186. Jahrgang
Eichener Anzeiger
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Zwei Kundgebungen der britischen Faschisten.
II. Znlernatiovale lehnt Aktions- gemeinschast mitKommumsten ab
London, 15. Okt. (DNB. Funkspruch.) Zwei englische Minister haben sich dafür ausgesprochen, daß weitere Zusammenstöße zwischen Faschisten und Kommunisten verhindert werden müßten. Sir Thomas Jnskip, der Verteidigungsminister, erklärte, daß die ordnungswidrigen Umzüge, bei denen der eine Teil den anderen herausfordere und eine Versammlung zü einer Gegenversammlung führe, die Regierung zwinge zu erwägen, derartige Freiheiten einzuschränken. Die öffentliche Meinung stimme darin überein, daß in irgendeiner Welse dieser Zustand abgestoppt werden müsse. Der Verteidigungsminister gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich Mittel und Wege finden lassen würden, um solche Friedensstörungen zu beseitigen, ohne daß dadurch die Freiheiten eingeschränkt wurden, an denen er und das englische Volk hingen.
London, 14. Okt. (DRV.) Auf dem Fest der Messerschmiede in Sheffield sprach der englische Außenminister Eden über die außenpolitische Lage. Er begann mit einem Hinweis darauf, daß in England zweifellos die radikalen politischen Lehren, die in verschiedener Form und verschiedenen Lagern gepredigt würden, abgelehnt würden. „Deswegen wollen wir", so führte er weiter aus, „nicht mit anderen streiten, die unsere Methoden verlassen haben und es vorziehen, andere Regierungssysteme zu wählen. Das geht nur sie selbst an. Wenn wir eine Lehre aus der gegenwärtigen Unruhe in Europa ziehen können, so ist es sicher die, daß das Volk dieses Landes jede Anstrengung machen muß, um die bisherigen lieber» Neuerungen z u erhalten und fortzuentwickeln. Damit will ich nicht eine Haltung anraten, die eine Loslösung von den Angelegenheiten Europas bedeuten würde. Wir haben i m - m e r eine Rolle in Europa gespielt, und wir werden fortfahren, das zu tun. Wir haben
Moskaus Zündschnur.
Von unserem P.E.-Serichterstatter.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.
Warschau, Oktober 1936.
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begründete der Kriegsminister nochmals bte englische Rustungspolitik. Zu den Rekrutierungs-
„Daily Telegraph" schreibt, das Kabinett habe beinahe 2 Stunden über d i e europäische Lage verhandelt. Man sei darin einig gewesen, daß die Aussichten für eine neue Fünf- mächte-Konferenz gering geworden seien. Die Rolle, die die Sowjets durch die Störung der europäischen Befriedung spielten, sei ebenfalls Gegenstand einer ausgedehnten Beratung gewesen. Man sei der Ansicht gewesen, daß es keinen besonderen Zweck haben würde, die anderen Mächte dazu zu bringen, an einer Fünsmächte-Konferenz teilzunehmen. " Der diplomatische Meinungsaustausch werde zwar weitergehen, es werde aber immer zweifelhafter, ob er zu einem befriedigenden Ergebnis werde führen können.
Die öffentliche Ordnung.
schwierigkeiten sagte er, er hoffe, daß England niemals in die Lage kommen würde, die Jugend zu zwingen, im Heer zu dienen. Er sei überzeugt, daß ein Hinweis genügen werde daß Die Jugend pflichtgemäß zu dienen habe, um Erfolg zu führen.
London, 15. Okt. (DNB. Funkspruch.) Wenn den Faschisten in der englischen Öffentlichkeit in diesen Tagen so häufig der Vorwurf gemacht wurde, die Rolle des „Friedensbrechers" gespielt zu haben, o haben zwei Versammlungen Mosleys am Mittwochabend in Castend gezeigt, daß es nicht die F a s ch i st e n sind, denen man den Vorwurf des Friedensbruches machen kann. Sir Oswald Mosley sprach zuerst am Viktoria-Park, wo er von seinen Anhängern mit Jubel begrüßt wurde. Schon lange vor Beginn der Versammlung waren die Straßen schwarz von Menschen. Die Polizei hatte alle nur denkbaren Vorsichtsmaßregeln getroffen, da tue Kam - munisten in unmittelbarer Nahe der Faschisten- Versammlung eine Gegenversa m m l u n g ab» hielten. Es kam aber zu keinerlei Zwischenfällen. Als Mosley seine Rede beendet hatte, marschierten die Faschisten nach Limehouse, wo Mosley em zweites Mal sprach. Die Faschisten wurden m den Straßen der als rot verrufenen Londoner Vororte teilweise sogar mit Jub el b e grüßt. | Mosley marschierte an der Spitze seiner Anhänger. Auch die zweite Versammlung verlief i n v o l l i - q e r Ruhe und Ordnung. Die Ausführungen des Faschistenführers wurden immer wieder von Zustimmung unterbrochen. Nach Schluß der zweiten Kundgebung marschierten die Faschisten unter Dorantritt einer Kapelle geschlossen ab Sie wurden immer wieder aus der die Straßen dicht urnsaurnen-
P a r i s , 15. Okt. (DNB. Funkspruch.) Arn Mittwoch trafen in Paris die Kommunisten C ach in und Thor ez mit dem Vorsitzenden und dem Sekretär der s o z i a l i st i s ch e n I n t e r n a t i o na le de Brouckere und Adler zusammen. Die Einladung ging von kommunistischer Seite aus und sollte eine Aktionsgemeinschaft zwischen der kommunistischen und der zweiten Internationale vorbereiten, die jedoch von den Sozialisten
dies kürzlich tun müssen, und zwar etwas unver- i mutet im Zusammenhang mit einer tragischen Reihe i von Ereignissen, die sich in Spanien abgespielt haben und im Hinblick auf ihre Rückwirkungen auf das übrige Europa." Eden ging auf das französische Nichteinmischungsabkommen ein und fuhr fort: „Ich bin mir der Kritik sehr wohl bewußt, die gegen dieses Uebereinfommen gerichtet wird. Es wird sogar behauptet, daß die Zeit gekommen sei, diesen Versuch aufzugeben. Die britische Regierung teilt diese Ansicht nicht. Die britische Regierung i st für Nichteinmischung. Wir sind unsererseits entschlossen, unsere Verpflichtung getreulich durchzuführen. Wir sind der Ansicht, daß dies der beste, wenn nicht der einzige Weg ist, um die gefährlichen Entwicklungen a b z u w e n- d e n, die die svanische Lage mit sich bringen kann.
Auf das W äh r u n g s a b k o m m e n übergehend Erklärte der Außenminister, die „drei großen Demokratien" hätten die Initiative ergriffen mit dem einzigen Ziel, etwas zu tun, was zu einer Vermehrung des Welthandels insgesamt fuhren wurde. Dieses Vorgehen sei natürlich nicht gegen irgendeinen anderen Staat gerichtet gewesen.
Zur Frage der Rüstungen sagte Eden u. a.: Wir sind damit beschäftigt, ein sehr erhebliches Programm für die Wiederaufrüstung der Flotte, der Armee und der Luftwaffe durchzuführen. Wir würden ein R ü st u n g s a b k o m m e n oorge» , ogen haben, aber in einer Welt, wie sie heujx nun einmal ist. ist die Stärkung unserer eigenen Verteidigung eine Zwingende nationale Pflicht. In gewisser Beziehung sind Anzeichen einer Besser u n g der internationalen Lage zu sehen. Es wurde jedoch narri ch sein, die Augen vor den Schwierigkeiten zu schließen denen wir gegenüberstehen. Es sind nicht so sehr' die augenscheinlichen Gefahren, die Besorgnis bei uns Hervorrufen müssen, als vielmehr die Furcht vor irgendeiner unerwarteten Entwicklung in einer bereits gespannten internationalen Lage- Unser Bestreben muß es daher sein, die Temperaturen h e ra b 3 u f e $ e n. Der Weg zum Frieden kann n u r d u r ch T 0 l e ?anz u n d Z u r ü ck h a l t u n g gefunden werden.
abgelehnt worden ist.
Die Humanite" schreibt, die kommunistische Internationale habe der zweiten Internationale vorgeschlagen, eine Versammlung aller Arbeiterver- bände abzuhalten, aus der ein gemeinsames Vorgehen der kommunistischen und der zweiten Internationale sowie des internationalen Gewerkschaftsverbandes behandelt werden solle, um tn allen Ländern eine umfassende f) 1 i f s a t ti.0 n für b i e MadriderRegierungm die Wege 3U leiten. Ferner solle ein Vorgehen gegen die demokratischen Regierungen zur A u f h e bun g des Lieferungsverbotes und der Blockade besprochen werden. Weiter sollten die internationalen Arbeiterverbände angehalten werden, die Herstellung und Beförderung von Waffen und Munition für die „Bürgerkriegsanstister" in Spanien zu verhindern. Dieses Angebot der kommumsti- schen Internationale hätten de Brouckere und Adler kategorisch abgelehnt und der geplanten Zusammenkunft jeden Nutzen für Aktwns- aemeinschast der Arbeiter-Internationale abgejpro- chen. Die beiden Kommunisten Cachln und Thorez bezeichnen in der „Humanitö diese Weigerung als ftir die spanische Republik und die Arbeiterbewegung aller Länder sehr schädlich.
England beharrt ans dem Grundsatz der Mteinmischung
Außenminister Eden über die Grundlagen der britischen Außenpolitik.
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„Aus dem Lande des sieghaften Kommunismus senden wir euch tausend brüderliche Grüße und rufen euch zu: Haltet aus im Kampfe gegen den Feind der Menschheit, den Faschismus! Schlagt ihr d e n K 0 p f ab, der faschistischen Schlange, und werft sie in die Wolfsschlucht!" — „Wir, die Kochos- niki der Kollektivwirtschaft ,Rote Weill, haben beschlossen, auf je zwei Tageslöhne im Monat zu I euren Gunsten zu verzichten, damit ihr den Kampf gegen eure Feinde weiterführen könnte. Schlagt I \ f e tot, die weißen Konterrevolutionäre!" — „Wir, die Frauen der roten Arbeiter des Werkes Soundso, wollen an unserem Wirtschaftsgeld für euch sparen. Nur der Kommunismus kann euch retten!" — „Meine Mutter hat mir 5 Rubel geschenkt, die ich vernaschen sollte. Ich aber sende euch dieses Geld — kauft euch dafür Patronen und schießt die Weißen tot." — „Wir, die Polararbeiter im ewigen Eise... Wir, die Wißen» chaftler der Sowjetunion.., wir, die Eisenbahnarbeiter, die Angestellten des Kleinhandels, die I Schüler und Schülerinnen... wir, die Gewerkschaftler, die Parteiarbeiter, die Bauern und Beamten Männer und Frauen, Eltern und Kinder — mir, wir, wir.... Alles sollt ihr haben von uns! Butter und kondensierte Milch, Agitatoren und Druckpapier, Patronen und Flugzeuge und Tanks! Rettet nur das rote Spanien f ü r den Kommunismus! Schreckt vor keiner Greueltat zurück! Hängt die Priester, erschlagt die Geiseln, steckt die Kirchen und Klöster in Brand! Tötet sie alle, die gegen euch stehen! Es lebe das kommunistische Spanien!"
So wird es täglich in den Sowjetzeit u n ■ gen geschrieben, so redet der sowjetamtliche Agitator in den zahllosen Versammlungen, die in dem ganzen Lande seit Wochen abgehalten werden, und jo chreit es täglich in allen Sprachen aus dem Sowjetrundfun t? „Die Lage in Madrid ist ernst", schreibt der nach Spanien entsandte Chef- I rebafteur der Prawda Kolzow alias Ginsburg — und es wird ein neues Schiff „mit kondensierter Milch und Margarine" abgeschickt. Das dritte an 1 der Zahl, der „Syrjanin", hat dieser Tage einen Sowjethafen verlassen, nachdem „Newa" und „Ju- banj" ihre wertvolle Landung im Hasen von Barcelona abgeladen hatten. Tausende von Kisten und Kästen würden dort ausgepackt, die nach den amtlichen Angaben der kommunistischen Moskauer Zeitungen und der nicht minder kommunistischen Behörden von Barcelona Milch, Margarine, Zucker, Kaffee, Kakao, Weizen usw. enthalten haben sollen. Bei dieser wie bei anderen Moskauer Hilfsaktionen handelt es sich aber eindeutig um Waffenhilfe. Denn wie es z. B. kam, daß nach dem Ausladen dieser Schiffe mehrere neue Flugzeuge sowjetrussischer Herkunft auf der Seite Caballeros aufgetaucht sind, waber die drei Lastwagen mit Gewehren der Moten Armee neue st en Modells kamen, die, kurz nachdem der Sowjetgesandte Rosenberg mit seinem außerordentlich umfangreichen Gepäck in Madrid eingezogen war, den Hof der Sowjetbotschaft verließen, ob die zahlreichen Sowjetrussen, die in den letzten zwei Monaten „Vergnügungsreisen" nach Spanien unternehmen, wirklich nur das milde Klima genießen und dort von ihren Krankheiten" genesen wollen, was mit den ungezählten Millionen geschieht, die seit Wochen ununterbrochen in allen Gauen des Riesenlandes gesammelt werden — über all das schweigen sich die amtlichen und sonstigen Stellen aus.
Und nur, wenn Caballero aus seinem übervollen I Herzen den „Brüdern in Moskau" seinen Dank „für die wertvolle Hilfe im Kampf gegen den gemeinsamen Feind" abstattet, wenn der neue spam- sche Botschafter in Moskau der Presse erklärt, daß seine Regierung leider eben keine Möglichkeit zu umfangreicher Waffenerzeugung habe (und deshalb auf die Sowjethilfe angewiesen sei), wenn Die Komintern die Entsendung einer Reihe neuer Agitatoren nach dem Schauplatz des spanischen Bürgerkrieges beschließt oder wenn sie Largo Caballero neue Anweisungen erteilt, wenn Kolzow zu- 1 viel aus der Schule plaudert — oder auch wenn der italienische Botschafter Grandi in London präzise und amtlich genau belegte Daten über den Umfang der bolschewistischen Hilfe an bie fpanp schen Genossen mitteilt, — erst dann wird sich auch wohl die westliche Öffentlichkeit, die ihre Symvathien nur gar zu gern an die in Madrid und Barcelona sitzenden „Demokraten" verschwendet, bewußt, daß es die Sache ber roten Weltrevolution ist, um bie auf Leben und Tob in Spanien gekämpft wirb.
Seit bem ersten Tage ber Erhebung bes nationalen Spaniens unb bis zum heutigen blutigen Ringen ber Mächte ber Ordnung mit Denen Der Zerstörung unb bes Umsturzes hat Moskau alle «Hebel in Bewegung gesetzt und alle zu seiner Ve^ fügung befindlichen Kräfte einsetzen lassen, um sich auf ber pyrenäischen Halbinsel e i n B 0 l l w e r k des Bolschewismus zu schaffen Nachdem schon in den.ersten Tagen des Bürgerkrieges über 30 Mann speziell ausgebildeter 21 9 ‘ !.a * 0 nach Madrid entsandt worden waren, durfte diese qqm mimischen auf über 500 Mann gesteigert war ken sein Diese Leute haben die Regierung in Madrid wie in Barcelona in der H^nd und sie sind es die in Wahrbeit den Karnvf gegen die Militärgruppe leiten. Mit einem ^folge fowjet- russischer Bürgerkriegsspezialisten traf zunächst ber berüchtigte ungarische N^nAenschlächter B e a I K h u n alias Aaron Cohn in Mabrrb em. Er öffnete
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faus Vorschlag annähme, mürbe Europa in zwei Lager geteilt werben, aber für Die Annahme bestehe natürlich n i ch t b i e g e r t n g st e Aussicht. Lorb Plymouth hätte richtig gehandelt, als er daraus hinwies, daß sich die Sowjetregierung | mit dieser Angelegenheit, bie nicht m ben Bereich । des internationalen Ausschusses gehöre, bes üblichen biplomatischen Weges bebienen mußte.
Der „Daily Herold" schreibt, daß der Sowjetbotschafter eine völlig ablehnende Antwort von Lord Plymouth tm Foreign Office erhalten habe. Da bie Sowjetnote k e t n e n V e - weis bafür bringe, baß das Abkommen verletzt worden sei, halte man es nicht für angebracht, sofort eine neue Sitzung des Nichteinmlschungsaus- chusies anzusetzen. „Daily Mail" nennt den Schritt der Sowjets sehr kategorisch eine neue unverschämte Sowjetforderung!
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Moskaus neue Forderung an den Mchteinmischungsausschuß.
Der sowjetrussische Vorschlag einer Hafenkontrolle in auf Annahme. - Portugal stellt Gegenforderung auf lleberwachung der spanischen Häfen.
Pnnbon 14 DH. (DNB.) Das englische Kabi- Zu unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten L-ldwin ein- Sitzung °b, in der Autzenmimster Eden "inen eingehenden Ueberblick über die autzen- P°ÄS aus den umsang des Materials, das Nck l-U der letz en Kabinettssitzung angesammelt fen öff^'foüen bie bern Kabinett bernnächst Ä* «;
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isch-n Minister seien daher nicht bereir irgendeine Abordnung °°n chunger mär sch lern zu empfangen.
Moskau, 14. Okt. (DNB.) Die dem Vorsitzenden des Nichteinmischungsausschusses vom sowjetrussischen Geschäftsträger in London überreichte Note wird jetzt veröffentlicht. Die Note, bie in ihrer ungeheuerlichen Zumutung an Portugal einen neuen Versuch barstellt, ben Nichteinmischungsausschuß zum Auffliegen zu bringen, behauptet erneut, baß eine Belieferun g b e r spanischen Nationalisten mit Waffen über dieportugiesischenHäfen geleitet werbe. Die Minbestforberung, so heißt es in ber Note, um diese Waffenlieferungen zu unterbinden, Jet Die sofortige Aufrichtung einer Kontrolle über1 Die Häfen Portugals. Sowie truß- land schlage vor, Die Durchführung dieser Kontrolle der englischen ober ber französischen, ober b eiben Flotten zu übertragen. Die Note schließt mit ber Forberung, biesen Vorschlag auf einer „ohne jebe Verzögerung emzu- berujenben Sitzung bes Nichtemmlschungsaus - schufses zu behanbeln.
Das Echo in London 1
HIpBL-ÄLLLL btc Unruhen b r toten Xafl Unteraus,chutz des SfcS , ä« }*"■
stchf der Unruhe bestehe.
L 0 n b o n , 15. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die eng» lichen Morgenblätter bringen ben Text ber Dem Vorsitzenben bes Nichteinmischungsausschusses überreichten sowjetrussischen Note. „Daily Telegraph" sagt bazu, baß bie neue Sowjetnote in diplomatischen Kreisen als eine u n m i ß oe r » ständliche Drohung aufgefaßt werde, sich gegebenenfalls vom Nichteinmischungsausschuß z u - r ü ck z u z i e h e n. Der Vorsitzende des Ausschusses, Lord Plymouth, soll dem Sowjetbotschafter zu verstehen gegeben haben, daß der Sowjet-Vorschlag (gemeint ist die Hasenkontrolle in Portugal durch britische und französische Schiffe) dem Ausschuß nicht unterbreitet werden könne. Wenn Moskau Anregungen dieser Art machen wolle, mußte es sich a n die britische ober an bte französische Regierung auf bem üblichen diplomatischen Wege wenden. Es scheine, so schreibt „Daily Telegraph", daß zwischen England und Frankreich Üebereinstimmung in dieser Frage bestehe. Auch die portugiesische Regierung habe sich mit einem Ueberwachungsausschuß einverstanden erklärt, unter der Bedingung, daß solche Kontrolle auch in Barcelona Valencia unb Alicante tätig fein würbe.
Der „Daily Telegraph" sagt zu ber von Moskau vorgeschlagenen Art ber Kontrolle, ein s o frecher Vorschlag hätte aus keiner anderen Quelle als aus Moskau kommen können. Ebenso gut hätte man die Forderung aufstellen können, eine Blockade der italienischen und deutschen Häfen durchzuführen, von denen angeblich die Lieferungen ausgehen sollten. Die Sowjet- regierung beabsichtige, dem internationalen Komitee Schwierigkeiten zu bereiten. Wenn es Mos-
Hr. 242 Erste; Blatt 186. Jahrgang Donnerstag, 15. ©Hoher 1956
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^jnen er und das englische Voir gingen.
Auch der Kriegsminister Duff C o o p e r erklärte, daß Schritte unternommen werden müßten, uni für Ordnung, und zwar für die größtmöglichste Ordnung, die eine Regierung bieten könne, zu
Die Kabinestssitzuns.
Die AnSsichlen der Künfmä»tekoufereuz. Hungermärsche unerwünscht.
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°Mn'L ’tbeinen: Älg ismiiile bei Lber-
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1 und oiertcn Zeilen eieyes vom 8.April enkn und öffentlich ungt-beuimmungen ■ 1 § 5 unter ‘9cn oder Unterlas' ebandelt zu haben, porben und es nicht -mviang unter An- 5 und des Zweckes, rZMelle schriftlich!
Äbs. 2 des Gesetzes iodoI vom 8.4.1922 1--29 der Brennerei- ST.U.B.M. § 144 m'ätzlick bewirkt zu iS dem Branntweinen, dadurch, dab er Töfmete, ohne dies, Steuerbehörde im 'n,
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liinait zum eigenen udaben,daWnna!i- mmonoDole verkürzt ■ ablieserungsvililtw' , jie vorgeichrieben, an j iltung oblieferte, i. B.m. §§ 119A lM.Gei.873 ^t.G^ | August 1933 oöer um , -n und Umgebung ui ; ii andere zu Den non ; len'leuerhinterziehm' .^Abs. 1 d. Zucker
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