Ausgabe 
15.10.1936
 
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Einweihung des neuen Schulhauses der Oeffentlichen Handeisiehransialt Gießen.

Mit einer schlichten Feier übergab gestern vormit­tag die Oeffentliche Han­delslehranstalt Gieszen ihr neues Schulgebäude am Wernerwall 11 seiner Be­stimmung. Die Feier für dieses im Rahmen der Schule und darüber hin­aus für unsere Stadt be­sondere Ereignis fand aus räumlichen Gründen in der dem Schulhaus gegen­überliegenden Turnhalle desTurnvereins 1846 statt. Zur Feier hatten sich zahl­reiche Gäste und Freunde der Schule eingefunden. Vertreter der Partei, der Provinzial- und Kreis- behärde, der Stadtver­waltung, der Wehrmacht, der SA. - Standarte 116 und des Arbeitsdienstes nahmen daran teil und würdigten damit die Ar­beit der Schule. Die El­ternschaft, sowie Schäle-

Haus Wernerwall 11, das neue Heim der OeHL.

rinnen und Schüler des

gegenwärtigen Schuljahres, sowie auch früherer Jahrgänge, hatten sich ebenfalls zahlreich ein­gefunden. Die Turnhalle war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Bühne der Halle war mit frischem Grän und einem großen Bild des Führers, die Halle selbst mit Fahnen des Dritten Reiches ge­schmückt. Der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter der Stabführung von Musikzugführer Herrmann leitete die Feier mit demEinzug der Sänger auf der Wartburg" aus der OperTannhäuser" von Richard Wagner ein.

Sodann begrüßte der

Präsident der Industrie- und Handels­kammer Or. E. Pauly

die zahlreien Gäste. Er bedauerte, daß zwei Grün­der, die Herren Kommerzienrat Schirmer und Professor Dr. Feld, sowie zwei um den Aufbau der Schule sehr verdiente Lehrkräfte, die Herren Dr. Heun und Dehmer, an der Feier nicht teilneh­men konnten. Er sprach sodann herzlichen Dank allen denjenigen aus, die dazu beitrugen, daß der Schule ein neues Schulhaus gegeben werden konnte.

Er dankte besonders der Landesregierung, sowie der Stadtverwaltung und verschiedenen Stiftern für freundliches Entgegenkommen.Er dankte ferner dem Hochbauamt unserer Stadt und den Handwerkern für ihre saubere Arbeit. Sodann hielt der

Leiter der Schule Direktor Dr. Kruse

eine längere Ansprache, in der zunächst auch er allen den fördernden Stellen herzlichen Dank sagte, ins­besondere aber der Industrie- und Handelskammer als der Trägerin der Schule. In seinen weiteren Ausführungen umriß der Redner die Bedeutung der Schule in zahlenmäßiger Hinsicht und nach ihrem Charakter als mittlere Schule. Er hob ihren erzieherischen Wert hervor und ihre Bedeutung als Aufbaufchule, die eine abgeschlossene gehobene Bil­dung vermittle. Er kam kurz auf die Zusammen­setzung des Schülerkreises zu sprechen und betonte, daß die Schule besonders den kaufmännischen Nach­wuchs aus dem nördlichen Oberhessen erfassen wolle und erfasse. Dr. Kruse gab in seinen weiteren Aus­führungen noch einen Ueberblitf über den Lehr­körper, der trotz des großen Mangels an Fachlehr­kräften mit neun Herren und drei Damen stark be­

setzt sei und eine gründliche Ausbildung garantiere. Zum Abschluß gab der Redner noch einen geschicht­lichen Ueberblick über die Entwicklung im Laufe der zwölf Jahre des Bestehens der Schule.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler ein ge­meinsames Lied gesungen hatten, ergriff

Helst im Kamps gegen Hunger und Käste?

Der Arbeiter der Stirn und der Faust ist sich heute bewußt, daß er den wesentlichsten Bestand-

Stadt- und Kreis-Schulrat Nebelirg das Wort, der im Auftrage der Landesregierung, des Stadt- und des Kreisschulamtes und für die Gäste sprach. Er entbot der Industrie- und Han­delskammer und der Oeffentlichen Handelslehr­anstalt die herzlichsten Glückwünsche der von ihm vertretenen Stellen. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß die neue Schule den Lehrern und allen Schü­lern eine liebe Arbeitsstätte werden möge. Möge das neue Haus und die darin geleistete Arbeit ins­besondere dem Kaufmannsstande, aber auch der ge­samten Wirtschaft sowie der Industrie und darüber hinaus dem ganzen deutschen Bolk zugute kommen. Ausschlaggebend für den Erfolg der Schule fei nicht das neue Haus, sondern der Geist, der die Schul­gemeinschaft erfülle. Es sei richtig, daß nicht nur Tische und Bänke beim Umzug in das neue Haus mitgenommen wurden, sondern auch der Geist der Schule, der sie bisher charakterisiert habe. Der Geist, der die Schule beherrsche, müsse immer der einer nationalsozialistischen Pflichtauffassung und Pflicht­erfüllung fein, und in diesem Geiste die Arbeit der Schule fortzuführen und zu vertiefen, sei große Aufgabe. Betrachten Sie es als Leh­rer, so wandte er sich an den Lehrkörper, als ihre höchste Pflicht, deutsche Menschen zu er­ziehen, die pflichtbewußt und in voller Hingabe ihren Beruf auszuüben bestrebt sind. Für die Schüler sprach er die Mahnung und Erwar­tung aus, daß sie mit Fleiß und Ausdauer be­strebt sein möchten, in steter Arbeitsfreude ihre Leistungsfähigkeit zu stei­gern, um dereinst in ihrem Aufgabengebiet so tätig fein zu können, wie es für unsere Volks­gemeinschaft notwendig sei. Jeder müsse seinen Posten ausfüllen, da ja weder die Schule noch die Wirtschaft ein eigenes Ziel haben können, son­dern beide darauf aus- gerichtet sein müßten, dem Dolksganzen zu die­nen und dem deutschen Volke die Existenz zu sichern. Wenn die Schule

teil des deutschen Volkes darstellt. Lr Ist organisiert in der großen Front aller Schaffenden. Diese Front der Arbeit wird am 17. und 18. Oktober sich für den Kampf gegen hunger und Kälte einsehen. Eine ehemals zerrissene und uneinige Arbeiterschaft wird im Glauben an die Zukunft dieses Volkes sich am 17. und 18. Oktober zur Verfügung stellen.

in diesem Geiste wirke, werde auch sie ihren Auf­gaben im Dritten Reiche gerecht werden.

Zum Abschluß der Feier hielt Dr. Pauly noch eine kurze Ansprache, in der er auf die Arbeit des Schulleiters einging und dessen aufopfernde Tätig­keit schilderte. Seine Worte klangen aus in einer Würdigung des großen Aufbauwerkes des Führers Adolf Hitler. In das dreifacheSieg-Heil!" auf den Führer stimmte jedermann kräftig ein. Das Deutsch­land- und das Horst-Wesiel-Lied beschlossen die Feier. Die zahlreichen Gäste besichtigten im An­schluß an die Feier die neuen und vorbildlichen Einrichtungen des neuen Schulgebäudes, über die wir bereits berichteten.

Präsident Pauly von der Industrie- und Handelskammer Gießen (links) und der Leiter der Schule, Dr. Kruse, im Gespräch.

(Aufnahmen [2]: Pfaff, Gießen.)

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