Ausgabe 
17.2.1936
 
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1.

2.

Die Rede des Führers

Der Führer besichtigt die Autoschau

Drei

Stunden lang hielt sich der Führer an den

Die 31 o t der deutschen B rennff off- versorgung kann als überwunden an­gesehen werden. Der Weg zum deutschen Brenn­stoff ist frei. (Stürmischer Beifall.) Gerade auf diesem Gesamtgebiet haben unsere Chemiker und Erfinder wahrhaft Bewunderungswürdi­ges geschaffen. Und vertrauen Sie auf unsere Entschlußkraft, dieses theoretisch Geschaffene praktisch zu verwirklichen.

Sie finden in dieser Ausstellung zum ersten

Die Rohstoffe für die Krastverkehrswirtschast sichergestellt.

Reifen aus deutschem syntheti­schen Gummi. Und ich bin glücklich. Ihnen und dem deutschen Volk hier mitteilen zu kön­nen, daß die Erprobungen, die von der Wehr­macht seit ungefähr einem Jahr vorgenommen worden find, zu dem Resultat führten, daß, dieser synthetische Gummi den natürlichen Roh­gummi an Dauer und Haltbarkeit um 10 bis 30 v. h. übertrifft. (Langanhaltender stürmi­scher Beifall.)

Was es sonst noch an Neuem und Schönem durch diese Ausstellung gezeigt wird, kann das deutsche Volk in wenigen Stunden besehen. Was es aber vielleicht nicht sehen wird, ist der unendliche Fleiß* und sind die unermeßlichen Anstrengungen, die hinter einer solchen Gemeinschaftsleistung stehen Und was es vielleicht nicht sehen wird, das find vor allem die Hunderttausende deutscher Fami­lien, die daraus das tägliche Brot erhalten. An sie vor allem möchte ich als der Führer des deut­schen Volkes alle anständigen Deutschen erinnern, wenn sie sich im einzelnen die Frage vorlegen, ob und welchen Wagen sie sich kaufen sollen. (Beifall) Die nationalsozialistische Regierung wird die Pro­duktion nach allen Möglichkeiten fördern, die Hal­tung der Wagen zu erleichtern trachten, den deutschen Betriebsstoff dafür steigern und sicherstellen und die notwendigen Straßen bauen. Dies ist unser altes Programm aus dem Jahre 1933 und wird es für die Zukunft bleiben. Sehen wir nun, was aus diesem Programm gewachsen ist. Indem ich Ihnen allen, die Sie an diesem großen Werk beteiligt sind, oder als todesmutige Fahrer für unsere Wagen und Mo­torräder die großen internationalen Trophäen er­rangen, danke, erkläre ich, so schloß der Führer unter langanhaltendem Beifall, die Deutsche Internatio­nale Automobil-Ausstellung in Berlin 1936 für er­öffnet. Unter den Klängen des LiedesFlieg, deutsche Fahne, flieg!" betritt der Führer in Beglei­tung des Präsidenten Allmers, gefolgt von seiner näheren Umgebung, die Autohalle zur Besichtigung.

ffer nationalwirtschaftlicher Einsicht aller der daran Beteiligten gelingen wird, die Anfchaf- fungs-, Betriebs- und Erhaltnngskoften dieses Wagens in ein tragbares Verhältnis zum Ein­kommen dieser breiten Waffe zu bringen, wie wir dies in Amerika in einem so glanzvollen Beispiel bereits als gelungen gelöst sehen können.

Es ist dabei ein bedauerlicher Irrtum, wenn irgend jemand meint, daß eine solche Entwicklung die Käufer der besseren und teueren Wagen nach unten zum Volkswagen hin verschieben wird. Nein, meine Herren, dieser Wagen wird eine neue Mobilisierung von Millionen durchfüh­ren, aus denen Hunderttausende entsprechend ihres Lebensniveaus den Weg zum besseren und schöneren Wagen nur um so leichter

Ständen auf und ließ sich von Oberingenieur Schirz des RDA. und den Fachingenieuren der einzelnen Stände eingehend die Modelle erklären. Den Führer begleiteten auf dem Rundgang der Präsident des Reichsoerbandes der Automobilindu­strie Geheimrat Allmers, der Leiter der Fach­gruppe Kraftwagen Direktor Merlin, der Leiter der Fachgruppe Krafträder von Falkenhayn und oer Korpsführer des NSKK. Hühnlein.

Das besondere Interesse des Führers galt zu­nächst dem Mercedes-Stand in der Perfo- nenkraftwagenhalle, bei dem er den Heck-Motor- Wagen und die neueste Errungenschaft, den Per­sonenkraftwagen mit dem Dieselmo-

Oer deutsche Volkswagen wird geschaffen werden.

Oer Führer verkündet bei der Eröffnung der 4. Internationalen Automobil- und Motorrad ausstellung das Arbeitsprogramm der deutschen Krastwagenindustrie.

Liszt und leitet über zur Begrüßungsansprache des Präsidenten der deutschen Automobilindustrie, Ge­heimrat Allmers. Nach einem dreifachenSieg- Heil" auf den Führer richtete der Werksangehörige Sen ft leben im Namen der Werksangehörigen aller Betriebe der Automobilindustrie das Wort an den Führer. Er erklärte u. a.:

Mein Führer! Ich bin glücklich darüber. Ihnen Gruß und Dank meiner vielen Tau­send Arbeitskameraden überbringen zu dürfen. Diele von uns waren noch vor wenigen Jahren zur Arbeitslosigkeit verdammt. Das bedeu­tete Hunger und Entbehrung für uns, unsere Frauen, unsere Kinder. Dabei lähmte uns unter dem System der Novemberrepublik graue Hoff­nungslosigkeit. Heute dürfen wir wieder am Arbeitsplatz stehen und dafür gilt Ihnen, mein Führer, nicht nur unser eigener Dank, son­dern auch der unserer Frauen und Kinder. Aber auch unsere Arbeit selbst hat sich seit Ihrer Führung verändert. Jüdische Intellektuelle und marxistische Bonzen hatten uns früher einreden wollen, daß unsere Arbeit nur den einen Zweck haben könne, von profitgierigen Klassenfeinden aus­gebeutet zu werden. Heute haben wir alle, gerade auch in der Automobilindustrie, den tiefen Sinn unserer-Arbeit erkannt. Unter Ihrer Aufiicht und Führung arbeitet die ganze Automo­bilindustrie, Unternehmer, Ingenieure und Arbeiter, für die Gesamtheit des deutschen Vol- k e s. Wir sind stolz darauf, heute unseren Volks- genossen angesichts dieser Ausstellung zurufen zu können: Alle diese Arbeit tun wir für Euch. Die Arbeiterschaft der deutschen Automobilindustrie wird stets das tun, was Adolf Hitler von ihr er­wartet. Nach einer kurzen Ansprache des Vertre­ters der deutschen Rennfahrer Manfred von Braucht tsch sprach der Führer.

Mit fortschreitender internationaler Zivilisation kennen wir heute Journalisten und Politiker anderer Völker, d. h. sie gehören ja meistens einem hierfür besonders erwählten Volke an, die uns fast jeden Tag mit schadenfroher Eindringlichkeit die leider nur zu bittere Wahrheit vorhalten, daß wir ein armes Volk von Hungerleidern sind, dem der liebe Gott seine besondere und verdiente Züchtigung da­durch zuteil werden läßt, daß er ihm abwecbslungs- weise Butter, Margarine, Schmalz, Eier usw. ent­zieht. (Heiterkeit.) Sachlich haben natürlich diese Re­gistratoren unserer Not ohne Zweifel recht. Wir sind zu viel Menschen auf einem zu kleinen Lebensraum. Es fehlen uns Kühe und Schweine und Schafe usw., aber nur weil uns der Grund zu ihrer Erhaltung fehlt.

Wenn einige Millionen unseres Volkes sich bei dem Konsum von nicht ganz notwendigen Le­bensmitteln etwas einschränken würden, um ihre Kaufkraft auf ein Gebiet hinzulenken, auf dem wir sie volkswirtschaftlich ohne weiteres befriedigen können, dann würde dies manche Schwierigkeiten unserer Ernährung sofort be­seitigen. Ich sehe in der Erzeugung eines der breiten Waffe von 2 oder 3 oder 4 Millionen Menschen erreichbaren Wagens und in der Sicherstellung einer tragbaren Erhaltung des­selben eine auch von diesem Gesichtspunkte aus national-wirtschaftlich schwerwiegende Tat. And, meine Herren, glauben Sie mir, die Schwierig­keiten, unter denen heute die ganze Welt roirf- schafklich zu leiden hat, können nur beseitigt werden, wenn an die Stelle einer ebenso oft unvernünftigen wie rücksichtslosen Wahrneh­mung eigener Interessen diegrößereRück- sicht auf die Gesamtinteressen tritt. Ich glaube aber meine Herren, daß wir gerade angesichts unserer heutigen Jahresschau der deut­schen Automobilproduktion mit stolzer Zuversicht an die uns gestellten Aufgaben herantreten dürfen. Denn was ist in diesem Jahre in Deutschland nicht wieder geleistet worden, und zwar, meine Herren, dank der nationalsozialistischen Staats- und Wirtschaftsführung, und vor allem dank der nationalsozialistischen Gesinnung, die unser Volk trotz der verständlichen Hoffnungen unserer Feinde ergriffen hat. (Begeisterte Zustimmung.) Und wenn uns für die Zukunft ganz große Auf­gaben gestellt sind, meine Herren, dann dürfen wir an ihrer Erfüllung weniger zweifeln, als das heute Geschaffene uns das höchste Recht gibt, eine solche Hoffnung zu hegen. Zwei Momente möchte ich hier nur besonders herausgreifen:

Der Führer führte dann u. a. aus:

Männer und Frauen! Seit ich aum ersten Male die Ehre hatte damals noch im Auftrage des ver­ewigten Herrn Reichspräsidenten die deutsche Internationale Automobilausstellung in Berlin zu eröffnen, sind drei Jahre vergangen. Am 11. Februar 1933 sprach ich die Hoffnung aus, daß es dem Zusammenwirken aller verantwortlichen Stellen gelingen würde, gerade auf dem Gebiet unseres nationalen wirtschaftlichen Lebens seine Be­fruchtung zu erreichen, auf dem wir gemessen an dem Stande der übrigen Welt am mei­sten zurückgeblieben waren.

Seit vor nunmehr 50 Jahren ein Deutscher einen wesentlichen, weil erfolgreichen Anstoß zur Befrie­digung der alten Sehnsucht nach einem selbstbeweg­lichen Wagen durch seine Erfindung gegeben hat, erobert sich die Motorenfabrikation in einem ungeahnten und kaum vorstellbaren Aus­maß ihre dominierende Stellung in der heutigen Weltwirtschaft. Das Pferd und der B ü f f e l, die seit vielen Jahrtausenden der menschlichen Entwick­lung ihre animalische Zugkraft liehen, werden ab« ge ! öst durch d i e Maschine. Die Entwicklung des Kraftwagens und die dadurch inspirierte, ja überhaupt erst ermöglichte Erfindung des F l u g- z e u b e s haben dem menschlichen Verkehr nach der Einführung der Eisenbahnen einen im Gesamt­ausmaß noch gar nicht absehbaren Impuls gegeben. Das Tempo des Verkehrs und damit des mensch­lichen Lebens ist schneller geworden. Kontinente werden in Tagen miteinander verbunden, Wüsten haben ihre Schrecken verloren, die tote Zeit qualvol­ler Reisen wird abgekürzt und damit einer nützlichen Verwertung freigemacht.

Ungeheure neue Industrien sind ent­standen. Physik und Chemie arbeiten Hand in Hand, technische Forderungen aufzustellen und ihrer Er- füllung die materialmäßige Voraussetzung zu geben. Der Motor erfordert nicht nur neue Metalle und Legierungen infolge der besonderen Bedingungen seiner Konstruktion, sondern neue Kraftquellen für seinen Betrieb, und wie immer, beginnt sich damit die Sorge der Menschheit mit den Fragen der notwendigen Rohstoffe zu beschäftigen. Wenn einst in grauester Vorzeit Weidegründe oder Salzquellen bestimmend wurden für den Le­bensweg und damit das Lebensschicksal einzelner Stämme, und später Eisen- oder Metall­vorkommen das politische Handeln der Völker beherrschten, dann sind es heute Kohle und Oel, die als unersetzbare Lebensgüter die Richtungen unseres politischen und wirtschaftlichen Denkens be­stimmend beeinflussen.

Wie lähmend war es daher für uns alle, daß das deutsche Volk, das seinem ganzen Wesen, seiner Ent­wicklung und seinen Lebensnotwendigkeiten nach zu den ersten wirtschaftlichen Faktoren der Welt gerech­net werden muß, gerade auf dem so ausschlaggeben­den Gebiet der Motorisierung gegenüber der anderen Welt in einem großen, ja geradezu schmählichen Rück­stand gekommen war. Es lag in der Atmosphäre der hinter uns liegenden traurigen Zeit des Verfalls, ein solches Geschehen als etwas Gottgegebenes und Na­türliches hinzunehmen oder womöglich mit dem Hin­weis auf eine gerade auf diesem Gebiet vorhandene mindere Veranlagung und Befähigung des deutschen Volkes zu rechtfertigen.

Verantwortlich für diesen Verfall war auf seilen des Verbrauchers die aus der sozialdemo­kratischen Gleichheitstheorie stammende Auf­fassung einer notwendigen Entwicklung der Wenschheit zum Primitiven, um auf diesem Wege durch die P r o 1 e < a r i - fierung des Lebensniveaus aller die mögliche einheitliche Ebene finden zu können. Diese mehr als primitive Tendenz ging von der beschränkten Auffassung aus, daß der menschliche Fortschritt feine Wurzel in der kollektiven Wasse besitze und mithin auch als kollektive Erscheinung zu werten oder abzu­lehnen sei. Tatsache ist aber, daß jeder menschliche Fortschritt, geistig und sachlich gesehen, den Ausgang nimmt von wenigen einzelnen. Geistig, in­dem nur aus der Phantasie einzelner die Er­findung kommt und nicht aus dem Querschnitt einer kollektiven Anstrengung. Sachlich, indem jede menschliche Erfindung, ganz gleich ob in ihrem werte erkannt oder verkannt, zunächst immer als ein zusätzlicher Genuß des ge­

wohnten Lebens erscheint, und damit als ein Luxusartikel für einen mehr oder weniger beschränkten kreis. Es ist so wenig asozial, sich einen Kraftwagen zu kaufen, als es einst asozial gewesen war, sich statt der herkömmlichen ge­ölten haut ein Stück modernes Glas in fein Fenster einzusehen. Die Entwicklung einer sol­chen Erfindung geht zwangsläufig auch im praktischen Gebrauch von einigen Wenigen aus, um dann immer größere Kreise zu ziehen und allmählich doch alle zu erfassen. Es war daher kein Zufall, daß den niedersten Prozentsatz an Kraftwagen neben dem kommunistisch-marxisti­schen Sowjetruhland das ebenfalls marxistifch regierte Deutschland aufwies.

Daß man dann aus einem so falschen Denken her­aus alle jene besonderen Maßnahmen vernach­lässigte ober überhaupt unterließ, die geeignet sein konnten, die Entwicklung dieser so unerhört erfolg­versprechenden und aussichtsreichen Industrie zu fördern, braucht kaum noch erwähnt zu werden. Finanzamt und P o l i z e i d i r e k t i o n e n arbeiteten gemeinsam an der möglichst gründlichen Erdrosselung und Ausrottung der deut- schen Kraftverkehrsentwicklung und damit der Kraft­verkehrswirtschaft, und es ist ihnen dieses Kom­pliment kann den marxistifch-zentrümlichen Regie­rungen nicht vorenthalten werden der gemein­same Angriff wunderbar gelungen. (Heiterkeit.) Während in.Amerika rund 23 000 000 Kraftwagen fuhren und jährlich 3 bis 4 Millionen neue fabri- ziert wurden, gelang den vereinten Bemühungen dieser Volks- und Staatsführungen, die Zahl der Kraftwagen in Deutschland auf knapp 450 000 zu beschränken und die Fabrikationsziffer im Jahre 1932 auf 46 000 herabzufenken.

Auch die Wirtschaft selbst wurde sich nicht ganz klar, daß der Kraftwagen ein Instrument der All­gemeinheit werden muß, oder daß sonst die in ihm schlummernde allgemeine Entwicklungsmög­lichkeit ausbleibt. Der Kraftwagen ist entweder ein kostspieliges Luxusobjekt für ein­zelne Wenige und damit für die gesamte Volkswirtschaft auf die Dauer nicht sehr belang«: voll, ober er soll ber Volkswirtschaft wirklich den gewaltigen Auftrieb geben, zu dem er feinem gan­zen Wesen nach befähigt ist, und dann muß er vom Luxusobjekt einzelner Weniger zum Ge­brauchsobjekt für alle werden. (Lebhafter Beifall.) Und hier ist sich die deutsche Kraftwirt­schaft und ich befürchte fast, auch heute noch nicht allgemein nicht ganz im klaren gewesen darüber, daß die Gesamtentwicklung der deutschen Kraftwagenfabrikation nur bann eine wirklich er- folgreiche fein kann, wenn sie in ihrer Preis- qestaltung gleichläuft mit bem Ein- kommen ber von ihr zu erfaffenben Käuferschich- ten. (Lebhcrfte Zustimmung.) Das heißt also: Cs wirb Menschen geben, bie in ber Lage finb, 20 000 Mark unb mehr für einen Kraftwagen zu opfern, weil ihr Einkommen ein entsprechendes ist, aber ihre Zahl wird nicht fehr groß sein. Die Senkung der Kosten auf 10 000 Mark ergibt schon eine viel größere Zahl von entsprechend Kauffähigen. Und die Senkung der Wagenkasten auf 5000 Mark mo­bilisiert wieder eine größere Schar von dafür ge­eigneten Einkommensträgern.

Wenn ich in Deutschland auf einen Kraftwagenbestand von 3- ober 4000000 z u kommen hoffe, dann müssen der Preis und die Erhaltungskosten die­ser Kraftwagen eine ähnliche Staffelung aufwei­sen wie die Einkommen der drei oder vier Wil- lionen der dafür in Frage kommenden Käufer. (Starker Beifall.) Ich empfehle der deutschen Kraftverkehrswirtschaft. sich einmal von diesen Gesichtspunkten aus ein Bild Über das Ein­kommensverhältnis der 4- oder 5 000 000 best­gestellten Deutschen zu verschaffen und sie wer­den dann verstehen, weshalb ich mit rücksichts­loser Entschlossenheit bie Vorarbeiten für bie Schaffung bes beutschen Volks­wagens burchführen lasse unb zum Abschluß bringen will, unb zwar meine Herren, zum erfolgreichen Abschluß. (Stürmischer Bei- fall.) Ich zweifle nicht, baß es ber Genial»« des bamit betrauten Konstrukteurs sowie ber spateren Probuzenten in Derbinbung mit höch-

dann finden werden (Beifall). Der Ford-Wagen hat nicht die besseren und teueren Automobile Amerikas verdrängt, sondern im Gegenteil, er hat die enormen Massen amerikanischer Käufer erst aufgelockert und mobilisiert, die später gerade auch den teureren Fabrikaten zugutegekom- men sind. Ein großer Teil wird nie einen teureren Wagen zu kaufen in der Lage fein. Nicht aber, weil er dem Herrn Fabrikanten Soundso keinen Gefallen erweisen möchte, sondern weil er feines bescheidenen Einkommens wegen dies nicht kann. Diese Millionenzahl aber einfach deshalb vom Ge­nuß eines solchen modernen Verkehrsmittels über­haupt auszuschließen, weil man nicht Gefahr laufen will, daß von den 200 000 oder 300 000 besser Situierten sich vielleicht einige dann den billigeren Wagen kaufen könnten, würde nicht nur menschlich unanständig, sondern auch wirtschaftlich unanständig sein. (Lebhafte Zustimmung.) Denn dies heißt dann nichts anderes als die gewaltioste Wirtschaftsent­wicklung für unser Volk und unser Land aus eben­so eigensüchtigen wie kurzsichtigen Erwägungen künstlich abstoppen. Auch der Export in große Teile unseres so armen Europas wird überhaupt nur möglich sein, wenn wir zu einer ganz neuen Preisgestaltung kommen, die ihrerseits wieder ab­hängig ist von der Höhe der Produktionsziffer, die wir im eigenen Land erreichen.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

to r, besichtigte. Längere Zeit verweilte der Füh­rer auch an zwei offenen Tourenwagen von Mer­cedes, die mit allen neuesten Einrichtungen ber Technik, z. B. auch mit Rundfunkempfang ausge­stattet sind. Am Stand der A u t o u n i o n erregte ber Wanderer-Zweiliter-Wagen mit Kompressor seine Aufmerksamkeit.

Auf dem Adler st and begrüßte der Leiter der Wirtschaftsgruppe Fahrzeugindustrie Direktor H g. g e m e i e r den Führer und zeigte ihm den Adler Weltrekord-Wagen 1,5 Liter. Auch den Opelstand besichtigte der Führer und studierte hier eingehend den vor zwei Monaten herausge­kommenen Klein st wagen P 4. Nach einem Besuch bei BMW., Maibach unb Hansa be-

Berlin, 15. Febr. (DNB.) Mit einer richtung­weisenden Rede eröffnete der Führer und Reichskanzler in der Halle I des Ausstellungs- geländes am Kaiserdamm die Internationale Auto­mobil- unb Motorradausstellung. Der Feier wohn­ten die Reichsregierung, fast das gesamte diploma­tische Korps, die Reichs- und Gauleiter, zahlreiche Staatssekretäre, namhate Vertreter der SA., der SS. und des NSKK. sowie anderer Gliederungen der Partei, viele Offiziere der Wehrmacht und Ver­treter der Industrie, der Wirtschaft und des Han­dels bei.

Vor der Halle wird der Führer von Korpsführer Hühnlein unb bem Präsidenten des Reichsver­bandes der Deutschen Automobilindustrie All- m e r 5 begrüßt. Unter den Klängen des Präsentier­marsches schreitet der Führer die Front der an­getretenen NSKK.-Formationen ab. Er winkt dann ein kleines Mädchen heran, das ein Blumenfträuß- lein für den Führer bereitgehalten hatte und durch die Sperre nicht durchgelassen worden war. In ber Vorhalle waren Werksangehörige zahlreicher an ber Ausstellung beteiligter Firmen in ihren blauen Ar­beitskitteln angetreten. Jeden einzelnen in ber ersten Reihe begrüßt ber Führer mit Handschlag unb geht dann mitten in die blaue Schar der Werksange­hörigen hinein, um sich kurz mit diesem unb jenem zu unterhalten. Ein brausendes Heil folgt ihm nach, als er ben Ehrenraum betritt, unb nochmals don- nert ihm ein Heil nach, als ber Abjutant bes Füh­rer Obergruppenführer Brückner sämtlichen an­getretenen Werksangehörigen bie ^inlabung zu einem Besuch in oer Reichskanzlei über­mittelt.

Die 3000 Ehrengäste erheben sich von ihren Plätzen, als ber Führer erscheint. Das Philharmo­nische Orchester intoniert den Huldigungsmarsch von