Ausgabe 
15.5.1936
 
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melde sich auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18. Der Vorbereitungskursus beginnt demnächst in der Müllerschen Badeanstalt.

Achtung!

Reue Sportkurse auf dem Universitäts-Sportplatz.

In der nächsten Woche beginnen Kurse für Allge­meine Körperschule und Spiele, sowie Leichtathletik und Waldlauf auf dem Universitäts-Sportplatz. Die Kosten betragen jeweils 20 Rpf. für den Uebungs- abend. Anmeldungen an die Geschäftsstelle, Schan- zenstraße 18, erbeten.

Um die DM

Wird Schalke ausgeschaltet? Der

Die Spiele in den Gaugruppen der Deutschen Fußball-Meisterschaft werden am Sonntag, 17. Mai, programmgemäß mit den letzten acht Be­gegnungen abgeschlossen. Nachdem am vergangenen Sonntag im i. FC. Nürnberg und in For­tuna Düsseldorf bereits die Endsieger der Gruppen III und IV ermittelt werden konnten, bleiben dem letzten Spieltag nur zwei Entscheidun­gen vorbehalten. Man könnte also meinen, daß diesmal in der deutschen Fußballgerneinbe nur halbe" Spannung bestehen würde, besonders in Süddeutschland, das ja an den Gaugruppen I und II nicht beteiligt ist. Dem ist aber nicht so.

Es gibt an diesem letzten Spieltag der Gaugruppen einen Kampf, auf dessen Ergebnis ganz Fußball- Deutschland mit höchster Spannung wartet. Die Be­gegnung zwischen dem deutschen Fußballmeister Schalke 04 und dem Sachsengaumeister Poli­zei Chemnitz ist es, die alle Fußballerher^en höher schlagen läßt. Fällt doch in diesem Spiel nicht nur die Entscheidung um den Gruppensieg in der

Kursus für Dolksturnen und Sommer­spiele in Kinzenbach.

Am kommenden Samstag und Sonntag findet in Kinzenbach unter Leitung von Volksturnwart Dr. Loh (Wetzlar) ein Kursus für Leichtathleten, sowie Schulung von Faustball- und Schlagball­spielern statt. Der Samstagabend ist für einen Kameradschaftsabend der Kursusteilnehmer mit den Vereinsangehörigen des gastgebenden Vereins vor­gesehen.

-Mflerschafl.

letzte Spieltag in den Gaugruppen.

Gaugruppe I, sondern auch darüber, ob Schalke 04, derStolz des Westens", aus dem weiteren Kampf um dieViktoria" ausgeschaltet wird. Diese Sen­sation, die beim Beginn der Gaugruppenspiele wohl niemand für möglich gehalten hätte, kann in diesem Treffen, das im Dresdener Ostragehege durchge­führt wird, sehr leicht zur Tatsache werden. Die zweite Entscheidung des Sonntags fällt in der Gau­gruppe II, und zwar im Spiel zwischen dem Schlesienmeister Vorwärts - Rasensport G l e i w i tz und Viktoria Stolp in Stettin. Den Schlesiern genügt hier schon ein Unentschieden zum Gruppensieg.

Die Spiele der Gruppen III und IV sind für die weitere Entwicklung der Meisterschaft belanglos geworden. Club" undFortuna" sind Gruppenerste, sie haben in ihren Spielen gegen Worms bzw. Wald­hof nur zu beweisen (besonders Fortuna Düssel­dorf), daß sie wirklich die besten Mannschaften ihrer Gaugruppen sind.

Wer wird Handball-Gaumeister?

Interessante Gaugruppenspiele.

Im Handball steht bereits einer derletzten Vier", die am 7. Juni die Vorschlußrunde zur Deut­schen Meisterschaft bestreiten, in dem Westfalen­meister, dem Militär-Sportverein Hin­denburg Minden, fest. In den übrigen drei Gaugruppen können ebenfalls die Entscheidungen bereits am Sonntag fallen, wenigstens sollte nach den Spielen des Sonntags vollkommene Klarheit herrschen. Bestimmt dürfte die M T S A. Leip­zig sich am Sonntag den Gruppensieg in der Gruppe 1 sichern, wenn die Sachsen im Spiel in Oppeln beim Schlesienmeister mindestens einen Punkt retten; eine Erwartung, die sich bestimmt erfüllen sollte. In der Gruppe 2 müßte schon Oberalster Hamburg in Hannover straucheln, wenn hier der deutsche Meister M i l. - S V. Mag­deburg Gruppenmeister werden und dem letzten Spiel in Hamburg ohne Besorgnisse entgegensetzen wollte. In Gruppe 4 halten wir Rasensport Mülheim für den wahrscheinlichen Sieger, wenn auch der entscheidende Punkt von den Nieder- rf)ein^n erst am 24. Mai gegen Kassel gesichert werden dürfte. Jedenfalls läßt die augenblickliche Lage darauf schließen, daß die augenblicklichen Spitzenmannschaften diese Stellung verteidigen und an der Vorschlußrunde teilnehmen werden.

Die zweite Runde der Frauen.

In der Meisterschaftsrunde der Frauen, die nach dem Ausscheidungssystem ausgetragen wird, steigt am 17. Mai mit vier Spielen die Zwischenrunde. Die Paarungen wurden so vorgenommen, daß durchweg die am stärksten erm-irfeten Mannschaften die Platzvereine sind, so bnr- also bei normalem Verlauf der Spiele damit an rechnen ist, daß neben dem Deutschen Meister Eimsbüttel noch der VfR. Mannheim, Eintracht Frank­furt und der SC. C h a r l o t t e n b u r g in der Vorschlußrunde sieben; allo vier Mannschaften, die im Handball seit Jahren einen guten Namen hatten, und von denen jede mindestens einmal im Endspiel zur Deutschen Meisterschaft gestanden hat. SC. Char- lottenburg und Eimsbüttel sind mehrfach Deutsche Meister gewesen. Frankfurt und Mannheim gaben wiederholt in den Endspielen den Meistern gleich­wertige Gegner ab. Die vier Spiele bringen fol­gende Paarungen:

in Frankfurt: Eintracht Frankfurt Mag­deburger Frauen-SC.;

in Mannheim: VfR. Mannheim Spiel­vereinigung Fürth;

in Hamburg: Tobd. Eimsbüttel Ger­mania Leer;

in Berlin: SC. Charlottenburg Polizei Dresden.

Mannheim, Eimsbüttel und Charlottenburg find klare Favoriten, am schwersten hat es Eintracht Frankfurt getroffen, die in dem bekannten Magde­

burger Frauen-Sportclub einen durchaus gleichwer­tigen Gegner empfängt, den sie nur auf Grund des Platzvorteils schlagen kann.

Türkei mit 120 Mann.

Die noch junge türkische Sportbewegung, die vor wenigen Jahren vom Kemal Atatürk ins Leben gerufen wurde, hat in der kurzen Zeit ihres Be-. stehens einen ungeheuer schnellen Aufstieg genom-

Schaffl Jugendherbergen und Heime!

men. Die Türkei war zwar schon bei den Olympi­schen Spielen 1924 und 1928 vertreten, aber die Entsendung einer Mannschaft von 120 Wettkämp­fern nach Berlin, die soeben aus einer Sitzung der türkischen Sportverbände beschlossen wurde, bedeu­tet eine Leistung, die Bewunderung heroorruft. Den Kern der Mannschaft werden die Leichtathleten, die Ringer, Reiter, Fechter und Segler bilden. Führer der Kämpfer des Halbmondes ist der Vorsitzende des Hauptverbandes der türkischen Sportorganisa­tionen, Akiurk. Zum sportpädagogischen Kongreß und zum internationalen Jugendtreffen werden ebenfalls Abordnungen entsandt.

Kegelsport.

Der KegelklubGut Holz" Wieseck ver­anstaltete am Sonntag auf seiner Dereinsbahn bei Gastwirt Keller in Wieseck ein Dereinswerbekeaeln. Die Beteiligung war sehr gut, es konnten 11 Wert­gegenstände den Siegern ausgehändigt werden. Otto Mandler erreichte mit 38 Holz (5 Kugeln) den 1. Sieg. Heinrich Dech II. wurde mit 37 Holz 2. Sieger, Ernst Oßwald mit 37 Holz 3. Sieger. Der letzte Sieger errang immer noch eine Holzzahl von 33. Den Ehrensieg mit 17 Holz (zwei Kugeln) errang Otto Strack.

Das Werbekegeln des Vereins Lahn-Bu- s e ck e r t a l auf den Bundesbahnen in Wieseck am 9. und 10. Mai hatte einen guten Besuch zu ver- zeichnen. Die Leistungen waren durchweg gut. Z. B. wurden auf der Scherenbahn mit 5 Kugeln die Holzzahl 37, 36, 35, 34 und auf den Asphaltbahnen mit 5 Kugeln die Holzzahl 35, 34, 33 und 32 er­zielt. Da das Werbekegeln auch noch am 16. und 17 Mai stattfindet, ist mit einer weiteren starken Beteiligung zu rechnen. Auch werden die Höchstlei­stungen noch zu erwarten sein. Wertvolle Gegen­stände (für jede Bahn etwa 13 Stück je nach der Beteiligung) stehen den Siegern in Aussicht. Der Kegler, der auf den drei Bundesbahnen zusam­men die Höchstholzzahl erreicht, erhält außerdem noch einen wertvollen Ehrengegenstand.

Wirischast.

* Tellus A G. für Bergbau und Hüt­tenindustrie, Frankfurt a. M. Die Ge­sellschaft schlägt der Hauptversammlung am 24. 6. für das Geschäftsjahr 1935 eine Dividende von wieder 6 v. H. vor. Die zur Tellusgruppe gehörende Westdeutsche Bleifarbenwerke Dr. Kalkop AG., Frankfurt a. M., wird ebenfalls wieder 6 v. H. Di­vidende für das Geschäftsjahr 1935 beantragen.

Rhein-Mainische Börse.

Millagsbörse fest.

Frankfurt a. M., 14. Mai. Die Börse er­öffnete am Aktienmarkt in ausgesprochen efter Tendenz, auch der Rentenmarkt verkehrte in reundlicher HaÜung. Das Hauptinteresse der Kund- chaft und auch der Kulisse konzentrierte sich jedoch auf Aktienwerte, die bei lebhaften Umsätzen durch­schnittlich 1 bis 1,50 v. H. anzogen. Bei einigen Werten blieb allerdings die Marktenge, bzw. -leere auf die Kursgestaltung nicht ohne Einfluß. Beson­deres Interesse wandte sich den chemischen Werten zu, Scheideanstalt sehr fest, mit 237 bis 240 (235), ferner JG.-Farben bei lebhaften Umsätzen 172,25 bis 174 (171,25), außerdem Deutsche Erdöl plus 1,50 und Metallgesellschaft plus 1,25 v. H. Montanwerte lagen etwas ruhiger, aber ebenfalls fest. Mannes­mann 96,75 bis 97 (95,50), Verein. Stahlwerke 92,75 93,25 (92,25), Klöcknerwerke 100,75 (99,75), Rheinstahl 128,50 (127,50) und Hoesch 104,13 (103,50), nur Buderus 0,50 v. H. leichter mit 100,50. Elektrowerte erhöhten sich bei kleinen Umsätzen um durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H., stärker befestigt waren RWE. mit 134,13 (132,75). Maschinen- und Motorenwerte ebenfalls fest, Muag etwa 97 (95), Daimler 111 (109,40), Adlerwerke Kleyer auf die flüssige Bilanz 103,75 (103), Gebr. Junghans 91,13 (90,25), MAN. unv. 113,50, Im einzelnen gewan­nen Deutsche Linoleum 1,25, Westdeutsche Kaufhof 1, Kunstseide AKU. 1,13, Cement Heidelberg 2, Bank für Brauindustrie 1,50, AG. für Verkehr, Reichsbank, Zellstoff Waldhof und Hanfwerke Füssen bis 0,75 v. H. Auch nach den ersten Kursen war die Haltung fest, das Geschäft beschränkte sich, indes hauptsächlich auf JG.-Farben.

Am Rentenmarkt zogen Altbesitz auf 113,80 (113,70), späte Reichsschuldbuchforderungen auf 98,65 (98,50) und Reichsbahn-DA. auf 127,50 (127,13) an. Kommunal-Umfchuldung und Zinsver­gütungsscheine lagen unverändert, zertif. Dollar- Bonds etwa 0,13 v. H. höher. Von fremden Wer­ten I. Anatolier 43,13 (42,50).

Auch in der zweiten Börsenstunde blieb die Hal­tung fest, der Aktienmarkt stand weiterhin im Vordergrund. Das Geschäft wurde indes ruhiger und teilweise erfolgten einige Realisationen, die Kurse blieben aber auf dem höchsten Stand voll be­hauptet. JG.-Farben schwankten zwischen 174 bis 174,25. Muag kamen später mit 96,50 bis 96,75 (95) zur Notiz, Deutsche Linoleum stiegen auf 182 nach 179, Zellstoff Waldhof auf 136 nach 135, Gesfürel auf 139 nach 138,25, Felten auf 130 nach 125. Am Kassamarkt waren Hypothekenbank-Aktien gesucht und fest, besonders Frankfurter Hyp.-Bank etwa 96 (93,50). Ferner Cement Karlstadt gefragt, Taxe 155 (l. K. 150). Löwenbräu München 220 (216).

Variable Anleihen lagen auch später ruhig und unverändert. Der Pfandbriefmarkt wies kaum Veränderungen auf, auch Stadtanleihen im allgemeinen wie gestern, nur 4,50 v. H., Darmstadt von 28 94 (94,50). Am Auslandsrentenmarkt lagen Ungarn auf Paris hin schwächer, 4prozentiqe Gold­rente 8,75 (8,95).

Der Freiverkehr lag ebenfalls fest. NSU. 119 (zuletzt 113), Adlerwerke Kleyer 103,75 bis 104.50 (103), Wayß & Freytag 109,50 (108,50), Pokorny 111 (110), Growag 83 (82,50), Kali Win­tershall 117,50 (116).

Taaesgeld sehr flüssig und auf 2,50 (2,75) v. H. ermäßigt.

Abendbörfe fest.

Bei wesentlich kleineren Umsätzen als im Mit­tagsverkehr zeigte auch die Abendbörse am Aktien- markt eine weiter feste Tendenz, wenngleich gegen den Berliner Schluß nur noch geringe Kurssteige­rungen eintraten. Im Verlaufe wurde dann ver­schiedentlich etwas realisiert, doch erfuhren die Kurse nur geringfügige Rückgänge. Felten auf die 6(4)prozentige Dividendenerklärung 131 (130). Fest waren außerdem noch Holzmann mit 119,75 (118,40), Scheideanstalt mit 241 (240) und Cement Heidelberg mit 142,75 bis 143 (142). IG. Farben wesentlich ruhiger mit 174,13 bis 174 (174.13), leicht ermäßigt waren auch.AEG. mit 38 bis 37.75 und Westdeutsche Kaufhof mit 42,90 bis 42,75 (43). Am Kastamarkt blieben Großbankaktien unver­ändert. Für Frankfurter Hof stellte sich die Taxe auf 62 Geld (60). Im Freiverkehr erhöhten sich Pokorny auf 112 (111) und VDM. auf 136,50 (135.50).

Der Rentenmarkt lag freundlich, etwas Nachfrage fanden Reichsaltbesitz zu 113,90 (113,90), auch Kommunal-Umfchuldung mit 87,10 und späte Schuldbuchforderungen mit 98,75 wurden beachtet. Reichsbahn-Vorzugsaktien unverändert 127,75. Don Auslandswerten lagen Schweiz. Bahnanleihen fest, 4prozentige SBB. 228,50 (226,75), 3Lprozentige 215 (213,50), 3 v. H. Eisenbahn-Rente 177 (174).

U. a. notierten: Altbesitz 113,90, 1947er Stahl- verein 93,90, IG. Farben-Bonds 137, Reichsbahn- Vorzugsaktien 127,75, 4 d. H. Rumänen 5,65, 4 v. H. SBB. 228,50 3,5 o. H. dto 215,50, 3 v. H. Eifen- bahn-Rente 177, Commerzbank 91, DD-Bank 92,75, Reichsbank E 184,65, Buderus 101,75, Harpener 127,50, Klöckner 101, Mannesmann 96,75, Rhein­stahl 128,75, Vereinigter Stahl 93,25, AKU. 55,65, AEG. 38 bis 37,75, Bekula 148, Cement Heidelberg 142,75 bis 143, Daimler 111,50, Scheideanstalt 241, Licht & Kraft 149,25, IG. Far­ben 174,13 bis 174, Felten 131, Gesfürel 139, Holz­mann 119,75, Lindes Eis 151,50, Muag 96,75, Me­tallgesellschaft 129,75, Schuckert 142,50, Stollwerk 100,25, Westdeutsche Kaufhof 42,90 bis 42,75, AG. für Verkehr 117,50.

Frankfurter Schlachtviehmarkt

Frankfurt a. M., 14. Mai. Auftrieb: Rinder 48 (gegen 27 am letzten Donnerstagsmarkt), dar­unter 14 (1) Ochsen, 7 () Bullen, 24 (22) Kühe, 3 (4) Färsen. Kälber 940 (731), Schafe 36 (44), Schweine 1279 (702). Notiert wurden pro 50 Kilo­gramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 71 bis 78 (am 7. Mai 71 bis 75), b) 63 bis 70 (63 bis 70), c) 52 bis 62 (53 bis 62), d) 38 bis 51 (40 bis 52). Lämmer, Hämmel und Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), Sauen gl) 50 bis 55 (), g2) 44 bis 49 (). Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, ausoerkauft. Schweine wurden zugeteilt. Ueberftanb: 110 Schweine.

Marktverlegung: Der auf Himmelfahrt (Donners­tag, 21. Mai) fallende Viehmarkt wird auf Mitt­woch, 2 0. Mai, vorverlegt.

. ^Schweinemarkt in Grünberg.

4- Grünberg, 14. Mai. Der heute hier ab- gehaltene Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 658 Ferkeln. Folgende Preise wurden erzielt: bis sechs Wochen alte Ferkel 20 bis 26 Mark, sechs bis acht Wochen alt 26 bis 30, acht bis dreizehn Wochen alt 31 bis 36 Mark. Marktverlauf lebhaft; es verblieb Ueberftand.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:

433: Neufassung der Devisenbestimmungen über Studium und Schulbesuch im Ausland. 434: Ein­zahlungskurse für Postanweisungen nach dem Aus­land.

Jüdische Devisenschieber verurteilt.

LPD. Frankfurt a. M., 14. Mai. Nach mehr­tägiger Verhandlung beendete die Dritte Strafkam­mer einen Devisenschieberprozeß, der sich gegen sieben jüdische Angeklagte, dar­unter vier Frauen, richtete. Es wurden verurteilt wegen Devisenvergehens der 37jährige Siegfried Schatzmann zu 2% Jahren Gefängnis und 100 000 Mark Geldstrafe ober weitere 100 Tage Ge­fängnis, die 52jährige Witwe Mathilde Bachen- Heimer zu einem Jahr Gefängnis und 10 000 Mark Geldstrafe ober 20 Tagen Gefängnis, die 55jährige Ehefrau Frieda Rosenberg zu 1 Jahr und 9 Monaten Gefängnis, 5000 Mark Geldstrafe ober weiteren 50 Tagen Gefängnis unb HO 000 Mark Wertersatz, bie 22jährige Lieselotte Rosenberg zu 1 Jahr Gefängnis, 10 000 Mark Gelbstrafe ober weiteren 20 Tagen Gefängnis unb 10 000 Mark Wertersatz, ferner wegen Bannbruchs im Sinne bcs Vereinszollgesetzes ber 53jährige Ignatz Rosen­berg aus Lemberg zu 170 000 Mark Geldstrafe ober 1 Jahr Gefängnis Ersatzfreiheitsstrafe und 85 000 Mark Wertersatz, der 28jährige K. Bachen- Heimer aus München ebenfalls zu 170 000 Mark Geldstrafe ober 1 Jahr Gefängnis unb 85 000 Mark Wertersatz. Gegen bie Frauen Frieba Rosen­berg unb Lieselotte Rosenberg wurde Haft­befehl erlassen. Das Gericht gelangte zu der An­nahme, daß I. Rosenberg die Triebfeder der Machenschaften war, und daß durch die Angeklagten bzw. ihre Helfershelfer an Erlös aus im Ausland erworbener Effekten mindestens 85 000 Mark nach dem Ausland geschafft wurden. Die beiden in Wien verhafteten Angeklagten Ignatz Rosenberg und Kurt Bachenheimer konnten auf Grund des Auslieferungsverfahrens nicht wegen Devisenver­gehens verurteilt werden. Siegfr. Schatzmann, der in Deutschland die Abwicklungsgeschäfte mit den Banken betrieben und für seine Tätigkeit von den Mitbeschuldigten Provision empfing, mußte die volle Härte des Gesetzes verspüren, denn er wußte bei allem, um was es sich handelte.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzl beichlosfenen Dividende an. Reichsbankdiskonl 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frantturi a. Ul.

Berlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend« börse

(Schluß« kurs

Schlußk. Mittag« börse

Dalum

13 5.

14.5.

135

14-5-

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

100,9

101

101

101

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

98,25

98,25

98,25

98,25

*% Doung-Anleihe von 1930 ..

103,13

103,13

103,5

Deuilche Ant.-Ablos.-Schuld mti

Auslos.-Rechten .............

113,7

113,9

113,65

113,9

4/i% Deutsche RetchSpostschatzan

Weisungen von 1934, 1.......

6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929

100,25

100,4

100,5

100,4

(rückzahlb. 102%) ............

4¥x% ehem. 8% Hessische Lande».

98,5

98,5

98,5

banl Darmstavt Gold fR. 12....

96,65

96,65

5V,% ehem. sy,% Hess. Lande».

Hypothekenbank DarmstavtLioui

101,25

101,05

»y>% ehem. 8% Darmsi. Komm.

Landcsb.Goldschuidverichr. R.6

91,75

_

Oberhessen Provinz-Anleihe mli

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Cammeiabl. Aw

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 4 y,% chcm.8% Franks. Hyp.-Bank

116,5

116,65

116,75

116,75

Goldpse. 15 unkündbar bi» 1935

96,5

96,5

_

6yz% ehem. 4y,% Franks. Hyp.

Bonk.Liqu.-Pfandoriefe.......

101,4

101,4

_

_

6y,% ehem. 4y,% Rheinische

Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....

101,5

101,5

101,25

101,5

4y,% ehem. 8% Pr. Landespfand-

briesanstalt, Pfandbriefe R. 19

97

97

97

97

4y,% ehcm. 7% Pr. LandeSpsand-

briesanst., Gold Komm. Cbl.VI

97

97

97

97

Steuergutich.Berrechnungök. 84-88

109,25

109,25

109,4

109,4

4% Oesterretchsscye Goldrente....

31,75

31,5

4,20% Oesterreichische Silberrente

2,05

2,05

2,1

2

4% Ungarische Goldrente.......

8,95

8,75

8,8

8,95

4% Ungarische StaalSrente v. 1910

8,75

8,65

8,6

8,65

4y,% desgl. von 1913..........

8,65

8,65

8,6

8,65

5% abgest. Goldmertkaner von 99

13,75

13.65

13,75

4% Türkische Bagdadbahn-Anlrthe

Serie 1....................

I

i

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlup­kurs

Schluß!. Abend« börse

Schluß« kurs

Schluß!. Mittag« börle

Datum

13.5.

14 5

13-5.

14.5

4% veSgl. Serie 11 ............

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

4y,%Rumän.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische verclnh. Rente ..

2V4% Anatolier............

Hamburg-Amertka-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... -

Commerz- und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank unv DiSconto»

Gesellschaft................0

Dresdner Bank..............0

Reichsbank ................ 12

A.S.G......................u

Bekula.................... io

Slektr. LieferungSgesellschaft ... b

Licht und Kraft ........... gy,

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Eiektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert L Co........... 4

Siemen» S Hal-ke.............

Lahmeyer L Co..............7

Buderuü ................... 4

Deutsche Erdöl ...............

Harpener....................

Hoesch EisenKöln-Reuessen .. 8

Ille Bergbau ......... 6

Ilse Bergbau Genüsse........e

Klöcknerwerke ...............g

Manne»mann«R Hren........0

6,75

9,55

5,6

42,5

15,25

17,13

116,5

90,75

92,5

92,5

184

38

147

127,75

148,75

124

138,25

132,75

141,5

185,5

136,5

101

120

127,65

103,6

130

99,75

95,5

6,65

5,65

43,5

117,5

117 91

92,75

92,75

184,65

37,75

148

127,5

149,25

131

139

142,5

101,75

121,5

127,5

101

96,75

6,85

9,7

5,7

42,75

15,25

29

17

117

117

90.5

92,5

92,5

184.5

38,13

147,5

127,5

149

124,4

138,25

133,25

141,75

185

136.9

100,5

120,25

127,5

103,4

170

130

99,9

95,75

5,7

43,8

15,25

29

17

117,25

116,5

90,75

92,75

92,75

184,65

37,65

147,5

128,5

149,25

131

139,25

137

134,9

142.9

187,25

136

101,75

121,5

127,5

104,13

171,5

131,5

100,9

96,75

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß« furd

Schluß!. Abend« börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

13.5.

14-5

13-5

14-5.

Man»selder Bergbau.......

.. 6

144

144

144

Kokswerke ................

.. 6

134,9

136,13

Rheinische Braunkohlen ....

18

238

238

238

Rheinltabl ................

.. 4

127,5

128,75

127,25

128,75

Bereinigte Stahlwerke......

.. 0

92,25

93.25

92,25

93

Otavt Minen .............

.. 0

23

22,65

23

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

127,9

128,5

128,65

Kaliwerke Westeregeln......

.. 6

127

127,25

128,5

Kaliwerke Salzdetfurth.....

IV»

183

182

182,75

$. G. ffarben.Jndustrte.....

.. 7

171,25

174

171

174,13

Scheideanstalt.............

.. 9

235

241

Goldschmidt ..............

.. 5

107,75

109

108

109,5

Rütgerswerke .............

6

133

132,4

133,25

Metällgeiellschast...........

.. 4

128,5

129,75

128,5

129,13

Philipp Holzmann.........

.. 4

117,75

119,75

117,75

118,4

Zementwerk Heidelberg ....

Cementwerk Karlstadt.......

.. 7

140

143

.. 8

150

155

Schultheis Patzenhofer .....

.. 4

110,9

111,4

Bku (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

54,9

55,65

54,65

55,5

Bemberg.................

.. 5

89

89

92

Zellstoff Waldhof ..........

.. 5

134,75

135

137,25

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

93,75

93,75

94,5

Dessauer Gas .............

.. 7

132

132,4

Daimler Motoren..........

.. 0

109,4

111,5

109,25

111,4

Deutsche Linoleum.........

.. 8

177,75

182

178,5

182

Orenstein S Koppel ........

.. 0

88,5

89,25

43

Westdeutsche Kaufhof.......

.. 0

42,5

42,75

42,25

Chade....................

TI.

398

398

406

Accu mulatoren-Fabrü......

. 18

189

189

189

Conti-Gummi.............

.. 8

182

182,5

181,5

182,5

Gritzner..................

.. 0

I 31

1 31,25

1 30,65

30,9

Mainkraftwerke Höchst a.M-.

.. 4

96,5

Süddeutscher Zucker.

- 10

1 206

208,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Banknoten.

13-Mai

14-Mal

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Bries

Geld

Bries

Buenos Lire.

0,685

0,689

0,684

0,688

Brüssel ....

42,14

42,22

42,08

42,16

Rio de Jan.

0,137

0,139

0,137

0,139

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

55,23

55,35

55,07

55,19

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,37

12,40

12,335

12,365

HellingforS..

5,455

5,465

5,44

5,45

Paris ......

16,37

16,41

16,385

16,425

Hollano ....

167,88

168,22

168,00

168,34

Italien.....

19,55

19,59

19,55

19,59

Japan ......

0,722

0,724

0,721

0,723

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

62,17

62,29

62,00

62,12

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon....

11,235

11,255

11,21

11,23

Stockholm...

63,78

63,90

63,60

63,72

Schweiz ....

80,32

80,48

80,48

80,64

Spanien....

33,90

33,96

33,95

34,01

Prag.......

10,30

10,32

10,30

10,32

Budapest ...

Reuyork ...

2,486

2,490

0 484

2,488

Berlin, 14. Mai

Gelb

Brie!

Amertkantsch« Roten..............

2,436

2,456

Belgische Noten..................

41,96

42,12

Dänische Noten .................

54, e'

Englische Noten .................

12,30

Französische Noten...............

16,335

Holländische Noten...............

167,58

168^26

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

61,79

62,03

Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten................

80'30

80'62

Spanische Noten.................

33,61

33,75

Ungarische Noten................