(Aufnahme: Neuner, Gießfener Anzeiger)
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Oie „Ditfe Eiche" bei Kirch-Göns.
- Kirch-Göns, 16. Jan. Bei den jetzigen Holzhauerarbeiten wird auch eine der größten, und schön st en Eichen Oberhessens gesollt werden. Es hdndelt sich dabei um die „dicke E i ch e", die etwa eine Viertelstunde von unserem Dorfe am Waldrande steht. Fachleute schätzen ihr Alter auf 700 bis 800 Jahre. Der Umfang der „dicken Eiche" mißt über 6,50 Meter, der Durchmesser beträgt mehr als 2 Meter. Rund um den
Rundfunkprogramm.
Freitag. 17. Januar.
ein Stück weiter, gleich am Waldanfang, stand noch eine Tafel, die eine sehr beherzigenswerte Mahnung verkündete:
Baum war eine Bank angebracht, auf der bequem ein ganzer Wanderverein Platz hatte. Seit Jahrzehnten war die „dicke Eiche" ein beliebter Treffpunkt der Umgegend. Kleine Feste wurden hier abgehalten. Tische und Bänke waren auf Stützen befestigt, die in den Erdboden geschlagen waren. Die „dicke Eiche" lud durch Jahrhunderte mit ihrer stolzen Schönheit und dem schützenden Laubdach zum Verweilen ein. Vor Jahren entstanden einige Risse im Stamm des Baumes und einzelne Aefte brachen ab. Damals griff die Gemeinde Kirch-Göns ein und ließ die Riffe mit Zement ausfüllen, und der Baum sproßte freudig weiter. Run aber muß er doch fallen. An seinem Stamm war ein kleines Schild befestigt, auf dem stand:
Vernimm den Gruß aus alten Zeiten von diesem tausendjähr'gen Baum, der heute noch mit grünen Zweigen dir spendet seinen Schattenraum."
6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fruhkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik 10.15: Schulfunk. 10.45: Hausfrau hör zu! 11.30: Bouernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten, Wetterbericht der Reichswetterdienststellen Frankfurt a. M. und Aachen. 14.10: Allerlei zwischen zwei und drei. 15: Wirtschaftsbericht. 16: Konzert der Kapelle Franz Hauck. 17: Holzblasinstrumente einst und letzt. 17.30: Reserve hat kaa Ruh! Ein Funk- bencht aus Butzbach. 18: Musik zum Feierabend. 19.45: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frank- K 2IU0: "Der fliegende Hol-
tander 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.45: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtmusik
m8gUchst billig durchführen zu können, erklärten sich auf Anregung des Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins die anwesenden Pferdefuhrwerksbesitzer bereit, die Wasserfuhren ohne Entgelt zu tätigen. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer wurde die anregend verlaufene Tagung geschlossen.
ch Daubringen, 15. Jan. Die jüngste Eintopfsammlung erbrachte in unserem Orte rund 53 Mark. Im gesamten Ortsgruppenbereich (Mainzlar, Daubringen und Staufenberg) kamen bei dieser Sammlung rund 143 Mark zusammen.
0 A nnerod , 15. Jan. Bei der gestrigen ersten diesjährigen Holzversteigerung aus dem Gemeindewald wurden gute Preise erzielt. Das Raummeter Buchenscheit kam auf durchschnittlich 11 Mark, Buchenknüppel 7 bis 8 Mark, Eichenscheiter 4,50, Eichenknüppel 4 Mark, Buchenstöcke 4 bis 4,50, Buchenreisig 7 (50 Wellen), Fichtenreisig 4,50 (50 Wellen). Nutzholz: Derbstangen 1. Klasse 1,20 bis 1,30 Mark das Stück, Eichenrundscheit 8 bis 9 Mark das Meter.
* Lich, 15. Januar. In unserer Stadt ergab die Eintopf spende am vorigen Sonntag den Betraa von 271,90 Mark. Die Sammlung der Kriegsopfer für das WHW. erbrachte rund 114 Mark
— Lich, 15. Jan. Gestern gegen 17 Uhr wurde unsere Stadt plötzlich in vollkommene Dunkelheit gehüllt. Bei Holzfällerarbeiten im Fürstlichen Wald auf dem Hardtberg oberhalb der Brauerei Jhring-Melchior wurde durch einen u inst ürzenden Baum d i e Hochspannungsleitung zerstört, wodurch jegliche Stromzufuhr unterbunden wurde. Durch die Trennung und Abschaltung der zerstörten Leitung war es möglich, in kurzer Zeit die Stadt wieder mit Licht- und Kraftstrom zu versorgen.
— .— Lich, 15.Januar. Der Zweigverein Lich des VHC. veranstaltete in Steins Saalbau sein diesjähriges A u s z e i ch n u n g s f e ft, zu dem sich die Mitglieder mit ihren Angehörigen in großer Zahl eingefunden hatten. Der VHC.-Chor leitete das Fest in sinniger Weise mit einigen. Wanderliedern ein. Nach einem Vorspruch der VHC.-Schwester Elfriede Freitag ergriff der 1. Vereinsführer, VHC.-Bruder Meckel, das Wort zur Begrüßung der VHC.-Schweftern und -Brüder und der Gäste. In seiner Ansprache betonte er-besonders, daß wir Deutsche mit allen Fasern unseres Herzens an unserer Heimat hängen, daß sie jedem echten Deutschen lieb und heilig sei, aber man könne seine Heimat nur lieb haben, wenn man sie kennt, und man lernt sie richtig kennen, wenn man ste sich erwandert. Innerlich sinniges Wandern erhebt den Menschen über die Einförmigkeit des Alltags, kräftigt Körper und Seele in gleicher Weise. Wandern führt hinaus in Gottes schöne Natur, macht bekannt mit Menschen, ihren Sitten und Gebräuchen. Zum Schluß seiner Ansprache forderte der Vereinsführer zu weiterer reger Mitarbeit und Beteiligung an den Wanderungen und zu erhöhter Werbung für die edle Wandersache auf. Im Anschluß hieran wurden verschiedenen Wanderern, die im vergangenen Jahre die nötige Anzahl Wanderungen mitgemacht hatten, die Auszeichnung verliehen. Die weitere Vortrags- folge brachte in buntem Wechsel verschiedene Musikstücke, Vorträge des VHC. - Chores, die Theateraufführungen „Das alte Lied" und „Der Nachtwächter" von Theodor Stornz, und dergleichen mehr. VHC.-Bruder Sam es trug in bekannter Weife außerordentlich zur Belebung und Verschönerung des Abends durch seine von ihm selbst verfaßten,' von herzerfrischendem, oberhessischem Humor durchpulsten Mundartdichtungen bei, die stürmischen Beifall fanden. Tanz beschloß den Abend.
* Harbach, 16. Jan. Am morgigen Freitag, 17. Januar, kann Fran Helene Keil, Wwe., geb. Fach, in geistiger und körperlicher Frische ihren 8 8. Geburtstag feiern.
D Weickartshain, 15. Januar. Durch die NSG. „Kraft durch Freude" wurde gestern abend im Saale des Gastwirts Hock der Film „Krach um Jolanthe" aufgeführt. Die zahlreichen Besucher folgten der Vorführung mit großem Interesse. Der Stellvertreter des Ortsgruppenleiters hielt zu Beginn des Abends eine kurze Ansprache und schloß nach der Vorführung die Versammlung in üblicher Weise.
Kreis. Schotten.
0 Laubach, 15. Jan. Die jüngsten Sammlungen für das WHW. erbrachten hier erfreulicherweise sehr gute Resultate. Durch den Verkauf der Plaketten mit dem Bildnis .
Großen gingen in Laubach ein 106,84 JJiarC, m Wetterfeld 16,60 Mark. Das Ergebnis der Em- topfsammlung betrug in Laubach 144,90 Mark, in Wetterfeld 23 Mark. ri .
* Groß-Eichen, 14. Jan. Die jüngste Eintopfgerichtsammlung, die von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr übernommen worden war, ergab hier den Betrag von 19,30 Mark.
Kreis Büdingen.
D Nidda, 15. Jan. Das Standesamts- r e g i st e r unseres knapp 2700 Einwohner zählenden Städtchens weist für 1935 folgende Zahlen auf: Eheschließungen 25, Geburten 45, Todesfälle 24. Als entsprechende Zahlen gelten für 1934: 23 — 34 — 30, für 1933: 27 — 22 — 21.
# Nidda, 15. Jan. Vor der hiesigen Schule ereignete sich heute vormittag ein schwerer U n - fall. Der etwa neunjährige Herbert Stadler, der von Bad Salzhausen täglich nach Nidda zur Schule fährt, wollte auf seinem Fahrrad unmittelbar vor einem Lastfuhrwerk eines hiesigen Baugeschäftes in den Schulhof einbiegen. In der ausgefahrenen Goffe des Fahrdammes kam der Junge jedoch mit dem Rade zu Fall, geriet unter Pferde und Fuhrwerk und erlitt in der Folge i n - nere Verletzungen, die seine Ueberführung in die Klinik nach Gießen notwendig machten. Ob der bedauernswerte Knabe unter den Hufen der scheu gewordenen Pferde oder unter den Rädern des schwerbeladenen Wagens zu Schaden kam, konnte bisher noch nicht völlig einwandsrei festgestellt werden. Die bedauernswerte Familie Stadler ist um so schwerer betroffen, als gegenwärtig auch der Vater des Knaben einer Operation wegen in der Gießener Klinik liegt.
Kreis Alsfeld.
* Homberg, 15.Jan. Bei einem Unglücksfall während der Arbeit erlitt der 23 Jahre alte Wagner und Holzhauer Wilhelm Pfeil von hier einen Unterschenkelbruch, der seine Ueberführung nach Gießen zur Chirurgischen Klinik erforderlich machte.
Preußen.
Kreis Wehlar.
0 Lützellinden, 15. Jan. Unter starker Anteilnahme der Gemeindemitglieder aus Lützellinden und Hörnsheim, der Kreissynode und vieler Freunde und Bekannten fand hier die Beerdigung von Pfarrer Koch statt. Die große Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt, die Trauerfeier mußte sogar durch Lautsprecher auf den Kirchenplatz übertragen werden. Vor dem Altar war, umgeben von frischem Grün und vielen Blumen, der Verstorbene aufgebahrt. Nach einem gemeinsamen Lied der Gemeinde, nach dem Gebet des Vorsitzenden der Kreissynode, Pfarrer Schmidt (Wetzlar), und einem Lied der Schulkinder hielt Pfarrer Schmidt die Predigt. Er würdigte die einfache, anspruchslose Persönlichkeit des Verstorbenen, schilderte ihn als Stütze und Stab seiner Familie, als einen Segen für seine beiden Gemeinden, als den Vertrauensmann t. . Pfarrer bei der Kreissynode, als den verdienstvollen Präses des Jungmännervereins und als den eifriaen Förderer der Inneren und Aeußeren Mission. Nach einem weiteren gemeinsamen Lied hielt auch Pfarrer V ö - me l, ein naher Freund des Verstorbenen, eine kurze Predigt, in der er Pfarrer Kochs letzte Wünsche als Hirte und Seelsorger der Gemeinde und als Seelsorger der Jugend zum Ausdruck brachte. Anschließend verlas Pfarrer V ö m e l den Lebenslauf des Dahingeschiedenen, der nach 38jähri- ger Tätigkeit in der Gemeinde abberufen wurde Nach einem Lied des Frauenchors sprach Pfarrer Schmidt Vaterunser und Segen. Der Posonen- chor beschloß die Feier in der Kirche mit einem weiteren Chorlied. Nach der Feier in der Kirche bewegte sich ein stattlicher Trauerzuq nach dem Friedhof. Kriegerkameradschaft, Männergesangverein, Junamännerverein, Frauenverein, Gemeinde, Ge-
Anzeigers. ___
ßitt Kaplan vor dem Sondergericht.
QsnT. Frankfurt a.M., 15. San. Das Son- h??/p'r^cht verhandelte unter Ausschluß der O f /ntlichk?it g° °n den Kaplan J°,ef Wil, in nururfel der beschuldigt wurde, sich gegen § 1
Gesetzes zur Bekämpfung heimtückischer Angriffe ueaen Staat und Partei vergangen zu haben. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu s e ch s M o - naten Gefängnis. Der Angeklagte wurde so- fort verhaftet. ___
Jüdische Metzgerei geschlossen.
LPD Offenbach a.M., 15.Jan. Die Pressestelle der Polizeidirektion Offenbach a. M. teilt mit:
Durch eine überraschende Revision durch Beamte der Lebensmittelpolizei in dem Metzgereibetrieb der Jüdin Appel, geb. Salomon, in Offenbach, Biederer Straße 79, wurde folgendes festgestellt: Der Fleischzerlegungsraum befand sich in einem total verschmutzten, ekelerregenden Zustand. Es herrschte darin, ebenso wie im Kühlraum, der aber trotz des warmen Wetters außer Betrieb war, eine große Unorbnuna. Nach dem Gutachten von Sachverständigen,'die bei der Revision herangezogen wurden. waren im Kühlhaus sämtliche Eisenteile, wie Fleischgehänge und sonstige Gestänge, vollständig verrostet. Die Wurstküche sah „eher einer verrußten Schmiede ähnlich, als einem Raum, in dem Lebensmittel hergestellt werden sollen". Auf einem Tisch im Fleischzerlegungsraum lagen eine Anzahl Leberwürste, die schmierig und Übelriechend waren und verkauft werden sollten. Im Kühlraum wurden zwei Eimer mit Fleisch- und Wurstwaren vorgefunden, die bereits zersetzt waren. An einem Fleischhaken hingen Teile einer Leber, die nach den Angaben des Ehemanns Appel noch verwendet werden sollten, aber als ungenießbar angesehen werden mußten. Das Kreisamt Offenbach hat auf Grund dieser Tatsachen auf Antrag der Polizeidirektion Offenbach, im Einvernehmen mit dem Kreisveterinäramt und der Fleischerpflichtinnung für den Kreis Offenbach, den Geschäftsbetrieb geschloffen.
mcschter Chor, Schulkmd-r^ dem
Pfarrer der Synode^nahmen rcin Zwei 9te-
Friedhof sang der Bibelwort von Pfarrer
der. Nach einem kurzen öc5 verstorbenen
Schmidt wurden am ^^gelegt. Nachdem Pfarrers zahlreiche rnsheim und Lützel-
der Gemischte Chor von gesungen hatte, gelinden noch ein @nnobefl nacheinander mit
dachten öie ^arrer bf,rref^gegangenen Amts- je einem Bibelspruch ihr-- UMS ° v ch und fein LLL7L»-» S».-
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„Heilig sei dir Flur und Wald, ein jeder Baum, ob jung, ob alt. Die Finger weg vyn Blum und Strauch, denn andre freuen im Wald sich auch."
Kreis Friedberg.
# Butzbach, 15. Jan. Die hiesige Krieger- kameradschaft beging bei starkem Besuch einen Familienabend im großen Saal des „Hessischen Hofes". Nach einleitenden musikalischen Darbietungen und einem Prolog begrüßte der Kameradschaftsführer, Strafanstaltsdirektor Bausch, die Besucher, insbesondere die Vertreter der Wehrmacht, und wies dabei auf die unermüdliche nationale Aufbauarbeit hin, die von jeher in den Kriegervereinen herrschte. Der Führer der Kreiskriegerkameradschaft, Amtsgedichtsdirektor Stumpf, sprach sodann über die politische Lage in Europa. Ein Lustspiel und andere unterhaltende Darbietungen sowie Tanz beschlossen die Veranstaltung.
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