Ausgabe 
17.7.1936
 
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friedens und der ZUifegunff aus der deutschen Volksseele nehmen,

zu Nutz und Frommen unseres Vaterlandes Oester­reich, des ganzen deutschen Volkes und der mit ihm auf Gedeih und Verderb verbundenen Völker­familie Europa."

Prozesse gegen österreichische National­sozialisten abgesetzt.

Graz, 16. Juli. (DNB.) Sämtliche hier anbe­raumten politischen Strafprozesse ge- aen österreichische Nationalsoziali­sten sind von der Tagesordnung a b g e s e tz t wor­den. Wie verlautet, werden die Akten dem Justiz- Ministerium übermittelt werden.

Schon einige Tage vor der Veröffentlichung des Abkommens mit dem Reich sind in Graz und Steier­mark die Ve r h a s t u n g e n wegen nationalsoziali­stischer Gesinnung ein gestell t worden. Bis heute wurde keine neue Verhaftung vorgenommen.

Der Lufimspetteur der polnischen Armee tödlich verunglückt.

Mit dem Flugzeug in dieOstsee gestürzt.

Warschau, 16. Juli. (DNB.) In der Nähe oon Gdingen stürzte am Donnerstag ein pol­nisches Flugzeua ins Meer, das den pol­nischen General Orlicz-Dreszer an Bord hatte. Die drei Insassen, General Orlicz-Dres- z e r, Oberst Loth und der Pilot L a g e w s k i sind sämtlich ertrunken. Die Leichen konnten bereits geborgen werden. Die Ursache des schweren Un­glücks ist noch nicht geklärt.

Der verunglückte General Orlicz-Dreszer war erst vor wenigen Tagen zum Luftinspekteur der polnischen Armee ernannt worden. Der Ge- neral war seit einer Reihe von Jahren Präsident der polnischen See- und Kolonialliga und galt als einer der fähigsten polnischen Offiziere.

Das italienische Imperium in Ostafrika.

Erklärungen Mussolinis.

Am Tage der Beendigung der Sanktionen waren sämtliche öffentlichen Gebäude und auch die Privat­häuser festlich geschmückt. Mussolini hielt auf dem Palazzo Venezia eine flammende Ansprache zu 15 000 Faschisten, die dort aufmarschiert waren. (Associated-Preß-M.)

.Paris, 16. Juli. (DNB.) Der italienische Re- -gierungschef Mussolini hat dem römischen Ver­treter der in Paris erscheinenden politischen Wochen­schriftLa Tribüne des Nations kürzlich eine Unterredung gewährt, in der er sich mit der Schaf- 'fung des italienischen Imperiums in !Ostafrika beschäftigte.

Der Duce führte eingangs aus, daß die Be­sitz e r g r e i f u n g A b e f f i n i e n s eine voll­endete Tatsache sei, die von der Bevölkerung des Kaiserreiches anerkannt werde. Die oon der faschistischen Regierung dem Völkerbund übermittel­ten Erklärungen seien ein dokumentarischer Beleg der Umstände, die der italienischen Aktion in Ost­afrika oorausgegangen seien und die diese aus- gelöst hätten. Aus ihnen ergebe sich auch das hohe politische und zivilisatorische Ziel, das Italien stets beseelt habe.

Mussolini berührte dann die Behandlung der abessinischen Frage auf der 16. Völkerbunds- Versammlung, auf der die Anerkennung des italienischen Imperiums in Ostafrika nicht auf der Tagesordnung gestanden habe.

Italien betrachte sein abessinisches Unternehmen als heilige Mission im Interesse der Zivilisa­tion. Der Eingeborenen - Bevölkerung, deren Wohlergehen und Fortschritt gefördert werden sollen, sei die Mitwirkung an diesem Zivilisa­tionswerk in einer beratenden Körperschaft möglich.

Mussolini schloß mit der Erklärung, daß Italien bereit sei, an der Lösung der schwierigen Pro­bleme Europas und der Welt mitzu- arbeiten, wenn der Völkerbund und die Machte die Lage in Abessinien in einem Geist gerech­ten Verstehens anerkennen.

Nom dementiert Anschlagsgerüchte auf Graziani.

Rom, 16. Juli. (DNB.) Die Gerüchte über einen Anschlag auf den Vizekönig von Abessi­nien, Marschall Graziani, werden von unter­richteter italienischer Seite für unzutreffend erklärt.

Aus den letzten, am Donnerstaguprmittag «y amtlicher italienischer Stelle eingetroffenen Tele­grammen Grazianis ergibt sich, ' wie hinzugefügt wird, daß die Lage in Abessinien ruhig sei. Die Eisenbahnlinie DschibutiAddis-Abeba, die vor zehn Tagen von abessinischen Räuberbanden in der Absicht der Ausplünderung von zwei Le­bensmittelzügen unterbrochen worden war, ist be­reits wiederhergestellt. Die andauernden Polizei­maßnahmen zur Säuberung des ausge­dehnten Gebietes des Imperiums rechtfertigen keine Beunruhigung.

packt aus!"

'Elsässische Industrielle und Landwirte protestieren. Eine Denkschrift an die französische Negierung.

Paris, 17. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der Jour" berichtet, gelegentlich der Reise des Unter- Maatssekretärs de T e l s a n nach dem Elsaß habe seine Abordnung elsässischer Industrieller Mnd Landwirte ihm eine Denkschrift überreicht, Irin der es u. a. heißt:

Fabriken und landwirtschaftliche Betriebe sind von den Arbeitern unter der Drohung von Rädelsführern befehl, die diesen Betrieben fern­stehen. Wir find von unserem Besitz verjagt, auf dem man die fowjetrussische Fahne aufpflanzt, iiinb dies anscheinend in Uebereinstimmung mit der ^Regierung. Gesetze, die von unverantwortlichen Aufwieglern aufgezwungen werden, bedrohen unsere Dreiheit, zerstören unsere Landwirtschaft, unseren Kandel und unsere Industrie und führen zu einem chrecklichen Haß unter den Volksge- massen. Wir halten es für unsere Pflicht, ihnen ijuzurufen:Packt aus!"

Der Elsässer ist nicht gewillt, noch länger die Schmach über sich ergehen zu lassen, unter der Sowjetfahne zu leben.

$r verlangt die Achtung seines Eigentums, feiner Sitten und Gebräuche und feiner Einrichtungen.

Das Elsaß hat g c gje n d i e Volksfront ge­wählt, und es ist nicht gewillt, die Folgen eines unsinnigen Experiments zu tragen, das den Ruin über das ganze Land bringt und von dem nur eine Minderheit der Bevölkerung pro- fittert."

Reue Streikwelle in Paris.

Paris, 17. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die An­gestellten der Fleischereien und Feinkost- g e s ch ä f t e haben in einer am Donnerstagabend abgehaltenen Versammlung beschlossen, am Freitag erneut in den Streik zu treten. Als Begründung führen sie an, daß die Arbeitgeber das vor kurzem unterzeichnete Abkommen nicht eingehal- t e n hätten. Auch die Arbeiter der französischen Tabakregie sind in den Streik getreten.

Der Polizeipräsident von Paris hat in Durch­führung der letzten Abkommen über die Arbeits- 3 eit im Lebensmittelgewerbe eine Ver­fügung erlassen, wonach alle Lebensmittelgeschäfte, mit Ausnahme der Bäckereien, gezwungen sind, am Montag jeder Woche zu schließen. Lediglich der Verkauf von Milch ist zwischen 7 und 9.30 Uhr gestattet.

Schlaglichter aus der Tschechoslowakei.

Von unserem sudeiendeutschen Berichterstatter.

Radikalismus der Versöhnung.

Anläßlich der Haupttagung des Bundes der deutschen in der sudetendeutschen Stadt M ä h - liisch-Schönberg hielt Universitätsprofessor Usitzner eine Ansprache, in der er u. a. folgendes cLlsführte:Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß Hochschulen zum Volke gehören. Sind !wch die Aufgaben, die wir zu betreuen haben, zu- cleich die Grundfragen unseres ganzen Sudeten- lLutschtums. Wir als Grenzdeutsche haben die un­abdingbare Pflicht, mit dem gesamten Deutschtum die Verbindung aufrecht M erhalten. Ich weise den Gedanken zurück, mir als Grenzdeutsche nicht vollwertig fein Linnten. Wir wollen den Nachweis erbringen, daß b°i uns genug schöpferische Kraft vorhanden ist, um tinter keinem anderen deutschen Land zurückzublei- b;n. Wir haben als Ausländsdeutsche auch noch eine cnbere Verpflichtung: wir müssen unser Antlitz auch rach der tschechischen Seite wenden, wir sind auf Gedeih und Verderb mit anderen zur Nachbar - flvast bestimmt. Ich habe einmal das Schlagwort

gebraucht, wir müssen den Radikalismus der Versöhnung treiben, das heißt aber nicht, mit gebeugten Nacken vor der tsche­chischen Türe stehen. Radikalismus der Ver­söhnung heißt: mannhaft, aufrecht und klar dem nationalen Nachbarn nicht als Feind, sondern als Schicksalsgenosse entgegenzutreten, um mit ihm auf­richtig und freundschaftlich über ein gesundes Freundschaftsverhältnis zu beraten. Man wird bei unfern tschechischen Nachbarn zur Kenntnis nehmen müssen, daß wir unmittelbare An­gehörige des deutschen Volkes mit seiner Kultur untrennbar verbunden sind. Man wird auch nicht vergessen dürfen, daß wir Angehörige eines Weltoolkes sind."

Die Bolschewisierung schreitet fort.

Nach der tschechischen ZeitschriftVyvoj" gingen in Pflanzendorf und an der durch tschechisches Gebiet führenden unteren Eger die b o ls ch e w i st i- schen Umtriebe schon so weit, daß man den Leuten bereits Land stücke zugeteilt habe.

damit sie für die Parzellierung der beiden Groß- arundbesitzeDybersch" undMylenka" vorbereitet seien. Weil es nun zu der neuen Parzellierung noch immer nicht gekommen sei, hätte es zwischen ihnen schon Kämpfe gegeben. Nun suchten sie auf bolsche­wistische Weise neue Wegen, auf denen sie doch noch zum Boden kommen könnten. Dazu bemerken einige sudetendeutsche Blätter, daß man bis jetzt nicht geglaubt habe, daß die Bolschewisierung in der Tschechoslowakei schon soweit fortgeschritten sei. Die Gefahr sei sehr groß, da sich auf dem tschechi­schen flachen Lande ein schrankenloser Bolschewismus auch schon praktisch zu betäti­gen suche.

Slowaken gegen Sowjelophilen.

Das Zentralorgan der slowakischen Volkspartei, derS l o v a k", beschäftigt sich in einem längeren Aufsatz mit derHoffnung der Sowjetophilen" und warnt erneut vor der bolschewistischen Pro­paganda, die in der Slowakei glauben machen wolle, daß Tschechen und Slowaken durch das Bündnis mit Sowjetrußland in guter Hut feien. Die Sowjets hätten genug Sorgen, um im eigenen Staate mit Hilfe der Roten Armee die kommunistisch-jüdische Diktatur zu erhalten. Auch die Hoffnung auf die Hilfe der Roten Luftflotte sei eine sehr vage Angelegenheit. Man möge den Bolschewiken und Sowjetophilen entgegentreten, die der Bevölkerung Märchen von der Fliegerhilfe der Roten Armee erzählten. Ihre Hilfe so schreibt bas Blatt der Slowakischen Dolkspartei wörtlich, wenn es dazu kommen sollte, würde für uns gleichsam das Trojanische Pferd der Danaiden fein, in dem sich eine große Gefahr für uns, besonders für die Slowakei verbirgt, nämlich die völlige Bolschewisie­rung.

Sudelendeulschium unter militärischer Kontrolle.

Die drei neuen Durchführungen des tschechischen Staatsverteidigungsgesetzes sind ein weiterer Schlag gegen das gesamte sudetendeutsche wirtschaftliche, nationale und politische Leben. Sie stellen fast den gesamten Besitzstand, das Volksver­mögen und die Arbeitsplätze des Sudeten­deutschtums unter M i l i t ä r k o n t r o l l e , so daß jederzeit alsunzuverlässig" bezeichnete Per­sonen aus den Betrieben entfernt werden können. Die Besitzrechte wurden scharfen Einschränkungen unterworfen, die allenfalls auch auf eine vollstän­dige Entwertung hinauslaufen können. Der Haus-, Gruben- und Grundbesitz, die Wasser-, Jagd- und Fischereigerechtigkeiten sind weitgehenden Kontroll­bestimmungen unterworfen worden. Die Organe der Militärverwaltung und die tschechischen Bezirksbehörden sind ab heute Herr f a ft des ganzen sudetendeutschen Wirtschafts­lebens geworden. Ferner wurde eine Regierungs­verordnung über die Arbeitsvermittlung veröffent­licht. Danach ist für die von der Arbeitslosigkeit am härtesten betroffenen Gebiete vorgesehen, daß freie Arbeitsstellen in jenen Betrieben zwangsweise be­setzt werden können, deren Inhaber den durch die Verordnung auferlegten Verpflichtungen wiederholt nicht nachgekommen sind. Das bedeutet, daß der Unternehmer zwangsweise deutsche Ar­beiter entlassen muß und diese durch die neu zu errichtenden staatlichen Arbeitsvermittlungs­ämter ersetzt werden können. Neu eingestellt kön­nen nach dem neuen Staatsverteidigungsgesetz nur jene Personen werden, deren staatlicheVer­läßlichkeit" überprüft worden ist. Außerdem wird die Mitteilung veröffentlicht, daß ab 1. Jan.

1937 an Stelle der bisherigen Landesmilitärkvm- mandos neue Kvrpskvmmandvs errichtet werden. Dem tschechoslowakischen Staatsoerteidi» gungsministerium liegt außerdem die Entscheidung zu, ob und bei welchen Unternehmungen mili­tärische Aufsichtsorgane eingesetzt werden können. Durch diese Verordnungen ist das g e samte Sudetendeutschtum unter die Kon­trolle und Verwaltung der tschechischen Mili­tärverwaltung gestellt worden.

Der jüdifche Schuhkönig Bala preist die Sowjetunion.

DasPrager Tageblatt" veröffentlicht einen län­geren Aufsatz des tschechischen jüdischen Schuh- sabrikanten Bata, in dem es unter anderem wört­lich heißt: Ich bewundere die Sowjet­literatur, die Sowjetreligion der Ar­beit, die Begeisterung dort für Arbeit und ihre Vorkämpfer. Ich liebe diese Literatur, weil sie tat­sächlich und am besten erzieht!"

Die tschechische Volkspartei gegen diePest des Bolschewismus.

Anläßlich einer Kundgebung der Tschechischen Volkspartei in Beraun hielt der Vorsitzende der Partei eine längere Rede, in der er in scharfer Weise das Militärbündnis der Tschecho­slowakei mit Sowjetrußland geißelte und unter anderem wörtlich sagte:So will ich denn öffentlich den berufenen Staatsmännern fü­gen, daß mir in keinem Falle Verbün­dete des Bolschewismus sind und fein wollen, weil der Bolschewismus der unversöhn­lichste Feind der Demokratie und der katholischen Welt ist. Unsere Feinde im Auslande betrachten uns als einen Vorposten des Bolschewis­mus in Mitteleuropa, und selbst unser Außenmi­nister Dr. K r o f t a mußte sich dagegen im Par­lament wenden. Es ist aber nicht möglich, vor den Tatsachen die Augen zu verschließen, die sich nicht wegleugnen lassen. Wahr ist, daß wir im Innern des tschechoslowakischen Staates gegen den Bolsche­wismus weit mehr Abwehr und Widerstand zeigen müssen, als wir das bis jetzt tun, wenn wir nicht mit unserer Bundesgenossenschaft vom Regen in die Traufe kommen wollen. Die bolschewi­stische Propaganda bei uns hat unstreitig Erfolge aufzuweisen. Es gibt, wie man sagt, Mittel­schulen, an denen zwei Drittel aller Schüler kommunistisch sind. Unsere Kinos spielen Filme sowjetrussischer Her­kunft, in den Theatern sehen wir bolsche­wistische Stücke, die Läden der Buchhändler sind voller Bücher, in denen sowjetische Einrichtungen gepriesen werden. Man kann sagen, daß es in Mitteleuropa keinen Staat gibt, in dem sich die bolschewistische Propaganda ohne alle Grenzen und Maßen so ausbreiten konnte wie bei uns."

Der Eowjetgeneral in präg.

Prag, 16. Juli (DNB.) Der zur Zeit in Prag weilende Chef des sowjetrussischen Mi­litärflugwesens, Armeegeneral A l k n i s , wurde Donnerstag vom tschechoslowakischen Mini­ster für nationale Verteidigung M a ch n i k emp­fangen. Dann besuchte er den Generalinspektor der tschechoslowakischen Wehrmacht, Armeegeneral Sy- rooy, und den Generalstabschef, Ärmeegeneral Krejci. Mittags veranstaltete der tschechoslowa­kische Nationalverteidigungsminister für die Gäste ein Frühstück.

Letzte Olympia-Neuigkeiten.

Olympiafahrt

des LuftschiffesHindenburg".

Um den Besuchern der Olympischen Spiele eine besondere Ueberraschung zu bereiten, wird das LuftschiffHindenburg" aus Anlaß der Eröffnung der Spiele der Reichshauptstadt einen Besuch abstatten. Das Luftschiff, das am Tage zu­vor von der neunten diesjährigen Südamerikafahrt nach Frankfurt zurückkehrt, wird dort am 1. August um 7 Uhr nach Berlin starten. Dabei sollen mög­lichst viele Städte und Ortschaften berührt werden, um wenigstens einen Teil der bei der Zeppelin­reederei eingelaufenen Gesuche um Ueberfliegung zu erfüllen. Gegen 14 Uhr wird das Luftschiff über Berlin eintreffen und über dem Flughafen Tempel­hof zunächst die in Frankfurt an Bord genommene Post durch Fallschirm abwerfen. Nach einigen Schleifen über der Innenstadt wird es dann kurz vor Beginn der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in geringer Höhe vis zum Reichssportfeld fahren, um die im Stadion Versammelten mit einerVerneigung" zu begrüßen. Dann kehrt das Luftschiff nach Frankfurt zurück und trifft in den Abendstunden wieder auf dem Luftschiffhcüen Rhein- Main ein. Für die Olympiafahrt des Luftschiffes Hindenburg" sind bereits alle Plätze vergeben, so daß keine weiteren Fahrgäste angenommen werden können. Für die Briefmarkensammler in

aller Welt ist die Olympiafahrt des Luftschiffes wie­der ein besonderes Ereignis, da die Deutsche Reichs­post diese Fahrt zur Postbeförderung freigegeben hat. Die beförderten Briefe und Postkarten erhalten einen Sonderstempel mit der InschriftLuft­schiff Hindenburg, Olympiafahrt 1936". Die Ge­bühren betragen 50 Rpf. für eine Postkarte und 1 RM. für einen Brief bis 20 Gramm. Die Sen­dungen sind in einem Umschlag gegen die gewöhn­liche Freigebühr rechtzeitig mit folgender Aufschrift nach Frankfurt zu senden:Sendungen für die Olympiafahrt des Luftschiffes ,Hindenburgs Bahn­postamt 19, Frankfurt (Main)". Nähere Auskunft erteilen die Postämter.

Zweite brasilianische Olympia- Mannschaft eingetroffen.

Auf dem Lehrter Bahnhof traf der zweite Teil der brasilianischen Olympia-Mann­schaft in Stärke von 30 Sportlern und Sport­lerinnen ein. Die brasilianischen Landsleute in Ber­lin und das Berliner Publikum brachten den Gästen stürmische Kundgebungen dar. In der Frauen­gruppe, die vier Schwimmerinnen umfaßt, befindet sich auch die bedeutendste Schwimmerin des Landes, die deutfchstämmige Marie Link. Weiterhin weist die brasilianische Mannschaft u. a. eine Schwim­mergruppe von acht Mann, darunter vier Matro­

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Die eindrucksvolle Ehrenhalle der Olympischen Kunstausstellung.

Die Werke, die zu dem Olympischen Kunstwettbewerb der XI. Olympischen Spiele eingesandt wurden, sind nun der Öffentlichkeit in der Olympischen Kunstausstellung am Kaiserdamm zugänglich gemacht worden. Diese wirkungsvolle Ehrenhalle unterstreicht vor den Augen der Besucher gleich beim Betreten der Ausstellung die Bedeutung dieser Veranstaltung (Presse-Bild-Zentrale-M.)