Ausgabe 
15.12.1936
 
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Mehr Särge als

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Besorgte Aussprache über den Gesundheitszustand in Frankreich.

Tschechische Spiegelfechterei.

Minister Krosta über die Zukunst der Sudetendeutschen.

Peiping, 14. Dez. (DNB.) Gut informierte chinesische Kreise wollen darüber unterrichtet sein, daß bei der Meuterei in Sianfu der Chef der Ge­heimkanzlei des Marschalls Tschangsueliang, L i Tientsin, die Hauptrolle gespielt habe. Li Tien­tsin, der bereits im Jahre 1927 unter dem Verdacht

Die Wiener Polizei hat in den letzten drei Tagen schlagartig in zahlreichen Bezirken eine große Nachrichten-Organisation der Kommunisten aufgedeckt, die als Wirtschafts­organisation getarnt war. 126 Personen, darunter mehrere Juden, wurden in Haft genommen und zahlreiches Propaganda- und Nachrichtenmate­rial, das auch die Verbindung mit ausländischen Stellen beweist, beschlagnahmt.

Paris, 15. Dez. (DNB. Funkspruch.) In der Kammer kam es zu einer lebhaften Aussprache über die körperliche Ertüchtigung in Frankreich und über den niedrigen Gebür­te n st a n d. Der Finanzminister betonte, daß für die Körpererziehung in diesem Jahre 85 Millionen Francs eingesetzt seien, gegenüber nur 54 Millionen im Vorjahr. Für die Pflege der öffentlichen Ge­sundheit sehe der Haushalt 700 Millionen Francs mehr vor, als im Vorjahre, nämlich 1732 Millionen.

Ein Abgeordneter wies darauf hin, daß die Be­völkerung Frankreichs seit 1 8 7 0 ständig um 38 Millionen schwanke, während die deut­sche ständig anwachse. Wenn Frankreich keine geeig­neten Maßnahmen ergreife, werde vald seine To­desstunde schlagen. Daher müsse man die Farni - lienunter st ützungen erhöhen. In Deutsch­land sei die Geburtenkuroe gestiegen, weil man jedem jungen Ehepaar eine Anleihe von 1000 Mark gebe, und weil die Familie mit mehr als drei Kin­dern geldliche Vorteile bekäme. Hervorgehoben wurde auch die ständig steigende Zahl der G e i - steskranken in Frankreich.

Dazu bemerkte der Minister, Frankreich stelle mehr Särge her als Wiegen. Man müsse die Ge­burten begünstigen und die Sterblichkeit bekämpfen. Zwischen Familienunterstützung und Geburtenzahl bestände aber kein Zusammenhang. Der Minister

Wladiwostok gefolgt.

Werkzeug eines kommunistischen Drahtziehers.

Rote Werber von der Bevölkerung erschossen.

Die Bevölkerung weigert sich, für die Roten zu kämpfen.

Salamanca, 15. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der nationale Rundfunksender berichtet, daß dieser Tage Abgesandte des Madrider Verteidigungsaus­schusses und Anführer der roten Horden in der Provinz Badajoz Einwohner fürdie Madrider Front werben wollten. Die Bevölkerung, oor allem aber die Frauen des Ortes, geriet darüber in große Erregung und erklärte, daß sie nicht daran dächte, sich zumSchlachthof" Madrid treiben zu lassen. Es kam sogar zu einem regel­rechten Aufruhr, an dem sich auch die kommu­nistische Bevölkerung der Umgebung beteiligte. Die Bevölkerung beschloß schließlich, die Madrider Ab­gesandten und den kommunistischen Ausschuß, der die Stelle des Gemeinderates vertrat, zu ver­haften. Madrids Sendlings und die Angehöri­gen des kommunistischen Ausschusses wurden dann erschossen.

Neue nationalistische Erfolge vor Madrid.

Lissabon, 15. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Ge­neral Queipo de Llano teilte am Montagabend mit, daß die nationalistischen Truppen an der Front vor Madrid den Vorort Boadilla del Monte nach schwerem Kampf besetzt hätten, wo­bei ihnen große Mengen von Kriegsma­terial in die Hände gefallen seien. Die Bolschewisten hätten 42 Tote zu verzeichnen. Aus Wut über ihren Mißerfolg hätten die Bolschewisten darauf den Wallfahrtsort Virgin de la Cabeca bombardiert, wo sich eine große Zahl von Frauen und Kindern, die dort Schutz gesucht hätte, befand.

«leine politische Nachrichten.

Der Führerund Reichskanzler hat Seiner Majestät König Georg VI. von Großbritannien seine aufrichtigsten Glückwünsche zum Ge­burtstag telegraphisch übermittelt.

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Der Führer und Reichskanzler hat dem Präsidenten der Republik Finnland Svinhufvud zum 75. Geburtstag aufrichtigste Glückwünsche telegraphisch übermittelt.

Dr. K o s o l a, der bekannte Führer der von chm ins Leben gerufenen Lappo-Bewegung, ist plötzlich an den Folgen einer Lungenentzündung im Kirchdorf Lappo g e st o r b e n. Die Lappo-Bewegung stand im Jahre 1930 auf der Höhe ihres Einflusses, als Kosola an der Spitze von 10 000 Lappo-Männern in Helsinki einzog und den finnischen Reichstag ver­anlaßt«, die kommunistische Partei in Finnland ge­setzlich zu verbieten.

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Der Danziger Senatspräsident Greiser empfing den diplomatischen Vertreter der Republik Polen, Minister Dr. P a p e e, um über den Genfer Auftrag an Polen zu verhandeln. Senats­präsident Greiser erklärte, daß Danzig bereit sei, den Auftrag, den Polen vom Völkerbund erhalten habe, als gegeben anzuerkennen. Die Bespre­chungen werden in den nächsten Tagen beginnen.

Die vor einiger Zeit im Zusammenhang mit den Studentenkundgebungen geschlossene Warschauer Universität wird in den theologischen und medizinischen Abteilungen wieder eröffnet werden. Sämtliche Studenten müssen sich neu immatrikulieren lassen.

Karte zu dem Umsturzversuch in China. (Scherl-M.) blutigen Auseinandersetzungen gekommen sein. In Loyang kam es zu einem Zwischenfall, als der Kommandeur der dortigen Tschanghsüliang-Truppen den Befehl zur Besetzung der Banken und zur Uebernahme der städtischen Amtsgeschäfte nicht aus führte, sondern Meldung an den Befrie­dungskommissar erstattete. Daraufhin erfolgte die Entwaffnung der Tschanghsüliang-Truppen in Loyang. Marschall Tschiangkaischek hat von Sianfu aus seiner Frau nach Nanking telegraphisch mit geteilt, daß es ihm gut ginge und daß kein Grund für Besorg­nisse um seine Sicherheit vorhanden sei. Es ver­lautet, daß die Truppen Tschanghsüliangs fieber­haft damit beschäftigt sind, Verteidigungs­anlagen außerhalb Sianfus herzustellen. Ihre Arbeit'wird durch Regierungsstugzeuge gestört. Die Regierung setzt die Bemühungen, um die Frei- lassungTschiangkaischeks zu erreichen, fort.

Tokio meldet die Ermordung Tschianakaischeks.

verhaftet worden war, zum damaligen Bot» schafter der Sowjetunion in Peiping geheime Beziehungen unterhalten zu ha­ben und für die Komintern zu arbeiten, war seiner­zeit auf Befehl Tschanghsueliangs freigelassen und zum Leiter seiner Geheimkanzlei bestellt worden. Man will darüber unterrichtet sein, daß Li Tientsin die ganze Zeit über mit den Befehlshabern derchinesischenRotarmeenin Verbindung gestanden hat. In Peiping vermutet man, daß in Sianfu zahlreiche europäische Kornmuni. st en weilen.

Englische Befürchtungen.

London, 14. Dez. (DNB.) Die englische Oeffentlichkeit ist über die Meldungen aus China außerordentlich beunruhigt. In der Gefangensetzung Tschiangkaifcheks glaubt die Dresse unter Umstan­den den Auftakt zu einer russisch-japanischen bzw. chinesisch - japanischen Auseinandersetzung erkennen zu können. Nach einer Meldung desDaily Expreß" hat Sowjetrußland bereits starke T r u p - penoerstärkungen an seine Ostgrenze ge­worfen. Dem aufständischen Marschall sollen in den nördlichen Provinzen 300 000 Mann zur Verfügung stehen. Er fordere eine geschloffene Front gegen Japan und eine sozialisttsche Verfaffung.

Loyaliiätserklärunqen für Nanking.

Nanking, 14.Dez. (DNB.) Die Gouverneurs der Provinzen Schantung, Kwantung, Hopei,Yuen- nan, Schanfi und Hunan haben Loyalitätserklärun­gen an die Nanking-Regierung übersandt. Eine Konferenz des Hopei- und Schachar-Komitees hat zusammen mit Vertretern der 29. Armee den Be­schluß gefaßt, sich bedingungslos den Befehlen der Nanking-Regierung zu unterstellen. Die gesamte Nankinger Presse verurteitt die Meuterei Tschang­hsueliangs und ermahnt das chinesische Volk, der Nankinger Regierung als der einzig rechtmäßigen Regierung Chinas zu folgen. Im ganzen Lande, mit Ausnahme Sianfu selbst, soll Ruhe herrschen.

Karlsbad, 14. Dez. (DNB.) Der tschechoslo­wakische Außenminister Dr. Krosta sprach hier über Die Deutschen im tschechischen Staat". Als grund­legende Tatsache müsse zunächst festgestellt werden, daß die Tschechen das eigentliche historische Volk des Staates seien, der die Frucht des gemeinsamen Kampfes der Tschechen und Slowaken fei. Nichts­destoweniger müsse aufrichtig taljin gestrebt wer­den, das deutsche Problem in der Tschechoslowakei zu lösen. Der Minister lehnte die Abtrennung des deutschen Gebietes des Staates ent­schieden ab. Es sei schwer zu glauben, daß sich das heutige Deutsche Reich nach unseren deutschen Landsleuten seynen könnte, von denen nur ein ge­ringer Teil all den strengen Anforderungen, die die Theorie über die Rasfenreinheit der deutschen Nation stelle, entsprechen würde. (!) Außerdem könne man die geographische und wirtschaftliche Ver­bundenheit der von den Deutschen bewohnten Teile des Staates mit dem übrigen Gebiet nicht übersehen. Ebenso unmöglich sei aber auch eine Tsche- chisierungder Deutschen.

Eine andere Lösung, aus allen Völkern der Tschechoslowakei eine einzige Staats- Nation zu bilden, sei aus demselben Grunde ausgeschlossen. Aber auch eine Lösung nach Schweizer Mu st er wäre undurchführ­bar, da in der Tschechoslowakei dazu die dort ge­gebenen geschichtlichen Voraussetzungen fehlen. Der Minister verwies auf seinen früheren Ausspruch, daß die Deutschen das zweite Staatsvolk in der Tschechoslowakei seien. Die Voraussetzung dafür wäre, daß die Deutschen in der Tschecho­slowakei ihre dauernde Heimat sähen.

Eine volle territoriale Autonomie der Sudetendeutschen lehnte der Minister eben­falls ab. Die Sudetendeutschen strebten übrigens etwas Aehnliches gar nicht ernstlich an. Hingegen habe die deutsche Forderung nach Verwal­tungsdezentralisation auf tschechoslowa­kischer Seite grundsätzliches Verständnis ge­funden. Die nationale und kulturelle Selbstverwaltung sei zum großen Teil be­reits erfüllt. (?) Es handele sich darum, den Deut­schen einen gehörigen Anteil an der öffent­lichen Macht im Staate und eine ange­messene Vertretung in den öffentlichen A e m t e r n sicherzustellen. Die Deutschen müßten ihrerseits zu der Erkenntnis kommen, daß ihre nationale Existenz in der Tschechoslowakei ebenso­wenig in Frage gestellt sei, wie ihr natürlicher Zu­sammenhang mit der deutschen Volksgemeinschaft.

Tokio, 15. Dez. (DNB. Funkspruch. Osiasien- dlenst des DNB.) Nach einer in den ersten Morgen­stunden des Dienstags in Tokio eingetroffenen Eilmeldnng aus Schanghai soll Marschall Tschiangkaischek und die mit ihm gefange­nen Generäle in Sianfu getötet worden fein.

Moskaus Aufmarsch im Fernen Osten.

London, 15. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Lon­doner Blätter berichten, daß die Hauptsorge der Nankinger Regierung die Möglichkeit eines Zu­sammenschlusses zwischen den aufständischen Streit­kräften und der chinesischen roten Armee sei. Die Regierung treffe jetzt Vorbereitungen, um einen Keil zwischen diese beiden Armeen zu treiben. 30 chinesische Militärflugzeuge hätten am Montag Si­anfu überflogen, wo Marschall Tschiangkaischek als Gefangener sitzt. In Nanking habe man die lieber* Beugung, daß, wenn es gelingt, einen vorherr­schenden Einfluß der Roten zu verhindern, die Frei­lassung ausgehandelt werden könnte.

Der militärische Mitarbeiter desDaily Tele­graph", Generalmajor Temperley weiß zu berich­ten, daß die japanische Regierung ein Flugblatt habe verteilen lassen, in dem auf die Notwendigkeit der Auffüllung der Armee im Hinblick auf die wachsende militärische Stärke Sowjetrußlands und Chinas hingewiesen werde. Während Japan vor zwei Jahren noch im Fernen Osten entschieden stärker als Sowjetrußland gewe­sen sei, habe sich durch die ständige Entsendung von Verstärkungen der sowjetrussischen Armee in die Transbaikal - Provinzen das Bild zugunsten Sowjetrußlands langsam geändert. Obwohl Japan 17 Divisionen zur Verfügung habe, könne nur ein Teil in der Nordmandschurei eingesetzt werden. Ge­neralmajor Temperley glaubt, daß die Sowjets im Fernen Osten 10 Divisionen mit etwa 600 Flugzeugen stehen haben.

DerDaily Expreß" schreibt, daß bei der Gefangen­setzung des Marschalls Tschiangkaischek Stalin seine Hand im Spiele gehabt habe. Nach einer zweistündigen Konferenz im Kreml sei der

Oberbefehlshaber der roten Armee im Fernen Osten, Marschall Blücher, im Flugzeug nach dem mili­tärischen Stützpunkt Chabarowsk gesandt wor- Zwei Geschwader der roten Luftflotte feien ihm zur Verstärkung der sowjetrussischen Streitkräfte in

Bombardement auf Sianfu.

Peiping, 14. Dez. (Ostasiendienst des DNB.) Nach den letzten hier eingetroffenen Meldungen haben Bombenflugzeuge der Zentral­regierung begonnen, Sianfu mit Bom­ben zu belegen. Der Bahnhof soll in Flam­men stehen. Zuverlässigen Nachrichten zufolge lehnten große Teile der Armee Tschanghsüliangs ab, sich weiterhin an der Meuterei zu beteiligen. Es oll innerhalb der Streitkräfte Tschanghsüliangs zu

mals noch mitten in Anatolien stehenden Griechen zu bekommen, willigte Kemal ein, daß das G e - biet von Alexandrette und Antiochia beim syrischen Mandat bliebe unter der Voraus­setzung einer Kultur- und Verwaltungs­autonomie für die in den beiden genannten Sandschaks (Kreisen) wohnenden 280 000 Türken. Das jüngst abgeschlossene französisch-syrische Abkommen, das das Mandatsverhältnis be­endet und Syrien seine staatliche Selbständigkeit zuerkennt, hat nun die Türkei mit der Forderung beantwortet, Alexandrette und Antiochia von Syrien abzu trennen. Alexandrette, ein Gebiet etwa von der Größe Braunschweigs, liegt nahe dem Schlachtfeld von Ässus, auf dem Alexander der Große im Jahre 333 v. Chr. den Perserkönig Darius schlug. Der Hafen ist der beste an der syrischen Küste und ein wichtiger Umschlagplatz für den Durchgangshandel von Iran (Persien) her. Die Bagdad-Bahnlinie erschließt dem Hafen Alexandrette ein gewaltiaes Hinterland, das durch eine leicht zu schaffende Verbindung bis nach Iran von Be­deutung fein könnte. Die das Gebiet von Aleran- drette vorwiegend bewohnenden Türken und Kur­den wollen begreiflicherweise von einer syrischen Republik, in der sie eine nur schwache Minderheit bilden würden, nichts wissen, und verlangen die Autonomie des Sandschaks. Diese Forderung hat nun die Türkei sich zu eigen gemacht und vertritt sie vor dem Völkerbundsrat in Genf. L.

EnglanvfeindtichepropagandaimZrak.

London, 15. Dez. (DNB. Funkfpruch.) Der Führer der arabischen Aufständischen in Palästina, Fauzi Bey, der nach der Beilegung des Gene­ralstreiks nach dem Irak fluchtete, entfes­selte dort, wie derDaily Telegraph" meldet, eine heftige Propaganda gegen Palästina. Fast täglich halte er in Bagdad aufreizende Reden, in denen er erklärte, daß die Engländer aus dem mittleren Osten vertrieben werden müßten; er versuche, eine Armee aufzustellen, die nach seinen eigenen Worten die Aufgabe haben solle, Die Engländer ins Meer zu treiben. Die Pro­paganda Fauzi Beys sei angesichts der in Bagdad herrschenden politischen Lage eine ernste Gefahr, da die Kundgebungen von vielen irakischen Würden- trögern unterstützt würden. Fauzi Bey brüste sich damit, Hunderte von brittschen Soldaten niederge­metzelt zu haben. Der ganze Irak glaube, daß Fauzi die britische Armee geschlagen habe. Auch in den Moscheen des Irak werde eine intensive Propa­ganda für d i e Vertreibung der Juden aus Palästina veranstaltet.

glaubte dann, die Maßnahmen in Deutsch» land krittsieren zu müssen. Er entarte, wenn es nur natürlich sei, daß man die Geburten in Ländern mit geringer Bevölkerungsziffer begünstige, so sei es widernatürlich, das in solchen Ländern zu tun, die nicht genügend Lebensmöglichkeit für eine größere Bevölkerung böten. In S o w j e t r u ß l a n d hin­gegen hatten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse gebessert; dort werde man bald 400 Millio­nen Einwohner zählen. Seit drei Jahren sei dort die Bevölkerungszahl wieder im Ansteigen, nachdem man die früher erlaubte Abtreibung unter Strafe gestellt habe. Der Minister bedauerte weiter, daß Frankreich die höchste Sterblichkeitsziffer habe. Der Alkohol und die Tuberkulose töteten viele Menschen. Frankreich sei tatsächlich das Land, in dem am meisten Alkohol verbraucht werde. Auch stehe Frankreich mit der Zahl seiner (3 e i ft e s = kranken an der Spitze. Paris zähle 340 Geistes­kranke auf je 100 000 Einwohner. Das fei der stärkste Anteil in ganz Europa. Abschlie­ßend erklärte der Minister, nachdem die Verteidi­gung der Grenzen gesichert sei, müsse man daran denken, d i e Lebenskraft der französi­schen Rasse zu stärken. Das sei eine notwendige Vorbedingung für den Fortbestand der Nation.

Wenn man von deutscher Seite auf die Rede Kroftas fo antworten wollte, wie sich das eigentlich gehörte, dann müßte man ein dickes Buch zufam- menschreiben. Denn jedes Wort dieser Rede ist eine Tatsachenverdrehung. Aber jedes Wort gleitet auch über die tausendfachen Beschwerden der Sudetendeutschen hinweg und nicht nur über die Beschwerden, sondern auch über das, was tatsäch­lich von tschechischer Seite zur politischen Entrech­tung und wirtschaftlichen Vernichtung, damit zur Verelendung aller deutschen Staatsbürger und zum schließlichen Aussterben Der sudetendeutschen Bevöl­kerung getan wird. Wir können uns nur mit eini­gen Behauptungen auseinandersetzen, die das Aus­land über das tschechisch-deutsche Verhältnis auf tschechischem Staatsgebiet täuschen sollen. Da hat Krosta kühl und gelassen erklärt, daß die nationale und kulturelle Selb st Verwaltung der Deut­schen zum größten Teil bereits erfüllt sei. Gerade um diese nicht vorhandene Selbstverwaltung geht dauernd der Kampf. Das Sudetendeutschtum wird in der Tschechoslowakei schlimmer behandelt als das schwarze Sklavenvolk in der ersten Hälfte des ver­gangenen Jahrhunderts am Miffifippi. Allen Kla­gen über die tschechische Entnationalisierungspolitik tritt Krosta mit dem Hinweis entgegen, daß sich die Deutschen gar nicht entnationalifieren ließen. Warum werden dann aber deutsche Kinder gezwun­gen, in tschechische Schulen zu gehen? Warum will man aus ihnen mit aller Gewalt Tschechen machen? Noch ein drittes Problem wollen wir herausgreifen: die von Krofta selbst aufgeworfene Frage einer Ab­trennung des deutschen Gebietes und Angliederung an das Reich. Es sei schwer, so meinte Krosta, zu glauben, daß sich das heutige Deutschland nach seinen deutschen Landsleuten auf tschechischem Boden sehne.

Uns fällt es schwer zu glauben, daß ein Mann wie Krofta überhaupt fähig war, derartige Argu­mente über seine Lippen zu bringen, die nicht nur eine Verhöhnung deutscher Staatsgrundprinzipien, sondern auch eine Beleidigung der Sudetendeutschen bedeuten. Niemand wird einem tschechischen Mini­ster ein Bekenntnis zur Austeilung seines Staates zumuten, aber die tatsächliche Verwirklichung eines Programms, wie es Krofta selber angedeutet hat und das ein Minimum dessen daritellt, was bw Sudetendeutschen verlangen müssen, rann mir Der endlichen Befriedung zwischen beiden Volkern und damit der Konsolidierung des tschechoslowakischen Staates dienen. Aber davon ist die Prager Politik noch meilenweit entfernt.

Tschiangkaifcheks Schicksal ungewiß

Widersprechende Meldungen.

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