Ausgabe 
17.4.1936
 
Einzelbild herunterladen

Stunden verschied. Das Mitgefühl des gan­zen Dorfes tarn in einem großen Trauerzug zum Ausdruck. Jungvolkjungen trugen ihren toten Ka­meraden zur letzten Ruhe. Die Schuljugend hatte im Schulhof Aufstellung genommen, um dem Mit- chüler den letzten Gruß zu entbieten.

Kreis Schotten.

# Ober-Seibertenrod, 15. April. Ober­halb unseres Dorfes ereignete sich ein A u t o u n » all, indem ein aus Richtung Ulrichstein kommen- )er Kraftwagen die hohe Straßenböschung Hinab­uhr und sich überschlug. Dabei erlitt der Fahrer erhebliche Verletzungen. Der Wagen wurde beschädigt.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

* Dutenhofen, 17. April. Heute morgen er­eignete sich auf der Straße nach Gießen ein schwe­rer U n g l ü ck s f a l l. Der Zugführer Weber von

hier, der sich heute morgen mit seinem Fahrrad auf den Weg zum Bahnhof nach Gießen gemacht hatte, stürzte dabei von feinem Fahrrad, blieb be­wußtlos liegen und wurde so von zwei Offizieren der Wehrmacht, die im Kraftwagen die Unfallstelle passierten, aufgefunden und in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht. Der bedauernswerte Mann hat eine Gehirnerschütterung erlitten.

* Dornholzhausen, 16. April. Gestern er­eignete sich hier ein schwerer Unglücksfall. Der Landwirt Karl Schaum von hier, der Kleesamen gesät und mit der Ackerwalze gearbeitet hatte, ließ auf dem Rückweg sein fünfjähriges Söhnchen Willy auf der Ackerwalze aufsitzen. Bei einem plötzlichen Ruck stürzte das Kind herab und geriet unter das schwere Ackergerät. Der bedauernswerte Knabe erlitt innere Verletzungen, bzw. Quetschun- gn, die seine sofortige Heberführung in die Chirur­gische Klinik nach Gießen notwendig machten. Die Verletzungen sind glücklicherweise nicht lebensge­fährlich.

Saalmeisterschasten des Gaues XII Nordhessen im

Am Sonntag finden im Saale des Cafö Leib die Gaumeisterschaften im Saalfahren der Radfahrer tatt. Die Ausrichtung wurde dem Bezirk Gießen übertragen. Die besten Saalfahrer unseres Gau- gcbietes werden hier um die Siegespalme, die Meisterschaft des Gaues XII, kämpfen. Die Sieger bzw. die Meister sind berechtigt, an den Deutschen Meisterschaften, die am 20. und 21. Juni 1936 in Bonn a. Rh. stattfinden, teilzunehmen.

Das Meldeergebnis ist als gut zu bezeichnen. Das größte Interesse wird neben den Radball­kämpfen das Kunstfahren finden. Der Radfahrer- VereinFlottweg Kassel ist mit seiner Meister­mannschaft im 6er-Kunstreigen am Start. Diese Mannschaft konnte bei den vorjährigen Deutschen Meisterschaften Len höchsten Titel, der je im Deut- chen Radsport verliehen wird, erringen. Den Rad­portfreunden wird die Gelegenheit geboten, das Kunstfahren in seiner vollendetsten Form zu sehen zu bekommen.

Im 8 e r - K u n st r e i g e n ist die Mannschaft des RV. Anspach (Taunus) am Start. Wenn diese Mannschaft im Alleingang antritt, so wird sie doch ihr Könyen unter Beweis stellen.

Das 2er-Kun st fahren sieht wieder die Fahrer Usinger-Ruhn vom RV. Flottweg Kassel am Start. Diese beiden Fahrer, die ebenfalls schon den Titel eines Deutschen Meisters trugen, werden die

Die Sommer-Kampsspiele der hessischen Schulen

hohe Schule des 2er-Kunstfahrens zur Vorführung bringen.

Im ler-Kun st fahren trifft der Wetzlarer Walter Göbel, Bezirksmeister des Bezirks Gießen, auf den Meister des Bezirks Kassel-Fulda, Nuhn. Nach seinen bisher gezeigten Leistungen sollte es Göbel fertigbringen, die Gaumeisterschaft an sich zu reißen.

Im 2er-Radball stehen sich die Mannschaften Stommel-Baum, Deibel-Von-Eiff (1885 Gießen), Göbel-Nolte (Niederairmes) und Wehrhahn-Mom- berg (Flottweg Kassel) gegenüber. Im vorigen Jahre konnte die Mannschaft Baum-Von-Eiff vom Gießener Radfahrer-Verein die Meisterschaft des Gaues knapp durch einen Sieg über die Kasseler Mannschaft erringen. Die Gießener Mannschaft, die durch Stammel wohl etwas stärker sein sollte, wird den Sieger stellen. Doch sind Ueberraschungen durch die anderen teilnehmenden Mannschaften nicht aus­geschlossen.

Als Nebenwettbewerbe stehen noch auf dem reichhaltigen Programm der Veranstaltung: 2er- Radball der B= und Jugendklasse, sowie Schul­reigen. In diesen Wettbewerben gehen ausschließlich Fahrer Hes Bezirks Gießen an den Start.

Bezirkswanderfahrt der Radfahrer.

Der Bezirk Gießen im Deutschen Radfahrer-Ver­band veranstaltet Sonntag seine erste diesjährige Bezirks-Wanderfahrt, an der sich alle vier Kreise beteiligen. Das Ziel der Fahrt ist Gießen.

Mark) aufgewertete Darlehen 5307,07 Mark (5653,99 Mark). Demgegenüber weist die Schulden­seite auf: Geschäftsguthaben der Mitglieder 11380,32 Mark (im Vorjahr 11 167,67 Mark), Re- fernen 27 806,83 Mark (26 131,62 Mark), Sparein­lagen 288 243,61 Mark (244 065,16 Mark), aufge­wertete Spareinlagen 27 851,24 Mark (32 712,61 Mark), Einlagen in laufender Rechnung 35 724,72 Mark (33 946,91 Mark). Der Reingewinn beträgt 2058,76 Mark gegenüber dem Vorjahr mit 1426,51 Mark, lieber Die Verwendung des . Reingewinns wird der Vorstand der Kaffe in der am morgigen Samstag stattfindenden Generalversammlung Vor­schlag unterbreiten.

* Birklar, 17. April. Der 21jährige hiesige Landwirtschaftsgehilfe Karl Koch zog sich einen Unterschenkelbruch zu und mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

Muschenheim, 16. April. Nachdem die Gemeinde ihr seitheriges altes Spritzenhaus wegen Unzulänglichkeit verkauft hatte, wird zur Zeit ein den neuzeitlichen Erfordernissen entsprechendes neues Spritzenhaus errichtet. Das Ge- bäude wird in einer Breite von 6 Meter und einer Länge von 10,40 Meter, sowie einem entsprechend hohen Schlauchturm dem weiteren Ausbau des Feuerlöschwesens in erhöhtem Maße Rechnung tra­gen. Die Baukosten belaufen sich nach einem aufge­stellten Kostenvoranschlag auf etwa 4500 Mark, Die zum Teil von den für das Feuerlöschwesen zur Ver­fügung stehenden Mittel der maßgeblichen Stellen, zum Teil von der Gemeinde aufgebracht werden. Außer den Zimmer- und Dachdeckerarbeiten werden sämtliche Arbeiten von ortsansässigen Handwerkern zur Ausführung gebracht.

Q] Hungen, 16. April. Auf eine 25jährige Tä­tigkeit im hiesigen Schloß konnte in diesen Tagen Frau Anna Weck Wwe. in treuester Pflichterfül­lung zurückblicken.

<£ Trais-Horloff, 16. April. Sein 86. Le­bensjahr vollendete in diesen Tagen, der einzige in unserer Gemeinde noch lebende Kriegsveteran von 1870/71, Schneider Heinrich Georg Bley in voller Rüstigkeit.

A Obbornhofen, 16. April. In diesen Ta­gen hat ein weiterer Wechsel in einem hiesigen Gemeindeamt stattgefunden. Der langjährige Friedhofswärter und Totengräber Hermann Kam- mer I. hat aus Altersrückfichten fein Amt nieder­gelegt. Bürgermeister Kammer überreichte ihm als Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung der Gemeinde einen Ruhefessel. Zu feinem Nachfolger wurde durch die Ortsverwaltung der Arbeiter Wil­helm Groß I. bestimmt. Dem kürzlichen Bericht über den Abgang des verdienten Kirchendieners und Glöckners fei noch angefügt, daß auch ihm von der Gemeinde ein Ruhefeffel für feinen 46jährigen Dienst zum Wohl der Allgemeinheit als Ehrengabe gestiftet wurde.

# Lauter, 16. April. Aus der hiesigen Schule wurden 13 Schüler entlassen. 11 ABC.-Schützen wurden neu ausgenommen. Die Klassenstärke be­trägt 76 Schüler.

Kreis Alsfeld.

oo Alsfeld, 16. April. Infolge Durchfchnei- dung der Gemarkung Alsfeld durch die Reichs- a u t o b a h n FrankfurtGießenAlsfeldHers- feld ist die Feldbereinigung für die Ge­markung Alsfeld notwendig geworden, so­weit das Gelände für die Reichsautobahn in Be­tracht kommt. In einer vom hessischen Feldbereini­gungskommissar, Dienststelle Reichsautobahn, in Lich anberaumten Versammlung der beteiligten Grundeigentümer wurde die Wahl der Mitglieder der Vollzugskommission sowie der Schiedsrichter und deren Stellvertreter oorgenommen. Mit den Bonitierungsarbeiten in der Gemarkung Alsfeld soll bereits in der nächsten Woche begonnen wer­den. Der zuständige Oberlandmesser Hartmann (Lich) gab einige allgemeine Erläuterungen über das Feldbereinigungsversahren in bezug auf die Entschädigung für das in Anspruch genommene Gelände. Mit den Erdarbeiten wird in den nächsten Tagen begonnen werden.

Homberg, 16. April. Der hiesige Turn­verein veranstaltete in der Stadthalle einen inter­essanten Werbeabend. Der Vorsitzende G. Sei­bert sprach eingehend über die Bedeutung des Turnens im Hinblick auf das deutsche Vaterland. Die Turnerinnen trugen einleitend zwei prächtige Frühlingslieder vor. Danach brachten die Schüler Scherzübungen, die große Freude auslösten. Die von den Jungturnern und Turnern vorgeführten Freiübungen waren sehr vielseitig. Auch am Barren wurden schöne Hebungen gezeigt. Dann ergötzten die Turnerinnen durch die Vorführung einer Schwin- gungsstudie. Am Pferd führten die Turner mannig­faltige Hebungen mit großem Geschick durch. Von einem durchgreifenden Körpertraining zeugte die herrliche Körperschule der Turner. Nach einem Straußschen Walzer wurden Keulenübungen durch die Turnerinnen anmutig vorgetragen. Anschließend führten Die Turner an einem eisernen Reifen exakte Hebungen vor.Der Vogelbeerbaum", ein Volks­tanz, der von den Turnerinnen in Erfurtshäuser Tracht getanzt wurde, gefiel ebenfalls sehr gut. Im Mittelpunkt des Abends stand das ReigenspielDie zertanzten Schuhe", das sehr gut aufgeführt wurde. Gedichte, ernsten und heiteren Inhalts, vorschönten den Abend. Der fast 80 Jahre bestehende Turnverein hat mit diesem Abend bewiesen, daß er Mitglieder hat, Die mit Freude und großem Eifer bei der Sache sind und darum wertvolle Arbeit zu leisten imstande sind. Gestern sand die Aufnahme von 22 Schul­anfängern statt. Anschließend erfolgte in allen Klas­sen die Versetzung. Ein gemeinsamer Kirchgang schloß sich an.

* Ruppertenrod, 15. April. Heute fand unser diesjähriger Frühjahrsmarkt statt. Der Schweinemarkt war schwach beschickt. Es wurden nur 109 Ferkel aufgetrieben. Die Nachfrage war rege, der Verkauf vollzog sich glatt. Die Preise lagen zwischen 26 und 32 Mark. Der Krämermarkt wurde durch den am Tage vorher stattgefundenen Feldaer Ostermarkt günstig beeinflußt. Bei warmem Frühlingswetter erfreute er sich eines regen Be­suches. Die vor Ostern durchgeführte Eier- f ammlung der NSV. hatte einen guten Erfolg. Es wurden 618 Eier gespendet. Die am Palm­sonntag durchgeführte Geldsammlung brachte für das HilfswerkMutter und Kind" 34,55 Mark ein. Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde die hiesige Schuljugend restlos in die HI. übergeführt. Am kommenden Sonntag werden in der hiesigen Kirche 15 Konfirmanden unse­rer Gemeinde eingesegnet. Die Zahl der in die Schule aufgenommenen Abcschützen beträgt 11.

# Oder-Ohmen, 16. April. Vom Schicksal heimgesucht wurde hier die Familie des Landwirts A. Lenz, deren Mitglieder seit einiger Zeit an Halsentzündung erkrankt waren. Der elfjährige Sohn befand sich schon auf dem Wege der Gene­sung, als eine innere Komplikation hinzutrat und eine Heberführung in die Klinik notwendig machte, wo tier Junge jedoch innerhalb weniger

Die hessische Landesregierung hat in den letzten Tagen die hessischen Schulen zur Teilnahme an Den Sommer-Kampfspielen aufgerufen. Die wertvollen Ergebnisse, Die Die Sommer- unD Winterkampf- piele im Schuljahr 1935/36 zeitigten, lassen es un- beDingt berechtigt erscheinen, auch für Die fommenDe Zeit an Diesem gemeinschaftlichen Streben unD Kämpfen festzuhalten. Das Ziel soll fein unD bleiben eine gesunde, leistungswillige und -tüchtige Jugend zu erziehen, Die körperlich und charakterlich im Dienst für Die Gemeinschaft Hochleistungen zu vollbringen vermag.

Befreiungen einzelner Schulen sollen möglichst ganz oermieDen werben. Durch Die Wahl paffenDer Spiele für alle Stufen finD Die Schwierigkeiten ganz wesentlich verringert roorDen, so Daß alle Schulen, auch die kleinsten, sich beteiligen können.

Die Durchführung Der Spiele, teilen Die Aus- schreiben Der Regierung weiter mit, ist in allen Maßnahmen so zu treffen, Daß möglichst wenig Hnkosten entstehen.

Mannschastskämpfe und -spiele.

A Männliche Jugend.

I. Oberstufe (Klassen Ilala).

Mannschafts-Vierkampf. Hebungen: 1. Schwim­men über 50 Meter (beliebig). 2. Weitwerfen mit Der Keule (500 Gramm). 3. Weitspringen mit An­lauf. 4. Laufen über 100 Meter. Als Mannschaften haben 15 v. H. Der Gesamtschülerzahl Der oben­genannten Klassen, mindestens jedoch fünf Schüler, anzutreten.

Unfere Hetmatprovinz Oberhessen ist in Drei Be­zirke eingeteilt: 1. Bezirk Gießen (Leitung: Turn­lehrer Paul, Gießen): 2. Bezirk Grünberg-AlsfelD (Leitung: Stud.-Afs. Römer, Grünberg): 3. Bezirk: Friedberg - Butzbach - Bad-Nauheim - Büdingen (Lei­tung: Turnlehrer Größ, Friedberg).

H. Mittelstufe (Klassen IllaIlb).

Fuß-Schlagball um die Landesmeisterschaft: Das Spiel wird nach den umgearbeiteten Regeln durch­geführt. Als Spielsystem wird das Einrunden- System gewählt. Hierbei ist Oberhessen in vier Be­zirke eingeteilt: 1. Bezirk Gießen (Leitung: Stud.- Ass. Fontius, Gießen): 2. Bezirk Alsfeld (Leitung: Sind.-Aff. Kimmel, Alsfeld): 3. Bezirk Friedberg (Leitung: Stud.-Ref. Reinhard, Friedberg): 4. Be­zirk Schotten (Leitung: Turnlehrer Mori, Schotten).

III. Unterstufe A (klaffen IVIllb

und 7. und 8. Schuljahr der 4- und mehrklafsigen Volksschulen).

Fuß-Schlagball um die Kreisbestleistung.

IV. Unterstufe B (1Zklaffige Volksschulen).

Grenzball-Spiel um die Kreisbestleistung. Der Kreisfachberater für körperliche Erziehung im NSLB. ist mit Der Durchführung sämtlicher Spiele innerhalb seines Kreises beauftragt.

B Weibliche Jugend.

Stufeneinteilung. 1. Oberstufe: Klassen Ilala. 2. Mittelstufe: Klassen Illa Ilb. 3. Unterstufe A: Klassen IVIllb unD 7. und 8. Schuljahr. 4. Un­terstufe B: 6. bis 8. Schuljahr der 13klassigen Volksschulen.

Kampfarten: In der Oberstufe wird ein Mann­schafts-Vierkampf ausgetragen. Er setzt sich aus folgenden Uebungen zusammen: 1. Schwimmen über 50 Meter (beliebig): 2. Weitwurf mit dem Handball: 3. Weitsprung mit Anlauf; 4. Lauf über 75 Meter, wobei zwei Hindernisse zu nehmen sind.

In der Mittelstufe, sowie der Unterstufe A und B wird das Grenzballspiel zum Leistungsvergleich gewählt. Die Mittelstufe führt den Kampf über Be­zirk, Provinz bis zur Landesbestleistung durch, während die Unterstufe nur innerhalb des Kreises kämpft.

An Auszeichnungen stehen zur Verfügung: Für die Mittelstufe Die bereits 1935 umkämpfte

Plakette Der hessischen ßanDesregterung, für Die Unterstufen A unD B Die Plaketten aus Dem Jahr 1935.

Oberhessen bilbet für Den Mannschafts-Vierkampf Der Oberstufe einen Bezirk, dessen Leitung Frl. Jäger, Gießen, übertragen ist. Beim Grenzball- spiel Der Mittelstufe leitet Den 1. Bezirk (Gießen): Frl. Jäger, Gießen, den 2. Bezirk (Friedberg): Frl. Schwarz, Friedberg, den 3. Bezirk (Lauter­bach): Stud.-Ass. Kraus, Alsfeld, und den 4. Be­zirk (Nidda): Frl. Walter, Nidda. Für die Or­ganisation Der Grenzballspiele Der Unterstufe A und B in den Kreisen ist die jeweilige Sachbearbei­terin für Körper-Erziehung im NSLB. zuständig.

Gonder-Pflichtspiele der Fußballjugend

Gruppe I.

Vereine: 1900 Gießen I, Großen-Linden I, Klein-Linden I, Leihgestern.

Termine Der Vorrunde: 26. April: Leih­gestern Großen-Linden; 1900 Klein-Linden. 3. Mai: Großen Linden 1900; Klein-Linden Leihgestern. 10. Mai: Klein-Linden Großen- Linden; 1900 Leihgestern.

Gruppe II.

Vereine: Watzenborn-Steinberg, Großen-Bu- seck, Garbenteich, Steinbach.

Termine der Vorrunde: 26. April: Watzenborn-Steinberg Garbenteich; Steinbach Großen-Buseck; 3. Mai: Großen-Buseck Watzenborn-Steinberg; Garbenteich Steinbach. 10. Mai: Steinbach Watzenborn-Steinberg; Großen-Buseck Garbenteich.

Gruppe III.

Vereine: Heuchelheim I, Rodheim, Wißmar, Krofdorf.

Termine der Vorrunde: 26. April: Rodheim Heuchelheim; Krofdorf Wißmar. 3. Mai: Wißmar Rodheim; Heuchelheim Krofdorf. 10. Mai: Krofdorf Rod he im; Heuchel­heim Wißmar.

Gruppe IV.

Vereine: Wieseck, Alten-Buseck, Lollar, Dapbringen.

Termine der Vorrunde: 26. April: Wieseck Lollar; Alten-Buseck Daubringen. 3. Mai: Lollar Alten-Buseck; Daubringen Wieseck. 10. Mai: Wieseck Alten-Buseck; Lollar Daubringen.

Gruppe V.

Vereine: Lich, VsB.-Reichsbahn II, Großen- Linden II, 1900 II.

Termine der Vorrunde: 26. April: Lich 1900 II; ViB.-R, II Großen-Linden. 3. Mai: Lich VfB.-R. II; 1900 II Großen- Linden II. 10. Mai: 1900 II VfB.-R. II; Gro­ßen-Linden II Lich.

Gruppe VI.

Vereine: Allendorf (Lahn), Klein-Linden II, Heuchelheim II, VfB.-Reichsbahn III.

Termine der Vorrunde: 26. April: Klein-Linden II VfB.-R. III; Allendorf Heu­chelheim II. 3. Mai: ViB.-R. III Allendof; Heuchelheim II Klein-Linden II. 10. Mai: VfB.- Reichsbahn III Heuchelheim II, Klein-Linden II Allendorf.

Gruppe VII.

Vereine: Flensungen, Nieder-Ohmen, Rüd- dingshausen, Londorf, Grünberg.

Termine der Vorrunde: 26. April: Flensungen Londorf; Rüddingshausen Nieder- Ohmen; Grünberg frei. 3. Mai: Grünberg Flensungen; Londorf Rüddingshausen; Nieder- Ohmen frei. 10. Mai: Nieder-Ohmen Grünberg; Flensungen Rüddingshausen; Londorf frei. 17. Mai: Nieder-Ohmen Flensungen; Grünberg Londorf; Rüddingshausen frei. 24. Mai: Rüddings­hausen Grünberg; Londorf Nieder-Ohmen; Flensungen frei.

Werbeveranstaltung des Turn- und Sportvereins Odenhausen (Lahn).

Der Turn - und Sportverein Odenhausen a. d. Lahn mit seiner GesangsabteilungLieder­kranz" veranstaltete im Saale Klinke! einen Werbetag für Turnen und Singen. Der Nachmit­tagsveranstaltung lag ein dreiteiliges Proaramm zu Grunde. Zunächst wurde nach dem Aufmarsch aller Abteilungen mit Fahnen und Vortragen des Liedes:Deutschland, o heil'ger Name" durch Be­grüßungsworte des Vereinsführers Wilhelm Kor­ber mit einem Gedicht von Mitglied H. Bastian, dem Vorspruch Des Turnleiters Fritz Karber (Unsere Jugend ist Die Zukunft") und Dem Gelöb­nis Der aufmarschierten Abteilungen (Nichts kann uns rauben") Sinn und Zweck der Vereinstätig­keit dokumentiert. Der zweite Teil brachte Kleinkin­derturnen von 3 bis 5jährigen, Bodenturnen und Volkstänze von Schülerinnen, Freiübungen, Boden­turnen und Pferdturnen von Schülern und gym­nastische Hebungen von Jugendturn^rn. Im dritten Teil folgten Freiübungen, Hebungen zu zweien am Tiefbarren, sowie Pferd- und Barrenturnen. Die Sängerabteilung trug 2 Volkslieder vor. Mit einem Turmbau aller beteiligten Gruppen und einem damit verbundenen Kanon sowie einem Liede fand die Nachmittagsveranstaltung ihren Ausklang. Der Vor­sitzende gab Der Hoffnung Ausdruck, daß das Ge­zeigte und Vorgetragene dazu beitragen möge, zum Eintritt in Die Reihen des Vereins anzuregen und schloß mit einem dreifachenSieg Heil" auf Den Führer. Die turnerischen Darbietungen boten Durch­weg ein BilD guten Könnens und legten Zeugnis ab von Der zähen, uneigennützigen Arbeit , Des Turnleiters unD feines tatkräftigen Mitarbeiters Willi S ch m i e D e I. Während Der Abendveran­staltung fand eine Ehrung verschiedener Mitglieder statt.

Eyston wieder auf Rekordjagd.

Die Weltrekordfahrten Hans Stucks auf der Autobahn bei Frankfurt lassen den früheren Re­kordinhaber Capt. E y st o n (England) nicht ruhen. Er hat jetzt von Southampton aus Die Heberfahrt nach Amerika angetreten, Um sich auf Der Renn­strecke von Bonneville bei Sait Lake City die Welt­rekorde zurückzuholen. Für diese Fahrten wird der Engländer den WagenSpeed of the wind" be­nutzen, mit Dem er auf Der gleichen Rennstrecke schon zahlreiche Weltbestleistungen erzielt hat. Ey- ston hat aber auch noch einenThe Flying Spray" benannten Dieselwagen mit auf Die Reife genom­men, mit Dem er auf Der amerikanischen Bahn zu­nächst Rekordversuche fürDiesel-Fahr- zeuge unternehmen will.

Max Schmeling auf der Lleberfahrt.

Hnfer Schwergewichtsboxer Max Schmeling ist am Mittwoch mit dem SchnelldampferBremen" zur Heberfahrt nach Amerika in See gegangen. Schmeling wivd am 21. April in Neuyork eintref­fen, wo er am 17. Juni seinen Weltmeisterschafts- Ausscheidungskampf gegen den Neger Joe Louis austragen wird. Max Schmeling fühlt sich in aus­gezeichneter Form. Er bezeichnet Den Neger Louis als einen außerordentlich guten Mann, Der i n jeder Hand einen k. o. habe. Doch rechnete sich Schmeling, der mit 178 Pfund nur vier Pfund über feinem besten Kampfgewicht hat, eine Sieges­chance aus.

Sm Zeichen der fünf Ringe.

Der Nachwuchs mehr an die Front!

Nach den beiden ersten Prüfungsrennen der deut­schen Bahnfahrer in Forst und Halle hat man die nicht sehr erfreuliche Tatsache feststellen können, daß es immer wieder die2Hten'; finD, Die sich durch­setzen und daß dagegen der Nachwuchs zurückbleibt. Von rund 80 Fahrern gilt nur noch die Hälfte als qualifiziert.

Polens Reiter bereiten sich vor.

In der Zentralen Kavallerieschule in Graudenz bereiten sich zur Zeit die polnischen Reiter für die Berliner Olympiade vor. Sie werden in ihrer Trai­ningsarbeit überwacht von Oberstleutnant Komo­rowski. Beim Turnier in Nizza treten Die polnischen Reiter zum ersten Mal an Die Öffentlichkeit, und zwar sind sie bei diesem in Der zweiten Aprilhälfte stattfindenden Turnier durch Major Lewicki. Rittm. Starnwaski, Lt. Czerniawski und Lt. Komorowski vertreten.

Japan will Olympiade 1940.

Das japanische Kabinett beschäftigt sich in einer kurzen Sitzung mit der Anregung des japanischen Olympiakomitees, die Olympischen Spiele 1940 für Japan zu bekommen. Die Kabinettsmitglieder un­terstützten den Wunsch des Komitees auf Das leb­hafteste und versprachen, alle für die Durchführung Der Spiele notwendigen Anlagen usw. bereitzustel­len und sie auch finanziell zu sichern.

Japans Expedition erst nach Helsingfors.

Der Finnische Leichtathletik-Verband hat Dem Wunsche der japanischen Leichtachleten, Mitte Juli nach Helsingfors zu kommen und hier ihre Zelte zu Trainingszwecken aufzuschlagen, entsprochen. Japans Leichtathletik-Expedition in Stärke von 35 Mann, drei Frauen und sieben Offiziellen wird sich daher zu Dem genannten Zeitpunkt in Helsingfors ein» finden, sich mit den veränderten klimatischen Ver­hältnissen vertraut machen und wohlgerüstet in Berlin erscheinen. Auch Fußballspieler aus Japan hegen den Wunsch, nach Helsingfors zu kommen. Die Leichtathleten werden wahrscheinlich ihre An­wesenheit in Finnland zu einem Länderkampf gegen ihren Gastgeber benutzen.

Australiens Teilnehmerzahl vermehrt.

Das Australische Olympische Komitee hat sich jetzt auf Grund der in letzter Zeit gezeigten Leistungen entschlossen, seineReisegesellschaft" für Berlin um vier Sportler zu erweitern. Es find Dies Die Hoch­springerin Doris Carter, Der Kunstspringer Ron Afters, Der Halbschwergewichtler Les Harley und der Skuller Herb Turner.

Kurze Sportnotizen.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 1937 wird wahrscheinlich in Frankreich, Belgien und Holland, das Endspiel in Brüssel, ausgetragen, nachdem Frankreich auf die alleinige Durchführung Der entscheidenden Spiele, zu denen übrigens nur acht Nationen zugelassen werden sollen, zu ver­zichten scheint. Anscheinend wird dasStadion der 80 000" in Paris bis dahin feine Ferttgftellung doch nicht erleben.

Deutschlands Davispokalspieler für den Kampf gegen Spanien vom 24. bis 26. April in Barcelona find Gottfried von C r a in m, Hen­ner Henkel und Kaj Lund. Die spanischen Far­ben werden durch Maier, Alonso, Blanc und Sind- reu vertreten.