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Nr. 242 Zweites Blatt

Donnerstag, 5. Oktober (956

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)

Die Schlacht bei Lena am 14. Oktober 1806

Das Modell für dasHaus des Deutschen Rechts". (Scherl-Bilderdienst-M.)

Forderungen des Michsfinanzministers

Dunkelmächte seinen gesunden Sinn vergifteten. Immer noch gilt das Wort des großen Denkers und Soldaten, des Generals von Clausewitz, das auf seinem Grabstein im alten Militärfriedhof zu Breslau steht:

Rur wenn Volkscharakter und Kriegsge­wohnheit in beständiger Wechselwirkung sich gegenseitig tragen, darf ein Volk hoffen, einen festen Stand in der politischen Welt zu haben." Danken wir Gott, daß wir heute einen Führer besitzen, der Dolkserziehung und Wehrkraft vereint in seine starke Hand nimmt und das Clausewitzsche Wort zur Geltung bringt. Dann werden sich auch so schreckliche Zeiten, wie die von 1806 und 1918 nicht wiederholen. Heil Hitler!

Don Rudolf Mohr, Generalmajor a. O.

recht es war, die Schuld an der Katastrophe dem Heer allein aufbürden zu wollen, und daß diese nicht einer innerlich und äußerlich faulen Armee begegnete, die durch und durch verrottet in ihren Zuständen war, sondern daß sie ein im großen und ganzen fleißiges, ordentliches, williges und treues Heer traf.

Am Zusammenbruch waren, wie ich bereits zu Anfang meiner Schilderung nachgewiesen habe, d i e Staatsverwaltung und das gesamte Volk nicht minder beteiligt. Wenn aber diese Kräfte versagen, so wird auch die beste Armee schließlich lahmgelegt. Das haben wir zu unserem Leid und Schaden im Weltkrieg erfahren, als die Begeisterung des Volkes nachließ und finstere

und auf dem Gebiete des Verkehrswesens liegenden praktischen Hebungen ihren Abschluß gefunden. Korpsführer Hühnlein hob hervor, daß das Korps zwar nach außen hin eine starre und solda­tische Form habe, daß aber sein Leben innerhalb dieser starren Form lebendig, kraftvoll und von steter Arbeit erfüllt sei und sein müsse. Aber auch schon die äußere Form und die Haltung müßten den nationalsozialistischen Geist und den Stil, der das Korps beherrsche, erkennen lassen, nicht zuletzt in dem Verhältnis zwischen Füh­rer und Gefolgschaft. Die Partei sei dis Vorhut des Volkes, und die Zugehörigkeit zu ihr verpflichte zu besonders vorbildlicher Haltung. Das schließe gewiß nicht die Teilnahme an den Freuden des Lebens aus, aber für sie gebe es eine Grenze, die das eigene Gewissen am klarsten selbst ziehe.

Berlin, 14. Okt. (DRV.) Der Präsident der Akademie für Deutsches Recht, Reichsminister Dr. Frank, sprach zur Presse über die Aufgaben des Hauses des Deutschen Rechts. Er führte u. a. aus: Wenn anläßlich der dritten Jahres­tagung der Akademie für Deutsches Recht vom 21. bis 24. Oktober in München der Grundstein zum Haus des Deutschen Rechts gelegt wird, dann wird mit der Ausführung eines Bauwerkes begonnen, das der Idee des Rechts ge­weiht ist und eine Heimstätte der Führung des ganzen völkischen Rechtslebens werden soll. Die Akademie für Deutsches Recht ist im Begriff, mit diesem Bau dem deutschen Recht selbst ein grandioses Denkmal zu errichten und da­mit dem Kulturwillen des Dritten Reiches einen monumentalen Ausdruck zu verleihen. Während in anderen Ländern Zusammenbruch auf Zusammen­bruch erfolgt, zeigen wir durch Errichtung von Stätten, die einer idealistischen Sendung dienen, der Welt, daß Deutschland stark ist in seiner Wehr, stark in seinem Volk, vor allem aber stark in seiner ewigen Tradition, den höchsten Gütern der Mensch­heit zu dienen. Das wesentliche Kulturgut der Rechtssicherheit der Rechtsordnung eines Volkes und der rechtlichen Ausgeglichenheit der Sonderinter­essen einer Volksgemeinschaft gibt uns eine heilige Mission auf.

Das Haus des Deutschen Rechts mit seinen mäch­tigen Quadern und Mauern soll ein Wahrzeichen sein für die Stärke und Beständigkeit der Grund­lagen des Dritten Reiches. Der Bau wird nach den Entwürfen des Münchener Architekten Prof. Bieber am nördlichen Ende der Ludwigstraße errichtet werden. Es soll der Gesamtheit der natio­nalsozialistischen Rechtswahrer bei feierlichen Kund­gebungen den entsprechenden äußeren Rahmen ge­ben. Der Kongreßsaal des Hauses des Deutschen Rechts wird in Zukunft die weihevolle Stätte für das Bekenntnis zur ewigen Rechtsidee des Rationül- sozialismus bilden.

schäftigt.

Bundeskanzler Dr. S ch u s ch n i g g hat als Führer der ost märkischen Sturmscharen einen Aufruf an die Mitglieder gerichtet, aus dem hervorgeht, daß diese Organisation auch als Zivil­organisation a u s g e l ö st wird. In dem Aufruf heißt es u. a.:Die ostmärkischen Sturmscharen sind aufgelöst. Eine neue Sachlage zwingt uns, die bisherige Organisationsform zu verlassen: für uns, heißt es wie je: den Interessen des Vaterlandes Rechnung zu tragen. Es bleibt daher selbstverständliche Pflicht aller Käme - raden, allen Weisungen der Behörden Folge zu leisten. Die wehrhaften Kameraden mel - den sich bei der Fr 0 ntmili z, alle anderen setzen ihren Ehrgeiz darein, auf allen Gebieten zur Elite derer zu gehören, die ihre ganze Kraft in der vaterländischen Front einzusetzen bereit sind.

Der Bundeskanzler hat dem Wiener Vertreter der Agentur Stefani erklärt, daß die letzten Ereignisse dazu bestimmt seien, die A u t 0 r i t ä t d e r Bun­desregierung und der Vaterländischen Front und damit auch die Widerstandskraft des Landes und seine staatliche Unabhängigkeit, die über jeden Zweifel erhaben sei, immer wieder zu festigen. Für die Einführung der obligatorischen Dienstpflicht seien die jetzt für die Miliz er­gangenen Maßnahmen unerläßlich erschienen, weil sie sich zur Verstärkung der Verteidigungsmittel des Landes als wirksam erweisen.Die österreichische A u ß e n p 0 l i t i k", fuhr der Bundeskanzler fort, bleibt unverändert und wie bisher den Protokollen von Rom treu, die gerade in den letzten Tagen einen neuen Beweis ihrer Funk­tion und ihrer prompten und bei jeder Gelegenheit wirksamen Elastizität erbracht haben. Im übrigen haben die römischen Protokolle auch in den d e u t s ch- österreichischen Vereinbarungen vom 11. Juli eine ausdrückliche Bestätigung erhalten."

Das Haus des Deutschen Rechts.

Reichsminister Dr. Frank erläutert den Zweck dieser neu zu errichtenden Heimstätte völkischen Rechtslebens in München.

Mengenkoniunktur der Wirtschaft.

rer industriellen Produktion hätten. Die Industrie müsse diesen Kampf dadurch unter­stützen, daß sie den der Aufwärtsentwicklung seit 1933 zugrundeliegenden Gedanken der Me n gen - konjunktur nicht in eine Preiskon- junftur ausarten lasse und sich des Fach­arbeitermangels durch ausreichende Lehr­lingsausbildung annehme.

Wir könnten aber auch auf die Forderung nicht verzichten, daß einmal das Problem einer g e - rechten Rohstoffverteilung in der Welt ungefaßt und gelöst werde. Hier liege der Schlüssel für die Behandlung der Kolonialfrage. Die Lösung dieses Problems und des der inter­nationalen Schuldenverpflichtung sei eine Voraussetzung für die Wiederherstellung einer gesunden Weltwirtschaft. Währungsmaßnahmen, die nicht eine Stabilisierung zur Folge hätten, son­dern die allgemeine Unsicherheit nur vermehrten der neue Begriff einer schwankenden W a h- runfl sei eigentlich ein Widerspruch in sich trügen zur Gesundung nicht bei.

Abschluß her Führertaauna hesNSKK.

Berlin 14. Okt. (DNB.) Die Führertagung des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps i n der Reichsmotorsportschule d e s N S K St. in Döberitz hat nach umfangreichen Dortragen

III.

Die übrige Armee war zu einem Strome von Flüchtenden geworden, als General v R ü ch e l mit feinem Storps gegen 2 Uhr bei Kapellendorf eintraf. Er hatte für die 7 Kilometer lange Marsch- strecke vier volle Stunden gebraucht, da der Marsch im langsamen Schritt (75 in der Minute) und um die Aufmerksamkeit der Mannschaften von den auf x*^QU^ße c. Weimar zurückströmenden Flüchtlingen abzulenken, neben der Straße in größter Strenge und Marschdisziplin ausgeführt wurde. Erst zuletzt ging der Marsch inGeschwind- schritt" (108 in der Minute) über, also immer noch langsam genug. Trotzdem wurde schließlich Kapel- lendorf erreicht. Was Rüche! da sah, war die vollste Flucht der Hohenlohe'schen Armee. Anstatt aber nun auf dem jenseitigen Rande des tiefen Einschnit­tes zu bleiben und die geschlagene Armee aufzu­nehmen, tat Rüche! das Falscheste, was er tun konnte. Er beschloß den Angriff und führte seine 14 Bataillone durch die Schlucht und nördlich an Kapellendorf vorbei das Dorf selbst war völlig verstopft gegen den steilen etwa 200 Fuß hohen Sperlingsberg vor. Auf der Höhe erschienen bereits dichte französische Tirailleurschwärme und zahlreiche Artillerie, die sofort ein mörderisches Feuer auf die in Echelons im Paradeschritt heranrückenden Preußen richteten. Aber die wacke­ren Truppen gingen vorwärts, erreichten die Höhe und warfen die feindlichen Tirailleure weit zurück. Anreitende französische Kavallerie wurde abgeschla­gen und der Bergrand behauptet. Noch einmal hatte der Normalangriff der preußischen In­fanterie ein glänzendes Schauspiel und einen Er­folg gewährt, der aber ohne Nutzen blieb. Denn nun ging es genau wie bei Vierzehnheiligen.

Der Feind war von den Höhenrändern zurück­gewichen, fuhr aber fort, aus der Deckung heraus die preußischen Linien mit Feuer zu überschütten und litt selbst wenig durch das Salvenfeuer der aufrechtstehenden Preußen. Denn ein Feuergefecht im Liegen war bei diesen ja völlig unbekannt, nur die Jäger und Schützen waren in ihm geübt. Be­sonders wurden die Offiziere abgeschossen und auch R ü ch e l selbst wurde durch Brustschuß verwundet. Er blieb aber zu Pferde und verstopfte sich den Einschuß mit seinem Taschentuch. Wiederum blieb der letzte, so oft auf den Exerzierplätzen geübte Bajonettstoß aus, die preußischen Reihen lichteten sich immer mehr, von mancher Sektion stand nur noch ein einzelner Mann. Dann kam es auf einmal wie ein Todesschrecken über die preußischen Linien. Die ganze Masse wandte sich und stürzte in wilder Flucht den Berg hinab in das tiefe Tal. Auch hier, bei dem blutigen Rückzug, geschehen Wunder von Heldentum. Im langsamen Schritt geht das Regi­ment v. W i n n i n g zurück, fast dis Kapellendorf. Als es dort von den französischen Kartätschsalven förmlich zerrissen wird, sammelt der 16 jährige Fähnrich 0. Wentzel etwa 40 Mann um sich und schlägt mit ihnen alle Angriffe der französischen Kürassiere ab. Kaum eine halbe Stunde hatte der Angriff und die Vernichtung des Rüchelschen Korps gedauert.

Immerhin wurden die Franzosen dadurch so auf­

gehalten, daß der Hauptteil der flüchtenden Hohen- loheschen Armee unbelästigt bis Weimar gelangen und dort gesammelt werden konnte. Aber es wurde der große Fehler begangen, dies noch auf dem rech­ten Ilm-Ufer, dem tiefen Flußeinschnitt im Rücken, zu tun. Das rächte sich bitter; denn plötzlich kam französische Kavallerie angejagt und hieb in die Kolonnen ein. Kurz darauf schlugen auch Kano­nenkugeln in die dichtgedrängte Masse. Die Mann­schaften, die sich schon in Sicherheit geglaubt hatten, wurden durch den unerwarteten Uederfall von pa­nischem Schrecken erfaßt, der größte Teil warf die Gewehre weg und in wilder Flucht stürzte alles nach Weimar hinein. An ein Aufhalten der Flücht­linge war nicht mehr zu denken, die Armee loste sich fast völlig auf, nur einige mehr oder weniger noch zusammenhängende Trümmer retteten sich nach verschiedenen Richtungen.

Die Schlacht von Jena war zu Ende. Ihr Verlust wuchs sich zu einer Katastrophe aus, da am gleichen Tage auch die preußische Hauptarmee b e. Au e r - ft e b t in ganz ähnlicher Weise zusammengeschossen und geschlagen wurde. Der Truppe war ihre Nie­derlage völlig unverständlich. Sie hatte die besten taktischen Mittel angewandt, die sie kannte, war überall mit Tapferkeit und .Freudigkeit m den Kamvf aeaanaen, hatte wie eine Mauer im feind­lichen Feuer gestanden, um bald zu sehen, daß alles der n e u e n F e ch t w e i s e des Feindes gegenüber wirkungslos blieb und versagte. Diese erschüt­ternde Ueberraschung hat wohl am meisten dazu beigetragen, daß die Armee mit der einen Nieder- fAno mirh den Mut und das Vertrauen auf die Mederkch/des Glücks zunächst verlor. Keinesfalls hi» ffirünbe der Niederlage IN der Haltung unL Tav erke t d Armee selbst. Man hätte sie nur

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1806 trotz allem mit eiserner

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Strenge 9efui)rten Cbreng d) r DerpfIld)let ziere herum, b°' denen >e°° ^E-raden Giin. war, bet seiner .(£&«öflU5!ufaqen. Jeder Offizier, ftiges oder Ungünstiges ' g^ Urteil sei- der rem aus der Unter,ucyu 9 schriftliches

ner Kameraden ^"oryng, mit einem sol- Wohlverhaltungs-Zeug is^^ Verwendung hoffen, eben konnte er au lp am Kriege teilgenorn- Von den 7000 Offizier , oher verwundet und men hatten, maren f hie Befreiungskriege noch etwa 4000 machtenpater^me^ an der Saale mit. Von sämtlichen f 3 bem König zur Be- mitgefochten, wurden nrnb nur zwei von diesen ftrafung oorgeschlagen uno nu

kriegsgerichtlich veru . üon Heldentaten

Dafür kamen abschiften zur Kenntnis der von Offneren unb bewiesen, welch Un-

Untersuchungsgerlchte, Die

Der Akademie für Deutsches Recht wird im Haus des Deutschen Rechts eine ihrer hohen völkischen Verpflichtung angemessene Arbeitsstätte zur Ver­fügung stehen. Die organisatorische Ausgestaltung der Akademie für Deutsches Recht ist künftighin so gedacht, daß zwei Abteilungen, eine Abteilung für Rechtsgestaltung und eine Abteilung für Rechtsforschung, nebeneinander bestehen. Die Abteilung für Rechtsgestaltung, der die Unter­stützung und Beratung aller zur Gesetzgebung be­rufenen Stellen obliegt, wird wegen der Notwen­digkeit ständiger unmittelbarer Fühlungnahme mit den Reichsministerien in der Reichshauptstadt ver­bleiben. Die Abteilung für Rechtsforschung hin­gegen soll vorwiegend in der Hauptstadt der Be­wegung in engster Verbindung mit dem Zentrum des nationalsozialistischen Lebens unb Gestaltungs­wille ns,. an ber wissenschaftlichen Durchbringung unb Ausgestaltung bes beutschen Rechts schaffen. Dieser Abteilung wirb für ihre Forschungsarbeiten im Haus bes Deutschen Rechts eine Bücherei zur Verfügung stehen, die bereits jetzt 60 000 Bände umfaßt unb die zur größten Rechtsbiblio- thek Deutschlanbs ausgestaltet werben soll.

Das Haus bes Deutschen Rechts, wirb auch auslänbischen Rechtsgelehrten, bie mit dem deutschen Rechtsleben Fühlung gewinnen wol­len, gastliche Aufnahme gewähren.

Im Hause bes Deutschen Rechts soll künftig auch bie beutsche Rechtsschule wirken. Sie wirb bie Auslese ber beutschen Rechtswahrer, bie sich als weltanschaulich gefestigt unb fachlich hervorragenb geeignet erwiesen haben, burch eine auserlesene Er­ziehungsgemeinschaft zu ber Elite bes beutschen Nechtsstanbes heranbilden. Die beutsche Rechts- schule soll im Anschluß an ben normalen Ausbil- bungsgang von all benen erfolgreich burchlaufen werben, bie später bie Erziehung bes beut­schen Rechtswahrernachwuchses ober an maßgebenber Stelle bie G e st a l t u n g bes deut­schen Rechts zu übernehmen haben.

Sparsamkeit der öffentlichen Hand.

Halle, 14. Okt. (DNB.) Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk führte u. a. folgendes aus: Es sei eine ber beutschen Finanz­politik gestellten Aufgaben, bie Wehrhaftmachung bes beutschen Volkes zu ermöglichen unb zu sichern. Das bebeute, baß bie Ausgabenpolitik ber öffentlichen Hanb sich bem Gebot ber schärfsten Sparsamkeit unterorbnen, vor allem eine einfache unb zweckmäßige, Doppel- arbeit unb Reibungen oermeibenbe Durchorganisation unseres gesamten öffentlichen Apparats erreichen müsse. Es entspreche biesem Grunbsatze, baß bie Gemeinbe- orbnung ben Haushaltsausgleich in ben Mittelpunkt ber kommunalen Finanzgebarung gestellt unb in ben Bestimmungen über bie Bil­dung von Rücklagen ein wichtiges Erforber- nis moberner Konjunkturbilbung erfüllt habe.

Diese straffe Konzentrierung erforbere Opfer unb Beschränkung zahlreicher, an sich berechtigter Wünsche. Die Größe eines Zieles lasse sich nur an ber Größe ber Opfer ermessen, bie ein Volk für biefes Ziel zu bringen bereit sei. Das gelte auch für bie Ueberroinbung ber Schwierigkeiten, bie burch unsere R 0 h st 0 f f - unb D e oif e nla ge entstauben seien, unb bie ihre natürliche Ursache eben in ber Einbeziehung von rund 6 000 000 Menschen in Arbeit unb Em - kommen und in der Vergrößerung unse-

HI. im Kampf gegen Hunger und Kälte.

Em Aufruf des Neichsjugendführers.

Berlin, 14. Okt. (DNB.) Reichsjugendführer von Schirach hat folgenden Aufruf zum Winterhilfswerk an bie beutsche Jugend gerichtet:

Jahr für Jahr hat die Hitler-Jugend mit allen ihren Mitgliedern das Winterhilfswerk des Füh­rers leidenschaftlich unterstützt. Es war uns immer eine Ehrensache, durch unseren Einsatz für diese größte sozialistische Aktion des Dritten Reiches einen Teil des Dankes abzutragen, den wir unserem Führer schuldig sind. Wir sind stolz darauf, daß unser Sammelergebnis in den vergangenen Jahren stets eine Spitzen- lei st u n g war und wollen versuchen, beim Winter­hilfswerk 1936/37 alle bisherigen Sammelerfolge in den Schatten zu stellen. Wir wollen in diesem Winter wieder beweisen, daß die deutsche Jugend die treueste Hüterin des Gedankens der Volksgemeinschaft ist. Alle Jungen und Mädel werden danach streben, Vorbilder der Opferbereitschaft und des selb st- losen Dienstes zu sein. In dieser Gewißheit rufe ich euch auf, meine Kameradinnen unb Kame- raben, zum Kampf gegen Hunger und Kälte, zum Kamps für Deutschlands Ehre unb Eintracht. Jebe Sammelbüchse sei euch ein Symbol unserer Kame- rabschaft. Tragt sie burch alle Stäbte unb Dörfer bes Reiches, treppauf unb treppab, scheut keine Mühe und Beschwerde, sie zu füllen. Jede Büchse sei ein Tatbekenntnis zu Füh> rer und Volk!"

Oie Froniniiliz in Oesterreich.

Wien, 15. Okt. (DNB.) Der österreichische Ministerrat hat das neue Gesetz über die Miliz der vaterländischen Front verabschiedet. Aus diesem Gesetz geht hervvr, daß die Frontmiliz die Aufgabe hat, freiwillige Wehrfähige in eigenen Formationen zusammen­zufassen. In die Frontmiliz können aber auch Männer, die noch d i e n st p f l i ch t i g sind, em« gereiht werden. Die Verwaltung der Frontmiliz wird dem Bundesministerium für Landesverteidi­gung angegliedert. Die Einberufung für den Ernst- ' fall bezw. für Uebungszwecke kann vom General- ' fommanbanten ber Miliz im Einvernehmen mit bem Minister für ßanbesoerteibigung vorgenommen werben. Es scheint, baß auf bie Mitglieder der ehemaligen Freiwilligen - Wehroerbände kein Zwang ausgeübt werden soll, in die Frontmiliz einzutreten, lieber die Entwaffnung der Heimatschützler vor allem jener, die nicht in bie Frontmiliz eintreten wollen, enthält bas Gesetz nichts. Die Lokale bes Heimatfchutzes finb überall geschlossen worben. Der Organisationsapparat ar­beitet nicht mehr. Die zustänbigen Stellen finb mit ; ber Liquidierung ber Heimatschutzbewegung be-

Kunst und Wissenschaft

1. Darmstädter Musikwoche.

Vom 19. bis 25. Oktober veranstaltet die Stabt Darmftabt eine Musikw 0 che 3ur Färbe- r u n g bes zeitgenössischen Musikschaf­fens unb junger Tonkünstler. Diese erstmalige Ver- anftaltung wirb zur alljährlich wlederkehrenben Ein­richtung werden. Die Stadt als Trägerin der Ver­anstaltung hat den fruchtbaren Gedanken in bie Tat umgesetzt, um bie städtische Musikpflege in ben Dienst ber kulturellen Aufbauarbeit unb msbeson- de re ber zeitgenössischen Musik zu stellen. Die Mu­sikwoche wirb einer Reihe bisher unbekannter neuer Werke zur Uraufführung verhelfen, daneben aber auch anbere Werke, bie ihre Feuertaufe anderwärts schon bestanden haben, in unserem Gebiet lndesjen noch wenig bekannt sind, herausbringen.