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Deutschland und Südafrika.
(Sine Rede des Reichswirtschastsministers Dr. Schacht.
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Wie die Deutsche Lufthansa mitteilt, wurden in der S t u r'm n a ch t vom 15 zum 16. Juli sämtliche europäische Nachtpoststrecken der Lufthansa beflogen. Auch auf der über 1000 Kilometer langen Nachtstrecke Berlin—Köln—London verkehrten die Post-
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Meldungen, wonach Personen durch niederstürzende Bäume und Aeste verletzt wurden. Besonders schwer wurde von dem Unwetter die Binnenschifffahrt betroffen. Vier Schiffe sind gesunken, so das große deutsche Rheinschiff „Matthias Stinnes 63" aus Mülheim-Ruhr bei Nieuwaal und das 850 Tonnen fassende deutsche Rheinschiff „Berna" bei Brakel. Ferner gingen die holländischen Binnenschiffe „Maria" und „Jan van Gooyen" unter. Die Besatzungen sämtlicher Schiffe konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sehr groß ist auch der Schaden in den holländischen Badeorten. Die Obsternte in der Betuwe hat gleichfalls stark gelitten. Kritisch ist die Lage auch an der Zuidersee und auf der Insel Urk, wo ein Schleppschiff und Baggermaschinen, die dort trocken lagen, so stark in Bedrängnis gerieten, daß sie Notsignale setzen mußten. Auch hier ging ein Schift unter. Die Besatzung formte gerettet werden.
Fünf Menschen bei einem Autounglück ertrunken.
In der Nähe von Schwyz fuhr der Kraftwagen des Franzosen Abbä C 0 u r t 0 i s , der mit seinem Auto eine Reise durch die Schweiz unternommen und dabei eine Frau aus Genf mit ihren drei Kindern mitgenommen hatte, in den Lauerzer-See. Alle fünf Insassen des Wagens ertranken.
Kunst und Wissenschaft.
Ausstellung vorgeschichtlicher Kunst in Frankfurt.
In Frankfurt wurde eine große Ausstellung vorgeschichtlicher Kunst eröffnet. Der bekannte Forscher Geheimrat Leo Frobenius hat in 40jähriger Forschungstätigkeit und im Laufe von zwölf Expeditionen aus fast allen Ländern der Erde das zusammengetragen, was eine längst vergangene Menschheitsepoche an Kulturdokumenten hinterlassen hat. Diese Sammlung, die vor kurzer Zeit als P r a - historische Reichsbilder - Galerie in Reichsbesitz übernommen wurde, und heute etwa 3500. Bilder umfaßt, ist die einzige Sammlung die- er Art, die es auf der ganzen Welt gibt. Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs begrüßte die Gäste, darunter verschiedene ausländische Wissen- chaftler. Es sei ein unvergängliches Verdienst des Forschers Frobenius, die Felsbilder im Original ober in Kopien vor dem Untergang gerettet und einer wissenschaftlichen Erforschung zugänglich gemacht zu haben. Mit einem Dank an Geheimrat Frobenius erklärte er die Ausstellung für er- öffnet. Nachdem Rektor Prof. Dr. Platz ho ff die Grüße und Glückwünsche der Frankfurter Universität überbracht hatte, hielt Geheimrat Frobe- ntus eine Ansprache, in der er auf die Bedeutung dieser Schau einging. Sie zeige eindeutig, daß Europa bereits vor 12 000 Jahren eine außerordent- lich hohe Kultur gehabt habe. Er dankte allen För- Detern seiner Arbeit, vor allem auch seinen Kameraden, die ihn stets so tatkräftig unterstützt hätten. Dann führte Frobenius die Gäste durch die reichhaltige und eindrucksvolle Schau.
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Hamburg, 16. Juli. (DNB.) Der neue Schnelldampfer „Pretoria" der Deutschen Afrika- Linien ist am Donnerstagnachmittag auf der Werft von Blohm & Voß im Beisein des Reichswirtschaftsministers Dr. Schacht und des Gesandten der Südafrikanischen Union in Berlin, Ministers Professor Dr. G i e, glücklich vom Stapel gelaufen.
Die Feier wurde eingeleitet mit einer Rede des Reichswirtschastsminister Dr. Schacht, in der er u. a. ausführte: Dieses Schiff, das wir heute in fein Element geleiten, bedeutet eine wirtschaftliche Hoffnung in trüber Zeit. Der internationale Warenaustausch ist auf ein Drittel seines Höchststandes zusammengeschrumpft.
Die Völker flehen noch immer im Banne des ungeheuren Anheils, das der Weltkrieg angerich- let hat. wenn wir trotzdem den Blick voll Hoffnung in die Zukunft wenden, so geschieht dies aus dem stolzen Gefühl heraus, daß das deutsche Volk unter feinem Führer Adolf Hiller die Kraft gefunden hat, allen Widerstanden zum Trotz nicht nur seinen Anspruch auf Teilnahme an der Weltwirtschaft zu behaupten, sondern auch an der Verwirklichung dieses Anspruches tatkräftig zu arbeiten. Wir haben nicht nur unsere eigene Wirtschaft im Jnlande zu beleben verstanden, wir haben auch neue Wege gesucht, um unseren Verkehr mit dem Auslände nach
Kräften zu erhalten und auszudehnen.
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und sicher b es e itig
fen, und eine Leichtathletikgruppe von sieben Mann, unter ihnen zwei Kavallerieoffiziere, auf. Zum Empfang waren u. a. der Botschafter von Brasilien, Moniz de Aragao, und zahlreiche Herren Der Botschaft, der Generalsekretär des Olympischen Komitees Dr. Diem, Oberstleutnant von und zu Gilsa und ein Vertreter des Propaganda- Ministeriums erschienen. Dr Diem hieß die Mannschaft, die unter Führung von Dr. Ferreira Santos, einem Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, steht, im Namen des deutschen Sports aufs herzlichste willkommen und gab feiner Freude Darüber Ausdruck, daß Brasilien eine derart starke Mannschaft entsandt habe. Im Anschluß an die Begrüßungsansprache spielte die Kapelle des Jnfanterie-Lehrbataillons die brasilianische Nationalhymne. Hierauf ergriff Botschafter Moniz de Aragao das Wort zu einem kurzen und herzlichen Dank, dem sich aud) Dr. Ferreira Santos mit einem „Vive Allemanni“ anschloß. Nach dem Empfang fuhr die brasilianische Mannschaft zum Berliner Rathaus, wo den Gästen bereits bei der Anfahrt durch die Berliner Bevölkerung eine herzliche Begrüßung zuteil wurde. Staatskommissar Dr. Lippert begrüßte die brasilianischen Gäste im Namen der Reichshauptstadt. Er betonte, daß Deutschland und Brasilien nicht nur seit Jahrzehnten in engen Handelsbeziehungen ständen, sondern daß beide Länder auch politische Bande umschlängen. Diele Tausende von Deutschen hätten in Brasilien eine zweite Heimat gefunden Der Aufenthalt der Brasilianer in Berlin möge dazu beitragen, die alte Kulturarbeit noch fester zu gestalten. Staatskommissar Dr. Lippert überreichte Dem Botschafter und dem Kapitän der Mannschaft die olympische Erinnerungsplakette und jedem der Teilnehmer das Buch „Altes und neues Berlin". Mit kurzen Dankesworten von Dr. Ferreira Santos endete der herzliche Empfang. Oie türkischen Reiteroffiziere in Berlin.
Als erste Gruppe dertürkischenOlympia- Teilnehmer trafen acht türkische Reiteroffiziere in Berlin ein. Don deutscher Seite wurden die Ossi- ziere, die unter Führung von Oberslleutnant S a 1 m Oenh 0 n stehen, vom Kommandanten des Olympischen Dorfes Oberstleutnant von und zu Gilsa empfangen. Er entbot den türkischen Reiteroffizieren ein herzliches Willkommen, wies u. a. auf die engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland hin und schloß mit einem Sieg-Heil auf den Präsidenten der türkischen Republik und auf das türkische Volk. Anschließend spielte die Kapelle des Jnfanterie-Lehrbataillons die türkische Nationalhymne. Oberstleutnant S a i m Oenhon dankte für den herzlichen Empfang und fügte hinzu, daß er Deutschland kenne und sich sicher wieder außerordentlich wohlfühlen werde. Im Anschluß an den Empfang begaben sich die türkischen Reiteroffiziere zur Kranzniederlegung nach dem Ehrenmal Unter den Linden.
Griechenlands Kronprinz als Mannschastsführer.
dacht nicht zu bestätigen vermocht. Der Mann wurde jetzt aus Der Haft entlassen. Das Verfahren gegen ihn ist eingestellt worden. Es war seinerzeit auf Bezichtigungen feiner Schwiegermutter in Gang gekommen.
Großer Schlag gegen die Berliner Unterwelt.
Dem Wohnungseinbruchdezernat der Berliner Kriminalpolizei ist dieser Tage ein neuer großer Schlag gegen d i e Berliner Unterwelt geglückt. Nach langwierigen Ermittlungen konnte jetzt eine achtköpfige, gemeingefährliche Einbrecher- und Hehler banbe unschädlich gemacht werden, die schon seit Monaten planmäßig in allen Stadtteilen Wohnungseinbrüche verübte, um dann die umfangreiche Beute durch Hehler zu Geld zu machen. Ein großer Teil der Diebesbeute, deren Wert insgesamt viele tausend Mark beträgt, konnte noch bei den Hehlern beschlagnahmt und den Bestohlenen wieder ausgehändigt werden.
Schweres Unwetter über Holland.
Starker Sturm, der dieser Tage über Holland tobte und zeitweise orkanartigen Charakter annahm, verursachte großen Schaden. In Hilversum wurden auf der Straße eine Frau und ein Kind von einem umstürzenden Baum erschlagen. Ein Mann wurde so schwer verletzt, daß er kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus starb. Auch aus anderen Teilen des Landes kommen zahlreiche
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Oie Schau der Lufthansa auf der Ausstellung »Deutschland''. NSG. In der großen Reichsausstellung „Deutschland", die am 18. Juli ihre Tore öffnen wird, wird neben den Sonderausstellungen der Reichsbahn und der Reichspost auch die oer Deutschen Lufthansa eine besondere Anziehungskraft ausüben. In dieser Schau wird alles, was der Begriff Lufthansa umfaßt, gezeigt. Sie bemüht sich, dem Ausstellungsbesucher eine anschauliche Vorstellung von dem schnellsten Verkehrsmittel zu geben. Ein interessanter Tatsachenbericht unterrichtet über die schnellsten, bequemsten und sichersten Flugzeuge, über den Flugplan und in besonderer Art über die Streckensicherung, wobei dem Laien das Geheimnis der „Flugbake", die die Flugzeuge sicher in den Hafen holt, enthüllt wird. Daneben dürfte ein Leistungsbericht der Lufthansa besonderem Interesse begegnen. Man erfährt dort, daß 1935 über 300 000 Menschen die Verkehrsflugzeuge der Lufthansa benutzten, daß die im planmäßigen Personenverkehr beflogene Strecke im Jahre 1935 325mal um die Erde führte. Die Luftpost- und Expreßsendungen des vergangenen Jahres würden 20 Eilgüterzüge zu zehn Wagen füllen. Etwa acht Millionen Briefe wurden allein auf der Strecke nach Südamerika in bisher etwa 190 Ozeanflügen von Deutschland nach Südamerika befördert. In anschaulichen Modellen werden die schwimmenden Flugstützpunkte und die Schleuder- schifse, mit denen im Südatlantik Pionierarbeit für den Weltflugoerkehr ermöglicht wird, gezeigt. Der Mittelaufbau der Schau endlich birgt ein Filmvorführungsgerät, das laufend Kurztonfilme der Deutschen Lufthansa zeigt, auch einzigartige Luftaufnahmen von den verschiedensten Gauen des deutschen Landes, sowie die Aufstellung einer großen gläsernen Karte des deutschen Reiches, auf der die Strecken der deutschen Lufthansa eingezeichnet sind und der neue Flughafen Tempelhof eine besondere Darstellung findet, werden sicher große Anziehungskraft ausüben.
LZ. „Hindenburg" hat Dover passiert.
Das Luftschiff „Hindenburg" hat nach Mitteilung der Deutschen Seewarte Freitag morgen 7 Uhr MEZ. Dover passiert.
und ähnlichen Störungen des Wohlbefindens hat sich seit weit Über hundert Jahren das bekannte Hausmittel ..Klosterfrau-Melissengeist* ausgezeichnet bewährt. So berichtet z. B. Frau G. Bruckmann, Hamborn, Katharinenstr. 8, am 8. 10. 1934 wie folgt:
„Mit Ihrem Klosterfrau-Melissengeist habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, besonders bei Magen- und Darmbeschwerden. Ich habe viel nnd plötzlich auftretende Schmerzen und brauche dagegen stets Klosterfrau-Melissengeist, der sich dadurch immer bei mir im Hause befindet. Ebenfalls habe ich viel unter Schwindel und Ohnmachtsanfällen zu leiben; auch dabei tut Klosterfrau-Melissengeist mir stets gute Dienste. Er ist mir daher unentbehrlich geworden, und kann ich ihn jedem bestens empfehlen."
Heber 4000 hiheopfer in USA.
Die Zahl der Opfer der Hitzewelle in den Mittelweststaaten von Amerika stieg am Donners- tagvormittag aus über 4000. Dazu kommen aber noch Tausende, die schwer erkrankt sind. Die Behörden von Minneapolis erklärten, daß die Hospitäler und Krankenhäuser seit der Grippe- epibemie während des Krieges niemals so stark in Anspruch genommen worden seien wie augenblicklich. Am Mittwoch ereigneten sich in Minneapolis pro Minute drei Fälle von Hitzschlag. Auf den Straßen läuteten ununterbrochen Krankenwagen. Kühlere Luftströmungen, die sich vom Stillen Ozean her näherten, brachten nur ganz geringe Tempera- turrückgänge.
Eisenbahnunglück in Spanien.
Don dem Personenzug Bilbao-San Sebastian lösten sich in der Nähe des Dorfes Allorga in voller Fahrt zwei Wagen, die auf der abschüssigen Strecke weiterrollten und in einer Kurve entgleisten. Beide Wagen stürzten eine Böschung hinab. Nach den bis jetzt vorliegenden Nachrichten sind fünf Fahrgäste g e t ö t e t und über 30 zum Teil schwer v e r- letzt worden.
Die Anteilnahme des griechischen Königs und der Regierung an den Olympischen Spielen findet in der Entsendung des Kronprinzen als Führers der Mannschaft und griechischen Vertreters am Kongreß Des IOK. Ausdruck. Ein Gespräch, das der Vertreter des DNB.-Sportdienstes mit dem Vorsitzenden der griechischen Sportverbände, R i n 0 p u l o s , hatte, gibt die Stimmung der Hellenen wieder: „Das Interesse Griechenlands an den Olympischen Spielen ist außerordentlich groß; zum erstenmal seit der Erneuerung nimmt Griechenland mit einer zahlenmäßig fo starken Gruppe von Aktiven an den Wettkämpfen teil. Wir sind voller Bewunderung über die großartige Organisation, und ich war glücklich, daß ich Gelegenheit hatte, dieser Bewunderung dem Vorsitzenden des Organisationskomitees, Exzellenz Lewa l d , Ausdruck verleihen zu können. Gerade wir Griechen sind Deutschland besonders dankbar, weil es mit der Schaffung des Fackellaufes unseren Gefühlen so nahe kam und auf diese wundervoll ausdrucksvolle Weise die antike Olympiade mit den modernen Spielen verbindet. Das ist auch der Grund, weshalb das gesamte Griechenland mit so großer Spannung nach Berlin blickt und sich ehrlichen Herzens mit Deutschland über den Erfolg freut und ihm dankt für das, was es für die olympische Idee getan hat."
Nachlposlverkehr der Lufthansa auch bei Sturm aufrechterhatten.
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Mit dem Dorüberzug des kräftigen Sturmwirbels waren Luftversetzungen in großem Umfange und mit ihnen eine Umgestaltung der Großwetterlage in Gang gekommen Dabei hat sich über dem europäischen Festland ein Hochdruckgebiet entwickelt, das absteigende Luftbewegung und Aufheiterung gebracht hat. Da aber in der Höhe sich noch immer Die Westströmung fortsetzt und starke Erwärmung neuen Druckfall herbeiführt, kann bei überwiegend freundlicher und warmer Witterung noch immer mit gelegentlichen Störungen gerechnet werden,^ im Gegensatz zu seither mehr vorübergehender urto gewittriger Natur sein werden.
Aussichten für Samstag: Vielfach heiter, sowie warm und schwül, aufkommende Neigung zu gewittrigen Störungen, meist östliche und südliche Winde.
Lufttemperaturen am 16. Juli: mittags 19,3 Grad Celsius, abends 14,5 Grad; am 17. Juli: morgens 13,6 Grad. Maximum 20,5 Grad, Minimum heute nacht 8,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Juli: abends 18 Grad, am 17. Juli: morgens 14,4 Grad. Sonnenscheindauer 5,7 Stunden.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertr. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder i. V.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für Den Inhalt Der, Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 36: 9400. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.
Es liegt an dem Zusammenbruch des internationalen Kredit- und Währungsfystems, daß wir hierbei neue Wege gehen mußten und gegangen sind, die allen denen, die mit Deutschland Handel treiben wollen, aber auch eine Erweiterung des Verkehrs eröffnen. Zahlreiche rohstoffpro- duzierende Länder sind durch die Verstärkung ihres Absatzes nach Deutschland auf dem Wege zu einer neuen wirtschaftlichen Prosperität. Ich habe die Zuversicht, daß das Land, nach dessen Hauptstadt dieses Schiff feinen Namen erhalten soll, das eben Gesagte verstehen wird.
Zwischen Deutschland und Südafrika bestehen mannigfaltige Bande des Blutes. Deutsche Arbeitskraft und deutsche Intelligenz haben seit vielen Jahrzehnten einen starken Anteil an dem Ausbau der zukunftsreichen Südafrikanischen Union gehabt. Ich kann mit Freude feststellen, daß es zwischen Deutschland und Südafrika keine wirtschaftlichen Gegensätze gibt.
Südafrika ist eines der ersten Länder gewesen, das den Umschwung, den die deutsche Wirtschaftspolitik gebracht hat, verstanden und sich zunutze gemacht hat. Schon heute ist Deutschland der zweitbeste Warenkunde der Südafrikanischen Union.
Nach einem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang der Lieder der Nation nahm Gesandter Professor Dr. Gie das Wort zu seiner Taufrede.
Nachdem die Hymne der Südafrikanischen Union verklungen war, vollzog der Gesandte die Taufe. Unter den Heilrufen der vielen Tausende glitt dann das neue Schiff in sein Element.
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