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Zwei Erlasse des Führers am Tage der Wehrmacht.
Fahnen in alter und neuer Zeit.
Don Martin LeziuS
Hoffnungsvolle Stimmung in der englischen preffe
Wunsch geäußert, daß die Tür für eine all« gemeine Regelung geöffnet werde und die Aussprache verallgemeinert werden solle. F l a n- d i n habe leidenschaftlich erklärt, daß Frankreich unter einem „Angriff" leide. Der Vertrag würde es berechtigt haben, Gewalt mit Gewalt zu beantworten. Es hätte sich aber entschlossen, die Angelegen- heit vor den Völkerbund zu bringen und erwarte eine gerechte und angemessene Behandlung.
Deutschland als gleichberechtigt mit den übrigen Locarnomächlen zur Teilnahme an der Londoner Ratssitzung eingeladen.
Die Verleihung von Truppensahnen.
Berlin, 16. März. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat folgenden Erlaß an die Wehrmacht gerichtet:
Am heutigen ersten Jahrestage der Wiedergeburt der deutschen Wehrfreiheit verleihe ich der Wehrmacht Truppenfahnen.
Dem ruhmreichen Werdegang der alten Wehrmacht wurde durch die Ereignisse von 1918 ein Ende bereitet. Wehrhafter, durch Jahrhunderte erprobter Soldatengei st aber kann zu Zeiten nationalen Unglücks wohl unterdrückt, jedoch niemals besiegt werden. Die neuen Fahnen mögen dafür ein Sinnbild fein. Das Weitere veranlaßt der Reichskriegsminister.
Der Führer
und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht.
Gez.: Adolf Hitler.
Die Antwort des Völkerbundsrates.
London. 16. März. (DNB.) Das Telegramm, das der Generalsekretär auf Anweisung des Völkerbundsrates an die deutsche Regierung andte, hat folgenden Wortlaut:
„Ich habe die Ehre, Eurer Exzellenz die Antwort des Völkerbundsrates auf Ihr Telegramm vom 15. März mitzuleilen. Deutschland wird an der Prüfung der durch die ranzösische und belgische Regierung unterbreiteten Frage unter den gleichen Bedingungen teilnehmen wie die Vertreter der übrigen Garantiemächte, deren Stellung unter dem Vertrag dieselbe ist wie die Deutschlands, d. h. mit dem vollen Recht der Aussprache, wobei die Stimmen der drei Mächte bei der Errechnung der Einmütigkeit nicht gezählt werden, hinsichtlich der zweiten Frage ist es n i ch t Sache des Rates, der deutschen Regierung die Versicherung zu geben, die sie wünscht."
Die Ratssitzung
beendet, indem er vorschlug, daß der Völkerbundsrat sich mit der Hinzuziehung Deutschlands zur Ratssitzung einverstanden erklären sollte. Falls es teilnehmen sollte, seien ihm die gleichen R e ch t e wie die anderen durch Locarno geschulten Staaten zu gewähren. Der dänische Außenminister Munch habe als einziger die Möglichkeit erörtert, die Besprechungen des Rates über die Frage der Verletzung hinaus auszudehnen. Er habe den
Der frühere Oppositionsführer Lansbury erklärte auf einer kirchlichen Kundgebung in Edin- bourgh, daß die gegenwärtige Krise das Ergebnis der unheilvollen Rache sei, die die Si e g e r bei Kriegsende an einer besiegten Nation geübt hätten. Die Seele des deutschen Volkes, so fügte Lansbury hinzu, könne niemals getötet werden.
Sitzung des -I3er-Ausfchuffes.
London, 17. März. (DNB.) Der 13-Ausfchuß des Völkerbundes wird am Mittwoch in London zusammentreten und sich hauptsächlich mit den Antworten der italienischen und der abessinischen Regierung auf die Aufforderung befassen, eine Lösung im Rahmen der Genfer Satzungen zu suchen.
Oer rote Terror in Spanien.
Wieder zahlreiche Tote und Kirchenschändungen.
Madrid, 17.März. (DNB. -F.unkspruch.) Die blutigen Zusammenstöße zwischen politischen Gegnern dauern in ganz Spanien weiterhin an. In Jumilla in der Provinz Murcia wurden im Verlaufe mehrerer Schießereien zwei spanische Faschisten, ferner ein Grundbesitzer und ein Sozialdemokrat getötet und mehrere Personen verletzt. In Vil-anueva de Castellon bei Valencia kam es zu einem Feuergefecht zwischen Linksradikalen und Angehörigen der valencianischen Rechtspartei. Zwei Rechtsparteiler wurden getötet, drei schwer verletzt. In Mieres in der Provinz Oviedo erschossen Marxisten einen politischen Gegner, als er eine Gastwirtschaft verließ. Auch aus Foz Morcino wird ein Toter gemeldet.
In Sevilla in der Provinz Valencia kam -es bei einer Demonstration der Marxisten zu Kirchen» schändunaen. Das Portal der Gemeindekirche wurde eingeschlagen, die Inneneinrichtung auf die Straße geschleppt und unter dem Jubel der marxistischen Zuschauer verbrannt. Zn Freiro überfielen Linksradikale das Pfarrhaus und raubten die Ersparnisse des Geistlichen sowie dessen Schmuckgegenstände. In Oviedo sind sämtliche Bauarbeiter, etwa 4000 Mann, in den Streik getreten. Sie drohen, für den Fall, daß sie ihre Forderungen nicht durchsetzen, mit dem Generalstreik im ganzen Lande Asturien.
London, 16. März. (DNB.) Der Völkerbundsrat trat am Montag gegen 19.30 Uhr im St.» James-Palast nach mehrstündiger geheimer Beratung zu einer kurzen öffentlichen Sitzung zusammen, um zu der deutschen Antwort auf seine am Samstag ergangene Einladung Stellung zu nehmen. Vor der Behandlung dieses Punktes erhielt jedoch der französische Außenminister Fl and in das Wort, um im Namen der französischen und der belgischen Regierung einen gemeinsamen Entschließunasentwurf vorzulegen, der olgendermaßen lautet:
„Auf Antrag der französischen und der belgischen Regierung stellt der Rat fest, daß Deutschland einen 23 er ft o g gegen Artikel 43 des Dersail - l e r Vertrages begangen hat, indem es am 7 März Truppen in die entmilitarisierte Zone, wie sie im Artikel 41 des Versailler Vertrages und des Locarnovertrages bezeichnet ist, einrücken ließ und dort unterbrachte. Der Generalsekretär wird aufgefordert, sofort die Unterzeichner des genannten Vertrages über den Beschluß des Rates in Kenntnis zu setzen."
Der Ratspräsident erklärte hierzu, daß der Rat im Augenblick zweifellos nicht in eine Erörterung über diesen Entschließungsentwurf eintreten wolle. Eine Vertagung der Aussprache sei besonders notwendig angesichts der Erörterungen in der heutigen Geheimsitzung des Völkerbundsrates. Das Ergebnis dieser Aussprache und der Prüfung der deutschen Antwort sei es, daß der Generalsekretär ein Telegramm an die deutsche Regierung gesandt habe, worin 1. erklärt werde, daß sie an der Prüfung der durch die französische und belgische Regierung aufgeworfenen Fragen unter den gleichen ®ebingungen teu= nehmen werde wie die m gleicher Rechtsstellung befindlichen Mächte. Was den zweiten Punkt betreffe (Prüfung der deutschen Vorschläge), so sei es nicht Sache des Rates, die von Deutschland verlangten Zusicherungen zu geben. Damit war die Sitzung beendet. Die n ä ch st e d f s e n 11 ich e Sitzung wurde auf Dienstag, 15.30 Uhr, anberaumt. Die Locarno-Mächte werden am Dienstag vormittag um 12 Uhr MEZ. im Foreign Office ihre Beratungen fortsetzen. Sie werden bei dieser Gelegenheit ihre schriftlich niedergelegten Ansichten austauschen.
London, 17. März. (DNB-Funkspruch.) Ueber den Verlauf der Geheimsitzung des Völkerbunds- rotes vom Montag berichtet Reuter, daß sie sehr lebhaft gewesen fei. Eden habe die Aussprache
den Ausbruch von Feindseligkeiten zu verhindern. Sie sollte vielmehr sicher st ellen, daß Frank» reich beim Ausbruch des nächsten Krieges nicht aufgehalten würde und daß es in der Lage wäre, sofort in das Herz des Feindlandes vorzu stoßen. General Hamilton schreibt weiter, daß auf Grund des französischsowjetrussischen Paktes die Tschechoslowakei zu einem Flugplatz für die Schwärme der sowjetrussischen Bombenflugzeuge werden müsse. Im Norden stehe der große Bär. Die meisten Soldaten seien der Ansicht, daß Deutschland gerade noch zur rechten Zeit aus diesem Netz herausgekommen sei.
London, 17. März. (DNB. Funkspruch.) Die Morgenblätter stellen eine leichte Entspannung der Lage auf Grund der gestrigen Entwicklung fest. Sie sind der Ansicht, daß die Aussichten durch die klarere Auslegung und ruhige Prüfung der deutschen Antwort an den Rat etwas besser seien. „Daily Telegraph" (konservativ) schreibt, die gestrigen Vorgänge im Völkerbundsrat würden die Hoffnungen auf eine Regelung erneut beleben. Unter Umständen, bei denen eine Erhitzung der Gemüter möglich gewesen wäre, habe der Rat mit Ruhe und Einsicht gehandelt. Die Erklärung, daß das Wort „alsbald" in der Mitteilung an den Völkerbund über den Wunsch der Behandlung des deutschen Friedensvorschlags nicht die Bedeutung von „s o f o r t" haben solle, die ihm zugeschrieben worden sei, habe viel zur Entspannung beigetragen. Der Völkerbund habe sich versammelt, um die „Verletzung" von Locarno zu behandeln und da müsse sein einziges Geschäft auf diesen Sitzungen sein. Unter allen Mächten sei der stärkste Wunsch vorhanden, jeden Vorschlag zu prüfen, der Hoffnung auf eine Zukunft d e s Friedens biete, der unbefleckt von gegenseitigem Mißtrauen sei. .
Die „Times" schreibt: Gestern herrschte eine leichte, aber merkliche Verbesserung in der internationalen Atmosphäre als Ergebnis der Auslegung des Wortes „alsbald". Auf jeden Fall scheint es, daß die deutsche Antwort dazu beigetragen hat, eines der Hindernisse in den Augen der französischen Staatsmänner für eine unmittelbare Fühlungnahme in London mit einem Vertreter der deutschen Regierung zu beseitigen Unter der Ueberschrift „Friede" sagte „Daily Herald" (Arbeiterpartei): Alle anderen Fragen der gegenwärtigen Krise sind unbedeutend gegenüber der Gelegenheit, eine allgemeine europäische Regelung der Befriedung und Sicherheit durch den Völkerbund auszuhandeln. Eine solche Regelung wird von Hitler angeboten. Deutschland hat jetzt nach 18 Jahren seine Gleichberechtigung genommen. Ist es nicht klug, öle Gelegenheit wahrzunehmen? Deutschland hat lediglich verlangt, was ihm gehört, und keinen Tropfen Blut vergossen. Ein Urteil soll ausgesprochen werden, aber kann Europa Steine werfen? Haben wir, die wir in allen diesen Jahren die Gleichberechtigung Deutschlands nicht zugestanden haben, keine Verantwortlichkeit? Hat nicht Deutschland weniger als eine gerechte Behandlung seit 1918 erfahren?
Der wahre Zweck der Rheinlandzone.
Offenherzige Worte eines englischen Generals.
London, 17. März. (DNB. Funkspruch.) Die englischen Blätter veröffentlichen weiterhin zahlreiche Zuschriften. In der Mehrzahl der Briefe, die zum Teil von Abgeordneten stammen, wird dem deutschen Standpunkt in der Rheinlandfrage Verständnls entgegengebracht. In einer bündigen Zuschrift an die „Times" erklärt der bekannte General SirIan Hamilton, die Rheinlandzone sei nicht geschaffen worden, um
Vor Unterzeichnung des neuen Londoner Flottenvertrages.
London, 17.März. (DNB.) Die Flotten- konferenz, die ihre Arbeiten in den letzten Tagen weiter fortsetzte, hat die e r ft e L e s u n g b e s Vertragsentwurfes abgeschlossen. Man nimmt an, daß das gesamte Vertragswert Anfang nächster Woche zur Unterzeichnung kommen wird. Die Abordnung der Vereinigten Staaten hat bereits Plätze für die S) e i m f a r 1 zum 26. März belegt. Ein Teil der Besprechungen am Montag hat sich auf die sogenannte Sicherheitsklausel bezogen, die besonders sorgfältig formuliert mitt). Wie Reuter erklärt, wird in einem Sonderanhang zum Flottenabkommen die 15 er - wendung von U. -Booten in Knegszeiten geregelt werben.
Man sieht in unserem Bilb die neue Dienstauszeichnung, und zwar von links nach rechts: 4. Klasse (mattsilbern) für vierjährige^ Dienstzeit, ^asse ^hell- bronziert) für zwölfjährige Dienstzeit, 2. Klasse (versilbert) für 18jährige Dienstzeit und 1. Klasse (vergoldet) für Lchahnge Dienstzeit. (Scherl-Bilderdienst.)
8 3.
Die Dienstauszeichnung wird i n v i e r K l a s s e n für vier-, zwölf-, achtzehn- und fünfundzwanzig- jährige Dienstzeit verliehen.
§ 4.
Die Dienstauszeichnung wird am kornblumenblauem Band an der Ordensschnalle getragen.
§ 5.
Dem Beliehenen wird ein Besltzzeugnis ausgestellt.
Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht erläßt die zur Durchführung diefer Verordnung erforderlichen Vorschriften.
Berlin, 16. März 1936.
Der Führer und Reichskanzler.
Gez.: Adolf Hitler.
Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht.
Gez.: von Blomberg.
„Dem Soldaten soll seine Fahne heilig sein, er darf sie nie verlassen."
Aus dem 9. Kriegsartikel der alten Armee.
Zum Jahrestage der Wieberherstellung der beut- schen Wehrfreiheit hat der Führer der Wehrmacht, und zwar allen Truppen der drei Wehrmachtsteile, neue Fahnen verliehen. Diese Fahnen sind ein Symbol, daß die Zeiten der Unfreiheit vorüber sind, und die Wehrmacht wird diese Fahnen führen unter der alten Fahnendevise: Für Ruhm und Vaterland! f r v
In diesem Augenblick wird es besonders interessieren, Näheres über den Ursprung und die Geschichte der Fahnen zu erfahren. Der Ursprung der Fahnen, wie sie noch heute in vielen Staaten der Welt den Regimentern voranwehen, geht auf die einfachen Feldzeichen zurück, die schon in vorgeschichtlichen Zeiten der Stamm oder die Horde, wenn zu einem kriegerischen Unternehmen ausgewogen wurde, mit sich führte. Sie fällten die Zugehörigkeit andeuten, das Zeichen sein, das Die Kämpfenden zusammenhielt, und, von weitem schon erkenntlich, den Versprengten und Abgekommenen ein Sammeln ermöglichen.
Zu allen Zeiten galt es als Ehrenpflicht des Soldaten, feine Fahne bis zum letzten Atemzug au verteidigen. Auch der Landsknechtsfähnrich durfte feine Fahne nie (offen, „hotte er keine Hand mehr, sie zu halten, so muhte er sie zwischen die Zähne fassen oder sich in ihr umfangreiches Tuch hüllen, 5 bis er ausgeatmet hatte" Immer waren Brenn- * punkte des Kampfes, wo die Fahne aus dem Gewalthaufen herausragte und ihr Tuch im Winde knatterte, wo die Reiterfähnlein hinter ihren Stan- J barten über das Blachfeld hinwegbrauften und zu- ■ fammenprallend sich der Stoß in wilde und erbitterte Einzelkämpfe auslöste. Eroberte Fahnen und , Standarten, Geschütze und Kesselpauken haben stets । als sichtbare Unterpfänder eines Sieges gegolten , und brachten dem Regiment, das sich die Trophäen . aus der Mitte der Feinde herausgeholt, höchsten Ruhm und Ehre. Schimpf und Schande war aber ’ der Lohn derer, die ihre Feldzeichen dem Feinde < gelassen, ohne das Letzte zu ihrer Rettung getan 1 zu haben.
Ueber die ersten Fahnen, die ein brandenburgisches Regiment führte, besitzen wir zuverlässige Nachrichten. Es waren die Feldzeichen des Regiments Hillebrand Kracht, später das älteste Regiment der preußischen Armee, im Jahre 1626 errichtet. Sie waren von blauseidenem Tuche und auf ihnen war „gemahlet ein geharnischter Arm aus einer Wolke mit einem Rappier, darunter gesetzt ein Tops mit glühenden Kohlen, das gleichsam die Hand darüber brenne. Mit der Ueberschrift: „Lebe beständig, kein Unglück ewig k." Ein gutes Wort, wie geschaffen für einen Soldaten. Dars er sich doch nicht allzu lange trüben Gedanken hingeben, wenn einmal eine Sache nicht nach Wunsch gegangen und die Sonne sich hinter den Wolken verkrochen hat und gar kein Hoffnungsstrahl den grauen Nebelflor durchbrechen will. Aber noch eine andere Fahne kennen wir aus dieser frühen Zeit, es ist Sie der altmärki - schen Bauern, die beim Schwedeneinfall von 1675 sich als Landsturm zusammentaten. Denn ihr Kurfürst konnte nicht helfen, er weilte im fernen Elsaß und stand gegen den Marschall Turenne im Felde. In ihrer Herzenseinfalt wußten die Bauern nichts anderes auf ihre Fahne zu schreiben als das, was ihre Herzen bewegte: „Wir bauern von geringem Guth, dienen unserm Gnädigsten Chursürsten und Herrn mit unserem Bluth". Rührend ungelenke Worte, aber doch schon der gleiche Heldensinn wie das spätere „Mit Gott, für König und Vaterland!" das anno Dreizehn im Befreiungskrieg die Preußen zum Sieg führte.
Zunächst stand es noch vollkommen im Belieben eines Regimentsinhabers, was für ein Symbol die Fahnen seines Truppenteils führen sollten. Auch der damalige Kronprinz von Preußen, der spätere Soldatenkönig, machte von diesem Vorrecht Gebrauch. Er verlieh seinem Regiment Kronprinz, das in unseren Vorkriegsjahren fortbestand, ein Fahnenbild, das in seiner handgreiflichen Sinnfal- ligkeit eine mehr als deutliche und allen verständliche Sprache führte. Es befindet sich auch auf vielen Gebäuden, die während der Regierungszeit Friedrich Wilhelm I. errichtet wurden, so z. B. art der Garnisonkirche in Potsdam. Es ist der A d l e r, der mit g e s pr e i z t e n F l üa e l n zur Sonne fliegt mit der Umschrift: „Non soll cedit (Erweicht nicht der Sonne). Was sollte dieses Symbol besagen? Zur damaligen Zeit regierte in Frankreich der Sonnenkönig Ludwig XIV., mit dessen Truppen sich die Brandenburger schon in manchem heißen Kampf gemessen hatten. Jene trugen ihrem Königlichen Herrn zu Ehren auf ihren Feldzeichen eine ober mehrere strahlende Sonnen. Daß die junge aufstrebende Macht der brandenburgischen Kurfürsten aber nicht gesonnen war, sich vor dem groß- mächtigen Frankreich ängstlich ins Mausloch zu verkriechen, sollte der Adler, der mit dem Schwert und den zuckenden Blitzen in den bewehrten Fängen die Sonne angeht, zum Ausdruck bringen. Als die ersten Dukaten mit dem gleichen Emblem die Königliche Münze verließen, do steckten die politischen Kannegießer die Köpfe zusammen und tuschelten, daß dies wenig Freundschaft mit Frankreich verspräche. König Friedrich dem Zweiten, nachher der Große genannt, war jedoch bei seinem Regierungsantritt viel an einem guten Einvernehmen mit Frankreich gelegen, das ja auch in dem bald darauf ausbrechenden Ersten schlessischen Kriege an seine Seite trat und mit ihm gegen Oesterreich zu Felde zog. Er änderte deshalb das Fahnensymbol. Die französische Sonne mit der aggressiven Umschrift verschwand, dafür erhielten die Fahnen dann die Devise, die sie bis in unsere Tage geführt hoben: „pro gloria et patria , für Ruhm und Vaterland.
Die Stiftung von Dienstauszeichnungen.
Der Führer und Reichskanzler hat anläßlich des Jahrestages der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht folgende Verordnung erlassen:
Am ersten Jahrestage der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht stifte ich die Dienstaus- Zeichnung als Anerkennung treuer Dienste in der neuen Wehrmacht.
§ 1.
Die Dienstauszeichnung wird allen Angehörigen der Wehrmacht verliehen, die sich am 16. März 1935 oder später im aktiven Wehrdienst befanden.
§ 2.
Nichtehrenvolles Ausscheiden aus der Wehrmacht verwirkt den Anspruch auf Verleihung und das Recht zum Trogen der Dienstauszeichnung.
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