte.

Er tat dem Lois so ungeheuer leid, und da sagte l«er Biedere denn aus seinem Gefühl heraus etwas,

^Aus der Wetterau, 16. Juli. Trotz des j either unbeständigen Wetters ist die Fruh kar-

ff el ernte fast überall begonnen worden. Sie , illt recht gut aus. Die Knollen konnten sich infolge ; künftigen Retters vorzüglich entwickeln. Die an- : mgs befürchtete Fäulnis ist nicht einaetreten. jz eichzeitig ist die Wintergerste geschnitten vvrden Nur hier und da steht noch em Acker auf dm Halm. Der Drusch ist bereits gröhtenteils vor- anommen worden. Das Ergebnis ist überall als bsriedigend zu bettachten. Es wäre eine Vollernte ^worden, wenn nicht die vorzeitige Lagerung ein= oitrcten wäre, die durch die starken Gewitter, von türmen begleitet, verursacht worden ist. Bei war- tnin Sommerwetter reift nun die übrige Frucht plsch heran. Die Ernteaussichten sind auch Fr sie recht gut, wenn auch in der ganzen Wetterau Lugerfrucht vorhanden ist, die in diesem Jahre die ifbrroenbung von Maschinen bei der Ernte unmog- P) machen wird. Selbst die neuesten Vorrichtungen nt den Erntemaschinen, die Aehrenheber, sind nicht imstande, das kreuz und quer liegende Getreide zu Ingen. Für den Landwirt werden die Erntearbeiten richt leicht werden. Bis jetzt ist schon vielfach das forn durchgewachsen. Die auf dem Boden liegen- dn Aehren sind gekeimt und geschossen. Dieser ^wiewuchs wird nicht mehr zur Reife kommen. Die 2 ickwurz und anderen Hackfrüchte stehen hrd) das fruchtwarme Wetter der letzten Zeit sehr cit. Auch das Kraut zeigt hervorstechenden Stand, ^selten standen um diese Jahreszeit diese Kulturen

schön. Sie benötigen für die nächste Zeit keine s-uchtigkeit. Der Raps ist zumeist geschnitten und tirb nunmehr eingefahren unb gleich ausgedroschen, (tr hat recht gut gefruchtet. Der Flachs, der überall, nenn auch nur in kleinen Parzellen angebaut, hat stz ebenfalls durch das günstige Wetter sehr gut latwickelt. Größtenteils konnte er den kräftigen Unederschlägen nicht standhalten und liegt am Bo- d n. Da er aber bereits ausgeblüht hatte, ist eine iocrminberung des Ernteertrags nicht zu befürchten. Sie Aussichten hierzu find ausgezeichnet. Die K l e e- jfi) I ä g e bringen einen vorzüglichen zweiten («hnitt. Ein Futtermangel dürfte voraussichtlicb in siesem Sommer nicht eintreten, denn Deutscher !Iee, wie auch die Luzerne bringen Massenerträge. In den Gärten stehen alle Gewächse zur vollen Zufriedenheit. Erdbeeren, Stachel und Johannis- I iteren sind im allgemeinen gepflückt. Die Aussich- tm auf die Obsternte sind besser, als man im Früh- jlhr vermutete. Einzelne Sorten haben recht gut cngesetzt. Die Entwicklung der Früchte ist mehr als Formal. Zwetschen- und andere Steinobstbäume

___Führer und Reichskanzler hat für die am Dienstag, 28. Juli 1936, in Berlin-Wannfee zum Austrag gelangende Weltmeisterschaft 1936 im Wurftaubenschießen den Ehrenpreis für den Sie­ger gestiftet. Der Preis, eine feuervergoldete, mit Bernstein bedeckte Silberschale, ist eine Arbeit des Berliner Goldschmieds Professor Lettrö.

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