Ausgabe 
15.10.1936
 
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Führer aus.

Einbrüche am laufenden Band.

Ge­

zeigt sein dunkles

liegt ein kleines,

schmeichelhaft, sich

sagt er zwanglos.

um vor

Leder Hilst dem WHW.I

Opferspenden vom Lohn oder Gehalt sind an das Winterhilfswerk des Deutschen Vol­kes. Kreisführung Wetterau in (Sie* feen, Postscheckkonto Jlr. 23 633, oder auf dessen Bankkonto 6100 bei der Bezirkssparkasse Gießen zu überweisen.

markt mit seinen Ständen besetzt, schätzungsweise mögen es rund 150 Stände gewesen sein, so daß er damit die Zahl der beiden Vorjahre erreichte; auch die Ausgestaltung des Juxplatzes war reich- holtig.

In den Gastwirtschaften, Bäckereien und Metz­gereien herrschte starker Betrieb, der bis in die späten Nachtstunden andauerte Sowohl bei den Ständen des Marktes, als auch in den Geschäften der Stadt war stets starker Andrang zu bemerken, und die vielen heimkehrenden, mit allerlei Gegen­ständen und Paketen beladenen Marktbesucher lassen auf guten Verkauf schließen. Arn späten Nachmittag begann in allen Sälen der Stadt, einschließlich der Turnhalle, der Tanz, der bis in die späte Nacht hinein dauerte. Die Marktwache, sowie die durch auswärtige Kräfte verstärkte Polizei fand bis zum Abend keinen Anlaß zum Eingreifen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß der Hauptmarkttag einen guten Verlauf genommen und damit wieder bewiesen hat, daß der Gallusmarkt ein Markt und Volksfest von großer wirtschaftlicher Bedeutung für Grünberg und seine Umgebung ist.

Der Donnerstag, als zweiter Markttag, bringt die Fortsetzung des Krämermarktes und der Volks­belustigung. Äm Sonntag findet in der Turnhalle die Ziehung der Gallusmarktverlosung statt, an­schließend sind auf dem Juxplatz die Abschiedsvor­stellungen.

Uebungsschießen erzielte Mitglied Wilhelm Erle mit 34 Ringen die beste Tagesleistung. Im Tur­nerheim sand am Abend die Ehrung des Königs­schützen statt. Dereinsführer Erle überreichte dem neuen Königsschützen Heinrich K e u d e l eine sil­berne Medaille. Ein harmonisch verlaufener Kame­radschaftsabend beschloß den Tag.

Die Orte Bischoffen und Offenbach, beide im Hinterland gelegen und zum Kreise Biedenkopf bzw. zum Dillkreis gehörend, hatten im Laufe der vorigen Woche ihre lokalen Sensationen. In G a st- wirtschaften und in Kolonialware n - und Lebensmittelhandlungen erschien zur Nachtzeit unerwünschter Besuch, der seinen Weg entweder durch das Kellerfenster, oder durch em Fenster im Erdgeschoß nahm. Am andern Morgen mußten die von dem Einbrecher heimgesuchten Hausbewohner stets die Feststellung machen, daß der nächtlicheGast" Brot und Speck, Fleischkon­serven oder Wurst, vor allem aber Wein und auch einen guten Schnaps mitgenommen hatte, ferner Interesse für Geld und Kleidungsstücke hatte, das er in geeigneten Fällen durch kurzentschlossenes Mitnehmen unter Beweis stellte. Man fahndete nach dem Spitzbuben, konnte ihn aber nirgendwo

ein wenig Lebendigkeit in Hannas Eintönigkeit gebracht, vielleicht sah er sie jetzt auch öfter, nun, Hanna war alt genug, man konnte sich auf sie verlassen.

Kreis Alsfeld

O Flensungen,.13. Okt. Am Sonntag wurde einer unserer ältesten Einwohner, Konrad Theiß II., im Alter von nahezu 78 Jahren zu Grabe getragen. Die Kriegerkameradschaft Flensun­gen, der er seit vielen Jahren als treues Mitglied angehörte, brachte ihn feierlich zu seiner letzten Ruhestätte und ehrte ihn durch die üblichen Ehren­salven für alte Soldaten.

deiner Pension."

Was sagte er sonst noch?", will Hanna wissen, aber Liesel zuckt die Schultern.

Nicht viel, paar Komplimente für mich, aber die stecke ich mir ja nun an den Hut. Außerdem sollte ich nett von ihm träumen und darauf achten, daß du nicht zu viel fette Schinkenbröte bei mir ißt, wegen der schlanken Linie. Ein Gemütsmensch ist das!"

Schimpf nicht, Aepfelchen," strahlt Hanna und fällt Liesel um den Hals. Alles ist Glück und Spannung in ihr, John Herbing ist Zauber und Wunder für sie, dem sie immer mehr verfällt. Sie verkauft Milch und Brot, sie schneidet dünne und dicke Scheiben Wurst, sie sucht Eier aus, und Liesel schüttelt den Kopf über die verwandelte Hanna. Die Kunden wundern sich mit. Erstens über die neue Attraktion überhaupt und zweitens über die Fidelitas, die in dem kleinen Laden herrscht.

Vielleicht hätten die Frauen verstnädnisvoll und mitleidig gelächelt, wenn sie gewußt hätten, warum Hanna so strahlt, vielleicht hätten sich die wenigen Männer, die sich so im Laufe des Tages einfanden, in die Brust geworfen und geschmunzelt viel­leicht hätte aber eine von ihnen gewarnt, vor dem andern Gesicht gewarnt, vor dem stillen, tränen­reichen, an dem so oft die Mnäner schuld sind.

Punkt sieben Uhr schließt das Aepfelchen seinen Laden, es ist zufrieden, denn die Kasse ist gut ge­wesen. Vielleicht liegt das an den verbrühten Händen es hat sich ja herumgesprochen, und man ich sehr nett in den scheußlichen Tagen ge­wesen vielleicht ist es aber auch Hanna, die ein Teil des guten Geschäftsganges für sich buchen kann. Auch das spricht sich schnell herum. Dann wird auch noch die Schneidemaschine gebracht.

Warum sollst du nicht auch mal einen Extra- spaß haben, Liesel? Verdient hast du ihn. Außer-

gi em iicincs, verdunkeltes Lächeln.

,',Es ist sehr gütig von Ihnen und wirklich '' " r* r?' meiner zu erinnern, Laverenz,

Es ist eine ganz große Chance ich möchte sie mir nicht ent-

dem kann ich eben doch nur per Zufall mal eine richtige Scheibe schneiden. Ich rücke jetzt ab."

Viel Spaß!", wünscht Liesel noch und streichelt ihre blitzblanke Maschine . . .

12. Kapitel

Ich habe Sie zu mir gebeten, Herbing, um mit Ihnen etwas zu besprechen" Der Verleger Laverenz hat sich eine Zigarre angebrannt und scheint sehr aufgeräumt zu sein. Herbing sitzt ihm gegenüber, halb im Schatten.Sie wissen selbst, welch ein großer Erfolg Ihre kleine Broschüre gewesen ist, ich habe Lust, mit Ihnen eine gute, Ihrem Kön­nen entsprechende Sache zu versuchen. Sie sind frei und ungebunden, Sie wären für mich daher der richtige Mann." Hier macht Paul Laverenz eine kleine Pause, als aber John Herbing nichts darauf sagt, spricht er weiter:Ich möchte zum Frühjahr, spätestens im Frühsommer ein Buch über Straßen der Welt" herausbringen. Und zwar will ich es gemeinsam mit einem Zeitungsverlag tun und mich mit dem in die Spesen teilen. Die Zeitung braucht gute Reportagen über moderne Verkehrsstraßen, ich will dasselbe, nur mehr aus dem Blickwinkel der Historie gesehen, also sagen wir mal: ein Stück Kulturpolitik aus den Jahr­hunderten. Was Sie nebenbei noch sehen und er­leben, werden Sie gut zu verwenden wissen. Die Bedingungen wären für Sie: Abreise sofort über den Balkan nach Afrika und weiter, Erstabdruck sämtlicher Berichte an mein Haus. Hier wird es dann gesichtet und verwertet.

Ich zahle Ihnen die Unkosten und beteilige Sie am Buch. Erste Auflage etwa 5000. Es liegt an Ihnen, daß es ein Erfolg wird. Herbing, es ist ein Thema, das hochaktuell ist und bis jetzt fehlt und darüber das, was Sie mir bringen sollen, keine trockene Materie und Zahlen, sondern leben­dige Geschichte der Länder, ihrer Völker und Kul­tur. Setzen Sie dann als Schluß und Vergleich die Reichsautostraßen Deutschlands, ihre kulturellen und wirtschaftlichen Aufgaben. Ich glaube wir ha­ben uns über das Wesentliche verstanden, Herbmg.

Der Verleger schweigt und sieht seinen Besucher an Der hat den Blick gesenkt, er nimmt die hellen Handschuhe von einer Hand in die andere, Lave- renz hat keine Kontrolle über das, was dem Manne jetzt durch Herz und Hirn schießt.

für mich, und ich gehen lassen. Ich nehme an.'

Der Mann richtet sich auf und begegnet dem Blick des Verlegers. Keine sonderliche Erregung ..... Gesicht, um seinen vollen Mund

Als Liesel ihre Freundin Hanna wieder zu icht bekam, sagte sie:

Herr Herbing hat angerufen, er holt dich acht Uhr mit dem Wagen ab und wartet

bekannte schleunigst querfeldein flüch- t i g. Nunmehr wurde bei den drei jungen Män­nern aus Bischoffen der Gedanke, den langgesuchten Einbrecher vor sich zu haben, noch stärker, sie setz­ten dem Fliehenden nach und hatten ihn bald ein­geholt und überwältigt. Da bemerkten sie im Scheine einer Taschenlampe, daß der Ergriffene eine L e - d e r j a ck e trug, die die jungen Burschen als das gestohlene Eigentum eines Bischoffener Einwohners wiedererkannten. Jetzt wußten sie, daß sie in dem ortsfremden, unbekannten Manne den Einbre­cher gefaßt hatten. Sie schassten ihn gemeinsam nach Niederweidbach zur Behörde, wo der Festgenommene für den Rest der Nacht in dem Ortspolizeigefängnis gut verwahrt wurde.

Am Montagmorgen besah sich die zuständige Gendarmerie den gefangenen Vogel genauer. Im Laufe der Vernehmung ergab sich, daß man einen guten Fang gemacht hatte. Der Festgenommene entpuppte sich als der 35 Jahre alte Friedrich Wil­helm Günther aus Rucken (Kreis Tilsit). Der Mann befand sich seit Jahren auf der Walze, denn nirgendwo hatte er Ruhe und Be­ständigkeit. Wie er erzählte, hat er bereits Oester­reich, Ungarn, Italien, die Schweiz und Frankreich durchwandert, jetzt kam er aus Westfalen gepilgert, durch das Siegerland, anscheinend mit dem Ziel Frankfurt a. M. Soweit er über seine Wandertaten berichtete, offenbarte er ein ganz ausgezeichnetes Gedächtnis und konnte auch fließend erzählen.

kreis Schotten

r S ch o t t e n , 13. Okt. In der hiesigen Turnhalle fand am Samstag ein D e u t s ch e r A b e n d statt. Ein geborener Schottener namens Wilhelm S chlor b, jetzt in Darmstadt, hielt einen interessanten Licht­bildervortrag über Erlebnisse m den fruheren^deut^

# Groß-Eichen, 13. Okt. Die Eintopf- Sammlung am vorigen Sonntag ergab hier den Betrag von 20,80 Mark. Dies bedeutet eine Er­höhung um 25 v. H. gegenüber dem gleichen Sonn- tag im Vorjahre. Der Flurschütz i. R. Georg Paul wurde gestern nachmittag beim Ausschirren von einer Kuh u m g e st o ß e n , so daß er zu Boden fiel. Der Arzt stellte einen Bruch am linken Hüftknochen fest. Der Verunglückte wurde in das Krankenhaus in Laubach verbracht.

kriminellen Seite seines Lebens zielten, da verlor er plötzlich das Gedächtnis vollkommen und litt auch an großen Sprachhemmungen, kurz und gut, nach dieser Seite hin wollte er gar nicht heraus­rücken. Dennoch gelang es im Verlaufe der Ver­nehmung, den Festgenommenen zu einer Reihe von Geständnissen zu bringen. Dabei ergab sich das Eingeständnis von neun Einbrüchen und zwei Einbruchsversuchen; allerdings dürfte hiermit desArbeitsfeld" dieses reisenden Einbrechers wohl noch nicht erschöpft sein. Die neun Einbrüche und zwei Einbruchsversuche hat der Ver­haftete in Bischoffen und Offenbach, ferner im S i e g e r l a n d , in der Gegend von Siegen und Betzdorf, begangen. Was er dort jeweils geklaut hat, ist bis jetzt noch nicht bekannt.

In Bischoffen und in O f f e n b a ch hat er sich mit Lebensmitteln ausreichend versorgt, insbesondere hat er nicht vergessen, sich mit W e i n gut zu versor­gen, ferner nach Möglichkeit G e l d zu ergattern und auch die oben erwähnte Lederjacke mitzunehmen. Seine Einbrecherbeute schaffte er auf den Heu­boden eines Grundstückes in Bischoffen, wo er für mehrere Nächte und Tage seinStandquar­tier" aufschlug. Von dort zog er nachts auf Ein­brecherfahrt los, während er sich am Tage auf dem Heuboden ausruhte, pennte und sich besonders am Wein gütlich tat. Der Hauseigentümer hatte natür­lich keine Ahnung von diesem eigenartigen Besuch auf seinem Heuboden. Er war in höchstem Maße überrascht, als er erfuhr, was sich nächtlicherweile in feinem Heulager eingenistet hatte. Bei der Nach­forschung auf dem Heuboden fand man eine gante Anzahl leerer Weinflaschen, außerdem auch noch einige gefüllte Flaschen, die sämtlich aus den Ein­brüchen herrührten.

Der Verhaftete wurde am gestrigen Dienstagvor­mittag zur weiteren Vernehmung dem Amtsgericht in Gladenbach vorgeführt, wo gegen ihn Haft­befehl erging. Anschließend wurde er unter siche­rer Bedeckung in das Landgerichtsgefängnis in Marburg eingeliefert.

lieber den Balkan nach Afrika dann Asien der neue Kontinent

Es wäre Aufbruch, wieder einmal Aufbruch. Keine Seßhaftigkeit, kein Zuruhekommen

Es wäre wieder Verlust einer Frau, der man zugetan ist es wäre wieder einmal Einsam­keit

Aber es wäre Leben, buntes, mannigfaltiges Leben mit tausend neuen Eindrücken, die reich machen und beglücken Länder, die jetzt Sonne und Wärme haben, die ihm hier so fehlen . . .

Laubach, 14. Okt. Am Sonntagnachmittag fand imSolmser Hof" eine außerordentliche Gene­ralversammlung der Laubacker Bank e. G. m. b. H. unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzen­den Friedrich D ö l l statt, der in ehrenden Worten des kürzlich verstorbenen Direktors der Kasse, Lud­wig Hohmann sen. gedachte. In Erledigung des einzigen Punktes der Tagesordnung wählten die erschienenen Mitglieder den Sohn des Verstorbenen, Fabrikant Ernst Ludwig Hohmann, tum Di­rektor der Bank. Anschließend hielt Verbandsrevisor

geschossen. Bester Schütze auf die Königsscheibe | sehen Kolonien. Der Musikzug der Motorbrigade wurde Mitglied Heinrich K e u d e l mit 33 Rin- Darmstadt bereicherte den Abend durch hervorra- gen. Frau Klara Pfaff erzielte die beste Leistung gende musikalische Darbietungen. Der Vorsitzende des beim Schießen auf die^ (Ftjrcnfd^eibe. Beim j Gesang- und Turnvereins Heinr. Granohomme hielt eine Ansprache, Kreisleiter Kromm brachte das freudig aufgenommene Sieg-Heil auf den

Paul Laverenz steht fast brüsk auf. Die Zwie­spältigkeit feiner Gefühle überrennt ihn fast. Ist dieser Mensch da vor ihm ein Schuft oder nicht? Man könnte ihn fragen ihn auch hin- auswerfen aber wem wäre damit gedient, am allerwenigsten Hanna, für die er dies alles in Szene gefetzt hat. Es ist richtig, er braucht das Manuskript, es ist richtig, daß sich der befreundete Verlag für den Stoff interessiert, sie hatten sogar schon einen Berichterstatter, und es war nicht leicht gewesen, ihnen John Herbing einzureden. Sie würden mit dem Tausch zufrieden sein, Laverenj weiß es aber es hätte sich auch em anqtfeF Journalist gefunden. Der Verleger hat Muhe^fein Gesicht zu 'wahren. Er reicht Herbing ub^ den Schreibtisch hinweg die Hand.

Ich hatte es so erwartet, ich freue mich Wann reifen Sie?" ~

Den letzten Satz überhört John HerbinA. Er hat jetzt die Augen zu einem schmalen Spalt Mam­mengekniffen. Die Muskeln in feinem Gesicht '^Jch weiß, daß Sie meine Annahme freut, ßa- verenz. Ich weiß auch, daß cs Ihr sehnlichstes Wunsch war, daß ich Zusagte, nicht nur als Ver^ leger, seien wir doch offen. Sie staben ein starkes menschliches Interesse an meiner Abreise und auch das *. verstehe ich. (Fottjetzung Wt

finden.

Da kam ein Zufall in der Nacht zum Montag in glücklicher Weise zu Hilfe. In jener Nacht waren drei Burschen aus Bischoffen, die in Nieder- w e i d b a ch ein Vergnügen besucht hatten, gegen 1 Uhr gemeinsam auf dem Heimweg. Unterwegs auf der Landstraße begegnete ihnen ein Mann, der sich bei ihrem Herankommen scheu an den Stra­ßenrand verdrücken wollte und dadurch den Ver­dacht der drei jungen Burschen weckte. In diesem Augenblick kam ihnen die Erinnerung an die un­aufgeklärten Einbrüche, sie riefen den Mann --------- -. - . - - . -, .

an, unö siehe da, auf den Anruf hin ging der Un- Wenn aber die Fragen der Gendarmene nach der

Das hessischeUoie Kreuz tagtinWorms.

LPD. Darmstadt, 14. Okt. Auf Anordnung des Präsidenten des hessischen Landesmännerver- eins im Roten Kreuz findet am 17. und 18. Oktober in Worms ein Schulungslehrgang des Deutschen Roten Kreuzes fürdiehessi- schen Sanitätskolonnen statt, an dem sich sämtliche Führer und Aerzte der hessischen Sani­tätskolonnen zu beteiligen haben. Es ist mit einem Zusammentreffen von nahezu 1000 Rote-Kreuz- Männern zu rechnen. Auf dem Gelände der Worm­ser Bürgerweide findet am Sonntagnachmittag eine große 'Schauübung der Kreiskolonnen Worms, Horchheim, Pfeddersheim, Herrnsheim und Osthofen statt, die in allen Teilen die Arbeit zweier Sani­tätskompanien im Felde entsprechend den neuesten Bestimmungen über den Feldsanitätsdienst zeigen wird.

Bibelforscher vor dem Sondergericht.

Frankfurt a. M., 14. Okt. (LPD.) Am Mitt- woch nahm vor dem Sondergericht eine Ver­handlung gegen 14 Bibelforscher ihren An­fang. Unter den Beschuldigten befinden sich zehn Frauen. Die Angeklagten sollen gegen die §§ 1 und 4 der Verordnung zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 und die Verordnung vom 24. Juni 1933 gefehlt haben. Durch die letztere 93er- orbnung wurde die Internationale Bibelforscher- Vereinigung aufgelöst. Die Angeklagten sollen in Wiesbaden heimlich diese Organisation weiter­geführt und sich somit in staatsfeindlichem Sinne be­tätigt haben. Die Verhandlung wird mehrere Tage dauern. ,

Haarwäschen und dann in'« Kino? Aber natürlich. Sie waschen das Haar einfach trocken mit Schwarzko^- Trocken-Schaumpon, dann gibt es keine Erkältung. Leicht pudern, kräftig ausbürsten: in 3 Minuten ist das Haar locker und duftig, und Sie sehen aus wie frisch frisiert! Dabei kostet eine Trockenwäsche nur wenige Pfennige!

WMWMM

Roman von Ilse Schuster.

Copyright 1936 bY^»ufwÄt-^Verlag S.m.b.H., 24 Fortsetzung. Nachdruck verboten!

-ick hin anaehende Verkäuferin in der Molkerei GckUckalk und^ werde wahrscheinlich nächste Woche

Uhr an toren Saben klopfen. Außer-

Halt - halt - wie war bas? -öerfauterm im S äffS iS ASTttÄ Kaffte." vne Fräulein Gottschalk

?*ee ^5nnt1 re bas^eine* nigfri t

er kann. . verwirrt Hanna ein

Fahrkartenknipser ver^^ .fi.,

wenig. Sie sieht den Au gen bßr ^anb __ ber nem Häuschen nut Öer 3 fl £Opfwo ich grünschwarzen Mutze auf roo^I Vater

nun so hmgerate! , sag:

tagen wurde, wenn e Sranbe5 nur, daß seine

Aber vorläufig weiß Dr. Klange

Tochter der kleinen L 1 . Fann, rote fte

die mit ihren Hande mch^si batte 3roar gemeint, will, und bas versteht - aber Hanna

man könne besser JJn« 0 P^l Laverenz war hatte entschieden abg Y ßr $anna nur mal ge- ber Meinung gewese wußte er mehr,

währen lassen foUe mar wohl ein gutes Zei- als er zugab. 9 man ab Pension am chen also wart __ ^ud) bas würde sich Dictorla-Lulse-Piay { s^gen, er war von

finden dafür ^rt. An John Herbing

langsamer, aber g und^ch.^ jn biefem Zusammen- Ä «mar eta bl-ud-nd-r Unterhalter und hatte

00 Klein-Linden, 13. Okt. An den drei letzten Sonntagen führte die K r i e g e r f a m e r a ö- schaft Klein-Linden ihr Preisschießen durch. Die Beteiligung war sehr stark, allein 200 Schutzen traten am letzten Sonntag zum Schießen an. Geschossen wurde mit Kleinkaliber auf 50 Meter Entfernung. Jedem Teilnehmer standen drei Schuß auf die Zwölferringscheibe ^u. Die Ergebnisse roaren I Hermann Kr ö ck einen eingehenden Vortrag über recht gut. Kameradschaftsfuhrer Friedrich Schim- Sparerwerbung, m e l nahm im GasthausZur Büro" die Preis- P 9

BffiÄbS Der Grünberger Gallusmarkt von Klein-Linden, mit je 35 Ringen; 4. Emst ~ ~

Weber (Lützellinden), 5. Otto Lenz (Lützellin- Der erste Tag.

den), 6. Walter Müller (Klein-Linden), mit je 34 Ringen; 7. Heinrich S ch i m m e l (Klein-Linden), + Grünberg, 14. Okt. Das milde Herbst- 8. Friedrich Lenz (Lützellinden), 9. Wilhelm D o l - weiter, das den ganzen Tag über anhielt, war eine tert (Klein-Linden), 10. Fritz Diehl (KleinLin- günstige Vorbedingung für den Markt. Schon früh den), 11. Heinrich Kreuder (Klein-Linden), 12. noch bei starkem Nebel begann der Auftrieb Großhaus (Lützellinden), 13. Aldenheimer zum Schweine- und Rindermarkt. (Siehe (Lützellinden), 14. Ludwig Zörb (Lützellinden), besonderen Bericht im Wirtschaftsteil.) Um 9 Uhr 15. Wilhelm Klein (Klein-Linden), sämtlich mit begab sich die Feuerwehrkapelle an die Bahn, um je 33 Ringen. von dort aus ihren Marsch durch die Straßen der

= Steinbach, 15. Okt. Durch die Umleitung Stadt nach dem Gallusmarktplatz anzutreten und des Verkehrs wegen der gesperrten Straße Lich durch ihre Weisen die Volksfeststimmung vorzube- Garbenteich hat sich der Autoverkehr in unserem reiten.

Dorfe stark vergrößert. Der Bau der Reichsauto- Bis zum Mittag füllte sich die Zeltstadt auf der bahn brachte hier eine weitere Steigerung des .Käswiese" und die Stadt mit Tausenden und Autoverkehrs, ferner sind die Ortsstraßen aber Tausenden von Marktbesuchern, durch die Kuh- und Pferdefuhrwerke, die mit der Ueberall parkten fremde Kraftwagen, die Bahnen Einbringung der Dickwurz stark beschäftigt sind, und verschiedene Autobusse brachten mit Sonder- sehr belebt. Es kann daher nicht wundernehmen, zügen und verstärkten fahrplanmäßigen Zügen daß bei den zwei unübersichtlichen Kur- immer neue Scharen heran. Ein dünn rieselnder, ven der Adolf-Hitler-Straße und der rücksichtslosen kurzer Regen, der sich noch einige Mal wiederholte, Fahrart mancher Automobilisten in diesen Tagen konnte den Marktbesuch nicht beeinträchtigen, der mehrere zum Glück noch verhältnismäßig gut ver- Nachmittag brachte zeitweise sogar etwas «Sonnen» laufene Derkehrsunfälle sich ereigneten. Wie durch schein, ein Wunder kam dabei ein älterer Landwirt, der So entwickelte sich von der Mittagszeit ab das von einem wilden Autofahrer zur Seite geschleudert gewohnte Bild des Gallusmarktes: eine unablässig wurde, mit dem Schrecken davon. hin- und herwogende Menge m den langen Gassen

,2) Lich, 1-,. Ott. Gestern na» ««n 14 kind-M ein'^V k'r h r7n n "a l l, der leichi .,ur Stadt w° di- Massen m den Strahen und G°- S"LW7tinU'?'"

Äq Das Idyll auf dem Heuboden.

führer hatte das Fuhrwerk zu spät bemerkt, so daß , . . . , » . >.

er nicht mehr rechtzeitig ausweichen, oder halten Einbrecherschreck im Hinterland.-Wemfreuden und ein guter Sappen nn Seu konnte. Bei dem Zusammenprall der beiden Fahr- -- - - -

zeuge geriet die Deichsel des Ackerwagens in die Windschutzscheibe des Kraftwagens, wobei sie diese zertrümmerte und selbst zerbrach. Außer diesem Schaden ist kein weiterer, insbesondere nicht an Mensch und Tier, entstanden.

rsi: Rodheim a. d. Horloff, 13. Okt. Die hiesige Kirchengemeinde läßt zur Zeit die westliche Walm- seite des Kirchendaches einer N e u h e r st e l - l u n g unterziehen. Durch anhaltende Undichtheit des Daches war nahezu die gesamte Dachschalung schad­haft geworden. Ebenfalls hatte bereits wenn auch nur in geringem Maße ein Teil des Bal­kenwerks durch die schadhafte Dacheindeckung Scha-! den genommen. Vor etwa 4 Jahren wurden die ge­samten Turmflächen, wie auch das konstruktive Ge­füge, das im Laufe der Zeit erheblichen Schaden genommen hatte, einer gründlichen Neuherstellung unterzogen. Eine angebliche Feststellung des Hausschwammes ist falsch und beruht auf einer laienhaften Auffassung und Feststellung. Die Gemeinde Rodheim beabsichtigt die Anlegung eines B r a n d w e i h e r s. Zur Zeit werden am Hasels" Grabungen nach Wasser durchgefuhrt.

Durch diese Maßnahme wird einem nicht unbedeu­tenden Notstand des bei Trockenheit vorherrschenden Wassermangels in hinreichendem Maße abgeholfen.