Ausgabe 
17.3.1936
 
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und Vaterland wurde Ne Veranstaltung in muster­gültiger Weise beendet.

ÄfB.-Reichsbahn Gießen.

Jugend-Fußball.

Die 1. Jugend lieferte im Kampf gegen Großen- Linden das beste Spiel der letzten Spielserie. Es war erstaunlich, was beide Mannschaften leisteten. Die Gießener hatten dabei gegenüber den Gästen immer ein leichtes Plus au verzeichnen. Ihr Sturm kam allerdings erst in Der zweiten Halbzeit in Fahrt. Den Sieg stellte die Gießener Läuferreihe, die sich sowohl im Aufbau als auch in der Abwehr durchaus bewährte, sicher. Mit 3:1 endete das Spiel für Gießen.

VfB.-R. 2. Jugend Großen-Linden 2. Jugend 4:1 (1:0). Im Spiele der zweiten Jugendmann- schäften beider Vereine konnten die Gäste erst in der zweiten Halbzeit trotz heftigster Gegenwehr ein­wandfrei bezwungen werden.

Die 1. Schülermannschaft wurde in Garbenteich mit 3:1 Toren geschlagen.

Die 2. Schülermannschaft erzielte gegen Klein- Linden 2. Schüler ein Unentschieden, das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf.

Zugend-Iußball der Spielvgg. 1900.

Eine Enttäuschung bereitete die erste Jugend, indem sie sich hoch (1:4) chlagen ließ. Die Mann­schaft trat mit drei Ersatzleuten an und kam nie Äu einer geschlossenen Lei tung. Der Gegner zeigte sich von seiner besten Seite und hat den Sieg ver- oient.

Der zweiten Jugend gelang es auch im Rück­spiel, den Gegner klar zu schlagen. Jedoch sah es zu Anfang des Spieles nicht nach einem Sieg aus, denn Heuchelheim ging in Führung und letzte den Blau-weißen hart zu. Als dann aber der Ausgleich erzielt war und bald darauf der Führungstreffer fiel, kam die Mannschaft gut auf und schoß noch

weitere drei Tore, denen die Gäste nur eins ent­gegensetzen konnten.

Ein prächtiges Spiel zeigte wieder die erste Schülermannschaft. Sie schlug den Gegner Klein- Linden auch in dieser Höhe verdient. Klein-Linden wehrte sich in der ersten Halbzeit tapfer und es gelangen den kleinen Blau-weißen nur zwei Tore. Nach Halbzeit jedoch zeigte die Mannschaft, was sie kann. Immer wieder wurde der Ball in den Strafraum des Gegners gebracht und noch neun­mal fand er den Weg ins Tor. 11:0 endete das Spiel.

Sportverein 1920 Heuchelheim.

Am Sonntag führte Heuchelheim 4 Mannschaften ins Feld. Die 1. Mannschaft spielte auf eigenem Platze gegen die 1. Elf Werdorf. In den ersten Minuten konnte Heuchelheim durch einen verwan­delten Elfmeterball in Führung gehen und bis Aur Halbzeit auf Grund der guten Aufbauarbeit der Läuferreihe und der sauberen Kombination des Sturmes auf 4:0 erhöhen. Nack der Halbzeit stellte Werdorf um und hatte nun meyr vom Spiel. Durch »Fehler der Heuchelheimer Verteidigung erdorf zu drei Erfolgen. Das Spiel wurde abwechslungsreicher und Heuchelheim mußte sich mächtig anstrengen, um noch zweimal einzusenden. Viele sichere Torgelegenheiten hätten bei etwas mehr Schußfreudigkeit des Sturmes verwandelt werden können. Mit dem Stand 6:3 trennten sich beide Mannschaften nach einem fair durchgeführten Spiel.

Vorher spielte die 1. Jugend gegen die 1. Jugend Werdorf und lieferten ein flottes Spiel, das Heu­chelheim mit 3:1 für sich entscheiden konnte.

Am Vormittag mußte die 2. Jugend gegen die 2. Jugend 1900' Gießen eine 2:5-Niederlage hin­nehmen.

Die 2. Mannschaft konnte in Krofdorf gegen die 1. Elf nicht aufkommen und mußte sich mit 3:5 ge­schlagen bekennen.

Saalmeisterschasten des Bezirks Gießen im DRV.

1885 Gießen Meister im 2 er Radball.

Am vergangenen Sonntag fanden in Anfpach/Ts. die Saalmeisterschaften des Bezirk Gießen im Deutschen Radfahrer-Verband statt. Die Meldungen waren vorzüglich, ganz besonders gut waren diese im 2er-Radball; im Roigenfahre'n hätten sie besser fein dürfen. Ein Zeichen, daß die Saalsportler sich immer mehr dem Kampfsport widmen.

Der Radfahrer-Verein Anspach, dem die Aus­richtung der Meisterschaften übertragen worden war, hatte gut organisiert. Am Samstagabend fand bereits ein Kommers mit faalfportlichen Vorfüh­rungen statt. Die Vereine von Großen-Linden, Stierstadt, Walter Göbel (Niedergirmes) sowie der gastgebende Verein zeigten im Einradreigen, Kunst­fahren usw. ganz beachtliche Leistungen, die bei den zahlreich erschienenen Zuschauern großen Beifall fanden. Am Sonntagvormittag begannen dann die Spiele in Den einzelnen Klassen. Die Spiele wurden tn Serien ausgetragen. Durch die Vielzahl der Mel­dungen waren 31 Spiele abzuwickeln.

In der M e i st e r k l a s s e waren die Mannschaf­ten Stommel-Baum und Deibel-Von-Eiff vom RV. 1885 Gießen sowie Walter Göbel-Nolte vom RV. Niedergirmes am Start. In der 6-Klasse waren vertreten: Krofdorf 1. und 2. Mannschaft, Anspach 1. und 2. Mannschaft, sowie Aßlar, Wölfersheim und Limburg mit je einer Mannschaft. Mit je einer Mannschaft von 1885 Gießen, Ansprach, Nie­dergirmes sowie zwei Mannschaften von Aßlar war die Besetzung in Der K r e i s k l a s s e gut. In der Jugendklasse standen sich zwei Mannschaften von Niedergirmes und eine Mannschaft von Wieseck gegenüber.

Im ersten Spiel der

Meisterklasfe

standen sich Deibel-Don-Eiff (1885 Gießen) und Gö­bel-Nolte (Niedergirmes) gegenüber. Es war ein kampfreiches und sehr schnelles Spiel. Die beiden Gießener verstanden sich sehr gut im Zuspiel und ihre Schüsse waren immer gut placiert. Von den Niedergirmesern hatte man mehr erwartet. Sie mußten sich mit 10:5 Toren (Halbzeit 5:2) geschla- gen bekennen. Das zweite Spiel 1885 Gießen 1. gegen 2. Mannschaft endete nach schönem Kampf 5:5 Unentschieden. Die Gießener 1. Mannschaft Stommel-Baum hatte nun noch gegen Die Mann­schaft von Niedergirmes anzutreten. Auch hier mußte sich Niedergirmes Dem besseren Können Der

Gießener beugen, Die alle Register zogen. Somit ftanDen Die beiDen Gießener Mannschaften punkt­gleich unD mußten nochmals zu einem Entschei- Dungskampfspiel antreten. In diesem Spiel, das dem Sieger die Meisterschaft des Bezirks brachte, zeigten beide Mannschaften ganz Hervorragendes. Stommel-Baum konnten nur ganz knapp 6:5 gegen Deibel-Von-Eif gewinnen.

In der

B-älaffe

hatten sich für die Endspiele folgende Mannschaften placiert: Krofdorf (Feiling-Bender), Aßlar (Diehl- Neuhaus), Limburg (Hergenhahn-Schneider), Krof­dorf (Leicht-Heyer). In dieser Reihenfolge konnten die einzelnen Mannschaften die Plätze belegen. In der

Kreisklasse konnte die Mannschaft Lotz-Freitag (Niedergirmes) ihren Aweiten Sieg in dieser Klasse buchen und Die Mannschaften von Aßlar und Anspach auf die Plätze verweisen. In Der

Jugendklasse

siegten Roll-Schäfer (Niedergirmes) im entscheiden­den Spiel ganz knapp mit 1:0 Toren gegen Schnabel-Rupp (Wieseck).

Die Nachmittags-Veranstaltung begann mit dem Einmarsch der Sportler. Bezirksführer Bitten- d o r f (Freiendiez) hieß die Kameraden willkommen. Ein Zwölfer-Schulreigen des festgebenden Vereins leitete den sportlichen Teil des Nachmittags ein. Neben den Radballspielen kam aber auch das Kunstfahren zur Vorführung. Im Einer-Kunstfahren konnte Gaßmann (Großen-Linden) gut gefallen. Walter Göbel (Niedergirmes) konnte feinen Titel als Einer-Meister des Bezirks mit Erfolg ver­teidigen. Seine Uebungen fanden reichen Beifall. Die Achter-Kun st reigenmannfchaft vom RV. Ansprach errang im Alleingang die Meister­schaft.

Zsmayr wieder im Training.

Der Olympiasieger im Gewichtheben der Mittel­gewichtsklasse, Rudolf I s m a y r - München, hat seine im Dezember erlittene Verletzung in Hohen- lychen soweit wieder ausgeheilt, daß er das Trai­ning wieder aufnehmen konnte. Bis zu Den Deut­schen Meisterschaften am 10. Mai in Essen roirD Jsmayr hoffentlich roieDer in bester Verfassung sein.

Leinbergel-Iußball Msus-ein Erfolg.

66 Jugendliche waren zu dem Leinberger-Kursus erschienen. Die Arbeit war praktisch und theoretisch. Morgens 6.30 Uhr wurde aufgestanden, gebadet und Kaffee getrunken. Nach Dem Marsch von Der Hardt nach dem Waldsportplatz wurde Dort um 8 Uhr mit Der Arbeit begonnen. Kurze Körper­schule! Dann begann Der theoretische Unterricht. Darauf wurde das Durchgenommene auf Dem UebungsfelD in die Praxis umgesetzt. In dieser ab­wechselnden Reihenfolge verging Der Morgen, und um 12.15 Uhr wurde gemeinschaftlich Mittag ge­gessen. Nach einer Pause bis 14 Uyr wurde Die Uebungsarbeit roieDer ausgenommen. In kurzem Trainingsspiel hatte jeher Gelegenheit, das Erlernte in der Mannschaftszusammenarbeit unter Beweis zu stellen. Am Freitag hielt der Gruppenleiter Michel Den VortragQuer Durch Die Fußballregeln". Er beschränkte sich dabei nicht Darauf, die Regeln und ihre Auslegung zu bringen, sonDern machte sie an HanD von Beispielen allgemein verständlich. Wenn auch Die Arbeit an jeden der Teilnehmer sehr große Anforderungen stellte, so waren doch die strahlenden Gesichter der Jugendlichen Dank genug.

Samstag um 14.30 Uhr traten die Jugendlichen zum Schlußappell an. Der Kreisfachamtsleiter für Fußball Henkel (Gießen) richtete an die^Jugend- lichen die Schlußworte. Er führte folgendes aus: Es fei bei Den vielen Vereinen nicht möglich, Daß alle Jugendlichen auf einmal erfaßt würden. Aber gerade Diejenigen, die hier zusammengezogen wor­den seien, hätten jetzt die Aufgabe, das Erlernte nicht für sich zu behalten, sondern innerhalb Der Vereine an ihre KameraDen roeitergugeben und Damit Dazu beizutragen, Daß Das spielerische Kön­nen Der Jugendmannschaften sich hebe. Man wolle in Diesen Kursen keinesfalls Den Vereinen Die Er­ziehungsarbeit ihrer Jugend abnehmen, sondern sie nur in dieser Richtung fördern. Bei Der Verschieden-

heit eines jeDen Menschen könne man nur Die Grundlagen vor Augen führen, die Die Pfeiler des Sportes überhaupt bilden. Anständigkeit, Ritter­lichkeit und ein in jeder Beziehung lauterer Cha­rakter müsse von jedem Sportsmann gefordert wer­ben. Er erinnerte auch Die Jugendlichen Daran, daß fie immer eingeDenk sein müßten Der VerDienste Des Mannes, Dem Der Sport Des heutigen Deutsch« lanDs seine Größe unD seinen neuen Aufschwung verdanke, unserm Führer ADolf Hitler.

Der Schlußappell wurde in üblicher Weise ge­schlossen.

Das Adschluhspiel ^-Mannschaft B-Mannschaft 2:3.

Mit diesem Spiel hatte Leinberger erneut Gele­genheit, wieder einmal zu zeigen, daß es durchaus möglich ist, bei genügendem Spielermaterial in kür­zester Zeit bei intensivem Training zwei Mann­schaften zusammenzustellen, von denen jede Mann­schaft eine Einheit bildet. Die -^-Mannschaft war technisch ohne Zweifel besser, aber zu weich vor dem Tore. Demgegenüber spielt die B-Mannschast ein weites, raumgreifendes Spiel, das vollkommen auf Erfolg eingestellt war. Aus dem Spielverlauf ist zu berichten, daß die B-Mannfchaft überraschend durch haltbaren Schuß in Führung ging und diese bis zur Halbzeit behaupten konnte. In der 2. Halb­zeit wurde das Spiel noch schneller. Die B-Mann- schäft erhöhte auf 2:0. Dann vergab der Mittel­stürmer Der ^.-Mannschaft eine zwingende Tor­gelegenheit. In Der Mitte Der zweiten Halbzeit ver­kürzte Die ^.-Mannschaft auf 2:1, mußte aber schon im Gegenangriff Durch Den Linksaußen Der B-Mannschaft ein Drittes Tor hinnehmen. Dem Rechtsaußen Der ^-Mannschaft gelang es, Durch Flankenwechsel des Linksaußen das Endergebnis herzustellen. Beide Mannschaften spielten sehr fair und auch sehr ruhig.

Aus aller Well.

Beerdigung

des englischen Großadmirals Lord Veatty.

In London fand die Beerdigung des ver­storbenen Großadmirals Lord B e a 11 y statt. Beatty führte in der Schlackt am Skagerrak Das englische Schlachtkreuzer- GeschwaDer, unD rourDe später als Nachfolger LorD Ie11icoe 5 zum Ober­befehlshaber Der englischen Hochseeflotte ernannt. In Würdigung Der großen VerDienste um EnglanD erfolgte Die feierliche Beisetzung in Der St. Pauls- Kathedrale, wo zahlreiche Persönlichkeiten, Die sich in Der englischen Geschichte einen Namen gemacht haben, bereits ihre letzte Ruhe gefunDen haben. An Den Beisetzungsfeierlichkeiten nahm Der Herzog von Port als Vertreter Des Königs sowie Der Her­zog von Kent teil. DeutschlanD war Durch den Bot­schafter von H o e s ch und den Marineattache Ka­pitän zur See W a ß n e r vertreten. Tausende von Menschen umsäumten die Straßen, als sich der Leichenzug von White Hall nach der City zu in Bewegung setzte. Der auf einer Lafette liegende Sarg war mit der Flagge desLion", des Flagg­schiffes Beattys in Der Skagerrak-Schlacht be- Deckt. Die letzte Ruhestätte BeattyA Der im Bolks- munD der Nelson des modernen England genannt wird, befindet sich in unmittelbarer Nähe der Gruft Lord Jellicoes in der St. Pauls-Kathedrale.

Große Neulandgewinnung in der Hamburger Marsch.

Als eine der Hauptaufgaben hat die national» sozialistische Reichsregierung die Gewinnung neuen Ackerbodens für die Ernährung des deutschen Volkes in Angriff genommen. Nicht nur an Der Westküste roirD mit immer sichtbarerem Er­folg an diesem Werk gearbeitet, sonDern auch in Den Hamburger Marschgebieten, die den Unterlauf Des Elbftromes umgeben, roirD jetzt in großzügiger Weise Die Gewinnung von Neuland vorgenommen werden. Zunächst sollen nicht weniger als 10 000 Kilometer alter unbrauchbarer Bewäfserungsgrä- ben zugeschüttet roerDen, Die Dann Durch neue Grä­ben für eine vorbildliche künstliche Bewässerung er­setzt werden. Weiterhin finD an Der Dove und an Der Süderelbe großzügige Deicharbeiten in Aussicht genommen, Durch Die neues fruchtbares AckerlanD mit einer Gesamtfläche von rund 200

Hektar gewonnen werden. Es handelt sick hier um Außendeichsländereien, die durch Sommerdeiche um­geben weiden sollen, um eine Überschwemmung Der fruchtbaren ßänDereien unmöglich zu machen.

Luxemburger Kraftfahrer an der Mosel tödlich verunglückt.

Zwischen Rivenich unD Neumagen an Der Mosel stürzte ein SchuhwarenhänDler aus Ettelbrück in Luxemburg mit seinem Kraftwagen eine 200 Meter hohe Weinbergböschung hinab und verunglückte tödlich. Ein Mitfahrer wurde nur leicht ver­letzt. Die Ursache des Unglücks soll in einem Reifen­schaden zu suchen sein.

Schwerer Autozusammenstoh im Nebel.

Bei Percha in Oberbayern stießen im dichten Nebel zwei Kraftwagen in voller Fahrt zu­sammen. Die vier Insassen des einen Autos, Die zum Skilaufen nach Garmisch-Partenkirchen fahren wollten, rourDen schwer, teilweise lebensgefährlich verletzt.

Notlandung des Verkehrsflugzeuges DienRom.

Das Verkehrsflugzeug WienRom mußte bei heftigem Schnee sturm im Gebiet der 2000 Me­ter hohen Saualto in Kärnten not!anben. Das Flugzeug wurde schwer beschädigt, ein Fahrgast, ein italienischer Staatsangehöriger, verletzt. Da die Funkanlage des Flugzeugs intakt geblieben war, konnten die Flugplatzleitung in Klagenfurt ver­ständigt werden, die die Zusammenstellung einer Hilfsmannschaft veranlaßte. Erprobte Bergführer und Skiläufer sind bereits unterwegs. Außerordent­lich starker Schneefall und Nebel erschweren das Vordringen in dem alpinen Gebiet.

Kirchliche Nachrichten

Evangelische Gemeinden.

Mittwoch, Den 18. März.

Fohanneskirche. 18 Uhr: 4. PassionsanDacht; Pfr. AusfelD.

Donnerstag, Den 19. März.

Kapelle des Allen Friedhofs. 20.15 Uhr: Passions­anDacht; Pfr. Anthes.

Freitag, Den 20. März.

Pelruskapelle, Wetzlarer Weg. 20 Uhr: Passions­anDacht; Pfr. Trapp.

Oie Tippgräfin.

Vornan von Klothilde v Gtegmann

Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin, SW 68.

14. Fortsetzung. Nachdruck verboten!

Zeiten schlecht, Bwana!" verstänDigte er sich mit Arlesi in seinem Drolligen Kisuaheli-Deutsch.Män­ner aus Ulaya (Europa) selten geroorDen! Wenn Du willst Pflanzung von anDeren Bwana besuchen oder auf (Elefanten jagen Bata ist Der rechte Mann. Meine schwarze Bibi sein tot ich ganz allein!"

Pepita Arlesi tauschte einen kurzen Blick mit Dem Herzog unD nickte. Dann sagte er freunDlid) zu Bata:

Jawohl, Bata, Du sollst uns wieder führen!"

Zu Walter Heßling gewandt, meinte Pepita:

NiemanD kennt den Urwald so genau wie Bata. Wenn wir uns seiner Führung anoertrauen, finD wir gesickert das heißt", fügte er mit zweifeln­dem Lämeln hinzu,im Urwald ist es so wie im ganzen Leben sicher ist nur eins: der Tod!"

Mache unser Afrikababy nicht traurig!" schalt der Herzog lachend.Schließlich sind wir beide auch lebend zurückgekommen."

Aber Prinz Bonaglia nicht!" warf Heßling schwer ein.

Plötzlich angesichts dieser ganzen fremden Erde, Der schwarzen Menschen, Des undurchdring» lichen WalDDickichts, Das er vor sich sah kam ihm die Tollkühnheit Dieser Unternehmung so recht zum Bewußtsein. Aber er schalt sich selbst. Tat er nicht alles, was er unternahm, für Mariella? Das war ein Ziel, für das es sich lohnte, zu leben, und, wenn nötig, auch zu sterben.

Es war der letzte Abend, ehe die Reise in den Urwald ging. Noch einmal sahen die Drei Männer an Bord ihrer Motorjacht bei einem kühlen Trunk Zusammen. Heßling erfuhr die Einzelheiten der früheren verunglückten Expeditionen und des ge­heimnisvoller Verschwindens von Prinz Giovanni di Bonaglia.

Wir waren also", so erzählte Pepito Arlesi, "Oni Fuß des Kilimandscharo angekommen. Nur ein Dichter, mein lieber Heßling, tonnte Ihnen die

märchenhafte Schönheit des.,Weißen Königs', Des Kilimandscharo, beschreiben. Beim Untergang Der Sonne lag er eines Abends vor uns mit schnee­bedeckten Gipfeln.

Ergriffen starrten wir zu den ewigen schnee­bedeckten Häuptern empor, als plötzlich der Brunst­schrei eines Bergelefanten uns aufhorchen ließ. Da packte Bonaglia Das Jagdfieber. Er ließ sich nicht zurückhalten. Dor allem, weil ein Ayoba, ein Zwergjäger, in unserer Begleitung ihn immerfort von Den (Elefantenbullen erzählte, Die sich hier in Der Nähe herumtrieben.

,Wenn Die Goma' Die (Eingeborenentrommel ,ruft. Daß Das Frühstück gerüstet ist, bin ich roieDer Da!' sagte er. Dann ließ er sich Proviant auf Den Weg mitgeben, warf seine Büchse über unD versah sich mit Munition, währenD Ayoba Das schwere Elefantengewehr und ein Bündel Speere trug. Ehe wir uns versahen, war er mit Dem Zwergjäger im Unterholz Der UrroälDer, Die am Fuße Des Meißen Königs' lagen, verschwunden. Seitdem haben wir ihn nicht mehr gesehen."

Erschüttert fragte Walter Heßling:

Konnten Sie ihn nicht roieDerfinDen?"

Wir begannen sofort eine Suchexpedition nach ihm. Sie kennen den Urwald nicht, Doktor Heß­ling. Aber Sie werden ihn bald kennenlernen. Dann werden Sie begreifen, was es beDeutet, wenn man einen Menschen im UrroalD suchen will.

Ein undurchdringliches Dickicht. Mannshohe Büsche auf der Erde, von Farren, von tausend un­bekannten Sträuchern, von stacheligen und verfilz­ten Zweigen. Lianen, die sich wie verschlunge Seile quer über den Weg ziehen. Ananasgebüsche mit ihren stachligen Blättern und Früchten wuchern so wild, daß man sie mit dem Messer wegkappen muß.

Tausenderlei Getier und Gewürm kriecht, fliegt herum, nistet in den Zweigen. Die riesenhaften Ameisen, Termiten, ziehen in langen Karawanen ihren Weg. Wehe den Menschen, die in ihre Bahn geraten! In wenigen Minuten können sie über und über bedeckt sein von diesen riesenhaften Tie­ren, die einen giftigen Saft ausspritzen. Ueberall Gefahr: Schlangen, Hornissen, Spinnen, Raub­getier, wie wir es uns in unseren europäischen Wäldern niemals denken können. Unter ungeheu­ren Beschwerden ging unsere Suchexpedition ihren Weg. Die Goma dröhnte unaufhörlich, und alle ver-

I fügbaren Leute setzten wir auf Giovannis Spur. Alles blieb vergeblich."

Da, als unsere Leute spät am Abend entmutigt wieder ums Lagerfeuer sahen und ich mich mit Pepita ins Zelt, Das wir gemeinsam bewohnten, zu einer Rücksprache zurückgezogen hatten", nahm Der Herzog nun Die Erzählung auf,vernahmen wir plötzlich eine Stimme:

,Hodi Bwana? Erlaubst du, daß ich eintrete, Herr?'

Der Zwergjäger Ayoba stand vor Dem Zelt­eingang. Wir fuhren auf. Schreck und Hoffnung rourDen in uns wach. Wie beDauerte ich es, Daß ich Die Sprache Ayobas nicht kannte! So mußte ich es Arlesi überlassen, sich mit ihm zu unterhal­ten. Nur an Dem GesichtsausDruck meines FreunDes sah ich, Daß irgenD etwas Schreckliches geschehen war. Fetzt manDte er sich zu mir. Verzweiflung ftanD in feinen Augen:

,Prinz Bonaglia ist tot!' Das war alles, was er herausbrachte.

,Tot?' Ich war völlig fassungslos. Ich schäme mich nicht, zu gestehen, Daß bei Dieser Schreckens­nachricht meine Augen sich mit Tränen füllten.

,Wie kam es? fragte ich. Arlesi übersetzte mir, was Der Zwergjäger ihm sagte.

,Ein großer Bergelefantenbulle, Der sich beDroht sah, hat Bonaglia angenommen!' sagte Arlesi.

Das beDeutet meist, daß solch Unglücklicher von Dem roütenDen Tier Derart zugerichtet wird, daß er nicht mehr zu retten ist. UnD so war es auch hier.

,Der (Elefant hat Bwana Bonaglia in Den Erd­boden gestampft', sagte Der Zwergjäger.

Unser Schmerz war unenDlich. Wir konnten im Augenblick nicht mehr mit Dem Zwergjäger spre- chen. So geboten wir Ayoba, Draußen bei Den Leuten auf uns zu warten, bis wir ihn weiter be­fragen konnten.

Stumm saßen wir beide dann in unserem Zelt. Stumm hielten wir Totenfeier für den Freund. Plötzlich sagte Pepito:

,Die Waffen Giovannis? Wo hat Ayoba die Waffen?'

Wir rannten hinaus, den Zwergjäger au befra­gen. Aber wir fanden ihn nicht meyr im Lager. Er war plötzlich verschwunden. Niemand wußte, roo- hin. Wir sahen ihn nicht. Ein schrecklicher Verdacht keimte in uns auf. Ayoba, wenn er am Tode Bonaglias schuld war?.

.Karokel (Posten)!' schrie Pepito der Lagerwache zu. Doch keiner der Anwesenden hatte Den Zwerg­jäger kommen ober gehen sehen. Er stand ebenso schnell im Kreise der Schwarzen, wie er wieder daraus entkommen war!, berichtete einer der Prä­ger. Von den Waffen des Verschwundenen wußten sie überhaupt nichts. Nur Juma, Der kleine Küchen- askari, murmelte fast lautlos vor sich hin:

.Akkamann großer MeDizinmann, Bwana. Juma hat Furcht vor seinem Zauber!'

Natürlich wäre ich nie auf Den Gedanken ge- kommen, an derlei ungereimtes Zeug zu glauben. Aber ich wurde stutzig, denn Bata, den ich als einen besonnenen Mann kannte, sagte zu mir:

-Der kleine Küchenjunge hat recht, Herr! Wenn der Zwergjäger Ayoba Den Zauberblick angewandt hat, mit dem er uns alle in Angst unD Schrecken ZU setzen vermochte, Bwana, so ist sehr wohl mög« lief), daß ihm Dein Freund überallhin gefolgt ist, wie Ayoba ihn hieß. Auch vermag der Akka aus allerlei Kräutern eine Farbe herzustellen, Die einen schneeweißen Körper lange Zeit hinDurch tiefschwarz zu färben vermag. UnD hast Du jemals etwas von Dem Saft Der Raphiapalmen gehört, Bwana? Wenn ihm ein besonDeres Kraut beigemischt roirD, lähmt dieser wohlschmeckende Trunk, von Dem man nicht genug bekommen kann. Die Sinne der Men­schen. Wenn also der Zwergjäger Bwana Bonaglias Haut dunkel färbt, ihm bann durch den Zauber- blick den Sinn gelähmt hat, dann konnte er ihn sehr wohl verschleppt haben, wenn er ihn nicht getötet hat. Denn die Zwergjäger sind böse.'

So sprach Bata. Wie Dem auch gewesen fein mag wir haben Giovanni nicht mehr wieder- gesehen. Wer weiß, ob unser Versuch jetzt nicht auch vergeblich ist!"

Der Herzog und Arlesi sahen ernst vor sich him Walter Heßlings Herz war tief erschüttert.

Würde er den Vater Mariellas finden? Oder war er tot, und jagte man einem Trugbild nach?

Kleine, liebe, arme Mariella!, dachte er. Könnte ich dir den Vater wiederbringen und dich glücklich machen!

Ob sie ihn ganz vergessen hatte, der hier fern von ihr weilte? Und der doch keinen anderen Ge­danken hatte, als ihr zu helfen. Ja, er wollte ihr helfen. Sie sollte glücklich werden. Den letzten Blutstropfen wollte er daransetzen, das schwor er sich in dieser Stunde.

(Fortsetzung folgt l)