Der Boxkampf Schmeling-Louis.
Eine „grundsätzliche Auseinandersetzung^ sagen die Amerikaner.
Der große Kampf S ch m e l i n g s gegen den Mulatten Joe Louis am 18. Juni im Neuyorker Yankee-Stadion wird die Antwort auf zwei Fragen geben, die für die Entwicklung des internationalen Boxsports von entscheidender Bedeutung sind. Es wird sich an diesem Tage zum ersten darum handeln, ob Max Schmeling seine Karriere beenden muß oder ob er als Krönung seiner Laufbahn noch zum zweiten Male nach der Krone des Weltmeisters greifen darf. Und zum zweiten wird dieser Kampf mit entscheiden, ob der Ansturm der schwarzen Rasse, der auf allen sportlichen Gebieten in den Bereinigten Staaten eingesetzt hat, auch in Zukunft von Er- fola begleitet sein wird. Ein Sieg von Louis würde diesem schwarzen Ansturm einen gewaltigen moralischen Aufschwung geben. Nicht umsonst schreiben amerikanische Zeitungen von Schmeling als der „letzten Hoffnung" der weißen Rasse. Das mag übertrieben klingen, aber es ist bezeichnend für Amerikas Meinung. Der Kampf ist mehr als eine Begegnung zweier Boxer von Weltformat, er wird fast zu einer „grundsätzlichen" Auseinandersetzung.
Joe Louis, der „braune Bomber von Detroit" ist der Mann, dessen Laufbahn selbst für amerikanische Maßstäbe erstaunlich erscheint. Er tauchte auf aus der Masse von Hunderten von unbekannten Kämpfern und erregte einiges Aufsehen durch schnelle k.-o.-Siege über mehr oder weniger unbekannte Gegner. Zum „Star", zum „Wunderboxer" wurde er erst durch seine Siege über Max Baer, Paolino und Primo Carnera.
Man weiß eigentlich über seine boxerischen Qualitäten herzlich wenig. Da er seine großen Kämpfe alle nach einigen Runden entscheidend gewann und man sich deshalb kaum ein Bild von seinen wirklichen Fähigkeiten machen kann, muß man sich an zwei Tatsachen halten, die auf alle Fälle feststehen:
Louis besitzt eine Schlagkraft, die überdurchschnittlich ist
und die — im richtigen Augenblick eingesetzt — das Ende eines Kampfes bringen muß. Und er ist mit
seinen 21 Jahren, mit Mer unverbrauchten Na- turkraft für jeden Mann der Welt gefährlich. Dar über hinaus hat er jenen Kampftnstmkt, der iihn — manchmal vielleicht unbewußt — die zünftigsten Situationen blitzschnell erkennen laßt. Ob er ein großer „Nehmer" ist (fast alle Neger sind am Körper empfindlich), das muß der Kampf ben)eiJe"r Der „braune Bomber" steht ohne Äwe.sel °° : fenw größten Leistungsaufgabe, Schmeling wird ihm alles abverlangen.
hat Max Schmeling gegen diesen Naturburschen aus Detroit eine Chance?
Wir hatten Gelegenheit, die letzten drei Kampfe des „schwarzen Ulanen vom Rhein — so nennen ihn die Amerikaner — am Ring aufmeK^an], verfolgen. Wir konnten seine überlegene Kampfes- weise bewundern, sein sicheres Auge und sein rücksichtsloses Einsetzen aller Mittel rm entscheidenden Augenblick. Schmeling, der heute 31 Jahre alt ist weiß, daß er zumindest auf dem Höhepunkt s e'i n e s K ö n n e n s anaelangt ist. Nur noch kurze Zeit wird er sich auf seinem heutigen Standard halten können. Die Traimngsberichte aus Amerika beweisen, daß der Deutsche diesen Kampf bitter ernst nimmt. Und Fachleute, die die Trainingsarbeit der beiden Gegner gewissenhaft verglichen, geben dem Deutschen nicht die schlechtesten Aussichten. , t .
Voraussagen bei Boxkämpfen sind immer gefährlich. Und das ist gut so. Die „glorreiche Ungewißheit" ist immer einer der Hauptreize dieses männlichsten aller Sports gewesen. Aber eins kann man vielleicht sagen: Uebersteht Schmeling den Ansturm des Mulatten in der e r st e n Hälfte des Kampfes, geht er den schweren „Brocken" aus dem Wege und läßt sich nicht voll treffen — dann hat er eine Chance. Denn technisch müßte er Louis weit überlegen sein.
Aber was find Kombinationen? Sie können durch einen einzigen Schlag über den Haufen geworfen werden. In der Nacht zum Freitag werden Tatsachen ihre harte Sprache sprechen.
jeder Mannschaft noch ein Treffer, so daß es beim Unentschiedenen Stand blieb.
Einzelne Leute der Gießener Mannschaft besonders hervorzuheben, ist nicht nötig. Der Erfolg spricht allen das beste Zeugnis aus.
Deutsches Nadsport-Zugendabzeichen.
Am vergangenen Sonntag fand unter der Leitung von August Deibel (Gießen) eine Prüfung zur Erlangung des Deutschen Radsport-Jugendabzeichens statt.
Insgesamt 43 Prüflinge, Jungens im Alter von 12 bis 18 Jahren, hatten sich eingefunden, um dieses Sportabzeichen zu erringen. Sämtliche Jungens haben die Prüfung bestanden, und zwar wurden Zeiten gefahren, die zum Teil als hervorragend bezeichnet werden können. Der größte Teil der Prüflinge kam mit schweren und zum Teil sehr veralteten Rädern an den Start. Auch der Wettergott hatte die Jungens, die die Prüfung über 55 Kilometer ablegten, mit reichem Regen bedacht. Trotzdem ließen sich die Jungens nicht verdrießen und fuhren allem Unwetter zum Trotz durch bis zum Ziel.
Die Prüfung über 15 Kilometer wurde auf der Strecke Gießen (Karlsruhe)—Daubringen und zurück ausgetragen. 33 Jungens unterzogen sich dieser Prüfung. — Gießen—Bondorf—Grünberg—Reiskirchen—Gießen (Karlsruhe) lautete die 55-Kilo- meter-Strecke, die von 10 Jungens durchfahren wurde. Jeder der Teilnehmer, der die Prüfung bestanden hat, erhält nun das Urkundenheft mit dem Abzeichen. Um den Jungens, die am Sonntag bereits die Prüfung bestanden haben, eine Gelegenheit zum friedlichen Wettkampf im Radfahren zu bieten, veranstaltet der Gießener Radfahrer-Verein yon 1885 am Sonntagvormittag ein Jugendfahren (offen für Fahrer, die noch kein Straßenrennen gefahren haben). Die Meldungen sind abzugeben bei August Deibel, Gießen, Neuenweg50.
Werbekegeln in Reiskirchen.
Am Sonntag beendete der hiesige Kegelklub „Gut Holz" sein diesjähriges Werbekegeln. Den 1. Preis erhielt Wilhelm Pfeffer mit 26 Holz; 2. wurde Philipp Schäfer, 3. Wilhelm Weimer, 4. Ludwig Reichmann mit je 25 Holz; 5. Ewald Jünger, 6. Heinrich Gundrum, 7. Ludwig Schön, 8. Wilh. Damm, 9. Rudi Schäfer, 10. Willi Damm, 11. Ludwig Enders, 12. Ferdinand Gundrum, 13. Ernst Jüng mit je 24 Holz; 14. Ludwig Stark, 15. Wilh. Schild, 16. Philipp Gräf, 17. Hermann Möbus, 18. Ferdinand Klös, 19. Heinrich Schäfer, 20. Ludwig Schomber, 21. Karl Mengel mit je 23 Holz.
Das Bezirks-Turn- und Sportfest der Reichsbahn-Turn- und Sportvereine in Bad Hersfeld.
Die Bezirksleitung der Reichsbahn-Turn- und Sportvereine hält ihr diesjähriges Bezirks-Turn- und Sportfest in Bad Hersfeld ab und gibt dadurch ihren Mitgliedern Gelegenheit, einen Teil der Feierlichkeiten, die die Stadtverwaltung anläßlich der 1200-Jahrfeier der Stadt Hersfeld veranstaltet, zu sehen. In sportlicher Beziehung wird ebenfalls viel geboten. Wettkämpfe in Turnen, Boxen, Leichtathletik, Schwimmen, Fußball, Handball, KK.- Schießen, Rhönradvorführungen usw. werden von den Reichsbahnsportlern bestritten. Unser heimischer Reichsbahnsportoerein, der VfB.-Reichsbahn, beteiligt sich mit 40 Aktiven und Kampfrichtern an dem Bezirksfest. Die Leichtathletikabteilung wird durch Luh, Fischer, Huppert, Siegmund, Pitzen, Kley, Möll, Nies u. a. bei den Männern und Jugendlichen und durch Fischer, Schmidt, Man- drella, Weber usw. bei den Frauen würdig vertreten sein. Die Turnabteilung entsendet Schimmel, Frey, Bellof, Junker, Henning, Rahn, Seibert, Habeth, Althaus, Wehrum, Engelbach, Schädlich als Jugendkämpfer im deutschen Geräteturnen. Die Zahl der Schützen und Schwimmer ist noch nicht festgelegt. Das Fußballspiel wird in Hersfeld von Rot-Weiß Frankfurt gegen Hessen Bad Hersfeld (Ligamannschaften) bestritten. Um die Ehre des Handballsieges kämpfen Reichsbahn Nied gegen Rot-Weitz Frankfurt.
Fußball in Daubringen.
Am Sonntag weilte die erste Mannschaft von Großen-Buseck in Daubringen. Daubringen spielte mit Ersatz und mußte eine Niederlage von 5:1 ein- stecken. Dem Spielverlauf nach hätte ein Unent
schieden mehr entsprochen. In der ersten Halbzeit schoß nach beiderseitig gutem Spiel jede Mannschaft ein Tor. Nach der Pause fielen dann durch zu weites Aufrücken der hiesigen Verteidigung noch weitere vier Tore für den Gegner.
Kurze Sportnotizen.
Einen schweren V e r l u st hat der deutsche Motorradsport durch den Tod des erfolgreichsten deutschen und europäischen Seitenwagenfahrers Toni Babl erlitten. Babl ist seinen beim Training zum Eifelrennen auf dem Nürburgring erlittenen Verletzungen in der Bonner Universitätsklinik erlegen. Babl, der aus Miesbach in Bayern stammte, hat nur ein Alter von nicht ganz dreißig Jahren erreicht.
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Die Amateur-Straßenrennen, die auf Grund einer Anordnung des Fachamtes Radsport bisher nicht länger als 120 Kilometer ausgeschrieben werden durften, können künftig wieder über längere Strecken geführt werden, ' nachdem die Olympia-Vorprüfungen beendet sind.
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Deutschlands Gegner im Davispokalschlußspiel der Europazone ist Jugoslawien. Die Jugoslawen gewannen den Kampf gegen Oesterreich in Wien mit 4:1. Pallada schlug Metaxa 8:6, 6:3, 2:6, 3:6, 6.4, während Kukuljevic über Graf Bawa- rowski 5:7, 6:4, 1:6, 6:2, 6:3 gewann.
Für Wimbledon haben zur inoffiziellen Tennis-Weltmeisterschaft in den Einzelspielen 118 Männer und 86 Frauen gemeldet. Deutschland ist durch Gottfried von Cramm, Henner Henkel, Kaj Lund und Marieluise Horn vertreten.
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Ern a Sompa, die erfolgreiche amerikanische Schwimmerin deutscher Abstammung, erzielte in Neuyork drei amerikanische Rekords im Rückenschwimmen, und zwar über 200 Meter und 220 Yards mit 2:54,6 und über 300 Meter mit 4:28,7.
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Nur noch direkten Torabstoß gibt es nach einem Beschluß des „International Board", der internationalen Fußball-Regelkommission. Der
Ball darf also dem Torwart nicht mehr in die Hände „gegabelt" werden, wie dies bisher Brauch war.
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Larry Gains, der kanadische Schwergewichtsboxer, schlug in Manchester den Breslauer Scholz sicher in 10 Runden nach Punkten.
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Eine W e l tb e st l e i st u n g erzielte Lettlands Weltrekordmann D a h l i n s ch bei einem 40 Kilometer-Gehen in Warschau mit der ausgezeichneten Leistung von 3:27:40 Stunden. Ein amtlicher Weltrekord wird über diese Strecke nicht geführt.
Sportamt „Krast durch Freude".
Heute folgende Kurse:
Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer: Don 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.
Reiten: Von 21 bis 22 Uhr, Universitäts-Reitinstitut, Brandplatz.
Morgen folgende Kurse:
Fröhliche Gymnastik und Spiele Frauen: Von 20 bis 21 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26; von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.
Leichtathletik, Frauen und Männer: Don 19.15 bis 20.30 Uyr, Universitätssportplatz am Kugelberg.
Reiten: Von 21 bis 22 Uhr, Universitätsreitinstitut, Brandplatz.
Nege Bautätigkeit in Marburg.
LPD. Marburg, 16. Juni. Nachdem die in den Nachkriegsjahren äußerst rege Bautätigkeit in Marburg bis zum Jahre 1932 fast gänzlich zum Erliegen gekommen war, macht sich seit dem Jahre 1933 wieder ein erfreulicher Ausstieg bemerkbar. Ueberall entstehen am Rande der Stadt — an den Hängen der Lahnberge, im Nordviertel, am Rotenberg, im Stadtteil Ockershausen usw. — neue Ein- und Mehrfamilienhäuser. Im Jahre 1935 wurden insgesamt 66 Wohngebäude mit 10? Wohnungen errichtet. 59 dieser Neubauten umfaßten ein bis Zwei Wohnungen, während nur sechs davon drei
bis vier Wohnungen enthalten. Durch teiluna, sowie Um- und Ausbau von Gebäuden konnten 14 neue Wohnungen geschaffen werden. 37 Neubauten mit 55 Wohnungen waren am Jahresschluß im Bau begriffen. Für das Jahr 1936 ist bis jetzt der Bau von 10 Hausern mit 30 Wohnungen baupolizeilich genehmigt. Ferner sollen noch verschiedene Eigenheime in Angriff genommen werden. Hervorragenden Anteil an der Wohnungsbau« tätiqkeit in Marburg hat der Bau- und Sparverein, welcher in 1935 allein 26 Wohnungen errichtete und in 1936 neben mehreren Eigenheimen 20 Kleinwohnungen fertigstellen wird.
13 Volksschädlinge
vor der Mainzer Strafkammer.
Steuerhinterziehung und Deinfälschung.
LPD. Mainz, 16. Juni. Am Montag begann vor der Großen Strafkammer in Mainz ein Prozeß gegen 13 Angeklagte aus Rheinhessen, die sich wegen Steuerhinterziehung und Weinfälschung zu verantworten haben. Die Beweisaufnahme, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt wird, dürfte durch die Vernehmung von 32 Zeugen mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Beschuldigten, Landwirte, Weinhändler und Gastwirte, unter ihnen der Hauptangeklagte Ernst Bronne aus Wörstadt, haben 55 000 Kilogramm Futterzucker an Nichtbezugsberechtigte verkauft ober selbst widerrechtlich bezogen. Dieser Zucker darf bekanntlich steuerfrei nur von Viehhaltern bezogen werden. Durch das Vergehen der Angeklagten wurde das Reich erheblich geschädigt. Außerdem hat ein Teil der Angeklagten aus Wasser und Weinsäure einen sogenannten Trester- und Drusenwein hergestellt, den sie teils mit Obstwein verschnitten, teils mit Chemikalien „aufgebessert" hatten und als „Wein" bzw. als Stichwein in Verkehr brachten. Das Urteil dürfte vor Ende dieser Woche kaum zu erwarten sein.
Der Schatz im Karbidschlamm.
LPD. Frankfurt a. M., 16. Juni. In einem Frankfurter Fabrikbetrieb war ein Arbeiter tätig, der sich eine Anzahl Autozubehörteile aneignete. Es galt nun diese unbemerkt aus dem Betrieb herauszubringen, wozu der Täter einen Weg wählte, auf dem es tatsächlich unbemerkt blieb, daß gestohlene Ware entfernt wurde. In die Fabrik kam öfter ein Gärtner gefahren, der Karbidschlamm abfuhr. Es gelang dem Dieb, den Gärtner für den Plan zu gewinnen, und so wanderte das gestohlene Gut im Schlamm verborgen hinaus. Aber beim Abladen wurde von dritter Seite bemerkt, daß da etwas nicht in Ordnung war, und so kam es, daß sich der Dieb und sein Mittäter als Angeklagte vor dem Schöffengericht einfinden mußten, das den Arbeiter zu sechs, den Gärtner zu vier Monaten Gefängnis verurteilte.
(Sitte originelle Sammelidee.
LPD. Bad Erns, 15. Juni. Arn Rotkreuztag verwirklichten hiesige Sammler eine originelle Sammel- ibee. Sie zogen am Kurfaal auf beiben Seiten ber Straße am Ranbe bes Bürgersteigs einen Kreibe- strich, eine sog. „Pfennigs-Lini e". Jeber Vor- übergehende half zu einem guten Erfolg biefer Pfen- nigs-Linie. So reihten sich auf ihr Pfennig an Pfennig, bazwischen schoben sich Fünfziger unb sogar Silberlinge. Als bie Sammler ihrer Linie Halt geboten unb abzählten, ba lagen 136 Mark auf ber Straße.
Kreis Wetzlar
0 21 u 5 bem Hüttenberg, 16. Juni. Die Obstaussichten im hiesigen Bezirk finb nicht so rosig, wie man erst annahm. Hatte man gehofft, baß nach zwei Jahren geringer Ernte, in biesem Jahre eine Rekorbernte zu erwarten sei, so sah man sich getäuscht. Le bi glich bie Kirschen versprechen eine reichliche Ernte. Bei Pflaumen und Zwetschen, ebenso Mirabellen und Reineklauden, ist mit einer guten Mittelernte zu rechnen, b. h. wenn nicht bie Blattläuse, die stellenweise sehr stark auftreten, die Ausbildung der Früchte behindern. Bei dem Kernobst ist der Behang sehr verschieden. Eine mittlere Ernte wird jedoch nicht erreicht. Einzelne Birnensorten haben gut angesetzt. Am meister Schaden hat der Apfelblütenstecher angerichtet, so daß in manchen Orten mit einer knappen Ernte an Aepfeln zu rechnen sein wird. Beerenobst gibt es wieder eine reichliche Menge.
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