Oberhessen
•Xi
nn
let 2
erfot
unsrl;
junge Männer von hier. Beide mußten mit
Alsfelder Prämienmarkt
von
ßkrbig war mittelmäßig. Herzkirschen, die in bie
€61
Die Aussichten
liebjfinb fast restlos aufgeplatzt.
Vornan von I. Schneider Ioerstl.
Häher seiner Stube war jetzt ihr Schritt vernehm-
n jmeiic arte Äorl:
Nun — da glbts keine feste Skala; die natürliche Veranlagung entscheidet! Fest steht aber, daß Sie das „Braunwerden" ganz wesentlich fördern, wenn Sie sich vor jeder Sonnenbestrah
lung gut mit Nivea einreiben.
ft h n: ö a ü
genen Mantelkragen.
Die Dame, mit der er beinahe zusammengestoßett
Ich«
Si9en > itrb bi, 'M leitung sfüljruE, l°lstrch 1 °b Ü
Ä’n die Haustür!" . , „
Äber das ist doch überflüssig!" memte sie ver- i tttoert „Es ist doch schon ein Riegel und a3£Ders ihn noch ein Schloß zum Absperren da. Wozu - Mythen Sie denn noch ein zweites?"
»besser ist besser", sagte er und wich ihrem Blick 1
E$ stutzte — begriff plötzlich, lehnte sich gegen dte und brach in ein so herzhaftes Lachen aus, I ®&aer sich verlegen am Herd zu schaffen machte. : It iFrauenzimmer hatten es in sich. Die durch- ’ k:te ihn und lachte chn aus. Das hatte er jetzt i 01M,
srW irbe ter 5 n (hfir: > in feinen tb SM In den b ber nW bie JB >x
einmal im Kreis der Geistlichen des Dekanats wellen zu können. Er gab dann einen Bericht von der derzeitigen kirchlichen Lage im Reich. Allgemein glaube er sagen zu können, daß eine Entspannung sich immer mehr bemerkbar mache. Sodann sprach Pfarrer Weidner (Ostheim) über seine große Ostseefahrt als Schiffsgeistlicher an Bord des Lloyd« dampfers „Stuttgart" im vorigen Jahr. Er berichtete zunächst über seine Arbeit als Schiffsgeistlicher, wobei er von recht gut besuchten Gottesdiensten, rechtem Opfersinn und großem Interesse an den kirchlichen Fragen der Gegenwart seitens der Passagiers viele Beispiele geben konnte. Kurz erzählte er von seinen Besuchen bei den deutschen evangelischen Auslandsgemeinden in Kopenhagen und Stockholm, um dann ausführlicher von der Gustav-Adolf-Gemeinde Reval, wie überhaupt vonl dem deutschen kirchlichen geben in Estland zu reden. Hierbei konnte er über erfreuliche Dinge von des beispiellosen Opferwilligkeit der deutschen Evangelischen in Estland Bericht erstatten.
Der letzte Teil des Vortrags behandelte die kirchlichen Verhältnisse in Rußland. In Leningrad und vornehmlich auf der deutschen Botschaft in Moskau konnte der Vortragende amtliche Feststellungen auch über den Stand der lutherischen Kirche in Rußland machen. Er gab u. a. bekannt, daß von den 193 deutschstämmigen Pfarrern vor dem Krieg (141 waren rein deutsch) Ende 1934 noch 62 im Dienst waren. Zur Zeit dürften es noch rund 20 Pfarrer sein, die im Dienst der lutherischen Kirche in Rußland ihr schweres Amt innehaben. Dabei sei zu beachten, daß die Landgemeinden heute fast alle ohne Pfarrer und nur die großen Städte kirchlich versorgt sind. Wie sich das Leben in einem Staat gestalte, wenn der Staatsbürger gänzlich gottlos werden solle, wurde an etlichen Beispielen anschau- lichst gezeigt. Dekan Hoch dankte dem Vortragenden für seinen interessanten und wertvollen Vortrag. An die Konferenz schloß sich am Nachmittag eine Familienzusammenkunft an, bei der Pfarrer : Weidner noch u. a. über seinen Besuch auf dem i Standesamt in Moskau berichtete, wo er russischen Eheschließungen beiwohnte.
Eine Ordensschwester wegen Unzucht zu Gefängnis verurteilt.
Landkreis Gießen.
' Heuchelheim, 15. Juli. Die 17 Jahre alte Mira Ruppert von hier mußte wegen Wecenverletz ungen durch einen Ur^glucks- fajl ..er Chirurgischen Klinik in Gießen zugefuhrt "*^"d enhausen, 14. Juli. Der landwirtschaftliche Arbeiter Adolf Loth von hier, der mit bem PMen von ßinbenblüten beschäftigt war, stürzte mm Einern Baume herab aus einen Haufen Deck» fdtot-r In bewußtlosem Zustanbe wurde er nach $jm gebracht und in ärztliche Behandlung ge-
mz test fen bk ;
* Büdingen, 14. Juli. Unter dem Vorsitz Dekan Hoch (Selters) tagte gestern vormittag im Gemeindesaal eine Konferenz der Geistlichen des Dekanats Büdingen, zu dem jetzt auch Orte der früheren Dekanate Nidda und Rodheim gehören. Nach Schriftlesung und Gebet des Vorsitzenden begrüßte Dekan H o ch den Propst der Propstei Oberhessen, Propst Drommershausen (Frankfurt a. M.), den Redner der Tagung, Pfarrer Weid- n e r (Ostheim) sowie bie in großer Anzahl erschienenen Amtsbrüber. Die meisten Geistlichen bes
„Lois!" sagte sie, hinter ihn tretenb. „Ich verspreche Ihnen feierlich, baß ich nicht bavonlaufe. Weber bei Tag, noch bei Nacht. —
*
Köln war ganz in dichten grauen Nebel gehüllt, die Straßen, die Häuser, die Plätze, alles trug diese leblose stumpfe Farbe, die so recht zu der Stimmung paßte, in der sich Kommerzienrat Terry befand.
Am Wochenende bin ich bei dir! hatte Maria gesagt. — Und heute war Samstag.
Seit 9 Uhr morgens saß er auf seinem Zimmer und wartete. Er wußte nicht, wann sie kam, auch nicht, ob mit der Bahn, oder mit dem Wagen, ober mit bem Flugzeug. Aber baß sie eintreffen würbe, bas war sicher. — Wenn ihr nicht — — nein, nein. Es würbe ihr nichts zugestoßen fein. Es bürste nicht! Das wäre bas Enbe.
Es war jetzt 5 Uhr nachmittags. Der Lüster brannte bereits. Das Zimmermäbchen kam, bas Teebrett zu holen. Terry hatte kaum eine Bis- kuittschnitte zu sich genommen. Wenn Maria kam, würbe man sofort nachservieren lassen. Sie mochte nicht wenig Hunger haben. Ob sie wohl etwas von Belang zu berichten wußte? Vielleicht war ber Staatsanwalt noch gar nicht hinter ihm her? Vielleicht sah er alles viel zu schwarz. Obwohl — ganz leer würbe er ja nicht ausgehen.
Jemanb streifte im Dorübergehen an die Türklinke feines Zimmers. Mit einem Sprung war er an ber Tür, öffnete sie und trat hinaus.
Wo Maria nur so lange blieb? Das Herz pochte ihm bis zum Halse hinauf. Fürchterlich war dieses Warten. Um 8 Uhr meldete das Zimmermädchen einen Herrn.
„Herr Kommerzienrat Terry?" fragte derJ8e- fucher, der gleich darauf ins Zimmer trat und sich als Juwelier Mangold vorstellt. Er dankte für den angebotenen Stuhl und zog ein Telegramm aus der Tasche. „Das ist vor einer Viertelstunde bei mir eingelaufen. Von einem Münchener Geschäftsfreund. Der hat es nach Mainz weitergegeben. Der Mainzer Geschäftsfreund hat es an mich geleitet."
Terry griff mit zitternden Fingern danach.
„M. bei mir. BZ."
„Ich verstehe nicht", sagte er.
„Ich habe auch nicht verstanden", erklärte der Juwelier. „Aber mein Münchener Gewährsmann hat noch ein zweites Telegramm nachgeschickt. Nämlich dieses hier."
Terrys Augen hasteten über die wenigen Zeilen.
beim übrigen Obst sind ziemlich mäßig. Steinobst gibt es zum Teil in großen Mengen, vor allem Pflaumen und Zwetfchen. Auch die Birnen zeigen stellenweise einen sehr guten Behang, dagegen wird es heuer ganz wenig Aepfel geben, Ihre Blütezeit fiel in bie kalten Maiwochen, in denen die Bienen kaum fliegen konnten. Leider zeigen auch einzelne Birnensorten wieder starken Schorfbefall, wenn nicht beizeiten gespritzt worden ist. — In den Gärten werden zur Zeit Stachel- und Johannisbeeren geerntet. Der Ertrag der Stachelbeeren ist gut, der der Johannisbeeren geringer als in den Vorjahren. Eine Rekordernte brachten dieses Jahr die Erdbeeren, hauptsächlich die früheren Sorten und dann vor allem die Himbeeren. In den letzten zehn Jahren hat man solchen Mengen von Gartenhimbeeren nie pflücken können. — Die Imker können heuer nicht viel Honig schleudern, denn während der Obstblüte war es zu kalt, Raps, ber gut honigte, wird in den hiesigen Gemarkungen kaum gezogen. So kommt es, daß die meisten Imker bis jetzt überhaupt nicht zum Schleudern kamen. Die Linden, die reichlich blühten, konnten auch nicht viel geben, da ber Regen bie Sammelarbeit ber Bienen stark beeinträchtigte.
Kreis Iriedberg.
Dekanats waren anwesend. Nach Erledigung verschiedener geschäftlicher Dinge wie Vertretung, Festsetzung des Jahresfestes ber Inneren Mission und des Evangelischen Bundes (von der Feier bes Gustav-Abolf-Festes mürbe mit Rücksicht auf bie große Tagung in Nibba in biefem Jahre abgesehen) nahm Propst Trommershausen (Frankfurt am Main) das Wort. Er erinnerte an feinen ersten Besuch als kommissarischer Propst von Oberhessen auf einer Dekanatskonferenz im Jahr 1934 unb bedauerte lebhaft, daß es ihm bei der großen Arbeit, die ihm obliege, bislang nicht möglich gewesen fei, Einladungen zu Konferenzen des Dekanats Folge zu leisten. Um so mehr freue er sich heute wieder
gangen, hat Mann und Sohn im Krieg verloren und weiß, was es heißt, fein Kreuz auf sich nehmen. — Sie sind also einverstanden?"
„Mit allem", sagte Terry. ,Hch weiß nicht, wie ich Ihnen danken soll."
„Es ist durchaus nichts zu danken, Herr Terry. Georg Amselmann war mir ein lieber Freund, unb seine Söhne finb mir ans Herz gewachsen, besonbers Wolfgang."
„Sie kennen bie beiben persönlich?" fragte Terry.
„Gewiß! Georg Amselmann hat sie mir öfter mitgebracht, wenn er zu Besuch zu mir kam, benn Wolfgang ist ja--aber bas ist schließlich Ne
bensache unb gehört alles der Vergangenheit an. Vielleicht überlegen Sie sich, ob Sie nicht schon heute zu Frau Schröder übersiedeln wollen. Wenn ja — ich halte es jedenfalls für ratsam — bringe ich Sie selber zu ihr. Sie fahren mit einer Taxe in meine Wohnung: Cäsarstraße 52. So verwischt sich bie Spur, wenn sie etwa schon einer ausgenommen haben sollte. — Jetzt auf Wiebersehen!"
Terrys Hänbe zitterten, als er feine Garberobe aus bem Schrank nahm unb in ben Koffer zu verstauen begann. Die Zeitungen schrieben also bereits von seiner Flucht. Gut! Ausgeblieben wäre bas ja nie. Die Hauptsache war, baß Maria sich in bester Obhut unb in treuesten Hänben befanb. Was der tote Amselmann auch gefehlt hatte, seine Jungen machten es reichlich wett.
Er sah die Telegramme auf dem Tisch liegen, faltete sie zusammen und steckte sie in die Brieftasche.
Liebe, kleine Maria! Sie war ein tapferer Mensch. Aber bei aller Tapferkeit mußte sie dieser Umschwung der Verhältnisse doch bitter hart treffen. Er batte noch gar keine Pläne machen können, wie sich ihrer beider Zukunft weiterhin gestalten ließ. Vielleicht verhalfen ihm die Amselmanns zu einer bescheidenen Existenz.
Das Telephon auf dem Schreibtisch klingelte. Angestrengt horchte Terry auf Mangolds etwas undeutlich vernehmbare Stimme. „Frau Schröder erwartet Sie. Vergessen Sie nicht: Cäsarstraße 52. — Wiedersehen!" —
Als Terry aus bem Hotel trat, begann es stark zu schneien. „Verzeihung!" sagte er unb barg zugleich erschrocken bas Gesicht hinter dem aufgeschla«
4 Alsfeld, 14. Juli. Die weil über die Grenzen Alsfelds bekannte, seit mehr als 50 Jahren bestehende, von der Stadt Alsfeld alljährlich veranstaltete Leistungsschau (Prämienmarkt) für Pferde, Rindvieh, Ziegen und Schweine fand am gestrigen Montag statt. Wenn auch infolge der ungünstigen Witterung nicht alle zur Prämiierung angemeldeten Tiere zum Markt gebracht worden waren, so erwies sich das vorgeführte Zuchtmaterial bei allen Tiergattungen nach dem Urteil der Preisrichter von recht guter Qualität. Die Prämiierung begann um 8 Uhr morgens auf dem Lindenplatz. Dank der sorgfältigen Vorbereitung durch die Stadtverwaltung ging bie Arbeit der Preisrichter sehr flott von statten, so daß bereits um 11 Uhr mit Vorführung der prämiierten Tiere begonnen werden konnte. Dor deren Beginn hielt
Vortrag, der sehr stark besucht war, fand bei den landwirtschaftlichen Zuhörern großes Interesse.
Der übrige Nachmittag brachte reges Markttreiben in den Straßen, durch die sich ein dichter Menschen- ström bewegte. Die ganze Straßenzüge ausfüllenden Derkaufsstände lockten zahlreiche Besucher an. Auch das nachmittags in der Festhalle veranstaltete V o l k s f e st und der Vergnügungsplatz hatten einen sehr starken Besuch aufzuweisen. Viel Interesse fand auch die auf dem Lindenplatz veranstaltete Aus- stellung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte. Der Kleintierzuchtverein trug zur Belebung des Marktes durch eine Kaninchen f ch a u bei.
Kirche und Schule.
Konferenz der Geistlichen des Dekanats Büdingen.
Dysoltwerke. — Nachricht von Wolfgang Amselmann. — Hotel Rheinhof.
Terry kombinierte fieberhaft. Der Schweiß trat ihm auf die Stirn. Seine Finger vermochten kaum mehr das Stück Papier zu halten.
„Sind Sie nun im Bilde?" fragte Mangold. „Dieses zweite Telegramm sagt mir, daß es sich um Ihre Person handelt, daß Sie im Rheinhof zu suchen sind, und daß ber Aufgeber ber ersten Nachricht Wolfgang Amselmann ist. Demnach muß bie erste Depesche so lauten: „Em bei mir. Wolfgang." Ich nehme an, baß Em jemanb ist, ber Ihnen nahesteht."
„Ja", sagte Terry mit einem Atemzug, ber ihm beinahe die Brust sprengte. „Es handelt sich um meine Tochter Maria. Jetzt ist alles gut! Ich habe Folterqualen gelitten. Wir wollten hier Zusammentreffen. Wahrscheinlich hat sich meine Tochter nicht zu kommen getraut oder will einen günstigeren Zeitpunkt abwarten. Seien Sie tausendmal bedankt, mein Herr!"
Mangold sah die Erschütterung bes alten Mannes unb empfanb Mitleid mit ihm. „Die Blätter bringen heute die ersten Nachrichten über die Zusammenhänge in den Dysoltwerken. Wenn Sie irgendeine Hilfe benötigen, gleich welcher Art, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Der Rheinhof dürfte im Augenblick nicht der geeignete Aufenthalt für Sie fein/ „
„Niemand vermutet mich in Köln.
,Die Zeitungen schreiben bereits von Ihrer Flucht, und das Gericht ist findig. Es kann Ihnen passieren, daß Sie heute ober morgen verhaftet werben."
Terrys Gesicht würbe aschfahl. „Wissen Sie ein Hotel, 3>as unter Umftänben in Frage käme —?
„Ein Hotel kommt überhaupt nicht in Frage. Nur Privat. Unb da nur eine ganz zuverlässige Person- lichkeit. Ich weiß eine Dame — eine altere Dame schon. Sie arbeitet für ein Kunstgewerbegeschäft. Ich werde mit ihr sprechen, ob sie ein Zimmer ent- behren kann."
lizei nahm die Verfolgung der rabiaten Burschen auf.
Kreis Bübingen.
FNidda, 14. Juli. Infolge eifriger Werbetätigkeit hat hier die Luftschutzbeweauna feste Wurzeln gefaßt. In mehreren aufeinanderfolgenden Kursen wurden etwa 500 Personen theoretisch und praktisch ausgebildet. Die Mitgliederzahl stieg zusehends. Ber dem unlängst au Ende gegangenen vierten Ausbildungskurs wurde das 1000. Mitglied hiesiger Ortsgruppe mit der Reichsluftschutzbundes-Nadel ausge« zeichnet. Zur Ortsgruppe Nidda zählen bereits über 5000 Mitglieder in 28 Orten, die teilweise von hiesigem Ausbildungspersonal betreut werden. — Der Turnverein, der sich neben der turnen« scheu Ausbildung seiner Mitglieder auch bie leicht- sportliche der Frauen sehr angelegen sein läßt, wußte seine Arbeiten auf viele Wochen unterbrechen, da die geräumige Turnhalle vielen anderen Zwecken dienen mußte, namentlich als Wohn- und Schlaf- raum für etwa 200 Volksgenossen Verwendung sand, bie in hiesiger Gemarkung ausgedehnte Me- iiorationsarbeiten ausführten. Nachbem nun die durch bie außergewöhnlich starke Benutzung notroenbig geworbene Schönheitsreparatur ausgeführt ist, wirb die Halle ihrem eigentlichen Zwecke, bie Ertüchtigung von Jugenb unb somit des Volkes zu fördern, wieder dienen.
Kreis Schotten.
& Wettsaasen, 14. Juli. Am Sonntag fand das Schlußschießen des Schützenvereins Kirschgarten, der auch eine große Anzahl hiesiger Schützen zu , seinen Mitgliedern zählt, statt. Von den 30 Preisen, welche ausgesetzt waren, errang Gustav Stein mit 34 Ringen den 1. Preis und den Ehrenpreis. : Noch weitere sieben Preise entfielen auf hiesige Teilnehmer.
* Babenhausen II, 14. Juli. Durch Sturz , von einer Leiter verunglückten gestern zwei
LPD. Darmstadt, 14. Juli. Dor der Großen Strafkammer wurde in achtstündiger, teils nichtöffentlicher Sitzung gegen die Emilie B. aus München, frühere Schwester Wendel i na, verhandelt unter der Beschuldigung, sich fortgesetzt a n einem 13jährigen Zögling vergangen zu haben. In der Verhandlung erklärte die ge- ständige Angeschuldigte, daß sie mit 17 Jahren in ein Karmeliterinnenkloster eingetreten sei. Nach der Ausbildung im Mutterhaus in Holland kam sie 19jährig nach Offenbach a. M. in ein dortiges Karmeltterinnen-Kindecheim, in dem arme und verwahrloste Kinder ohne Eltern oder Heim erzogen wurden. 1931 habe sie noch mit freiem Gewissen die zeitlichen Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ablegen können. Später sei sie aber in sexuelle Nöte geraten unb kam schließlich so weit, daß sie ein regelrechtes Liebesverhältnis mit einem ihrer Obhut anvertrauten Zögling begann, das über ein Jahr lang dauerte. Als die übrigen Schwestern hinter dieses Verhältnis kamen, wurde Emilie B. in die Küche versetzt, und als auch bas nichts half, im November 1934 an einen andern Ort versetzt. Inzwischen war sie schwanger geworden und gebar im Januar 1935 ein Kind. Sie wurde darauf aus dem Orden gestoßen und kehrte ins Elternhaus zurück, während das Kind in der Obhut des Klosters blieb. Der Behörde war wohl- weislich der Kindesvater nicht angegeben worden.
Nach eingehender Beweisaufnahme erkannte das Gericht wegen fortgesetzter Unzucht mit einem minderjährigen Zögling auf eine Gefängnis- strafe von einem Jahr unb drei Mona- t e n unter Anrechnung der Untersuchungshaft von Wie stark kann man bräunen?
"Bitte!" _ ,
„Ich rufe Sie heute noch an. — Sie gelten als ein Geschäftsfreund von mir. Ich bin für unbedingte Vorsicht nach jeder Richtung. Mein Korn- pagnon sieht Ihnen sehr ähnlich. Ich gebe Sie als dessen Bruder aus. Der Dame können tote un-
grau Schröder ist auch schon durch böse Tage ge-t „— tFortsetzung folgt!).
Mg.ährlichkeit und Uufchädlichkeit (ihr Nutzen , ü versiegt ihren Schaden) steht die Glatte oder ( Schlingnatter unter Naturschutz und darf nicht ge- ] tüllelvverden. 1
Göbelnrod, 14. Jult. Dieser Tage fand , rf. 5 frihr:uf Veranlassung der Landwirtschaftsschule und • “W .^entungsstelle Grünberg unter Leitung von . . Dliplonlandwirt Keym ein Rundgana durch
onti nun *.re Gemarkung statt. Es wurde dabei k LungE feijtolteHt, daß die Frucht einen guten Stand auf» "Mer- IGrfen hat. Der Referent gab Aufschluß über Lanbger- & unfo ertragreichere Standortsorten, über die \ üon i Mkmpfung des Unkrauts und über die Boden- * M Diirtiferung durch Kalkung. Er wies darauf hin, mb ju bc tjihfcin der Gemarkung jährlich 1500 Zentner Kalk "bertlinit fttönut werben müßten; leiber seien aber nur 400 bete, bie r Meiner verarbeitet worben. Ortsbauernführer i einer ‘ W^ulth eiß dankte dem Referenten für feine igenfiir^ LÜnsiihrungen. — Das Töchterchen des Landwirts beraten. M^d Römer erlitt dieser Tage einen Un- 5,M£ fäll Das Kind fiel gegen eine Heugabel, deren eine ad Ems -- Opi« unterhalb des Knies tief in das Bein ein- rfdjaft do< hj öW. Das Mädchen mußte sofort in ärztliche Be- ichsvM fr Innung gebracht werden.
er Reich-: Mus dem südlichen Kreise Gießen, feener Ir 13. fiutt. Der Regen der letzten Wochen hat bas $Ba:estum der Hackfrüchte sehr gefördert. Kar- tnffm, Dickwurz unb Gemüse zeigen einen vorzüglich Stand Freilich hat sich auch bas Untraut ft ter! ausgebreitet. Für bie Getreidefelder war der gp.leg-i nicht vorteilhaft. Fast überall hat sich d )e frucht zur Erde gelegt. Man sieht selten einen öf -ren Acker, auf dem das betreibe noch aufrecht >hi Die Bauern werden deshalb bei der Ernte me viel Arbeit haben. Die Maschinen können bei «(tu Aeckern überhaupt nicht benutzt werden, da e ttarfen Winde die Halme nach allen Seiten if5imanber gedrückt haben. Die Wintergerste ist tr tt geschnitten. Der Ertrag war gut. Auch bei bin übrigen Getreide sind die Ernteaussichten noch g-kt, öa sich bei dem kühlen Wetter noch recht viele flpnsr bilden können, auch wenn die Frucht liegt m 6 Blüte des Getreides war überall beendet, als ähriaeV Sh Hegen einsetzte. Auf leichten Böden, auf denen der 3^' ö'hHoggen noch sehr schön steht, da er beim Em- m AimlV siltze des Regens schon mehr gefestigt war als das ' ahbc-e (Betreibe, zeigt sich schon Beginn der Reife.
5fcai rechnet damit, daß in etwa 8 bis 10 Tagen d fr Schnitt des Roggens beginnen kann. — Der
«fite 6 n, tofw V ifl -inem Schrecken fest, daß kein Gnetz meyr in
in ben 3 JkSüdjfe war. Sakra, sakra! Mußte er einen holen <Rei(b5luL । e)£ji. Ehe er die Gartentür ins Schloß druckte, bei bet 1 Lf..ß er na£$ &en Fenstern hinauf. Don Mana ,nb bEs ^nichts zu sehen. .. .
ein1 ki lief, was er konnte. Warf der Krämerin das ach $el0 I pti auf die Ladenbudel, machte kehrt und rannte
,, i Ed er zurück. Gott fei Dank, sie war noch da.
ICm oben kam wieder der Schritt, der ihn so sehr »bell § fr folgte.
” w tt» Maria herunterkam, überraschte sie ihn, wie gilt °JL:; itje-n Dorhängeschloß einölte und auf seine Zuver- iftigter,^ UIdiiteit prüfte. „Wohin kommt denn das. fragte l|L-
i’jw;
jjlan"e’ ,
I c. Bankerott hatte ber Vater gemacht! Armer ,,, bifcner! Unb bas Gericht war hinter ihnen her. Wer Teufel! Aber die konnten lang suchen. Wenns irt F itat waren auch noch die Felswand da zum 11 , siipecfn. Herrgott, jeder hatte was auf dem Buckel,
i. 'C5 iiljn drückte?
t seinem ^aen war nun alles ruhig. Der leichte Schritt leitet unv' |wi2r roar lieber gewesen als die Stille jetzt. n Besuch |pit, {einem Frieden war es jedenfalls vorbei. Es inen Im ihm, wie einem Mann, der bislang ohne jede
1 I E.T:i;e gelebt und nun auf einmal einen kostbaren {innen, zum Bewachen anvertraut erhalten hatte.
‘<Ae Hirnester machte einen tiefen Atemzug und stellte inem Schrecken fest, daß kein Grieß mehr m
rswidhM
di, Schnitt des Roggens beginnen rann — Der fit ?!f»ch s hat ausgeblüht, ist freilich auch stark durch hinFRegen zur Erde gedrückt worden. Es ist na- tlrl*, dich bei dem feuchten Wetter das Grun- ® 2 überall reiche Erträge bringt - Die K,r- 115 lamernte ist in der chauptsache beendet Der ußgcreiieii ntwk mnr wtHoTmöfcin Hprrkirlcben. die m die- SparkaW uch in Gii!
#•1 sparten A irsamkei^
'S Verfluchtes Gold!
Angabe, ■ 1
Nach eine"
i, unter MHerrecht: Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. kannte
Anrecht Fortsetzung. Nachdruck verboten!
Beuern, 14. Juli. In den Steinbrüchen am giftfr Holzberg und den Abhängen des Burghain H'Ü Ah bis auf den heutigen Tag eine Verwandte b<? Übingelnatter erhalten. Es ist die Glatte N!a lie r oder auch Schlingnatter. Das völlig uirgeährliche Tier gehört zu den wenigen giftlosen Mylmgen, die in unserrn deutschen Vaterland noch Dwrfimmen. Infolge der fast unter allen Menschen oarbeiteten Angst vor den Schlangen wird auch bcti uns diese Schlange, die nur eine Länge von eta>d80 Zentimeter erreicht, von vielen Menschen, dü! '2 finden, getötet, da die Leute glauben, die wer|2 ffWf- Kreuzotter vor sich zu haben. Die ®runtr» ifS fdrbi der Glatten oder Schlingnatter ist gewöhnlich Men' gwraun, wie das dürre Gras und das graue ber ®Htrn, auf dem sie lebt. Sie ist leicht von ber in urfesr Gegend gar nicht mehr vorkommenden Men otter zu unterscheiden. Im Hinblick auf ihre
LPD. Butzbach, 14. Juli. In dem Gasthaus des etwa 30 Jahre alten Wirtes Willi Magen- Heimer kam es in der Nacht zum Sonntag nach einer vorausgegangenen heftigen Auseinander-, setzung zwischen einigen jüngeren Burschen von auswärts und dem Wirt zu einer s ch w er en Schlägerei. Die Burschen fielen über den Wirt her, schleiften ihn in die Küche unb richteten ihn yier übel zu. Einer versetzte ihm mit einer Kaffeemühle einen schweren Schlag auf den Hinterkopf. Mit einer klaffenden Kopfwunde und weite- junge uh u n u«i uuh ji«. ren erheblichen Verletzungen wurde deriBemverletzungen nach der Chirurgischen Wirt in die Klinik nach Gießen gebracht. Die Po-1 Klinik in Gießen verbracht werden.
begonnen werden konnte. Vor deren Beginn hielt Bürgermeister Dr. Völsing eine Ansprache m der er allen Züchtern ben Dank ber Stabt Alsfeld aussprach sowie dem Reichsnahrstanb unb seinen Or- ganisattonen auch für die diesjährige tatkräftige Unterstützung bes Prämienmarktes dankte. Es sei das Verdienst unseres Führers, daß die vor bem Abgrund stehende deutsche Landwirtschaft wieder eine gesicherte Existenz erhalten habe. Die Ansprache schloß mit einer Huldigung unb einem Treuegelob- nis für ben Führer und Kanzler des deutschen Volkes. Anschließend fand diePreisoerteilung und die Vorführung ber prämiierten Tiere statt.
Nachmittags fanb in der Turnhalle em Vortrag von Professor Dr. S t a n d f u ß (Gießen) über „D t e Bekämpfung ber Tuberkulose bes Rinbviehes" unb über das „Seuchenhafte Verkalben" statt. Der Redner, ber bas Hessische Veterinär-Untersuchungsamt in Gießen leitet, wies in feinem ausgezeichneten, äußerst lehrreichen Vortrag auf bie großen volkswirtschaftlichen Schöben biefer beiben weitverbreiteten Tierkrankheiten hin unb erläuterte fobann die Mittel zur Bekämpfung ber Krankheiten unter besonderer Berücksichtigung bes Tuberkulosetilgungsverfahrens. Dann gab ein Film eiiua war mineimaBlfl. wm«,..» ... ... über die Durchführung des Tuberkulosetilgungsv-r-
f ii 'aqen reifen müßten, gibt es fast gar nicht. Die fahrens em sehr anschauliches Bild über die große 1 >|tn ^Kirschen haben unter dem Regen gelitten wirtschaftliche Bedeutung dl-ser Maßnahmen zur . . .. Die Aussichten Bekämpfung einer ber wichtigsten Tierseuchen. Der


