Ausgabe 
17.7.1936
 
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Welt in bezua auf lebendige Tanzüberlieferung zu- rückstehen, wissen wir. Der deutsche Walzer von walzensich drehen" hat so gut wie die böhmische Polka und nachhaltiger als dies« die Welt erobert. Ein besonderes Glück bedeutete es, daß dieser allgemeinste deutsche Volkstanz, dem wie allen zu reinen Gesellschaftstänzen aewordenen Tänzen die Gefahr völliger Entnationalisierung drohte, durch Den musikalischen Genius eines Lanner, eines Johann Strauß alsWiener Walzer" eine neue, geradezu klassische Ausvrägung erfuhr. Ur­sprüngliches Volkstum und jahrhundertealte Kultur sind im Wiener Walzer zu einer einzigartigen und nahezu vollkommenen Einheit verschmolzen. Der Schuhplattler der bayerischen Berae wird heute noch unverändert getanzt wie seit Jahrhun­derten, ebenso auch andere Bauerntänze wie der .,S i e b e n s p r u n g" der Württemberger und der

Wind müll er" der Mecklenburger, oder wie manche alten Zunfttänze, von denen als berühm­tester nur der MünchenerS ch e f f l e r t a n z" erwähnt sei.

Früher als bei anderen Völkern haben bei uns die Kreise der Jugendbewegung und die Volkstanz» kreise dem verödeten Gesellschaftstanz den Kampf anaesagt und sich den reinen Quellen des alten Volkstanzes zugewandt. Früher als anderswo auch entstand bei uns eine neue Tanzkunst, die von por­ter nationaler Eigenart und dabei im besten Sinne zeitgemäß ist. Es erscheint darum gerechtfertigt und sinnvoll, daß gerade Deutschland es ist, daß die Völker zu diesenTanzwettspielen" aufruft, in denen jeder sein Eigenstes und damit sein Bestes geben soll, und in denen gerade die Mannigfalt der Stimmen sich zu reiner und starker Symphonie zusammenschliehen will. C. K.

Wirtschaft.

Neue Preise für Wintersaatgetreide.

ZdR. Dom Verwaltungsamt des Reichsbauern­führers werden soeben die Preise für Wintersaat- aetreide für die Herbstaussaat 1936 veröffentlicht. Danach gelten als Hochzuchtfestpreis für Winter­gerste im Preisgebiet 1 vis 5 = 11,90 für 50 Kilo­gramm ausschließlich Sack ab Erzeugerstation, für Preisgebiet 6 bis 9 = 12,20 RM., für Preisgebiet 10 bis 14 = 12,60 RM. Für Winterweizen sind die Preise im Preisgebiet 1 bis 6 auf 13,15 RM., im Preisgebiet 7 bis 12 auf 13,80 RM., im Preis­gebiet 13 bis 16 auf 14 RM. und im Preisgebiet 17 bis 20 auf 14,30 RM. festgesetzt. Für Winter- roggen betragen die Preise 11,50 RM. im Preis­gebiet 1 bis 6, 11,80 RM. im Preisgebiet 7 bis 11, 12 RM. im Preisgebiet 12 bis 15 und 12,30 RM. im Preisgebiet 16 bis 19. Bemerkenswert an diesen Zahlen ist, daß die Preise für kleinere Bezieher recht erheblich herabgesetzt wurden, und zwar um etwa 70 Rpf. je 50 Kilogramm. Der Zweck dieser Maßnahme ist, auch dem kleinsten Bauern und Landwirt unter allen Umständen die Möglichkeit zu geben, Hochzuchtsaatgut in seinem Betriebe an» Huwenden und damit auch von der Saatgutseite her feinen Beitrag zur Erzeugungsschlacht zu leisten.

Für Winterweizen, der als Kleberweizen ausge­wiesen ist, kann der Züchter einen Zuschlag von 1 RM. je 50 Kilogramm erheben. Zum Nachweis der Klebergüte ist er verpflichtet, aus seiner aner­kannten Hochzucht eine vorschriftsmäßig gezogene Probe bei den von der Hauptvereiniaung der deut­schen Getreidewirtschaft bestimmten Untersuckungs- stellen untersuchen zu lassen. Die Kosten der Unter­suchung hat der Erzeuger zu tragen. Er darf sie nicht auf den Käufer abwälzen.

Wagengestellung für Flachs.

ZdR. Für die diesjährige Flachsernte wird die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft sich bemühen, alle Bestellungen auf Rungenwagen für Flachs recht­zeitig zu erledigen. Wenn in vergangenen Jahren Schwierigkeiten bei der Abbeförderung des Flachses aufgetreten find, so sind diese nach Auffassung der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft auf den Mangel an Wagendecken, dagegen nicht auf di« nicht recht­zeitige Stellung der angesorderten Güterwagen zu­rückzuführen. Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft wird jedenfalls in diesem Jahre bemüht sein, auf Antrag bahneigene Decken, soweit der Bedarf hier­für ausreicht, den Verladern zu überlassen, doch ist um in der Beförderung des Flachses keine Verzögerung aufkommen zu lassen den Absen­dern zu empfehlen, sich wegen Bereithaltung aus­reichender Decken rechtzeitig mit den Verleihern von Privatwagendecken in Verbindung zu setzen. Im letzten Jahre haben sich bei der Flachsernte auch noch insoweit gewisse Schwierigkeiten ergeben, als die mit Flachs beladenen Wagen von den Emp­fängern nicht immer rechtzeitig ausgeladen wurden. Es ist daher angebracht, den Zulauf Der Wagen in Zukunft dem Abnahmeoermögen der Röstanstalten anzupassen und für eine rechtzeitige Entladung der eingehenden Wagen Vorsorge zu treffen, damit diese wieder schnell weitere Verwendung finden können. <

*

*4/4prozentige DereinheitlicfaeRu- mänische Rente von 1913. Wie der Fwd. hört, wird der unbezahlt gebliebene Rest von 75 Prozent des Kupons per 1. Oktober 1933 der 4^prozentigen Vereinheitlichten Rumänischen Rente von 1913 auf Grund des Pariser Abkommens vom Juli 1934 nunmehr in die 4^prozentige Rumänische Konsolidierungsanleihe von 1934 mit Jahreszinsen ab 1. November 1934 getauscht. Die Konsolidierungs­anleihe lautet auf französische Franken und Lei und wird in Abschnitten zu 100, 200 und 1000 franzö­sischen Franken und unverzinslichen Zertifikaten über 5,20 und 50 französischen Franken ausqegeben. Der Umtauschsatz stellt sich für den Kuponbetrag von

einem Stück über 500 Goldlei auf 15 französische Franken der Konsolidierungsanleihe. Die Besitzer werden zur Einreichung ihrer Kupons nach Ein­heiten geordnet bei den alten Zahlstellen aufgefor­dert. Hierbei ist die gewünschte Stückelung der Obli­gationen und unverzinslichen Zertifikate der Kon­solidierungsanleihe anzugeben.

Rbein-Mainische Börse.

Mittagsbörse freundlich.

Frankfurt a. M., 16. Juli. Die Börse eröff­nete am Aktienmarkt in nicht ganz einhett- licher, aber überwiegend wieder freundlicher Hal­tung. Es kamen weiterhin kleine Kundschaftsauf­träge zur Ausführung, auch die Kulisse beteiligte sich in kleinem Umfange an dem nicht sehr lebhaf­ten Geschäft. Die Außenhandelsbilanz für Juni mit einem Aktiv-Saldo von 11 gegen 35 Millionen im Vormonat wurde beachtet. Im übrigen wirkte der Zeichnungserfolg auf die neue Reichsanleihe noch günstig nach und gab dem Rentenmarkt ein festes Gepräge, zumal man hofft, daß in absehbarer Zeit mit einer vorsichtigen Auflockerung der Emissions­sperre gerechnet werden kann. Das Aktiengeschäft beschränkte sich meist auf einige Spezialwerte. Im Vordergrund standen wieder Maschinen- und Motorenwerte, Daimler Motoren, Eßlinger Ma­schinen und Gebr. Junghans setzten bis zu 1,50 v. H. fester ein, BMW. plus 0,40 v. H., Moenus Maschinen plus 0,25 v. H., Muag plus 0,50 v. H. Montanaktien lagen ruhig und meist unverändert, im Verlaufe jedoch etwa 0,25 bis 0,50 v. H. fester, Mannesmann jedoch 0,75 v. H. niedriger. Chemische Werte lagen stiller, Deutsche Erdöl unv. 135, IG. Farben zunächst 170,75 (171,13), dann auf 171,50 befestigt. Elektroaktien tendierten unregelmäßig, die Veränderungen gingen kaum über 1 v. H. hinaus. Zellstoffaktien lagen weiter etwas schwächer, be- sonders Waldhof mit 151,65 (153), Aschaffenburger minus 0,50 v. H. Im einzelnen eröffneten AG. für Verkehrswesen 0,50, Kaufhof 0,25 v. H. und Holz- mann 1,65 v. H. fester, dagegen Deutsche Lino­leum, Kunstseide AKU. und Hapag bis 0,40 v. H. schwächer. Nach den ersten Kursen war die Hal­tung überwiegend fester, das Geschäft aber nicht besonders groß.

Renten lagen ebenfalls fester. Altbesitz unv. 113, Kommunal-Umschuldung 88,45 bis 88,50 (88,40), Zinsvergütungsscheine 93 (92,95), späte Schuldbuchforderungen 98,40 (98,25). Ziemlich fest lagen zertif. Dollar-Bonds, Preußen 68,75, dann 69 (68,25). Von Auslandsrenten blieben Mexikaner behauptet.

Im Verlaufe war die Haltung widerstandsfähig, das Geschäft am Aktienmarkt hatte nur sehr kleinen Umfang. Daimler Motoren sowie einige Montanwerte lagen noch mäßig höher, Kaufhof bröckelten 0,25 v. H. ab. Von später notierten Wer­ten gewannen Lechwerke Augsburg 1,75 v. H. auf 112, während Reichsbank 0,75 auf 197 verloren. Am Kassamarkt blieben Großbankaktien bei etwa 1 v. H. höheren Kursen gefragt.

Der Rentenmarkt lag später ebenfalls sehr still und unverändert, Astbesitz bröckelten eher etwas ab. Goldpfandbriefe, Kommunal-Obligatio- nen und Stadtanleihen lagen unverändert, 4,50 v. H. Heidelberg mäßig höher mit 91,25 (90,90). Liquidationspfandbriese bei geringen Abweichun­gen uneinheitlich. Ausländsanleihen lagen still, ein­zelne Mexikaner im Verlaufe leicht erhöht.

Im Freiverkehr stiegen Adlerwerke auf 111 bis 111,50 (HO), Auto-Union auf 128 (127), Ufa- Aktien auf 68 (67) und Wayß & Freytag auf 117,50 bis 118 (117,50), dagegen gingen Franks. Handelsbank auf 43 (44) zurück. Tagesgeld un­verändert 3 v. H.

Abendbörse voll behauptet.

Die Abendbörse war nach sehr ruhigem Beginn im Verlaufe etwas lebhafter, da auf Teilgebieten kleine Aufträge eingetroffen waren. Neben Maschi­nenwerten, von denen Daimler auf 127,75 (127,25)

Gebr. Junghans auf 105 (104,50) und Eßlinger Maschinen auf 93 (92) anzogen, waren einige Mon­tanwerte etwas beachtet und mäßig über den Ber­liner Schluß erhöht, auch AEG. und IG. Farben je 0,25 v. H. freundlicher. Zement Heidelberg unter dem Einfluß der Absatzsteigerung im ersten Halb­jahr auf 144,50 (144) erhöht. Im übrigen blieben die Kurse voll behauptet. Am Kassamarkt befestigten sich Commerzbank auf 98,75 (98,50), Frankfurter Hyp.-Bank auf 96,90 (96,20), während DD.-Bank und Dresdner Bank mit je 100 unverändert blieben. Von Jndustriewerten Seilindustrie Wolff 92 (91). Der Rentenmarkt lag sowohl für deutsche wie für ausländische Papiere nahezu geschäftslos. Zertif. Dollar-Preußen etwas fester mit 69,25 (69), Kom- munal-Umschuldung 88,40.

U. a. notierten: 6 v. H. IG. Farben 131,13, Reichsbahn- VA. 123,13, 4 v. H. Ungarn Kronen 2,50, 4 v. H. Rumänen 5,65, 4 v. H. Schweizer Bundesbahn 223, 4 v. H. Goldmexikaner 11, Adca 83, Commerzbank 98,75, DD.-Bank 100, Dresdner Bank 100, Franks. Hyp.-Bank 96,90, Buderus 111,50, Harpener 133,25, Mannesmann 109,13, Hoesch 117,25, Rheinstahl 147, Verein. Stahl 108,50 bis 18,65, AKU. 53, AEG. 37,50 bis 37,65, BMW. 139,75, Bemderg E 86, Zement- Heidelberg 144,50, Daimler 127,75, Deutsche Erdöl 135, Scheideanstalt 276, Licht & Kraft 159,50, Eßlinger Maschinen 93, IG. Farben 170,75 bis 171, Gesfurel 143,25, Gold­schmidt 115, Holzmann 127, Junghans 105, Lah- meyer 144, Mainkraft 95, Metallgesellschaft 138, Schlickert 163,25, Zellstoff Aschaffenburg 118,75, AG. für Verkehrswesen E 119,75, Sellindustrie Wolff 92.

Frankfurter Schlachtvlehmarkt.

Frankfurt a. M., 16. Juli. Auftrieb: Rinder 46 (gegen 75 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 2 (6) Ochsen, 2 (6) Bullen, 39 (48) Kühe, 3 (15) Färsen. Kälber 728 (893), Schafe 143 (74), Schweine 975 (783). Notiert wurden pro 50 Kilo­gramm Lebendgewicht in Mark: Kühe a) 40 bis

43 (am 9. 7. 40 bis 43) b) 34 bis 39 (34 bis 39),

c) 28 bis 33 (27 bis 33), d) 25 (25). Kälber andere

a) 66 bis 70 (63 bis 67), b) 59 bis 65 (57 bis 62),

c) 50 bis 58 (47 bis 56), d) 40 bis 49 (38 bis 46).

Hämmel b2) Weidemast 47 bis 49 (48 bis 50),

c) mittlere Mastlämmer 42 bis 46 (46 bis 47).

Schafe e) beste 42 bis 46 (42 bis 46), f) mittlere 36 bis 41 (). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57),

bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51).

Sauen gl) 54 bis 56 (), g2) 50 bis 53 (48 bis 53). Marktverkauf: Kälber anfangs belebt, später nachlassend, ausverkauft. Hämmel und Schafe mit­telmäßig, ausverkauft. Rinder und Schweine wur­den zugeteilt. '

Großmarkt für Fleisch und Fett­waren. Beschickung: 1052 Viertel Rindfleisch, 562 falbe Schweine, 235 ganze Kälber, 5 ganze Ham­mel, 3 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) 80. Bullenfleisch a) 80. Kuhfleisch a) 77. b) 65, c) 54. Färsenfleisch a) 8Q (alles jeweils Höchstpreise). Kalbfleisch b) 95 bis 105, c) 85 bis 95. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Speck aus hiesiger Schlachtung roh unter 7 Zenti. meter 60 bis 65, Flomen höchster Preis 80. Markt- verlauf: ruhig, mit Ausnahme von Rindfleisch.

Schwelnemarkt in Butzbach.

* Butzbach, 16.Juli. Auf dem heute hier ab- gehaltenen Schweinemarkt waren 493 Ferkel aufgetrieben. Bei regem Handel wurden bezahlt für bis sechs Wochen alte Tiere bis 18 Mark, sechs bis acht Wochen alte Ferkel 18 bis 24 Mark. Es ver- blieb geringer Ueberstand.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen

gibt Auskunft: 608: Keine Zahlungsmittel mehr für Reisen nach den Niederlanden und Belgien verfüg­bar. 609: Vorauseinzahlungen im italienischen Verrechnungsverkehr jetzt zulässig. 610: Zusam­menstellung der Ausstellungen und Messen der Welt.

Der deutsche Außenhandel im Juni und im ersten Halbjahr 1936.

Fwd. Die Einfuhr betrug im Juni 360 Mill Reichsmark. Gegenüber dem Vormonat hat sie um 23 Mill. RM., d. h. last 7 v. H. zugenommen. Diese Steigerung beruht überwiegend auf einer Erhöhung der Einfuhrmengen, zu einem Teil kommt in ihr aber auch eine Erhöhung des Einfuhrdurchschnitts­wertes zum Ausdruck. Die Zunahme Der Gesamt­einfuhr im Juni, die höchstens teilweise durch jahres­zeitliche Faktoren bedingt ist, entfällt in der Haupt­sache auf Rohstoffe und Halbwaren. An der Stei­gerung der Einfuhr im Juni haben vorwiegend europäische Länder teilgenommen. Die Einfuhr aus Außereuropa war im ganzen nur wenig verändert. Im einzelnen war die Entwicklung jedoch unter­schiedlich.

Die Ausfuhr betrug im Juni 371 Mill. RM. Während in den Vorjahren von Mai zu Juni re­gelmäßig eine stärkere Abnahme der Ausfuhr ein­getreten ist, war die Ausfuhr im Juni dieses Jahres somit kaum verringert (Vormonat 372 Mill. Reichsmark). Da der Ausfuhrdurchschnittswert leicht gestiegen ist, war die Verminderung mengenmäßig zwar etwas größer, jedoch betrug sie auch bann nur 1 v. H. Auch bei den einzelnen Gruppen sind von Mai zu Juni nur geringe Veränderungen ein­getreten. Einer leichten Verminderung der Aus­fuhr von Nahrungsmitteln und Fertigwaren steht eine geringe Erhöhung der Ausfuhr von Rohstof­fen gegenüber. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres (318 Mill. NM.) war die Gesamtausfuhr im Juni dieses Jahres um 53 Mill. RM. höher. Während die Ausfuhr nach den Ländergruppen Europa und U eberfee im ganzen wenig verändert war, zeigen die Lieferungen nach den einzelnen Ländern erhebliche Unterschiede.

Die Handelsbilanz schließt im Juni mit einem Ausfuhrüberschuß von 11 Mill. RM. gegen 35 Mill. RM. im Vormonat ab. Im Juni des vergangenen Jahres war die Handelsbilanz un­gefähr ausgeglichen.

Im ersten Halbjahr 1 9 3 6 betrug die E i n- f ufa 2111 Mill. RM., die Ausfuhr 2243 Mill. Reichsmark. Die Handelsbilanz schließt also mit einem Ausfuhrüberschuß von 132 Mill. Reichsmark ab. Gegenüber dem ersten Halbjahr 1935, das noch eine Passivität von 163 Mill. RM. aufwies, ergabt sich somit eine Verbesserung um fast 300 Mill. RM., die ganz überwiegend auf eine Steigerung der Ausfuhr beruht.

Dem Wert nach ist die G e s a m t a u s f u h r ge­genüber dem ersten Halbjahr 1935 um 281 Mill. Reichsmark, d. h. 14 v. H. gestiegen. Mengenmäßig betrug die Erhöhung in Der gleichen Zeit sogar fast ein Fünftel, Da der Ausfuhrdurchschnittswert um 4 o. H. gesunken ist. An der Erhöhung Der Gesamt­

ausfuhr waren alle Gruppen mit Ausnahme von Nahrungsmitteln und Rohstoffen beteiligt.

Die Einfuhr war im ersten Halbjahr 1936 um 14 Mill. RM., D. h. nicht ganz 1 v. H., geringer als in Der gleichen Zeit Des Vorjahres. Das Ein- fuhrvolumen hat jedoch um 4 v. H. abgenommen, da der Einfuhrdurchschnittswert im Gegensatz zu Dem Ausfuhrdurchschnittswert gestiegen ist. Im ein­zelnen war die Einfuhrentwicklung verschieden. Während die Einfuhr in Der Hauptgruppe Gewerb­liche Wirtschaft zurückgegangen ist, hat Der Bezug von Nahrungsmitteln im ganzen zugenommen, uno zwar beruht Die Steigerung auf einer Erhöhung Der Einfuhr von lebenden Vieren und Nahrungs­mitteln tierischen Ursprungs. Im Bereich Der @e» werblichen Wirtschaft hat Die Einfuhr von Halb­waren wertmäßig um mehr als ein Zehntel, die Einfuhr von Fertigwaren um rund ein Sechstel ab­genommen. Die Rohstoffeinfuhr ist Dem Wert nach etwas gestiegen, jedoch ergibt sich die Erhöhung ausschließlich aus einer Steigerung Des Durch­schnittswerts. Mengenmäßig ist auch Der Bezug von Rohstoffen, unD zwar annähernd 4 v. H. getunten.

Weihe des erneuerten Gedenkstein» an der Philippsbuche.

LPD. Biedenkopf, 16. Juli. Die Geschichte Des hessischen Hinterlandes findet ihre höchste Ver­herrlichung in Dem Landgrafen Philipp dem Groh- mütigen, einem der deutschesten aller Fürsten zur Reformationszeit, der feinen Glauben an das Man­neswort eines Kaisers, des im Dienste Roms ste­henden Karls V., mit fünfjähriger Kerkerhaft in den damals unter spanischer Vorherrschaft stehenden Niederlanden büßen mußte. Zum Gedenken an den Tag, da dieser mutige, von seinem Volk hoch ver­ehrte Fürst aus der Gefangenschaft in fein geliebtes Hefsenland heimkehrte, wurde vor fast 400 Jahren eine junge Buche ge­pflanzt, Die inzwischen zu einem mächtigen, wenn auch nunmehr etwas altersschwachen Baum gewor­den ist. In ihrem Schatten wurde im Jahre 1910 ein Gedenkstein errichtet. Der nach seiner Erneuerung am 9. August D. I. seine feier­liche Wiederweihe erfahren soll. Tausende von Volksgenossen werden zu dieser historischen Gedenkstätte ziehen, um hier Augenzeugen eines Festspiels zu werden, Das Die Geschichte ver­gangener Zeiten in bunten Bildern und in den historischen Kostümen des 16. Jahrhunderts neu er­stehen läßt. Die malerischen Trachten des hessischen Hinterlandes, Volkstänze dieser Trachtengruppen, echte Volkspoesie und sonstige künstlerische Darbietun­gen werden eine große Anziehungskraft ausüben.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen DiviDende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., LornbarDzinsfuß 5 v. H.

Franktun a. DL |

Berlin

Frankfurt a.M.

Berlin

Frantsurt a. M.

Äerlm

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Bl.

Schluß­kurs

Schlußk. Abenb- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag, börse

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß« kurö

Schlußk. Mittag­börse

Schluß­kurs

Schluß!. Abend« börs->

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag­börse

15.3uli

16 3u 1

Amtliche Rolieruna

Geld | Brief

Amtliche Notierung

Geld s Brief

Dainm

15.7

16 7

15.7

16.7

Dalum

15.7

16.7.

15.7.

16.7.

Datum

15.7

16.7.

15.7.

16.7.

6% Deutsche Reichsanteihe v. 1927

4% Deutsche Retchsani. von 1934 byt% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Ani.-Ablos^Schuld mti

Auslos. -Rechten ............

4/t% Deutsche Retchspostschatzan Weisungen von 1934, 1.......

4/t% ehem. 8% Hessischer Boll4 staat 1929 lrückzahlb. 102%) ...

4¥i% ehem. 8% Hessische Landes vanl Darmstadt Gold 8L 12...

bVi% ehem. 4>/,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstavtLiqu.

4/i% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Golvschuldverlchr R.r

Lberhessen Provinz-Anleihe ml Ausloi.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4/t% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6*4% ehem. 4>/t% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Pfandbriese......

5/t% ehem. 4/i% Rheinische Hhp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...

4/i% ehem. 8% Pr. Landespfant> oriefanstalt, Pfandbriefe R. 19

4/i% ehem. 7% Pr. Landespfand

brietanst., Gold Komm. Obl.20 Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38

4% Oesterreichtsche Goldrente...

4,20% Oesterreichtsche Silberrente 4% Ungarische Koldrente .......

4% Ungarische Staarsrente v. 1910 4Vi% desgl. von 1913..........

5% obgest. Goidmexikaner von 99 4% Türkische Bagdaobahn-Anleihe

Serie l.....................

101,13

97,4

102,25

113

100,1

98

97

101

93,5

123

119,65

97

101,1

101,4

97,5

95

109,5

30

2,8

9

8,7

8,75

15,3

101,1

97,4

102,5

112,9

100,1

98,25

97

101

93,75

123

119,65

97

101,13

101,25

97,5

I 95

I 109,5

30

2,90

9

8,65

8,75

15,35

101,13 97,4

102,5

113

100,1

98,5

119,9

97

101,5

97,5

95 109,5

2,85

9,13

8,7

8,75

15

101,1

97,4

102,25

113,13

98,5

97

119,9

97

101,4

97,5

95

109,5

2,85

9,1

8,6

8,65

15,1

4% oesgi. Serie U ............

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/L%Rumän.vereinh.Ren>ev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .

2 /*% Anatolier ..............

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank unb DiSconto-

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank..............4

Reichsbank ................ 12

A.E.G......................0

Bekula.....................8

Elektr. Lieferungsgesellschast... 6

Licht und Kraft ............. 7

Felten & Guilleaume......... 4

Gefellsch.f.Eiektr. Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert LEo. .............. 6

Siemens L Halske............8

Lahmeyer L Eo..............7

Buderus ........... <

Deutsche Erdöl ..............4

Harpener................. 2/2

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 3 nlse Bergbau ...............6

Me Bergbau Genüsse ........ 6

Klücknerwerke ...............8

Mannesmann-Röhren........8

6,9

10,25

5,45

42,75

14,4

15,65

119,5

97,25

99,5

99,5

197,75

37,25

156,65

134

159,9

136,25

143,5

132,75

138,9

164,5

203,5

143,5

111,75

135

134

118,75

137,5

115,75

110,25

6,9

10

5,65 42,75

14

15,65 119,75

98,75

100

100

197

37,65

157 133,25 159,5 136,25 143,25 132,5

139 163,25 204,5

144

111,5

135 133,25 117,25

136,75 115,5

109,13

10,25

5,4

43

14,5

48

16 119,75

122,9 96,25

98,5 98,5

197

37,25 157 132

160,5 135,75 143,75

132,5 138,65 164,25

203 142,5

111,5

135 133,75 118,25

175 137,25 116,9 110,25

6,9

10,13

5,7 42,75

14,13

48,65

15,9 120,4

121,75

98,5

100

100

196,5

37,5 157,75 132,65 159,65 136,25

143,5 132,75 138,75

163,5 204,75 143,75

111,5 135,13

133,5 117,25

137,5 115,13

108,9

Mansselder Bergbau....... 6/t

Kokswerke .................. 6

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinstahl.................. 4

Bereinigte Stahlwerke......S/t

Olavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........b

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth ..... 7%

F. G. Farben-Jndustrie.......7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ................ 6

Rütgerswerke ............... 6

Metallgeiellschaft............. 5

Philipp Holz mann........... 4

Zementwerk Heidelberg ...... 7

Eementwerk Karlstadt.........6

Schultheis Patzenhofer ....... 4

21hi (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................6

Zellstoff Waldhof ............ 6

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer GaS ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........8

Orensteln & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... 9

Slccumulatoren-Fabrtk....... 12

Conti-Gummi.............. 11

Gritzner....... 0

Mamkrastwerke Höchst a.M>... 4

Süddeutscher Zucker........10

142,5

147,5

109,13

28,5

128

128

182

171.13

276

115

132,25

138,4

125,5

144,4

150

53

86

153

118,25

125

179

46,25 410

190

32,5

95

1 227

143,5

147 108,65 ' 28 128,75 127,75

183

»171

276

115 131,75

138

127 144,5

150

53

86 151,65 118,75

127,75

176

46,25 413

190,5

31,9 95

225

142,5

133,25

229

147

109,4

28,4

128,5

127

182,5

171,25

114,25

131,5

138

126,25

110

53,9

85,75

153

118

120,25

124,5

179,25

83,25

46,25

413

215

190

32,25

I 226

144,25

133,75

225

146,75

108,65

28

129,25

128,5

183

170,75

115,13

131,75 138,5

W

109,65

52,9 85,75 152,25

118,75

119,5 127,25 176,25

83

46,4

413,5

216

190,5

81,4

Buenos Vliu Brüssel .... Rio de Jan. Sofia .....

Kopenhagen Danzig .... London.... HeliingforS. Paris .....

Holland ... Italien.... Zavan .....

Jugoslawien OSlo..... :

Wien......

Lissabon... Stockholm.. Schweiz ... Spanien... Prag......

Budapest .. Reuyork ...

0,673 41,96 0,141

3,047 55,59

46,80

12,45

5,485 16,425 169,02

19,53 0,726

5,654

62,57 48,95 11,31

64,19

81,12 34,00

10,29

2,478

0,677

42,04

0,143

3,053

55,71

46,90

12,48

5,495

' 16,465

169,36

19,57

0,728

5,666

62,69

49,05

11,33

64,31

81,28

34,06

10,31

2,482

Banknoten

0,673 41,91

0,142 3,047

55,61

46,80 12,455

5,485 16,425 168,86

19,53 0,726

5,654 62,60

48,95 11,31

64,22 81,14 34,01

10,285

2,478

0,677 41,99 0,144 3,053 55,73 46,90

12,485 5,495

16,465 169,20

19,57 0,728

5,666 62,72 49,05

11,33 64,34 81-30

34,07 10,305

2,482

Berlin, 16. Zult

Geld

-----Brief__

Amerikanische Roten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten..............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................

2,43 41,76 55,41 12,42

16,375 168,44

62,38

64,00 80,96 33,67

2?45 41,96 55,63 12,46 16,435 169,12

62,64

64,2 81,26 33,86

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Pünktlich u Wne n Kleeack We Menschen iidie Sandgrub, Mas machte i üschmecken, und umechielte er g, sgeliebten Buc rund zu nerbai

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