Ohecheffen.
KineGänflerfahrinack dem Vogelsberg
* Leihgestern, 14. Sept. Der Gesangverein „L i e d e r k r a n z" unternahm gestern m drei großen Postautobussen eine von herrlichem Herbstwetter begünstigte Sängerfahrt nach dem Vogelsberg. 115 Teilnehmer, darunter 80 aktive Sänger, das übrige passive Mitglieder und Familienangehörige, nahmen daran teil. Die Fahrt ging über Grünberg nach Ulrichstein, wo der Leiter des Vogelsberger Höhenclubs, Dr. Bruchhäuser, die Fahrtteilnehmer auf den Schloßberg führte, ihnen über die Geschichte des Schloßberges einen ausklärenden Vortrag hielt und zu dem weiten, herrlichen Ausblick, den man von hier in das Ohmtal hat, die näheren Erläuterungen gab. Nachdem die Sänger den Einwohnern von Ulrichstein mit dem Chor „Heimatsehnen" ein Morgenstündchen gebracht hatten, ging die Fahrt weiter nach dem Hoherodskopf. Gestärkt durch ein gutes Frühstück und begeistert von dem schönen Rundblick in die Vogelsberg-Landsckaft ging die Fahrt, nachdem auch der Turm auf dem Taufstein bestiegen worden war, durch Ilbeshausen, Grebenhain nach der Herchenhainer Höhe. Ein neues Bild von der Schönheit des Vogelsbergs bot sich hier wieder den Fahrtteilnehmern, klar und schön lagen die Mooser Teiche vor uns. Nach kurzer Besichtigung des DJH-, des einstigen „Vater-Bender- Heimes, fuhr man nach Hartmannshain, wo das Mittagessen eingenommen wurde. Gut gestärkt verabschiedete man sich von Hartmannshain mit zwei Liedern und traf gegen 15 Uhr in Schotten ein.
In Schotten bot sich den Fahrtteilnehmern eine große Ueberraschung. Arn »Rathaus hatte sich außer dem Bürgermeister der Stadt Schotten der Schottener Männerchor und eine große Anzahl Schottener Bürger zum Empfang der „Hüttenberger" Sänger eingefunden. Der Schottener Männerchor grüßte zuerst mit dem Sängergruß, dann entbot unser Sangesbruder Heimatdichter Gg. Heß, der die Vorbereitungen und die Führung dieser Fahrt übernommen hatte, dem Bürgermeister und den Schottener Einwohnern die besten Grüße und brachte zum Ausdruck, wie begeistert seine Landsleute von der herrlichen Landschaft des Vogelsberges feien. Bürgermeister Me n g e l hieß namens der Stadt Schotten die Gäste herzlich willkommen und überreichte dem Chorleiter des „Liederkranz", Reallehrer Blaß, und dem Leiter der Fahrt, Sangesbruder Heß, den Ehrentrunk der Stadt Schotten. Nach einer kurzen Besichtigung der Stadt Schotten fand in der Turnhalle ein geselliges Beisammensein statt. Bei Musik und Gesang, bei Ansprachen und Tanz hatte sich zwischen den „Hüttenbergern" und den „Schöttenern" schnell eine schöne Volksgemeinschaft gebildet, die am schönsten zum Ausdruck kam, als die beiden Gesangvereine gemeinsam unter der Stabführung des Schottener Dirigenten die „Mahnung" sangen. Zu schnell verliefen die Stunden, und als der Gesangverein „Liederkranz" zum Abschied das Volkslied „Muß i denn" anstimmte, da dachten wohl die meisten Teilnehmer, stünden wir doch nur noch einmal am Anfang dieser schönen Nachmittaasfeier. Aber was half es, geschieden muß sein. Wir fuhren über Nidda, Salzhausen nach L i ch, wo der Abschlußschoppen für diesen Tag getrunken wurde, und um 21 Uhr fuhren unsere Wagen, nach einer Rundfahrt durch unseren Ort, vor dem Vereinslokal vor.
Man sah es allen Gesichtern an: die Teilnehmer hatten etwas erlebt. Nach harter Erntearbeit hatte mancher Teilnehmer sich einmal diese Fahrt gegönnt. Sie war für ihn und für alle Teilnehmer ein Erlebnis gewesen. Gg. Heß hat seinen Landsleuten mit dieser Führung wirklich ein Stück hessischer Heimat aufgeschlossen. Die Fahrtteilnehmer können mit einstimmen in das Lied des DHC.:
„Dir, meinem Vogelsberg, gelte mein Lied ... bist ein Stück Vaterland, nur nicht genug erkannt, so schön wie eins!"
YOIahreTurn- u.SportvereinÄutzbach
♦ Butzbach, 14. Sept. Der Turn- und Sportverein Butzbach (Turngemeinde von 1846), über dessen interessante Geschichte wir vor einigen Tagen bereits einen ausführlicheren Aufsatz veröffentlichten, beging am Samstagabend die Feier seines 90jährigen Bestehens durch einen eindrucksvollen Festakt im „Hessischen Hof" Der starke Besuch aus allen Schichten der Butzbacher Einwohnerschaft war Beweis für die enge Verbundenheit des Jubelvereins mit der Bevölkerung der alten Tur- nerstadt Butzbach.
Der Dereinsführer konnte zu Beginn der Feier aufs herzlichste begrüßen: Vertreter der Partei, des Reichsbundes für Leibesübungen und seines Fachamtes Turnen, der Schulen und benachbarter Turnvereine. Ein besonderes Grußwort galt auch dem Ehrenmitglied des Butzbacher Vereins Ehrengauoberturnwart W. Will (Gießen). Dann gab der Vereinsführer, Studienrat Lauckhard in seiner inhaltoollen Festansprache einen Ueberblick über die 90 Jahre Vereinsgeschichte. Der Redner schloß mit dem Bekenntnis, daß sich der Verein in alter Treue und neuer Liebe im neuen Reichs- dund für Leibesübungen stets einsetzen werde für die großen völkischen und vaterländischen Ziele, die einst die Gründer auf ihre Fahne geschrieben.
Reichsbund-Kreisführer Sturmführer O tter - b e i n (Friedberg) übermittelte die Grüße des DRL. und danke dem Verein für feine treue und erfolgreiche Arbeit im Dienste an Volk und Vaterland, um anschließend in grundlegenden Ausführungen die Notwendigkeit völkischer Leibeserziehung im nationalsozialistischen Staat klar herauszustellen. Ein persönliches Wort besonderer Anerkennung fand der Reichsbundkreisführer für Ehrengauoberturnwart Wilhelm Will, der sich in jahrzehntelangem restlosem Einsatz für die vaterländischen Hochziele der Turnerschaft als ein Vorkämpfer für die Leibeserziehung des neuen Deutschlands in Treue erwiesen habe. Die Gückwünsche des Gaufachamtes Turnen im Gau XII Hessen und seines Führerstabes überbrachte Gaufachamtsprefsewart O ß w a l d (Bad-Nauheim), während die Grüße der befreundeten Nachbarvereine Abschnitts - Dietwart (Bad-Nauheim) übermittelte.
Der Ehrenvorsitzende des Jubelverems, Ehren- Bezirksvertreter K. Schneider (Butzbach) führte dann aus, daß der Verein frühere Feiern immer
gern zum Anlaß genommen habe, feine Verbundenheit mit dem Gau dadurch auch äußerlich zum Ausdruck zu bringen, daß er Männern, die sich um das turnerische Leben der Heimat in besonderem Maße verdienstvoll bemüht, die Ehrenmitgliedschaft verliehen habe. So solle es auch bei der 90-Jahr-Feier sein. Mit anerkennenden Worten aufrichtigsten Dankes und unter lebhaftem Beifall der großen Festgemeinde ernannte er zu Ehrenmitgliedern des Jubelvereins: den früheren Kreis- und Gauvertreter Artur Pfeiffer (Wetzlar), Gau- fachamtspreffewart Oßwald (Bad-Nauheim), den Vorsitzenden des Feldbergfest - Ausschusses Hugo Pfaff (Frankfurt a. M.) und den früheren Vereinsführer und Bezirksführer im neuen Gau Hessen Oberstabsarzt Dr. H. R a u (jetzt in Würzburg). Die Ausgezeichneten brachten zum Ausdruck, daß sie stolz darauf seien, einem Verein mit so ruhmreicher Vergangenheit als Ehrenmitglieder anzugehören
Ein Beweis für den Geist der Treue, Anhänglichkeit und Hingabe an das Ideal ist die Tatsache, daß der Jubelverein über 80 Mitglieder für über 2 5 -, 40-, 50- und 60jährige Mitgliedschaft durch Verleihung des Vereinsehrenbriefes auszeichnen konnte. Wir nennen hier nur die Veteranen, die über 60 Jahre dem Verein angehören. Ihre Namen haben über die Stadt in den hessischen Turnerkreisen einen guten Klang: Wilhelm Braubach (65), Jak. Ruppel III., Adam Schab und Fritz Weber (je 64), Heinr. Heil (62), Ludwig Weickhardt (61).
Die reichhaltige inhaltvolle Festfolge des Abends bewies wieder, daß es der Turn- u. Sportv. Butzbach in ausgezeichneter Weife versteht, Feiern würdig und eindrucksvoll zu gestalten. Wirkungsvolle Gesangsvorträge des Männerchors „Orpheus-Eintracht", flotte Weisen der Butzbacher Feuerwehrkapelle und vielseitige turnerische Vorführungen lösten einander ab. Höhepunkt und Abschluß der Feier bildete das erhebende Festspiel „Weg ins Volk und Reich", das ausklang in dem begeisterten Treuegelöbnis zum Führer. Begeistert fang die große Festgemeinde das Deutschlandlied und das Horst-Wesiel-Lied
Toöessturz mit dem Motorrad
y Schotten, 14. Sept. Gestern nachmittag ereignete sich auf der Strecke Ulrichstein—Schotten in der Nähe des Ludwigbrunnens ein schweres Unglück. Zwei Brüder Ko ll mann aus Fulda fuhren auf einem Motorrad und kamen dabei in einer Kurve zum Sturz. Der ältere Bruder, auf dem hinteren Sitz, wurde so unglücklich vom Rad geschleudert, daß er infolge seiner Kopfverletzungen alsbald verstarb, der jüngere Bruder und Fahrer des Rades wurde nur leicht verletzt.
Canöfreis Gießen
CO Klein-Linden, 14. Sept. Bei der Schweinezwischenzählung wurden hier 403 Tiere, gegenüber 389 im Juni dieses Jahres, festgestellt, und zwar Ferkel unter 8 Wochen 8 Stück, Tiere bis zu 6 Monaten 122 Stück und solche über 6 Monate alt 273 Stück.
OO Klein-Linden, 14. Sept. In der Wirtschaft „Zur Burg" fand die Vereidigung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Bürgermeister Fischer bestätigte zunächst als Führer der Wehr den Oberbrandmeister Fritz Müller, der seither schon als Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr vorstand. Dieser dankte für die Bestätigung und erneuerte für sich und die ihm anvertraute Wehr das Gelöbnis unbedingter Pflichterfüllung im Dienst für Volk und Vaterland. Anschließend berief Oberbrandmeister Müller folgende Feuerwehrleute als Mitarbeiter in den Führerrat der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr: Wilhelm Lenz, Friedrich Germer (zugleich Kassenwart), Friedrich Holler, Wilhelm Jung, Reinhard Wagner (zugleich Zeugwart) und Paul Müller. Sodann sprach Bürgermeister Fischer über die hohen Aufgaben der Feuerwehr im Dritten Reich, an denen mitzuarbeiten jeder Feuerwehrmann berufen fei. Er nahm dann die Vereidigung auf den Führer vor. Das begeistert aufgenommene Sieg-Heil auf den Führer und der gemeinsame Gesang der beiden nationalen Lieder bildeten den Abschluß der Feier. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr zählt gegenwärtig 40 aktive Feuerwehrleute. Im Interesse der großen Bedeutung einer schlagfertigen Feuerwehr für den Schutz des Volksvermögens wäre es sehr zu wünschen, wenn recht viele junge Männer unserer Gemeinde sich der Freiwilligen Feuerwehr anschließen würden.
= Steinbach, 14. Sept. Frau Heinrich Wehrum W w e. hat in diesen Wochen ihr Haus an der Garbenteicher Straße renovieren lassen. Das Haus ist ein Fachwerkhaus. Nach den Wiederherstellungsarbeiten bietet es einen sehr schönen Anblick. Bei den Arbeiten wurde die Erbauungszeit durch eine Inschrift auf 1745 festge- stellt. Das Haus ist somit sicherlich eines der ältesten, wenn nicht das älteste Wohnhaus in Steinbach. Neben einer nicht ganz entzifferbaren Inschrift über eine größere Renovierung wurden zwei Sprüche gefunden, die auf die Erbauungszeit zu- rückgeyen dürften. Der eine Spruch ist ein Bibel- wort: „Habe deine Lust an dem Herrn, der wird dir geben, was dein Herz wünschet." Psalm 37, 4. Der andere ist ein Sprichwort und heißt: „Bleibe im Lande und nähre dich redlich." Neben den kürzlich von Geheimrat Walde- Darmstadt photographierten Fachwerkhäusern Damasky-Keß- l e r und Karl Krämer I. und Ludwig Balser I., alle drei in der Adolf-Hitler-Straße, ist nach der Wiederherstellung das Haus der Wwe. Wehrum eines der schönsten Fachwerkhäuser in Steinbach.
+ Treis a. d. Lda., 13. Sept. Heute vormittag sand die feierliche Eröffnung des Konsir- mandenunrerrichts in der Kirche statt. Es wurden 15 Knaben und 7 Mädchen aufgenommen.
s Lang-Göns, 14. Sept. Erft jetzt läßt sich übersetzen, welch ungeheure Mengen von Früchten die Zwetschenbäume in diesem Jahre bringen. In der vergangenen Woche gingen fast täglich Wagenladungen mit Zwetschen an Konservenfabriken ab. Zuerst lud die Bezugs- und Absatzgenossenschaft ein, dann wurden auch Händler zugelassen. Der Andrang an dem Bahnhof war gewaltig. Von allen Seiten kamen die mit gefüllten Körben beladenen Fahrwerke, und dabei hängen noch die meisten
Otc neuen Truppen-Fahnen.
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Die neue Fahne für die Infanterie (weiß) und die Fahne für die Pioniere (schwarz). (Scherl-Bilderdienst-M. — Mit Genehmigung des Verlages „Offene Worte", Berlin.)
Die Standarte der Kavallerie (gelb) und die Standarte der Artillerie (rot), l Scherl-Bilderdienst-M. — Mit Genehmigung des Verlages „Offene Worte", Berlin.)
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Früchte an den Bäumen. Auch in dieser und in den folgenden Wochen werden weitere Ladungen abgehen. Selbst alte Leute können sich nicht an eine so reiche Zwetschenemte erinnern. Für den Zentner werden 5 RM. bezahlt. Das ist für viele Baumbesitzer eine schöne Nebeneinnahme. Die A p f e I e r n t e wird dafür in hiesiger Gemarkung sehr knapp ausfallen. Nur einzelne Bäume bringen gute Erträge. Birnen gibt es schon mehr. Sehr viele Früchte haben die Walnüsse angesetzt.
A Bellersheim, 14. Sept. Seit einiger Zeit herrscht auf dem Bahnhofe Obbornhofen—Bellersheim starker Güterverkehr. Die Obstanlieferungen aus den benachbarten Dörfern haben so stark eingesetzt, daß täglich 2 bis 3 Bahnwagenladungen zur Verfrachtung kommen. In der Hauptsache wurden Zwetschen angefahren, die teils ins Industriegebiet, teils zu der Konservenfabrik in Groß-Gerau verladen werden. Diel Obst wird auch im Stückgüteroerkehr versandt, vor allem Mirabellen und mittelfrüh reifende Aepfel- und Birnensorten. — Gegenwärtig läßt die hiesige Bäuerliche Bezugs- und Absatzgenossen- schäft den im Hauptlager der Rhein-Mainischen Hauptgenossenschaft aufbewahrten Flachs rösten. In den Riedwiesen nahe der Straße Trais-Horloff nach Bellersheim sind viele Morgen mit den ent- samten Flachsstengeln bedeckt, die durch den Morgentau mit nachfolgendem Sonnenschein dem Röstprozeß unterworfen werden.
)-( Obbornhofen, 14. Sept. Die Zwei- schenversteigerung der Gemeindeobstbäume erbrachte verhältnismäßig geringe Preise. Es stellte sich der Zentner am Baum auf durchschnittlich 2—3 Mark. Das anfallende Frühobst, wie Grafensteiner und Apfel aus Croncels, wurde gepflückt von der Gemeindeverwaltung veräußert. Je nach Güte wurden von dem Handel 8—10 Mark je Zentner befahlt. Der Handel in Obst wird durch die Genofsen- schaften, die ortsansässigen Händler und durch Aufkäufer aus dem Rhein-Main-Gebiet getätigt. Letztere holen das Obst mit Lastwagen an der Erzeugerstätte ab. Mit dem Ernten des Spät- o bst es darf nach einer Anordnung der Ortspolizeibehörde erst nach dem 25. September begonnen werden. Im Interesse einer guten Obstentwicklung ist diese Maßnahme nur zu begrüßen. Sie sollte überall Nachahmung finden. Bei der schlechten Sommerwitterung wird gerade der herbstliche Sonnenschein viel zur Haltbarkeit des Winterobstes beitragen.
—.— Bettenhausen, 14. Sept. Zur Zwei- schenversteigerung der Gemeindebäume hatten sich zahlreiche Käufer, darunter auch Händler, eingefunden. Es wurden angemessene Preise erzielt. Teilweise haben die Bäume einen übermäßig starken Behang, so daß zahlreiche Astbrüche eingetreten sind. Bei einzelnen Stämmen sind die Kronen völlig auseinandergebrochen.
# Steinheim, 14. Sept. Die Zwischen- zählung der Schweine hatte hier folgendes Ergebnis: Jährige Sauen 1 Stück, Zuchtsauen von 6 bis 12 Monate 15 Stück, Zuchtsauen über ein Jahr alt 39 Stück, Ferkel bis 2 Monate alt 138 Stück, Einlegeschweine bis zu einem halben Jahre 254 Stück, solche bis zu einem Jahre alt 122 Stück, Schweine über ein Jahr alt 2 Stück. An Kälbern wurden im letzten Vierteljahre 50 Stück geboren.
* Hungen, 15. Sept. Am heutigen Dienstag, 15. September, können der Wirt im Bahnhof Hungen, Wilhelm P letsch und seine Ehefrau das Fest der silbernen Hochzeit feiern
Kreis Schotten
w Schotten, 14. Sept. Heute wurde die Urne des in Manila (Philippinen) verstorbenen, hier gebürtigen Wilhelm Merz beigesetzt. Merz war längere Zeit bei der Firma Moufang, Ober-Schmitten, in Stellung und ging dann vor etwa 15 Jah
ren in ein großes Geschäft nach Manila. Zweimal war er besuchsweise in seiner Vaterstadt, an der er mit großer Liebe hing. Das ungesunde Klima hat feiner Gesundheit offenbar stark zugesetzt.
Kreis Friedberg.
ch Aus der mittleren Wetterau, 14. Sept. Während noch das letzte Grummet einge« bracht und die Zwetschenemte oorgenommen wird, hat bereits das Kartoffelausmachen begonnen. Dieser Tage wurden die zur Saatgutgewinnung gepflanzten Frühkartoffeln der Sorten „Odenwälder Blaue", „Allerfrühste Gelbe" und „Frühgold" geerntet. Der Ertrag muß als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Faule Knollen finden sich selten. Da auch das Kraut der Spätkartoffelsorten abzusterben beginnt, werden die im Felde befindlichen Rodemaschinen gleich zur Ernte eingesetzt. Hauptsächlich ist es die Sorte „Industrie", die schon erntereif ist. Die Stöcke haben nicht übermäßig viele, dafür aber dicke und gesunde Knollen angesetzt, die auch verhältnismäßig sauber zum Vorschein kommen. Auch in den übrigen Spätsorten, wie Ackersegen, Parnassia und Edeltraud, steht eine vorzügliche Kartoffelernte in Erwartung, die die vorjährige im Ertrage noch übertrifft. Mit der Aussaat von Winterrübsen wurde begonnen. Hier sind hauptsächlich die größeren Güter die Anbauer. Mehr als in den letzten Jahren wird auch in diesem Jahre der Winterraps angebaut werden, da eine verbilligte Rücklieferung von Oelkuchen seinen Anbau wirtschaftlicher gestaltet. Da sich der in diesem Jahre erstmals eingeführte Zwischen- futterbau gut eingeführt chat, wird sich seine Anbaufläche in diesem Herbst wesentlich erweitern. Allenthalben trifft man Vorbereitungen zur Aussaat von Landsberger Gemenge und geht auch daran, durch Zwischensaat von Winterwicken unter den Roggen sich selbst das notwendige Saatgut hierzu zu erzeugen. Nach wie vor herrscht U e b e r- fluß an Grünfutter, so daß das sonst alljährlich übliche Abblatten der Dickwurz nicht vorgenommen zu werden braucht. Ueberall sieht man zum ersten Male Aecker mit Sonnenblumen, die nun in die Blüte schießen und ein eiweißreiches Milchfutter abgeben. Das letzte Dörrheu von ewigem und rotem Klee wird eingefahren.
Kreis Alsfeld.
£ Groß-Felda, 14. Sept. Gendarmerie- meister Dörrfchuck wurde von hier nach Bürstadt im Ried versetzt. An seine Stelle kam Hauptwachtmeister Rapp, der seither in Friedberg im Dienst stand.
Gießener Wochenmorktpreise.
* G i e ß e n, 15. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, ausländische, 12, Wirsing, % kg 8, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 5 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 10 bis 20, Römifcbkohl 6 bis 8, Bohnen, grün 15 bis 20, gelb 15 bis 20, Unterkohlrabi 8 bis 10, Erbsen 25 6is 30, Tomaten 10 bis 15, Zwiebeln 8 bis 10, Kürbis 5 bis 6, Pilze 15 bis 30, Kartoffeln, 5 kg 40 bis 45 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mark, Frühäpfel, Vt kg 12 bis 15 Pf., Falläpfel 3 bis 6, Birnen 10 bis 15, Zwetschen 6 bis 8, Pfirsiche 35 bis 60, Brombeeren 30 bis 35, Preiselbeeren 35 bis 40 Pf., junge Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Enten 1 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 10 bis 50, Salat 8 dis 10, Salat- gurken 5 bis 20, Einmachgurken 1 bis 3, Oberkohlrabi 4 bis 10, Endivien 5 bis 15, Lauch 5 bis 8, Sellerie 20 bis 25, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 10 Pf.
1 Stück ' 324
3 Stück 904 y


