Ausgabe 
17.2.1936
 
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Randnoien

werden.

NIS,

Ruhmesschau.

Dicken der i talanischen Rechtspartei bereits über die Grenze nach Hamb er -1 Frankreich geflüchtet ist.

Um Englands Aufrüstung.

Der konservative Borstotz gegen Baldwin.

sichtigte der Führer auch die Stande der ausländi­schen Automobilfirmen.

Auf dem Boschstand, der aus Anlaß des 50jährigen Gründungsjubiläums besonders groß und reichhaltig ausgestattet ist, beglückwünschte der Führer den greisen Dr. Bosch herzlich zu dem Ju­biläum. Ueberall zeigte der Führer starkes Interesse und verschaffte sich durch zahlreiche fachmännische Zwischenfragen vollste Aufklärung über die Modelle.

Nachdem der Führer auch die Last traftwa- oenhalle eingehend in Augenschein genommen hatte, machte er einen Rundgang durch die Stände

der Polizei verwendet wurden, nordspanischen Küste sollen etwa 2 0 0

ihnen ama- - ..

eindrucksvolles Bild von der unzer­trennlichen Gemeinschaft, die Führer und Arbeiter miteinander verbindet. Als der Führer die Gewißheit aussprach, daß der deutsche Arbeiter ihn nie verlassen würde, da klang ihm begeisterte Zustimmung entgegen und die leuch­tenden Augen der Arbeiter bestätigten es doppelt.

Das Publikum wurde nach Waffen wobei besonders in Kirchen weibliche

Fünfzig Zchre Automobil

Eine Jubiläums- und Ehrenschau.

Die Volksfront demonstriert.

Die Pariser Kundgebung der Volks­front ist ohne wesentliche Zwischenfälle verlaufen.

Die Rechtspresse bezeichnet diese Kundgebung als gesetzwidrig. Der Regierung wird der Borwurf ge­macht, vollkommen im Fahrwasser der revolutionä­ren Volksfront zu schwimmen, deren befangener sie sei. DasEcho de Paris" schreibt: Es fei em peinlicher Anblick gewesen, stundenlang die roten Fahnen an sich vorübermarschieren zu sehen und sich die Internationale anzuhören.

L o n d o n, 17. Februar. (DNB. Funkspruch.) Die Neuordnung der englischen Aufrüstungsmaßnahmen tritt mit der für heute anberaumten Sonder­sitzung des Kabinetts in einen entscheiden­den Abschnitt ein. Die Sitzung steht im . " schroffen Vorwürfe, die Sir Austen CH. lain an die Adresse Baldwins gerichtet hat. Man zweifelt jetzt nicht mehr daran, daß das Kabi­nett sich diese Vorwürfe zu Herzen nehmen und die Neuordnung des Verteidigungssystems schleu­nigst in die Wege leiten wird. Möglicher­weise wird die Regierung sogar, um ihre Stellung wieder zu festigen, die Herausgabe des Rustungs- Weißbuches beschleunigen und es schon vor Ende des Monats veröffentlichen. Von dem Inhalt des Weißbuches wird es voraussichtlich abhangen, ob die neu in Erscheinung getretene revolutionäre Tory- Gruppe unter Führung Sir Austen Chamberlains

Den festlichen Abschluß des Eröffnungstages bil­dete die Erstaufführung der großen Ausstattung^' revue100 000 PS" in der Deutschlandhalle, die in 20 Bildern die Verkehrsentwicklung vorn Altertum bis zur Gegenwart zeigt und wahrend der Zeit der Ausstellung allabendlich aufgefuhrt wird. Lange vor Beginn setzte schon der Zustrom der Massen zur schönsten Halle Europas em. Cwt u ' unterbrochene Kette von Kraftwagen brachte immer neue Besucher und bald war die geräumige Halle bis auf den letzten Platz besetzt Brausende Hellrufe kündigten die Ankunft des Führers an, der, be­gleitet von Reichspropagandaminister Dr. G o eb­be I s , Reichsführer der SS. $ *m!1 er feiner ständigen Begleitung die Mittelloge betrat und mit tosendem Jubel empfangen wurde.

pischer Lorbeer überreicht. Schwerfällig schaukeln zwei WaaenmitLautensängern vorüber, die von einer Reitertruppe fortgesetzt werden. Em Troß Landsknechte zieht mit wehendem Banner vorüber, ein verlorener Haufen. Das Zeit­alter des Rokoko bringt drei prächtige S ta at s - korosien Der Postillon von ßonjumeau laßt fein Lied erschallen. Fröhliche Wanderburschen werden von den Thum und T a x i s ch e n P o st w a - gen überholt. Aber noch hat er die vielen Schlag­bäume der kleinen Stadtgrenze nicht passiert^ da braust schon die erste Eisenbahn von Nürn­berg nach Fürth vorüber. Hernnch Kleyer fallt mit seinem ersten Hochrad dem Auge des Ge- K Op er Sann bat das erfte Schnaufer etwa um 1890 eine Panne und muß abgeschleppt werden. Mit Tuten und Qualmen rauscht der DampferWintermärchen" durch die Haoelseen ein entzückendes Ballett begleitet die Auffahrt der Wagen, vom ersten Automobil Karl Benz, dem ersten Daimler-, Horch-, Opel- und M rcedes- Waqen, den ersten Motorrädern emen Kruppschen Roller, bis zu den neuesten und schnittigsten Wagen. Eine Rundfahrt durch Berlin mit Kaseommbussen bringt aufschlußreiche Erklärungen. Dann aber hat das NSKK. das Wort, das unter starkem Jubel eine schneidige Kraftradquadrille fährt. Em motori­sierter Pioniersturm baut eine Brücke, bie m Die Luft gesprengt wird, um dem Gegner den Ueber- gang unmöglich zu machen. Ein Fuchsrennen büdet zusammen mit dem Marsch der beteiligten NSKK.- Stürme den Abschluß dieses fesselnden Bildes Die jüngste Vergangenheit aber wird durch emen Vus-

Landstrahen -------

Nicht weit davon stehen die erfolgreichen R e nu­ll) a g e n von Mercedes und Auto-Union. Sie sind der Beweis der planvollen, weitsichttgen Unter-

100000 PS"

Die große Hevue der Automobilausstellung.

Noch hatten nicht die letzten der 3000 Ehrengäste die Versammlungshalle Verlusten, da fingen schon Arbeiter an, das Gestühl auszuräumen, um Platz zu schaffen für die große Jubiläums- und Ehren­schau des Automobils. Um 5 Uhr standen alle alten Fahrzeuge in dieser Halle an ihrem Platz und gaben Zeugnis von der steten Entwick­lung der Automobilindustrie während ihres 50- jährigen Bestehens. In der Mitte dieser Ehrenhalle steht, umgeben von Blumen und Blattgrün, die Büste des Führers. Um diesen Mittelpunkt herum sieht man fünf Wagen, die der Führer während der Kampfzeit in unermüdlichen Pro- paganda- und Aufbaufahrten benutzt hatte. Es sind alles offene Tourenwagen. Man ver­steht jetzt das Wort des Führers, daß der Kraft­wagen ihm die Schönheiten Deutschlands erschlossen hat. Der Zustand der Wagen spricht für sich: sie sind bis zum letzten ausgefahren und geben Zeug­nis, daß sie Zehntausende von Kilometern auf den Landstraßen Deutschlands ihren Dienst getan haben.

Das Bild gibt einen Ausschnitt von der Revue am K «i s erd am m:100 000 ^"nämlich.den Aufzug der verschiedenen Kraftfahrzeuge, wie sie im Laufe der Schahrigen Entwicklung geschaffen worden sind. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Volle drei Stunden rollte dann Bild um Bild an den begeisterten Zuschauern vorüber, eines schöner, farbenprächtiger und eindrucksvoller als das andere. Es ist fast unmöglich, bei der Fülle des Gebotenen einen Inhalt der geschickt verbundenen Bilder wie- derzuqeben Fanfaren verkünden den Beginn der Olympischen Spiele, aus großen Feuer- schalen schlagen die Flammen empor, Flöten- und Cymbalspieler marschieren in das Innere, sie trä­nen in ihren Händen die fünf olympischen Ringe. Durch das Tor der Arena rasen Quadrigen im Wettbewerb um das Oval; dem Sieger wird olym- schwerfällig schaukeln i \ ä n g e r n vorüber.

bau zu dienen.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Durch die über Osteuropa liegenden außergewöhn­lich kalten Luftmassen (Fröste zwischen10 und 30 Grad Celsius) wird das Vordringen der kräf­tigen Atlantik-Wirbel in östlicher Richtung stark be­hindert. Immerhin gelang es bereits kleineren lief- druckstörungen, nach Deutschland vorzustoßen und mit Zufuhr feucht-milder Meeresluft auch bei uns einen Wetterumschlag herbeizuführen. Der mit die­ser Entwicklung aufgekommene unbeständige Witte­rungscharakter hält vorerst auch an.

Aussichten für Dienstag: Vielfach dun­stig oder nebelig, sonst vorwiegend bewölkt und seit- weise auch Niederschlag, ausgeglichene, ziemlich milde Temperaturen, schwache Luftbewegung.

Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der unbeständigen und ziemlich milden Witterung und Neigung zu Niederschlägen.

kann, in denen Wille und Können sich durchsetzen muß, in denen nichts anderes gilt als das Ver­trauen des Kämpfers zu sich selbst. Härte und Widerstandskraft war in diesen Kämpfen ebenso notwendig wie Gewandtheit und Geschmeidigkeit. Aber immer war das Ziel, aus sich selbst alles herauszuholen, um mit dem Einsatz der ganzen Persönlichkeit der eigenen Nation, aber auch dem olympischen Brückenbau zu dienen. Wo können sich die Völker besser verstehen lernen, als auf diesen Kampfbahnen, in denen es kein Gefühl für eine Niederlage gibt, weil es zum olympischen Geist ge­hört, immer wieder die Besten einsetzen zu ton­nen, um so eine Niederlage in einen Sieg zu ver­wandeln. Das deutsche Volk hat denn auch 93er- ftäntmis dafür, daß nicht jeder olympische Kampf die heiligen deutschen Farben in Front sehen konnte, aber das deutsche Volk hat das Vertrauen, daß unsere Jugend sich im Wettkampf der Leistung weiter stählt und festigt, um im Wettkampf mit anderen Völkern ehrenvoll zu bestehen. War die Winterolympiade ein glänzender Beginn, so werden die Olympischen Kampfspiele im Sommer das Werk fortsetzen, das berufen ist, dem Brücken»

Unter dem Jubel der Tausende hat der Führer und Reichskanzler der Siegerehrung der Olympi- schen Winterspiele beigewohnt, um auch dadurch zum Ausdruck zu bringen, daß für das neue Deutsch­land der friedliche Wettbewerb der Völker die Lei- ftung barftellt, an der Volk und Führer geschlossen teilnehmen. In der internationalen Presse ist über­einstimmend hervorgehoben worden, wie vorzüg­lich die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Par­tenkirchen vorbereitet waren und abgewickelt wur­den. Es gab keine Zwischenfälle, wie sie in durch- , sichtiger Absicht angekündigt wurden, es gab nur

Der NSDAP, gehört Dr. Scriba seit dem 1. Juni ein Kampfspiel, bei dem der Wille bestimmend 1932 an. Er war Kreisfchulungsleiter des BNSDJ. war, das Höchste zu leisten nicht nur zu Ehren des

im Landgerichtsbezirk Limburg. Er ist stellvertre- eigenen Volkes, sondern auch im Sinne einer way- tenber Vorsitzender des Bezirksgerichts der Presse ren Völkergemeinschaft. Wenn sich Die -Volker in Frankfurt (Main), Mitglied der Reichsdiszipli- wirklich verstehen lernen wollen, und sie müssen narkammer Frankfurt, Mitglied der Dienststraf- es, so darf das nicht aus den Niederungen einer kammer beim Oberlandesgerichtsbezirk Frankfurt neidvoll veranlagten Politik geschehen, sondern aus und Gaufachgruppenleiter der Fachgruppe Richter dem Hochgefühl heraus, daß der friedliche Wett- und Staatsanwälte im BNSDJ. Er hat auch eine bewerb um die Bestleistung für die Menschheit und rege kompositorische Tätigkeit entwickelt und ist Mit- für jede einzelne Nation wertvoller ist, ate der schnitt aus den Avus-Rennen mit einem glied des Berufsstandes deutscher Komponisten. häßliche und kleinliche Zank, zu dem das schlechte mörderischen Endkampf zwischen den Originalrenn- -------- Gewissen immer wieder verleitet.

wagen der Autounion und Mercedes-Benz, bei dem . < M Elf Tage haben die sportlich Besten aller Natto»

auch in Sekundenschnelle die Reifen gewechselt wer- £,ttir0rUw ttl vDPUlUClU nen um den Sieg gerungen, wobei es echt olym- ben, roiebergegeben. pischer Geist war, ber sich bar in be tunbete, baß bte

Landtagswaylen Besten ber Nationen bie Besseren feierten, die sich

P hPÄ unter dem Schutz von Panzerwagen. in dem harten Ringen um den Sieg auszeichneten.

VVV v* Madrid 16. Februar. (DNB.) Die spanischen Wir haben ja erlebt, wie das deutsche Volk stolz

Arbeiter der deutschen Antomobilindustrie Landtagswahlen sind ruhig verlaufen. In Madrid war, als die ersten Goldenen und Silbernen Denk- beim Rührer AU Gast. machten 7400 Sicherheitspoüzisten und 1600 Sri- münzen an Deutsche s.elem Gerade darumRannen

oetm SUirer zu mmulbeamte über bte öffentliche Ordnung. Bie 1003 wer es enneffen und verstehen dah auch d e Sieger

Sie 130 Gefolgfchaftsmitglieder der Automobil- Wahllokale Madrids wurden van je einem Kriminal- andere, Natianen von chren Balkern geftwrt unO Industrie aus ganz Deutschland, die am Varmittag beamten und drei Polizisten überwacht. Außerdem geehrt werden. Sie W w h (.ernähren der feierlichen Eröffnung der Automobil-Ausstellung standen u. a. neben 300 Kraftwagen 20 m.t Ma- saßt, in denen L4 ^rper^und^Gestt gewahren

beiqewohnt hatten, waren anschließend Gaste desschinengewehren aus ger u st e t e Pan- Führers und Reichskanzlers imKai- zerwagen zur Verfügung. Die Kirchen, Ban­se r h o f" zu einem Mittagessen. Zur freudigen Een, Gas- und Elektrizitätswerke, Theater, Llcht- Ueberraschung der Arbeiter erschien der Führer spielhäuser und Untergrundbahnen wurden streng in ihrem Kreise und verweilte mehr als eine Stunde überwacht. <7'~~ bei ihnen. Der Führer gina von Tisch zu Tisch und durchsucht, sprach überall im kleinen Kreise, von den begeistert Hilfskräfte lauschenden Arbeitern dicht umdrängt, über die Fra- An der ..--~.r--.-v,. qen die gerade diese Arbeiter am meisten inter- spanische Revolutionäre, die nach dem eliieren über nationalwirtschaftliche und technische Oktoberaufstand nach Frankreich geflüchtet waren, Fragen' der Automobilindustrie und der deutschen gelandet sein und m i t g e f ä l s ch t e n Doku- Industrie überhaupt. Er schildert ihnen die n ä ch - m e n t e n, die von dem Präsidenten Des marxisti- it e n Aufgaben, die die deutsche Wirtschaft und schen Wahlkomitees in Bilbao ausgestellt worden Industrie zu lösen haben. Frei und ohne Umschweife waren, gewählt haben. Unter den Revolutionären stellten auch die Arbeiter Fragen über Dinge, die soll sich auch der Präsident jenes Revolutionskomi- fierien lagen. So bot diese Stunde ein tces befinden, das in Trubia zahlreiche spanische m v ---- k - --------1 Bürger hat hinrichten lassen. Es soll sich um

spanische Marxisten handeln, die in Paris a u f Kosten ber Internationalen Roten Hilfe ein sorgloses Leben führen.

Die in den ersten Morgenstunden des Montags aus den spanischen Provinzen vorliegenden W a hl- ergebnisse lassen auf einen klaren Erfolg der Linksparteien schließen. Man rechnet da­

mit, daß diese mit etwa 200Abgeordneten ins neue Parlament einziehen werden, und daß das Kräfteverhältnis zwischen der Linken und den übrigen Parteien (Rechte einschließlich Zen­trum) nur gering zugunsten der letztgenannten liegen wird. Die größten Erfolge haben die Linksparteien in Katalonien errungen, wo allein in Barce­lona die Linke etwa 100 000 Stimmen mehr erzielte als die Rechte. Es verlautet, daß der Führer der ka-

des Kraftfahrzeughandwerks, auf denenIihre Angriffe gegen Baldwin fortsetzen oder sich für Reichshandwerksmeister Schmidt ihn begleitet. I vorläufig befriedigt erklären wird.

. . , K k c. < Inzwischen hat die Presse mit dem Rätselraten

Heute aveno rvleoeryomng über die voraussichtliche Besetzung des neuen her im 'Runbfunf Ministerpostens für die Gleichschaltung der

per «yuprerrepe im JXUnVTUnr. Verteidigungsorganisation begonnen. Als wahr-

B e r l i n, 15. Febr. (DNB.) Die Rede des F ü h - scheinlichfter Anwärter wird der frühere Auhen- rers und Reichskanzlers anläßlich der Er- minifter Sir Samuel Hoare genannt, dessen Her­öffnung der Internationalen Automobil - und vorragende Leistungen bei der Behandlung des Motorrad-Aus st ellung wird am Montag, Gesetzes für die Indien-Reform erneut in die Er- 17. Februar, in der Zeit von 22.20 1" 23 Uhr über alle deutschen S e d e r h o l t werden.

stützung der deutschen Kraftfahrindustrie durch den Führer und die Reichsregieruna. 86 Fahrzeuge ver- chiedenster Art aus den 50 Jahrgängen des Be- tehens der deutschen Autoindustrie können bewun- jert und bestaunt werden. Man hält es kaum für | möglich, daß der Rennwagen von Benz aus dem Jahre 1 9 0 9 11 Jahre lang bis 1920 den Welt­rekord von 228 Stundenkilometer gehalten hat. Auf der anderen Seite steht der Mercedes, der kurz vor Ausbruch des Krieges im Jahre 1914 den Grand PrixvonParis an der Spitze zweier anderer Mercedes nach Haufe brachte. Das älteste Kraftfahrzeug, das Kraftrad von Daimler, ist auch zu sehen, wie überhaupt zahlreiche Maschi­nen von Firmen ausgestellt sind, die entweder durch die Ungunst der Umstände oder durch das Mißver­ständnis der damaligen Zeit verschwanden. Aber alle waren der Grundstein der heutigen deutschen Automobilindustrie, die seit drei Jahren wieder ihren Siegeszug durch die Welt angetreten hat und ihn mit festem Willen auch in der Zukunft ver­teidigen will. Die Jubiläumsschau ist eine deutsche

Ruhig und sachlich hat der Führer und Reichs­kanzler bei der Eröffnung der Deutschen Kraftwagen­schau mttgeteilt, daß es deutschem Willen, daß es deutschem Erfindergeist gelungen ist, die beiden wich­tigsten Rohstoffefür dieKraftoerkehrs- wirtschaft innerhalb der deutschen Grenzen her- _ zustellen. Diese beiden wichtigsten Rohstoffe sind der

Uhr bis etwa ! innerung' gerufen werden. Neben Hoare werden i B r e nn ft o f f für den Kraftverkehr sowie der end er wie- Lord Eustace Percy und in derDaily Mail" Gummi, der für die Herstellung der Fahrradreifen auch Ramfay M a c d o n a l d genannt. notwendig ist. In dem einen wie dem anderen Falle

DieMorning Post" meldet, daß bei der Um- waren wir bisher auf das Ausland angewiesen was I bildung des Reichsverteidigungsausfchusfes beson- bedeutet, daß, wenn die Versailler Politik die Volker ders auch die Wehrbelange der briti- zum gewaltsamen Zusammenstoß gedrängt hatte, schen Dominions berücksichtigt werden würden, das deutsche Volk außerstande gewesen wäre, sich Voraussichtlich würden ständige Vertreter der Do- auch nur zu verteidigen. Wir wissen aus dem Streit- minions ernannt. Man betrachtet die Gleichschaltung fall zwischen Italien und Abessm^n wir wissen aus der militärischen Methoden und des Materials ber Den Manövern des Genfer Völkerbundes daß Dominion-Streitkräfte mit denjenigen Großbritan- Brennstoff und Gummi nicht nur für den friedlichen niens als ein wichtiges Ziel.Daily Mail" meint, Wettbewerb, sondern auch für den Kampf der Volker daß die Stellungnahme Sir Austen Chamberlains auf Leben oder Tod unbedingt notwendig sind. Jta- von mindestens drei Vierteln der ton- lien hat sich bisher gegen die Oelsperre nur mit öer servativen Partei unterstützt werde. Sollte Drohung wehren können, es werde nach Der 58er- sich nach der Veröffentlichung des Weißbuches her- Hängung einer Oelsperre nicht davor zuruckschrecken, ausstellen, daß das Kabinett die Sicherheit Eng- Gewalt mit Gewalt zu begegnen. Sofort hat sich lands vernachlässigt habe, dann werde es zu einem denn auch gezeigt, daß die Versailler Politik nicht großen Sturm in der konservativen nur die Machtgelüste gesteigert hat, sondern auch Partei kommen. einen häßlichen Wettbewerb, der zum Teil allerdings

---------- auch auf politische Triebkräfte zurückgeht.

,, Die Verfügung über Rohstoffe, die für das Leben

DräflOCttl ÜCTlVO. eines Volkes nicht zu entbehren find, ist wichtig,

ebenso der Zwang, sich diese Verfügung zu sichern. Wie schon berichtet, wird heute in Darmstadt Deutschlands Wissenschaft, die schon so Großes ge- durch den Reichsjustizminister Dr. Gürtner der neue leistet hat, hat auch hier den Weg gefunden, um Präsident des Oberlandesgerichts Dr. Ludwig den Zwang abermals durch eine Leistung ersten Scriba in fein Amt eingeführt. Dr. Scriba ist Ranges auszugleichen. Deutschland ist heute in der am 1. April 1885 in H ö ch st a. M. geboren, steht Lage, sich selbst mit Brennstoff zu versorgen, braucht also im 51. Lebensjahr. Seine Familie stammt e9 also nicht mehr darauf ankommen zu lassen, aus Hessen. Nachdem er am 10. Januar diese Brennstoffe aus dem Auslande zu beziehen. 1912 die große Staatsprüfung bestanden hatte, Die deutsche chemische Wissenschaft hat seit Jahr wurde er 1923 Landgerichtsrat in Frankfurt und Tag unablässig daran gearbeitet, einen Brenn- (Main). Seit 1. Oktober 1934 bekleidete er dort das ftoff herzustellen, der dem Erzeugnis aus dem Erd- Amt eines Landgerichtsdirektors und wurde zum öl gleichwerttg ist. Die deutsche chemische Industrie 1. März 1935 zum Präsidenten des Landgerichts hgj aber auch den Rohstoff hergestellt, der für die in Limburg ernannt. Erzeugung von Gummireifen notwendig ist; einen

Rohstoff also, der bisher im ganzen Umfang aus Ueberfee bezogen werden mußte. Es ist klar, daß diese glänzenden Taten der deutschen Wissenschaft nicht nur für das deutsche Volk überragende Be- deutung haben, vielmehr auch andere Fragen wie die der Pslanzgebiete für Rohstoffe unter einen ganz neuen Sehwinkel stellen. Das deutsche Volk weiß aber auch, wie das der Führer kurz und bündig mitgeteilt hat, daß alle Vorbereitungen in ldie 5B3ege geleitet sind, um mit Hilfe dieser deut­schen Rohstoffe auch das Gebiet des Krafwerkehrs für das ganze Volk zu erschließen. Der Kraftwagen kann und muß nunmehr zu einem Volkswagen