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sten Garde der

17.50 Uhr, das Opfer von jedem Volksgenossen.

Die Merstumer im Turnverein ».1846 Gießen

die noch außerhalb stehen, sich einen Einblick in

Zur Sammlung sind verpflichtet: sämtliche Wal­ter der DAF., Warte der K.d.F., Betriebsfiihrer, Betriebswalter, Vertrauensmänner.

Am Freitag, 16. Oktober, wird von 19.50 bis 20 Uhr der Senderuf des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley über alle deutschen Sender übertragen. Die zur Sammlung Verpflichteten hören die lieber» tragung innerhalb ihrer Ortsgruppe geschloffen an. Das Lokal ist bei dem zuständigen Obmann der DAF. zu erfragen.

Für die Stadt Gießen: Ortsgruppe Gießen- Mitte, Stuttgarter Hof, Seltersweg (früher Sol- dan), Gießen-Ost, Gasthof Burkhardt, Kaiserallee 52, Gießen-Süd Gasthof Graf Zeppelin, Wilhelmstr. 49, Gießen-Rord Cafö Leib, Walltorstraße 36.

Anschließend an die Uebertragung werden von dem Ortsobmann die Richtlinien für die Sammel­aktion bekanntgegeben, sowie die Sammelbüchsen ausgehändigt. Am Samstagvormittag werden in amtlichen Betrieben Büchsensammlungen durchge- ührt, wobei Betriebsführer, Betriebswalter und Vertrauensmänner als erste spenden.

Im Rahmen des Möglichen ist vorher ein Son- der-Betriebs-Appell abzuhalten, in dem in kurzen Ausführungen auf die Bedeutung des WHW. des

mein. Durch den Einsatz der jüngst Bewegung soll von neuem die Si schäft des beut ff

von nichts. Nun sitzt er hinter Gittern . . .

Tja - hätte er Zeitung gelesen! Wer ohne Zeitung auSzukommen glaubt, wird dümmer, als die Polizei erlaubt!

-chickfalsgemein-

deutschen Volkes, die alle Klaffen, Stände

Sie sind verhaftet!" sagt man ihm und führt ihn zum Arrest-Lokal.

Und das kam so: Die Tschechoslowakei hat ein Gesetz, das jedes Knipsen auf dem Bahnhof streng verbietet. Auch deutsche Blätter haben oft daran erinnert, damit

Hase fand es böhmisch ...

Trotz allen Hinderniffen kam Herr Has« doch nach Böh-

** Ein Achtzigjähriger. Am morgigen Freitag, 16. Oktober, feiert der Schmiedemeister Ernst Doll, Liebigstraße 57, seinen 80. Geburts­tag. Der Jubilar erfreut sich einer ausgezeichneten Gesundheit.

** Froher Sonntagnachmittag beim Reichsbund der Körperbehinderten. Aus Anlaß seiner diesjährigen Werbeaktion veran­staltete der Reichsbund der Körperbehinderten am Sonntag im Schützenhaus eiben frohen Sonntag­nachmittag. Mitglieder, sowie Freunde und Gönner waren in so großer Zahl erschienen, daß der Saal bald überfüllt war. Der Kreisobmann hieß die An­wesenden herzlich willkommen. Zwei Kameraden und

in der Turnhalle des Vereins stattfindenden1 Uebunasstunde zu überzeugen, was alles zur Ge­sunderhaltung und Kräftigung des Körpers auch im vorgeschrittenen Lebensalter getan werden kann. Wie die vor einiger Zeit zu Ende gegangenen Olympischen Spiele dem deutschen Turnen und dem deutschen Sport neuen Auftrieb gaben, so möge auch das Altersturnen immer weitere Kreise er­fassen, denn es ist Pflicht eines jeden Deutschen, den Mahnruf unseres Führers, Leibesübungen zu treiben, zu beherzigen. Von unserem Altmeister Friedrich Ludwig Jahn stammt der Ausspruch:

Gehen, Laufen, Springen, Werfen, Tragen sind kostenfreie Hebungen, überall anwendbar, umsonst wie die Luft. Diese kann der Staat von jedem verlangen, vom Armen, Wiklelbegüler- ten und Reichen, denn jeder hat sie nötig.

Auch die Altersturner machen sich diesen Spruch zu eigen und handeln danach.

Unter diesem Geleitwort stand auch das am Sonn­tag, 6. September 1936, durchgeführte 4 Hohe- rodskopf-Bergfest, an dem auch die Al­tersturner des Turnvereins von 1846 Gießen in besonders großer Zahl teilgenommen haben. Außer den Altersturnern Theodor Vaubel, Karl Lichten­fels und Oberturnwart Karl Erb, die als Kampf­richter und Riegenführer Verwendung fanden, traten alle übrigen Altersturner in den in großer Zahl aufgestellten Riegen zum Dreikampf an. Für die über 40 Jahre alten Altersturner waren fol­gende Hebungen vorgesehen: Freiweitsprung aus dem Stand: Steinstoßen mit einem Naturstein im Gewicht von etwa 30 Pfund, wie sie so zahlreich auf dem Hoherodskopf zu finden sind; Lauf über 75 Meter.

Sämtliche Teilnehmer der Altersriege wurden bei diesem Wettkampf Sieger.

Es waren dies: 1. Wilhelm Dapper (77 Jahre alt), 2. Hermann Haubach (72 I.), 3. Wilhelm Erle (65 I.), 4. Emil Marx (63 I.), 5. Paul Treuke (61 Jahre), 6. Ludwig Röhrich (63 I.), 7. Louis Vogt (54 I.), 8. Heinrich Zimmermann (53 I.), 9. Hans Götz (53 I.), 10. Georg Wahl (52 I.), 11. Heinrich Hamel (51 I.), 12. Gustav Pfeifer (45 I.), 13. Karl Müller (44 I.), 14. Karl Währum (43 I.), 15. Gustav Merten (42 I.), 16. Franz Sauer (42 I.). In der Altersstufe unter 40 Jahren turnten noch die Turner Karl Reuter und Ernst Freitag, die ebenfalls Sieger wurden, und von denen Karl Reuter mit großem Vorsprung sogar den 1. Sieg erringen konnte.

Auch das Alterstreffen in Dillenburg am 27. September 1936 sah wieder eine größere Anzahl Turner der Altersriege im Wettkampf, und auch hier konnten alle Teilnehmer Siege erringen. Es war ein prächtiges Bild, alle diese bejahrten Wettkämpfer, mit dem schlichten Eichenkranz ge­schmückt, von diesen erhebenden turnerischen Ver­anstaltungen zurückkehren zu sehen.

Schaffende sammeln und geben!"

Oie DAF. sammelt am 47. und 48. Oktober für das Winterhilfswerk 4936/31

das Tun und Treiben der Altersriege verschaffen , . » r - r Scto-

wollen. Es ist jedermann Gelegenheit gegeben, sich Reisender zu Scha .,

durch einen Besuch der jedesmal am Dienstagabend graf hat keinen Schimmer. Er heißt ja Hase und weis

62000 Teilnehmer bei den Herbstgeländespielen

1936 des Gebietes Hessen-Nassau.

NSG. Das Gebiet Hessen-Nassau (13) der Hitler­jugend führt in diesem Jahr erstmalig in größtem Rahmen Herbstgeländespiele in seinen Einheiten durch. 62 000 Hitlerjungen werden am 17. und 18. Oktober im gesamten Gebiet Hessen-Nassau an den Geländespielen teilnehmen. Sämtliche Ge­ländespiele haben die Grundgedanken der Belage­rung und Verteidigung. Am kommenden Samstag und Sonntag wird der Kampf um die belagerten Städte, Dörfer und Burgen ausgetragen werden. Die blaue Partei, die in jedem Falle die Verteidi­gung ist, wird versuchen, den Angriffen der roten Partei standzuhalten. Zum Teil ist in den einzelnen Einheiten an geschichtliche Vorgänge angeknüpft worden, wo in der Vergangenheit einmal eine Be­lagerung einer Stadt oder Burg zu verzeichnen war.

Als Abschluß der Geländespiele wird am Sonn­tag, 18. Oktober, um 17 Uhr in allen größeren Standorten ein Schluß-Appell im Freien durchgeführt. Hierbei werden die Ergebnisse der Geländespiele bekanntgegeben. Die Herbstgelände­spiele 1936 sind ein Auftakt; jedes Jahr werden sie sich im Gebiet Hessen-Nassau wiederholen. Sie werden dabei nicht nur für die Einheiten der Hit­lerjugend, sondern auch für die Bevölkerung, die lebhaften Anteil an der Hitlerjugendarbeit nimmt, zu einem festen Begriff werden.

Blutschuh- und Ehegesundheitsfragen.

Arbeikstagungen der Slandesbeamlen in Oberheffen.

Welch bedeutsame Rolle die Standesbeamten beim Aufbauwerk des Führers spielen, ist bekannt. Um ihre Arbeit zu fördern, finden auch in diesem Herbst in Hessen wieder Fortbildungskurse statt. Die Reisekosten tragen die Gemeinden. In erster Linie werden diesmal praktische Fragen zum Blut­schutz- und Ehegesundheitsgesetz behandelt, insbe­sondere Zweifelsfälle geklärt werden. Weiter ist die Fortsetzung der Besprechung von Beispielen aus dem Gebiete der Eheschließung vorgesehen. Auch das Berichtigungsverfahren und die Randbeurkun- dungen sollen behandelt werden. Im übrigen soll auch diesmal wieder Gelegenheit gegeben werden Aur Beantwortung von Fragen der Teilnehmer über Zweifelsfälle aus der Praxis.

Die Kurse finden statt für die Kreise Friedberg und die angrenzenden Teile der Kreise Gießen und Büdingen in Friedberg am 9. November, Gießen und die angrenzenden Teile des Kreises Schotten in Gießen am 16. November, Lauterbach und die angrenzenden Teile des Krei­ses Schotten in Lauterbach am 23. November, Bü­dingen und die angrenzenden Teile des Kreises Schotten in Nidda am 2. Dezember, Alsfeld und die angrenzenden Teils des Kreises Schotten in Alsfeld am 7. Dezember.

Missionskursus in Gießen.

Erster Tag.

Am Dienstag begann im dichtbesetzten Johannes- saal ein Missionskursus, der nach einer aus Süd­deutschland übernommenen Sitte mit einem Mor­gensingen eingeleitet wurde. Nach einigen Chorälen, die Propt Knodt-Gießen auf dem Harmonium begleitete, hielt Pfarrer Lic. Flechsenhaar-Ulfa die biblische Andacht. Nach der Pause sprach Missions­direktor Dr. Hartenstein-Basel überDas Wort Gottes und die Mission". An dem tiefgrün-

Gleßener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 15. Okt. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Landbutter, 1,42, Marken- butter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing (grün), % kg 6 bis 8, Weißkraut 4 bis 6, Rotkraut 7 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rübe 8 bis 10, Spinat 20, Unterkohl­rabi 8 bis 10, Erbsen 25 bis 30, Grünkohl 15, Rosen­kohl 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 20, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, neue 5 kg 40, kg 4 Pf., 50 kg 3,20 bis 3,50 Mk., Falläpfel, % kg 5 bis 6 Pf., Aepfel 12 bis 28, Birnen 10 bis 15, Zwetfchen 10 bis 12, junge Hähne 1. bis 1.10, Suppenhühner 80 bis 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, Nüsse, % kg 45 bis 50, Blumenkohl, Stück 50 bis 70, Salat 5 bis 10, Salatgurken 10 bis 25, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 4 bis 8, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellerie 20 bis 30 Pf., Weißkraut, 50 kg 3,50 Mk., Rotkraut 6. bis 7, Wirsing (grün) 5. bis 6. Mark.

und Altersgruppen zusammenschließt, dokumentiert werden.

Am 25. Oktober wird, anläßlich einer Großkund­gebung für das Winterhilfswerk in Frankfurt am Main, der Führer des Gebietes Hessen-Nassau (13) Oberbannführer Brandt dem Gauleiter Mel­dung über de» Erfolg dieser ersten großen Aktion des Winterhilfswerkes im Gau Hessen-Nassau machen. Die Jugend Adolf Hitlers will auch für das WHW. 1936/37 beweisen, daß sie in vorderster Front steht, wenn es gilt, sich für Die große sozia­listische Gemeinschaft des deutschen Volkes einzu­setzen.

Wenn der Turnverein von 18 4 6 Gie­re n in diesen Tagen die Feier seines 9 0 jähri - gen Bestehens begeht, so kann cmch die Alters­abteilung des Vereins auf ein langjähriges Bestehen zurückblicken. Um der im Verein bereits bestehenden, turnerisch aber nach außen hin nicht hervorgetrete- nen Altersriege neuen Antrieb zu geben, er­ging im Jahre 1924 an die schon im vorgerückteren Lebensalter stehenden Vereinsmitglieder sowie an Freunde der Turnsache der Ruf, sich zusammenzu- chließen und durch regelmäßige Teilnahme an den Uebungsstunden bei der Neugestaltung der Alters­riege mitzuwirken. Es mögen etwa zwei Dutzend alte Turner gewesen sein, die diesem Ruf Folge leisteten, und so konnten schon bald in den regel­mäßig einmal wöchentlich stattfindenden, unter der Leitung des Dberturnroartes Karl Erb stehenden Uebungsstunden beachtenswerte Fortschritte auf dem Gebiete der Leibesübungen (Geräte- und Dolks- turnen sowie Freiübungen) gemacht werden.

Erstmalig traf nun die Allersriege in einer Stärke von 31 Turnern gelegentlich des im Jahre 1925 von der Gießener Turnerschaft in Gießen ausgerichteten 32. Wittelrheinischen Kreisturnfestes in der Öffentlichkeit auf und konnte schon bei dieser Gelegenheit ihr Können unter Beweis stellen.

Im Wetturnen sowohl wie auch als Musterriege wurde die Altersriege hinsichtlich ihrer turnerischen Leistungen und auch nach ihrem Auftreten mit an erster Stelle gewertet. Die alljährlich durchgeführten Bezirks- und Gauturnfeste sowie die in größeren Zeitabschnitten veranstalteten Kreisturnseste sahen in der Folgezeit immer eine größere Anzahl Turner der Altersriege auf dem Plan, und wenn sie auch in der Wertung nicht an der Spitze stand, so war sie doch immer bei den bestgewertesten Riegen zu finden.

Frischer Turnergeist und echter Volksgemeinschafts- sinn sind die Merkmale, die unsere Altersturner auszeichnen. Es gibt keinen Standesunterschied, und gerade ihrer eifrigsten einer hat wiederholt darauf hingewiesen, daß er für die Altersturner nicht der Geheime Rat, sondern der Altersturner I. sei. Die­ser Mann ließ es sich nicht nehmen, bei allen sich bietenden Gelegenheiten, mochten es die zahlreichen Turnfeste der vergangenen Zeit oder festliche Ver­anstaltungen innerhalb des Vereins selbst sein, in der ersten Reihe der Altersriege stehend, bei den turne­rischen Vorführungen mitzuwirken, um in der Wer­bung für unser deutsches Turnen zu seinem Teil bei­zutragen an der Erfassung derjenigen Volksgenossen, die den Wert der Leibesübungen noch nicht erkannt haben.

Dieser frische Turnergeist und ein stolzes Ge­fühl der Zusammengehörigkeit herrscht in den Reihen der Altersturner bis auf den heutigen Tag, und diese Tugenden betrachten die Alters­turner als ihre vornehmsten Aufgaben auch in der Zukunft.

Für die Altersturner ist es immer eine beson­dere Freude, wenn Volksgenossen im reiferen Alter,

verurteilt. Außerdem wurden dem Angeklagten die Kosten des Verfahrens auferlegt. Der Angeklagte hatte im Auftrage seines Dienstherrn im Walde einen Buchenstamm aufgeladen, ohne im Besitz eines ordnungsgemäßen Abfuhrscheins zu sein. Er hatte lediglich einen Zettel, den ihm sein Dienst­herr mitgegeben hatte und auf dem der Stamm bezeichnet war, bei sich. In Ruhlkirchen gewahrte der Eigentümer des Buchenstammes den Vorgang und veranlaßte den zuständigen Förster, den An­geklagten zum Abladen des Stammes zu bewegen. Der Angeklagte hat sich bei dieser Begebenheit zu tätlichen Beleidigungen und Widerstand gegen den Forstbeamten hinreißen lassen.

Oberheffen.

Hatsherrensihung in Alsfeld.

Z Alsfeld, 14. Okt. In der gestern unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. V ö l s i n g ab ge­haltenen Ratsherrensitzung wurde die Fest­setzung der Bürgersteuer für das Jahr 19 3 7 vor genommen. Auf Vorschlag des Vorsitzen­den wurde der Steuersatz des Vorjahres beibehalten. Demgemäß wird die Bürgersteuer 1937 mit 500 v. H. der Reichssätze, wie im Jahre 1936, erhoben.

Für die in Alsfeld untergebrachte Arbeits­dienstabteilung 2 2 3/4 ist die Schaffung eines neuen Sportplatzes notwendig ge» worden, da der allgemeine städtische Sportplatz am Lindenplatz infolge der erhöhten Inanspruchnahme durch die Alsfelder Schulen nicht mehr ausreicht für Die Benutzung durch den Arbeitsdienst und die Schulen. Es ist deshalb ein Wiesengelände der Ge- nossenschaftsbrauerei Alsfeld an der Dampfziegelei in nächster Nähe der Unterkunft der Arbeitsdienst- abteilung als Sportplatz in Aussicht genommen. Der jährliche Pachtpreis für das etwa vier Morgen umfassende Gelände soll 200 Mark betragen. Die Ratsherren billigen den vorgelegten Entwurf des Pachtvertrages, falls sich bei nochmaliger Prüfung eine andere Möglichkeit, billigeres, zweckentspre- chendes Gelände zu bekommen, nicht ergibt.

Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende be­kannt, daß die von der Firma Gebr. Wallach in Alsfeld aegen die Stadt Alsfeld angestrengte Klage am Landgericht Gießen wegen Wiederher­stellung zweier angeblich von der Stadt veräußerter Abfahrten zu ihrem Holzplatz kostenpflichtig abge- wiesen worden ist.

In der nichtöffentlichen Sitzung wurde über den Ankauf von weiterem Gelände zur Fort­setzung der in der Rambach durch die Gewobag (Frankfurt a. M.) begonnenen Kleinsiedlung verhandelt. Außerdem wurde die Frage der Schaf- hing geeigneter Heime für d i e HI. und den B D M. in Alsfeld durch einen Neubau und dessen Finanzierung erörtert.

Landkreis Gießen

£ Wieseck, 15. Okt. Wie in früheren Jahren, so haben auch in diesem Jahr sich die A l t e r s - kameradendesJahrgangesl886 zu einer Vereinigung zusammengeschlossen, um im Kreise ihrer Familien einige Stunden der (Erinnerung ge­meinsam zu verleben. Aus diesem Grunde findet am kommenden Samstag auf der Badenburg bei der Alterskameradin Frau (Sommerlab eine gemein- fame Feier statt, zu der auch die fern der Heimat wohnenden Alterskameraden eingeladen wurden und ihr Kommen zugesagt haben.

O0 A l l e n d o r f (L a h n), 14. Okt. Am gestrigen Dienstag wurde der im Alter von 75 Jahren ver­storbene hiesige Schreinermeister Johann Volk zu Grabe getragen. Der Verstorbene hatte 20 Jahre lang das Amt eines Pumpenwärters versehen und wirkte außerdem auch als Leichenbeschauer. Sein stets hilfsbereites Wesen hatte ihm die Wertschätzung aller Volksgenossen errungen. Der Gesangverein, der Kirchenchor und der Kriegerverein erwiesen ihrem Ehrenmitglied durch Kranzniederlegung und Lied- oorträge die letzte Ehre. Der Verstorbene wird bei der Bevölkerung des Ortes in guter Erinnerung bleiben.

a Kle in - Lind en, 13. Okt. Der Schützen­klubRoland" hielt am Sonntag sein dies- jähriges K ö n i g s s ch i e ß e n ab und verband da­mit ein Hebungs- und Ehrenscheibenschießen. Es wurde auf 100 Meter Entfernung mit Großkaliber

digen Vortrag schloß sich eine lebhafte Besprechung an, an der sich die Pfarrer Kodding, Hof­mann und Lenz beteiligten. Der Nachmittag brachte dann einen weiteren Vortrag von Direktor Dr. Hartenstein über das Thema:Das Alte Testament in der Mission". Er führte in die theo­logische Betrachtung des Alten Testamentes ein, setzte sich mit der gegenwärtigen Haltung gegenüber dem Alten Testament auseinander und machte auf die Bedeutung des Alten Testaments in der Mission (Erziehungs- und Wächteramt) besonders auf­merksam.

Dann folgte der Vortrag des Repetenten Dr. Trommershaufen über das ThemaDie Missionspredigt". Der Vortragende war in letzter Stunde für den verhinderten Professor D. Dr. Cordier eingetreten. Die Besprechung der bei­den Vorträge, an der sich besonders Dr. Harten­stein beteiligte, zog sich bis in den Abend hin. Der Tag wurde mit einem gemeinsamen Liede geschlos­sen. Der erste Tag des Missionskursus beschloß ein Missionsabend in Klein-Linden, über den wir an anderer Stelle berichteten.

Zweiter Tag.

Am anderen Morgen wurde der Missionskursus fortgesetzt. Nach dem Morgensingen hielt Pfarrer Reusch die biblische Betrachtung.

Sodann referierte Missionsdirektor Dr. Harten­stein über das Thema:Das Geheimnis des Heiden­tums." Der Vortrag machte auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck, so daß auf Antrag von Propst Knodt von einer Besprechung abgesehen wurde. Nachmittags behandelte derselbe Redner das Thema: Das Wort vom Kreuze in der Mission." An der Besprechung dieses Vortrages beteiligten sich Pfar­rer Ködding, Volp, Missionar Ruff und Dr. Har­tenstein.

Sodann sprach Professor Gerstenmeier (Friedberg) in außerordentlicher Frische überDie Mission in Schule und Jugendarbeit", wobei auch der Kindergottesdienst berücksichtigt wurde. Der Vor­trag brachte viel Anschauungsmaterial.

Abends beendete ein schöner Missionsgottesdienst im benachbarten Leihgestern den Tag. Auch Gäste aus Gießen waren gekommen. Der Kirchen­gesangverein machte sich durch den Vortrag von zwei Liedern verdient. Nachdem der Ortsgeistliche, Pfarrer Reusch, mit freundlichen Begrüßungs­worten den Abend eröffnet hatte, sprachen zur Ge- meinde Missionar Michel, Bufe und Braun. Dekan a. D. Gußmann sprach Schlußwort und Gebet. Die Kollekte kam der Basler Mission zugute.

zwei Kameradinnen brachten Mundartgedichte und humoristische Vorträge zu Gehör, die großen Bei­fall fanden. Auch einige Musiker hatten sich in den Dienst der guten Sache gestellt, so daß ein ab­wechslungsreiches ausgezeichnetes Programm gebo­ten werden konnte. Don der Kreisgruppe war für Kaffee und Kuchen gesorgt worden. Zum.Schluß der Veranstaltung forderte Kamerad H e 1 f e n b e i n die Teilnehmer auf, weiterhin tatkräftig für den RBK. zu werben, damit auch der letzte Körperbehinderte im Kreisgebiet erfaßt wird. Er schloß mit einem drei­fachenSieg-Heil!" auf den Führer.

Schöffengericht Gießen.

Wegen fortgesetzten Betrugs in Tateinheit mit einem Verbrechen der fortgesetzten schweren Ur­kundenfälschung wurde die 26jährigeJüdin Jenny Karo aus Berlin, unter Annahme mildernder Umstände hinsichtlich der schweren Urkundenfäl­schung zu einer Gefängnis st rase von vier Monaten und zur Kostentrahung verurteilt. Die Angeklagte hatte in die ihr von der Kurverwaltung Bad-Nauheim ausgestellte Kurkarte verschiedene Lochungen vorgenommen, um sie als Beweis für angeblich genommene Bäder zu verwenden. Sie legte die von ihr gefälschte Kurkarte dem israeliti­schen Frauenheim in Bad-Nauheim vor und ließ sich dort für weitere Bäder nach und nach die er­forderlichen Geldbeträge auszahlen, ohne aber die Bäder zu nehmen. Aus diese Weise hatte sich die Angeklagte einen Vermögensvorteil von etwas über 30 RM. verschafft.

Der 37 Jahre alte Angeklagte K. O. S., wohnhaft in Ruhlkirchen, vorbestraft, wurde wegen fortge­setzten Widerstandes in Tateinheit mit einem Ver­gehen der Beleidigung unter Annahme mildernder Umstände zu vier Monaten Gefängnis

deutschen Volkes hingewiesen wird. Es wird er­wartet, daß auch in dem kleinsten Ladengeschäft mit Gefolgschaft die Sammlung stattfindet. Nähere Einzelheiten erfragen Sie bei ihrem Ortsobmann der DAF.

Deutsche Volksgenossen, die Sammelaktion der DAF. muß ein machtvolles Bekenntnis zum Füh­rer und zum deutschen Sozialismus darstellen. Wir alle fühlen uns verpflichtet, durch unser Opfer die Not zu lindern und mitzuhelfen an der lieber» Windung von Hunger und Kälte. Darum seid Sozialisten der Tat!

Hermann Wagner, Kreisobmann der DAF.

Die Winterhilsswerk-Sammlung in Gießen.

Die Gaupressewaltung der Deutschen Arbeitsfront in Frankfurt a. M. teilt uns mit:

In vorderster Linie bei der Sammelaktion der DAF. für das Winterhilfswerk 1936/37 stehen selbst­verständlich die Amtsträger der Deutschen Arbeits- front In allen wichtigen Städten sammeln Ange- men! Unt bad)te gl6id) an (tine grau:Ich werd für 1,°3ne® ie ß erfordert'Pg. Hahn von der Orga- f« «in Bill, der Elb- hupfen!" Schon war« s-sch-h- nisation Samstag, 17. Oktober, von 14.35 Uhr bis ' schon legen Harle Hände sich auf seine Schulten

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